DE3446385C2 - Axialgasturbine - Google Patents
AxialgasturbineInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D11/00—Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages
- F01D11/08—Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages for sealing space between rotor blade tips and stator
- F01D11/14—Adjusting or regulating tip-clearance, i.e. distance between rotor-blade tips and stator casing
- F01D11/20—Actively adjusting tip-clearance
- F01D11/24—Actively adjusting tip-clearance by selectively cooling-heating stator or rotor components
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Description
Die Erfindung betrifft ein Axialgasturbinen-Triebwerk gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Axialgasturbinen-Triebwerke weisen allgemein einen
Verdichterabschnitt, einen Brennkammerabschnitt und einen
Turbinenabschnitt auf. Durch die Abschnitte des Triebwerks
erstreckt sich ein Rotor hindurch, wobei ein feststehendes, sich in axialer
Richtung erstreckendes Gehäuse den Rotor umgibt. Zwischen dem Rotor
und dem Gehäuse führt ein ringförmiger Strömungsweg für die
heißen Arbeitsgasmedien durch das Triebwerk hindurch. Wenn
die Gase durch die Maschine hindurch strömen, werden sie in
dem Verdichterabschnitt komprimiert, in dem Brennkammerab
schnitt mit Treibstoff verbrannt und bei ihrem Durch
gang durch den Turbinenabschnitt entspannt, um Nutzar
beit zu liefern.
Der Rotor in dem Turbinenabschnitt besteht aus einer
Rotoranordnung, um Nutzarbeit aus den heißen, unter Druck
stehenden Gasen zu erzielen. Diese Rotoranordnung umfaßt
eine Rotorscheibe und eine Vielzahl von Rotor
schaufeln, die sich durch den Strömungsweg des Arbeits
mediums hindurch nach außen erstrecken.
Innerhalb des Gehäuses ist im Turbinenabschnitt eine in Se
gmente aufgeteilte äußere Luftdichtung vorgesehen, die um die
Rotorschaufelanordnung herum angeordnet ist, um ein
Lecken des Arbeitsgasmediums über den Spitzen der Schau
feln zu verhindern. Diese Luftdichtung ist über eine Abstützeinrichtung
am äußeren Gehäuse abgestützt und wird durch diese in Lage
gehalten. Die äußere Luftdichtung weist
zur Rotorschaufelanordnung einen radialen Abstand
auf und beläßt dazwischen einen Spalt für ein Aus
dehnungsspiel. Der Ausdehnungsspalt ist vorgesehen, um
eine zu Zerstörungen führende Überlagerung zwischen den
Rotorschaufeln und der äußeren Luftdichtung zu verhindern.
In modernen Triebwerken wird der Ausdehnungsspalt
zwischen den Rotorschaufeln und der äußeren Luftdichtung
moduliert, um das Spiel während unterschiedlicher Be
triebszustände des Triebwerks zu minimieren. Beispiele
von Triebwerken, die äußere Konstruktionen verwenden,
um den Ausdehnungsspalt zu verändern, sind in dem
US-Patent 4 019 320 von Redinger et al, mit dem Titel
"External gasturbine engine cooling for clearance control"
und in dem US-Patent 4 247 248 von Chaplin et al mit
dem Titel "Outer air seal support structure for a
gasturbine engine" beschrieben, auf deren Inhalt hier
mit Bezug genommen wird. In Redinger und in Chaplin wird
der Durchmesser der äußeren Luftdichtung um die An
ordnung der Rotorschaufeln herum und somit der Spalt für
das Ausdehnungsspiel wahlweise durch Kühlen eines Be
reichs des Gehäuses eingestellt. Wie in Redinger und
Chaplin dargestellt, ist jede äußere Luftdichtung mit
einem Statorabstützaufbau versehen, der einen stromauf
wärtigen und einen stromabwärtigen Abstützring umfaßt.
