DE3439972C2 - - Google Patents
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elastischer
bzw. flexibler Faltenbalg zum Schutz eines Gleichlaufge
lenks für ein Kraftfahrzeugrad, der abdichtend an eine
Glocke und an eine Welle des Gelenks anschließbar ist.
Bekanntlich werden elastische Faltenbälge hauptsächlich
dazu verwendet, Gelenkmechanismen gegen Außeneinflüsse zu
schützen und das Schmiermittel in diesen Mechanismen zu
rückzuhalten.
Gleichlaufgelenke für Kraftfahrzeuge müssem mit solchen
Faltenbälgen ausgerüstet werden, die den Schwachpunkt
dieser Gelenke darstellen, da bei einer Beschädigung des
Faltenbalgs das Schmiermittel entweicht und der Gelenk
mechanismus sehr bald durch Fressen zerstört wird.
Die bekannten Faltenbälge sind darüber hinaus aus den
folgenden Gründen sehr empfindlich:
Ihre Wandoberfläche, die Stößen und verschiedenen aggres siven Einflüssen von Außenfaktoren ausgesetzt sind, ist aufgrund ihrer großen axialen Ausdehnung beträchtlich.
Ihre Wandoberfläche, die Stößen und verschiedenen aggres siven Einflüssen von Außenfaktoren ausgesetzt sind, ist aufgrund ihrer großen axialen Ausdehnung beträchtlich.
Das Profil dieser Faltenbälge ist kompliziert, da es aus
mehreren axial aufeinanderfolgenden Falten besteht, so daß
genaue Produktionswerkzeuge erforderlich sind und das
Formen schwierig ist, wenn man eine überall gleichmäßige
und mechanisch hochwertige Wand erhalten will.
Wenn die Gleichlaufgelenke von gelenkten Rädern unter
Beugungswinkel laufen, berühren sich die Falten gegensei
tig und nutzen sich durch Abrieb rasch ab. Unter großem
Beugungswinkel (45°) werden sie sogar in den gedrückten
Zonen zwischen mechanischen Teilen eingeklemmt, oder sie
werden an bestimmten Stellen instabil und bauchen sich in
den gespannten Zonen aus. Die Falten werden somit sehr
schnell durch die Berührung mit den benachbarten kantigen
Innen- und Außenteilen beschädigt.
Bei hoher Drehzahl neigen die bekannten Faltenbälge auch
zu einer dynamischen Instabilität, so daß von der Verwen
dung sehr flexibler Elastomere Abstand genommen werden
muß, obwohl diese ein besseres Ermüdungsverhalten aufwei
sen würden.
Schließlich verhindert ihre große axiale Ausdehnung die
Herstellung kurzer Verbindungen zwischen Welle und Gelenk.
Aus der GB 7 87 767 ist ein Faltenbalg für ein Gleichlauf
gelenk bekannt, der aus zwei ineinandergestülpten Kugelab
schnitten besteht, die zuvor unterschiedliche Krümmungs
mittelpunkte haben. Nach der Montage liegen diese
Krümmungsmittelpunkte zudem mit axialem Abstand vom Ge
lenkmittelpunkt entfernt. Hieraus ergibt sich bei gebeugt
umlaufendem Gleichlaufgelenk im Bereich der die beiden
Kugelabschnitte verbindenden umlaufenden Falte eine heftige
Walkarbeit, unter Auftreten von Scherkräften im Balgmate
rial, die zu sofortiger Zerstörung des Faltenbalgs führen
muß.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung
eines Faltenbalgs, der bei ähnlich einfacher Herstellbar
keit eine gute Haltbarkeit im Betrieb aufgrund günstiger
Belastungsverhältnisse sicherstellt.
Erfindungsgemäß ist ein solcher Faltenbalg, der nach der
Montage auf dem Gelenk einen aktiven Teil aus zwei nahezu
koaxialen Kugelsegmenten aufweist, von denen das eine
außenseitig des anderen angeordnet ist und die durch eine
längs des aktiven Teils bewegliche Falte so verbunden
sind, daß sie zusammen mit dieser nahezu U-förmig ausge
bildet sind, wobei sich der aktive Teil durch Verlängerung
der Segmente auf der einen Seite und Verkürzung auf der
gegenüberliegenden Seite ausbreiten kann, wenn das Gelenk
um einen gegebenen Winkel gebeugt wird, und bei dem die
beiden Kugelsegmente vor der Montage als ein einziges
Kugelsegment geformt sind, das zwei aneinander angrenzende
Bereiche umfaßt, von denen einer bei der Montage des
Faltenbalgs auf das Gelenk zum Inneren des Faltenbalgs so
umgelegt wird, daß zwei über die durch Umfaltung entstan
dene U-förmige Falte miteinander verbundene Kugelsegmente
entstehen, deren natürlicher Mittelpunkt A etwa mit dem
Gelenkmittelpunkt O übereinstimmen. Hierdurch stellen sich
in der Falte bei gebeugt umlaufendem Gelenk reine Biegebe
lastungen des Materials ein.
Da der Raum zwischen den aktiven Außen- und Innensegmenten
sowie der gesamten Innenraum des Faltenbalgs mit Schmier
mittel gefüllt ist, wird verständlicherweise jeder Abrieb
zwischen den Innenflächen der besagten Segmente unterbun
den, wenn das Gelenk unter Beugungswinkel arbeitet, so daß
hierdurch praktisch jede Abnutzung des Faltenbalgs vermie
den wird.
