DE343744C - Selbsttaetiges elektrisches Schiffslot - Google Patents

Selbsttaetiges elektrisches Schiffslot

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DE343744C
DE343744C DE1918343744D DE343744DD DE343744C DE 343744 C DE343744 C DE 343744C DE 1918343744 D DE1918343744 D DE 1918343744D DE 343744D D DE343744D D DE 343744DD DE 343744 C DE343744 C DE 343744C
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DE1918343744D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C13/00Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal
    • G01C13/008Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal measuring depth of open water

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Refuge Islands, Traffic Blockers, Or Guard Fence (AREA)

Description

  • Selbsttätiges elektrisches Schiffslot. Es sind .bereits selbsttätige elektrische Lote bekannt, bei welchen die unmittelbare Ermittlung der jeweiligen Meerestiefe .durch eine Ablesevorrichtung erfolgt, welche in einen elektrischen Strom eingeschaltet ist, der beim jeweiligen Aufstoßen des Lotes auf den Meeresboden geschlossen wird.
  • Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Einrichtung in -der Weise auszugestalten, daß die Ablesevorrichtung ganz unabhängig von der Anordnung der Auf wicklun:gstrommel und des Motors unter :den Augen des Beobachters, also auf dem Kommandostand, angebracht «-erden kann, ohne daß zwischen Trommel und Ablesevorrichtung irgendeine mechanische Übertragung benötigt wird, was dadurch erreicht wird, daßhier die Übertragung auf rein elektrischem Wege erfolgt.
  • Auch ist durch die vorliegende Einrichtung die Möglichkeit gegeben, bei großen Tiefei nur in beliebigen Abständen, etwa von io oder 2o m, das Lot zu heben, um so die unnötigen Arbeitsverlauste, die durch das gänzliche Hochwinden und wieder Tieflegen des Lotes entstehen, zu vermeiden.
  • Auch einen weiteren Vorteil bietet die Erfindung. Es ist eine der schwersten Aufgaben, die stromschließenden Teile, welche am Lot selbst angebracht sind, insbesondere für große Tiefen vollständig wasserdicht zu machen. Diese Schwierigkeit wird durch :die gewählte Ausführungsform eines kippbaren verschlossenen Zylinders mit einer Kontaktkugel oder Flüssigkeit in einer praktisch befriedigenden Weise behoben.
  • In -der Zeichnung ist eine schematische Darstel'.ung der Einrichtung gegeben, und zwar in Rückansicht auf die Anzeigevorrichtung.
  • Die Trommel i steht mit dem Motor 2 durch Zahnräder in Verbindung, den eine elektrische Stromquelle 3 ebenso wie überhaupt die ganze Einrichtung speist. Dieser Teil der Einrichtung, nämlich Trommel und Motor, kann an einer beliebigen Stelle des Schiffes untergebracht werden, während das elektrische Relais ¢ mit der elektrischen Anzeigevorrichtung 5 an der Kommandostelle vorgesehen ist.
  • Auf die Achse der Trommel i ist ein Ring mit Unterbrechungssegmenten 6 aufgezogen, über -welchen zwei Kontaktbürsten 7 und 8 streichen, in welche die Leitungen-den b münden. Die Leitung b verläuft durch den Elektromagneten 9 und die Stromquelle 3.
  • Die Leitung a, deren innere Enden auf :den Kontaktbürsten io und ii münden, steht mit ,dem einen der Außenenden mit der Achse des Relais d. in Verbindung, eine um :diese Achse bewegliche Stange 12 ist entlang der vorderen Fläche einer -Metallscheibe 13 verstellbar. Auf dieser Scheibe 13 endigt bei 14 das zweite äußere Ende der Leitung a, welche zu einem Elektromagneten 15, zur Stromquelle 3 und zum Motor :2 führt und in einer inneren Bürste i i der Trommel i :endigt.
  • Ein um :die Achse 17 drehbarer Anker 16 wird durch eine Feder 18 nach unten gehalten und ist gegenüber dem Magneten 15 angeordnet. Der Ankergelangt, wenn die Spule des Magneten erregt ist, in Berührung mit einem Unterbrecher, welcher auf der Zeichnung durch die Spitzen i9 angedeutet ist. Der Anker wird nach unten zurückgezogen und stützt sich auf den Unterbrecher 2o, sobald der Elektromagnet 15 stromlos ist. Die Leitung c, deren innere Enden mit dem Unterbrecher 2o in Verbindung stehen, verläuft durch die Magnete 21 und 22 nach oben zu einem Punkt der Achse des Relais 4.. Dieser Punkt ist isoliert von demjenigen, in den die Leitung a auf derselben Achse mündet.