Das Triebwerksgehäuse besitzt neben dem stromaufwärtigen
Abstützring eine sich in Umfangsrichtung erstreckende
schienenartige Flanschverbindung; neben dem stromab
wärtigen Abstützring ist eine zweite sich in Umfangs
richtung erstreckende schienenartige Flanschverbindung
vorgesehen. Auf diese Flanschverbindungen wird Kühlluft
geblasen. Wenn die Kühlluft von den äußeren Flanschver
bindungen die Hitze abführt, ziehen sich die äußeren
Flanschverbindungen zusammen und zwingen den Abstütz
aufbau zu einem kleineren Durchmesser. Der innere Ab
stützaufbau ist bezüglich des äußeren Gehäuses und der
äußeren Luftdichtungssegmente in Umfangsrichtung ver
schiebbar, um sich den großen Änderungen im Durchmesser
anpassen zu können. Ein Abstellen der Kühlluft ermöglicht
es den Flanschverbindungen, sich mit einem auftretenden
Zuwachs des Durchmessers des inneren Stützaufbaus und
der äußeren Luftdichtungen auszudehnen. Wenn der Aus
dehnungsspalt zwischen der äußeren Luftdichtung und den
Rotorschaufeln verändert wird, müssen sich der stromauf
wärtige und der stromabwärtige Abstützring um den
gleichen Betrag bewegen, um ein Kippen der äußeren
Luftdichtungssegmente von vorne nach rückwärts zu ver
hindern. Beispielsweise könnte ein Kippen der Segmente
dadurch entstehen, daß ein unerwarteter axialer Tempera
turgradient in dem äußeren Gehäuse zwischen den Flansch
verbindungen auftritt oder wenn die stromaufwärtige
Flanschverbindung unerwarteterweise mehr gekühlt wird
als die stromabwärtige Flanschverbindung, wodurch der
Spalt am vorderen Ende der Luftdichtung gegenüber dem
am hinteren Ende abnimmt. Eine unverhergesehene Abnahme
des Ausdehnungsspalts zwischen der äußeren Luftdichtung
und der Rotorschaufeln kann zu einer zerstörenden Über
lagerung zwischen den Rotorschaufeln und der äußeren Luft
dichtungen führen, was mit einer Leistungsminderung des
Triebwerks oder gar mit einem Verlust einer Rotorschaufel
einhergeht.
Ein Kippen der Segmente könnte an einer stromabwärtigen
Flanschverbindung beispielsweise deshalb auftreten, weil
eine unvorhergesehene Leckage des Gases aus dem Inneren
des Gehäuses zum Äußeren des Gehäuses durch einen Flansch
an der Flanschverbindung auftritt. Diese unerwartete
Leckage verursacht ein Erhitzen des Flansches und eine
Zunahme des Spalts an der Rückseite der Dichtung im Ver
gleich zur Vorderseite. Ein Spalt zwischen den Rotor
schaufeln und der äußeren Luftdichtung, der größer ist als
erwartet, kann eine Abnahme des Wirkungsgrads des Trieb
werks infolge einer Zunahme der Leckage des Arbeits
gasmediums über den Spitzen der Rotorschaufeln verur
sachen.
Die zur Kühlung der stromaufwärtigen und stromabwärtigen
Flanschverbindung erforderliche Kühlluftmenge ist eben
falls wichtig. Die Kühlluft, die auf die kühlbaren
Flanschverbindungen aufgebracht wird, ist bis zu einem
bestimmten Grad komprimiert, um es dieser Luft zu er
möglichen, von Blaskanälen zu den Flanschverbindungen zu
strömen. Der Kompressorabschnitt des Triebwerks ist eine
Quelle für die unter Druck stehende Kühlluft. Wenn Ar
beitsgasmedium durch den Fanabschnitt hindurchtritt, wird
ein Teil des unter Druck stehenden Gases (Luft) aus dem
Strömungsweg des Arbeitsmediums abgezweigt und zu Blas
kanälen geführt. Da die Kühlluft aus dem Strömungsweg
des Arbeitsmediums abgezweigt wird, nachdem durch das
Triebwerk Energie auf sie aufgebracht wurde, um das Gas
unter Druck zu setzen, ist es wünschenswert, die zur
Kühlung der Spaltkontrolle erforderliche Kühlluftmenge
zu reduzieren
Eine Axialgasturbine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art ist ferner aus der DE-OS-26 54 300 bekannt. Bei dieser bekannten Axialgasturbine wird der um die Rotorschaufeln herum angeordnete Dichtungsring von einem stromaufwärtigen und stromabwärtigen Abstützring am äußeren Gehäuse abgestützt. Die beiden Abstützringe sind hierbei an axial voneinander beabstande ten Stellen mit dem äußeren Gehäuse im Eingriff, so daß auch hier die Gefahr besteht, daß bei einer ungleichen Kühlung der Flansche die Schrumpfung bzw. Ausdehnung der Abstützringe unterschiedlich ist und ein Kippen des Dichtungsrings auftritt.
