DE344352C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Filmbaendern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Filmbaendern

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DE344352C
DE344352C DE1920344352D DE344352DD DE344352C DE 344352 C DE344352 C DE 344352C DE 1920344352 D DE1920344352 D DE 1920344352D DE 344352D D DE344352D D DE 344352DD DE 344352 C DE344352 C DE 344352C
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03D—APPARATUS FOR PROCESSING EXPOSED PHOTOGRAPHIC MATERIALS; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03D15/00—Apparatus for treating processed material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Processing Devices Using Wet Methods (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Filmbändern. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Filmbändern und ähnlichen Streifen sowie den Apparat zur Durchführung des Verfahrens. Zweck der Erfindung ist die Behandlung der einen Fläche eines Filmbandes von großer Länge auf schnelle und gleichmäßige Weise mit einer Flüssigkeit, ohne daß letztere- in Kontakt mit der anderen Fihnbandflächetritt. EinweiteresVerwendungsfeld der Erfindung wird in der Behandlung von Filmbändern für Kinematographen erblickt, welche während des Färbevorganges lediglich auf einer Seite des Filmbandes unabhängig von der anderen Fläche" d. i. ohne diese zu befeuchten, behandeltwerden sollen. BedeutendeLängen solcher gefärbten Filmbänder werden gegenwärtig durch zweifaches Auftragen einer positiven Masse auf beide Filmbandflächen hergestellt und beide Fihnbandflächen in verschiedenen oder Komplementsfarben gefärbt. Bisher behandelte man die eine Filmbandfläche, während die andere Fläche auf eine aufblähbare Trommel o. dgl. zum Schutze der inneren Fihnbandfläche aufgewickelt war. Ein anderes Verfahren besteht darin., daß nach Fertigstellung- der einen Fihnbandfläche diese dann mit einem Überzug versehen wurde, um sie während der Bearbeitung der anderen Fläche zu schützen.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren wird das Filmband in Kontakt mit der Oberfläche der es behandelnden Flüssigkeit gebracht derart, daß die vorhandene Oberflächenspannung dieser Flüssigkeit letztere daran verhindert, entweder um den Rand des Filmbandes oder aber durch die bekannten, an den Filrnbandrändern vorgesehenen Durchbohrungen auf die andere Fläche des sich bewegenden Filmbandes gelangen kann. Genau genommen schwimmt das Filmband nicht auf der Oberfläche der Flüssigkeit noch wird es von dieser Oberfläche getragen, sondern es handelt sich hier um eine Kombination beider Zustände und besteht darin, daß das Filmband dicht über oder unter der Flüssigkeitsoberfläche getragen wird, und zwar in einer Zone, welche durch die Spannungsgrenze der zu verwendenden Flüssigkeit bestimmt wird. Es hat sich herausgestellt, daß, wenn die untere Filmbandfläche einmal durch die Berührung mit der Flüssigkeit angefeuchtet ist, das Filmband eine beträchtliche Entfernung über der Flüssigkeitsoberfläche nach aufwärts bewegt werden kann, ohne eine Unterbrechung des Kontaktes mit der Flüssigkeit herbeizuführen. Die Flüssigkeit steigt dabei gleichfalls nach aufwärts und bleibt fest an, der feuchten Filmbandfläche haften, ohne zurückzutropfen, selbst bei gleichzeitigem Vorschub des Filmbandes. Es ist somit möglich, bedeutende Längen solcher Filmbänder nur auf der einen Fläche zu behandeln, ohne daß die Flüssigkeit durch die vorhandenen Randlöcher oder um die Fihnbandkanten herum auf die andere Fläche gelangt. Die physikalische Beschaffenheit der Filmbänder für Kinematographen ändert sich erheblich mit dem atmosphärischen Zustande der Luft, z. B. verzieht sich das Band bei sehr feuchter Atmosphäre in Längsrichtung. In solchen Fällen hat sich jedoch herausgestellt, daß die Flüssigkeit fest an der Filmbandfläche haften bleibt und nicht auf die andere Bandfläche gelangt. In manchen Fällen konnte man beobachten, daß die Flüssigkeit in den Durchbohrungen eine ausgesprochene Meniskuskurve über der oberen Fläche des Filmbandes beschreibt, daß sie aber nicht zerreißt und über die obere Fihnbandfläche flutet. Dies trifft nicht nur zu in bezug auf die gewöhnlichen Randdurchbohrungen, sondern auch für die besonderen in der Mitte angebrachten, gewöhnlich von größerem Durchmesser bestehenden Öffnungen des Filmbandes.
