DE34509C - Neuerung an Maschinen zum gleichzeitigen Ausstanzen mehrerer Notenblätter - Google Patents
Neuerung an Maschinen zum gleichzeitigen Ausstanzen mehrerer NotenblätterInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D53/00—Making other particular articles
- B21D53/82—Making other particular articles perforated music sheets; pattern sheets, e.g. for control purposes, stencils
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instrumente.
Zusatz zum Patent No. 33198 vom 31. December 1884.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1885 ab. Längste Dauer: 30. December 1899.
Die Neuerung besteht aus einer Einrichtung zum Stanzen rechtwinkliger Notenblätter und
feiner Verstellvorrichtung des Aufspanntisches für die Notenblätter.
Um mit Hülfe der Maschine rechtwinklige oder überhaupt geradlinig gezeichnete Notenblätter
stanzen zu können, ist auf dem ververstellbaren Tisch t, Fig. ι und 2, ein mit
einer Zahnstange ausgestatteter Schlitten v, auf welchem die Notenblätter aufgespannt sind,
angeordnet.
Die durch Kurbel k in Drehung versetzte Welle w bewirkt dann mit Hülfe der auf letzterer
befestigten und mit der Zahnstange des Schlittens ν im Eingriff stehenden endlosen
Schrauben η das seitliche Weiterrücken der Notenblätter. Die beim Stanzen einer neuen
Notenreihe erforderliche rechtwinklige Verschiebung des Tisches t kann entweder wie
in der Patentschrift No. 33198 durch Stellrad h und Schraube S7 Fig. 1 und 2, erfolgen,
wobei die gleichzeitige Uebertragung der hierdurch hervorgerufenen Bewegung nach dem
anderen Ende des Tisches t (statt durch Zahnrad und Zahnstange) durch die Kegelräder g g1,
Fig. ι und 2, oder durch Verschiebung eines Keiles /, Fig. 6, bewirkt werden kann.
In letzterem Falle wird mit Hülfe des Stell-. rades h, Fig. 4 und 5, das Triebwerk ab in
Drehung versetzt, und da auf der Welle des Stirnrades b das Zahnrad c, Fig. 5, aufgekeilt
ist, letzteres aber mit der Zahnstange e, welche an die in Schlitten geführte Gleitschiene d angeschraubt
ist, im Eingriff steht, so wird die genannte, die ganze Länge der Maschine durchstreichende Schiene d bei der Drehung
des Stellrades /? eine entsprechende seitliche Verschiebung erfahren.
An beiden Enden der Gleitschiene d ist ein Keil/, Fig. 4, 5 und 6, befestigt, dessen schräge
Seite mit kleinen Stufen versehen ist, deren Höhen bei runden Notenblättern gleich dem
Abstande der einzelnen concentrischen Kreise und bei rechtwinkligen Blättern gleich dem
Abstande der einzelnen Notenlinien sind, Fig. 5 und 6.
Der bewegte Tisch t wird mit seinen vorspringenden Knaggen g·2 g2 mit Hülfe einer
belasteten, über Rollen laufenden Schnur oder vermittelst Federdruckes gegen die Stufen der
Keile f gedrückt. (Die Anordnung der Rollen bezw. der Federn ist in der Zeichnung, um die
Klarheit des Bildes nicht zu beeinträchtigen und da dergleichen Mechanismen genügend
bekannt sind, fortgelassen.)
Wird nun durch Drehung des Stellrades h, Fig. 4 und 5, die Gleitschiene d mit den
darauf festsitzenden Keilen seitlich (nach rechts) verschoben, so wird der gegen diesen Keil gedrückte
Tisch t mit seinen Knaggen g% die
einzelnen Keilstufen durchlaufen und bei jeder neuen Stufe den Stanzen S um eine Stufenhöhe
genähert. Haben die Knaggen g2 des Tisches ί alle Stufen des Keiles f abwärts
zurückgelegt, so sind auch die aufgespannten Notenscheiben fertig ausgestanzt
und der Tisch mufs, um zu neuer Arbeit bereit zu sein, seine Anfangsstellung wieder
einnehmen. Dieser Rücklauf des Tisches wird durch Verschiebung der Keile f nach der der
vorigen Bewegung entgegengesetzten Richtung (also hier nach links) bewirkt. Die Keile ff
sind zu diesem Zwecke mit in Gelenken beweglichen Winkelschienen y y ausgestattet,
welche niedergeklappt über die Stufen hinweg-.greifen und so den Ansätzen g2g2 eine gleichmäfsig
ansteigende Fläche darbieten. Nachdem der Tisch t seine ursprüngliche Stellung wieder
eingenommen hat, werden die Winkelschienen y y wieder emporgeklappt, der Tisch mit
den neuen zu bearbeitenden Notenblättern versehen, und das Stanzen letzterer kann beginnen.
