DE3441305C2 - - Google Patents
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- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine für ebene
Flächen an Werkstücken der im Oberbegriff des Patent
anspruchs genannten Art.
Eine solche Maschine ist
aus dem JP-abstract 52-56 489 bekannt.
Derartige Maschinen werden - je nach Art des verwendeten Werkzeugs - zum präzisen Schleifen oder
Läppen der Oberflächen von Quarzresonatoren, Substraten
für Mikroschaltungen, Hartmetall-Schneidplatten, Verbund
werkstoffen sowie Schmuckwaren verwendet.
Die bekannte Schleifmaschine weist ein hydrodynamisches
Axial-Gleitlager mit schräggestellten Lagerflächen auf. Beim
Drehen der Schleifscheibe baut sich aufgrund der schrägen
Flächen im Gleitlager hydrodynamisch ein Druck auf, der das
Lager vorspannt, wodurch der Axialschlag des Werkzeugs
verringert werden kann.
Bei dieser Anordnung ist jedoch der Druck im
Axial-Gleitlager nicht einstellbar, sondern im wesent
lichen von der Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleif
scheibe abhängig. Ein wechselnder Schleif- bzw. Läppdruck von
Seiten des Werkstücks kann daher zu erheblichen Ungenauig
keiten beim Schleif- oder Läppvorgang führen.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, die Schleifma
schine der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sich
eine Verbesserung der Arbeitsgenauigkeit, insbesondere bei
genau bemessenen unterschiedlichen Schleifdrücken, ergibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Kennzeichen
des Patentanspruchs angegebenen Merkmalen gelöst.
Diese Lösung hat den Vorteil einer einfachen Realisierung
einer Regelung der Lagervorspannung in Abhängigkeit vom
Schleifdruck, wobei die Einstellung des passenden Lagervor
drucks ebenso einfach und zuverlässig erfolgen kann. Ein
weiterer Vorteil liegt darin, daß aufgrund der Regelung der
Lagervorspannung die Lebensdauer des Axiallagers wesentlich
verlängert werden kann.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung, die ein Aus
führungsbeispiel für eine Schleifmaschine für ebene Flächen
zeigt, näher erläutert.
Die Schleifmaschine weist ein Gestell 1 auf, an dem ein
Antrieb in der Form eines Elektromotors 2 befestigt ist.
Eine Antriebswelle 3 der Schleifmaschine ist mit dem
Elektromotor 2 kinematisch verbunden, was im folgenden noch
genauer beschrieben wird. An dem in der Zeichnung oberen
Ende der Antriebswelle 3 ist ein Flansch 4 vorgesehen, auf
dem ein Werkzeugträger 5 für eine gemeinsame Drehung mit der
Antriebswelle 3 mittels Schrauben 6 starr befestigt ist.
Der Werkzeugträger 5 stellt eine Scheibe dar, deren geome
trische Achse 7 in der Zeichnung vertikal verläuft. Die
Achse 7 ist zugleich die geometrische Achse der Antriebs
welle 3 und die Symmetrieachse der Schleifmaschine.
Auf der in der Zeichnung unteren Seite des Werkzeugträgers 5
ist zur Aufnahme des Flansches 4 eine Ausnehmung vorgesehen.
Die Schleifmaschine enthält weiter
hin eine Seitenschleifscheibe 8,
deren Außendurchmesser ungefähr gleich dem
Durchmesser des Werkzeugträgers 5 ist.
Die Schleifscheibe 8 ist auf dem Werkzeugträger 5 mit
Hilfe von Schrauben starr be
festigt.
Die Schleifmaschine besitzt einen
Stützring 9, auf dem sich der Werkzeugträger 5 über ein Axial
lager 10 abstützt.
Der koaxial mit dem Werkzeugträger 5 angeordnete
Stützring 9 hat einen Außendurchmesser, der praktisch
dem Durchmesser des Werkzeugträgers 5 gleich ist, und einen
Innnendurchmesser, der vom Durch
messer der Antriebswelle 3 abhängt.
