DE3431065C2 - - Google Patents
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- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Werkstückaufnahmevorrichtung für eine Maschine zur
Oberflächenbearbeitung einer optischen
Linse mit einer Rotationsfläche und insbesondere
aber nicht ausschließlich zur Bearbeitung optischer Linsen,
die sphärische Oberflächen aufweisen und bei denen das Verhältnis
von Dicke zum Durchmesser der Umfangskontur relativ
gering ist.
Das ist beispielsweise der Fall bei ophthalmischen Linsen
und insbesondere bei afokalen opthalmischen Linsen wie
beispielsweise Linsen aus gefärbten Gläsern, die für
Brillen gedacht sind, die als Sonnenbrillen bezeichnet
werden, und diese afokalen ophthalmischen Linsen haben gewöhnlicherweise
eine Stärke, die verhältnismäßig gering ist
gegenüber dem Durchmesser ihrer Umfangskontur.
Die Vorderseite und die Hinterseite einer derartigen
afokalen ophthalmischen Linse sind normalerweise in jedem
Punkt genau konzentrisch zueinander, so daß ein
Lichtstrahl, der an irgendeinem Punkt der Vorderseite auftrifft,
praktisch parallel zu sich selbst hindurchtritt, und zwar
ohne eine Ablenkung bis auf eine geringe Transversalverschiebung
infolge der Dicke des durchquerten Materials zu erfahren.
Herkömmlicherweise erfolgt die Oberflächenbearbeitung einer
optischen Linse mit einer oder zwei sphärischen Seiten,
indem die Linse an einer Werkstückaufnahmevorrichtung angeordnet und mit Hilfe
dieser Vorrichtung gegen ein drehbar angeordnetes Werkzeug
zur Oberflächenbearbeitung angelegt wird.
Bis heute wird eine an der Oberfläche zu bearbeitende
optische Linse gewöhnlicherweise relativ fest an einer
derartigen Vorrichtung befestigt, beispielsweise durch
einen Metallklotz mit niedrigem Schmelzpunkt, an welchem
sie zu diesem Zweck angebracht wird, oder durch Unterdruck.
Wenn es sich aber beispielsweise um afokale ophthalmische
Linsen handelt, ist es nicht selten, wenn auch lokal, einen
Parallelitätsfehler zwischen der Vorderseite und der Hinterseite
einer derartigen optischen Linse festzustellen, der
gewöhnlicherweise als "Prismenfehler" bezeichnet wird. Dabei wird
ein Lichtstrahl gegenüber seiner genauen Richtung
quer durch diese optische Linse abgelenkt, so
als wenn er ein Prisma durchqueren würde.
Der Grund dafür liegt insbesondere darin, daß eine
an der Oberfläche zu bearbeitende optische Linse, die relativ
fest an der Vorrichtung befestigt ist, mit welcher sie gegen
das verwendete Werkzeug zur Oberflächenbearbeitung angelegt
wird, keine Bewegungsfreiheit gegenüber der Vorrichtung aufweist
und deshalb eine Art lokaler "Quetschung" zwischen der
Vorrichtung und dem Werkzeug zur Oberflächenbearbeitung auftreten
kann, wodurch ein ungleicher Materialabtrag über
die Oberfläche erfolgen kann, wenn bei einer derartigen Befestigung
an der Vorrichtung die geometrische Achse nicht
mit der Achse der Vorrichtung zusammenfällt.
Eine Verschiebung zwischen der geometrischen Achse einer
an der Oberfläche zu bearbeitenden Linse und der Achse des
Metallklotzes mit niedrigem Schmelzpunkt, an welchem sie
befestigt ist, oder der Zelle, in welcher sie aufgenommen
ist, wenn sie durch Unterdruck festgehalten wird,
ist ziemlich häufig.
Wenn die Verschiebung der Achsen einen Wert von 0,01 bis
0,02 mm nicht übersteigt, kann die Oberfläche der betreffenden
Linse etwa als gleichmäßig bearbeitet angesehen werden.
Dies trifft aber nicht mehr zu, wenn sie größer ist.
