DE341973C - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von mechanischer Energie aus Rohtorf ohne vorherige Trocknung an der Luft - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von mechanischer Energie aus Rohtorf ohne vorherige Trocknung an der Luft

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DE341973C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat
    • C10F5/06Drying or de-watering peat combined with a carbonisation step for producing turfcoal

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von mechanischer Energie aus Rohtorf ohne vorherige Trocknung an der Luft. In dem Hauptpatent 338I46 sowie in den beiden Zusatzpatenten 338732 und 338733 sind Verfahren beschrieben, wonach der Rohtorf ohne besondere Vorbereitungen, d. h. so wie er von der Baggermaschine gefördert wird in zylindrische Blechbehälter gefüllt wird, um aus diesen in die Heizretorten gestürzt zu werden, in denen zwecks Zerstörung des kolloidalen Zustandes zunächst eine Beheizung mittels Dampfes bis auf eine Temperatur von etwa I9o° stattfindet, worauf in denselben zugleich als Preßzylinder ausgebildeten Retorten das Torfwasser bis zu einem gewissen Grade ausgepreßt wird, und danach der in der Retorte zurückbleibende Torfkuchen mittels Flaschenzuges herausgehoben und in die Generatorbeschickungs-Vorrichtung gefördert wird.
  • Diese Art der Beschickung der Heizretorten bzw. des Generators ist zu umständlich, um für den Großbetrieb besonders geeignet zu sein, und es liegt daher ein erhebliches Interesse vor, Mittel und Wege ausfindig zu machen, wie das mit viel Arbeit verknüpfte Offnen und Schließen der Heizretorten und der Generatorbeschickungs-Vorrichtung sowie die beschriebene Art der Überführung des ausgepreßten Torfes in diese Beschikkungsvorrichtung vermieden werden kann.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren nebst Vorrichtung zur Durchführung desselben, bei welchem unter Beibehaltung des Grundgedankens des Patents 338I46 die vorerwähnten, viel Bedienungspersonal erfordernden Umständlichkeiten vermieden werden.
  • In den Abb. i und z ist der mit dieser Vorrichtung versehene Generator im senkrechten Schnitt und im Grundriß dargestellt, während in den Abb. 3 und 4 eine besondere Ausführungsform der Generatorbeschikkungs-Vorrichtunggezeichnet ist. Die Abb. 5 und 6 endlich beziehen sich auf eine von der in Abb. i dargestellten. abweichende Ausführungsform der Heizretorte.
  • Voraussetzung für die Durchführung des Verfahrens ist eine Vorbereitung des Rohtorfes in der Weise, wie dies in der britischen Patentschrift 1761o aus dem Jahre igii beschrieben ist, nämlich derart, daß der Torf an der Gewinnungsstelle in einem Reißwolf fein zerkleinert und wenn möglich noch mit Wasser vermischt wird. Dieser Torfschlamm wird dann durch Pumpen und Rohrleitungen (oder auch in offenen Kanälen mit natürlichem Gefälle) zu einem großen, in unmittelbarer Nähe des Kraftwerkes liegenden Schlammbecken geleitet, um hier für die schlechte Jahreszeit aufgespeichert zu werden und sich unter Abscheidung des beigemischten Wassers bis zu einem gewissen Grade zu setzen. Von diesem großen Vorratsbecken wird der gesetzte Torfschlamm dann durch eine Kreiselpumpe (oder auch eine Pumpe von anderer geeigneter Bauart) und die Leitung d (Abb. I und 2) der großen Ringleitung f zugeführt, und von hier gelangt er durch den geöffneten Absperrschieber z¹ in die Retorte. Der Preßkolben m1 befindet sich im Augenblick der Öffnung dieses Absperrschiebers in seiner tiefsten Stellung unmittelbar über den Boden der Retorte, und das zentrale Teleskoprohr t, dessen oberster Schuß am Ende des hohlzylindrischen Ansatzes n1 des Kolbens in, befestigt ist, ist in diesem Augenblick vollständig zusammengeschoben. Durch den Druck des Torfschlammes, der allmählich die Retorte bis zu einem bestimmten Punkte ausfüllt, wird der Kolben mn1 hochgehoben, wobei das Teleskoprohr. t ausgezogen wird. Nachdem dergestalt die Retorte mit Torfschlamm gefüllt ist, wird der Absperrschieber z1 geschlossen und das Dampfventil u (Abb. z) geöffnet, welches Heizdampf aus der Ringleitung p durch das mit einer großen Anzahl feinster Bohrungen versehenes Teleskoprohr t in die Torfsäule -eintreten läßt. Dieser Heizdampf ist ein Gernisch aus dem in den früheren Patentbeschreibungen erwähnten schwach gespannten (etwa I,5 Atin. abs.), aber hoch überhitzten Siedepfannendampf, der durch die Leitung s zugeführt wird, und dem mit etwa 2o bis 25 Atin. gespannten Hochdruckdampf, der zweckmäßigeres eise in einem für zwei bis vier Generatoranlagen gemeinsamen Zweiflammrohrkessel oder auch in einem entsprechend gebauten Wasserrohrkessel erzeugt und durch die Leitung r zugeführt wird. Die Mischung erfolgt in einem Dampfstrahlgebläse qu, das durch den hochgespannten Dampf betrieben wird.