Eine Axialgasturbine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art ist ferner aus der DE-OS-26 54 300 bekannt. Bei dieser bekannten Axialgasturbine wird der um die Rotorschaufeln herum angeordnete Dichtungsring von einem stromaufwärtigen und stromabwärtigen Abstützring am äußeren Gehäuse abgestützt. Die beiden Abstützringe sind hierbei an axial voneinander beabstande ten Stellen mit dem äußeren Gehäuse im Eingriff, so daß auch hier die Gefahr besteht, daß bei einer ungleichen Kühlung der Flansche die Schrumpfung bzw. Ausdehnung der Abstützringe unterschiedlich ist und ein Kippen des Dichtungsrings auftritt.
Aus der US-PS-3 391 904 sind kegelstumpfförmige Abstützringe
bekannt, mit denen der Dichtungsring oder die Statorschaufel über
Haken verbunden sind.
Weiterhin ist aus der US-PS-4 013 376 eine Axialgasturbine
bekannt, bei der die Kühlluft nicht von außen auf die Flanschanordnung,
sondern innerhalb des Gehäuses in einem Kanal geführt
wird, der vom stromaufwärtigen und stromabwärtigen Abstützring
begrenzt wird. Beide Abstützringe sind dort im Flanschbereich mit
dem Gehäuse in Eingriff. Es handelt sich dort jedoch um eine
Turbine mit einem anderen Kühlprinzip, das sich von der be
schriebenen Außenkühlung der Flansche grundlegend unterscheidet
und bei dem das Problem der Schrägstellung des Dichtungsrings
aufgrund einer ungleichen Kühlung der Abstützringe nicht
auftritt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die gattungs
gemäße Axialgasturbine so auszubilden, daß der Kühlluftbedarf zur
Steuerung des Schaufelspitzenspiels verringert wird und ungleich
mäßige Bewegungen der Dichtungssegmente verhindert werden.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den
weiteren Ansprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß ist jeder Abstützring in bogenförmige Abstütz
segmente unterteilt, wobei die Abstützsegmente des stromaufwärti
gen Abstützringes und die Abstützsegmente des stromabwärtigen
Abstützringes zusammen in einem einzigen axialen ersten Bereich
radial innerhalb der Flanschanordnung an dem Gehäuse befestigt
sind und sich die Flanschanordnung in einem zweiten axialen
Bereich erstreckt, der sich mit dem ersten axialen Bereich
überlappt oder von dem ersten axialen Bereich einen Abstand hat,
der kleiner als die Weite der Flanschverbindung ist.
Durch die Unterteilung der Abstützringe in bogenförmige Ab
stützsegmente wird ein gleichmäßiges, spannungsfreies Ausdehnen
und Schrumpfen der den Dichtungsring tragenden Abstützringe
erreicht. Ein Hauptvorteil der vorliegenden Erfindung ist
weiterhin, daß beim Schrumpfen und Ausdehnen der stromaufwärtigen
und stromabwärtigen Abstützringe diese um den gleichen Betrag
bewegt werden, so daß ein Kippen der Abstützsegmente von vorne
nach hinten verhindert wird, wenn die Abstützringe und der
Dichtungsring durch die kühlbare Flanschanordnung nach innen und
außen bewegt werden. Die Gefahr eines Schrägstellens des
Dichtungsrings bezüglich der Rotorschaufeln kann dadurch
vermieden werden. Hierdurch kann der vorbestimmte Luftspalt
zwischen dem Dichtungsring und den Rotorschaufeln genau eingehal
ten werden, so daß sich ein hoher Triebwerkswirkungsgrad ergibt.
