DE3427873C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/60—Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/66—Vacuum switches
- H01H33/664—Contacts; Arc-extinguishing means, e.g. arcing rings
- H01H33/6647—Contacts; Arc-extinguishing means, e.g. arcing rings having fixed middle contact and two movable contacts
Landscapes
- High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft elektrische Vakuumschalter gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus den Druckschriften
DE-OS 25 18 948 und
DE-OS 26 18 167 ist es jeweils
bekannt, im Innenraum des
Vakuumschaltgehäuses dem
Schaltleistungskontaktpaar ein
weiteres Kontaktpaar zur Führung des
Dauerstroms parallelzuschalten;
dabei öffnet das Dauerstromkontakt
paar beim Ausschalten zuerst, und
es schließt zuerst beim Einschalten.
Aus der EP 00 92 205 A2 ist es
bekannt, einem Vakuumschalter einen
kompletten SF6-Schalter zur Führung
des Dauerstroms parallelzuschalten;
in diesem Fall öffnet der
SF6-Schalter beim Ausschalten
gegenüber dem Vakuumschalter
verzögert.
Aus der GB-PS 12 27 833 ist es bekannt zur Erhö
hung der inneren Spannungsfestigkeit zwei Kontaktpaare
in Reihe zu schalten. Dabei bleibt aber das Problem der
Kontakterwärmung bei der Führung großer Dauerströme
sowie der Stromwärmeablesung noch ungelöst.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den gattungsge
mäßen Vakuumschalter derart zu
verbessern, daß die Spannungsfestigkeit
erhöht wird,
der Kontaktwiderstand verklei
nert wird,
das Stromwärmeableitvermögen der
Kontaktanordnung vergrößert wird
und ein herkömmlicher
Vakuumschalter einfach
nachrüstbar wird.
Die gestellte Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1
angegebenen kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind durch die Merkmale
der Unteransprüche gekennzeichnet.
Aus den Mehrzweckschaltstücken konventioneller Vakuum
schalter werden durch die Erfindung Lichtbogenschaltstücke,
und diese lassen sich für ihre spezielle Funktion technologisch
optimieren.
Die Schaltstücke außerhalb des Vakuums dienen speziell der
Dauer- und Kurzzeitstromführung und können für diese Funk
tion ebenfalls optimiert werden.
Außerhalb des Vakuumschaltgehäuses steht für die Dauerstrom
schaltstücke genügend Konstruktionsraum zur Verfügung; daher
bereitet es keine Schwierigkeiten, ihre Querschnitte ausrei
chend zu bemessen. Übermäßige Stromwärmeverluste entstehen
a priori nicht und aufwendige Wärmeabführkörper erübrigen
sich.
Das äußere Kontaktsystem läßt sich unschwer so gestalten,
daß der Kontaktdruck elektrodynamisch verstärkt wird;
auf eine aufwendige Kompensation der elektrodynamischen
Kontaktabhebekräfte kann verzichtet werden.
Durch die vorstehend genannten Maßnahmen wird der Einbau
von Vakuumschaltern auch für große Dauerströme in kerami
sche oder metallische Kapselungen ermöglicht.
Doppelschaltraum-Vakuumschalteinheiten mit erfindungsgemäß
ausgeführten Dauer- und Lichtbogenstromkontakten sowie
mit axialer Magnetfeldeinwirkung auf den Schaltlichtbogen,
insbesondere gemäß der älteren Anmeldung DE-OS 34 22 958, stellen
zuverlässige und wirtschaftliche Bausteine dar für mehr
fach unterbrechende Schalterpole sehr hoher Nennspannungen:
z. B. für einen nur aus drei Doppelschaltraumgehäusen zu je rund 90 kV Nennspannung aufgebauten 245 kV Schalterpol mit einem Nennkurzschluß ausschaltstrom von mindestens 40 kA.
z. B. für einen nur aus drei Doppelschaltraumgehäusen zu je rund 90 kV Nennspannung aufgebauten 245 kV Schalterpol mit einem Nennkurzschluß ausschaltstrom von mindestens 40 kA.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird
nachstehend anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 Zusammenstellungszeichnung des Schaltgehäuses;
Längsschnitt durch die Dauerstromschaltstücke.
