DE3443123C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entwässern
gewaschener Wäschestücke, bei dem die Wäschestücke
in einem (zylindrischen) Behälter mit mechanischem
Druck beaufschlagt werden (mechanische Entwässerung),
derart, daß Wasser über einen unteren wasserdurchläs
sigen Boden (Gegendruckplatte) aus dem Behälter ent
weicht. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrich
tung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens.
Bei einer bekannten Entwässerungspresse der vorge
nannten Art (DE-OS 32 28 512) ist der Boden des zylin
drischen Behälters als Gegendruckplatte ausgebildet
und mit einer Vielzahl von quergerichteten Kanälen
zum Ableiten des aus den Wäschestücken herausgepreßten
Wassers versehen. Der erforderliche Preßdruck wird
durch einen Druckstempel erzeugt, dessen Stempelplatte
von oben her in den Behälter absenkbar ist. Die Stem
pelplatte preßt die Wäschestücke gegen die bodenseitige
Gegendruckplatte, so daß im Bereich derselben das
herausgepreßte Wasser entweichen kann.
Die Entwässerungspresse gemäß DE-OS 32 28 512 ist neben
der mechanischen Entwässerung mit Einrichtungen zur
Strömungsentwässerung versehen. Während einer Phase
der Entwässerung wird über den Druckstempel bzw. die
Stempelplatte Druckluft in den Behälter ein- und durch
die Wäschestücke hindurchgeleitet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs
genannte Entwässerungspresse dahingehend zu verbessern,
daß bei schonender Behandlung der Wäschestücke die
Entwässerungsleistung erhöht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße
Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß Wasser (auch)
im oberen Bereich des Behälters aus diesem infolge
des mechanischen Drucks abgeleitet wird.
Erfindungsgemäß wird demnach Wasser nicht nur im unte
ren Bereich des Behälters über den Boden bzw. die
Gegendruckplatte abgeleitet, sondern auch im oberen
Bereich des Behälters, und zwar insbesondere über
den Druckstempel bzw. dessen Stempelplatte. Durch
diese doppelseitige Entwässerung wird die Leistung
der Entwässerungspresse, insbesondere während der
Anfangsphase der mechanischen Entwässerung, beträcht
lich erhöht. Etwa 40% des der Wäsche entzogenen Wassers
werden im oberen Bereich des Behälters, also über
die Stempelplatte, abgeleitet. Die nach Beendigung
der Entwässerung in den Wäschestücken (Wäschekuchen)
verbleibende Restfeuchte ist gegenüber bekannten Ver
fahren deutlich reduziert. Des weiteren wird eine
Verbesserung, insbesondere eine schonende Behandlung
der Wäschestücke, dadurch erzielt, daß infolge der
beiderseitigen Entwässerung der Druckaufbau bei der
mechanischen Entwässerung (im Wäschekuchen) langsamer
vor sich geht, als bei einer Entwässerung nur nach
unten (bei hinsichtlich Druckstempel-Einfahrgeschwin
digkeit usw. gleichen Verhältnissen), ferner dadurch,
daß beim Einspülen der Wäschestücke in den Behälter
entstehende Lufteinschlüsse ebenfalls nach oben und
unten entweichen können, zusammen mit dem Wasser.
Die Entwässerung im oberen Bereich des Behälters wird
nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung lediglich
während einer Teilphase der Gesamt-Entwässerung wirk
sam, insbesondere lediglich während einer Anfangs
phase. Nach dieser Anfangsphase wird die Wasserablei
tung im oberen Bereich des Behälters abgeschaltet
und nur noch über die untere Gegendruckplatte ent
wässert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung entspricht vorzugs
weise weitgehend derjenigen gemäß DE-OS 32 28 512,
wobei die Strömungsentwässerung zwar vorteilhaft aber
nicht zwingend erforderlich ist. Aufgrund der erfin
dungsgemäßen doppelseitigen mechanischen Entwässerung
sind auch ohne zusätzliche Strömungsentwässerung gute
Ergebnisse in bezug auf die Restfeuchte erzielbar.