Dieser Triebwerkswirkungsgrad wird auch dadurch verbessert, daß
durch die Anordnung einer einzigen kühlbaren Flanschverbindung
für ein stromaufwärtiges und stromabwärtiges Abstützringpaar eine
wirkungsvolle Verwendung der Kühlluft gewährleistet ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform, bei der diejenigen
Abstützsegmente, die sich zu einem Ende der Statorschaufelanord
nung hin erstrecken, integral mit zumindest einem dieser
Statorschaufeln ausgebildet ist, kann in vorteilhafter Weise eine
Reduzierung der Anzahl der Teile des Triebwerks erreicht werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist jedes
Abstützsegmentenpaar einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Haken auf, der mit einem sich in Umfangsrichtung auf der
Innenseite des äußeren Gehäuses umlaufenden Haken in Umfangs
richtung gleitend in Eingriff ist. Dieser Gleiteingriff führt zu
einer weiteren Spannungsverminderung und Vergleichmäßigung beim
Schrumpfen und Ausdehnen der Flanschanordnung und der Abstütz
segmente.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Turbofan-Gasturbinentriebwerks mit
einem an dem Fangehäuse herausgebrochenen Be
reich, um eine Kühlluftleitung zu zeigen,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Teil eines Tur
binenabschnitts dieses Triebwerks, und
Fig. 3 eine alternative Ausführungsform des Turbinen
abschnitts aus Fig. 2.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Turbofan-Gasturbinen
triebwerk dargestellt. Das Triebwerk weist einen Fanab
schnitt 10, einen Verdichterabschnitt 12, einen Brenn
kammerabschnitt 14 und einen Turbinenabschnitt 16 auf,
des weiteren eine Drehachse A und einen ringförmigen
Strömungsweg 18 für die Gase des Arbeitsmediums, das
axial durch die bezeichneten Abschnitte des Triebwerks
hindurchströmt. Kreisförmig um den Strömungsweg des
Arbeitsmediums herum erstreckt sich ein kühlbares äußeres
Gehäuse 20. Im Turbinenabschnitt des Triebwerks besitzt
das äußere Gehäuse zumindest eine, integral mit ihm aus
gebildete kühlbare Flanschverbindung 22, die sich in Um
fangsrichtung außen um das Gehäuse herumerstreckt. Zum
Aufbringen von Kühlluft auf die Flanschverbindungen ist
ein entsprechendes Mittel vorgesehen, beispielsweise
eine Vielzahl von Blaskanälen 24, die sich in Umfangs
richtung um das Äußere des Gehäuses herum erstrecken.
Eine Vielzahl von Kühlluftlöchern 26 stellt eine Strö
mungsverbindung des Inneren jedes Kanals mit der zuge
ordneten Flanschverbindung her. Eine für die Kühlluft vor
gesehene Leitung 28 erstreckt sich von dem Fanabschnitt
des Triebwerks nach rückwärts und steht in Strömungsver
bindung mit den Blaskanälen, um für die kühlbaren Flansch
verbindungen eine Kühlluftquelle bereitzustellen.
In Fig. 2 ist die Ansicht eines Längsschnitts durch einen
Bereich des Turbinenabschnitts 16 des Triebwerks darge
stellt, wobei ein Teil des kühlbaren äußeren Gehäuses 20
und des ringförmigen Strömungswegs 18 für das heiße Ar
beitsmedium gezeigt ist. Von dem äußeren Gehäuse 20 er
streckt sich eine Statorschaufelanordnung, dargestellt
durch die einzelne Statorschaufel 30, radial nach innen
durch den Strömungsweg des Arbeitsmediums hindurch. Jede
Statorschaufel besitzt einen gleitend an dem äußeren Ge
häuse angreifenden stromaufwärtigen Fuß 32 und einen
stromabwärtigen Fuß 34. Der stromabwärtige Fuß ist an
dem äußeren Gehäuse durch ein geeignetes Mittel, bei
spielsweise eine Schrauben-Mutter-Anordnung 35 befestigt.