  • Nach fertiger Beheizung des Torfschlammes in der Retorte wird das Dampfventil u geschlossen und statt dessen das Wasserventil w geöffnet, also die Verbindung mit der Wasserringleitung x hergestellt, die, wie aus den früheren Anmeldungen bekannt, durch die Leitung y mit dem unter etwa I3 Atin. abs. stehenden Wasserreinigungskessel in Verbindung steht. Ferner wird jetzt das Ventil b1 geöffnet, das Dampf von etwa 2o Atm. aus der Hochdruckleitung z durch den oberen Deckel der Heizretorte über den Preßkolben in, treten läßt. Es findet nunmehr während einer gewissen Zeit eine Auspressung des Wasesrs durch das zentrale, mit zahlreichen feinen Bohrungen versehene Teleskoprohr t statt. In dem Maße als der Torfschlamm durch dieses Rohr entwässert und das Wasser in den Wasserreinigungskessel gepreßt wird, geht der Kolben m1 herunter, das Teleskoprohr t zusammenschiebend.
  • Nachdem so der Torf auf etwa 65 bis 70 Prozent Wassergehalt entwässert und auf ein entsprechendes Volumen zusammengedrückt worden ist, wird das Wasserventil w geschlossen und statt dessen der Schieber o geöffnet, so daß die Verbindung der Retorte mit dem Rohr v hergestellt wird, das vom unteren Ende der Retorte zum oberen Ende des Generatdrbeschickungs-Zylinders g1 führt. Der Torf, der beim erwähnten Wassergehalt noch eine knetbare plastische Masse bildet, wird nunmehr durch den hohen, auf dem Preßkolben m1 lastenden Druck von 2o bis 25 Atin. durch die genannte Leitung v zum Generatorbeschickungs-Zylinder hin gepreßt; hier mündet die Leitung v über der vom Patent 338733 her bekannten Mahlscheibe h, die auf der Welle h, sitzt und durch eine wagerechte Welle mittels Kegelrädern angetrieben wird.
  • Das Rohr v ist auf seinem unteren, innerhalb des äußeren Generatormantels n liegenden Teil mnt einer .großen Anzahl feinster Bohrungen versehen, durch welche der aus dein hocherhitzten Torfwasser sich entwikkelnde Entdünstungsdampf entweichen kann. Dieser Dampf wird in einem das Rohr v umgebenden Mantelrohr a, gesammelt, welches Rohr oben mit der Dampfringleitung c, in Verbindung steht und unten eine Verlängerung e, besitzt, in welcher die. etwa durch den Dampf mitgerissenen feinen Torfteilchen sich ansammeln und von wo sie nach Abnahme des Deckels entfernt werden können. Aus der Ringleitung c, wird der entwickelte Entdünstungsdampf durch die Leitung d, dem Dampfstrahlgebläse y, zugeführt. Hier dient der Dampf dazu, das Kapselgebläse qu, zu unterstützen (oder es gegebenenfalls auch ganz zu ersetzen). Dieses Kapselgebläse (oder auch Turbogebläse) hat, wie aus dem Patent 338733 bekannt, den Zweck, das im äußeren Generatormantel ya vorgewärmte Vergasungs-Luft-Dampf-Gemisch aus diesem abzusaugen und durch das Rohr rund die Vorwärmerrohre 1, k, i, h und k, dem inneren Generatormantel b zuzuführen, von wo aus dieses Gemisch sehr stark vorgewärmt durch den Rost u, .in die Brennstoffsäule des Generatorschachtes a gelangt.
