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Selbsttätiges elektrisches Schiffslot. Es sind .bereits selbsttätige
elektrische Lote bekannt, bei welchen die unmittelbare Ermittlung der jeweiligen
Meerestiefe .durch eine Ablesevorrichtung erfolgt, welche in einen elektrischen
Strom eingeschaltet ist, der beim jeweiligen Aufstoßen des Lotes auf den Meeresboden
geschlossen wird.
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Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Einrichtung in -der Weise
auszugestalten, daß die Ablesevorrichtung ganz unabhängig von der Anordnung der
Auf wicklun:gstrommel und des Motors unter :den Augen des Beobachters, also auf
dem Kommandostand, angebracht «-erden kann, ohne daß zwischen Trommel und Ablesevorrichtung
irgendeine mechanische Übertragung benötigt wird, was dadurch erreicht wird, daßhier
die Übertragung auf rein elektrischem Wege erfolgt.
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Auch ist durch die vorliegende Einrichtung die Möglichkeit gegeben,
bei großen Tiefei nur in beliebigen Abständen, etwa von io oder 2o m, das Lot zu
heben, um so die unnötigen Arbeitsverlauste, die durch das gänzliche Hochwinden
und wieder Tieflegen des Lotes entstehen, zu vermeiden.
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Auch einen weiteren Vorteil bietet die Erfindung. Es ist eine der
schwersten Aufgaben, die stromschließenden Teile, welche am Lot selbst angebracht
sind, insbesondere für große Tiefen vollständig wasserdicht zu machen. Diese Schwierigkeit
wird durch :die gewählte Ausführungsform eines kippbaren verschlossenen Zylinders
mit einer Kontaktkugel oder Flüssigkeit in einer praktisch befriedigenden Weise
behoben.
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In -der Zeichnung ist eine schematische Darstel'.ung der Einrichtung
gegeben, und zwar in Rückansicht auf die Anzeigevorrichtung.
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Die Trommel i steht mit dem Motor 2 durch Zahnräder in Verbindung,
den eine elektrische Stromquelle 3 ebenso wie überhaupt die ganze Einrichtung speist.
Dieser Teil der Einrichtung, nämlich Trommel und Motor, kann an einer beliebigen
Stelle des Schiffes untergebracht werden, während das elektrische Relais ¢ mit der
elektrischen Anzeigevorrichtung 5 an der Kommandostelle vorgesehen ist.
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Auf die Achse der Trommel i ist ein Ring mit Unterbrechungssegmenten
6 aufgezogen, über -welchen zwei Kontaktbürsten 7 und 8 streichen, in welche die
Leitungen-den b münden. Die Leitung b verläuft durch den Elektromagneten 9 und die
Stromquelle 3.
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Die Leitung a, deren innere Enden auf :den Kontaktbürsten io und ii
münden, steht mit ,dem einen der Außenenden mit der Achse des Relais d. in Verbindung,
eine um :diese Achse bewegliche Stange 12 ist entlang der vorderen Fläche einer
-Metallscheibe 13 verstellbar. Auf dieser Scheibe 13 endigt bei 14 das zweite äußere
Ende der Leitung a, welche zu einem Elektromagneten 15, zur Stromquelle 3 und zum
Motor :2 führt und in einer inneren Bürste i i der Trommel i :endigt.
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Ein um :die Achse 17 drehbarer Anker 16 wird durch eine Feder 18 nach
unten gehalten und ist gegenüber dem Magneten 15 angeordnet. Der Ankergelangt, wenn
die Spule des Magneten erregt ist, in Berührung mit einem Unterbrecher, welcher
auf der Zeichnung
durch die Spitzen i9 angedeutet ist. Der Anker
wird nach unten zurückgezogen und stützt sich auf den Unterbrecher 2o, sobald der
Elektromagnet 15 stromlos ist. Die Leitung c, deren innere Enden mit dem
Unterbrecher 2o in Verbindung stehen, verläuft durch die Magnete 21 und 22 nach
oben zu einem Punkt der Achse des Relais 4.. Dieser Punkt ist isoliert von demjenigen,
in den die Leitung a auf derselben Achse mündet.