Der Stützring 9 ist am Gestell 1 mit Hilfe von
Schrauben 11 befestigt, die gleichmäßig am
Kreisumfang verteilt und durch Boh
rungen hindurchgeführt sind, die in der ge
mäß der Figur oberen Wand des Ge
stells 1 vorgesehen sind.
Der Stützring 9 weist einen gemäß der Figur nach
unten vorstehenden Teil 12 auf, der die Antriebswelle 3 umgibt
und eine Dichtung 13 besitzt, die in einer
Nut des vorstehenden Teils 12 angeordnet
ist.
Das Axiallager 10 stellt ein Gleitlager dar und
besitzt einen kreisförmigen Käfig 14. In gleichmä
ßig am Kreisumfang verteilten Bohrungen des Käfigs 14
sind Lagerplatten 15 eingesetzt, die
aus einem reibungsarmen und verschleißfesten Werkstoff,
im vorliegenden Fall aus Metall-Fluorkunststoff, bestehen.
An die Oberflächen der Lagerplatten 15 grenzen in der Zeichnung von
oben und von unten der Werkzeugträger 5 und
der Stützring 9 an. Der Käfig 14 stützt sich in radialer
Richtung gegen einen ringförmigen Vorsprung 16 des Stütz
ringes 9 ab, der an dessen Innenkante ausge
bildet ist.
Die Schleifmaschine besitzt weiter eine
Einheit zur Befestigung von Werkstücken. Im vorliegenden
Fall werden zwei Befestigungseinheiten verwendet, von
denen jede einen Werkstückträger 17 enthält, in deren zur
Schleifscheibe 8 gekehrter Oberfläche (nicht gezeigte)
Aussparungen zur Aufnahme von zu bearbeitenden Werk
stücken vorgesehen sind. Die Werkstückträger
17 sind an Spindeln 18 befestigt, die parallel zur
Achse 7 in gleichem Abstand von ihr verlaufen.
Die Spindeln 18 sind mit einem Antrieb 19
in der Form eines Elektromotors
verbunden, der im vorliegenden Fall auf dem Gestell 1
längs der Achse 7 montiert und mit den Spindeln 18 mit
Hilfe eines Riemens 20 und mittels
Riemenscheiben kinematisch verbunden ist, die auf der
Welle des Antriebs 19 und den Spin
deln 18 angeordnet sind.
Die Schleifmaschine enthält ferner
eine Anpreßvorrichtung 21 zum Anpressen von zu bear
beitenden Werkstücken an die Schleifscheibe 8. Im vor
liegenden Fall werden zwei Anpreßvorrichtun
gen 21 verwendet, die in bezug auf die
Achse 7 in dem gemäß der Figur oberen Teil der
Schleifmaschine symmetrisch angeordnet sind.
Jede Anpreßvorrichtung 21 besitzt ein Gehäuse 22,
in dem sich eine Membran 23 befindet, welche das Gehäuse
22 in zwei Kammern 24 und 25 aufteilt, die über Stutzen
26 abwechselnd mit einer Quelle für ein
Druckmedium, hier Luft, und mit einer
Auslaßleitung in Verbindung stehen.
Eine jede Membran 23 ist an der Peripherie in der Wandung
des Gehäuses 22 befestigt. Mittig ist außerdem an jeder Membran 23
mit seinem gemäß der Zeichnung oberen Teil ein Stab 27
befestigt, dessen unteres Ende mit einer für die Anpreß
vorrichtungen 21 gemeinsamen Platte 28 starr verbunden
ist. Die Platte 28 dient zur Übertragung der Axialkraft
auf die Einheiten zur Befestigung von zu bearbeitenden
Werkstücken.
Die Stäbe 27 sind parallel zur Achse 7 symmetrisch
in bezug auf diese durch Führungen 29 hindurchgesteckt,
die an einem Rahmen 30 ausgeführt sind,
welcher über eine Kolbenstange 31 mit einem auf dem Ge
stell 1 befestigten Druckluftzylinder 32 in Verbindung
steht. Der Druckluftzylinder 32 ist dazu bestimmt, auf
die durch eine Öffnung im Gestell 1
geführte Kolbenstange 31 und folglich auf den Rahmen 30
eine axiale Verschiebung zum Anstellen der Anpreßvor
richtungen 21 an die Arbeitsfläche der Schleif
scheibe 8 je nach den Abmessungen von zu bearbeitenden
Werkstücken zu übertragen.
