DE3441815C2 - Reibscheibenkupplung - Google Patents

Reibscheibenkupplung

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine hydraulische Kupplung mit einer zwischen einem Hydraulikkolben und einem Reibelement für das An- und Abschalten einer Kraft angeordneten ringförmig und konisch ausgebildeten Tellerfeder, wobei an der Kupplung ein inneres Umfangsende der konischen Tellerfeder befestigt ist, und zwar an einer Stelle, die abseits eines Kolbens an einer Kolbengleitwelle liegt. Die konische Tellerfeder wird mit dem Kolben in einem Bereich in Kontakt gebracht, der sich zwischen ihrem inneren und äußeren Umfangsende befindet. Die Querschnittsprofilform der konischen Tellerfeder ist von deren Kolbenkontaktbereich bis zu deren äußerem Umfangsende gegengleich mit der Querschnittsprofilform von deren innerem Umfangsende bis zu deren Kolbenkontaktbereich ausgebildet, und der Kolbenkontaktbereich ist so ausgelegt, daß dieser sich beim Einrücken der Kupplung in radialer Richtung graduell nach außen bewegt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine druckmittelbetätigbare Reibscheibenkupplung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1, die für Getriebe von Baumaschinen, Industriemaschinen oder Passagierfahrzeugen geeignet ist.
  • Es ist bekannt - DE-AS 25 40 191 - zwischen dem Kolben einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Betätigungseinrichtung einer solchen Kupplung und den Reibelementen bzw. einer diesen zugeordneten, dem Kolben zugewandten Druckplatte eine Tellerfeder anzuordnen, die sich mit ihrem inneren Umfang an der Druckplatte und mit ihrem äußeren Umfang an dem Kolben abstützt. Damit wird die bei Einrücken der Kupplung auf die Reibscheiben ausgeübte Kraft nach Maßgabe der Federkennlinie dieser durchgehend in einer Richtung aus der Radialebene geneigt verlaufenden Tellerfeder zunehmend erhöht. Der ausgerückte Kupplungszustand, d. h. die Trennung der Reibscheiben voneinander, wird durch eine gesonderte Druckfeder sichergestellt, weil die zwischen den Reibscheiben und dem Kolben angeordnete Tellerfeder den Kolben nur unter Abstützung an den Reibscheiben zurückdrängen könnte, so daß eine Restreibung unvermeidlich wäre. Der im ausgerückten Zustand aufgrund der Druckfeder geschaffene Abstand zwischen den Reibscheiben muß bei Einrücken der Kupplung durch den Kolbenhub überwunden werden, wodurch eine gewisse Verzögerung eintritt. Um gegen die Federkräfte anarbeiten zu können und die Verzögerung klein zu halten, wird der Hydraulikdruck entsprechend hoch, wodurch beim Einrücken der Kupplung wiederum die Gefahr einer Stoßcharakteristik auftritt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hydraulikkupplung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine demgegenüber kurze Einrückzeit aufweist, deren Stoßwirkung bei Einrücken der Kupplung gemindert ist und die mit verhältnismäßig wenig Bauteilen auskommt.
