DE3429263A1 - Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen - Google Patents
Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolenInfo
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Description
- Verfahren zur Stabilisierung
- filtrierbarer Antacida mit Hexitolen Beschreibung Aus der DE-PS 16 17 277 ist es bekannt, daß als Antacida eingesetzte Aluminiumhydroxid-Gele dadurch stabilisiert werden können, daß man sie zusammen mit Hexitolen trocknet. Eine Trocknung in Abwesenheit von Hexitolen führt bezüglich Säurebindungskapazität und Säurebindungskinetik in der Regel zu erheblichen Aktivitätsverlusten. Nachteilig an dem bekannten Verfahren ist es, daß die Vermischung der gefällten gelatinösen Gele mit Hexitolen, wie z. B. Mannitol oder Sorbitol aufwendige Mischer- und Trocknungsanlagen erfordert. So werden gemäß Stand der Technik die wasserhaltigen Gele zunächst einer intensiven Scherwirkung ausgesetzt, worauf sie in eine feinverteilte Pulverform gebracht werden, und zwar beispielsweise durch Sprühtrocknung oder durch Tieftemperatur-Lufttrocknung unter gleichzeitiger Feinpulverisierung. Bei dem bekannten Verfahren wird Sorbitol oder Mannitol den Gelen vor dem Vermahlen oder vor dem Unterziehen einer Sch erwirkung zugesetzt.
- Die Hexitole können den wasserhaltigen Gelen in fester Form, vorzugsweise feinpulverisiert, oder in Form einer wäßrigen Lösung zugesetzt werden. Um eine gleichmäßige Verteilung innerhalb der Zusammensetzung zu gewährleisten, müssen die Hexitole jedoch innig mit den Gelen vermischt werden.
- Aus der EP-PS 40 521 ist Almagodrate, der Formel [Mg5Al10 (OH)26 O5 zu (SO4)2 n H2O, bekannt geworden, ein Antacidum das nicht mehr auf den üblichen Hydroxidmischungen von Aluminium und Magnesium beruht, sondern einem neuartigen Verbindungstyp angehört.
- Die Antacida gemäß EP-PS 40 521 besitzen nicht nur hervorragende Säurebindungseigenschaften, sondern fallen im Herstellungsprozess auch nicht mehr als schwer filtrierbare Gele an. Sie lassen sich vielmehr mit einfachen Filtern oder Zentrifugen aus dem Meanktionsgemisch entfernen, ebenso einfach waschen und in feuchtem Zustand unmittelbar granulieren oder weiterverarbeiten. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, leicht filtrierbare Antacida, insbesondere solche vom Almagodrate-Typ in technisch möglichst wenig aufwendiger Weise mittels Hexitolen zu stabilisieren.
- Es wurde gefunden, daß frisch hergestellte Antacida gemäß EP-PS 40 521 unerwartet hohe Adsorptionseigenschaften in Bezug auf Hexitole besitzen. Dieser überraschende Befund gestattet es, die zur Stabilisierung nötigen Hexitole in Form geeignet konzentrierter Lösungen durch einfache Adsorption quasi im Rahmen des Waschvorgangs homogen auf die zur behandelnden Antacida aufzubringen.
- Wenn beispielsweise eine 45 %ige Sorbitollösung nach dem Abschleudern des Zentrifugenkuchens bei rotierender Zentrifuge auf den Zentrifugenkuchen aufgesprüht und dieser dann nochmals abgeschleudert wird, so werden zwei Drittel des Sorbitols vom feuchten Kuchen festgehalten, so daß nur noch eine 15 %ige Sorbitol-Lösung als Zentrifugat abläuft. Das Zentrifugat kann nunmehr aufkonzentriert und wieder eingesetzt werden. Durch diese extrem vereinfachte Technik erübrigen sich sämtliche Misch- und Homogenisierungsvorgänge und auch die Verfahrensdauer wird erheblich abgekürzt.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Stabilisierung filtrierbarer Antacida durch Zusatz von Hexitolen in Form von wässrigen Lösungen, das dadurch gekennzeichnet ist daß der Zusatz im Wesentlichen durch Adsorption der Hexitole aus der Lösung erfolgt.
- Es ist bekannt, daß Zuckeralkohole als Feuchthaltemittel in höherer Konzentration sirupartige Lösungen bilden. Es ist als sehr überraschend zu bezeichnen, daß bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Partikel des Antacidums weder im feuchten noch im trockenen Zustand miteinander verkleben, sondemwährend des gesamten Verfahrens frei fließend bleiben. Dies erleichtert deren Handhabung erheblich.