Die Schleifmaschine besitzt des weiteren eine
Membran-Kolbenzylindereinheit 33 zum Andrücken des Werkzeugträgers 5 an den
Stützring 9. Die Einheit 33 weist eine Hülse
34 auf, die mit der Welle 3 verbindbar und zu einer mit
der Welle 3 gemeinsamen axialen Verschiebung unter
der Wirkung eines Drucks vorgesehen ist, der während
des Schleifens an die mit der Hülse 34 starr
verbundenen Membran 35 der Membran-Kolbenzylindereinheit 33 zur Steuerung der axialen Ver
schiebung angelegt wird. Die Hülse 34
ist auf einen Teil der Welle 3, der einen
kleineren Durchmesser hat als der gemäß der Figur obere
Teil der Welle 3, aufgesteckt und stützt sich
mit dem oberen Ende gegen einen Absatz ab, der sich
an der Übergangsstelle des Teils der Welle 3 mit dem
größeren Durchmesser zu dem Teil mit dem kleineren
Durchmesser befindet.
Die Einheit 33 besitzt ein Gehäuse
36, das längs der Achse 7 um die Welle 3 herum
angeordnet und am Gestell 1
starr befestigt ist. In der Membrankammer 36
befindet sich die Membran 35,
die quer zur Achse 7 liegt und mit ihrer
Peripherie in der Wandung des Gehäuses 36 befestigt ist.
Mit ihrer Innenkante ist die Membran 35 an einem nicht
bezeichneten Flansch, der an der Hülse 34 quer zur
Achse 7 ausgeführt ist, mit Hilfe eines auf die Hülse
34 aufgesetzten Andrückringes 37 und mit Hilfe von
Schrauben befestigt, die
durch Bohrungen im Andrückring 37
und im Flansch der Hülse 34 hindurchgeführt sind.
Die Hülse 34 ist gegenüber den Wänden des Gehäuses
36 mit Dichtungsringen 38 abgedichtet. Das
gemäß der Figur untere Ende der Hülse 34 stützt sich
gegen ein Axialwälzlager 39 ab, das
in einem Gehäuse 40 untergebracht ist, das mit dem
gemäß der Figur unteren Teil der Welle 3 - mit dem
Zapfen 41 der Welle 3 -
verbunden ist.
Die Membran 35 teilt das Gehäuse 36 in zwei Kammern
auf: eine gemäß der Zeichnung obere schleifscheibenseitige Kammer 42
und eine untere Kammer 43. Die Kammern 42 und 43
sind über Stutzen 44 abwechselnd mit einer Quelle für ein
Druckmedium, im vorliegenden Fall Luft,
und mit einer Druckentlastungsleitung in Verbin
dung. Die Druckdifferenz in den Kammern 42
und 43 und folglich der auf die Membran 35 wirkende Druck
wird in Abhängigkeit von der Kraft des Schleifdrucks des
zu bearbeitenden Werkstückes an die Schleifscheibe 8
bestimmt. Hierzu ist die Einheit 33 zum An
pressen des Werkzeugträgers 5 an den Stützring 9 mit der An
preßvorrichtung 21 zum Anpressen von
Werkstücken an die Schleifscheibe 8 operativ verbun
den, was weiter unten eingehend beschrieben wird.
Die Stutzen 44 stehen wechselseitig mit einer Druck
luftquelle und mit einer Luftauslaßleitung in Verbin
dung.
In der Schleifmaschine ist die Welle
3 mit dem Elektromotor 2 über eine zusätzliche Welle 45 kine
matisch verbunden. Diese Welle 45 ist längs der Achse 7 in
dem gemäß der Figur unteren Teil der Schleifmaschine
angeordnet und mit der Welle 3 über eine
elastische Kupplung 46
verbunden.
