DE344773C - Rechenvorrichtung fuer grosse Zahlen - Google Patents

Rechenvorrichtung fuer grosse Zahlen

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DE344773C DE1920344773D DE344773DD DE344773C DE 344773 C DE344773 C DE 344773C DE 1920344773 D DE1920344773 D DE 1920344773D DE 344773D D DE344773D D DE 344773DD DE 344773 C DE344773 C DE 344773C
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Description

  • Rechenvorrichtung für große Zahlen. Die gebräuchlichen Rechentafeln gestatten nur durch Aufwand von viel Zeit, viel Blättern und Zusammensetzen verschiedener zahlreicher Teilprodukte das Rechnen mit größeren Zahlen. Dazu kommt noch das schwierige Untereinandersetzen dieser Teilprodukte mit allen seinen Fehlerquellen. Sind solche Tafeln zu umfangreich, so lassen sich nicht mehr genügend viele Register anbringen, und es geht mit dem Aufschlagen der Multiplikatoren oder Divisoren zu viel Zeit verloren, um einen nennenswerten Vorteil zu erzielen. Den genannten Übelständen hilft die vorliegend beschriebene Erfindung ab.
  • Denken wir uns ein Buch. (Abb. 6) mit Ausnahme des Deckels in der Mitte nach der Querrichtung vollständig durchschnitten, so entstehen zwei unabhängig voneinander blätterbare Buchkörper in einem Einband. In Abb. i liegt dieses Buch aufgeschlagen in der Querrichtung vor den Augen des Beschauers. a-b ist der Falz des Buches, in der Richtung c-d ist der Buchkörper durchgeschnitten, die beiden Buchhälften sind etwas voneinander abgerückt, um beim Blättern freien Spielraum zu haben. Ab b. z ist der Schnitt in gleicher Richtung. Die einzelnen Seiten des einen Buchkörpers können beliebig mit den einzelnen Seiten des anderen Buchkörpers durch Aufschlagen in Verbindung gesetzt werden. Für die vorliegende Beschreibung und Zeichnung wollen wir für jeden einzelnen Buchkörper hundert Blätter annehmen und jedes zweite Blatt mit einem von o= bis 9g ungerade numerierten Registerausschnitt oder Registergriff (Abb. i, R) versehen. Es wird uns dann im Augenblick gelingen, zwei beliebige Seiten des halbierten Buches zusammenzufügen.
  • Das durchgeschnittene Buch liegt jetzt so, daß der Falz der beiden Hälften nicht von oben nach unten, sondern von links nach rechts verläuft. Die Register können in dieser Stellung am oberen oder am unteren Ende oder auch an den äußeren Seitenteilen angebracht sein. In beiliegender Zeichnung sind die Register (Abb. i, R) am unteren Rande angebracht, die Blätter werden also nach aufwärts geschlagen. , Die Rechentafeln kommen senkrecht zum Buchfalz zu stehen und unterscheiden sich bei genauerer Betrachtung wesentlich voneinander, obschon jede Buchhälfte für sich eine unabhängige Rechentafel enthält.
  • Wenn man dreistellige Zahlen mit zweistelligen Zahlen multipliziert, so entstehen in allen Fällen, in welchen die beiden Endziffern des dreistelligen Multiplikators gleich sind, so daß nur die Hunderter wechseln, in Verbindung init einem zweistelligen Multiplikanden auch im Produkt zwei gleiche Endziffern. So wird die Reihe 37, 1:37. 237, 337, 437. 537"637, 737, 837, 937 mal 26 durchweg die beiden Endziffern 62, in ihren Produkten aufweisen. Wir können also für die linke Hälfte des Buches Tafeln konstruieren, in welchen am Kopf jeder Seite die dreistelligen Multiplikatoren in Zehnergruppen mit zwei gleichen Endziffern als Kopfzahlen angebracht sind, während in senkrechter Richtung in jeder Spalte die Multiplikanden o1 bis 99 durchlaufen. Die Anfangsstellen der Produkte sind in der Tafel selbst, die beiden Endstellen der Produkte aber am rechten Rand der Tafel, weil in allen Produkten der betreffenden Zeile vorkommend, abgesondert niedergeschrieben.