Die Vorrichtung besteht demnach insbesondere aus einem
(heb- und senkbaren) zylindrischen Behälter mit wasser
abführender, unterer Gegendruckplatte, sowie einem
auf- und abbewegbaren Druckstempel mit innerhalb des
Behälters auf die Wäschestücke einwirkender Stempel
platte. Erfindungsgemäß sind in dieser nach oben bzw.
außen führende Wasserdurchtrittsöffnungen gebildet,
vorzugsweise in Gestalt von durchgehenden, vertikalen
Rohrstutzen. Diese leiten das Wasser im Bereich der
oberen Entwässerung zu einer mindestens teilweise
elastischen Abführungsleitung.
Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel
münden mehrere Rohrstutzen der Stempelplatte in einer
gemeinsamen Sammelleitung, insbesondere einem Ringka
nal, an der Oberseite der Stempelplatte. Diese Sammel
leitung wiederum ist über einen Verbindungsstutzen
mit der (elastischen) Abführungsleitung (Schlauch)
verbunden.
Die Ableitung von Wasser über die Rohrstutzen bzw.
den Ringkanal kann zentral unterbunden werden, und
zwar insbesondere zeitgesteuert. Zu diesem Zweck ist
in der Ausführungsleitung bzw. in dem Verbindungsstut
zen zu diesem ein steuerbares Absperrventil angeordnet.
Des weiteren sind die einzelnen Rohrstutzen mit Rück
schlagventilen versehen, die einen Rückfluß strömender
Medien (Wasser, Luft) von außen in den Behälter ver
meiden.
Bei Entwässerungspressen mit Strömungsentwässerung,
also in der Ausführung gemäß der DE-OS 32 28 512, wird
Druckluft zentral über eine Kolbenstange der Stempel
platte in den Behälter eingeführt. Erfindungsgemäß
wird nun die Druckluft beginnend mit der Endphase
der Wirksamkeit der oberen Entwässerung eingeleitet.
Die Folge hiervon ist, daß in der oberen Drainage
(Kanäle, Rohrstutzen) befindliches Wasser aus dieser
herausgedrückt wird. Die Strömungsentwässerung und
die mechanische Entwässerung über die obere Drainage
finden demnach mit zeitlicher Überschneidung statt.
Die Unterseite des Druckstempels bzw. der Stempelplatte
ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung mit
einer elastischen Auflage bzw. mit einem elastischen
Druckpolster versehen. Dieses ist vorzugsweise als
plattenförmiger Körper aus elastischem Kunststoffschaum
ausgebildet. Besonders geeignet hierfür ist hochver
dichteter Polyurethan-Schaum mit einem Raumgewicht
von 700 bis 800 kg/m3. In dem elastischen Druckpolster
ist eine Vielzahl von Bohrungen angeordnet mit einem
Durchmesser von etwa 5 bis 10 mm, insbesondere 6 mm.
Die Bohrungen führen bis an die Unterseite der Stempel
platte, die mit Kanälen für die Luft- und Wasserfüh
rung versehen ist.
Alternativ kann das Druckpolster vorteilhafterweise als
mit einer Flüssigkeit oder einem Gas gefüllter Hohl
körper ausgebildet sein, der oben durch die Stempel
platte begrenzt ist. Bei dieser Ausführung des Druck
polsters werden (elastische) Schlauchstücke durch den
gefüllten Hohlkörper von der Stempelplatte zur Untersei
te hindurchgeführt, um einerseits den Wasserdurchtritt
vom Innern des Behälters über den Druckstempel und
andererseits die Einleitung von Druckluft in den Behäl
ter zur Durchführung der Strömungsentwässerung zu er
möglichen. Das Medium innerhalb des Hohlkörpers kann
unter Druck stehen, so daß die elastischen Wandungen
desselben (Membran) unter Vorspannung gehalten sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch
eine Entwässerungspresse,
Fig. 2 einen Druckstempel eines anderen Ausführungs
beispiels einer Entwässerungspresse als Ein
zelheit, ebenfalls im Vertikalschnitt,
Fig. 3 ein Detail des Ausführungsbeispiels der
Fig. 2, nämlich die Verbindung einer Membran mit
einer Stempelplatte, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 eine weitere Einzelheit des Ausführungsbei
spiels der Fig. 2, nämlich einen Ausschnitt
einer Verteilerplatte, ebenfalls in vergrö
ßertem Maßstab.
