DE3442913C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/01—Flat foundations
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/32—Foundations for special purposes
- E02D27/42—Foundations for poles, masts or chimneys
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Description
Die Erfindung betrifft ein Köcherfundament mit Sauberkeitsschicht, Fun
damentplatte in Form einer Ortbetonschicht sowie von der Ortbetonschicht
unterfaßtem, in die Ortbetonschicht mit einem unteren Teilstück einbe
tonierten Köcherbauteil, dessen vertikale Last über einen Druckkegel in
die Fundamentplatte einfließt, wobei zwischen der Sauberkeitsschicht und
der Unterseite des Köcherbauteils Abstandselemente angeordnet sind, die
als Füße des Köcherbauteils ausgeführt sind. - Köcherfundament bezeich
net ein Fundament, in dessen Köcherbauteil eine Stütze oder dergleichen
eingestellt und zumeist auch vergossen wird. Das Köcherbauteil kann
dabei eine beliebige Höhe aufweisen, seine Höhe ist so eingerichtet, daß
die Stütze in statischer Hinsicht im Köcher festgehalten wird. Die Funda
mentplatte kann rechteckigen oder runden Grundriß aufweisen. Die Sau
berkeitsschicht besteht aus einem Beton geringer Festigkeit, beispiels
weise einem sogenannten Magerbeton, oder, je nach den Untergrundver
hältnissen, auch lediglich aus einer Sandschicht.
Bei einem gattungsgemäßen Köcherfundament (DE-GM 18 44 292) bestehen
die Füße des Köcherbauteils aus abgewinkelten Flacheisen, die in die
Sauberkeitsschicht einbetoniert sind. Das Köcherbauteil selbst ist mit
Hilfe von Schraubenbolzen daran angeschlossen. Da die Sauberkeits
schicht wie üblich keine besondere Festigkeit besitzt, kann sie die aus
dem Druckkegel resultierenden Kräfte nur in ungenügender Weise aufneh
men.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, bei einem Köcherfundament der
eingangs beschriebenen Gattung die aus dem Druckkegel resultierenden
Kräfte besser abzufangen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß auf die Sauberkeitsschicht eine
Ringbewehrung für die Fundamentplatte aufgelegt ist, die die Basis des
Druckkegels des Köcherbauteils umfaßt, und daß die Füße des Köcher
bauteils in dem Freiraum der Ringbewehrung auf die Sauberkeitsschicht
aufgesetzt sind. - Die Erfindung nutzt zunächst die Tatsache, daß das
Köcherbauteil verhältnismäßig leicht vorgefertigt und transportiert wer
den kann. Die Erfindung kombiniert diese Vorfertigung mit der Herstel
lung der Fundamentplatte in Ortbeton. Das kann an jeder Baustelle und
auf einfache Weise erfolgen, weil eine aufwendige Bewehrung der Funda
mentplatte nicht erforderlich ist. Dafür wird mit einer einfachen Ring
bewehrung gearbeitet, die unter dem Köcherbauteil die aus dem Druck
kegel resultierenden Beanspruchungen aufnimmt. Die Ringbewehrung liegt
im Beton des Fundamentplattenbauteils, welches mit entsprechenden Ab
standshaltern auf die Sauberkeitsschicht aufgelegt wird. Im Rahmen der
Erfindung liegt es, unterhalb oder oberhalb der Ringbewehrung eine
Bewehrung aus beispielsweise Betonstahlmatten anzuordnen, wenn das
Köcherfundament bezüglich des sogenannten Durchstanzens besonders
sicher sein soll. Im allgemeinen werden jedoch insoweit die Beanspru
chungen schon durch die Betonschicht aufgenommen, die sich unter der
Unterseite des Köcherbauteils befindet und deren Dicke durch die Füße
des Köcherbauteils bestimmt ist. Diese Füße werden mit einer entsprechen
den Höhe ausgerichtet, die mit Hilfsmitteln der modernen Statik ohne
Schwierigkeiten festgestellt werden kann. Hat das Köcherbauteil Momente
aufzunehmen, dann kann in Kombination zu den beschriebenen Maßnah
men in den Beton im oberen Bereich zwischen Sauberkeitsschicht und
Köcherbauteilunterseite zusätzlich eine obere Ringbewehrung eingelegt
sein. Dabei kann als obere Ringbewehrung eine mit der auf der Sauber
keitsschicht aufgelegten Ringbewehrung übereinstimmende Ringbewehrung
eingebracht werden.
Im Rahmen der Erfindung können Köcherbauteil und Ringbewehrung bzw.