  • Eine solche Tafel ist in Abb. 3 im Ausschnitt dargestellt. Am oberen Rand befinden sich die Kopfzahlen oder Multiplikatoren bzw. Divisoren, fett gedruckt, 537, 637, 737, 837, 937, in der Spalte e die Multiplikanden, hier oi bis 26, halbfett gedruckt, in den Spalten f die Anfangsstellen der Teilprodukte, in der Spalte g die Randzahlen, d. h. die Endstellen der Teilprodukte von der gleichen Zeile. 5_37 mal 26 = 1 3962 637 mal 26 = 16562 usf. Aus rechnungstechnischer' Gründen werden die leeren Stellen vor den Produkten in der Tafel mit Nullen ausgefüllt, um eine gleiche Stellenzahl beim Ausrücken der Teilprodukte nach rechts oder beim Einrücken nach links zu erhalten. Die bJultiplikanden von oi bis 99 werden zweckmäßig in jeder Spalte wiederholt, um eine rasche Orientierung in Verbindung mit der Strichteilung zu ermöglichen. In der Zeichnung ist diese Wiederholung der Raumersparnis zuliebe weggelassen.
  • Gerade entgegengesetzt ist die Tafel der rechten Buchhälfte hergestellt (Abb. 4 im Ausschnitt). Wenn wir die Reihe 250, 251. 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259 mit 26 durchmultiplizieren, so bekommen wir in allen Fällen als erste. Anfangsziffer 6 oder mit vorangesetzter Null wegen der gleichen Stellenzahl o6, während die übrigen Reste wechseln. Wir können also die Zahl o6 an den linken Rand der Tafel auf der rechten Buchseite herausstellen und in der Tafel selbst neben den wieder durchlaufenden Multiplikanden nur mehr die Reste der Produkte unterbringen. Diese Einteilung ist in Abb.4 im Ausschnitt dargestellt und stimmt mit der vorangehenden Beschreibung der linken Tafel sinngemäß überein. Sie ist gleichsam ein Spiegelbild. 2_51 mal 26 = o6526 252 mal 26 = 06552 usf. Es läßt sich dabei nicht vermeiden, daß die herausgestellte Anfangszahl hier und da um eins größer wird, wenn eben der Hunderter in den Tausender übertritt. Für diesen Fall wird die erhöhte Anfangsziffer wiederholt und durch einen vorgesetzten fetten schwarzen Punkt kenntlich gemacht, welcher auch vor' dem entsprechenden Produktenrest wiederholt wird, um augenfällig darauf hinzuweisen und jeden Irrtum auszuschließen.
  • Nun haben wir die Endzahlen der linken Tafel (Abb. 3, Spalte g) und die Anfangszahlen der rechten Tafel (Abb: 4, Spalte lt) unmittelbar an der Durchschnittsstelle des Buches versammelt und durch fortlaufende Numerierung der Teilprodukte, Endzahlen und Anfangszahlen und durch Abteilung mit Querlinien dafür Sorge getragen, daß ein Irrtum in der Zusammengehörigkeit ausgeschlossen ist.
  • In Abb. 1 enthält die obere linke Tafel die Multiplikanden von oi bis 5o, dann kommt der Buchfalz. Hierauf folgt die untere linke Tafel mit den Multiplikanden 51 bis 99. Auf der rechten Buchhälfte findet sich die gleiche Anordnung. Man könnte die beiden Tafelhälften auch auf eine Seite vereinigen, so daß die Multiplikanden von oi bis 99 durchlaufen, dann würde die Vorrichtung aber unverhältnismäßig lang werden.
  • Es soll berechnet werden (Abb. 3 und 4 im Ausschnitt)
    937 254 X 14 17 26 - 13121556
    z59333=8
    243686
    132833260404.
    Durch Ziehen der Register 937 und 254 haben wir den Multiplikator 937254 hergestellt. In Betracht kommen die abgeteilten Multiplikanden 14, 17, 26 der Zahl 141726. Das Produkt 937254 X 14 setzt sich zusammen aus dem Anfangsprodukt 937 X 14 = 131. Die End- und Anfangszahlen 18-f- 03 = 21 werden während des Niederschreibens zusammengezählt, nach 131 angeschrieben und der Produktenrest 254 X 14 = 556 angehängt.
  • Dadurch ist das erste Teilprodukt 937254 X 1-1-13121556 entstanden. Inder gleichen Weise entstehen die beiden anderen Teilprodukte 937254 X 17 = 15933318 und 937254 X 26 =- 24368604. Diese Teilprodukte werden nacheinander automatisch, wie überhaupt bei allr n Rechnungen mit der vorliegenden Tafel, um je zwei Stellen nach rechts ausgerückt. Die beiden letzten Stellen können gleich unter den Strich geschrieben werden.