Darüber hinaus besitzt der Faltenbalg nicht mehr jene
hintereinander angeordneten Falten, wodurch eine weitere
Ursache von Verschleißerscheinungen ausgeschlossen wird,
wenn das Gelenk unter großem Beugungswinkel arbeitet.
Eine Besonderheit der Erfindung zufolge ist das innere
Kugelsegment über eine Falte mit einem Anschlußteil
verbunden, der auf eine an sich bekannte Weise an der
Glocke befestigt ist.
Somit besitzt der Faltenbalg insgesamt nur noch zwei Fal
ten, so daß er einen einfachen Aufbau aufweist und seine
Herstellung dadurch erleichtert wird, daß der Formvorgang
und die notwendige Werkzeugausrüstung vereinfacht wird.
Bei einer Ausführungsform des Faltenbalgs, die für ein
Gleichlauf-Verschiebegelenk bestimmt ist, sieht die Erfin
dung vor, daß die Stärke des Faltenbalgs von dem äußeren
aktiven Segment zur Welle des Gelenks zunimmt und dabei
einen Kreissegmentabschnitt entstehen läßt, deren Ende
durch eine ringförmige Öffnung von der Welle getrennt ist
und die axial durch eine Falte mit einem Abschlußbund
verlängert ist, der in bekannter Weise an der Welle be
festigt ist, um den Faltenbalg mit dieser kraftschlüssig
zu verbinden, wobei der Faltenbalg mit Schmiermittel ge
füllt ist, das während der axialen Verschiebungen der
Welle aus dem Innenraum der Falte in den Raum innerhalb
des Kreissegmentabschnitts fließen kann und umgekehrt.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist der
Faltenbalg einen aktiven Teil aus einem inneren Kugelseg
ment auf, dessen Stärke von der Glocke zur Welle zunimmt
und dessen an der Welle liegendes Ende mit einem an der
Welle abdichtend befestigten Bund versehen ist, während
das an der Glocke liegende Ende durch eine Falte bis zum
äußeren aktiven Kugelsegment verlängert ist, an das sich
ein ringförmiger, abdichtend an der Glocke befestigter
Endabschnitt anschließt, wobei der natürliche Biegemittel
punkt dieses Faltenbalgs zwischen dem Befestigungsbund an
der Welle und dem Krümmungsmittelpunkt des inneren Kugel
segments des Balgs liegt.
Bei den verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung ist
der Aufbau des Faltenbalgs gegenüber konventionellen Fal
tenbälgen erheblich vereinfacht und sind die Abriebur
sachen praktisch beseitigt. Darüber hinaus sind durch die
geringe axiale Ausdehnung kurze Verbindungen zwischen
Welle und Gelenk möglich.
Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung gehen
aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, die sich auf
die beigefügten Zeichnungen als nicht einschränkende Bei
spiele mehrerer Ausführungsformen bezieht.
Fig. 1 zeigt eine teilweise als Axialschnitt, teilweise
als Aufriß dargestellte Ansicht eines Gleichlaufge
lenks für ein Kraftfahrzeugrad mit einem Falten
balg nach einer ersten Ausführungsform der Erfin
dung;
Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, auf der
die Ausbildung des Faltenbalgs bei unter hohem
Beugungswinkel stehendem Gelenk zu sehen ist;
Fig. 3 zeigt eine teilweise als Axialschnitt, teilweise
als Aufriß dargestellte Ansicht einer zweiten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Faltenbalgs;
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Teilansicht wie Fig. 3, die
eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Faltenbalgs darstellt;
Fig. 5 zeigt einen Axialschnitt eines Gleichlaufgelenks
und der dazugehörigen Radnabe, die mit einer vier
ten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Falten
balgs ausgerüstet sind.
Fig. 6 zeigt einen Teilschnitt des Faltenbalgs von Fig. 5
vor der Montage auf das entsprechende Gelenk;
Fig. 7 zeigt eine Längsansicht, teilweise im Schnitt,
eines Gleichlauf-Verschiebegelenks, das mit einem
Faltenbalg nach einer fünften Ausführungsform
ausgerüstet ist;
Fig. 8 und 9 zeigen axiale Teilansichten zweier Ausfüh
rungsvarianten von Fig. 7;
Fig. 10 zeigt eine axiale Teilansicht eines Gleichlaufge
lenks, das mit einem Faltenbalg nach einer
sechsten Ausführungsform aufgerüstet ist;
Fig. 11 zeigt eine teilweise als Querschnitt, teilweise
als Axialaufriß dargestellte Ansicht eines Ge
lenks, das mit einem Faltenbalg nach einer sieben
ten Ausführungsform ausgerüstet ist, wobei sich
das Gelenk im gestreckten Zustand befindet;
Fig. 12 zeigt eine ähnliche Ansicht wie Fig. 11, wobei das
Gelenk unter Beugung dargestellt ist.
In Fig. 1 und 2 erkennt man einen Teil eines Gleichlaufge
lenks zum Antrieb eines (nicht dargestellten) gelenkten
Rades eines Kraftfahrzeugs mit einer Welle 1 und einer
Glocke 2, wobei das Gelenk im gestreckten Zustand darge
stellt ist. Dieses Gelenk ist mit einem elastischen bzw.
flexiblen Faltenbalg 70 ausgerüstet, der nach Befestigung
an dem Gelenk einen aktiven Teil aus zwei nahezu kugelför
mig ausgebildeten, zur Welle 1 koaxialen Kugelsegmenten 3,
4 - einem Außensegment 3 und einem Innensegment 4 - auf
weist, die über eine im Schnitt halbkreisförmig gekrümmte
Falte 5 so miteinander verbunden sind, daß sie zusammen
mit dieser nahezu U-förmig ausgebildet sind.