Wenn ein Metallklotz mit niedrigem
Schmelzpunkt an eine zu bearbeitende
Linse angegossen oder die Linse in einer Unterdruckzelle aufgenommen
wird, sind die Montagetoleranzen gewöhnlich größer als 0,1 mm,
was die fraglichen Achsen betrifft.
Außerdem verstärken sich die Wirkungen einer derartigen Achsenverschiebung
durch die Dezentrierung, welche gewöhnlicherweise
zwischen der geometrischen Achse einer an der Oberfläche
zu bearbeitenden Linse und der Achse ihrer Umfangsfläche
besteht.
Aus diesen beiden Verschiebungen
der Achsen resultiert das zu vermeidende "Prisma".
In dem deutschen Patent 10 41 832, von dem die Erfindung ausgeht und welches im Unterschied
zur vorliegenden Erfindung insbesondere die Oberflächenbearbeitung
von Werkstücken betrifft, deren Verhältnis
von Stärke zu Durchmesser der Umfangskontur relativ groß
ist, wie es der Fall ist bei piezoelektrischen Elementen
und bei gewissen optischen Linsen, wird vorgeschlagen,
zur Anlegung eines derartigen Werkstückes an ein Werkzeug zur
Oberflächenbearbeitung eine Vorrichtung zu verwenden, welche
zur Aufnahme des Werkstückes eine Ausnehmung aufweist, die über eine
Leitung mit einer Quelle eines unter Druck stehenden pneumatischen
Fluids verbindbar ist.
In einer Ausführungsform, welche nur kurz beschrieben ist,
wird ein pneumatisches Kissen zwischen dem Boden der Ausnehmung
und dem zu bearbeitenden Stück ausgebildet, wobei gemäß der
Zeichnung und trotz der Anwesenheit einer Rückleitung
für das verwendete pneumatische Fluid ein radiales Spiel
zwischen der Seitenwand der Zelle und der Umfangsfläche und
dem Rand des Stückes vorgesehen ist.
In der Fig. 2 der Zeichnung hat das
zu bearbeitende Werkstück ein gewisses seitliches Spiel in
der Vorrichtung, welche es gegen das
verwendete Werkzeug zur Oberflächenbearbeitung anlegt. Aber diese
Werkstückaufnahmevorrichtung ist nur für relativ
dicke Werkstücke geeignet, deren Neigung zum Verkippen in der Ausnehmung aufgrund
der Dicke des Randes begrenzt ist.
Sie ist dagegen ungeeignet für Werkstücke mit
relativ geringer Dicke, um die es sich hier handelt, und
eine Steuerung hinsichtlich der Relativstellung
des zu bearbeitenden Werkstückes gegenüber der Ausnehmung,
in welcher es aufgenommen ist, ist nicht möglich.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, die bekannte Vorrichtung so
weiterzubilden, daß sie zur Oberflächenbearbeitung von
optischen Linsen
geeignet ist, welche eine relativ geringe
Dicke aufweisen.
Diese Aufgabe ist durch die Werkstückaufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Die zu bearbeitende optische
Linse wird also auch bei der Erfindung
nicht fest an der Vorrichtung befestigt, welche sie
gegen das verwendete Werkzeug zur Oberflächenbearbeitung
anlegt, sondern ist in der
Vorrichtung frei beweglich angeordnet. Dadurch kann sich die Linse sowohl
selbst und um ihre Achse gegenüber der Aufnahmevorrichtung drehen als auch
sich mehr oder weniger neigen und/oder
sich gegenüber der Vorrichtung verschieben, wodurch sie
ihre Lage gegenüber dem Werkzeug einregelt, und zwar wenn
nötig auch mit einer Korrektur der Dezentrierung zwischen ihrer
geometrischen Achse und ihrer Umfangsflächenachse, so daß
ihre geometrische Achse mit der der
Vorrichtung zusammenfällt.
Infolge des erfindungsgemäß vorgesehenen Steges ist
das pneumatische Kissen, welches zwischen der zu bearbeitenden
Linse und dem Boden der Zelle, in welcher sie aufgenommen
ist, vorhanden ist, in seiner Dicke konstant
gehalten vom Anfang bis zum Ende der Oberflächenbearbeitung.