  • Da die Randzahlen immer aus kleinsten Zahlen bestehen, so können sie mühelos im I Kopf während des Niederschreibens zusammengezählt werden.
  • Die Division bildet das umgekehrte Verfahren
    132833260404 : 937254 = 14 17 26
    13121556
    16,77004
    15933318
    24368604.
    Die Division geht auf. Es werden immer zwei Stellen im Quotienten auf einmal gewonnen und zwei weitere Stellen oder Nullen in Dividenden herabgesetzt. Die Stellenzahl der Multiplikanden oder Dividenden bei diesein Verfahren ist im Gegensatz zu Rechenmaschinen unbegrenzt groß, der Multiplikator oder Divisor kann i-, 2-, 3-, 4:-, 5- oder 6stellig sein, ohne daß während des Rechnens geblättert werden muß. Noch größere Multiplikationen oder Divisionen, welche aber in der Praxis fast gar nicht mehr vorkommen, und für welche auch eine größte Rechenmaschine nicht mehr ausreicht, müssen allerdings durch Aufschlagen eines dritten Registers ergänzt werden. So würde ein zwölfstelliger Multiplikator oder Divisor nur ein zweimaliges Aufschlagen bei beliebig großem Multiplikanden oder Dividenden erfordern.
  • Für 2 X 2stellige und 3 X 2stellige Zahlen können Produkte und Quotienten aus be'den Tafeln direkt abgelesen werden.
  • Für 3 X 3-, 3 X 4-, 3 X 5-, 3 X 6- usw. stellige Zahlen kommt nur eine Spalte mit der dreistelligen Kopfzahl in Betracht (linke oder rechte Tafel).
  • Für 4 X 4-, 4 X 5-, 4 X 6- usw. stellige Zahlen tritt die erste Spalte der linken Tafel mit einer Spalte der rechten Tafel in Verbindung USW.
  • Auch im abgekürzten Multiplikationsver- i fahren leistet die vorliegende Erfindung bedeutende Dienste, da etwa ein Drittel der Zahlen nicht angeschrieben zu werden braucht. Beispiel.
    939254 X 21222324 - 1968233
    v @ wr `L0619
    216
    2
    1989070.
    Es besteht kein Hindernis, drei oder vier voneinander unabhängige Buchkörper in e i n e m Band mit sich nach obigem System ergänzenden Rechentafeln zu vereinigen und dadurch Multiplikationen oder Divisionen bis zu zwölfsielligen Multiplikatoren oder Divisoren mit unendlich großen Multiplikanden oder Dividenden durchzuführen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Rechenvorrichtung für große Zahlen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Durchschneiden eines Buchkörpers in der Querrichtung zwei oder mehr voneinander unabhängig blätterbare Buchkörper in einem gemeinsamen Bucheinband entstehen, wodurch die Zusammenstellung verschiedener Seiten der beiden Buchhälften ohne weiteres Blättern bei Rechenoperationen mit größeren Zahlen, als solche einzeln in den Tafeln vorkommen, ermöglicht wird.
  2. 2. Rechenvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Rechentafehi des linken Buchkörpers (Abb. 3) die Endziffern der Tafelprodukte (Spalten f) an den rechten Rand (Spalte g) herausgesetzt sind, während bei den rechten Tafeln. (_.4bb. 4) die Anfangsziffern der Tafelprodukte (Spalten k) an den linken Rand (Spalte A) herausgesetzt sind, so daß diese Randzahlen (Spalten g und A), unmittelbar auf der gleichen Linie nebeneinandertretend, während des Niederschreibens der Teilprodukte aus beiden Tafeln zusammengezählt und als mittleres Summenglied zwischen die Anfangsprodukte der linken und die Endprodukte der rechten Tafeln gesetzt werden können.
  3. 3. Rechenvorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in sämtlichen Spalten die leeren Stellen aller Zahlen durch vorangestellte Nullenausgefüllt sind, um das Ausrücken der Teilprodukte mechanisch zu gestalten.
  4. 4. Rechenvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß drei oder vier bewegliche Tafeln nebeneinander in einem Verband vorgesehen sind:
DE1920344773D 1920-11-16 1920-11-16 Rechenvorrichtung fuer grosse Zahlen Expired DE344773C (de)

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