Die Welle 45 ist außerdem mit dem Elektromotor 2 über
eine Riemenscheibe 47 verbunden, die mit der
Welle des Elektromotors 2 mittels eines Keil
riemens 48 verbunden ist. Die Riemenscheibe 47 ist auf
die Welle 45 über eine Paßfederverbindung 49
aufgesteckt. Die Welle 45 ist in einem Ge
häuse 50, das am Gestell 1 mit Hilfe eines Kragarmes 51
starr befestigt ist, angeordnet und wird im Gehäuse 50
mittels Radial-Schrägkugellagern 52
gehalten. Die Welle 3 ist im Stützring 9
mit Hilfe eines Radialpendellagers 53 ange
ordnet, dessen Innenring auf die Welle 3 auf deren gemäß
der Figur oberen Teil aufgesetzt ist, während
dessen Außenring in einer Bohrung des
Stützringes 9 angeordnet ist.
Die operative Verbindung der Einheit 33
mit der Anpreßvorrichtung 21 ist folgenderweise ausgeführt:
Die oberen Kammern 24 der Anpreßvorrichtungen 21
zum Anpressen der Werkstücke an die Schleifscheibe
stehen über die Stutzen 26 mit einem Druckmeßgeber 54
in Verbindung. Die obere
Kammer 42 der Einheit 33 zum Anpressen des
Werkzeugträgers 5 an den Stützring 9 steht über den Stutzen 44
mit einem Druckmeßgeber 55
in Verbindung. Die Druckmeßgeber 54 und 55 sind
mit
einem Mikroprozessor 56
verbunden. Der
Mikroprozessor 56 ist
mit einer Druckregeleinrichtung 57
zur Druckregelung in der gemäß
der Figur oberen Kammer 42 der Einheit 33
ver
bunden. Die Druckregeleinrichtung 57 steht mit der obe
ren Kammer 42 über den Stutzen 44 in Verbindung.
Der Betrieb der Schleifmaschine läuft
auf folgende Weise ab:
Vor dem Arbeitsbeginn stellt die Bedienungsperson
den Rahmen 30 auf die erforderliche Höhe in bezug auf
die Arbeitsfläche der Schleifscheibe 8 in Abhängigkeit von der
Dicke der zu bearbeitenden Werkstücke ein.
Dazu schaltet die
Bedienungsperson, die Werkstückabmessung wissend, den
Druckluftzylinder 32 ein, der über die Kolbenstange 31
den Rahmen 30 zusammen mit den Anpreßvorrichtungen 21
und den Stäben 27 samt der Platte 28, den Spindeln 18
und Werkstückträgern 17 verschiebt.
Das Einstellmaß der Werkstückträger 17 in bezug auf die
Arbeitsfläche der Schleifscheibe 8 wird so gewählt,
daß die in die Aussparungen des Werkstückträgers 17 einge
setzten Werkstücke mit ihrer der Schleifscheibe 8 zuge
wandten Oberfläche die Arbeitsfläche der Schleifscheibe
8 berühren, an diese jedoch nicht angedrückt wer
den. Dazu soll der Abstand längs der Achse 7 zwischen
den Oberflächen der Werkstückträger 17, die der Schleifscheibe
8 zugewandt sind, und der Arbeitsfläche der letzte
ren um 0,5 bis 3 Millimeter größer sein als die Dicke
der zu bearbeitenden Werkstücke.
Nachdem das Einstellmaß festgelegt ist, wird der
Druckluftzylinder 32 ausgeschaltet. Die zu bearbeiten
den Werkstücke werden in die Aussparungen der Werkstückträger
17 eingesetzt, und die Schleifbearbeitung
wird begonnen. Dazu stellt die Bedienungsperson an ei
nem Manometer mit Hilfe von
Druckreglern den erforderlichen Druck in den
Kammern 24 der Anpreßvorrichtungen 21 zum Anpressen
der Werkstücke an die Schleifscheibe 8 ein. Der Druck
in den Kammern 24 wird in Abhängigkeit von dem zu be
arbeitenden Werkstoff und der mit der Schleifscheibe 8
in Kontakt stehenden Fläche der zu bearbeitenden Werk
stücke eingestellt.