Vorzugsweise ist die Zelle, welche die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Aufnahme der zu bearbeitenden Linse aufweist,
selbst um eine im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Linse verlaufende Achse
drehbar angeordnet. In der Tat ist diese Rotationsmöglichkeit
kombiniert mit der Rotationsmöglichkeit der Linse in der Zelle vorteilhaft,
um das geforderte gleichförmige
Abschleifen zu gewährleisten.
Wie an sich bekannt, aber im Unterschied zu dem deutschen
Patent 10 41 832, bei welchem es sich nur um eine
Einrichtung handelt, mit welcher das zu bearbeitende Werkstück
gegen das Oberflächenbearbeitungswerkzeug angelegt
wird, wird das Druckgas
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nur verwendet,
um die Lage oder Stellung der zu bearbeitenden Linse zu
regeln oder zu steuern.
Tatsächlich ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
geeignet, selbst von einer Vorrichtung beaufschlagt
zu werden, welche auf herkömmliche Art eine ausreichende
Bearbeitungskraft in Richtung des Oberflächenbearbeitungswerkzeugs
ausbildet. Eine derartige Einrichtung ist gewöhnlicherweise an einer
bestehenden Oberflächenbearbeitungsmaschine vorhanden, so daß
die Mehrzahl solcher Oberflächenbearbeitungsmaschinen mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung
nachgerüstet werden können, und zwar
ohne besondere Umgestaltungen an diesen Maschinen vornehmen
zu müssen, insbesondere wenn die Oberflächenbearbeitungsmaschinen
bereits eine Versorgung mit Druckgas
aufweisen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der
folgenden Beschreibung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung hervor. Es zeigen:
Fig. 1 teilweise geschnitten in Seitenansicht eine
Maschine zur Oberflächenbearbeitung, welche mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstet
ist,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab einen Axialschnitt durch
die Vorrichtung nach Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt analog zu dem von Fig. 2 mit einer
abgewandelten Ausführungsform.
Wie in den Figuren gezeigt ist, handelt es sich um das Anlegen
einer optischen Linse 11 gegen ein drehbar angeordnetes
Werkzeug 10 zur Oberflächenbearbeitung, deren jeweilige Oberfläche,
die eine sphärische Oberfläche ist, zu bearbeiten
ist, und deren Umfangskontur gewöhnlicherweise kreisförmig
ist.
Die Figuren zeigen insbesondere den Fall, in welchem die
Linse 11 eine
afokale ophthalmische Linse ist, d. h. eine ophthalmische Linse,
deren Vorderfläche 12 konvex und deren Rückfläche 13 konkav
ist, die beide sphärische Oberflächen bilden und die etwa
parallel zueinander, d. h. konzentrisch sind.
Die Dicke e einer derartigen ophthalmischen Linse, die an
jedem Punkt der Linse konstant ist, ist in der Praxis immer
relativ gering und deshalb ist im Verhältnis zur
Dicke e der Durchmesser D der Umfangskontur der Linse
immer relativ groß.
In den Fig. 1 und 2 ist angenommen worden, daß die zu bearbeitende
Oberfläche der optischen Linse 11 die
Rückfläche 13 ist, und in Fig. 3 wurde angenommen,
daß es sich im Gegensatz dazu um die vordere Fläche
12 handelt.
Im ersten Fall ist die Arbeitsfläche des verwendeten Werkzeugs
10 zur Oberflächenbearbeitung konvex, im
zweiten Fall ist diese Fläche konkav.
Zur Erzeugung der Rotation kann das Werkzeug 10,
wie schematisch in Fig. 1 gezeigt
ist, an einer Welle 15 angeordnet sein, welche selbst auf
geeignete Weise um ihre Achse drehangetrieben ist.
Die entsprechenden Anordnungen bilden nicht Teil der Erfindung
und sind deshalb nicht im einzelnen beschrieben.