  • Auf der Rückseite der Metallscheibe 13' ist eine Metallstange 23 beweglich angeordnet. Die Scheibe 13' ist von der Scheibe 13 elektrisch isoliert. Oberhalb der beiden Scheiben 13 und 13' ist ein isoliertes Segment 24 vorgesehen. Die Leitung d verläuft durch die Elektromagnete 25 und 26, die elektrische Stromquelle 3 und den Motor 2. Außerdem ist .eine Zwischenleitung a-d angeordnet, welche aus den Leitungen a und d abgeleitet ist und in den Unterbrecher i9 mündet. Das Relais 4 ist mit einem Sperrad 27 versehen, in welches eine Klinke 28 eingreift, die bei 29 und 30 gelenkig ist und gegen das Sperrad mittels einer kleinen Feder gedrückt wird. Außerdem drückt gegen den unteren Teil des Sperrades eine Sperrklinke 31. Die Ari.zeigevorrichtung 5 ist ebenfalls in der Mitte mit einem Sperrad, wie oben geschildert, ausgestattet sowie mit einer Klinke 32 und einer Sperrklinke 33. Jede dieser Klinken wirkt als Anker mit Bezug auf die Magnete 9, 2i, 22, 25 und 26. Sowohl die Achsen des Relais -wie diejenigen der Anz-eigevorrichtung tragen -kleine Räder reit Gegengewichten 34 und 35, die dazu bestimmt sind, die beweglichen Stangen i2 und 23 ebenso wie die Nadel 36 in die Ausgangsstellung zurückzubringen und damit die Umkehrbarkeit der ganzen Einrichtung zu sichern.
  • Das Lot (Abh.2) besteht aus einer Metallscheibe 37 von zw .eckentsprechendem Gewioht. In der Mitte der Scheibe ist eine zylindrische Offnung 38 angebracht. Ein konzentrischer Zylinder 39 wird in -der Aussparung 38 durch Federn 40 .gehalten und trägt eine oder mehrere Stangen 4i, die mit Bezug auf einen Kontaktring 42 diametral angeordnet sind. Die Führungsstangen 43, welche abwechselnd zu beiden Seiten der Scheibe 37 und an deren Umfläche liegen, haben. den Zweck, jede seitliche Bewegung des Ringes 42 zu vereiteln. Die Stange 41 hat in der Mitte eine Stange 44, deren Enden mit den Zylindern 45 und 46 mittels eines dünnen Zugfadens 47 in Verbindung steht. Der Faden rollt sich auf zwei kleine Räder 48 auf, die auf den Achsen der Zylinder 45 und 46 montiert sind. An den Achsen befinden sich kleine Spiralfedern 49 (Abb.4), zum Zweck, die Zylinder in die senkrechte Ausgangsstellung zurückzubringen, sobald der Zug der Fäden 47 nachläßt.
  • Im Innern des Hauptzylinders 45 ist ein zweiter Metallzylinder 50 konzentrisch angebracht. Die Zylinder sind elektrisch isoliert, etwa durch einen isolierten Überzug 51. Im Innern des Zylinders 5o befindet sich eine frei bewegliche Metallkugel (oder Flüssigkeit) 52. Die Leitung 53 ist im Kontakt rnit dem inneren Zylinder 50.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende: Angenommen, das Lot vollführe seine Abwärt.sbewegung. In diesem Augenblick ,hat eie ganze Einrichtung die in Abb. i dargestellte Stellung, d.,h. Anker 16 ist in :Berührung mit dem Unterbrecher 2o, so daß der Strom, c geschlossen ist. Die Elektromagnete 21 und 22 sind ,daher erregt und die Klinkenanker 28 und 31 nach hinten gezogen; die Stangen r2 und 23 befinden sich in .der Ausgangsstellung unter der Wirkung der Gewichte 34. Die Leitung d ist stromlos, die Spulen 25 und 26 sind ebenfalls stromlos, und die Klinkenanker 32 und 33 greifen in (las entsprechende Sperrad ein.
  • Während des Abwärtsgleitens des Lotes wird auf die Trommel l eine Drehbewegung ausgeübt, wobei der Strom .durch den SegMentring 6 abwechselnd ein- und ausgeschaltet wird. Infolgedessen ist die Spule 9 abwechselnd erregt und stromlos, und die ihr gegenüber .angeordneten Anker 29 und 32 werden ebenfalls abwechselnd angezogen und freigelassen. Daher bewegt sich die Nadel 36 entsprechend jeder Erregung vor der Skala der Anzeigevorrichtung.5 vorbei. Sobald das Lot am Meeresboden .angelangt ist, .bewirkt der auf die Scheibe 42 ausgeübte Stoß eine Bewegung der Stange 41 und somit auch der Stange 44 (Aibb. 2). Die Schnur 47 wickelt sich im Sinne des Zuges ab, bewirkt ein Kippen des einen oder anderen Zylinders q:5 oder 46, und. zwar im Sinne des Pfeiles 53 (Abb.3), -die Kugel (oder Flüssigkeit) 52 gelangt daher mit dem oberen Teil -des Zylinder s 45 in Berührung, woraus sich Schluß des elektrischen Stromes ergibt. Der Motor 2 wird in Bewegung gesetzt, erteilt der Trommel eine entgegengesetzte Bewegung, während