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Auf der Rückseite der Metallscheibe 13'
ist eine Metallstange
23 beweglich angeordnet. Die Scheibe 13' ist von der Scheibe 13 elektrisch isoliert.
Oberhalb der beiden Scheiben 13 und 13' ist ein isoliertes Segment
24 vorgesehen. Die Leitung d verläuft durch die Elektromagnete 25 und 26, die elektrische
Stromquelle 3 und den Motor 2. Außerdem ist .eine Zwischenleitung a-d angeordnet,
welche aus den Leitungen a und d abgeleitet ist und in den Unterbrecher i9 mündet.
Das Relais 4 ist mit einem Sperrad 27 versehen, in welches eine Klinke 28 eingreift,
die bei 29 und 30 gelenkig ist und gegen das Sperrad mittels einer kleinen Feder
gedrückt wird. Außerdem drückt gegen den unteren Teil des Sperrades eine Sperrklinke
31. Die Ari.zeigevorrichtung 5 ist ebenfalls in der Mitte mit einem Sperrad, wie
oben geschildert, ausgestattet sowie mit einer Klinke 32 und einer Sperrklinke 33.
Jede dieser Klinken wirkt als Anker mit Bezug auf die Magnete 9, 2i, 22, 25 und
26. Sowohl die Achsen des Relais -wie diejenigen der Anz-eigevorrichtung tragen
-kleine Räder reit Gegengewichten 34 und 35, die dazu bestimmt sind, die beweglichen
Stangen i2 und 23 ebenso wie die Nadel 36 in die Ausgangsstellung zurückzubringen
und damit die Umkehrbarkeit der ganzen Einrichtung zu sichern.
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Das Lot (Abh.2) besteht aus einer Metallscheibe 37 von zw .eckentsprechendem
Gewioht. In der Mitte der Scheibe ist eine zylindrische Offnung 38 angebracht. Ein
konzentrischer Zylinder 39 wird in -der Aussparung 38 durch Federn 40 .gehalten
und trägt eine oder mehrere Stangen 4i, die mit Bezug auf einen Kontaktring 42 diametral
angeordnet sind. Die Führungsstangen 43, welche abwechselnd zu beiden Seiten der
Scheibe 37 und an deren Umfläche liegen, haben. den Zweck, jede seitliche Bewegung
des Ringes 42 zu vereiteln. Die Stange 41 hat in der Mitte eine Stange 44, deren
Enden mit den Zylindern 45 und 46 mittels eines dünnen Zugfadens 47 in Verbindung
steht. Der Faden rollt sich auf zwei kleine Räder 48 auf, die auf den Achsen der
Zylinder 45 und 46 montiert sind. An den Achsen befinden sich kleine Spiralfedern
49 (Abb.4), zum Zweck, die Zylinder in die senkrechte Ausgangsstellung zurückzubringen,
sobald der Zug der Fäden 47 nachläßt.
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Im Innern des Hauptzylinders 45 ist ein zweiter Metallzylinder
50 konzentrisch angebracht. Die Zylinder sind elektrisch isoliert, etwa durch
einen isolierten Überzug 51. Im Innern des Zylinders 5o befindet sich eine frei
bewegliche Metallkugel (oder Flüssigkeit) 52. Die Leitung 53 ist im Kontakt rnit
dem inneren Zylinder 50.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende: Angenommen, das
Lot vollführe seine Abwärt.sbewegung. In diesem Augenblick ,hat eie ganze Einrichtung
die in Abb. i dargestellte Stellung, d.,h. Anker 16 ist in :Berührung mit dem Unterbrecher
2o, so daß der Strom, c geschlossen ist. Die Elektromagnete 21 und 22 sind ,daher
erregt und die Klinkenanker 28 und 31 nach hinten gezogen; die Stangen r2 und 23
befinden sich in .der Ausgangsstellung unter der Wirkung der Gewichte 34. Die Leitung
d ist stromlos, die Spulen 25 und 26 sind ebenfalls stromlos, und die Klinkenanker
32 und 33 greifen in (las entsprechende Sperrad ein.