  • Ausgehend von einer druckmittelbetätigbaren Reibscheibenkupplung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1 wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
  • Erfindungsgemäß ist die Kupplung mit nur einer Tellerfeder versehen, die sowohl die Rückführung des Kolbens beim Ausrücken der Kupplung übernimmt als auch für ein weiches, stoßfreies Einkuppeln sorgt. Die dafür besonders ausgeformte Tellerfeder weist zwischen ihrem inneren und ihrem äußeren Umfang einen Verlauf auf, der aus der Radialebene abweicht und in einer Achsrichtung gesehen zwischen ihrem inneren und ihrem äußeren Umfang vorgewölbt ist. Diese Tellerfeder liegt mit ihrem inneren Umfang an der Welle der Kupplung fest und liegt mit ihrem vorgewölbten Bereich an dem Kolben der Kolben-Zylinder-Betätigungsvorrichtung an, so daß der äußere Umfang der Tellerfeder zwischen eine radial äußere Kolbenfläche und die axial gegenüberliegende Betätigungsfläche der Reibelemente eingreift. Damit ist diese Tellerfeder in der Lage, unter Abstützung an der Welle den Kolben bei Ausrücken der Kupplung zurückzudrängen und zugleich die Reibelemente völlig druckfrei zu geben, insbesondere unter Bildung eines Abstandes zwischen dem radial äußeren Umfang der Tellerfeder und der Betätigungsseite der Reibelemente. Beim Einrücken arbeitet der Kolben gegen die Rückstellkraft des radial inneren Bereiches der Tellerfeder und verschwenkt zugleich über den gebildeten Hebelarm deren äußeren Umfang entsprechend beschleunigt über das Ausrückspiel hinweg in die Druckbeaufschlagungslage an den Reibelementen bzw. der diesen zugeordneten Druckplatte. Aufgrund dieser Tellerfederausbildung verlagert sich beim Einrücken der Kupplung der Anlagebereich der Feder an dem Kolben je nach Federform mehr oder weniger stark, stufenweise oder auch stufenlos radial nach außen. Dadurch wird die Federcharakteristik des Einkupplungsvorganges zusätzlich verbessert.
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Anhand der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsformen wird die Erfindung im Folgenden näher erläutert.
  • Es zeigt
  • Fig. 1 eine vertikale Teilansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Hydraulikkupplung in seitlich geschnittener Darstellung;
  • Fig. 1a, Fig. 1b, Fig. 1c jeweils eine die Funktion der erfindungsgemäßen Hydraulikkupplung zeigende vertikale Teilseitenansicht in geschnittener Darstellung;
  • Fig. 2 eine vertikale Teilseitenansicht einer konischen Tellerfeder in geschnittener Darstellung;
  • Fig. 3 eine Tellervorderansicht der konischen Tellerfeder gemäß Fig. 2;
  • Fig. 4 eine graphische Darstellung der Relation zwischen einem Kohlenhub und einer auf das Reibungselement wirkenden Last;
  • Fig. 5 eine graphische Darstellung der Relation zwischen Kolbenhub und Kolbenlast;
  • Fig. 6, Fig. 6a vertikale Teilansichten, in geschnittener Darstellung, einer Hydraulikkupplung nach einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in ihrer Funktion;
  • Fig. 7 eine graphische Darstellung der Relation zwischen einem Kolbenhub und einer auf das Reibungselement wirkenden Last bei Verwendung einer Feder nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6;
  • Fig. 8 eine vertikale Teilansicht, in geschnittener Darstellung, der Ausführungsform gemäß Fig. 3;
  • Fig. 9a, Fig. 9b, Fig. 9c jeweils eine modifizierte Ausführungsform einer konischen Tellerfeder in einer schematischen, verkleinerten Vorderansicht;
  • Fig. 10a, Fig. 10b, Fig. 10c jeweils eine vertikale Teilseitenansicht, in geschnittener Darstellung, modifizierter Ausführungsform der konischen Tellerfeder.
  • In der in Fig. 1 gezeigten Hydraulikkupplung gemäß vorliegender Erfindung weist eine Ausgangswelle 11 (mit einer Mittellinie 0-0) einen damit integral bzw. einstückig ausgebildeten Zylinder 12 auf. Ein hydraulischer Ringkolben 13 sitzt verschieblich auf der Ausgangswelle 11 und in dem Zylinder 12, so daß zwischen dem Kolben 13 und der nach vorn (Pfeil) weisenden Stirnwand des Zylinders 12 eine ringförmige Hydraulikkammer 14 gebildet wird. Die Hydraulikkammer 14 ist über eine Ölleitung bzw. Öldurchführung 15 der Ausgangswelle 11 und einen geeigneten Hydraulikkreis (nicht dargestellt) mit einer Hydraulikpumpe verbunden. Eine Nabe 17 ist über ein Lagerpaar 16 an der Ausgangswelle 11 befestigt und relativ zu dieser drehbar. Ein Eingangsgetrieberad 18 an einer äußeren Peripherie der Nabe ist über ein damit kämmendes weiteres Getrieberad (nicht dargestellt) mit einer Kraftquelle verbunden.