  • Das Kennzeichen vorliegender Erfindung besteht in der Verwendung eines neuartigen Behälters, in welchem der Flüssigkeitsstand durch ein Überflußrohr stetig gehalten wird und in welchem das Filmband periodisch und gleitbar auf besonderen Tragorganen, und zwar innerhalb der Zone, in welcher die Flüssigkeit mit Bezug auf ihren normalen Flüssigkeitsstand infolge ihrer Spannung, ohne einerseits außer Kontakt mit dem Filmband zu geraten oder aber anderseits das Filmband zuüberfluten, nach aufwärts steigt oder nach abwärts sinkt.
  • Während die Kapillarität und Adhäsion zu diesem Ausgang beitragen mag, haben die Untersuchungen ergeben, daß die Phänomena der Flüssigkeitsspannung eine bessere Erklärung geben.
  • Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsformen der Erfindung.
  • Abb. i ist eine Ansicht von ob°n auf einen Apparat zur Durchführung d,:s Verfahrens dieser Erfindung.
  • Abb. 2 ist ein Längsschnitt nach Linie 2'-2' der Abb. i.
  • Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3'-3' der Abb. i.
  • Abb, 4 ist eine Einzelheitsansicht eines der Tragorgane.
  • Abb.5 ist eine schematische Ansicht des Apparates zur Behandlung beider Flächen des Filmbandes.
  • Der Apparat besteht aus einem Behälter i mit einem überflußrohr 2, welches das Niveau 3 der Flüssigkeit 4 konstant erhält, sowie einer Anzahl Tragorgane 5, welche das Filmband 6 zweckmäßig dicht über dem normalen Flüssigkeitsniveau tragen. Wird das Filmband zu niedrig getragen, so sinkt es und überwindet die Spannung der Flüssigkeit, so daß sich letztere nach aufwärts bewegt und auf die andere Seite des Filmbandes gelangt. Wird das Filmband zu hoch über dem Flüssigkeitsniveau gehalten, dann wird die Spannung der Flüssigkeit nicht ausreichen, diese mit der unteren Fläche des Filmbandes in Kontakt zu halten. Zwischen diesen Grenzen liegt die sogenannte »Spannungszone«. Die Tragorgane 5 sind mit senl#rechten Vorsprüngen 7 ausgebildet, welche als Seitenführungen für das Filmband dienen, während die flachen Teile 8 die Kanten des Filmbandes tragen, ohne in Berührung mit den Bildbandteilen des Filmes zu treten. Die Füße g und io dienen zur Befestigung des Tragorganes an dem Behälter i. Mit ii werden die bekannten Durchbohrungen der Filmbandränder und mit 12 eine der üblichen, in der Mitte des Filmbandes vorgesehenen Durchbohrungen bezeichnet. Die Abb. 2 zeigt, wie die Flüssigkeit durch die Durchbohrungen in einer ausgesprochenen Meniskuskurve nach aufwärts steigt, ohne zu zerreißen. Abb. 2 veranschaulicht eine ähnliche Kurve an jedem Ende der Berührungsstellen des Filmbandes und der Flüssigkeit. Das Filmband 6 wickelt sich von der Bandrolle 13 ab und läuft über die Führungsrolle 14 und von da über die Flüssigkeit zur Zahntrommel 15, welche von einer Scheibe 16 angetrieben wird. Es hat sich herausgestellt, daß bei bedeutenden Fihnbandlängen die erforderliche Spannung durch die Reibung zwischen Filmband, der Flüssigkeit und der Tragorgane erzeugt wird.
  • Um den Apparat in Betrieb zu setzen, wird das Filmband von der Bandtrommel 13 über die Walze 14 geleitet und in Kontakt mit der Flüssigkeitsoberfläche gebracht, dann über die Tragorgane weiter bewegt und an der Zahntrommel 15 befestigt. Der Apparat wird nun eingeschaltet. Wird ein längerer Kontakt des Filmbandes mit der Flüssigkeit gewünscht, so kann der Vorschub des Filmes abgestellt werden, da ein solcher nicht notwendig ist, um das Band daran zu verhindern, in die Flüssigkeit unterzutauchen. Sind die Tragorgane 5 mit Bezug auf die Oberfläche der Flüssigkeit richtig gelegen, so wird das Gewicht des sich bewegenden Filmbandes hauptsächlich durch die gespannte Flüssigkeit getragen, so daß, obgleich die Tragorgane rund und glatt sind, ,hur wenig Kontakt zwischen den Tragorganen und dem Filmband besteht, und dadurch die Emulsion oder der Auftrag des Filmbandes nicht beschädigt wird.