Der Druck in den Kammern 24 wird im folgenden als
P 1 und der Druck in der Kammer 42 als P 2 bezeichnet.
Der von der Bedienungsperson eingestellte Druck P 1
in den oberen Kammern 24 der Anpreßvorrichtungen 21
wird vom Druckmeßgeber 54 gemessen. Vom Druckmeßgeber
54 gelangt ein dem Druck P 1 entsprechendes Signal in
den Mikroprozessor 56. Hiernach gelangt ein Signal vom
Mikroprozessor 56 auf die Druckregeleinrichtung 57 zur
Druckregelung in der oberen Kammer 42 der Einheit
33 zum Anpressen des Werkzeugträgers 5 an den Stützring 9.
Mit Hilfe der Druckregeleinrichtung 57 wird in der
oberen Kammer 42 der Einheit 33 ein erforderlicher Druck P 2
aufgebaut. Zur Stabilisierung des Drucks P 2 ist mit dem
Stutzen 44 der oberen Kammer 42 der Druckmeßgeber
55 verbunden, der seinerseits mit dem Mikroprozessor
56 in Verbindung steht.
Nachdem die Drücke P 1 und P 2 eingeregelt sind,
stellt die Bedienungsperson die Drehzahl der Spindeln 18
und der Welle 3 mit Hilfe von
Drehzahlreglern für die Antriebe 19 und 2 ein.
Dann schaltet die Bedienungsperson den Elektromotor 2
für die Welle 3 ein.
Gleichzeitig damit wird über den Stutzen 44 der
oberen Kammer 42 der Einheit
33
Luft zugeführt. Die Luft erzeugt einen Druck auf die
Membran 35.
Dabei biegt sich die
Membran 35 gemäß der Zeichnung nach unten durch und verschiebt
die Hülse 34 nach unten,
die über das Axialwälzlager 39 und das mit dem
Zapfen 41 der Welle 3 verbundene Gehäuse 40 auf die Wel
le 3 drückt und diese
nach unten drückt.
Die Welle 3, die sich längs der Achse 7 verschiebt,
preßt den darauf befestigten Werkzeugträger 5 an die Lager
schalen 15 des Axialgleitlagers 10 und über diese an den
Stützring 9 an. Bei der axialen Verschiebung der Welle 3
längs der Achse 7 verschiebt sich das Radial
pendellager 53, das auf den gemäß der Figur oberen Teil
der Welle 3 mit Übermaß aufgesetzt ist, und im Stütz
ring 9 mit Gleitsitz angeordnet ist, in dem Stützring 9
nach unten.
Gleichzeitig wird die mit der Welle 3 mittels
der elastischen Kupplung 46 verbundene zusätzliche Welle
45 in der Riemenscheibe 47 nach unten
verschoben. Auf diese Weise ist der Werkzeugträger 5 über die
Lagerschalen 15 an den Stützring 9 angepreßt. Je ge
nauer sich der Werkzeugträger 5 auf den Lagerschalen 15 abstützt,
um so genauer ist die Einstellung der Schleifscheibe 8
während des Arbeitsvorgangs.
Eine genaue Lagebestimmung wird durch die Möglich
keit der Selbsteinstellung der Welle 3 mit dem Werkzeug
träger 5 in bezug auf die Lagerschalen 15 sichergestellt,
weil die Welle 3 mit dem Stützring 9 mit Hilfe des
Lagers 53 verbunden ist, das die Welle 3 in
radialer Richtung hält, dieser Welle 3 jedoch eine
Schwenkung in der Horizontalebene in bezug auf die
Achse 7 ermöglicht. Somit stützt sich der Werkzeugträger 5
auf der Lagerschale 15 auf der gesamten Fläche ab.
