DE344901C - Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen trockenen Destillation in stehenden Retorten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen trockenen Destillation in stehenden Retorten

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DE344901C
DE344901C DE1918344901D DE344901DD DE344901C DE 344901 C DE344901 C DE 344901C DE 1918344901 D DE1918344901 D DE 1918344901D DE 344901D D DE344901D D DE 344901DD DE 344901 C DE344901 C DE 344901C
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heating
chambers
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regenerators
chamber
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ADOLFSHUETTE KAOLIN und CHAMOT
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B3/00Coke ovens with vertical chambers
    • C10B3/02Coke ovens with vertical chambers with heat-exchange devices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen trockenen Destillation in stehenden Retorten. Bei Destillationsöfen mit stehenden Kammern oder Retorten für ununterbrochenen Betrieb ist es erforderlich, den obersten Teil am stärksten und vor allem gleichmäßig zu beheizen, während im unteren Teil die Erhitzung von oben nach unten abnehmen muß. Je stärker die Beheizung im oberen Teil ist, um so schneller und vollständiger wird die Kohle in diesem Teil entgast. In dein unteren Kammerteil ist oben noch eine gewisse Aufwendung von Wärme notwendig, um die letzten Spuren von Gasen auszutreiben; jedenfalls muß aber, um einen gleichmäßigen Arbeitsgang .möglichst wirtschaftlich .durchzuführen, die im Kokskuchen gebundene überschüssige Wärme ausgenutzt werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, bei welchem diese Wirkungen .dadurch erreicht werden, -daß ein Teil der Luft oder des Heizgases, die unter Anwendung einer Regenerativfeuerung im oberen Teil des Ofens .hoch vorgewärmt sind, zu einer zweiten Beheizung im unteren Teil des Ofens benutzt werden. -Dabei erfolgt die Beheizung des unteren Teils .derart, daß einem Teil der Entgasungsräume in diesem unteren Teil Wärme entzogen und zur Vorwärmung von Heizgas oder Luft allein, benutzt wird, die dann zusammen mit der aus dem oberen Teil abgeleiteten Luft oder dem von dort herkomtuenden Heizgas zur Beheizung anderer Entgasungsräume im unteren Teil benutzt werden. 'Hierbei erfolg die Beheizung gegenüberliegender Längswände der Entgasungsräumre im Gegenstrom.
  • Ferner betrifft die Erfindung Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • In den beiliegenden Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen von Öfen gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar eine Ausführungsform in Abb. i im Grundriß (Schnitt nach E-F in Abb.3), in Abb. 2 im senkrechten Schnitt nach A=B in Abb. i, in Abb. 3 im senkrechten Schnitt nach C-D in Abb. i, in Abb. ¢ im senkrechten Schnitt nach G-H in Abb. 2.
  • Eine zweite Ausführungsform ist in Abb. 5 im Grundriß (Schnitt nach N-0 in Abb.8), in Abib. 6 im senkrechten Schnitt nach 1-K in Abb.5, in Abb.7 im senkrechten Schnitt nach L-NI in Abb. 5 und in Abb.8 im. senkrechten Schnitt nach F-Q in Abb.5 dargestellt.
  • Die Beschreibung -der Öfen erfolgt am einfachsten unter Bezugnahme auf ihre Betriebsweise. Der Ofen gemäß Abb. i bis q. ist in seiner Höhenrichtung etwa im Verhältnis von 1 : 3 unterteilt. Es sind vier Vergasungskarninern A, B, C, D vorgesehen, zwischen denen die Regeneratoren 1, 12, i9 und 17 eingebaut sind. Die Regeneratoren sind in bekannter Weise mit Gitterwerk ausgesetzt, das der Deutlichkeit halber in den Zeichnungen nur teilweise .dargestellt ist. Je zwei mit den Schmalseiten einander zugekehrte Kammern, z. B. A und B, werden in ihrem oberen Teil derart beheizt, daß auf einer Längsseite der Kammer A, z. B. .der in Abb. i nach innen den Regeneratoren zugekehrten Seite, Frischgas absteigt und auf der entsprechenden Seite der Kammer B Abgas aufsteigt, während auf der anderen (äußeren) Längsseite der Kammer A Abgas aufsteigt und auf -der anderen äußeren Seite der Kammer B Frischgas absteigt. Im unteren Teil der Kammern wird die innere Seite der Kammer A ebenfalls mit absteigendem Frischgas beheizt, die innere Seite der Kammer B wind dagegen von dem zur Beheizung der inneren Seite des unteren Teils der Kammer A dienenden Heizgas oder der Luft bestrichen, die dort vorgewärmt werden. Auf den äußeren Seiten der Kammern A und B findet das Umbekehrte statt. Es wird also während des soeben betrachteten Heizabschnitts eine Seite einer Kammer A von oben bis unten mit Frischgas beheizt, während die andere Seite dieser Kammer im oberen Teil mit Abgas beheizt wird und im unteren Teil Wärme an -Gas bzw. Luft abgibt.