  • Das vorliegende Verfahren kann auch zur Behandlung des Filmbandes mit einer auf beiden Seiten aufgetragenen Positivemulsion, die belichtet ist, zur Gewinnung von sich deckenden bunten Bildern Verwendung finden, so daß eine Seite z. B. rot und die andere Seite grün gefärbt sein kann. Die Bilder auf einer Seite werden durch Rotnegative und die auf der anderen Seite durch Grünnegative kopiert. Bei der Herstellung dieser bunten Filmbänder für Kinematographen wird das Filmband, nachdem das Positiv auf beiden Seiten aufkopiert ist, entwickelt und gewaschen, aber nicht notwendigerweise in jedem Fall auf beiden Seiten fixiert. Wenn die Farbe mittels eines Färbe-, Beizverfahrens o. dgl. aufgetragen werden soll, so werden die eine oder beide Seiten gebeizt, so daß eine Fläche die eine Farbe und die andere Fläche die andere Farbe annimmt. Bei der Herstellung doppelseitig emulsionierter Filmbänder werden beide Bandflächen gewaschen, dann wird das Filmband in getrocknetem oder nicht getrocknetem Zustande durch den ersten Behälter gezogen und die eine Farbe aufgetragen. Nach erfolgtem Waschen in Behälter 17 und nach Umwenden des Filmbandes um i8o°, wird das Verfahren in einem anderen Behälter ig, der die zweite Farbe enthält, wiederholt.
  • Gemäß dieser Erfindung wird somit der Trockenvorgang erspart, welcher vor Auftragen der zweiten Farbe zum Schutze der zuerst gefärbten Fläche nötig war. Außerdem wird auch in den Fällen, wo das Filmband auf eine aufblähbare Trommel aufgewunden ist, das Auf-und Abwinden des Filmbandes vor und nach den ersten und zweiten Färbevorgängen vermieden. Das vorliegende Verfahren wird in einem kontinuirlichen Arbeitsgange durchgeführt, ohne daß Schutzmaßnahmen für die eine oder die andere Fläche, wie das Trocknen, Auf- und Abwinden des Filmbandes, zu treffensind. Dadurch wird nicht nur an Arbeit gespart, sondern es werden auch Beschädigungen des Filmbandes weit weniger auftreten. Auch kann der Film an jeder Stelle untersucht sowie der Färbevorgang beobachtet werden, was natürlich ein gleichmäßigeres Produkt zur Folge hat. - In großen Anlagen werden eine Anzahl Färbebehälter angewendet, oder aber bei Verwendung nur eines einzigen Behälters wird dieser so groß angefertigt, daß er Platz für verschiedene Sätze der das Filmband tragenden Organe bietet, so daß mehrere Filmbänder ohne Arbeitsvernehmung gleichzeitig behandelt werden können.
  • Während die vorliegende Erfindung mit besonderer Berücksichtigung auf das Waschen, Bleichen, Beizen und Färben schwacher doppeltgefärbter Filmbänder für Kinematographen beschrieben ist, kann sie auch vorteilhaft für andere Zwecke Verwendung finden. Die Erfindung soll daher nicht lediglich auf die Behandlung von Filmbändern für photographische Zwecke oder auf beiden Seiten überzogene Materialien beschränkt werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung der unteren Fläche eines Filmbandes mit einer Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man das Filmband auf oder dicht über der Flüssigkeitsoberfläche unter Benutzung der Oberflächenspannung anbringt.
  2. 2. Verfahren zur Behandlung beider Filmbandflächen, .dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst die eine Fläche in einer Zone innerhalb der Spannungsgrenze der Flüssigkeit hält, dann um 18o° wendet und zur Behandlung der anderen Filmbandfläche den Film in Kontakt mit einer zweiten Flüssigkeit bringt.
  3. 3. Vorrichtung zur Behandlung vor. Filmen, gekennzeichnet durch einen Behälter mit darin angebrachten Filmtragorganen, auf denen die Filmbänder innerhalb der Oberflächenspannungsgrenze liegen, ruhen oder gleiten. q.. Vorrichtung zur Behandlung von Filmen nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Behälter übereinander angeordnet sind, so daß die eine Fläche des Filmbandes nach erfolgter Behandlung der anderen Fläche im ersten Behälter und Versetzung des Filmbandes zwischen den beiden Behältern um 18o ° in dem zweiten Behälter behandelt wird.
DE1920344352D 1919-03-14 1920-05-13 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Filmbaendern Expired DE344352C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096199B (de) * 1957-10-16 1960-12-29 Zindler Lumoprint Kg Oberflaechen-Entwicklungs-Vorrichtung
DE1118607B (de) * 1958-04-28 1961-11-30 Zindler Lumoprint Kg Entwicklungsvorrichtung zum Herstellen von Kopien
DE1122372B (de) * 1958-01-22 1962-01-18 Zindler Lumoprint Kg Vorrichtung zum Herstellen von Kopien nach dem Diffusionsverfahren

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1122372B (de) * 1958-01-22 1962-01-18 Zindler Lumoprint Kg Vorrichtung zum Herstellen von Kopien nach dem Diffusionsverfahren
DE1118607B (de) * 1958-04-28 1961-11-30 Zindler Lumoprint Kg Entwicklungsvorrichtung zum Herstellen von Kopien

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