Das innere Kugelsegment 4 ist über eine Falte 9 mit einem
Anschlußteil 6 verbunden, das in an sich bekannter Weise
durch Innenwülste 7, die in entsprechende Nuten der Glocke
2 eingesetzt sind, sowie durch ein äußeres Spannband 8,
das auf das Anschlußteil 6 zu dessen Aufspannung auf den
Glockenumfang eingesetzt ist, abdichtend an der Glocke 2
befestigt ist.
Das äußere aktive Kugelsegment 3 ist durch einen Kugelseg
mentabschnitt 10 verlängert, der den Faltenbalg 70 durch
Anschluß an die Welle 1 abschließt. Die Abdichtung und die
Befestigung des Faltenbalgs 70 erfolgen in diesem Beispiel
durch Einpassung einer Endfalte 11 des Faltenbalgs in eine
zugeordnete Nut 12 der Welle 1 und durch eine kugelige
Schutzkappe 13 aus Metall oder aus irgendeinem geeigneten
Kunststoff, die so auf das Segment aufgesetzt ist, daß sie
die Falte 11 in der Nut 12 einspannt. Die Schutzkappe 13
hält somit den Faltenbalg auf der Welle 1 fest und gewähr
leistet gleichzeitig deren Schutz.
In der Ausführungsform von Fig. 3 weist die kugelige
Schutzkappe 14 einen Bund 15 auf, der auf einem ringförmi
gen Bundabschnitt 16 des Faltenbalgs so aufgezogen ist,
daß zwei keilringförmige Wülste 17, die innen an dem Bund
abschnitt 16 vorstehen, in zugeordnete Nuten 18 der Welle
1 eingeklemmt sind. Die Kappe 14 wird durch einen um die
Welle 1 greifenden Sicherungsring 19 axial gesichert.
Die Schutzkappe 13, 14 kann auch wegfallen. In diesem Fall
(Fig. 4) nimmt die Stärke des Faltenbalgs von seinem äuße
ren aktiven Segment 54 zu dem durch einen Bundabschnitt 56
zur Abdichtung und Befestigung auf der Welle 60 verlänger
ten Kugelsegmentabschnitt 55 allmählich zu, wobei diese
Zunahme der Materialstärke des Faltenbalgs das dünnere
äußere aktive Kugelsegment 54 in geeigneter Weise stabili
sieren kann. Der Bundabschnitt 56 besitzt zwei trapezring
förmige Wülste 58 und wird in Nuten 59 auf der Welle 60
durch ein Spannband 57 festgehalten. Der Faltenbalg be
sitzt somit eine statische Zone 64 mit zur Welle 60 zu
nehmender Stärke, die gegebenenfalls mit Rillen 62 oder
Noppen versehen sein kann, um die Weiterbildung von Rißan
sätzen zu unterbinden, die durch Steinschläge, z. B. durch
Kieselsteine hervorgerufen werden könnten.
Steht das Gelenk unter einem Beugungswinkel δ (Fig. 2),
so ist die Welle 1 um den auf der Achse X-X liegenden
Gelenkmittelpunkt O geschwenkt und das äußere aktive Ku
gelsegment 3 hat sich um seinen natürlichen Biege- oder
Schwenkmittelpunkt A gedreht, der etwa mit dem Punkt O
übereinstimmt. Die bewegliche Falte 5 verlagert sich im
oberen Teil von Fig. 2 dementsprechend bis zu der mit 5.1
gekennzeichneten Position, so daß die Länge der aktiven
Teile 3.1 bzw. 4.1 beträchtlich zugenommen hat, während
die Falte im unteren Teil in die Position 5.2 gelangt ist,
wo demgegenüber die aktiven Segmente praktisch verschwun
den sind, nachdem sich die Wölbung der Falte 5 um einen
Winkel δ/2 gedreht hat.
Man sieht, daß sich das innere Kugelsegment 4 um einen
Bogen δ/2 um das Anschlußteil 6 entfaltet hat, während
sich der untere Teil des äußeren Kugelsegments 3 um einen
Winkel δ/2 verkürzt hat, so daß dessen aktiver Teil 3.1
praktisch verschwunden ist. Dementsprechend deckt die
Schutzkappe 13 das äußere aktive Kugelsegment 3 vollstän
dig ab.
Der zwischen den aktiven Kugelsegmenten 3 und 4 des Fal
tenbalgs 70 liegende Raum 20 (wie auch der restliche
Innenraum des Faltenbalgs) ist mit Schmiermittel gefüllt,
das jeglichen Abrieb zwischen den Innenflächen der aktiven
Kugelsegmente 3, 4 verhindert, wenn das Gelenk unter Beu
gungswinkel arbeitet, was einen wesentlichen Vorteil des
erfindungsgemäßen Faltenbalgs darstellt.
Die Erfindung bietet darüber hinaus noch folgende Vorteile:
Die Wandoberfläche des Faltenbalgs 70, die den verschie densten Stößen und sonstigen aggressiven Einflüssen von Außenfaktoren ausgesetzt ist, ist durch ihre geringe axia le Ausdehnung und durch die vorhandene Schutzkappe 13, 14 wesentlich verringert.
Die Wandoberfläche des Faltenbalgs 70, die den verschie densten Stößen und sonstigen aggressiven Einflüssen von Außenfaktoren ausgesetzt ist, ist durch ihre geringe axia le Ausdehnung und durch die vorhandene Schutzkappe 13, 14 wesentlich verringert.