  • Der Betrieb verläuft im einzelnen folgendermaßen: Die in dem Regenerator 1 vorgewärmte Verbrennungsluft gelangt durch einen Längskanal 2 in unter diesem liegende Querkanäle 3 und steigt aus diesen in Verteilungskanäle 4. Das vorgewärmte Heizgas tritt aus dem Regenerator 12 in einen Längskanal 13 und steigt von dort in Querkanäle 5. Von diesen fällt es in Verteilungskanäle 6. Aus den Kanälen q. und 6 ,gelangen Luft bzw. Gas durch die Brennerschlitze in ,die senkrecht angeordneten Heizzüge 7 der Kammern A und D, in denen die Verbrennung stattfindet. Die Verbrennungsprodukte streichen durch Sammelkanäle 8 in die senkrechten Heizzüge 9 der Kammern B und C, die den Kammern A und D mit ihren Schmalseiten zugekehrt sind. Aus den Heizzügen 9 tritt das Abgas durch Sie Brennerschlitze in die Kanäle io und i i, von denen der Kanal io nach unten an einen Querkanal 14 und der Kanal i i an einen Querkanal 15 angeschlossen ist. Der Querkanal 1q. ist durch einen Längskanal 16 mit dem Regenerator 17 verbunden, der Kanal 15 durch einen Kanal 18 mit dem Regenerator i9. Durch besondere Kanäle 2o wird ein Teil der Luft aus -den Kanälen 3 nach unten geführt und gelangt in wagerechte Kanäle 2r. In jeden Kanal ei gelangt Heizgas, welches in der Hohlwand 22 der benachbarten Kammer vorgewärmt ist und mit der durch den Kanal 2o zugeführten Luft teils in dem Kanal 21, teils in der Hohlwand 23 verbrennt. Diese Hohlwände sind .derart hergestellt, daß die Bin@dersteine der Trennpfeiler versetzt angeordnet sind, so daß die Hohlwände als mit Gitterwerk ausgesetzte Reäeneratoren wirken. Zur Erzielung einer größeren Oberfläche können die einzelnen Steine durchlocht sein. Um zu verhindern, daß bei der verhältnismäßig großen Ausdehnung dieser Regeneratoren in wagerechter Richtung die Gase diagonal hindurchströrnen, sind die Regeneratoren in der Höhenrichtung durch mehrere wagerechte Wände unterteilt, um die Gase zu zwingen, das gesamte Gitterwerk zu durchströmen. Ein Teil der Verbrennungsprodukte gelangt durch die Kanäle 2d., 1.1. und 16 in den Regenerator 17.
  • Man kann .den Betrieb auch so führen, daß aus dem oberen Teil des Ofens nicht Luft, sondern Gas entnommen und nach unten geführt wird. In diesem Falle muß natürlich durch den Regenerator der benachbarten Kammer Luft zugeführt und dort vorgewärmt werden.
  • Nach Beendigung des betrachteten Zeitabschnitts werden Luft und Gas umgesteuert, und, die Vorgänge verlaufen entgegengesetzt.
  • Bei dieser Führung der Gase entsprechen die Heizzüge 7 auf der inneren Längsseite der Kammern A und D den auf der äußeren Längsseite der Kammern B und C liegenden Heizzügen. Ebenso liegen die einander entsprechenden Heizzüge 9 der Kammern A und D einerseits und B und C andrerseits auf entgegengesetzten Längsseiten dieser Kammern. Die äußeren Schmalseiten der Kammern werden mittels der Kanäle 2o abwechselnd von Abgasen bzw. Heizgas oder Luft bespült.
  • Im unteren Teil der Kammern liegen die als Regeneratoren ausgebildeten Hohlwände 22 bzw. 23 ebenfalls auf entgegengesetzten Längsseiten zweier mit den Schmalseiten einander zugekehrter Kammern.
  • In dein besprochenen Zeitabschnitt wirrt also die Kammer A in ihrem oberen Teil auf der inneren Seite durch die Heizzüge 7 mit Frischgas ;beheizt, in der Hohlwand 23 in' unteren Teil ebenfalls mit Frischgas beheizt, während auf der äußeren Seite im oberen Teil die Heizzüge 9 mit Abgas beheizt werden und im unteren Teil die Hohlwand 22 mit Heizgas unter Abgabe von Wärme an dieses gekühlt wird. Bei der Kammer B entspricht die innere Seite der äußeren Seite der Kammer A und die äußere Seite .der Kammer B der inneren Seite der Kammer A. Die Kammer D entspricht der Kammer A und die Kammer C .der Kammer B.
