DE3429263A1 - Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen - Google Patents

Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen

Info

Publication number
DE3429263A1
DE3429263A1 DE19843429263 DE3429263A DE3429263A1 DE 3429263 A1 DE3429263 A1 DE 3429263A1 DE 19843429263 DE19843429263 DE 19843429263 DE 3429263 A DE3429263 A DE 3429263A DE 3429263 A1 DE3429263 A1 DE 3429263A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hexitols
antacids
filterable
stabilisation
antacid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19843429263
Other languages
English (en)
Inventor
Des Erfinders Auf Nennung Verzicht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goedecke GmbH
Original Assignee
Goedecke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Goedecke GmbH filed Critical Goedecke GmbH
Priority to DE19843429263 priority Critical patent/DE3429263A1/de
Publication of DE3429263A1 publication Critical patent/DE3429263A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/06Organic compounds, e.g. natural or synthetic hydrocarbons, polyolefins, mineral oil, petrolatum or ozokerite
    • A61K47/26Carbohydrates, e.g. sugar alcohols, amino sugars, nucleic acids, mono-, di- or oligo-saccharides; Derivatives thereof, e.g. polysorbates, sorbitan fatty acid esters or glycyrrhizin
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • A61K33/06Aluminium, calcium or magnesium; Compounds thereof, e.g. clay