- Selbstverständlich spielen bei der Zugabe der Hexitollösungen zum feuchten Antacidum untergeordnet auch Verdrängungsvorgänge eine Rolle, da sich ja zwischen den Partikeln des Antacidums zunächst reines Wasser befindet, das bei etwa gleichfeuchtem Endprodukt durch Hexitollösung ausgetauscht wird. Wesentlich für das erfindungsgemäße Verfahren ist jedoch die zusätzliche und weit über die verdrängte Wassermenge hinausgehende Adsorption der Hexitole an das Antacidum, durch die der erfindungsgemäße Effekt erst erzielt werden kann.
- Es hat sich als günstig erwiesen dem Antacidum Hexitole, wie z.B.
- Mannitol oder Sorbitol in einer Menge von 10-60 Gew. % vorzugsweise etwa 30 Gew. % zuzusetzen. Dementsprechend werden wässrigen Lösungen mit einem Gehalt von 30 Gew. % bis 70 Gew. % je nach Löslichkeit des eingesetzten Hexitols eingesetzt, wenn man davon ausgeht, daß durchschnittlich 60-80 % Hexitol vom Antacidum adsorbiert werden.
- Praktisch geht man so vor, daß das z.B. gemäß EP-PS 40 521, Beispiel 1 hergestellte und abfiltrierte aber noch feuchte Produkt etwa mit 0,8 bis 1,2 ml/g einer 45 %igen wässrigen Sorbitollösung nachwäscht und anschließend trocknet. Die Trocknung kann nach üblichen Methoden z.B. in Horden- oder Wirbelschichttrocknern erfolgen. Gegenüber der aufwendigen Resuspendierung und Sprühtrocknung, wie dies für gelartige Antacida notwendig ist, ist die Trocknung erfindungsgemäß bedeutend einfacher und benötigt erheblich weniger Energie.
Claims (5)
- Patentansprüche 1.) Verfahren zur Stabilisierung filtrierbarer Antacida durch Zusatz von Hexitolen in Form von wässrigen Lösungen dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz im Wesentlichen durch Adsorption der Hexitole aus der Lösung erfolgt.
- 2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Antacida solche vom Almagodrate-Typ eingesetzt werden.
- 3.) Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß als Hexitole Mannitol oder Sorbitol zur Anwendung kommen.
- 4.) Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3 dadurch gekenazeichnet, daR die wässrigen Lösungen einen Gehalt von 30 bis 80 Gew. % an Hexitolen aufweisen.
- 5.) Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorption durch Aufsprühen der Hexitollösung auf das frisch abfiltrierte oder abgeschleuderte und gewaschene Antacidum erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843429263 DE3429263A1 (de) | 1984-08-08 | 1984-08-08 | Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843429263 DE3429263A1 (de) | 1984-08-08 | 1984-08-08 | Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3429263A1 true DE3429263A1 (de) | 1986-02-20 |
Family
ID=6242645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843429263 Withdrawn DE3429263A1 (de) | 1984-08-08 | 1984-08-08 | Verfahren zur stabilisierung filtrierbarer antacida mit hexitolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3429263A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0286978A1 (de) * | 1987-04-15 | 1988-10-19 | Lisapharma Spa | Arzneimittel in Form stabiler Suspendiermittel freier Sucralfat-Suspensionen |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1617277C3 (de) * | 1966-06-24 | 1979-10-31 | Armour Pharmaceutical Co., Chicago, Ill. (V.St.A.) | Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Antazidums |
| DE3019032C2 (de) * | 1980-05-19 | 1983-09-01 | Gödecke AG, 1000 Berlin | Antacider Wirkstoff auf Magnesium-Aluminiumhydroxid-Basis, seine Herstellung und Verwendung |
| DE3315800A1 (de) * | 1983-04-30 | 1984-10-31 | Merck Patent Gmbh, 6100 Darmstadt | Verfahren zur herstellung eines granulats |
-
1984
- 1984-08-08 DE DE19843429263 patent/DE3429263A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1617277C3 (de) * | 1966-06-24 | 1979-10-31 | Armour Pharmaceutical Co., Chicago, Ill. (V.St.A.) | Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Antazidums |
| DE3019032C2 (de) * | 1980-05-19 | 1983-09-01 | Gödecke AG, 1000 Berlin | Antacider Wirkstoff auf Magnesium-Aluminiumhydroxid-Basis, seine Herstellung und Verwendung |
| DE3315800A1 (de) * | 1983-04-30 | 1984-10-31 | Merck Patent Gmbh, 6100 Darmstadt | Verfahren zur herstellung eines granulats |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0286978A1 (de) * | 1987-04-15 | 1988-10-19 | Lisapharma Spa | Arzneimittel in Form stabiler Suspendiermittel freier Sucralfat-Suspensionen |
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