Ringbewehrungen sehr unterschiedlich einander zugeordnet werden, so
lange nur die oben erläuterten Voraussetzungen erfüllt sind und die
Druckkegelbasis von der Ringbewehrung umfaßt wird. Je nach den Be
anspruchungen kann das Köcherbauteil auch exzentrisch zum Zentrum der
Ringbewehrung bzw. Ringbewehrungen angeordnet werden. Die untere
Ringbewehrung und die Köcherbauteilfüße können mit Hilfe einer Verbund
bewehrung vereinigt sein, was jedoch zur Aufnahme der Beanspruchun
gen nicht erforderlich ist. Die Ringbewehrung bzw. Ringbewehrungen
müssen nicht kreisrund sein. Das gilt aber auch für das Köcherbauteil,
welches insbesondere auch einen quadratischen oder rechteckigen Grund
riß aufweisen kann. Die Fundamentplatte kann rechteckigen oder runden
Grundriß aufweisen. Zur Herstellung einer Fundamentplatte kann auch
mit einer einfachen, die Fundamentplatte einfassenden Schalung gearbei
tet werden, beispielsweise in Form von Segmentschalungselementen, die
aneinander angeschlossen sind oder in Form einer sogenannten Spring
form mit Stahlbandverschluß.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausfüh
rungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das Köcherbauteil auf einer Sauberkeitsschicht vor dem Ein
bringen des Betons für das Fundamentplattenbauteil im Schnitt,
Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 nach dem Einbringen des Betons,
und
Fig. 3 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einzelne Schritte zur Herstellung eines Köcher
fundamentes. In der Fig. 1 erkennt man zunächst eine Fundamentfläche
1, die mit einer Sauberkeitsschicht 2 versehen ist. Auf die Sauberkeits
schicht 2 wurde eine Ringbewehrung 3 aufgelegt. In der Fig. 2 erkennt
man, daß nach dem Auflegen der Ringbewehrung 3 auf die Sauberkeits
schicht 2 ein vorgefertigtes, mit Köcherbauteilfüßen 4 ausgerüstetes
Köcherbauteil 5 aufgesetzt worden ist. Die Anordnung ist so getroffen,
daß bei einem Einbringen des Betons für das Fundamentplattenbauteil 6
das Köcherbauteil 5 nach Maßgabe der Höhe H der Köcherbauteilfüße 4
von dem Beton unterfüllt wird. Das erkennt man in der Fig. 2. Hier wird
gleichzeitig deutlich, daß das Köcherbauteil 5 mit einem unteren Teil
stück 7 in den Beton für das Fundamentplattenbauteil 6 um einige Zenti
meter einbetoniert worden ist. - Der Grundriß des Fundamentplattenbau
teils 6 wurde in der Fig. 3 dargestellt.
Im Ausführungsbeispiel, aber nicht beschränkend, ist das Köcherbauteil
5 zentrisch in bezug auf die Ringbewehrung 3 angeordnet und mit seinen
Köcherbauteilfüßen 4 in die Ringbewehrung 3 eingestellt, wobei eine Ver
bundbewehrung 8 einen Verbund zwischen den Köcherbauteilfüßen 4 und
der Ringbewehrung 3 herstellen kann. Die Köcherbauteilfüße 4 bestehen
im Ausführungsbeispiel ebenfalls aus Betonstahl und sind an die Köcher
bewehrung 9 angeschlossen. Der Druckkegel D wurde strichpunktiert an
gedeutet.
In den Fig. 1 und 2 erkennt man außerdem eine obere Ringbewehrung 10.
Sie wird insbesondere dann eingebracht, wenn das Köcherbauteil 5 Mo
mente aufzunehmen hat.
Claims (5)
1. Köcherfundament mit Sauberkeitsschicht, Fundamentplatte in Form
einer Ortbetonschicht sowie von der Ortbetonschicht unterfaßtem, in die
Ortbetonschicht mit einem unteren Teilstück einbetonierten Köcherbauteil,
dessen vertikale Last über einen Druckkegel in die Fundamentplatte ein
fließt, wobei zwischen der Sauberkeitsschicht und der Unterseite des
Köcherbauteils Abstandselemente angeordnet sind, die als Füße des
Köcherbauteils ausgeführt sind, dadurch gekennzeich
net, daß auf die Sauberkeitsschicht (2) eine Ringbewehrung (3) für
die Fundamentplatte (6) aufgelegt ist, die die Basis des Druckkegels (D)
des Köcherbauteils (5) umfaßt, und daß die Füße (4) des Köcherbau
teils (5) in dem Freiraum der Ringbewehrung (3) auf die Sauberkeits
schicht (2) aufgesetzt sind.
2. Köcherfundament nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Köcherbauteil (5) zentrisch in bezug auf die Ringbewehrung (3)
angeordnet ist.
3. Köcherfundament nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ringbewehrung (3) und die Köcherbauteilfüße (4) mit
Hilfe einer Verbundbewehrung (8) vereinigt sind.
4. Köcherfundament nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Beton im oberen Bereich zwischen Sauberkeits
schicht (2) und Köcherbauteilunterseite zusätzlich eine obere Ringbeweh
rung (10) eingelegt ist.
5. Köcherfundament nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
obere Ringbewehrung (10) eine mit der auf der Sauberkeitsschicht (2)
aufgelegten Ringbewehrung (3) übereinstimmende angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19843442913 DE3442913A1 (de) | 1984-11-24 | 1984-11-24 | Verfahren zur herstellung eines koecherfundamentes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843442913 DE3442913A1 (de) | 1984-11-24 | 1984-11-24 | Verfahren zur herstellung eines koecherfundamentes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3442913A1 DE3442913A1 (de) | 1986-06-05 |
| DE3442913C2 true DE3442913C2 (de) | 1988-06-23 |
Family
ID=6251072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843442913 Granted DE3442913A1 (de) | 1984-11-24 | 1984-11-24 | Verfahren zur herstellung eines koecherfundamentes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3442913A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2687704B1 (fr) * | 1992-02-20 | 1994-04-15 | Roger Communeau | Dispositif de realisation dans une fouille d'un massif de soutien en beton pour poteau . |
| DE102009021143A1 (de) * | 2009-05-13 | 2010-11-18 | Haus und Holzbau im Allgäu GmbH | Fundamentkorb, Fundament und Verfahren zur Bildung eines Fundaments |
Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
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-
1984
- 1984-11-24 DE DE19843442913 patent/DE3442913A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3442913A1 (de) | 1986-06-05 |
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