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Stabilisierung
  • filtrierbarer Antacida mit Hexitolen Beschreibung Aus der DE-PS 16 17 277 ist es bekannt, daß als Antacida eingesetzte Aluminiumhydroxid-Gele dadurch stabilisiert werden können, daß man sie zusammen mit Hexitolen trocknet. Eine Trocknung in Abwesenheit von Hexitolen führt bezüglich Säurebindungskapazität und Säurebindungskinetik in der Regel zu erheblichen Aktivitätsverlusten. Nachteilig an dem bekannten Verfahren ist es, daß die Vermischung der gefällten gelatinösen Gele mit Hexitolen, wie z. B. Mannitol oder Sorbitol aufwendige Mischer- und Trocknungsanlagen erfordert. So werden gemäß Stand der Technik die wasserhaltigen Gele zunächst einer intensiven Scherwirkung ausgesetzt, worauf sie in eine feinverteilte Pulverform gebracht werden, und zwar beispielsweise durch Sprühtrocknung oder durch Tieftemperatur-Lufttrocknung unter gleichzeitiger Feinpulverisierung. Bei dem bekannten Verfahren wird Sorbitol oder Mannitol den Gelen vor dem Vermahlen oder vor dem Unterziehen einer Sch erwirkung zugesetzt.
  • Die Hexitole können den wasserhaltigen Gelen in fester Form, vorzugsweise feinpulverisiert, oder in Form einer wäßrigen Lösung zugesetzt werden. Um eine gleichmäßige Verteilung innerhalb der Zusammensetzung zu gewährleisten, müssen die Hexitole jedoch innig mit den Gelen vermischt werden.
  • Aus der EP-PS 40 521 ist Almagodrate, der Formel [Mg5Al10 (OH)26 O5 zu (SO4)2 n H2O, bekannt geworden, ein Antacidum das nicht mehr auf den üblichen Hydroxidmischungen von Aluminium und Magnesium beruht, sondern einem neuartigen Verbindungstyp angehört.
  • Die Antacida gemäß EP-PS 40 521 besitzen nicht nur hervorragende Säurebindungseigenschaften, sondern fallen im Herstellungsprozess auch nicht mehr als schwer filtrierbare Gele an. Sie lassen sich vielmehr mit einfachen Filtern oder Zentrifugen aus dem Meanktionsgemisch entfernen, ebenso einfach waschen und in feuchtem Zustand unmittelbar granulieren oder weiterverarbeiten. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, leicht filtrierbare Antacida, insbesondere solche vom Almagodrate-Typ in technisch möglichst wenig aufwendiger Weise mittels Hexitolen zu stabilisieren.
  • Es wurde gefunden, daß frisch hergestellte Antacida gemäß EP-PS 40 521 unerwartet hohe Adsorptionseigenschaften in Bezug auf Hexitole besitzen. Dieser überraschende Befund gestattet es, die zur Stabilisierung nötigen Hexitole in Form geeignet konzentrierter Lösungen durch einfache Adsorption quasi im Rahmen des Waschvorgangs homogen auf die zur behandelnden Antacida aufzubringen.
  • Wenn beispielsweise eine 45 %ige Sorbitollösung nach dem Abschleudern des Zentrifugenkuchens bei rotierender Zentrifuge auf den Zentrifugenkuchen aufgesprüht und dieser dann nochmals abgeschleudert wird, so werden zwei Drittel des Sorbitols vom feuchten Kuchen festgehalten, so daß nur noch eine 15 %ige Sorbitol-Lösung als Zentrifugat abläuft. Das Zentrifugat kann nunmehr aufkonzentriert und wieder eingesetzt werden. Durch diese extrem vereinfachte Technik erübrigen sich sämtliche Misch- und Homogenisierungsvorgänge und auch die Verfahrensdauer wird erheblich abgekürzt.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Stabilisierung filtrierbarer Antacida durch Zusatz von Hexitolen in Form von wässrigen Lösungen, das dadurch gekennzeichnet ist daß der Zusatz im Wesentlichen durch Adsorption der Hexitole aus der Lösung erfolgt.
  • Es ist bekannt, daß Zuckeralkohole als Feuchthaltemittel in höherer Konzentration sirupartige Lösungen bilden. Es ist als sehr überraschend zu bezeichnen, daß bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Partikel des Antacidums weder im feuchten noch im trockenen Zustand miteinander verkleben, sondemwährend des gesamten Verfahrens frei fließend bleiben. Dies erleichtert deren Handhabung erheblich.
  • Selbstverständlich spielen bei der Zugabe der Hexitollösungen zum feuchten Antacidum untergeordnet auch Verdrängungsvorgänge eine Rolle, da sich ja zwischen den Partikeln des Antacidums zunächst reines Wasser befindet, das bei etwa gleichfeuchtem Endprodukt durch Hexitollösung ausgetauscht wird. Wesentlich für das erfindungsgemäße Verfahren ist jedoch die zusätzliche und weit über die verdrängte Wassermenge hinausgehende Adsorption der Hexitole an das Antacidum, durch die der erfindungsgemäße Effekt erst erzielt werden kann.
  • Es hat sich als günstig erwiesen dem Antacidum Hexitole, wie z.B.
  • Mannitol oder Sorbitol in einer Menge von 10-60 Gew. % vorzugsweise etwa 30 Gew. % zuzusetzen. Dementsprechend werden wässrigen Lösungen mit einem Gehalt von 30 Gew. % bis 70 Gew. % je nach Löslichkeit des eingesetzten Hexitols eingesetzt, wenn man davon ausgeht, daß durchschnittlich 60-80 % Hexitol vom Antacidum adsorbiert werden.
  • Praktisch geht man so vor, daß das z.B. gemäß EP-PS 40 521, Beispiel 1 hergestellte und abfiltrierte aber noch feuchte Produkt etwa mit 0,8 bis 1,2 ml/g einer 45 %igen wässrigen Sorbitollösung nachwäscht und anschließend trocknet. Die Trocknung kann nach üblichen Methoden z.B. in Horden- oder Wirbelschichttrocknern erfolgen. Gegenüber der aufwendigen Resuspendierung und Sprühtrocknung, wie dies für gelartige Antacida notwendig ist, ist die Trocknung erfindungsgemäß bedeutend einfacher und benötigt erheblich weniger Energie.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1.) Verfahren zur Stabilisierung filtrierbarer Antacida durch Zusatz von Hexitolen in Form von wässrigen Lösungen dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz im Wesentlichen durch Adsorption der Hexitole aus der Lösung erfolgt.
  2. 2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Antacida solche vom Almagodrate-Typ eingesetzt werden.
  3. 3.) Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß als Hexitole Mannitol oder Sorbitol zur Anwendung kommen.
  4. 4.) Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3 dadurch gekenazeichnet, daR die wässrigen Lösungen einen Gehalt von 30 bis 80 Gew. % an Hexitolen aufweisen.
  5. 5.) Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorption durch Aufsprühen der Hexitollösung auf das frisch abfiltrierte oder abgeschleuderte und gewaschene Antacidum erfolgt.
DE19843429263 1984-08-08 1984-08-08 Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen Withdrawn DE3429263A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19843429263 DE3429263A1 (de) 1984-08-08 1984-08-08 Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19843429263 DE3429263A1 (de) 1984-08-08 1984-08-08 Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3429263A1 true DE3429263A1 (de) 1986-02-20