Die Erfindung kann vorteilhafterweise in Verbindung
mit einer Entwässerungspresse Anwendung finden, die
derjenigen gemäß DE-OS 32 28 512 entspricht.
Wäschestücke 10 finden demnach Aufnahme in einem zylin
drischen Behälter 11. Dieser ruht auf- und abbewegbar
auf einer unteren Gegendruckplatte 12. Zur Ableitung
von Wasser im unteren Bereich des Behälters 11 ist die
Gegendruckplatte 12 an ihrer Oberseite mit Wasserab
leitungsnuten 13 versehen.
Die Wäschestücke 10 werden im Behälter 11 zur mecha
nischen Entwässerung durch einen Druckstempel 14 beauf
schlagt, dessen Stempelplatte 15 von oben her in den
offenen Behälter 11 einführbar und in diesem absenkbar
ist. Die Stempelplatte 15, die annähernd den Innenquer
schnitt des Behälters 11 ausfüllt, wird durch einen
Druckmittelzylinder (hier nicht gezeigt) über eine
Kolbenstange 16 gegen die Wäschestücke 10 gepreßt.
Dabei wird mechanisch Wasser aus den Wäschestücken
entfernt (Mechanische Entwässerung). Ein erheblicher
Teil des Wassers läuft über die Gegendruckplatte 12
bzw. die Wasserableitungsnuten 13 aus dem Behälter 11
ab.
Bei der vorliegenden Entwässerungspresse findet auch
auf der zur Gegendruckplatte 12 gegenüberliegenden,
oberen Seite eine Ableitung von aus den Wäschestücken
10 herausgepreßten Wasser statt (obere Entwässerung).
Zu diesem Zweck ist die Stempelplatte 15 mit mehreren
Wasserdurchtrittsöffnungen versehen, die eine Ableitung
von Wasser nach oben durch die Stempelplatte 15 hin
durch ermöglichen. Bei dem Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 1 werden die Wasserdurchtrittsöffnungen durch
Rohrstutzen 17 gebildet, von denen mehrere, z. B. fünf,
mit gleichen Umfangsabständen voneinander in der
Stempelplatte 15 angeordnet sind, so daß ein Durchgang
für Wasser und Luft in dieser entsteht. Die demnach
unten offenen Rohrstutzen 17 schließen mit den oberen
Enden an eine Sammelleitung an, nämlich einen Ring
kanal 18, der mit Abstand oberhalb der Stempelplatte
15 konzentrisch zu dieser verläuft. Mit dem Ringkanal
18 wiederum ist eine Abführungsleitung 19 verbunden.
Diese ist mindestens teilweise elastisch ausgebildet
(Schlauch), so daß sie den Auf- und Abbewegungen der
Stempelplatte 15 zu folgen vermag. Die Abführungslei
tung 19 ist hier über einen Verbindungsstutzen 20
mit dem Ringkanal 18 verbunden.
Die obere Entwässerung bzw. die Ableitung von Wasser
und gegebenenfalls Luft über die Stempelplatte 15,
sind regulierbar. Zu diesem Zweck ist im vorliegenden
Falle im Bereich des Verbindungsstutzens 20 ein steuer
bares Absperrventil 21 angeordnet. Durch dieses kann
die obere Drainage für die obere Wasser- und Luftab
leitung geschlossen werden. Das Absperrventil 21 wird
vorzugsweise zeitgesteuert (durch Zeituhr), derart,
daß die obere Drainage nur während einer Anfangsphase
des Entwässerungsvorgangs wirksam ist.