Der Turbinenabschnitt umfaßt eine erste Rotorschaufel
anordnung, die durch die einzelne Rotorschaufel 38 re
präsentiert ist. Das erste Rotorschaufelblatt 38 endet
in einer Schaufelspitze 40, die axial orientiert ist,
d. h. sie erstreckt sich im wesentlichen in axialer
Richtung. Eine zweite Rotorschaufelanordnung, dargestellt
durch die einzelne Rotorschaufel 42, ist in einem axialen
Abstand von der ersten Rotorschaufelanordnung vorge
sehen, um eine wechselweise Anordnung von Rotorschaufeln
und Statorschaufeln zu bilden. Die zweite Rotorschaufel
endet in einer Spitze 44, die sich im wesentlichen axial
orientiert.
Die erste Rotorschaufel 38 und die zweite Rotorschaufel
42 erstrecken sich durch den ringförmigen Strömungs
weg 18 nach außen bis in die Nähe des kühlbaren äußeren
Gehäuses 20. Und die erste Rotorschaufelanordnung erstreckt
sich in Umfangsrichtung eine erste Luftdichtung 46 herum,
die von den Rotorschaufeln radial einen Abstand aufweist
und so einen radialen Spalt G beläßt. Diese äußere Luft
dichtung wird von einer Anordnung aus bogenförmigen
Dichtungssegmenten gebildet, wobei diese Anordnung durch das
einzelne Dichtungselement 48 dargestellt ist. An den
Segmenten greift ein Statoraufbau 50 an, um die An
ordnung der äußeren Dichtungssegmente in radialer Rich
tung abzustützen und in Lage zu halten. Der Statoraufbau
umfaßt einen stromaufwärtigen und einen stromabwärtigen
Abstützring 52 bzw. 54. Der stromabwärtige Abstützring
besitzt eine kegelstumpfförmige Gestalt und wird aus
einer Vielzahl von stromabwärtigen Abstützsegmenten ge
bildet, wie durch das einzelne stromabwärtige Abstütz
element 56 dargestellt. Jedes stromabwärtige Abstütz
element greift an der äußeren Luftdichtung an und ist
bezüglich dieser in Umfangsrichtung verschiebbar. Jedes
stromabwärtige Abstützelement erstreckt sich von der
äußeren Luftdichtung zum äußeren Gehäuse 20 und greift
verschiebbar an diesem an. In dem dargestellten Aus
führungsbeispiel ist das Zentrum des stromabwärtigen Ab
stützelements frei, sich in Umfangsrichtung zu bewegen.
In einer alternativen Ausbildung kann ein Zentralbolzen
(nicht dargestellt) in dem stromabwärtigen Abstützelemente
den Zentralabschnitt des stromabwärtigen Abstützelements
an einer Verschiebung in Umfangsrichtung bezüglich des
Gehäuses hindern. Welche Ausbildungsform auch gewählt
wird, die Enden jedes Segments sind frei, sich in Umfangs
richtung zu bewegen; das Abstützsegment ist bezüglich der
äußeren Luftdichtung und des äußeren Gehäuses in Umfangs
richtung verschiebbar.
Der stromaufwärtige Abstützring 52 weist eine kegelstumpf
förmige Gestalt auf und wird von einer Vielzahl von
stromaufwärtigen Abstützsegmenten gebildet, wie es durch
das einzelne stromaufwärtige Abstützelement 58 darge
stellt ist. Jedes stromaufwärtige Abstützsegment ist von
dem äußeren Gehäuse 20 und einem zugeordneten stromab
wärtigen Abstützsegment 56 umschlossen. Jedes stromauf
wärtige Abstützelement greift verschiebbar an dem äußeren
Gehäuse an und erstreckt sich von dem äußeren Gehäuse zu
der äußeren Luftdichtung, um an dieser anzugreifen. Be
züglich der äußeren Luftdichtung 46 ist jedes stromauf
wärtige Abstützsegment in Umfangsrichtung verschiebbar.