Fig. 2 Längsschnitt durch das um 90 Grad gedrehte Schalt
gehäuse mit Ansicht des Lichtbogenschaltstück-
Antriebs.
Innerhalb eines nicht dargestellten mit Isoliergas gefüll
ten Druckbehälters ist mindestens ein Schaltgehäuse A an
geordnet. In diesem Schaltgehäuse befinden sich links von
der Mittellinie die bewegbaren Schaltstücke im ausgeschal
teten Zustand und rechts davon im eingeschalteten.
Das Schaltgehäuse wird gebildet von dem Metallzylinder 1
und den an seinen Stirnwänden befestigten Durchführungs
isolatoren 2, 3 mit den Abschlußscheiben 4, 5. In die
zentralen Öffnungen der Abschlußscheiben sind Lagerkörper
6, 7 eingesetzt zur Führung der bewegbaren Stromleiter
bolzen 8, 9.
An jedem der beiden Schaltstücke ist je eine Stirnseite
der gestrichelt angedeuteten Faltenbälge 10, 11 angelötet.
Die beiden anderen Stirnseiten sind mit je einer Endplatte
4, 5 des Schaltgehäuses vakuumdicht verbunden.
Gegenüber den bewegbaren Kontakten befinden sich die fest
stehenden Kontakte 14, 15 vorteilhaft ausgeführt nach der Lehre der
älteren Anmeldung DE-OS 34 22 958.
Die erfindungsgemäß außerhalb des Schaltgehäuses angeord
neten Dauer- und Kurzzeitstromschaltstücke umgeben es sym
metrisch mit feststehenden und bewegbaren Hohlzylindersek
toren.
Das feststehende Dauerstromschaltstück 16 ist mit seiner
horizontalen Verbindungsplatte 17 auf der Abschlußscheibe
4 des Durchführungsisolators 2 befestigt. Aus dieser
Platte ragen die Profile 18 hervor für den Anschluß der
Enden des Strombands 19; es verbindet elektrisch das fest
stehende Schaltstück mit dem bewegbaren Stromleiterbolzen
8. An seiner Stirnseite trägt der Stromleiterbolzen
eine gabelförmige Struktur 10 zur beweglichen Lagerung
je eines Hebelendes von zwei gleicharmigen Kraft- Umlenk
hebeln 21. Oberhalb der Gabelstruktur begrenzt der Bügel
22 gegebenenfalls auch dämpfend den Schalthub.
Zu beiden Seiten der Verbindungsplatte 17
befinden sich als feststehende Kontaktkörper die Hohl
zylindersektoren 29.
Die Zylindersektoren 23 des bewegbaren Dauerstromschalt
stücks 24 gleiten auf den Lagerkörpern 25, die an den
Enden des Verbindungskörpers 26 angeordnet sind.
Die Zylindersektoren 23 des bewegbaren Schaltstücks ver
bindet der Flachkörper 27; gleichzeitig dient er als Mit
nehmer des unteren bewegbaren Schaltstücks 9, 13 während
des Ausschaltens. In der Stirnzone der bewegbaren Hohlzylin
dersektoren sind Kontaktfinger 28 angebracht. Im einge
schalteten Zustand - rechts von der Mittellinie zu sehen -
geben diese Finger an dem feststehenden Schaltstücksektoren
29 Kontakt.
Die elektrische Verbindung von dem unteren be
wegbaren Stromleiterbolzen 9 zu der die bewegbaren
Dauerstrom-Schaltstückteile tragenden Platte 27 stellt
das Stromband 30 her; es ist zu diesem Zweck an den Pro
filstücken 31 auf der Verbindungsplatte und an der Traverse
(32) auf dem Stromleiterbolzen befestigt. Diese Traverse
bildet bereits ein Element des Antriebssystems für das obere
bewegbare Schaltstück 8, 12.