Das Profil des Faltenbalgs 70 ist gegenüber herkömmlichen
Faltenbälgen erheblich einfacher, wodurch die Herstellung
erleichtert wird und eine überall gleichmäßige und hoch
wertige Wand erhalten werden kann.
Der Faltenbalg besitzt keine Falten mehr, die gleitend
miteinander in Berührung kommen und sich dadurch ver
schleißen oder in den zusammengedrückten Zonen zwischen
den mechanischen Teilen eingeklemmt werden könnten. Somit
werden fast alle Ursachen einer möglichen Beschädigung des
Faltenbalgs beseitigt.
Es ist möglich, den erfindungsgemäßen Faltenbalg aus
flexiblen Elastomeren herzustellen, die sich durch ein
besseres Ermüdungsverhalten auszeichnen.
Die geringe axiale Ausdehnung des Faltenbalgs ermöglicht
außerdem kurze Verbindungen zwischen Welle und Antriebsge
lenk.
In der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform
ist ein Faltenbalg 21 zwischen einer Glocke 22 eines
Gleichlaufgelenks und einer Radnabe 23 eingebaut und weist
nur eine kleine sichtbare ringförmige Fläche auf, die als
kreisförmige Falte 24 ausgebildet ist. Wie bei den voraus
gegangenen Ausführungsformen weist der Faltenbalg 21 zwei
aktive Kugelsegmente 32a, 32b auf, die durch die Falte 24
miteinander verbunden sind. Die Stärke des Faltenbalgs
nimmt von dem äußeren Kugelsegment 32a bis zur Welle 26
des Gelenks zu, so daß um das Gelenk ein statischer Teil
mit einem Abschnitt 30 gebildet wird, der die Welle 26
abdichtend umschließt. Die Befestigung des Faltenbalgs 21
auf der Glocke 22 kann durch Wülste und ein Spannband 25
in ähnlicher Weise wie bei der Ausführungsform von Fig. 1
und 2 erfolgen. Die Welle 26 wird an der Nabe 23 durch
Keilnuten 27 und eine Mutter 28 befestigt. Der Gelenk
mittelpunkt O ist eingezeichnet.
Durch die von dem äußeren aktiven Kugelsegment 32a zu dem
Abschnitt 30 zunehmende Dicke des Faltenbalgs wird der
statische Teil zwischen der Welle 26 und dem Kugelsegment
32a sicher festgehalten. Darüber hinaus ist der Innenraum
des Faltenbalgs 21 und insbesondere der Raum 31 zwischen
den Segmenten 32a und 32b mit Schmiermittel gefüllt, das
ein verschleißloses Gleiten zwischen den Innenflächen der
Kugelsegmente 32a, 32b sicherstellt.
Fig. 6 zeigt den Faltenbalg 21 nach dem Formen und vor der
Montage auf dem Gleichlaufgelenk. Die aktiven Kugelsegmen
te 32a, 32b befinden sich hier in gegenseitiger Verlänge
rung (34 und 35) vor dem Einbau zwischen dem Gleichlaufge
lenk und der Nabe 23 und sind nahezu auf einen gemeinsamen
Krümmungsmittelpunkt Z zentriert, wobei die Wölbung der
Falte 24 verschwunden ist.
Die beiden Kugelsegmente 32a, 32b, die sich in ihrer ge
genseitigen Verlängerung (34 und 35) befinden, werden als
ein einziges Kugelsegment 32 geformt, von dem ein Teil bei
der Montage des Faltenbalgs auf das Gelenk zum Inneren des
Faltenbalgs 21 umgefaltet wird, so daß die zwei Kugel
segmente 32a, 32b entstehen, die über die durch diese
Umfaltung entstandene U-förmige Falte 24 miteinander ver
bunden sind.
Selbstverständlich gilt diese Art der Herstellung und
Montage des Faltenbalgs auch für die übrigen Ausführungs
formen des erfindungsgemäßen Faltenbalgs, und insbesondere
für die Ausführungsform von Fig. 1 und 2.
Die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform des Falten
balgs ist auf ein Gleichlauf-Verschiebegelenk zuge
schnitten. Dieser Faltenbalg besitzt wie vorher aktive
Sektoren bzw. Kugelsegmente 37, 38 mit einer Verbindungs
falte 39, wobei das Innensegment 38 durch eine Manschette
40 verlängert ist, die mit Abdichtungswülsten 41 und einem
Spannband 42 zur Befestigung auf der Glocke 2 des Gelenks
versehen ist. Die Stärke des Faltenbalgs nimmt von dem
Außensegment 37 zur Welle 45 des Gelenks zu und bildet
dabei einen Kugelsegmentabschnitt 43, dessen Ende durch
eine ringförmige Öffnung 44 von der Welle 45 getrennt ist
und der axial durch eine Falte 48 mit einem Abschlußbund
65 verlängert ist, der in an sich bekannter Weise auf der
Welle 45 befestigt ist, um den Faltenbalg mit dieser
kraftschlüssig zu verbinden.
Der Faltenbalg ist mit Schmiermittel gefüllt, das während
der axialen Verschiebungen der Welle 45 aus dem Innenraum
47 der Falte 48 in den Raum 66 innerhalb des Kugelsegment
abschnitts 43 fließen kann und umgekehrt. Die Falte 48 und
die Öffnung 44 für den Durchtritt des Schmiermittels er
möglichen dem Faltenbalg eine axiale Bewegungsfreiheit,
ohne daß ein interner Über- oder Unterdruck entsteht
(siehe FR-PS 14 82 069).