Des weiteren ist ein innerer Flansch 62 vorgesehen. Dieser
Flansch ist ein Beispiel eines Mittels zum Befestigen
der Vielzahl stromaufwärtiger Abstützsegmente 58 und der
Vielzahl stromabwärtiger Abstützsegmente 56 an dem
äußeren Gehäuse 20. Der Flansch befestigt die Segmente
an dem äußeren Gehäuse an einer ersten Stelle A₁ und
umfaßt eine Schulter 64 und einen Haken 66. Jedes strom
aufwärtige Segment wird zwischen dem Flansch an dem Ge
häuse und einem zugeordneten stromabwärtigen Abstütz
segment 56 eingeschlossen. Durch einen Haken 68 ist das
stromabwärtige Abstützsegment angepaßt, in Umfangs
richtung gleitend an dem sich in Umfangsrichtung er
streckenden Haken 66 des äußeren Gehäuses anzugreifen.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Flansch
62 integral mit dem äußeren Gehäuse ausgebildet. Es sind
andere zufriedenstellende Konstruktionen denkbar, welche
ein Mittel zum Befestigen des stromaufwärtigen und des
stromabwärtigen Abstützsegments verwenden, das nicht in
tegral mit dem äußeren Gehäuse verbunden ist (beispiels
weise ein zweiter Satz Abstützringe), und was dennoch
eine Bewegung in Umfangsrichtung zwischen den stromauf
wärtigen und stromabwärtigen Ringen und dem äußeren Ge
häuse ermöglicht.
Außen um das äußere Gehäuse an einer Stelle A₂, die zur
ersten axialen Stelle A axial benachbart ist, erstreckt
sich eine kühlbare Flanschverbindung 22 mit einer axialen
Weite W in Umfangsrichtung herum. Der Terminus "benach
bart" bedeutet, daß die axiale Stelle des Flanschs in
einem Abstand D liegt, der kleiner ist als die Weite
W der Flanschverbindung. Dieses Ausführungsbeispiel
zeigt, daß die axiale Stelle A₂ der Flanschverbindung 22
und die axiale Stelle A₁ sich überlappen.
Durch den ringförmigen Strömungsweg 18 hindurch er
streckt sich eine zweite Anordnung von Rotorschaufeln 42
bis in die Nähe des kühlbaren äußeren Gehäuses 20. Um
diese Rotorschaufelanordnung erstreckt sich in Umfangs
richtung eine zweite äußere Luftdichtung 72 herum, die
von den Rotorschaufeln einen radialen Abstand aufweist
und einen Spalt G₂ beläßt. Die zweite äußere Luftdich
tung wird durch eine Anordnung bogenförmiger Dichtungs
segmente 74 gebildet. Ein Statoraufbau 76 des gleichen
Typs wie der Statoraufbau 50 stützt die Anordnung der
bogenförmigen Segmente um die Rotorschaufelanordnung
herum, und hält sie in Lage. Der Statoraufbau umfaßt
einen stromaufwärtigen und einen stromabwärtigen Ab
stützring 78 bzw. 80. Der stromaufwärtige Abstützring
besitzt eine kegelstumpfförmige Gestalt und wird von
einer Vielzahl von sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Segmenten gebildet, wie durch das einzelne Segment 82
dargestellt. Der stromabwärtige Abstützring besitzt
ebenfalls eine kegelstumpfförmige Gestalt und wird durch
eine Vielzahl von stromabwärtigen Abstützsegmenten ge
bildet, wie durch das einzelne stromabwärtige Abstütz
segment 84 dargestellt. Um jedes stromaufwärtige Ab
stützsegment integral mit einem stromabwärtigen Abstütz
segment zu verbinden, damit ein Paar zugeordneter Seg
mente 90 entsteht, wird eine Schrauben-Mutter-Anordnung 86 oder
ein anderes geeignetes Mittel verwendet. Jedes Segmentpaar
weist einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Haken
92 auf. Ein an einer ersten axialen Stelle A₃ an dem
äußeren Gehäuse vorgesehener Haken 94 stellt ein Mittel
zum Befestigen der Abstützsegmente an dem äußeren Ge
häuse dar und versetzt das Gehäuse in die Lage, in Um
fangsrichtung gleitbar an dem sich in Umfangsrichtung
erstreckenden Haken des Abstützsegmentepaars anzugreifen,
Eine kühlbare Flanschverbindung 22 mit einer Weite W
erstreckt sich an einer Stelle A₄ in Umfangsrichtung um
das Außengehäuse herum, wobei die Stelle A₄ in axialer
Nachbarschaft zur ersten axialen Stelle A₃ liegt.