  • An der Nabe 17 ist ein damit einstückig ausgebildetes Nasenteil 19 vorgesehen. An der äußeren Peripherie des Nasenteils ist eine äußere Kerbverzahnung 21 und an der inneren Peripherie des Zylinders 12 eine innere Keilverzahnung 22 ausgebildet. Eine Vielzahl eingangsseitiger Reibplatten 23, die ringförmig ausgebildet sind, ist über Vorsprünge 24, die an der inneren Peripherie ausgebildet sind, derart an der äußeren Kerbverzahnung 21 befestigt, daß die Platten 23 lediglich axial verschiebbar sind. Ringförmige Beläge 20 sind sowohl an der Vorderseite als auch Rückseite jeder Reibplatte 23 fest angeordnet. Ausgangsseitige Reibplatten 25, die ringförmig ausgebildet sind, sind jeweils zwischen den benachbarten ringförmigen Reibplatten 23 der Eingangsseite angeordnet und greifen über Vorsprünge 26, die an der äußeren Peripherie ausgebildet sind, derart in die innere Kerbverzahnung 22, daß lediglich eine axiale Verschiebung der Platten 25 möglich ist. Die vorderste Reibplatte 23 ist einer dick ausgebildeten ringförmigen Druckplatte 27, die hinterste Reibplatte 23 einer dick ausgebildeten ringförmigen Rückplatte 28 gegengeordnet. Die Druckplatte 27 und die Rückplatte 28 greifen jeweils über Vorsprünge 29 bzw. 30, die an der äußeren Peripherie ausgebildet sind, in die innere Kerbverzahnung 22 und sind lediglich verschiebbar. Die Rückplatte 28 liegt an einem Schnappring 32 (Stopper) an. In der dargestellten Hydraulikkupplung weist ein Reibelement A jeweils die Druckplatte 27, die Reibplatten 23 und 25 sowie die Rückplatte 28 auf.
  • An der äußeren Peripherie der Ausgangswelle ist ein Schnappring 33 (Stopper) angeordnet, und zwar gerade an der Innenseite der Druckplatte 27. Ein äußerer Umfangsbereich an der Rückseite bzw. hinteren Seite des Kolbens 13 dient als ringförmige Druckfläche 35, und nur einen ringförmigen Vorsprung 34 bildender bzw. als solcher dienender Teil erstreckt sich von einem inneren Umfangsbereich auf die der Rückseite des Kolbens nach hinten.
  • Bezugsziffer 36 bezeichnet eine erfindungsgemäß abgewandelte konische Tellerfeder, deren inneres Umfangsende durch den Schnappring 33 abgestützt ist. In dem dargestellten Ausrückzustand der Kupplung weist die konische Tellerfeder 36 ein solchermaßen abgebogenes Querschnittsprofil auf, daß dieses an dem inneren Umfangsende 37 beginnend radial auswärts und auf den Vorsprung 34 zu gerichtet verläuft, dort zur Anlage kommt und sich ausgehend von dem Anlage- bzw. Kontaktbereich 38 radial auswärts und axial in Gegenrichtung auf das Reibelement A zu gerichtet erstreckt. Die Feder wird in vorgespanntem Zustand zwischen den Kolben 13 und das Reibelement A eingesetzt. Ein axialer Spielraum l ist zwischem dem äußeren Umfangsende 40 der konischen Tellerfeder 36 und dem Reibelement A vorgesehen. Fig. 2 zeigt eine vertikale Seitenschnittansicht der Feder 36 in unbelastetem, freien Zustand, das heißt vor dem Einbau in Kupplung. Das Bezugszeichen X kennzeichnet den radialen Abstand zwischen dem inneren Umfangsende 37 der konischen Tellerfeder und deren Kontaktbereich 38, während das Bezugszeichen Y den radialen Abstand zwischen dem inneren Umfangsende 37 und dem äußeren Umfangsende 40 der konischen Tellerfeder kennzeichnet. Von radial innen nach radial außen gesehen verläuft die Ringquerschnittsform der Tellerfeder also über die Strecke X zunächst mit einer axial nach vorn gerichteten Wegkomponente und vom Anlagebereich 38 aus gesehen weiter mit einer axial nach hinten gerichteten Wegkomponente. In Fig. 3 ist die Feder 36 in einer schematischen Vorderansicht dargestellt. Man erkennt, daß von radial innen her mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Einschnitte vorgesehen sind, die bis über den Anlagebereich 38 hinausgehend geführt sind.