Family

ID=6242645

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19843429263 Withdrawn DE3429263A1 (de) 1984-08-08 1984-08-08 Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3429263A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0286978A1 (de) * 1987-04-15 1988-10-19 Lisapharma Spa Arzneimittel in Form stabiler Suspendiermittel freier Sucralfat-Suspensionen

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1617277C3 (de) * 1966-06-24 1979-10-31 Armour Pharmaceutical Co., Chicago, Ill. (V.St.A.) Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Antazidums
DE3019032C2 (de) * 1980-05-19 1983-09-01 Gödecke AG, 1000 Berlin Antacider Wirkstoff auf Magnesium-Aluminiumhydroxid-Basis, seine Herstellung und Verwendung
DE3315800A1 (de) * 1983-04-30 1984-10-31 Merck Patent Gmbh, 6100 Darmstadt Verfahren zur herstellung eines granulats

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1617277C3 (de) * 1966-06-24 1979-10-31 Armour Pharmaceutical Co., Chicago, Ill. (V.St.A.) Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Antazidums
DE3019032C2 (de) * 1980-05-19 1983-09-01 Gödecke AG, 1000 Berlin Antacider Wirkstoff auf Magnesium-Aluminiumhydroxid-Basis, seine Herstellung und Verwendung
DE3315800A1 (de) * 1983-04-30 1984-10-31 Merck Patent Gmbh, 6100 Darmstadt Verfahren zur herstellung eines granulats

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0286978A1 (de) * 1987-04-15 1988-10-19 Lisapharma Spa Arzneimittel in Form stabiler Suspendiermittel freier Sucralfat-Suspensionen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2204842C2 (de) Rieselfähige nichtionogene Vormischung und ihre Verwendung in Grobwaschmitteln
DE1667671C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kieselgelgranulaten für Adsorptionsund Katalysatorzwecke
EP0650999A1 (de) Verfahren zur Herstellung von wässrigen Chitosan-Lösungen und Gelen
DE2331379A1 (de) Verfahren zur herstellung von kieselsaeureorganogelen
DE2907791A1 (de) Reinigungsmittel und verfahren zu ihrer herstellung
EP1036109A1 (de) Biosorbentien und verfahren zu deren herstellung
DE3019032C2 (de) Antacider Wirkstoff auf Magnesium-Aluminiumhydroxid-Basis, seine Herstellung und Verwendung
EP0005789B2 (de) Lagerstabile und fliessfähige Silikatsuspensionen, welche Dicarbonsäuren als Fliessfähigkeitsverbesserer und Stabilisierhilfsmittel enthalten
DE3720277C2 (de)
DE3813480A1 (de) Natriumtripolyphosphat mit hohem absorptionsvermoegen und verfahren zu dessen herstellung
DE2104872A1 (de) Warmesterihsiertes stabiles kunst liches Molkereigetrank sowie Verfahren zur Herstellung desselben
DE1618796C3 (de) Freifliessende Adipinsäure-Zubereitung und Verfahren zu deren Herstellung
DE2435226C2 (de) Backhefepräparat
EP0048341B1 (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten Alkalidi- oder -triphosphaten
DE1203652B (de) Verfahren zur Herstellung gelatinierter Nitrocellulose
DE2509572A1 (de) Trockenpraeparat und feine partikel
EP0374658A2 (de) Xanthan mit verbesserter Löslichkeit und Verfahren zur Herstellung
DE867543C (de) Verfahren zur Herstellung pulverfoermiger Kieselsaeure
CH403798A (de) Verfahren zur Herstellung eines Amprotropin enthaltenden Arzneimittels
DE977129C (de) Verfahren zur Herstellung eines extrem feinteiligen, im wesentlichen aus Calciumcarbonat bestehenden Gemisches von wasserloeslichen Calciumverbindungen
DE1801431C (de) Verfahren zur Herstellung von teil hydratisiertem Natnumtnpolyphosphat
EP0139997B1 (de) Basisches Aluminiumphosphat-Gel, seine Herstellung und Verwendung
DE1018401B (de) Verfahren zur Herstellung von Bleicherden
DE1268122B (de) Verfahren zur Herstellung von zweidimensionaler Kieselsaeure
DE1189527B (de) Verfahren zur Herstellung von stabilisiertem Dicalciumphosphat

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8139 Disposal/non-payment of the annual fee