Im Bereich der Rohrstutzen 17 sind jeweils Rückschlag
ventile 22 angeordnet. Diese sind so ausgelegt, daß
strömende Medien nach außen, also in Richtung zum
Ringkanal 18, entweichen können, hingegen der Eintritt
von außen in den Behälter 11 gesperrt ist. Die Rück
schlagventile 22 befinden sich oberhalb der Stempel
platte, also außerhalb des (geschlossenen) Behälters 11.
Vorteilhaft ist die Anwendung des Systems der oberen
Entwässerung in Verbindung mit einer kombinierten
mechanischen und Strömungs-Entwässerung, wie sie bei
spielsweise in der DE-OS 32 28 512 beschrieben ist.
Über die rohrförmige Kolbenstange 16 wird zur Strö
mungsentwässerung Druckluft in den Behälter 11 einge
leitet. Ein Rückschlagventil 23 im Bereich der Stempel
platte 15 ist so ausgelegt, daß Druckluft in den Be
hälter einzutreten vermag, eine Strömung in umgekehrter
Richtung, also nach außen, jedoch abgesperrt ist.
Die Strömungsentwässerung bzw. die Zufuhr von Druck
luft in den Behälter 11 wird mit der oberen Entwässe
rung zeitlich abgestellt, derart, daß während einer
begrenzten Dauer von etwa 4 sec bis 10 sec, insbeson
dere 5 sec, Druckluft bei geöffnetem Absperrventil
21 zugeführt wird. Dadurch erfolgt kurzzeitig ein
Durchblasen der oberen Drainage mit Druckluft. Danach
wird das Absperrventil 21 geschlossen.
Die Stempelplatte 15 ist an ihrer Unterseite mit einem
elastischen Druckpolster 24 versehen. Dieses besteht
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 aus einem
plattenförmigen Element, insbesondere aus Polyurethan-
Schaum. In dem Druckpolster 24 ist eine Mehrzahl von
Bohrungen 25 gebildet, die den Durchtritt von Wasser
bzw. Luft aus dem Behälter 11 zu den Rohrstutzen 17
sowie den Durchtritt von Druckluft von der Druckluft
führungsleitung in der Kolbenstange 16 der Stempelplatte
15 zum Inneren des Behälters 11 ermöglichen. An der
Unterseite der Stempelplatte 15 sind in geeigneter Weise
verlaufende, nach unten offene Kanäle 26 o. dgl. ge
bildet, die im Bereich zwischen dem Druckpolster 24 und
der Stempelplatte 15 Strömungswege schaffen.
Die doppelseitige, nämlich die obere und untere Draina
ge ist so ausgelegt, daß etwa 40% des Wassers im obe
ren Bereich, also über die Stempelplatte 15, entweichen
und 60% unten, also über die Gegendruckplatte 12 ab
geleitet werden. Die obere Drainage bewirkt weiterhin,
daß beim Einspülen der Wäschestücke in den Behälter so
wie beim Einfahren des Druckstempels in diesen entste
hende Lufteinschlüsse mit dem Wasser entweichen können.
Eine vorteilhafte Alternativausführung für eine Stempel
platte 15 mit Druckpolster 24 ist in den Fig. 2 bis 4
gezeigt. Hier ist das Druckpolster als Hohlkörper 27
ausgebildet. Eine elastische Membran, insbesondere aus
Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen, ist ringsherum
mit dem äußeren Rand der Stempelplatte 15 verbunden,
derart, daß eine elastische Seitenwand 28 und eine eben
falls elastische Bodenwand 29 gebildet sind. Erstere
ist mit einer Seitenfläche 30 der Stempelplatte 15
verbunden, und zwar durch einen den oberen Rand der
Seitenwand 28 umfassenden und an die Seitenfläche 30
andrückenden Befestigngsring 31 mit winkelförmigem
Querschnitt. Darüber hinaus tritt ein Materialwulst
32 der Seitenwand 28 in eine entsprechend ausgebildete
Nut der Stempelplatte 15 ein.