Wie ebenfalls an sich bekannt, wird zum Festhalten der
optischen Linse 11 gegen
das Werkzeug 10 eine Werkstückaufnahmevorrichtung
16 verwendet, welche selbst an einer Einrichtung 17 angeordnet
ist, mit welcher eine ausreichende Kraft in Richtung
des Werkzeugs 10 aufgebracht werden
kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 16 weist zur Aufnahme der
Linse 11 eine
Zelle 19 auf, deren Hohlraum zu dem Werkzeug 10
hin gerichtet ist, und welche
über eine Leitung 20, die nachstehend im einzelnen beschrieben
wird, an eine nicht gezeigte Druckgasquelle
anschließbar ist.
Die Zelle 19 weist einen querverlaufenden Boden
21 und am Umfang des Bodens 21 eine axial gerichtete Seitenwand
22 auf.
Die Seitenwand 22 ist kreisförmig entsprechend der Kontur
der zu bearbeitenden Linse 11.
Aus Gründen, die nachstehend erläutert werden, sieht
man konstruktionsmäßig ein ringförmiges radiales Spiel J
zwischen der Seitenwand 22 der Zelle 19 und
dem Rand 24 der
Linse 11 vor.
Anders ausgedrückt: Man wählt für die Seitenwand 22 der Zelle 19
einen Innendurchmesser D′,
der etwas größer ist als der Durchmesser D des
Linsenrands 24.
Wenn es sich, wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, um die Oberflächenbearbeitung
der Rückfläche 13 der
Linse 11 handelt, weist die Seitenwand 22 der Zelle
19 eine relativ beachtliche axiale Erstreckung auf, um der
Ausbauchung der Linse 11 Rechnung zu tragen.
Die Aufnahme für die
Linse 11 in der Zelle 19 ist dabei so groß,
daß wenigstens ein Abschnitt des
Rands 24 der Linse 11 in
der Zelle 19 in Axialrichtung von der Seitenwand 22
umgeben ist.
Erfindungsgemäß und aus Gründen, die nachstehend
erläutert werden, weist die Zelle 19 außerdem
abragend von ihrem Boden 21 parallel zur Seitenwand 22 im
Inneren der Zelle 19 einen ringförmigen Steg 26 auf,
dessen Stirnfläche 27 im wesentlichen eine Gestalt aufweist,
die der der Oberfläche der Linse 11 an der Seite
entspricht, die der zu bearbeitenden Seite gegenüberliegt.
Die Zelle 19 ist drehbar angeordnet um
eine Einspritzdüse 29, deren Innenbohrung 30, die sich in
Axialrichtung erstreckt, mit der Leitung 20 verbunden ist, die
die Zelle 19 mit der Druckluftquelle
verbindet.
Die Einspritzdüse 29 ist mit einem Gehäuse
32 verbunden, welches selbst drehbar um ein Ansatzstück
33 angeordnet ist, mit welchem die Anordnung an einer Tragwelle
34 befestigt ist, welche
der Einrichtung 17 angehört.
Wie gezeigt weist die Einspritzdüse 29 radial
an ihrem äußeren Umfang in einer mittleren Zone einen Kragen
35 auf, mit welchem sie mit Hilfe einer Schraube 36 am Boden
37 des Gehäuses 32 befestigt ist (Fig. 2).
Das Gehäuse 32 weist am Umfang seines Bodens 37 eine
Seitenwand 39 auf, mit welcher es das Ansatzstück 33 einschließt unter
Zwischenschaltung eines Kugellagers 40.
Bei dieser Ausführungsform ist
zum Schutz des Kugellagers 40 eine Verkleidung 41 vorgesehen,
welche über Schrauben 42 an dem Ansatzstück 33 befestigt ist
und welche über eine Seitenwand 43 ringförmig mit Spiel
die Seitenwand 39 des Gehäuses 32 umgibt.
Über einen Steg 44, der ringförmig um die Achse der Anordnung
von dem Boden 45 abragt, steht das Gehäuse
41 auf dem inneren Ring des Kugellagers 40 auf, welches mit
seiner gegenüberliegenden Fläche sich selbst auf einer
Schulter 47 des Ansatzstückes 33 abstützt.