  • Wenn die Kupplung aus dem in Fig. 1 gezeigten ausgerückten Zustand in den eingerückten Zustand gebracht wird, wird die Hydraulikkammer 14 von der Pumpe über die Öldurchführung 15 mit Hydraulikdruck versorgt, wodurch der Kolben 13 nach rückwärts bewegt wird. Die Last des Kolbens 13 wird in einer frühen Stufe von dem Vorsprung 34 auf den Kontaktbereich 38 der konischen Tellerfeder 36 übertragen. Erfindungsgemäß überwindet das äußere Umfangsende 40 der konischen Tellerfeder in dieser Stufe nach rückwärts eine Distanz, die um ein Verhältnis Y / X von Fig. 3 größer ist als der Kolbenhub (Rückwärtsbewegung des Kolbens 13), und zwar nach dem Hebelprinzip, und gelangt in Kontakt mit der Druckplatte 27 in dem Reibelement A, bevor der Kolben 13 den vorgeschriebenen Spielraum l durchmessen hat, das heißt dann, wenn der Kolbenhub den Punkt S 1 von Fig. 5 erreicht (siehe Fig. 2a). Danach beginnt die Übertragung der Last des Kolbens 13 über die konische Tellerfeder 36 auf das Reibelement A. In diesem Zustand ist die Federkonstante der konischen Tellerfeder 36 schwach, so daß diese einer entsprechend leichten Durchbiegung bzw. Verformung unterliegt. Mit einen größer werdenden Kolbenhub nimmt die Last, die von dem Reibelement A auf die Feder 36 ausgeübt wird, mit dem leichten Anstieg B in Fig. 5 zu.
  • Wenn der Kolbenhub den Punkt S 2 erreicht, gelangt ein Bereich 41 der konischen Tellerfeder 36 in Kontakt mit dem inneren Umfangsende 42 der Druckfläche 35, wodurch der Bereich 41 zu einem Kolbenkontaktbereich wird. Danach wird die Last des Kolbens 13 über den äußeren Umfangsbereich der Feder 36 von dem Bereich 41 auf das Reibelement A übertragen, so daß die Last bzw. Belastung des Reibelements A mit einer größer werdenden Federkonstante der Feder 36 mit einem steilen Anstieg von C in Fig. 5 zunimmt.
  • Wenn der Kolbenhub den Punkt S 3 erreicht, liegt ein äußerer Umfangsbereich der konischen Tellerfeder zwischen der Druckfläche 35 und der Druckplatte 27 flach bzw. wölbungsfrei (vollständig komprimierter Zustand), wie das in Fig. 1 gezeigt ist, das heißt die Kupplung ist vollständig eingerückt. Das Reibungselement A von Fig. 1 ist vereint, und das Drehmoment der Nabe 17 wird über das Reibelement A und den Zylinder 12 auf die Ausgangswelle 11 übertragen.
  • Zum Ausdrücken der Kupplung genügt eine Entlastung des Hydraulikdrucks in der Hydraulikkammer 14, und der Ablauf der vorstehend geschilderten Vorgänge findet in umgekehrter Folge statt. In diesem Falle übernimmt die konische Tellerfeder 36 die Funktion einer Rückholfeder. Fig. 5 zeigt die Relation zwischen Kohlenhub und Last (Kolbenlast), die durch den Kolben auf die Feder 36 ausgeübt wird.