Der Hohlkörper 27 besteht bei dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 2 aus einer durchgehenden Kammer 33, die hier mit
einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, gefüllt ist. Die
Flüssigkeit (oder ggf. Gas) kann unter erhöhtem Druck
in die Kammer gefüllt sein, so daß die elastischen
Wandungen des Hohlkörpers 27 unter Vorspannung stehen.
Die Einfüllung und evtl. Entnahme der Flüssigkeit in
bzw. aus dem Hohlkörper 27 erfolgt über eine Bohrung
34 in der Stempelplatte 15 mit anschließender Füllei
tung 35 und Ventil 36.
Durch die Stempelplatte 15 hindurch und durch den Hohl
körper 27 führen weitere Leitungen, nämlich wenigstens
eine Luftleitung 37 und eine oder mehrere Wasserleitun
gen 38. Die vorgenannten Leitungen 37, 38 sind verform
bar ausgebildet, insbesondere als Schlauchstücke. Im
Bereich der Stempelplatte 15 schließen sie an zugeord
nete Bohrungen 39, 40 an. Diese sind außerhalb des Hohl
körpers 27 mit Rohrstutzen 17 im Sinne des Ausführungs
beispiels der Fig. 1 oder mit separaten Luftzuführungs
leitungen 41 bzw. Wasserabführungsleitungen 42 verbunden.
Die (elastischen) Leitungen 37, 38 münden bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 in einem zentrischen Verteilerorgan,
welches als Verteilerplatte 43 ausgebildet ist. Diese
ist in eine Ausnehmung 44 der Bodenwand 29 der Membran
eingesetzt, nämlich einvulkanisiert und zusätzlich mit
Metallwulst 45 verankert. Die Verteilerplatte 43 besteht
vorzugsweise aus Bronze, Messing oder nichtrostendem
Stahl.
Innerhalb der Verteilerplatte ist eine flache, schlitz
artige Verteilerkammer 46 gebildet. An diese schließen
innenseitig die Leitungen 37, 38 an. Auf der Außenseite,
nämlich dem Innern des Behälters 11 zugekehrt, ist eine
Mehrzahl von Bohrungen 47 angeordnet, die eine ausrei
chende Verteilung der bei der Strömungsentwässerung
zugeleiteten Luft bewirkt und außerdem eine maximale
Leistungsfähigkeit bei der Entwässerung über den Druck
stempel ermöglicht.
Seitenwand 28 und Bodenwand 29 sind vorzugsweise mit
unterschiedlicher Wandstärke ausgebildet, nämlich die
Seitenwand dicker (z. B. 20 mm) und die Bodenwand 29
dünner (z. B. 12 mm). Als Material ist Gummi geeignet
mit 55 bis 60 Shore.