  • Durch die Dampfentwicklung im Rohr v wird der Wassergehalt der Torfmasse, der am Ende -der Auspressungsperiode noch etwa 65 bis 7o Prozent betrug, unter Herabsetzung der Temperatur auf etwa ioo° auf 55 bis 6o Prozent vermindert. Mit d.iesm Wassergehalt gelangt der Torf also zur Mahlscheibe 1,; durch diese wird er zerkleinert und gelockert und fällt dann in diesem Zustande in die in den oberen Teil des Generatorschachtes a hineinragende und von den abziehenden heißen Generatorgasen umspülte Trocknungsglocke o1. In dieser Glocke, die im Innern mit Heizrippen versehen ist, wird auch der restliche Wassergehalt des Torfes noch in Dampf verwandelt, der sich im Beschickungszylinder g1 sammelt und von hier durch die Rohrleitung p1 in den äußeren Generatormantel abgesaugt wird, um sich hier mit der vorgewärmten Vergasungsluft zu mischen und dann, wie weiter oben erwähnt, durch das vom Dampfstrahlgebläse y1 unterstützte Kapselgebläse qu1 durch die Rohrleitung r1 in den Vorwärmer gedrückt zu werden. Gegebenenfalls kann der erwähnte, in der Trocknungsglocke o1 erzeugte Dampf vom Generatorbeschickungs-Zylinder g1 auch unmittelbar, d. h. ohne zunächst in den äußeren Generatormantel zu gelangen, der Rohrleitung r1 zugeführt werden. Auch der Hochdruckpreßdampf kann nach vollendeter Auspressung des Torfes aus der Retorte entweder durch das Ventil x, in den äußeren Generatormantel abgelassen werden oder aber zwecks Beimischung zur Vergasungsluft dem Dampfstrahlgebläse y1 oder dem Rohr r1 unmittelbar zugeführt werden.
  • An Stelle der zwecks Zerkleinerung und Lockerung des entwässerten Torfes angeordneten Mahlscheibe L1 kann selbstredend auch eine andere den gleichen Zweck erfüllende Vorrichtung vorgesehen werden. So ist beispielsweise in den Abb. 3 und 4 ein Gitter w1 gezeichnet, das im oberen Teil des Beschikkungszylinders g1 an der Mündung der Rohre v eingebaut ist und durch welches der Torf zwecks Zerkleinerung hindurchgedrückt wird. Diese Vorrichtung würde gegenüber ler Mahlscheibe den Vorteil besitzen, daß bewegliche Teile sowie deren Antrieb in Wegfall kommen. Ferner können an Stelle des einen in der Mitte der Heizretorte angeordneten Teleskoprohrs t auch deren vier oder sechs oder noch mehr angebracht werden, wie dies in den Abb. 5 und 6 angedeutet ist. Dadurch würde sowohl die Beheizung als auch die Entwässerung des Torfschlammes sehr erheblich gefördert werden.
  • Es ist zu erwarten, daß der auf den Preßkolben mn1 wirkende Druck des Hochdruckdampfes von etwa 2o bis 25 Atm. genügt, um den in der Retorte fertig beheizten Torfschlamm entgegen dem im Wasserreinigungskessel herrschenden Druck auf etwa 65 bis 7o Prozent Wassergehalt zu entwässern. Sollte es sich etwa herausstellen, daß dies trotz der Anordnung mehrerer teleskopartig ausziehbarer Entwässerungsrohre t nicht möglich ist, so würde selbstredend auch nichts im Wege liegen, den Preßkolben in der im Patent 338I46 beschriebenen Weise mechanisch, d. h. mittels Gewindespindel, niederzutreiben, was freilich wieder eine erhebliche Verwicklung darstellen würde.
  • An Stelle der mechanisch niedergetriebenen Gewindespindel kann im bezeichneten Falle auch ein Hilfsdruckluftkessel vorgesehen werden, aus welchem gegen Ende der Preßperiode Druckluft von 4o bis 5o Atm. in die Heizretorte, d. h. über den Preßkolben, eingelassen wird. Unter der Einwirkung dieser Preßluft wird sich zweifellos auch das Hinüberpressen des entwässerten Torfes in die Generatorbeschickungs-Vorrichtung glatt und sicher vollziehen.