Nachdem die Welle 3 in Rotation versetzt und der
Werkzeugträger 5 angepreßt ist, schaltet die Bedienungsperson
den Antrieb 19 ein. Über den Riemen 20 wird die Drehbe
wegung zu den Spindeln 18 und den an diesen angebrach
ten Werkstückträgern 17 mit Werkstücken in
den Aussparungen der Werkstückträger 17 übertragen. Gleich
zeitig damit tritt in die gemäß der Figur oberen Kammern
24 der Gehäuse 22 der Anpreßvorrichtungen 21
über
die Stutzen 26 unter Druck stehende Luft ein und der
Druck in den gemäß der Figur unteren Kammern 25
wird abgebaut. Die Luft drückt auf die Membranen 23, die
mit den Stäben 27 verbunden sind, welche in den Führun
gen 29 des Rahmens 30 verschoben werden.
Die Membranen 23 biegen sich gemäß der Figur
nach unten durch und senken die Stäbe 27, die Platte 28
und die an der Platte 28 befestigten Gehäuse der Spin
deln 18 und die an den Spindeln 18 angebrachten Werkstückträger
17 ab. Die Werkstückträger 17 drücken auf die zu bearbeitenden
Werkstücke und pressen diese an die Arbeitsfläche der
Schleifscheibe 8 an. Somit rotieren die Werkstücke
zusammen mit den Werkstückträgern 17 und werden durch den
Druck P 1 an die Arbeitsfläche der umlaufenden Schleif
scheibe 8 angepreßt.
Während der Schleifbearbeitung, wenn
die unter Druck stehende Luft auf die Kammern 24 und 42
wirkt, wirkt auf die Lagerplatten 15 des Axial
lagers 10 eine Belastung von
P = P 1 + P 2,
wobei
- P 1 der Druck ist, der in den oberen Kammern 24 der Anpreßvorrichtungen 21 erzeugt wird, und
- P 2 der Druck ist, der in der oberen Kammer 42 der Einheit 33 er zeugt wird.
Bei der Bearbeitung ebener Oberflächen
von aus verschiedenen Werkstoffen bestehenden Werkstücken
und bei einer Änderung der Verhältnisse der Schleifbe
arbeitung wird sich der Anpreßdruck P 1 der
Werkstücke an die
Schleifscheibe 8 verändern.
Eine Änderung des Drucks P 1 zieht eine Änderung des
Drucks auf die Lagerplatten 15 des Axiallagers 10
nach sich. Somit arbeitet das Axiallager 10 unter ver
schiedenen axialen Belastungen, was zum ungleichmäßigen
Verschleiß der Lagerplatten 15 und folglich zur Beein
trächtigung der Lagegenauigkeit des Werkzeug
trägers 5 auf dem Stützring 9 und als Folge davon zu
Ungenauigkeiten bei der Schleifbearbeitung führen
würde.
Um den Druck P auf die Lagerplatten 15 zu einer
konstanten Größe zu
machen, ist es erforderlich, den Druck P 2 zwischen
dem Werkzeugträger 5 und dem Stützring 9 in Abhängigkeit
von der Größe des Anpreßdruckes P 1 der Werkstücke
zu verändern. Der Druck P 2 muß ent
sprechend der folgenden Bedingung verändert werden:
P = P 1 + P 2 = const.
Wie vorstehend beschrieben, wird der von der Be
dienungsperson eingestellte Druck P 1 durch den Druck
meßgeber 54 gemessen, und das erhaltene Signal wird
auf den Mikroprozessor 56 geleitet. Im Mikroprozessor
56 sind Daten eingegeben, die dem Gesamtdruck
P entsprechen. Beim Eintreffen des Signals vom Geber 54
wird im Mikroprozessor 56 ein Signal errechnet, das dem
Druck P 2 = P - P 1 entspricht. Dieses Signal wird der
Druckregeleinrichtung 57 zugeführt, und in der oberen Kammer
42 der Einheit 33 stellt sich ein
Druck P₂ gleich P 2 = P - P 1 ein. Bei Änderung des
Drucks P 1 wird mittels der Verbindung von
Geber 54 - Mikroprozessor 56 - Druckregeleinrichtung 57
eine Änderung des Drucks P 2 in der oberen Kammer 42
bewirkt und damit
der Druck P konstant gehalten. Durch die Konstanz
des axialen Drucks auf die Lagerplatten 15 des Axial
lagers 10 wird es möglich, die Genauigkeit zu erhöhen
und die Betriebszeit zu verlängern.