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Während des Abwärtsgleitens des Lotes wird auf die Trommel l eine
Drehbewegung ausgeübt, wobei der Strom .durch den SegMentring 6 abwechselnd ein-
und ausgeschaltet wird. Infolgedessen ist die Spule 9 abwechselnd erregt und stromlos,
und die ihr gegenüber .angeordneten Anker 29 und 32 werden ebenfalls abwechselnd
angezogen und freigelassen. Daher bewegt sich die Nadel 36 entsprechend jeder Erregung
vor der Skala der Anzeigevorrichtung.5 vorbei. Sobald das Lot am Meeresboden .angelangt
ist, .bewirkt der auf die Scheibe 42 ausgeübte Stoß eine Bewegung der Stange 41
und somit auch der Stange 44 (Aibb. 2). Die Schnur 47 wickelt sich im Sinne des
Zuges ab, bewirkt ein Kippen des einen oder anderen Zylinders q:5 oder 46, und.
zwar im Sinne des Pfeiles 53 (Abb.3), -die Kugel (oder Flüssigkeit) 52 gelangt daher
mit dem oberen Teil -des Zylinder s 45 in Berührung, woraus sich Schluß des elektrischen
Stromes ergibt. Der Motor 2 wird in Bewegung gesetzt, erteilt der Trommel eine entgegengesetzte
Bewegung, während die Speile 15 erregt wird, zieht den Anker 16 gegen den Unterbrecher
i9, wodurch der Strom in der Leitung c unterbrochen und in den Leitungen a und d
wieder--hergestellt wird. Die Klinken 32 und 33 werden nach hinten gezogen, .das
entsprechende Sperrad wird frei, und die Nadel 36 kehrt in die Ausgangsstellung
unter der Wirkung des Gegengewichtes zurück. Die Leitung c und dadurch die Magnete
21 und 22 sind stromlos,
und die Klinken 28 und 3.i stehen in Eingriff
mit dem Sperrad 27. Der Elektroinagnet 9 setzt seine Erregungsstöße, veranlaßt durch
die Bewegung der Trommel, fort, und das Sperrad 27 und dadurch die Stangen 12 und
23 bewegen sieh von links nach rechts längs den ringförmigen Scheiben 13
und i3'. Sobald aber die Stange i2 die höchste Stelle ihrer Bewegung erreicht hat,
unterbririlit das isolierte Segment 24. den Strom in der Leitung a. Die Spule 1
5 wird stromlos, der Anker 16 fällt nach unten, der Motor 2 .ist stromlos, und die
Leitung c erhält wieder Strom. Die Klinkenanker 28 und 31 werden nach hinten .gezogen,
infolgedessen wird (las Sperrad 27 frei, unter der Einwirkung der Gegengewichte
34 bewegen sich die Stangen 12 und 23 in ihre Ursprungslage. In diesem Augenblick
gelangt die Stange 23 von nettem in Berührung mit dem isolierten Segment 2d.. Die
Folge ist Unterbrechung des Stromes in der Leitung c, Stromlosigkeit der Magnete
2i und 23 und erneuter Eingriff der Klinkenanker 28 und 31 mit dem Sperrad
27. Nun beginnt das Lot von neuem seine Ab-
wärtsbewegung usf. Die Schwankungen
der Nadel 36 entlang der Skala zeigen in jedem Augenblick die jeweilige Meerestiefe
an.
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Man kann daher, wie man sieht, bei großen Tiefen das Hochziehen des
Lotes bis an den Meeresspiegel vermeiden. Auch kann das Relais q. derart konstruiert
sein, daß die Bewegung der Stange i2 auf ein Viertel des Umfangs .der Siche.ibe
einer Zurückziehung des Lotes z. B. um io m in der Höhe .entspricht. Senkt sich
nun das Lot wieder nach unten an rlen Meeresboden, um sich ,dann wieder um i o m
zu erheben usw., so entsprechen dieser Bewegung die Angaben der Nadel, der Anzeigevorrichtung
5, nur muß in diesem Falle eine zweite konzentrisch verstellbare Skala auf der Scheibe
angeordnet sein, .die dieser Bewegung Rechnung trägt.