  • Da rings um den Generator herum zweckmäßigerweise acht Retorten (oder wenigstens deren sechs) angeordnet werden, die in Zeiträumen von etwa je 2 Stunden gefüllt und wieder entleert werden, so kommt in jeder Viertelstunde eine andere Retorte an die Reihe, so daß sowohl die Generatorbeschikkung und die Dampferzeugung für den Generator als auch die Kesselspeisung mittels des aus dem Torfschlamm ausgepreßten Wassers praktisch stetig ist. Durch Regelung des auf den Preßkolben m1 wirkenden Dampfdruckes mittels des Ventiles b1 bzw. des Druckes der Hilfsdruckluft hat man es in der Hand, das Zeitmaß des Hinüberpressens des in der Retorte vorentwässerten Torfes in den Generatorbeschickungs-Zylinder g, nach Bedarf zii regeln.
  • Das aus dem Torfschlamm ausgepreßte Wasser wird, wie bereits erwähnt, aus der Wasserringleitung x zunächst durch die Leitung y ,dem Wasserreinigungskessel zugeführt, der, wie aus dem Patent 338146 bekannt, in beständiger Verbindung mit dem den Betriebsdampf für die Dampfturbinenanlage liefernden Betriebsdampfkessel steht. Als solcher wird zweckmäßigerweise ein Wasserrohrkessel oder auch ein Kessel mit flammenloser @' erbrennung nach S c h n a b e 1- B o n e angeordnet (welch letzterer sich bekanntlich durch einen außerordentlich hohen Wärmewirkungsgrad - im Mittel 95 Prozent -und eine wenigstens zwei- bis dreifach größere Dampfentwicklung je Quadratmeter Heizfläche auszeichnet)-. Das in diesem Kessel nicht verdampfte Wasser wird durch eine IH.ochdruckkreiselpumpe dem für zwei bis vier Generator- bz-,v. Betriebsdampfkesselanlagen gemeinsamen Hochdruckdampfkessel mit 2o bis 25 Atm. Betriebsdruck zugedrückt, in «-elchen der Gebläsedampf für die zwei bis vier Dampfstrahlgebläse qai sowie der Preßdampf für das Niedertreiben der Preßkolben erzeugt wird. Als Hochdruckdampfkessel wird zweckmäßiger-weise ein Zweiflammrohrkessel öder= auch ein entsprechend gebauter Wasserrohrkessel vorgesehen, an dessen vor.-derem Ende das von der Hochdruckkreiselpumpe gelieferte Speisewasser eintritt, während der darin nicht verdampfte Rest, der sich als eine konzentrierte Salzlösung darstellt, vom hinteren Ende des Kessels in ein System von Siedepfannen abgelassen wird, in denen unter Gewinnung des Salzes der Niederdruckdampf für die Beheizung des Torfschlammes in den Retorten erzeugt wird.
  • Der Betriebsdampfkessel (welcher den Dampf für die Turbinenanlage liefert) und der für zwei bis vier Generator- bzw. Betriebsdampfkesselanlagen gemeinsame Hochdruckdampfkessel werden zweckmäßigerweise mit dem vom Generator gelieferten Gas geheizt. Eine zusätzliche Verfeuerung von luftgetrocknetem Torf erscheint bei dem hohen Wassergehalt, mit dem der Torf dem Generator zugeführt wird, sowie bei dem hohen Wärmewirkungsgrad der Gasfeuerung (besonders bei Anwendung der flammenlosen Verbrennung nach S c h n a b e l - B o n e) nicht vonnöten, so daß also nur der verhältnismäßig geringe Bedarf der Siedepfannenanlage an luftgetrocknetem Torf zu decken wäre.