Mit seinem äußeren Ring stützt sich das Kugellager 40 auf
eine Schulter 48 des Gehäuses 32, während auf der gegenüberliegenden
Seite des äußeren Ringes ein
Federring 49 in einer Nut der Seitenwand 39
des Gehäuses 32 aufgenommen ist, um den Ring zu sichern.
Mit ihrem der Zelle 19 gegenüberliegendem Ende ist die
Einspritzdüse 29 axial in einer Einsenkung 50 des Ansatzstückes
33 mit einer ringförmigen Dichtung 51, vorzugsweise
einer Lippendichtung, zwischen dem Düsenende und der
Wandung der Einsenkung 50 aufgenommen.
Zuerst in Axialrichtung und dann quer verlaufend weist das
Ansatzstück 33 im Inneren einen Durchgang 52 auf, welcher mit
der Einsenkung 50 in Verbindung steht und zu
der Leitung 20 gehört.
Der Durchgang 52 endet seitlich an der Außenseite
des Ansatzstücks 33 und ist mit der Druckluftquelle
über einen Ansatz 53 (Fig. 2) und über ein Rohr oder einen
Schlauch 54 (Fig. 1) verbunden.
Die Zelle 19 liegt gegen das entsprechende
Ende 56 der Einspritzdüse 29 nur mit dem mittleren
Bereich 57 ihres Bodens 21 an.
Ferner ist sie vorzugsweise lös- oder abnehmbar, so daß
die erfindungsgemäße
Vorrichtung 16 leicht und schnell an den Durchmesser D der verwendeten
optischen Linse 11 anzupassen ist, indem unter einer
Vielzahl von Zellen 19 mit verschiedenen Durchmessern D′
die für den Durchmesser D geeignete ausgewählt wird.
Vorzugsweise ist das Ende 56 der Einspritzdüse 29, an welchem
die Zelle 19 mit ihrem mittleren Bereich 57 abgestützt ist,
sphärisch, während die entsprechende Öffnung des mittleren
Bereichs 57 infolgedessen dann vorzugsweise konisch ist.
Bei der gezeigten Ausführungsform wird dieser mittlere Bereich
57 der Zelle 19 von einem Kern aus geeignetem Material
gebildet, der an der Zelle 19 im Zentrum des Bodens 21 angeordnet
ist.
Dieser Kern durchquert den Boden 21 der Zelle 19 völlig
und weist in Axialrichtung eine Durchgangsbohrung 60
auf, welche in den Innenraum der Zelle 19 mündet.
Eine Dichtung 61, zweckmäßigerweise
eine Lippendichtung, ist ringförmig um die Einspritzdüse
29 angeordnet, mit deren Hilfe diese in dem mittleren Bereich
57 der Zelle 19 gehalten wird.
Bei der gezeigten Ausführungsform sichert ein Gehäuse 62,
das über Schrauben 63 mit dem Boden 21 der Zelle 19 verbunden
ist, die Dichtung 61.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Maschine
wird die Einrichtung 17 von einer pneumatischen
Kolbenzylindereinheit gebildet, deren Zylinder
mit 65 und deren Kolben mit
66 bezeichnet ist.
Der Schaft des Kolbens 66 bildet die
Tragwelle 34 für die Werkstückaufnahmevorrichtung 16.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist das Ansatzstück 33
dazu in Axialrichtung mit einem mit einem Gewinde
versehenen Endstück 67 ausgebildet, mit welchem das Werkstück
33 durch Einschrauben in die Tragwelle 34 an deren Ende befestigt
werden kann.
Wie man weiterhin anhand der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform
erkennen kann, ist die Achse der Tragwelle 34
gegenüber der Drehachse des
Werkzeugs 10 geneigt, wobei beide
in derselben Ebene liegen, die der Zeichenebene von Fig. 1
entspricht.
Bei der Bearbeitung ruht die zu bearbeitende
optische Linse 11 exzentrisch auf dem Werkzeug 10
und in die Zelle 19, welche die
optische Linse 11 umgibt, wird
über die Leitung 20
das Druckgas eingeleitet.