Bei der Variante von Fig. 8 ist ein Kugelsegmentabschnitt
67 mit zur Welle 45 zunehmender Dicke durch eine abgewin
kelte Manschette 49 verlängert, die zur Innenseite des
Gelenks umgefaltet ist und deren Bundabschnitt 49a in
bekannter Weise z. B. durch Ringwülste 72 und ein Spannband
73 auf der Welle 45 befestigt ist. Die Manschette 49 wird
in gestreckt ausgebildeter Lage 51, wie durch die ge
strichelte Linie dargestellt, geformt.
Eine Manschette 68 kann auch außerhalb der Hauptkammer des
Faltenbalgs angeordnet sein und eine Position (Fig. 9)
einnehmen, bei der der Bundabschnitt 68a auf die gleiche
Art und Weise wie bei der Variante von Fig. 7 an der Welle
befestigt ist, wobei der Innenraum der umgefalteten Man
schette 68 über eine zur Welle 45 koaxiale, ringförmige
Öffnung 46 mit der Hauptkammer des Faltenbalgs in Verbin
dung steht, wie dies auch bei der Ausführungsform der Fig.
7 der Fall ist, um den freien Durchgang des Schmiermittels
zu gewährleisten.
Bei den beiden Varianten von Fig. 8 und 9 wird die rela
tive Gleitbewegung der Faltenbalgwände stets durch das
Schmiermittel des Gelenks reichlich geschmiert, so daß
keinerlei Abnutzung möglich ist, während außerdem die
absolute Dichtigkeit sichergestellt wird.
Bei der Ausführungsform der Fig. 10 weist der Faltenbalg
75 ein inneres aktives Kugelsegment 76 auf, dessen Stärke
von der Glocke 77 bis zur Welle 78 des Gleichlaufgelenks
zunimmt und dessen an die Welle 78 angrenzendes Ende mit
einem Bundabschnitt 79 versehen ist, der abdichtend an der
Welle befestigt ist, wobei der Bundabschnitt 79 einen
ringförmigen Wulst 81 besitzt, der in eine entsprechende
Nut der Welle 78 eingesetzt ist.
Das an der Glocke 77 liegende Ende des inneren aktiven
Kugelsegments 76 ist durch eine Falte 82 bis zum äußeren
aktiven Kugelsegment 86 verlängert, das mit einem ringför
migen Endabschnitt 83 verbunden ist, der mit einem in
einer entsprechenden Nut der Glocke 77 eingesetzten Wulst
84 versehen ist und an der Glocke 77 mit einem Spannband
85 befestigt ist. Der Faltenbalg 75 hat einen natürlichen
Biegemittelpunkt A, der zwischen dem Bund 79 und seinem
Krümmungsmittelpunkt Z liegt.
Der Faltenbalg 75 wird als Kugelform geformt, und bei der
Montage so verformt, wie in Position 52 durch eine ge
strichelte Linie dargestellt ist, daß er schließlich die
Position einnimmt, bei der sich das Gelenk im gestreckten
Zustand befindet. Unter einem Beugungswinkel δ der Welle
78 um den Gelenkmittelpunkt O nimmt der Faltenbalg die
Position 54 ein.
Diese Ausführungsform des Faltenbalgs weist die gleichen
Vorteile wie die vorher genannten Ausführungsformen auf,
da durch den Wegfall der bei herkömmlichen Faltenbälgen
zahlreichen Falten der Abrieb zwischen den Flächen des
Faltenbalgs beseitigt wird und der Aufbau sowie die Her
stellung erheblich vereinfacht werden.
Die in den Fig. 11 und 12 dargestellte Ausführungsform der
Erfindung zeigt einen Faltenbalg 90, mit dem ein besonde
res Tripode-Verschiebegelenk 91 mit einer auf der Ab
triebswelle 93 eines Differentials und in unmittelbarer
Nähe des Motorgehäuses 94 befestigten umgekehrten Tripode
92 ausgerüstet ist. Die Tripode 92 ist mit Rollen 100
ausgestattet, die auf Bahnen 110 einer Tulpe 95 laufen.
Die Umkehrung der Tripode 92 ist für die Auskopplung von
Schwingungen von Vorteil (siehe FR-PS 24 29 928), beinhal
tet jedoch im allgemeinen den großen Nachteil, daß
zwischen dem Ende der Tulpe 95 und der angrenzenden Fläche
des Gehäuses 94 ein Mindestabstand von etwa 50 mm erfor
derlich ist. Dadurch kann an dieser Stelle ein Faltenbalg
bekannter Ausführung eingesetzt werden, der ausreichend
flexibel ist, um die Drehbewegung unter Beugungswinkel
sowie Kompressions- und Streckbewegungen des Gelenks aus
zuhalten. Darüber hinaus weisen diese Faltenbälge be
kannter Ausführung eine große Oberfläche auf, die der
Abstrahlung des Motoraggregats ausgesetzt ist.
Bei dieser Ausführungsform sieht die Erfindung vor, daß
der aktive Teil 96 des Faltenbalgs, der aus zwei Kugelseg
menten 96a und 96b besteht, durch einen zylindrischen
Schaft 97 verlängert ist, der die Tulpe 95 abdichtend
umschließt und an einer mit der Tulpe 95 fest verbundenen
rohrförmigen Welle 98 befestigt ist. Der zylindrische
Schaft 97 ist frei gleitend auf der Außenfläche 99 der
Tulpe 95 montiert und weist eine Stärke auf, die vorzugs
weise über der des aktiven Teils 96 liegt. Er ist durch
Falten 101 verlängert, die die rohrförmige Welle 98 um
schließen und über ein Spannband 102 an der Welle be
festigt sind.
