DE342013C - Als Sicherheitsvorrichtung wirkender Druckregler fuer Gas- und Luftleitungen, besonders von Feuerungsanlagen - Google Patents

Als Sicherheitsvorrichtung wirkender Druckregler fuer Gas- und Luftleitungen, besonders von Feuerungsanlagen

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DE342013C
DE342013C DE1918342013D DE342013DD DE342013C DE 342013 C DE342013 C DE 342013C DE 1918342013 D DE1918342013 D DE 1918342013D DE 342013D D DE342013D D DE 342013DD DE 342013 C DE342013 C DE 342013C
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HUGO BANSEN DIPL ING
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    • G—PHYSICS
    • G05—CONTROLLING; REGULATING
    • G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00—Control of fluid pressure
    • G05D16/04—Control of fluid pressure without auxiliary power
    • G05D16/12—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a float

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  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

Die bisher bei Gas- und Luftleitungen zur Erhaltung eines gleichbleibenden Gaszustromes zu den Verbrauchsstellen benutzten Gasdruckregler sind derart eingerichtet, daß der Regler durch Gewichts- oder Wasserbelastung bei eineim bestimmten Gasdruck im Gleichgewicht sich befindet, während er bei Druckschwankungen das Drosselorgan selbsttätig so einstellt, daß der normale Druck in ίο der Verbrauchsleitung wiederhergestellt wird. Die bekannten Druckregler öffnen beim Ausbleiben des Gasdruckes die Leitung jedoch ganz, was in vielen Fällen unerwünscht und sogar gefährlich ist, falls in einem Teil des Leitungssystems ein Druck oder Unterdruck erzeugt wird, wodurch z. B. bei Luftzuleitungen zu Gaserzeugern ■ Gasluftgemische entstehen können. Um dies zu verhüten, wendet man bisher einen zweiten Regler ähnlicher Einrichtung, jedoch in umgekehrter Anordnung an, so daß der Druck nicht schließend, sondern öffnend auf ein Absperrorgan wirkt, welches infolgedessen nur so lange geöffnet bleibt, als in der betreffenden Leitung Druck !5 herrscht, während es sich beim Ausbleiben des Druckes- selbsttätig- schließt. Um eine Gas- oder Luftleitung betriebssicher zu gestalten, sind also zwei Reglerorgane gleicher Bauart, aber entgegengesetzter Wirkung ποίο wendig. .
Aufgabe der Erfindung ist es, einen vorhandenen einfachen Gasdruckregler derart auszubilden, daß er beim Ausbleiben des Druckes das Drosselorgan selbsttätig schließt, wodurch der Regler gleichzeitig als Sicherheitsorgan wirkt. Dies wird dadurch erreicht, daß an das Ausgleichgewicht der mit dem Drosselkörper verbundenen Glocke, Membran 0. dgl. ein Zusatzgewicht und eine zweite Tauchglocke 0. dgl. angehängt sind, und daß auf die Unterseite der mit dem Regelungskörper gekuppelten Glocke o. dgl. der Druck der Speiseleitung oder.der volle Druck der zu regelnden Leitung im Sinne des Schließens des Regelungskörpers, auf die Unterseite der zweiten Glocke dagegen im Sinne des Öffnens der Druck der Speiseleitung oder der reduzierte Druck der zu regelnden Leitung einstellbar wirkt. Das Gesamtgewicht von Ausgleich- und Zusatzgewicht und zweiter Glocke ist größer als das Gewicht der ersten Glocke samt daranhängendem Regelungskörper.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im senkrechten Schnitt schematisch dargestellt.
Ein entlastetes Doppelsitzventil 2 in dem Ventilkasten 1 hängt mittels einer Stange 3, welche von einem Tauchrohr 4 umgeben ist, an einer Glocke 5. Diese taucht in die Sperrilüsisgkeit eines oben offenen Gefäßes 6, das auf dem Ventilkasten 1 aufgestellt ist. Die Stange 3 ist dabei mittels eines Rohres 10 durch den Boden des Gefäßes 6 hindurchgeführt. Die Glocke 5 hängt an einem Seil 11, das über Rollen 12 geführt ist und an seinem anderen Ende das Glookenausgleichgewicht 13 trägt. Unterhalb des Ausgleichgewichtes 13 ist gemäß der Erfindung ein Zusatzgewicht 46 angebracht, und unter diesem