Dabei bildet sich zwischen der
Linse 11 und der Zelle 19 in dem Teil des Innenraumes dieser
Zelle, welcher die Einmündung der Leitung 20 umgibt und von
dem Steg 26 umschrieben wird, ein pneumatisches
Kissen aus.
Die Zelle 19, welche anfänglich mit ihrem Steg 26 auf der
zu bearbeitenden optischen Linse 11 ansteht, hebt sich dann
leicht von der Linse ab, d. h. die Axialkraft des
Druckgases, das in diese
Zelle 19 eingeleitet wird, wird dazu stärker gemacht als
die axiale Andrückkraft der zugehörigen Einrichtung
17.
Es bildet sich infolgedessen, wie in Fig. 2 gezeigt, zwischen
der Stirnfläche 27 des Steges 26 der Zelle 19 einerseits
und der entsprechenden Oberfläche der
Linse 11 andererseits ein freier
Raum aus, durch welchen seitlich das
in die Zelle 19 über die Leitung 20 eingeleitete Druckgas
entweicht, bis sich ein Gleichgewicht zwischen
den entsprechenden Axialkräften ausgebildet hat.
Mit anderen Worten besteht die Rolle des
Steges 26 darin, in Zusammenwirkung mit der
zu bearbeitenden optischen Linse 11 die Steurung des
pneumatischen Kissens zu gewährleisten, welches zwischen
der Zelle 19 und der optischen Linse 11 ausgebildet ist.
Zweckmäßigerweise bewegt sich der freie Abstand
der sich zwischen der Stirnfläche 27 des Steges 26 und der
entsprechenden Oberfläche der zu bearbeitenden optischen
Linse 11 ausbildet, im Bereich von 0,02 bis 0,03 mm.
Infolge des vorstehend erwähnten radialen Spieles J befindet
sich die zu bearbeitende optische Linse 11 deshalb frei von
jeglichem Kontakt mit der Zelle 19 und das
in die Zelle eingeleitete
Druckgas entweicht gleichmäßig seitlich durch dieses radiale
Spiel J, so daß einerseits die Linse 11
keiner Quetschung gegen das Werkzeug 10
durch die Vorrichtung 16 unterworfen ist
und andererseits
sich selbst um ihre Achse in der Zelle 19 der
Vorrichtung 16 drehen kann.
Vorzugsweise ist das radiale Spiel größer als 0,1 mm, wobei Werte zwischen
0,5 und 1 mm besonders zufriedenstellende Ergebnisse liefern.
Außerdem kann infolge der Exzentrizität der Linse
11 gegenüber dem Werkzeug 10 die
Drehung der Linse 11 um sich selbst sehr einfach
durch alleinigen Kontakt mit dem Werkzeug 10
erreicht werden infolge der unterschiedlichen
Relativgeschwindigkeiten, die zwischen der Linse 11 an ihren diametral gegenüberliegenden
Rändern und dem Werkzeug 10 auftreten.
In Abwandlung dazu kann diese Rotation aber auch gesteuert oder
verstärkt werden durch irgendeinen Antrieb wie er
gewöhnlicherweise an klassischen Maschinen zur Oberflächenbearbeitung
vorhanden ist und/oder durch das
in die Zelle 19 eingeleitete Druckgas,
welches dazu dann schräg in die Zelle 19 eingeleitet
wird.
Ebenfalls kann eine geradlinige Verschiebung der Linse 11 in der Ebene
erfolgen, welche durch die Achse der Tragwelle 34 und die
Drehachse des Werkzeugs 10 verläuft,
sei es durch die Anordnung, die aus der Werkstückaufnahmevorrichtung
16 und der Einrichtung 17
gebildet wird, sei es durch das Werkzeug 10.
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform kann in dieser
Ebene eine Oszillationsbewegung der Anordnung, die durch
die Vorrichtung 16 und die zugehörige
Einrichtung 17 gebildet wird, um eine Achse senkrecht zu
dieser Ebene erfolgen.
Gemäß einer weiteren abgewandelten Ausführungsform ist
keine Exzentrizität zwischen der
Linse 11 und dem Werkzeug 10 vorgesehen.