Die Profilkörper 31 tragen auch den Steg 33, der sich
nach unten zu einer Lasche ausdehnt. In der Öse dieser La
sche greift das nicht dargestellte Verbindungselement zu
dem gleichfalls nicht dargestellten Schalterantrieb an.
Von den Profilkörpern 31 führen nach außen Tragschienen
34 für die Antriebsstange 35, um bei einer Mehrfach
unterbrechung zwei oder drei, hier nicht mehr dargestellte
Vakuumschaltvorrichtungen antreiben zu können.
Da es bei der erfindungsgemäßen Anordnung weder heiße noch kalte
Schaltgase gibt, brauchen diese Antriebsstangen nicht aus hitzebeständigem
Isolierstoff zu bestehen.
In Fig. 2 ist durch das im Vergleich zu Fig. 1 um 90 Grade
gedrehte Schaltgehäuse A ein Längsschnitt geführt; so wird
das Antriebssystem der bewegbaren Lichtbogenschaltstücke
8, 12 und 9, 13 sichtbar. Links von der Mittellinie be
finden sie sich im ausgeschalteten Zustand, rechts davon
im eingeschalteten.
Die Ausschalt-Antriebskraft beginnt zu wirken, sobald der
Mitnehmer 27 an dem bewegbaren Dauerstromschaltstück
auf die Traverse 32 an dem unteren bewegbaren Licht
bogenschaltstück 9, 13 auftrifft. Durch die Isolierstangen
36 wird sie den Außenarmen der gleicharmigen Umlenkhebel
21 zugeführt. Diese Hebel sind in dem Aufsatz 37 schwenk
bar gelagert. Ihre Innenarme übertragen die Antriebskraft
symmetrisch und damit ohne Querkräfte auf den oberen beweg
baren Stromleiterbolzen 8. Zur Begrenzung und Dämpfung des
Ausschalthubes ist ein Anschlagbügel 22 vorgesehen;
er dient auch als Basis für das Anschlußstück 38.
Hinzuweisen wäre noch darauf, daß bei dem erfindungsgemäßen
Antrieb der beiden bewegbare Lichtbogenschaltstücke vorteil
hafterweise die äußere Antriebskraft nur an einem von ihnen
anzugreifen braucht: dem Schalterhauptantrieb stellt sich
das Schaltgehäuse so dar, als ob darin nur ein bewegbares
Schaltstück zu betätigen wäre.
Aus den Fig. 1 und 2 geht deutlich hervor, daß während einer
Ausschaltung der bewegbaren Dauerstromschaltkontakt 28 vor
den Lichtbogenkontakten 12, 13 öffnet.
Erst nach Durchteilen eines etwas längeren Schaltwegs als der
Schaltstrecke zwischen einem Lichtbogenschaltstückpaar wird das
untere bewegbare Lichtbogenschaltstück vom Dauerstromschalt
stück mitgenommen.
Bei einer Einschaltung betätigt der Druck des äußeren Iso
liergases die bewegbaren Lichtbogenschaltstücke, sobald
sie vom eingeschalteten Dauerstromschaltstück freigegeben
werden. Die Druckangriffsfläche beträgt rund 30 cm2.
Wählt man für das Isoliergas SF6 einen absoluten Druck
von 2,5 bar - dabei verflüssigt sich dieses Isoliergas
erst bei rund minus 50 Grad Celsius - so ergibt sich eine
Einschaltkraft von 750 N. Die vorliegende
Anordnung verfügt über genügend Freiheitsgrade,
um die Einschaltkraft bestimmten sich erst während der Ent
wicklung ergebenden Konsstruktionsentscheidungen anpassen
zu können.