  • Bei der Ausführungsform nach !en Abb. 5 bis ß sind- die Regeneratoren a, e, p und q in bekannter Weise an den Stirnseiten,der Kammern A, B, C, D angeordnet. Die Regeneratoren sind in der Höhenrichtung unterteilt, damit man den wagerechten Sammelkanal für die oberen senkrechten Heizzüge und den wagerechten Verbrennungskanal für den. unteren Teil des Ofens beobachten kann. Sie sind in bekannter Weise mit Gitterwerk ausgesetzt, das in den Zeichnungen der Deutlichkeit .halber nur teilweise dargestellt ist. Dic Verteilung von Luft und Heizgas bzw. die Ableitung der Heizgase geschieht .durch-,e vier auf jeder Seite angebrachten Kanäle. Die Beheizung erfolg in ähnlicher Weise wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform. Der Betrieb verläuft wie folgt: Die in den Regeneratoren a vorgewärmte Verbrennungsluft steigt nach oben in Querkanäle h und von da in Verteilungskanäle c. Das in den Regenerator en e vorgewärmte Heizgas gelangt in Ouerkanäle f und aus diesen in wagerechte Verteilungskanäle g. Aus diesen tritt das Heizgas durch die Breniierschlitze .und verbrennt mit der aus den Kanälen c kommenden Verbrennungsluft, nach unten strömend, in senkrechten Heizzügen 1z. Aus,diesen gelangen die Gase durch wagerechte Sammelkanäle i in nie senkrechten Heizzüge k und -strömen nach oben durch die Brennerschlitze in wagerechte Kanäle l bzw. in. Aus diesen gelangen die Verbrennungsprodukte weiter durch Querkanäle iz bzw. o in die Generatoren p bzw. q. Au.s diesen werden sie durch Rauchkanäle r und s zum Kamin ,geführt.
  • Für die Beheizung .des unteren Teils der Kammer wird durch besondere Kanäle t an den Stirnseiten der Kammern ein Teil des Gases oder der Luft nach unten geführt, um mit Luft @bzw. Gas, die in .den in der vorher beschriebenen Weise als Generatoren ausgebildeten Hohlwänden u vorgewärmt sind, teils in den wagerechten Kanälen v, teils in den ebenfalls als Regeneratoren ausgebildeten Hohlwänden w zu verbrennen und weiter durch die Rauchkanäle r bzw. s in den Kamin zu entweichen. Ein Teil -der V erbrennungsgase gelangt durch,die senkrechten Kanäle x in idie Ouerkanäle ia bzw. o und von hier durch die Regeneratoren y bzw. q und die Rauchkanäle r bzw. s zum Kamin. Die Kanäle x dienen dabei Dur Beheizung der Schmalseiten der Kammern.
  • Nach der Umsteuerung der Gase sind die \'orriänge entsprechend umgekehrt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANspRücHE: i. Verfahren zur ununterbrochenen trockenen Destillation in stehenden Retorten mittels Regenerator feuerurig, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (der Luft oder des Heizgases, die, im oberen Teil des Ofens hoch vorgewärmt sind, zur Beheizung des unteren Teils des Ofens benutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Teil des Ofens einem Teil der Entgasungsräume Wärme entzogen und zur Vorwärmung von Heizgas oder Luft benutzt wird, die ,dann zusammen mit der aus dem oberen Teil des Ofens abgeleiteten Luft .oder dem von dort herkommenden Heizgas verbrennen und andere Entbasungsräume beheizen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, -daß @d:ie Gase auf den gegenüberliegenden Längswänden jeder Retorte im Gegenstrom geführt werden. a. Ofen mit Regeneratorfeuerung zur Ausführung der Verfahren nach - ATispruch r bis 3, dadurch gekennzeichnet, ,daß die .den oberen Teil der Retortenkammern umgebenden Heizzüge (7 bzw. 9 und 1a bzw. k) .durch Kanäle derart miteinan-.der und den Regeneratoren verbunden sind, daß die auf entgegengesetzten Längsseiten zweier mit .den Schmalseiten einander zugekehrten Kammern (A und B bzw. D und C) liegenden Heizzüge einander entsprechen, so daß bei einer Kammer (A bzw. D) die Heizzüge 7 bzw. 1s auf :der Innenseite, die Heizzüge 9 bzw. k auf der Außenseite des Ofens liegen, bei der mit der Schmalseite dieser Kammer (A bzw. D) zugekehrten Kammer (B bzw. C) dagegen die Heizzüge 9 bzw. l: auf der Innenseite, die Heizzüge 7 bzw. lb auf der Außenseite. 5. Ofen nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die den unteren Teil der Kammern (A, B, C, D) umgebenden Hohlwände (22, 23 bzw. u, w) -als Regeneratoren ausgebildet sind. 6. Ofen nach Anspruch q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneratoren (22, 23 bzw. u, w) im unteren Teil zweier mit,den Schmalseiten einander zugekehrten Kammern (A und B .bzw. C und D) durch Verbrennungskanäle (2i bzw. v) miteinander verbunden sind, die ihrerseits durch gleichzeitig zur Beheizung der Schmalseiten der Kammern (A, B, C, D) dienende Kanäle (2o, 24 bzw. t, x) mit den Lieft- bzw. Gaszuführungskanälen (3,14 bzw. b, n) im oberen Teil des Ofens in Verbindung stehen. 7. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Regeneratoren ausgebildeten Hohlwände des unterer, Teils der Kammern (A, B, C, D) durch wagerechte Zwischenwände derart unterteilt sind, daß die Gase das gesamte Gitterwerk der Regeneratoren durchströmen müssen.
DE1918344901D 1918-07-28 1918-07-28 Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen trockenen Destillation in stehenden Retorten Expired DE344901C (de)

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