In dem Fall, in welchem, wie in Fig. 3 gezeigt, die zu bearbeitende
Oberfläche der Linse 11 eine konvexe
Oberfläche ist,
weist die Seitenwand
22 der Zelle 19 keine begrenzte
axiale Ausdehnung auf. Die Ausbauchung der optischen
Linse 11 befindet sich dann außerhalb der Zelle 19.
Die Stirnfläche 27 des Stegs 26 der Zelle 19 weist dabei eine
sphärische, im wesentlichen konvexe Gestalt auf anstelle
einer konkaven wie bei der vorstehend geschilderten Ausführungsform.
Ansonsten ist der konstruktive Aufbau im wesentlichen derselbe. Demgemäß sind
in der Fig. 3 auch die gleichen Teile mit den gleichen Bezugszeichen
wie in Fig. 2 versehen.
Es ist nur zu bemerken, daß bei der in Fig. 3 gezeigten
Ausführungsform zwei Kugellager 40′, 40′′ zwischen dem
Gehäuse 32 und dem Ansatzstück 33 angeordnet sind mit einem
Federring 49′,
welcher in einer Nut in dem Ansatzstück 33 aufgenommen
ist, zur axialen Befestigung des Kugellagers 40′ und mit einem
Federring 49′′, der in einer Nut in dem Gehäuse
32 aufgenommen ist, zur Befestigung des Kugellagers 40′′.
Ferner ist zu bemerken, daß zwei Dichtungen 70, 71 zwischen
dem Gehäuse 41 und dem Ansatzstück 33 angeordnet sind, wobei
die erstere, die in Radialrichtung wirkt, im Durchgang
des Ansatzstückes 33 durch den Boden 45 des Gehäuses 41 angeordnet
ist und die zweite, die in Axialrichtung wirkt, zwischen
diesem Boden 45 und dem Ansatzstück 33 eingeklemmt ist, wobei
sie von entsprechenden Schrauben 42 gehalten wird.
Der seitliche Ausgang der Leitung 20, der in dem Gehäuse
41 ausgebildet ist, liegt außerdem zwischen diesen beiden Dichtungen 70
und 71.
Claims (6)
1. Werkstückaufnahmevorrichtung (16) für eine Maschine zur
Oberflächenbearbeitung einer optischen Linse (11) mit einer
Rotationsfläche, mit einer topfförmigen Zelle (19) zur
losen Aufnahme der zu bearbeitenden Linse (11), wobei die
Zelle über eine Leitung (20) an eine Druckgasquelle
angeschlossen werden kann, so daß die Linse (11) an ihrer der
zu bearbeitenden Oberfläche abgewandten Fläche während
der Bearbeitung mit dem Druckgas beaufschlagbar ist, und
wobei ein radiales Spiel (J) zwischen der Seitenwand
(22) der Zelle und dem Rand (24) der Linse (11)
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zelle
(19) einen ringförmigen, von ihrem Boden wegragenden
Steg (26) aufweist, welcher das Druckgaspolster der
Linse (11) begrenzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zelle (19) in der Vorrichtung (16) um eine im
wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Linse (11)
verlaufende Achse drehbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zelle (19) um eine in der Vorrichtung (16) angeordnete
Düse (29) zum Einspritzen des Druckgases
drehbar ist, gegen deren Ende sie sich leicht mit dem
mittleren Bereich (57) ihres Bodens (21) abstützt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ende (56) der Düse (29) sphärisch ist und
daß die Öffnung, mit welcher der mittlere Bereich (57)
des Bodens (21) der Zelle (19) sich gegen die Düse (29)
abstützt, konisch ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Düse (29) verbunden ist mit
einem Gehäuse (32), das selbst um ein nabenartiges
Ansatzstück (33) der Vorrichtung (16) drehbar ist, über
welches die Vorrichtung an einer Tragwelle (34) der
Maschine befestigt werden kann.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (27) des Stegs (26)
eine Wölbung aufweist, die im wesentlichen der Gestalt
der an der Stirnfläche (27) anliegenden Oberfläche der
Linse (11) entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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