In Ergänzung hierzu ist der Umfang 103 des aktiven Teils
96, der dem zylinderförmigen Schaft 97 gegenüberliegt, an
einer Schale 104 durch Umbördeln von deren Klenmrand 105
um den Umfang des aktiven Teils 96 befestigt. Die Metall
schale 104 ist ihrerseits koaxial auf die Welle 93 aufge
preßt.
Der aktive Teil 96 hat einen Krümmungsradius R und einen
Schwenkmittelpunkt A, der praktisch mit dem Gelenkmittel
punkt O der Tripode 92 auf der Achse Y-Y dieser Tripode
übereinstimmt. Die Falten 101, die den Schaft verlängern,
ermöglichen eine Verschiebung des Gelenks, wobei an der
Wurzel der Tulpe 95 eingearbeitete Bohrungen 106 bei Be
wegungen der Gelenks in Druck- und Zugrichtung einen
freien Durchgang für die Luft und das Schmiermittel
zwischen dem Innenraum 107 des Gelenks und dem ringförmi
gen Raum 108 schaffen, der zwischen dem Schaft 97, der
zylindrischen Fläche 98, der Wurzel der Tulpe 95 und den
Falten 101 liegt.
In Fig. 11 ist in gestrichelter Linienführung die Position
der aktiven Zone 96 dargestellt, wenn diese vor der Mon
tage entfaltet ist.
Nachdem das Gelenk unter einem Beugungswinkel δ steht
(Fig. 12) und die rohrförmige Welle 98 um das Maß d ausge
zogen ist, weist der Faltenbalg 90 auf der einen Seite ein
vergrößertes äußeres Kugelsegment 96c und auf der entge
gengesetzten Seite ein vergrößertes inneres Kugelsegment
96d auf, das ausgedehnter ist als bei dem in Fig. 11 dar
gestellten gestreckten Gelenk. Die Kuppe der Falte 109,
die die Hälften des aktiven Teils 96 miteinander
verbindet, ist um einen Winkel δ/2 geschwenkt und hat sich
nicht gegenüber dem neuen Gelenkmittelpunkt O′ der Tripode
92 verschoben. Dies bedeutet, daß der natürliche Schwenk
mittelpunkt A der aktiven kugelförmigen Wand 96 weiterhin
auf den Gelenkmittelpunkt O′ zentriert ist. Darüber hinaus
hat sich die Ausdehnung des ringförmigen Raums 108 um die
Länge d verkürzt, wobei diese Verkürzung durch das Öffnen
der Falten 101 als Folge der Beugung des Gelenks aufgefan
gen wird.
Bezugszeichenliste:
1 Welle
2 Glocke
3 äußeres (aktives) Kugelsegment (Fig. 1, 2)
3.1 aktiver Teil des äußeren Segments
4 inneres (aktives) Kugelsegment (Fig. 1, 2)
4.1 aktiver Teil des inneren Segments
5 Falte
5.1 oberer Abschnitt der Falte
5.2 unterer Abschnitt der Falte
6 Anschlußteil
7 Innenwülste
8 Schelle
9 Falte
10 Kugelsegmentabschnitt
11 Endfalte
12 Nut
13 Schutzkappe
14 Schutzkappe
15 Bund (14)
16 ringförmiger Bundabschnitt
17 keilringförmiger Wulst
18 Nut
19 Sicherungsring
20 Raum zwischen Segmenten
21 Faltenbalg (Fig. 5, 6)
22 Glocke
23 Radnabe
24 Falte
25 Spannband
26 Welle
27 Keilnuten
28 Mutter
30 Abschnitt
31 Raum zwischen Segmenten
32a äußeres aktives Kugelsegment
32b inneres aktives Kugelsegment
34 Segment in Verlängerung
35 Segment in Verlängerung
37 äußeres aktives Kugelsegment
38 inneres aktives Kugelsegment
39 Verbindungsfalte
40 Manschette
41 Abdichtungswulst
42 Spannband
43 Kugelsegmentabschnitt
44 ringförmige Öffnung
45 Welle
46 Öffnung
47 Innenraum der Falte
48 Falte
49 Manschette
49a Bundabschnitt
51 Manschette in gestreckter Lage
52 Montageposition
53 Beugeposition
54 äußeres aktives Segement
55 Kugelsegementabschnitt
56 Bundabschnitt
57 Spannband
58 trapezringförmige Wülste
59 Nut
60 Welle
62 Rillen
64 statische Zone
65 Abschlußbund
66 Raum innerhalb Totwand
67 Kugelsegmentabschnitt
68 Manschette
68a Bundabschnitt
70 Faltenbalg
72 Ringwulst
73 Spannband
75 Faltenbalg
76 inneres (aktives) Kugelsegment
77 Glocke
78 Welle
79 Bundabschnitt
81 Ringwulst
82 Falte
83 ringförmiger Bundabschnitt
84 Wulst
85 Spannband
86 äußeres (aktives) Kugelsegment
90 Faltenbalg
91 Tripode-Verschiebegelenk
92 Tripode
93 Ausgangswelle
94 Motorgehäuse
95 Tulpe
96 aktiver Teil des Faltenbalgs
96a äußeres aktives Kugelsegment
96b inneres aktives Kugelsegment
96c äußeres aktives Kugelsegment
96d inneres aktives Kugelsegment
97 Schaft
98 Welle
99 Außenfläche
100 Rollen
101 Falten
102 Spannband
103 Umfang
104 Schale
