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Die Erfindung betrifft ein Möbel, insbesondere Schrank, Theke, Sidebord, Tischuntersatz oder dergleichen Büromöbel, mit Rückwand, Seitenwänden, Boden, gegebenenfalls Decke und Tür, wobei die Seitenwände als Zwischenraum bildende Doppelwände aus jeweils einer Innenwange mit einer vorderen U-förmigen Abkantung und einer abschließenden Außenwange gebildet sind und die Außenwange unmittelbar an die Innenwange anschließbar ist.
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Bei Möbeln und insbesondere Büromöbeln aus Metall ist es bekannt, die Seitenwände innenseitig mit Schlitzleisten zu bestücken, um Zwischenböden einsetzen zu können. Derartige Schlitzleisten stören aus räumlichen und ästhetischen Gründen. Ein bloßes Ausstanzen der Montageschlitze in den Seitenwänden ist aus optischen Gründen nicht möglich, weil die Außenflächen der Seitenwände unverletzt bleiben müssen.
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In einem anderen Zusammenhang, nämlich zur Verwirklichung von Aufnahmeräumen für in den Seitenwänden zu führende Installationsleitungen, kennt man ein Möbel der eingangs genannten Art (DE-OS 30 39 499), auf dessen Seitenwände Metallrahmen aufgeschraubt sind, die einerseits zum Anbau weiterer Schrankeinheiten dienen, andererseits von den Metallrahmen zwischen sich einschließenden Abdeckplatten übergriffen werden, welche mit dem Metallrahmen verschraubt werden. Der Metallrahmen weist stirnseitig ein nach außen offenes U-förmiges ebenfalls angeschraubtes Metallprofil auf, welches von einem U-förmig ausgebildeten mit seinem Basisschenkel nach außen weisenden Verkleidungsprofil aus elastischem Kunststoff übergriffen wird. Durch den Metallrahmen bzw. zwischen seinen beiden Abdeckplatten entstehen Zwischenräume, die zur Aufnahme der Installationsleitungen dienen. Auch das stirnseitige Verkleidungsprofil soll als Kabelkanal dienen. Zum Anschluß der Rückwand weist die jeweilige Innenwange der als Doppelwände ausgebildeten Seitenwände eine vordere U-förmige Abkantung zur Verwirklichung von vertikalen Profilnuten auf (vgl. DE-OS 30 39 499). - Diese bekannte Konstruktion ist wegen der auf beiden Schrankseiten erforderlichen Metallrahmen, ferner wegen der stirnseitig erforderlichen Metallprofile und Verkleidungsprofile sowohl in fertigungstechnischer als auch montagetechnischer und materialmäßiger Hinsicht aufwendig.
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Bei einem Montageschrank für elektronische und elektrotechnische Geräte sind Doppelwände verwirklicht, nämlich aus einer Innenwand mit einer vorderen und hinteren U-förmigen Abkantung und einer auf den äußeren U-Schenkeln dieser Abkantungen zu befestigenden Wandplatte, welche die Außenwand bildet. Offen ist, auf welche Weise die Befestigung der Außenwand auf der Innenwand erfolgt. Jedenfalls bildet die Außenwand insoweit keine Verkleidung für die Innenwand, als die Innenwand in den seitlichen Randbereichen vorkragt (vgl. GB-PS 12 28 231). Durch diese bekannten Maßnahmen sind die Probleme um die rationelle Fertigung von Möbeln und insbesondere Büromöbeln mit Doppelwänden nicht maßgebend beeinflußt worden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Möbel, insbesondere Schrank, Theke, Sidebord, Tischuntersatz oder dergleichen Büromöbel der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welches sich durch eine in fertigungstechnischer Hinsicht besonders einfache, materialsparende und montagefreundliche Bauweise hinsichtlich der abschließenden Außenwände auszeichnet.