  • Zum Schluß möge noch erwähnt werden, daß an Stelle der gezeichneten Generatorbauar t nach M o n d selbstredend auch jede beliebige andere Bauart, insbesondere auch ein Generator mit Drehrost, verwendet werden kann. Kennzeichnend für die vorliegende Erfindung ist in erster Linie die Art und Weise, wie der Torfschlamm nach fertiger Beheizung in der Retorte zunächst durch Auspressen auf etwa 65 bis 70 Prozent Wassergehalt entwässert und alsdann durch die Rohrleitung v zum Generatorbeschickungs-Zylinder hinüberwird, sowie ferner im Zusammenhang damit die Ausnutzung der gesamten im ausgepreßten Torf enthaltenen und von den Heizretorten ausgestrahlten Wärme zur Entwicklung des für den Betrieb des Generators benötigten Dampfes und zur Vorwärmung der Vergasungsluft, zu welchem Behufe sowohl die Rohre v bzw. a1 sowie die Ringleitung c1 als auch die Heizretorten in den äußeren Generatormantel n eingebaut sind. Weiterhin, l. h. im Zusammenhang mit den vorgenannten Merkmalen, ist für die vorliegende Erfindung kennzeichnend die an sich bekannte vollständige Ausnutzung der fühlbaren Wärme des abziehenden Generatorgases und der vom Generetorschacht ausgestrahltn Wärme zur Vorwärmung des Vergasungs-Dampf-Luft-Gemisches, da die Aufrechterhaltung eines störungslosen Generatorbetriebes bei Beschikkung des Generators mit einem nur bis auf 65 bis 7o Prozent entwässerten Torf nur möglich ist unter möglichst vollkommener Ausn utzung aller in Betracht kommenden Wärmemengen. Schließlich sei noch darauf hingewiesen. daß der Torfschlamm vor der Einführung in die Heizretorten in geringem Mäße durch eine Filterpresse oder durch Zentrifugierung vorentwässert werden kann, falls sich dies etwa als zweckmäßig erweisen sollte; gegebenenfalls kann zu diesem Behuf die Kreiselpumpe, welche den Torfschlamm .in die Heizretorten drückt, zugleich als Zentrifuge ausgebildet werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von mechanischer Energie aus Rohtorf ohne vorherige Trocknung desselben an der Luft nach Art des Patents 33$i46, wobei der Rohtorf in an sich bekannter Weise ir. trägflüssigem, schlammartigen Zustand in die Heizretorten eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach fertiger Beheizung des Torfschlammes zunächst in den zugleich als Torfpressen ausgebildeten Retorten eine Vorentwässerung desselben bis auf etwa 65 bis 70 Prozent Wassergehalt durch Auspressung des Wassers in einen Wasserreinvgungskessel und darauf in einen Dampfkessel erfolgt, worauf der in der Retorte verbliebene dergestalt vorentwässerte Torf durch eine Rohrleitung in die Generatonbeschickungs-Vorrichtung gepreßt wird und auf dem Wege dahin einen weiteren Teil seines Wassers durch freiwillige Dampfentwicklung verliert, welcher Dampf entweder unmittelbar oder nach Passierung eines Dampfstrahlgebläses bzw. nach Ausnützung in einer zum Antrieb des Turbogebläses dienenden Turbine der vorgewärmten Vergasungsluft für den Generator beigemischt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .die A.uspressung des Wassers aus dem auf i5o bis 25o° erhitzten Torfschlamm durch einen Kolben erfolgt, der mit dem Ende eines oder mehrerer teleskopartig ausziehbarer, mit einer großen Anzahl feinster Bohrungen versehener Entwässerungsrohre gemäß Anspruch 5 des Patents 338733 verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr, durch welches der in der Heizretorte auf 65 .bis 70 Prozent Wassergehalt vorentwässerte Torf der Generatorbeschickungsvorrichtung zugeführt wird, auf seinem unteren, innerhalb des äußeren Generatormantels gelegenen Teil mit einer großen Anzahl feiner Bohrungen versehen ist, durch welche der aus dem heißen Wasser freiwillig sich entwickelnde Dampf entweichen kann, und daß dieser Dampf in einem Mantelrohr aufgefangen und entweder unmittelbar oder nach Passierung eines Dampfstrahlgebläses oder nach Ausnützung seines Wärmegefälles in einer zum Antrieb des Turbogebläses dienenden Dampfturbine der im äußeren Generatormantel vorgewärmten Vergasungsluft beigemischt wird. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Gitters an der Mündung der Generatorbeschickungsrohre, durch welches der Torf zwecks Zerkleinerung hindurchgepreßt wird.
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