Nach Beendigung der Schleifbearbeitung
wird unter
Druck stehende Luft in die gemäß der Figur unteren
Kammern 25 der Anpreßvorrichtungen 21
geführt.
Zu gleicher Zeit wird die Luft aus den
oberen Kammern 24 der Gehäuse 22 über die
Stutzen 26 in die Atmosphäre abgelassen. Die Luft in
den Kammern 25 drückt auf die Membranen 23, die
sich nach oben biegen und die
mit ihnen verbundenen Stäbe 27, die Platte 28 und die
Spindeln 18 samt den Werkstückträgern 17, in deren Aussparungen
sich die zu bearbeitenden Werkstücke befinden, anheben.
Der Druck der Werkstückträger 17 auf die zu bearbeiten
den Werkstücke ist damit aufgehoben und die Schleifbearbeitung
beendet. Danach werden die Antriebe abge
schaltet und die Luft in der oberen
Kammer 42 der Einheit 33
wird
abgelassen.
Die Bedienungsperson nimmt die bearbeiteten Werk
stücke ab und setzt neue ein. Hierbei bleibt die Luft
in den unteren Kammern 25 der Anpreßvorrichtungen
21
unter Druck stehen und die Membranen 23 halten die
Stäbe 27, die Platte 28 und die Spindeln 18 der Werkstückträger
17 in der oberen Endstellung fest.
Nach dem Einsetzen neuer Werk
stücke wiederholt sich der Zyklus wie vorstehend be
schrieben.
Wie in der Figur gezeigt, ist die Welle 3 mit dem
Elektromotor 2 über die zusätzliche Welle 45 und die elasti
sche Kupplung 46 verbunden. Ihrerseits ist die zusätz
liche Welle 45 mit der Riemenscheibe 47 über die Keil
federverbindung 49 verbunden. Folglich wird die Drehung
zur Welle 3 vom Elektromotor 2 über den Riemen 48, die Rie
menscheibe 47, die Keilfederverbindung 49, die zusätz
liche Welle 45 und die elastische Kupplung 46 übertragen.
Eine solche Verbindung gestattet es, die Welle 3 von
den Radialkräften zu entlasten, die auf die Riemen
scheibe 47 bei der Drehmomentübertragung wirken, weil diese
von den Lagern 52 aufgenommen werden und die elasti
sche Kupplung 46 sie nicht auf die Welle 3 überträgt.
Außerdem ist die Welle 3, wie dies vorstehend
beschrieben wurde, im Stützring 9 über das
Radialpendellager 53 angeordnet, d. h., sie kann um die
Achse 7 in der Horizontalebene zwecks einer genaueren
Lagebestimmung des Werkzeugträgers 5 auf den Lagerschalen
15 schwenken.
Die elastische Kupplung 46 ermöglicht dabei auch
diese Schwenkung der Welle 3.
Zur Einstellung des Axiallagers 10 oder zum
Umlegen der Lagerplatten 15 u. dgl. ist ein Heben des
Werkzeugträgers 5 über den Stützring 9 vorgesehen. Das Heben
erfolgt bei ausgeschalteten Antrieben
und bei der gemäß der Figur oberen Lage des
Rahmens 30.
Zum Heben des Werkzeugträgers 5 läßt die Bedienungs
person unter Druck stehende Luft in die
untere Kammer 43 des Gehäuses 36 der
Einheit 33.
Die Luft drückt auf die Membran 35,
die sich nach oben biegt und es ver
schiebt sich dadurch die Hülse 34, die, indem sie sich
gegen den Absatz der Welle 3 abstützt,
die Welle 3
nach oben be
wegt. Hierbei bildet sich zwischen dem Werkzeugträger 5 und
dem Stützring 9 ein Spalt, der zur Ausführung von
notwendigen Arbeiten im Axialgleitlager 10
beispielsweise zur Auswechselung der Lagerplatten 15, aus
reichend ist.