  • In Fig. 6 ist eine alternative Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hier weist eine konische Tellerfeder 60 ein gekrümmtes Querschnittsprofil auf und gelangt in Kontakt mit einem Kolben 62 in einem Bereich 61, der etwas in der Nähe der inneren Peripherie liegt. Die Rückseite des Kolbens 62 ist flach. Zu Beginn des Einrückvorgangs der Kupplung wird die Last des Kolbens 62 durch den Kontaktbereich 61 der konischen Tellerfeder 60 aufgenommen, doch bewegt sich ein Kontaktbereich 64, das heißt ein die Kolbenlast aufnehmender Bereich der konischen Tellerfeder 60 mit zunehmend einrückender Kupplung in einer radialen Richtung kontinuierlich nach außen, wie das in Fig. 6a gezeigt ist. (Im Grunde genommen wird die Last von dem gesamten Kontaktbereich der konischen Tellerfeder 60 gegenüber dem Kolben 62 aufgenommen, doch wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit die obenstehende Form der Beschreibung gewählt). In diesem Fall wird die Federkonstante der konischen Tellerfeder 60 kontinuierlich größer, und die Relation zwischen dem Kohlenhub und der Lastaufnahme durch das Reibelement A entspricht der in Fig. 7 gezeigten Kurve.
  • Wenn einem Kolben 67 die in Fig. 8 gezeigte gebogene Querschnittsprofilform zwischen D und E verliehen wird, bewegt sich ein Kontaktbereich (68 in der Anfangsstufe) einer konischen Feder 66 selbst dann in radialer Richtung kontinuierlich nach außen, wenn eine gebogene konische Tellerfeder verwendet wird.
  • In der praktischen Ausführung der Erfindung können die konischen Tellerfedern die in den Fig. 9a bis 9c gezeigten Formen aufweisen. Zum Beispiel weist die konische Tellerfeder 45 von Fig. 9a eine Vielzahl quadratischer Öffnungen 46 auf (zur Vermeidung einer Lastkonzentration), während die konische Tellerfeder 47 von Fig. 9b eine Vielzahl von breiten, sich in radialer Richtung erstreckenden Schlitzen 48 an ihrer äußeren Peripherie zeigt. Die konische Tellerfeder 50 von Fig. 9c weist Radialschlitze 51 und 52 abwechselnd von der inneren und äußeren Umfangsseite auf. Krümmungen 53, 54 und 55 an jeder konischen Tellerfeder 45, 47 und 50 zeigen jeweils Kontaktbereiche mit dem Hydraulikkolben beim Einrücken der Kupplung.
  • In der praktischen Ausführung der Erfindung läßt sich die Charakteristik der Lastaufnahme durch das Reibelement A verschiedentlich ändern, nämlich durch die Kombination mehrerer konischer Tellerfedern 70 und 71, wie das in Fig. 10a gezeigt ist, oder durch die Verstärkung nur eines äußeren Umfangsbereichs oder inneren Umfangsbereichs der konischen Tellerfeder 70 mit weiteren konischen Tellerfedern 72 und 73, wie das in Fig. 10b und 10c dargestellt ist. Die Eingangs- und Ausgangsseite der Hydraulikkupplungen, wie sie zum Beispiel in Fig. 1 etc. gezeigt sind, können umgekehrt vorgesehen werden. In diesem Falle bezeichnet Bezugsziffer 11 die Eingangswelle und Bezugsziffer 18 die Ausgangswelle. Die vorliegende Erfindung ist auch für einen anderen Kupplungstyp als den hier aufgezeigten geeignet, nämlich zum Beispiel für eine Kupplung, bei der eine mit der Eingangswelle (oder Ausgangswelle) verbundene Kupplungsabdeckung einer mit der Ausgangswelle (oder Eingangswelle) verbundenen Nabe gegenüberliegend angeordnet ist und dazwischen ein Reibungselement aufgenommen wird.
  • Mit vorliegender Erfindung lassen sich folgende Vorteile erzielen:
    • (a) Die Schleppzeit der Hydraulikkupplung kann verkürzt werden. Das heißt beim Einrücken der Kupplung bewegt sich das äußere Umfangsende der konischen Tellerfeder über eine mehrfach längere Distanz (zum Beispiel in einem Verhältnis Y / X von Fig. 2, als jene des Kolbens in Richtung auf die Seite des Reibeelements, so daß das äußere Umfangsende der konischen Tellerfeder mit dem Reibungselement in sehr kurzer Zeit in Kontakt gelangt.