Gewicht hängt eine in die Sperrflüssigkeit einer Schale 47 tauchende Glocke 48. Das Gesamtgewicht von Ausgleichgewicht 13, Zusatzgewicht 46 und Glocke 48 ist so groß, daß es imstande ist, im drucklosen Zustand die Glocke S mit daranhängendem Absperrorgan 2 hochzuziehen und das letztere zu schließen. Der Innenraum der Glocke 5 ist durch ein Rohr 18 mit der zu regelnden Lei· tang χ verbunden, derart, daß auf die Unterseite dieser Glocke der volle Druck dieser Leitung wirkt. Der Raum unter der Glocke 48 steht durch ein Rohr 14 mit der Speiseleitung y in Verbindung. Das Rohr 14 enthält ein Ventil 15, durch das der Gasstrom geregelt werden kann. Durch ein an den gleichen Raum angeschlossenes Rohr 16 mit mit Absperrhahn 17 kann man durch Entweichenlassen des eingelassenen Gases einen beliebigen Teildruck unter der Glocke 48 einstellen. Um bei Druckschwankungen in der Leitung doch, einen gleichbleibenden Druck unter der Glocke 48 zu haben, führt man das Rohr 16 in einen verstellbaren Wasserverschluß, dessen Tauchtiefe die Druckhöhe unter der Glocke 48 bestimmt. Der Wasserverschluß besteht beim Ausführungsbeispiel aus einem heb- und senkbaren, mit Wasser gefülltem Gefäß 20, in welches das Rohr 16 eintaucht. Wird der Druck im Raum unter der Glocke 48 höher als die auf dem unteren Ende des Rohres 16 stehende Wassersäule h, so tritt das Gas aus dem Rohr 16 heraus und entweicht durch das Wasser hindurch so lange, bis die Wassersäule h dem Gasdruck wieder das Gleichgewicht hält. Dadurch wird er-, reicht, daß unter der Glocke 48 stets ein der eingestellten Höhe der Wassersäule h, d. h. der Tauchtiefe des Rohres 16 entsprechender Regeldrück herrscht. Die Deckenflächen der Glocken S und 48 stehen in einem solchen Verhältnis zueinander, daß der Druck unter der Glocke 48 dem Gewicht von 13, 46 und 48 sowie dem auf die Unterseite der Glocke 5 wirkenden Druck das Gleichgewicht hält, wodurch das Drosselorgan 2 in einer dem eingestellten Druck entsprechenden Offenlage gehalten wird. Bei Druckschwankungen in der zu regelnden Leitung findet ein selbsttätiges öffnen oder Drosseln des Organs 2 statt, bis der normale Druck wiederhergestellt ist. Bleibt der Druck ganz aus, so schließt sich unter der Gewichtswirkung von Ausgleidh- und Zusatzgewicht 13'und 46 und Glocke 48 das Drosselorgan 2 vollständig.
Der neue Regler könnte auch in der Weise benutzt werden, daß unter der Glocke 5 der Druck der Speiseleitung y wirkt, oder daß unter der Glocke 48 der Druck der zu regelnden Leitung χ einstellbar wirkt, in welchem Falle die Größenverhältnisse der wirksamen Deckenflächen der Glocken 5 und 48 entsprechend anders gewählt werden müssen.
Die neue Vorrichtung ist in erster Linie zur Regelung der Luft- oder Gaszufuhr bei Feuerungsanlagen bestimmt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Als Sicherheitsvorrichtung beim Ausbleiben des Druckes wirkende Druckregler für Gas- und Luftleitungen, besonders von Feuerungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß an das Ausgleichgewicht, (13) der mit dem Regelungsorgan (2) verbundenen Glocke oder Membran (5) o. dgl. ein Zusatzgewicht (46) und eine zweite Tauchglocke (48) oderMembran angehängt sind, und daß auf die Unterseite der mit dem Regelungsorgan (2) gekuppelten Glocke (5) der Druck der zu regeln- So den Leitung im Sinne des Schließens des Regelungsorgans, auf die Unterseite der zweiten. Glocke (48) dagegen im Sinne des Öffnens der Druck der Speiseleitung einstellbar wirkt, wobei das Gesamtgewicht von Ausgleich- und Zusatzgewicht (13, 46) und zweiter Glocke (48) größer ist als das Gewicht der ersten Glocke (5) samt daranhängendem Regelungsorgan (2).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Unterseite der mit dem Regelungsorgan (2) gekuppelten Glocke (5) der volle Druck der Speiseleitung im Sinne des Schließens des Regelungsorgans, auf die Unterseite der zweiten Glocke (48) dagegen im Sinne des Öffnens der verminderte Druck der Speiseleitung .einstellbar wirkt,
3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Unter- ιοί seite der mit dem Regelungsorgan (2) gekuppelten Glocke (5) der volle Druck der zu regelnden Leitung im Sinne des Schließens des Regelungsorgans, auf die Unterseite der zweiten Glocke (48) dagegen der verminderte Druck der zu regelnden Leitung einstellbar wirkt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Unterseite der mit dem Regelungsorgan (2) ge- « kuppelten Glocke (5) der Druck der zu regelnden Leitung im Sinne des Schließens des Regelungsorgans, auf die Unterseite der zweiten Glocke (48) dagegen im Sinne des Öffnens der verminderte Druck der Speiseleitung einstellbar wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1918342013D 1918-08-15 1918-08-15 Als Sicherheitsvorrichtung wirkender Druckregler fuer Gas- und Luftleitungen, besonders von Feuerungsanlagen Expired DE342013C (de)

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