Fig. 3 zeigt einen Statoraufbau 96, der eine alternative
Ausführungsform des in Fig. 2 dargestellten Statorauf
baus 76 ist. Dieser Statoraufbau umfaßt eine Anordnung
von Statorschaufeln 98 mit einem stromaufwärtigen Ende
100 und einem stromabwärtigen Ende 102. Die äußere
Luftdichtung 104 wird von einer Vielzahl von bogenförmi
gen Dichtungssegmenten 106 gebildet. Diese Ausführungs
form des Statoraufbaus unterscheidet sich von dem Stator
aufbau 76 in Fig. 2 dadurch, daß die Vielzahl der strom
aufwärtigen Abstützsegmente 108 sich von dem äußeren Ge
häuse zu den stromabwärtigen Enden des Statorschaufel
aufbaus erstrecken, um die Statorschaufelanordnung abzu
stützen. Wie in dem Ausführungsbeispiel gezeigt, ist
jedes Segment 108 der Vielzahl der stromaufwärtigen Ab
stützsegmente integral mit zumindest einer Statorschaufel
98 ausgebildet. Jedes bogenförmige Abdichtsegment ist
ausgebildet, an dem stromabwärtigen Ende der Sta
torschaufel mittels einer Rippen-Nuten-Anordnung 110
anzugreifen. In dem Ausführungsbeispiel ist gezeigt,
daß jedes bogenförmige Abstützsegment eine Rippe 112 be
sitzt; jede Schaufel weist demgegenüber eine Nut 114 auf.
Während des Betriebs des Gasturbinen-Triebwerks strömen
heiße Arbeitsmedien-Gase aus dem Brennkammerabschnitt 14
in den Turbinenabschnitt. Die heißen unter Druck stehen
den Gase werden in dem Turbinenabschnitt 16 entspannt.
Wenn die Gase durch den ringförmigen Strömungsweg 18
hindurchströmen, übertragen sie Hitze auf die Kom
ponenten des Turbinenabschnitts. Die Rotorschaufelan
ordnungen sind in die heißen Gase des Arbeitsmediums ein
getaucht und antworten darauf schneller als das äußere
Gehäuse, das von dem Strömungsweg der Arbeitsmedium-
Gase weiter entfernt ist. Daraus resultiert, daß der
radiale Spalt G zwischen den Rotorschaufeln und der
äußeren Luftdichtung variiert. Zunächst ist ein Anfangs
spalt vorgesehen, um diese schnelle Ausdehnung der Schau
fel und der Scheibe aufzunehmen. Nach einiger Zeit
erreicht die Wärme der Gase das äußere Gehäuse und dieses
dehnt sich aus, und zwar von den Rotorschaufeln weg, wo
durch der Spalt G vergrößert wird. Der Spalt G zwischen
der Rotorschaufelanordnung 38 und der äußeren Luft
dichtung wird durch Beaufschlagung der kühlbaren Flansch
verbindung 22 mit Kühlluft reguliert, um zu bewirken, daß
die kühlbare Flanschverbindung sich zusammenzieht und
das äußere Gehäuse dichter an die Schaufelanordnung her
anbewegt. Da die Flanschverbindung 22 sowohl die strom
aufwärtige als auch die stromabwärtige Abstützung be
wegt, bewegen sich beide Abstützungen zusammen und um den
gleichen radialen Betrag, um ein Kippen der Segmente von
vorne nach rückwärts zu verhindern. Ein Kippen der Seg
mente würde ein ungleichmäßiges Variieren des Spalts
zwischen den sich in axialer Richtung erstreckenden
Spitzen der Rotorschaufeln und der äußeren Luftdichtung
verursachen und den Spalt in einem nicht erwarteten Aus
maß entweder vergrößern oder verkleinern. Als ein Er
gebnis dieses Kippens könnte ein zerstörerischer Kontakt
zwischen den Rotorschaufeln und der Luftdichtung ent
stehen, wenn ein unerwartetes Vermindern des Spalts ge
schieht, oder, wenn eine Zunahme zustandekommt, kann eine
größere Menge des Arbeitsmediums als normal über die
Spitzen der Rotorschaufeln abströmen, wodurch der Wir
kungsgrad des Triebwerks reduziert würde.