Die aus Oberwandung 48 und Unterwandung 49 bestehende
Verteilerplatte 43 hat eine Gesamtstärke von beispiels
weise 35 mm, wobei die Oberwandung 48 eine Dicke von 20 mm, die Ver
teilerkammer 46 eine Dicke von 10 mm und die Unterwandung 49 lediglich
5 mm Dicke aufweist. Der Durchmesser der Verteiler
platte 43 beträgt zweckmäßigerweise 300 mm bis 350 mm
bei einem Durchmesser des Behälters 11 von 850 mm.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Entwässern gewaschener Wäschestücke,
mit einem (zylindrischen) Behälter zur Aufnahme der
Wäschestücke, der einen unteren wasserdurchlässigen
Boden und einen oberen Druckstempel mit einer in den Be
hälter einführbaren sowie in demselben auf- und abbeweg
baren Stempelplatte aufweist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stempelplatte (15)
Wasserdurchtrittsöffnungen (17, 40) aufweist zum Ableiten von
Wasser infolge mechanischen Drucks im oberen Bereich des
Behälters (11), und daß an der Unterseite der Stempel
platte (15) ein elastisch verformbares Druckpolster (24)
mit Wasserdurchtritten (Bohrungen 25, 47
bzw. Wasserleitungen 38) zum Hindurchleiten des Wassers
durch das Druckpolster (24) zu den Wasserdurchtrittsöffnungen (17, 40) der Stempelplatte (15) ange
ordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckpolster (24 ) aus einer
verformbaren
Platte aus elastischem Kunststoff besteht,
insbesondere aus hochverdichtetem Polyurethan-Schaum.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wasserdurchtritte im elastischen Druck
polster (24) durch Bohrungen (25) und Kanäle (26) gebil
det sind, welch letztere an der Unterseite der Stempelplatte (15)
angeordnet und zu dem Druckpolster (24) hin offen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckpolster (24) als mit einer Flüssigkeit oder
einem Gas gefüllter, elastisch verformbarer Hohlkörper
(27) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wasserdurchtritte in dem aus dem Hohl
körper (27) gebildeten Druckpolster (24) durch Bohrungen
(47) und elastische Schlauchstücke (Wasserleitungen
38) gebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5
dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlkörper (27) seitlich und unten durch eine mit der
Stempelplatte (15) verbundene Wandung (Seitenwand 28,
Bodenwand 29) aus elastischem Werkstoff, insbesondere
Gummi, Polyurethan-Kunststoff oder dgl., gebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4-6,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine elastische Luftleitung (37) durch den
Hohlkörper (27) hindurchgeführt ist zur Zuführung von
Druckluft in den Behälter (11).
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4-7,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens die Luftleitung (37) im Bereich der Bodenwand
(29) des Hohlkörpers (27) in ein zum Inneren des Be
hälters (11) offenes Verteilungsorgan mündet, insbeson
dere in eine Verteilerplatte (43) mit innerer, flacher
Verteilerkammer (46) und einer Mehrzahl von Bohrungen
(47) in einer dem Behälter (11) zugekehrten Unter
wandung (49).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die starre, vorzugsweise aus Metall bestehende Ver
teilerplatte (43) durch Ein- bzw. Anvulkanisieren am
Hohlkörper (27) befestigt ist, insbesondere in einer Aus
nehmung (44) der Bodenwandung (29) des Hohlkörpers (27).
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Wasserdurchtrittsöffnungen in der Stempel
platte (15) als nach außen führende Rohrstutzen (17) ausgebildet
sind, die mit einer (elastischen) Abführungsleitung
(19) verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß die Rohrstutzen (17) oberhalb der Stempelplatte
(15) mit einem Sammelkanal verbunden sind, insbesondere
mit einem konzentrisch zur Stempelplatte (15) angeord
neten Ringkanal (18), an den die Abführungsleitung (19)
anschließt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Rohrstutzen (17) Rückschlagventile
(22) angeordnet sind, die gegen Eindringen strömender
Medien von außen in den Behälter (11) absperren.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
10-12, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abführungs
leitung (19) bzw. in einem mit dem Ringkanal (18) verbun
denen Anschlußstutzen für die Abführungsleitung (19) ein
(zeitabhängig) steuerbares Absperrventil (21) angeordnet
ist zur Steuerung der nur während einer Teilphase der
mechanischen Entwässerung erfolgenden Ableitung des
Wassers im oberen Bereich des Druckstempels (14).
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckstempel (14) Durchtritte (Bohrung 39) für Druckluft aufweist,
wodurch insbesondere während der Endphase der Ablei
tung von Wasser aus dem oberen Bereich des Druckstempels
(14) während einer Dauer von vier bis zehn Sekunden, vor
zugsweise von fünf Sekunden, das
Wasser aus den Kanälen, Leitungen etc. im oberen Bereich
des Druckstempels (14) anpreßbar ist.
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Applications Claiming Priority (2)
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