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Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Möbel dadurch, daß die Außenwange eine U-förmige Vorderkante und eine U-förmige Hinterkante aufweist, und daß die Außenwange mit ihrer U-förmigen Vorderkante auf die U-förmige Abkantung der Innenwange aufschiebbar und mit ihrer U-förmigen Hinterkante an der Rückwand befestigbar ist. - Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß lediglich rückseitig eine Verschraubung oder Anheftung der Außenwange zu deren Festlegung auf der Innenwange erforderlich ist. Die Aufschiebtiefe der Außenwange bzw. ihrer U-förmigen Vorderkante ist durch eine Einfalzung der U-förmigen Abkantung der Innenwange vorgegeben. Die Außenwange bildet also gleichsam lediglich eine Verkleidungswange für die Innenwange, und zwar unter Bildung eines Zwischenraumes, der nicht nur für die Verlegung von Installationsleitungen geeignet ist, sondern darüber hinaus das Einbringen der Montageschlitze für die Zwischenböden unmittelbar in die Innenwange erlaubt, weil deren Außenfläche nicht länger aus ästhetischen Gründen unbeschädigt bleiben muß. In diesem Zusammenhang ist ferner vorgesehen, daß die Innenwange außer der vorderen U-förmigen Abkantung die Außenwange auf einen vorgegebenen Abstand distanzierende Abkantungen aufweist, und daß in die Innenwange sich über die Wangenbreite und/oder Wangenhöhe erstreckende Stabilisierungsprofile bzw. Eckaussteifungen eingesetzt sind, die beispielsweise auch zur Aufnahme von bodenseitigen Stellschrauben dienen.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind im folgenden aufgeführt. So kann der Boden als Wendeplatte für unterschiedliche Türsysteme ausgebildet sein. Unterschiedliche Türsysteme meint Türflügel, Schiebetüren oder dergleichen. Dabei kann die eine Seite des Bodens für die Montage von Türflügeln und die andere Seite für die Montage von Schiebetüren eingerichtet sein. Zweckmäßigerweise sind in die Außenwangen bodenseitig Füllelemente zur Lagerung von bodenfernen Böden einsetzbar.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß ein Möbel und insbesondere Büromöbel verwirklicht wird, welches sich durch eine in fertigungstechnischer Hinsicht besonders einfache, materialsparende und montagefreundliche Bauweise hinsichtlich der abschließenden Außenwände auszeichnet. Denn bei dem erfindungsgemäßen Möbel handelt es sich in seinem grundsätzlichen Aufbau um ein Gehäuse aus einem starren Innengehäuse und zwei separaten, losen Außenwangen, welche an den vorderen vertikalen Kanten der Innenwangen übergeschoben und im rückwärtigen Bereich fest oder lösbar mit dem Innengehäuse verbunden werden. Dadurch entstehen Zwischenräume im Bereich der als Doppelwände ausgebildeten Seitenwände, die einerseits zur Verlegung von Installationsleitungen geeignet sind, andererseits das Einbringen von Montageschlitzen unmittelbar in die Innenwangen ermöglichen, weil die Außenwangen die in ästhetischer Hinsicht erforderliche Verkleidungsfunktion erfüllen. Sämtliche Bauteile lassen sich nach einem einheitlichen Konstruktionsprinzip fertigen und sind untereinander kombinierbar. Darüber hinaus ist die Montage dieser Bauteile unproblematisch.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
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Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Möbel in Explosiv-Darstellung,
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Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1,
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Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 2 in Seitenansicht von innen, und
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Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1, also im Bereich einer Seitenwand.
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In den Figuren ist ein Möbel, insbesondere ein als Schrank ausgebildetes Büromöbel, dargestellt, welches in seinem grundsätzlichen Aufbau eine Rückwand, Seitenwände, einen Boden, eine Decke und Türen aufweist. Die Seitenwände sind als Zwischenraum bildende Doppelwände aus jeweils einer Innenwange 1 und einer Außenwange 2 ausgebildet. Die Außenwange 2 ist jeweils unmittelbar an die Innenwange 1 anschließbar. Dazu weist die Innenwange 1 eine vordere U-förmige Abkantung 8 auf, während die Außenwange 2 unter Bildung eines U-förmigen Querschnitts eine U-förmige Vorderkante 4 und Hinterkante 5 besitzt. Die Außenwange 2 ist mit ihrer U-förmigen Vorderkante 4 auf die U-förmige Abkantung 3 der Innenwange 1 aufschiebbar und mit ihrer U-förmigen Hinterkante 5 an der Rückwand 6 des Innengehäuses mittels Verschraubung lösbar zu befestigen, kann aber auch angepunktet werden. Die Aufschiebtiefe der Außenwange wird durch eine Einfalzung 7 an der U-förmigen Abkantung 3 der Innenwange 1 vorgegeben. Die Innenwange 1 weist nach außen gerichtete, die Außenwange 2 auf einen vorgegebenen Abstand distanzierende Abkantungen 8 auf. In die Innenwange 1 sind sich über die Wangenbreite erstreckende Stabilisierungsprofile 9 bzw. Eckaussteifungen eingesetzt.
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Die Außenwange 2 ist unter Bildung eines Hohlraumes 10 zwischen ihrer U-förmigen Vorderkante 4 und der U-förmigen Abkantung 3 der Innenwange 1 auf die Innenwange 1 aufgeschoben. Zwischen die Doppelwände sind eine Abdeckplatte 20 als Decke und eine Bodenplatte oder eine Sockelplatte als Boden 21 einsetzbar. Der Boden 21 ist als Wendeplatte für unterschiedliche Türsysteme wie Flügeltüren oder Schiebetüren ausgebildet. Auf die Doppelwände sind die Innenwange 1 und Außenwange 2 übergreifende Verkleidungsprofile 22 mit abgerundeten Ecken 23 aufsetzbar. Es besteht aber auch die Möglichkeit, zwischen beiden Wangen Zwischenraum abschließende Füllstücke einzusetzen. In die Außenwangen 2 können bodenseitig Füllelemente 24 eingesetzt werden, nämlich zur Lagerung von bodenfernen Böden 21. Der Boden 21 kann ein Führungsprofil 25 für eine Schiebetür und die Abdeckplatte 20 eine Schiebetürenführung 26 aufweisen. - Nach einer abgewandelten Ausführungsform ist die Abdeckplatte 20 als Zwischenboden für unterschiedliche Verschlußeinrichtungen wie Flügeltür, Schiebetür oder Rolladen ausgebildet. Die Innenwangen 1 weisen in Vertikalreihen nach einem Systemraster angeordnete Montageschlitze 27 für Zwischenböden auf. Im ganzen wird ein Innengehäuse aus Metall mit auf die Innenwange 1 aufsetzbaren Metallwangen als Außenwangen 2 verwirklicht.