Infolge der Verwendung lediglich einer kühlbaren Flansch
verbindung zum Positionieren der stromaufwärtigen und
stromabwärtigen Enden der Anordnung der äußeren Luft
dichtungssegmente wird weniger Kühlluft gebraucht als
vergleichsweise bei Konstruktionen, die zwei getrennte
kühlbare Schienen erfordern. Da zum Verdichten der Kühl
luft Energie durch das Triebwerk aufgewendet wird, ver
bessert eine Abnahme des Gebrauchs an Kühlluft den Wir
kungsgrad des Triebwerk im Vergleich zu solchen Aufbauten,
bei denen mehrere Flanschverbindungen erforderlich sind,
um die Anordnung der äußeren Luftdichtungen zu positio
nieren. Schließlich wird durch die Verwendung einer ein
zigen Flanschverbindung zum Positionieren der äußeren
Luftdichtung eine geringere Anzahl an Blaskanälen und
Abstützbauteilen erforderlich. Bezüglich der in Fig. 3
dargestellten Ausführungsform ergibt sich eine weitere
Reduzierung der Anzahl der Bauteile durch die Kombina
tion der Abstützung für die Anordnung der äußeren Luft
dichtungen mit der Abstützung für die Anordnung der
Statorschaufeln.
Claims (3)
1. Axialgasturbine mit einem Turbinenabschnitt, der einen eine
Vielzahl von Laufschaufeln mit Spiel umgebenden Dichtungsring
aufweist, der in bogenförmige Dichtungssegmente unterteilt ist,
die an ihren, in Strömungsrichtung gesehen vorderen Enden an
einem stromaufwärtigen Abstützring und an ihren, in Strömungs
richtung gesehenen hinteren Enden an einem stromabwärtigen
Abstützring abgestützt sind, wobei die Abstützringe sich jeweils
radial von dem Dichtungsring bis zum äußeren Gehäuse erstrecken,
mit den Dichtungssegmenten in Umfangsrichtung verschiebbar
verbunden sind und an dem Gehäuse in einem Bereich desselben
befestigt sind, der eine mit Kühlluft beaufschlagbare, sich vom
Gehäuse radial nach außen erstreckende Flanschanordnung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abstützring (52, 54; 78, 80)
in bogenförmige Abstützsegmente (56, 58; 82, 84; 108) unterteilt
ist, die Abstützsegmente (58; 82; 108) des stromaufwärtigen
Abstützringes (52, 78) und die Abstützsegmente (56; 84) des
stromabwärtigen Abstützringes (54; 80) zusammen in einem einzigen
axialen ersten Bereich (A1) radial innerhalb der Flanschanordnung
(22) an dem Gehäuse (20) befestigt sind und sich die Flansch
anordnung (22) über einen zweiten axialen Bereich (A2) erstreckt,
der sich mit dem ersten axialen Bereich (A1) überlappt oder von
dem ersten axialen Bereich (A1) einen Abstand D hat, der kleiner
als die Weite W der Flanschanordnung (22) ist.
2. Gasturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Abstützsegment (108) der Vielzahl der Abstützsegmente
(108), die sich zu einem Ende der Statorschaufelanordnung (98)
hin erstecken, integral mit zumindest einem dieser Stator
schaufeln (98) ausgebildet ist.
3. Gasturbine mit einem Statoraufbau nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der stromaufwärtige Abstützring (52; 78) und
der stromabwärtige Abstützring (54; 80) jeweils von kegelstumpf
förmiger Gestalt sind, wobei jedes Abstützsegment (58; 82; 108)
des stromaufwärtigen Abstützrings integral mit einem zugeordneten
Abstützsegment (56; 84) des stromabwärtigen Abstützrings (54; 80)
ausgebildet ist, wodurch ein Abstützsegmentenpaar gebildet wird,
und wobei jedes Abstützsegmentenpaar einen sich in Umfangs
richtung erstreckenden Haken (68; 92) aufweist, der mit einem
sich in Umfangsrichtung auf der Innenseite des äußeren Gehäuses
(20) umlaufenden Haken (66; 94) in Umfangsrichtung gleitend in
Eingriff ist.
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