    • (b) Die Stoßwirkung beim Einrücken der Kupplung kann geschwächt werden. Das heißt zu Beginn des Einrückvorgangs der Kupplung ist die Federkonstante der konischen Tellerfeder gering und wird mit fortschreitendem Einrücken der Kupplung stufenweise oder stufenlos größer, so daß die Anstiegsrate der Lastaufnahme durch das Reibelement ebenfalls stufenweise oder stufenlos größer wird.
    • (c) Eine separate Rückholfeder wird nicht benötigt, so daß sich die Anzahl der erforderlichen Bauteile verringert.

Claims (10)

1. Druckmittelbetätigbare Reibscheibenkupplung mit einer Kolben-Zylinder-Betätigungsvorrichtung, zwischen deren gegenber eine Welle axial verschiebbarem Kolben und der diesem zugewandten Druckplatte der Kupplung eine Tellerfeder eingesetzt ist, die sich mit ihrem inneren Umfang an einer Kupplungshälfte abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Umfang (37) der Tellerfeder (36; 45; 47; 50; 61; 66; 70, 71; 70, 72; 70, 73) an der Welle (11) abgestützt ist, daß diese Tellerfeder in einem Bereich zwischen ihrem inneren Umfang (37) und ihrem äußeren Umfang (40) an den Kolben (13; 62; 67) anliegt und daß der Verlauf des Ringquerschnittsprofiles der Tellerfeder von dem Anlagebereich (38; 64; 68) an dem Kolben aus gesehen nach radial innen und nach radial außen in derselben Ausrichtung aus der Radialebene abweicht, so daß sich die Anlagebereiche (38; 64; 68) von Kolben und Feder im Zuge des Kolbenhubes beim Einrücken der Kupplung stufenweise oder stufenlos in radialer Richtung nach außen verlagern.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kolben (13) eine der Druckplatte (27) bzw. den Kupplungselementen (A) zugewandte ringförmige Druckfläche (35) und ein in derselben Richtung abragender ringförmiger Vorsprung ( 34) ausgebildet sind, welch letzterer der Mittelachse (0-0) der Welle (11) näher gelegen angeordnet ist als die Innenkante der ringförmigen Druckfläche (35) und daß der Anlagebereich (38) zwischen Kolben und Feder so ausgelegt ist, daß sich dieser beim Einrücken der Kupplung von dem ringförmigen Vorsprung (34) zur Innenkante der Druckfläche (35) verschiebt.
3. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellerfeder (60) ein gekrümmtes Querschnittsprofil aufweist und an dem Kolben (62) in einem Bereich (61) anliegt, der sich mehr in Nähe der inneren Peripherie der Feder (60) befindet.
4. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellerfeder (66) ein abgebogen geformtes Querschnittsprofil aufweist und daß die den Reibeelementen (A) zugewandte Seite des Kolbens (67) eine gekrümmte Oberfläche aufweist, die dem radial äußeren Umfang der Tellerfeder (66) näher gelegen ist als deren Abbiegezone.
5. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellerfeder (45) eine Vielzahl von quadratischen Entlastungsöffnungen (46) aufweist.
6. Kupplung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellerfeder (47) an ihrem äußeren Umfang eine Vielzahl von breit ausgebildeten Schlitzen (48) aufweist, die sich in radialer Richtung erstrecken.
7. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellerfeder (50) sich in radialer Richtung erstreckende Schlitze (51, 52) aufweist, die in Umfangsrichtung abwechselnd von dem inneren und dem äußeren Umfang ausgehend geführt sind.
8. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Tellerfedern (70, 71) einander schichtweise zugeordnet sind.
9. Kupplung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tellerfeder (42) so schmal ausgebildet ist, daß sie nur in einem äußeren Umfangsbereich der anderen Tellerfeder (70) anliegt, und zwar radial außerhalb von deren Anlagebereich an dem Kolben.
10. Kupplung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tellerfeder (43) so schmal ausgebildet ist, daß sie nur in einem inneren Umfangsbereich an der anderen Tellerfeder (70) anliegt, und zwar radial innerhalb von deren Anlagebereich an dem Kolben.
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