Die zusätzliche Welle 45 verschiebt sich dabei
zusammen mit der Welle 3 nach oben,
weshalb die Länge der Nut
der Paßfederverbindung 49 nicht kleiner sein soll als die
Verschiebung der Werkzeugträger 5 längs der Achse 7.
Anderenfalls ist es erforderlich, die Welle 3 von
der zusätzlichen Welle 45 zu lösen, d. h. die elastische
Kupplung 46 auszubauen.
Claims (1)
- Schleifmaschine für ebene Flächen an Werkstücken, mit einem in einem Gestell gehaltenen Werkstück und einem mittels einer Antriebswelle drehantreibbarem Werkzeugträger mit einer auf diesem befestigten Seitenschleifscheibe, der auf einem koaxialen gestellfesten Stützring gleitgelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die An triebswelle (3) die Kolbenstange einer koaxial zur Schleif scheibe (8) angeordneten Membran-Kolbenzylindereinheit (33) ist, deren schleifscheibenseitige Kammer (42) mit einem in Abhängigkeit vom Schleifdruck zwischen Werkstück und Schleifscheibe (8) regelbaren Druck beaufschlagbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE8405580A SE445525B (sv) | 1984-11-07 | 1984-11-07 | Anordning for slipbearbetning av plana ytor hos arbetsstycken |
| DE19843441305 DE3441305A1 (de) | 1984-11-07 | 1984-11-12 | Einrichtung zur schleifbearbeitung von ebenen werkstueckoberflaechen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE8405580A SE445525B (sv) | 1984-11-07 | 1984-11-07 | Anordning for slipbearbetning av plana ytor hos arbetsstycken |
| DE19843441305 DE3441305A1 (de) | 1984-11-07 | 1984-11-12 | Einrichtung zur schleifbearbeitung von ebenen werkstueckoberflaechen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3441305A1 DE3441305A1 (de) | 1986-05-22 |
| DE3441305C2 true DE3441305C2 (de) | 1988-05-05 |
Family
ID=25826452
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843441305 Granted DE3441305A1 (de) | 1984-11-07 | 1984-11-12 | Einrichtung zur schleifbearbeitung von ebenen werkstueckoberflaechen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| SE (1) | SE445525B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004017452A1 (de) * | 2004-04-08 | 2005-11-03 | Siltronic Ag | Vorrichtung zur flächigen, abrasiven Bearbeitung eines scheibenförmigen Werkstücks |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
| US4839992A (en) * | 1987-12-22 | 1989-06-20 | Sintobrator, Ltd. | Polishing device |
| DE102016014918B4 (de) * | 2016-12-15 | 2024-08-22 | Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, dieses vertreten durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr | Verfahren zum Polieren von CFK-Probekörpern |
| DE102021103709B4 (de) | 2021-02-17 | 2024-08-29 | Lapmaster Wolters Gmbh | Doppel- oder Einseiten-Bearbeitungsmaschine |
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|---|---|---|---|---|
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| SU471186A1 (ru) * | 1973-11-15 | 1975-05-25 | Межзаводское Проектно-Конструкторское Технологическое Бюро Киевского Опытно-Экспериментального Завода Стеклоизделий Объединения "Укрстекло" | Устройство дл шлифовки и полировки стекла |
| JPS5256489A (en) | 1975-11-04 | 1977-05-09 | Nippon Telegr & Teleph Corp <Ntt> | Precision lapping machine |
| JPH05256489A (ja) * | 1992-03-13 | 1993-10-05 | Toshiba Corp | 天井用換気扇 |
-
1984
- 1984-11-07 SE SE8405580A patent/SE445525B/sv not_active IP Right Cessation
- 1984-11-12 DE DE19843441305 patent/DE3441305A1/de active Granted
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| DE102004017452A1 (de) * | 2004-04-08 | 2005-11-03 | Siltronic Ag | Vorrichtung zur flächigen, abrasiven Bearbeitung eines scheibenförmigen Werkstücks |
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| DE3441305A1 (de) | 1986-05-22 |
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| SE8405580L (sv) | 1986-05-08 |
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