die Speile 15 erregt wird, zieht den Anker 16 gegen den Unterbrecher i9, wodurch der Strom in der Leitung c unterbrochen und in den Leitungen a und d wieder--hergestellt wird. Die Klinken 32 und 33 werden nach hinten gezogen, .das entsprechende Sperrad wird frei, und die Nadel 36 kehrt in die Ausgangsstellung unter der Wirkung des Gegengewichtes zurück. Die Leitung c und dadurch die Magnete 21 und 22 sind stromlos, und die Klinken 28 und 3.i stehen in Eingriff mit dem Sperrad 27. Der Elektroinagnet 9 setzt seine Erregungsstöße, veranlaßt durch die Bewegung der Trommel, fort, und das Sperrad 27 und dadurch die Stangen 12 und 23 bewegen sieh von links nach rechts längs den ringförmigen Scheiben 13 und i3'. Sobald aber die Stange i2 die höchste Stelle ihrer Bewegung erreicht hat, unterbririlit das isolierte Segment 24. den Strom in der Leitung a. Die Spule 1 5 wird stromlos, der Anker 16 fällt nach unten, der Motor 2 .ist stromlos, und die Leitung c erhält wieder Strom. Die Klinkenanker 28 und 31 werden nach hinten .gezogen, infolgedessen wird (las Sperrad 27 frei, unter der Einwirkung der Gegengewichte 34 bewegen sich die Stangen 12 und 23 in ihre Ursprungslage. In diesem Augenblick gelangt die Stange 23 von nettem in Berührung mit dem isolierten Segment 2d.. Die Folge ist Unterbrechung des Stromes in der Leitung c, Stromlosigkeit der Magnete 2i und 23 und erneuter Eingriff der Klinkenanker 28 und 31 mit dem Sperrad 27. Nun beginnt das Lot von neuem seine Ab- wärtsbewegung usf. Die Schwankungen der Nadel 36 entlang der Skala zeigen in jedem Augenblick die jeweilige Meerestiefe an.
  • Man kann daher, wie man sieht, bei großen Tiefen das Hochziehen des Lotes bis an den Meeresspiegel vermeiden. Auch kann das Relais q. derart konstruiert sein, daß die Bewegung der Stange i2 auf ein Viertel des Umfangs .der Siche.ibe einer Zurückziehung des Lotes z. B. um io m in der Höhe .entspricht. Senkt sich nun das Lot wieder nach unten an rlen Meeresboden, um sich ,dann wieder um i o m zu erheben usw., so entsprechen dieser Bewegung die Angaben der Nadel, der Anzeigevorrichtung 5, nur muß in diesem Falle eine zweite konzentrisch verstellbare Skala auf der Scheibe angeordnet sein, .die dieser Bewegung Rechnung trägt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: -i. Selbsttätiges elektrisches Schiffslot, dadurch gekennzeichnet, daß im Lotkörper (37) elektrische Kontaktvorrichtun-CY-en angeordnet sind, mittels deren die Auf- und Abwärtsbewegung des Lotes geregelt wird und mittels eines umkehr(baren elektrischen Anzeigers ein ständiges Anzeigen der Lotungen und damit der jeweiligen Tiefe während der ganzen Dauer der Fahrt ohne jede menschliche Beihilfe bewirkt wird.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relais (4.) durch die jenseits eines Isolierpunktes (2:1) schwankende Bewegung zweier Stromunterbrecher (i2 und 23), deren jeder an eine besondere elektrische Leitun (c, d) eingeschaltet ist, derart in Tätigkeit gesetzt wird, daß das Lot infolge ständiger Unterbrechung und Wiederherstellung des Stromes auf eine konstante Höhe gehoben und wieder freigelassen twird.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch i, r?a:lurch gekennzeichnet, daß als Anzeige-%,cirriclitung eine elektrische Uhr vorgesehen ist, bei welcher durch von einer besonderen Leitung (d) gespeiste Spulen (25 und 26) ein Sperrad (27) frei gemacht und d=e Rückwärtsbewegung der Anzei@gena.-lel ermöglicht wird. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß' die Stromunterbrecher des Lotes aus leicht kippbaren, verschlossenen Zylindern (d.5, 50) bestehen, in welchen eine frei bewegliche Kontaktkugel (52) derart angeordnet ist, daß schon die leiseste Erschütterung ein völliges Kippen der Zylinder den Stromschluß und damit das I-Iochgehen des Lotes herbeiführt.
DE1918343744D 1918-09-22 1918-09-22 Selbsttaetiges elektrisches Schiffslot Expired DE343744C (de)

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DE (1) DE343744C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3074274A (en) * 1959-05-21 1963-01-22 Vapor Recovery Systems Co Tank gauging system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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