Nach dem Schließen der Lichtbogenschaltstücke erreicht das
bewegbare Dauerstromschaltstück nach einem Weg, der etwas
länger ist als eine Schaltstrecke im Vakuum, die Einschalt
position. Dadurch ist auch ein praktisch lichtbogenfreies
Einschalten der Dauerstromschaltstücke gewährleistet.
Claims (5)
1. Vakuumschalter
- - mit einem Schaltgehäuse (A) aus elektrisch isolierendem oder elektrisch leitendem Werkstoff,
- - mit zwei räumlich parallel zueinander angeordneten Schaltstückpaaren aus je einem feststehenden und einem bewegbaren Kontaktstück,
- - wobei beim Einschalten zunächst das erste Schaltstück paar schließt und im geschlossenen Zustand von dem zweiten Schaltstückpaar elektrisch kurzgeschlossen wird und
- - beim Ausschalten das zweite Schaltstückpaar zuerst öffnet und
- - wobei zwischen den zweiten Schalt stücken im geöffneten Zustand mindestens dieselbe Spannungsfestigkeit besteht wie zwischen den geöffneten ersten Schaltstücken,
- - mit Isolierdurchführungen für die Strom- und Spannungszuleitungen zu den Schalt stücken bei Schaltgehäusen aus elektrisch leitendem Werkstoff,
- - mit einem Faltenbalg zur gasdichten Zuführung der Schaltkraft an ein zu bewegendes Schaltstück,
- - mit einer Vorrichtung zur Erzeugung der Schaltkraft und ihrer Zuleitung an das Schaltgehäuse,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zu den ersten und zweiten Schaltstückpaaren ein oder mehrere Schaltstückpaare in Serie geschaltet sind,
- - daß das oder die zweiten Schaltstückpaare außerhalb des Schaltgehäuses (A) angeordnet sind,
- - daß die Zahl des oder der äußeren Schaltstückpaare (16, 24) gegenüber der Zahl der inneren Schaltstückpaare (12, 14, 13, 15) um mindestens eins vermindert ist.
2. Vakuumschalter nach Patentanspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) der Schalterantrieb wirkt auf ein äußeres bewegbares Schaltstück (24) ein;
- b) das äußere bewegbare Schaltstück betätigt ein inneres bewegbares Schaltstück (9, 13);
- c) dieses innere bewegbare Schaltstück betätigt über ein Schaltgestänge (36) das weitere innere bewegbare Schaltstück (8, 12).
3. Vakuumschalter nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den inneren bewegbaren Schaltstücken (8, 12, 9, 13) eine mechanische Kopplung hergestellt ist, und
daß ein Schalterantrieb nur auf eines der beiden Schaltstücke (z. B. 9, 13) einwirkt.
daß zwischen den inneren bewegbaren Schaltstücken (8, 12, 9, 13) eine mechanische Kopplung hergestellt ist, und
daß ein Schalterantrieb nur auf eines der beiden Schaltstücke (z. B. 9, 13) einwirkt.
4. Vakuumschalter nach Patentanspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanische Kopplung zwischen den inneren
bewegbaren Schaltstücken (8, 12, 9, 13) im wesentlichen
symmetrisch ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843427873 DE3427873A1 (de) | 1984-07-26 | 1984-07-26 | Elektrischer vakuumschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843427873 DE3427873A1 (de) | 1984-07-26 | 1984-07-26 | Elektrischer vakuumschalter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3427873A1 DE3427873A1 (de) | 1985-05-15 |
| DE3427873C2 true DE3427873C2 (de) | 1988-08-11 |
Family
ID=6241800
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843427873 Granted DE3427873A1 (de) | 1984-07-26 | 1984-07-26 | Elektrischer vakuumschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3427873A1 (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (13)
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1984
- 1984-07-26 DE DE19843427873 patent/DE3427873A1/de active Granted
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|---|---|
| DE3427873A1 (de) | 1985-05-15 |
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