DE347229C - Verfahren zum Emaillieren und Verglasen - Google Patents

Verfahren zum Emaillieren und Verglasen

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DE347229C
DE347229C DE1921347229D DE347229DD DE347229C DE 347229 C DE347229 C DE 347229C DE 1921347229 D DE1921347229 D DE 1921347229D DE 347229D D DE347229D D DE 347229DD DE 347229 C DE347229 C DE 347229C
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23DENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D5/00Coating with enamels or vitreous layers
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Description

  • Verfahren zum Emaillieren und Verglasen. Durch das Patent 3q.366.. des Erfinders ist ein Verfahren zum Emaillieren, Verglasen usw. bekannt geworden, bei dem das Schmelzgut in Pulverform und in kleinen Mengen fortlaufend in den treibenden Strom eines Mischgasstrahles z. B. Wasserstoffsauerstoff übergeführt wird, der zur Flamme entzündet, das Spritzhut schmilzt und es in diesem Zustande auf das bis auf die ungefähre Schmelztemperatur des Spritzgutes vorerwärmte Werkstück schleudert.
  • Die Erfahrungen in der Durchführung dieses Verfahrens haben gezeigt, daß die nach demselben erzeugten Emailschichten eine überraschend hohe Widerstandsfähigkeit nicht nur gegen schroffe Temperaturunterschiede, sondern auch gegen mechanische Wirkungen z. B. Stoß und Schlag besitzen. Es kann angcciommen werden, @ dsß * diese Eigenschaften zum Teil ihre Erklärung in der starken, mechanischen Verankerung finden, die bei dem mit großer ZVucht vor sich gehenden Aufschleudern der geschmolzenen Emailteilchen auf die Unebenheiten der Werkstückoberfläche stattfindet.
  • Es hat sich aher gezeigt, daß diese Erklärung zur vollen Aufklärung der Ursache nicht ausreicht. Vielmehr dürften zwei weitere Eigenschaften bei Ausübung der Spritzmethode zu der obigen Erscheinung beigetragen haben.
  • Die eine dieser Eigenschaften besteht darin, daß die Wucht der Flamme selbst, die ja doch von den gespannten Gasen gespeist wird, einhämmernd oder einreibend auf die geschmolzenen Teilehen einwirkt und sie zur Verankerung reit den Unebenheiten der Oberfläche zwingt, so da!.)' also nicht nur das Beharrungsvermögen der durch den Treibgasstrahl fortgeschleuderten Teilchen allein in der genannten Richtung n-irkt.
  • Weite; aber ist es wahrscheinlich, daß, selbst wenn man den Schmelz- und Anwärmeflammenstrahl reduzierend wirken läßt, bei den unvermeidlichen, hin und her gerichteten Bewegungen des Spritzstrahles, wenn arch nur für kurze Augenblicke die erwärmte Werkstückfläche mit der Luft in Berührung kommt und sich alsdann ebenso schnell bei eisernen Werkstücken Eisenoxyduloxyd, bei kupfernen Kupferoxydul bildet. Diese Oxyde haften bekanntlich, in ganz dünner Schicht entwikkelt, mit überaus großer Festigkeit am Grundmetall. Sie bilden gleichzeitig aber auch ein vorzügliches Haftmittel für Silikatflüsse und werden ja auch als Bestandteile des Emailsatzgemenges für Färbezwecke verwendet. Jedenfalls erklärt ihre Entstehung nicht nur die Haftfestigkeit des Emails am Werkstück, sondern auch die Unempfindlichkeit des Emails gegen starke Temperaturschwankungen. Denn der Elastizitätsmodul des Eisenoxyduloxyds liegt in der Mitte zwischen dem des Eisens und dem der Silikatflüsse. Es erklärt sich ferner jetzt auch die Erscheinung, daß man mittels des Emailspritzverfahrens leicht reduz#erbare Metalloxyde enthaltende Deckemailmassen ohne Schwierigkeiten, d. h. ohne Blasenbildung auf stark kohlenstoffreiche Eisensorten (Gußeisen) aufschmelzen kann. Die leichte Eisenoxyduloxydz-wischenlage verhindert eben eine direkte Berührung der reduzierbaren Metalloxydbestandteile des Emailflusses mit dem Kohlenstoff des Eisens und aus diesem Grunde tritt auch keine Bildung von Kohlenoxyd oder Kohlendioxyd ein, die sonst Blasenbildung hervorrufen müßte.
  • Die Feststellung dieser Ursachen gestattet.. nunmehr aber auch ohne Schwierigkeiten Emaillierungen ohne Anwendung eines Ofens und ohne Aufspritzen schmelzflüssig gemachten Emailstaubes, aber dennoch von gleichen Eigenschaften, wie sie bei der Spritzmethode erzielbar sind, vorzunehmen, wenn man gemäß vorliegender Erfindung die in bekannter Weise flüssig- oder pastenförmig aufgetragene und hinterher getrocknete Emailmasse mit einem offenen, durch stark gespanntes Ifschgas gespeisten Schmelzflammenstrahl von reduzierender Wirkung so zum Schmelzen bringt, daß dabei das ebenfalls ungefähr auf die Schmelztemperatur des Emails erwärmte Werkstück für kurze Zemente zwischendurch mit der Luft in Berührung kommt, so daß sich unter der noch nicht durchgeschmolzenen Emaildecke eine feine Zwischenschicht von Eisenoxyduloxyd bilden kann. Auf diese Weise lassen sich insbesondere auch mit Leichtigkeit Reparaturen an defekt gewordenen emaillierten Flächen ausführen, indem man die abgesprungene Stelle mit dem Emailteig ausfüllt, ihn etwas trocknen läßt und dann mit einem Brenner behandelt, der den reduzierend wirkendcn, mittels gespannten Mischgases gespeisten, starken Flammenstrahl gcgen die zu erhitzende Stelle richtet.

Claims (1)

  1. P_1TRN.T-ANsPRUcIi: Verfahren zum Emaillieren unter Foitfall eines Brenn oder Anwärmeofens für die Werkstücke, dadurch gekennzeichnet, daß man die in bekannter Weise als Teig oder Paste aufgetragene trocken gewordene Emailmasse mittels eines reduzierend wirkenden, von einem gespannten Nlischgasstrabl gespeisten Flammenstrahls zum Schmelzen bringt und die Auftrcffstelle des Werkstückes gleichzeitig bis ungefähr auf die Schmelztemperatur des Emails erwärmt, wobei man durch Bewegungen des Flammenstrahles dafür sorgt, daß für kurze Augenblicke Luft an die zu emaillicrende Stelle herankommen kann.
DE1921347229D 1921-04-03 1921-04-03 Verfahren zum Emaillieren und Verglasen Expired DE347229C (de)

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