106 Bohrungen
107 Innenraum
108 ringförmiger Raum
109 Falte
110 Bahn
2 Glocke
3 äußeres (aktives) Kugelsegment (Fig. 1, 2)
3.1 aktiver Teil des äußeren Segments
4 inneres (aktives) Kugelsegment (Fig. 1, 2)
4.1 aktiver Teil des inneren Segments
5 Falte
5.1 oberer Abschnitt der Falte
5.2 unterer Abschnitt der Falte
6 Anschlußteil
7 Innenwülste
8 Schelle
9 Falte
10 Kugelsegmentabschnitt
11 Endfalte
12 Nut
13 Schutzkappe
14 Schutzkappe
15 Bund (14)
16 ringförmiger Bundabschnitt
17 keilringförmiger Wulst
18 Nut
19 Sicherungsring
20 Raum zwischen Segmenten
21 Faltenbalg (Fig. 5, 6)
22 Glocke
23 Radnabe
24 Falte
25 Spannband
26 Welle
27 Keilnuten
28 Mutter
30 Abschnitt
31 Raum zwischen Segmenten
32a äußeres aktives Kugelsegment
32b inneres aktives Kugelsegment
34 Segment in Verlängerung
35 Segment in Verlängerung
37 äußeres aktives Kugelsegment
38 inneres aktives Kugelsegment
39 Verbindungsfalte
40 Manschette
41 Abdichtungswulst
42 Spannband
43 Kugelsegmentabschnitt
44 ringförmige Öffnung
45 Welle
46 Öffnung
47 Innenraum der Falte
48 Falte
49 Manschette
49a Bundabschnitt
51 Manschette in gestreckter Lage
52 Montageposition
53 Beugeposition
54 äußeres aktives Segement
55 Kugelsegementabschnitt
56 Bundabschnitt
57 Spannband
58 trapezringförmige Wülste
59 Nut
60 Welle
62 Rillen
64 statische Zone
65 Abschlußbund
66 Raum innerhalb Totwand
67 Kugelsegmentabschnitt
68 Manschette
68a Bundabschnitt
70 Faltenbalg
72 Ringwulst
73 Spannband
75 Faltenbalg
76 inneres (aktives) Kugelsegment
77 Glocke
78 Welle
79 Bundabschnitt
81 Ringwulst
82 Falte
83 ringförmiger Bundabschnitt
84 Wulst
85 Spannband
86 äußeres (aktives) Kugelsegment
90 Faltenbalg
91 Tripode-Verschiebegelenk
92 Tripode
93 Ausgangswelle
94 Motorgehäuse
95 Tulpe
96 aktiver Teil des Faltenbalgs
96a äußeres aktives Kugelsegment
96b inneres aktives Kugelsegment
96c äußeres aktives Kugelsegment
96d inneres aktives Kugelsegment
97 Schaft
98 Welle
99 Außenfläche
100 Rollen
101 Falten
102 Spannband
103 Umfang
104 Schale
106 Bohrungen
107 Innenraum
108 ringförmiger Raum
109 Falte
110 Bahn
O Gelenkmittelpunkt (auf der Achse X-X)
A natürlicher Schwenk- oder Biegemittelpunkt (des Rollbalgs)
Z Krümmungsmittelpunkt der aktiven Segmente
A natürlicher Schwenk- oder Biegemittelpunkt (des Rollbalgs)
Z Krümmungsmittelpunkt der aktiven Segmente
Claims (10)
1. Elastischer oder flexibler Faltenbalg zum Schutz eines
Gleichlaufgelenks für ein Kraftfahrzeugrad, der ab
dichtend an eine Glocke (2, 22, 77, 104) und an eine
Welle (1, 26, 45, 98) des Gelenks anschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Faltenbalg nach der Montage auf dem Gelenk
einen aktiven Teil aus zwei nahezu koaxialen Kugelseg
menten (3, 4; 32a, 32b; 37, 38; 76, 86; 96a, 96b; 96c,
96d) aufweist, von denen das eine außenseitig des
anderen angeordnet ist und die durch eine längs des
aktiven Teils bewegliche Falte (5; 24; 39, 82, 109)
so verbunden sind, daß sie zusammen mit dieser nahezu
U-förmig ausgebildet sind, wobei sich der aktive Teil
durch Verlängerung der Segmente auf der einen Seite
und Verkürzung auf der gegenüberliegenden Seite aus
breiten kann, wenn das Gelenk um einen gegebenen Win
kel (δ) gebeugt wird, und bei dem die beiden Kugel
segmente (3, 4; 32a, 32b; 37, 38; 96a, 96b; 96c, 96d)
vor der Montage als ein einziges Kugelsegment geformt
sind, das zwei aneinander angrenzende Bereiche umfaßt,
von denen einer bei der Montage des Faltenbalgs (21)
auf das Gelenk zum Inneren des Faltenbalgs so umgelegt
wird, daß zwei über die durch Umfaltung entstandene
U-förmige Falte (5, 24, 39, 82, 109) miteinander ver
bundene Kugelsegmente (3, 4; 32a, 32b; 37, 38; 96a,
96b; 96c, 96d) entstehen, deren natürlicher Mittel
punkt A etwa mit dem Gelenkmittelpunkt O überein
stimmen.
2. Faltenbalg nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das innere Kugelsegment (4) über eine Falte (9)
mit einem an der Glocke (2) befestigten Anschlußteil
(6) verbunden ist (Fig. 1).
3. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß er mit einer Schutzkappe (13, 14) zur Einspannung
und Befestigung auf der Welle (1) ausgestattet ist und
diese Kappe (14) beispielsweise einen Bund (15) auf
weisen kann, der auf einen ringförmigen Bundabschnitt
(16) des Faltenbalgs so aufgezogen ist, daß mindestens
ein Wulst (17) des Bundabschnitts (16) in einer auf
der Welle (1) angeordneten Nut (18) eingeklemmt ist
(Fig. 3).
4. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß dessen Dicke von seinem äußeren aktiven Segment
(54) bis zu einem Kugelsegmentabschnitt (55), der
durch einen Abschlußbund (56) zur Abdichtung und Be
festigung auf der Welle (60) verlängert ist, allmäh
lich zunimmt, wobei der Bund auf der Welle durch ein
Spannband (57) gehalten wird, so daß eine statische
Zone (64) entsteht, die gegebenenfalls mit Rillen (62)
oder Noppen versehen sein kann, um die Fortpflanzung
von durch Steinschläge hervorgerufenen Rißansätzen zu
unterbinden (Fig. 4).
5. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß dessen Dicke von dem äußeren aktiven Segment (32)
bis zu einem Endabschnitt (30) allmählich zunimmt, der
die Welle (26) des Gelenks abdichtend umschließt,
wobei der Faltenbalg zwischen der Glocke (22) des
Gelenks und einer Radnabe (23) angeordnet werden kann
(Fig. 5).
6. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2 für ein
Gleichlauf-Verschiebegelenk,
dadurch gekennzeichnet,
daß seine Dicke von dem äußeren aktiven Segment (37)
zu der Welle (45) des Gelenks zunimmt und dabei einen
Kugelsegmentabschnitt (43) bildet, dessen Ende durch
eine ringförmige Öffnung (44) von der Welle (45) ge
trennt ist und die axial durch eine Falte (48) mit
einem Abschlußbund (65) verlängert ist, der zur kraft
schlüssigen Verbindung zwischen Welle und Faltenbalg
in an sich bekannter Weise auf der Welle (45) be
festigt ist, und daß der Faltenbalg mit einem Schmier
mittel gefüllt ist, das bei der axialen Verschiebung
der Welle (45) aus dem Innenraum (47) der Falte (48)
in den Raum (66) innerhalb des Kugelsegmentabschnitts
(43) fließen kann und umgekehrt (Fig. 7).
7. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2 für ein
Gleichlauf-Verschiebegelenk,
dadurch gekennzeichnet,
daß seine Dicke von einem äußeren aktiven Segment zu
der Welle (45) des Gelenks zunimmt und dabei einen
Kugelsegmentabschnitt (67) bildet, der durch eine
ringförmige Öffnung bzw. Aussparung (46) für den
Schmiermitteldurchtritt von der Welle (45) getrennt
ist, und der Kugelsegmentabschnitt (67) durch eine
abgewinkelte Manschette (49, 68) verlängert ist, die
zur Innenseite des Gelenks umgefaltet ist und deren
Ende axial diesseits oder jenseits der ringförmigen
Öffnung (46) an der Welle (45) befestigt ist (Fig. 8
und 9).
8. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das äußere Kugelsegment (86) unmittelbar mit einem
ringförmigen Endabschnitt (83) verbunden ist, der
abdichtend an der Glocke (77) befestigt ist, die Stär
ke des mit dem äußeren Segment (86) verbundenen inne
ren Kugelsegments (76) zu der Welle (78) des Gelenks,
an der es abdichtend befestigt ist, zunimmt und der
natürliche Biegemittelpunkt A dieses Faltenbalgs
zwischen einem Bund (79) zur Befestigung an der Welle
(78) und seinem Krümmungsmittelpunkt Z angeordnet ist
(Fig. 10).
9. Faltenbalg nach Anspruch 1 für ein umgekehrtes Tri
pode-Verschiebegelenk (92), das auf der Ausgangswelle
(93) eines Differentials in unmittelbarer Nähe des
Motorgehäuses (94) angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß sein aktiver Teil (96) durch einen zylindrischen
Schaft (97) verlängert ist, der die Tulpe (95) des
Gelenks abdichtend umschließt und an einer mit der
Tulpe (95) kraftschlüssig verbundenen rohrförmigen
Welle (98) befestigt ist, und der dem Schaft (97)
gegenüberliegende Umfang (103) des aktiven Teils (96)
an einer Schale (104) befestigt ist, die auf die Aus
gangswelle (93) koaxial zur Welle aufgepreßt ist
(Fig. 11).
10. Faltenbalg nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schale (104) auf dem Umfang (103) des aktiven
Teils (96) umgebördelt ist und der zylindrische Schaft
(97), dessen Dicke vorzugsweise über der der aktiven
Zone (96) liegt, durch an der rohrförmigen Welle (98)
angebrachte Falten (101) verlängert und auf der Außen
fläche (99) der Tulpe (95) frei gleitbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8317736A FR2554533B1 (fr) | 1983-11-08 | 1983-11-08 | Soufflet elastique de protection d'un joint homocinetique de transmission |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3439972A1 DE3439972A1 (de) | 1985-05-23 |
| DE3439972C2 true DE3439972C2 (de) | 1991-04-11 |
Family
ID=9293891
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (7)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3439972A1 (de) |
| ES (1) | ES291635Y (de) |
| FR (1) | FR2554533B1 (de) |
| GB (1) | GB2151720B (de) |
| IT (2) | IT8454010V0 (de) |
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1984
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Cited By (3)
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