Das Ausrücken der Antriebswelle kann entweder durch den in der Patentschrift No. 33198
angegebenen oder durch folgenden bekannten Mechanismus geschehen. Auf der Antriebswelle
z, Fig. 3 und 7, sämmtlicher Stanzen S sind zwei lose Riemscheiben k und I angeordnet,
von denen k die Antriebsscheibe und Z die Leerscheibe der Maschine ist. Die Antriebsscheibe
k läuft für gewöhnlich lose auf der Welle i und versetzt nur für die Zeit, in
der das Stanzen der Noten erfolgen soll, durch einen Mitnehmer m, Fig. 3 und 7, der
sich aber nach einmaliger Umdrehung der Welle i selbsttätig auslöst, die Welle i und
mit dieser sämmtliche Stanzen S dadurch in Thätigkeit, dafs sich der Mitnehmer m, durch
Federdruck vorgeschoben, in eine Ausfräsung ρ der auf i festgekeilten Mitnehmerrolle \ einlegt.
Das Hervorspringen des in seiner zurückgezogenen Stellung durch den mit Federdruck
angeprefsten Vorstecker r. gesicherten Mitnehmers m erfolgt durch das Niederziehen der
Zugstange s, Fig. 3 und 7. Letztere ist nach der dem Mitnehmer m zugekehrten Seite mit
einem vorspringenden Auge, das eine Ausfräsung zum Eindringen des Mitnehmers m
trägt, ausgestattet, während sie an der entgegengesetzten Seite1 einen Anschlag 0 trägt,
gegen den sich die Nase u der Mitnehmerrolle \ legt. Wird nun die durch eine Feder,
Fig. 3, gegen die Mitnehmerrolle \ gehaltene Zugstange s niedergezogen, so legt sich das
Auge dieser Stange gegen einen Ansatz des •Vorsteckers r, zieht letzteren gleichfalls nieder
und giebt so den Mitnehmer m frei; dieser springt in die Ausfräsung der Mitnehmerrolle ^,
und da, wie erwähnt, Scheibe k in stetiger Drehung begriffen ist, so überträgt der Mitnehmer
m die Rotation auf die Antriebswelle i. Riemscheibe k, Mitnehmer m, Vorstecker r,
"sowie Mitnehmerrolle \ und Welle i drehen
' sich demnach nunmehr gleichzeitig. Der Mitnehmer m ist bei seinem Vorschübe in die
Ausfräsung ρ der Mitnehmerrolle % mit seiner unteren Hälfte zugleich in die keilförmig verlaufende
Aussparung p1, Fig. 8, der Zugstange eingetreten, und da die Zugstange s wohl senkrecht,
aber nicht seitlich verschiebbar gelagert ist, Fig. 3, so wird Mitnehmer m, bei der fortlaufenden
Drehung gegen die Keilfläche von p1
gedrückt, allmälig. so weit zurückweichen, bis er endlich ganz aufser Berührung mit der
Mitnehmerrolle % gelangt. Aus diesem allmäligen
Zurückweichen des Mitnehmers m und seiner hierbei erforderlichen stetigen Berührung
mit der Mitnehmerrolle \ ergiebt sich die in Fig. 3 und 7 dargestellte Curve der Ausfräsung
p. Ist der Mitnehmer m aus der Ausfräsung ρ vollständig hinausgedrängt, so springt
der Vorstecker r vor, legt sich in einen kleinen Ausschnitt des Mitnehmers m, Fig. 8, und hält
letzteren fest. Während des soeben geschilderten Vorganges haben die Stempel das Notenblatt
durchstofsen und befinden sich in aufsteigender Bewegung, die sie vermöge der zwischen
der Bohrung der Riemscheibe k und der Welle i stattfindenden Reibung so lange, sich
allmälig verzögernd, fortsetzen, bis die Nase ο gegen den Anschlag u der Zugstange s stöfst.
Erst in diesem Zeitpunkte, in dem dann sämmtliche Stempel der Stangen ihren höchsten
Hub erreicht haben, tritt eine gesicherte Arretirung der Welle i ein. Ist dann die nächst
verzeichnete Note unter den Stempel gebracht, so zieht der Arbeiter die Stange s nieder, der
Mitnehmer m springt vor und setzt sämmtliche Stangen durch Drehung der Welle i in
Thätigkeit, bis er wieder durch die Mitnehmer rolle"% zurückgeschoben und die eingeleitete
Bewegung nach einer vollen Umdrehung durch den Anschlag u angehalten ist.
Claims (2)
1. Der Ersatz der Drehtische (Schraubenräder) durch einen geradlinig verschiebbaren Schlitten
v, welcher durch Zusammenwirkung einer endlosen Schraube η mit einer Zahnstange
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Tisches t verschoben wird, behufs Durchlochung
rechteckiger Notenblätter (Fig. 1 und 2). , .
2. Der Ersatz der Schraubenspindel durch seitlich verschiebbare, stufenförmig ausgezackte
Keile f (Fig. 7) in Combination mit dem senkrecht zu den Stanzen S beweglichen
Tisch i behufs Sicherung einer stets gleichmäfsigen Verschiebung der auf einander
folgenden Notenreihen. . ',
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34509C true DE34509C (de) |
Family
ID=310417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34509D Active DE34509C (de) | Neuerung an Maschinen zum gleichzeitigen Ausstanzen mehrerer Notenblätter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34509C (de) |
-
0
- DE DENDAT34509D patent/DE34509C/de active Active
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