DE348121C - Selbsttaetige Feuerloeschbrauseanlage mit durch Weichlot verbundenen Ventilstuetzen - Google Patents
Selbsttaetige Feuerloeschbrauseanlage mit durch Weichlot verbundenen VentilstuetzenInfo
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Description
- Selbsttätige Feuerlöschbrauseanlage mit durch Weichlot verbundenen Ventilstützen. Bei selbsttätigen Feuerlöschbrausenanlagen ist es bekannt, die Brausen zu Gruppen zusammenzufassen und die Wasserleitungsrohre als Stromleiter für eine elektrische Betätigung zu benutzen. Auch die dauernde Überwachung selbsttätiger Feuerlöschanlagen durch einen Ruhestrom ist an sich bekannt.
- Nach der Erfindung ist der Ruhestrom über das Rohrnetz, die Lotverbindung der Ventilstützen und je einen an der Unterseite des Brausenringes frei liegenden Schmelzdraht geführt, der wärmeempfindlicher ist als die Lotverbindung der Ventilstützen. .
- Mittels dieser Einrichtung werden sowohl beim Trockensystem als auch beim Naßsystem folgende Vorteile erzielt. Im Brandfalle wird der an der Unterseite des Brausenringes frei liegende Draht rascher schmelzen als der Lotverschluß der Ventilstützen, infolgedessen wird auch der Ruhestrom früher unterbrochen, und es erfolgt die Anzeige beim Betriebsleiter schon bevor die Löschbrause im Brandraum in Tätigkeit getreten ist. Da jede einzelne Brause mit ihrem Lotverschluß vom Ruhestrom überwacht wird, so kann keine Brause ohne Wissen des verantwortlichen Betriebsleiters ausgeschraubt oder ihr verlöteter Teil' herausgenommen und durch ein Stück Eisen ersetzt werden, da hierbei stets der Ruhestrom unterbrochen werden würde. Auch die Rohrleitungen der Löschbrausenanlage liegen im Ruhestrom, da sie als Rückleiter für denselben benutzt werden.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung auf das Trockensystem dargestellt.
- Abb. i zeigt eine einzelne Brause und Abb. 2 einen Längsschnitt durch den Brausenring.
- Abb. 3 stellt Teile einer Anlage mit dem Schaltungsschema dar.
- Von dem Rohr a (Abb. 3) der öffentlichen Wasserleitung ist das Speiserohr b abgezweigt, das zur Steigleitung der Löschanlage und dem Brausenrohrnetz an den Decken der Räume führt. In dem Rohrnetz sind die Brausen in den vorgeschriebenen Abständen angebracht.
- jede Löschbrause besitzt in bekannter Weise eine mit Weichlot verlötete Stütze g (Abb. i) und erfindungsgemäß in einer Rinne- q an der Unterseite des Brausenringes p 1 (Abb. 2) eine Leitung aus Weichlotdraht, die bei 7o' C schmilzt. Durch die in dem einen Brausenarm P liegende isolierte Leitung, die Stütze g und den Weichlotdraht führt ein Ruhestrom, dessen Weg durch strichpunktierte Linien bezeichnet ist. Die Stütze g und der aus dem Weichlotdraht gebildete Thermostat sind also hintereinander geschaltet. Infolge seiner freien Lage am unteren Teil des Brausenkörpers ist der Weichlotdraht der Wirkung der hochsteigenden Feuergase besonders ausgesetzt. Er schmilzt also erheblich früher als die Lotverbindung des Verschlusses g.
- Der eine Brausengruppe überwachende Ruhestrom verläuft vom +-Pol der Batterie i (Abb. 3) zum Ankermagneten e, tritt dann zurückgehend bei der äußeren linken Brause im Erdgeschoß ein und geht über die folgenden vier Brausen und über das Steigrohr zum --Pol der Batterie i zurück. Denselben Verlauf nimmt der Ruhestrom bei den fünf rechts vom Steigrohr liegenden Brausen des Erdgeschosses, welche durch den Ankermagneten f ür)erwacht werden.
- In der Steigleitung zu den Brausenrohren befindet sich das Trockenventil c, das bekannt- j lich das Brausenrohrnetz von dr W@@sscriu-Leitung absperrt. Dieses Ventil wird durch einen Ankermagneten k gesperrt, der ebenfalls unter Ruhestrom liegt (s. die punktierten Linien in Abb. 3). Dieser verläuft vom positiven Pol der Batterie über den Ankermagneten k und die Kontakte i und il zum negativen Pol der Batterie.
- Schmilzt nun der Weichlotdraht ab oder öffnet sich der Lotverschluß g einer Brause im Brandfalle, oder wird er unbefugt entfernt, oder wird eine Brause abgeschraubt,- so wird der Ruhestromkreis über die Brausen unterbrochen. Angenommen, es geschieht dies bei einer der fünf links vom Steigrohr gelegenen Brausen des Erdgeschosses, dann wird der Ankermagnet e unmagnetisch, er läßt daher den Anker k fallen, wodurch der Kontakt i unterbrochen wird. Damit wird aber auch der Ankermagnet k unmagnetisch, sein Anker löst sich und läßt den bisher unterstützten Gewichtshebel n des Trockenventils e fallen, wodurch dieses geöffnet wird, so daß nunmehr Wasser in das Brausenrohrnetz eintreten kann. Der gleiche Vorgang spielt sich ab bei Unterbrechung des Kontaktesil beim Stromloswerden des Ankermagneten f.
- Von einem Betriebsbureau aus, wo die Ankermagnete aufgestellt sind, kann jeder Eingriff in den ordnungsmäßigen Zustand der Anlage beobachtet werden. Durch das Fallen eines Ankers können außerdem optische oder akustische Zeichen gegeben werden, so daß schnellstens festgestellt werden kann, bei welcher Brausengruppe die Störung eingetreten ist.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜcHE: i. Durch einen Ruhestromkreis überwachte, selbstätige Feuerlöschbrausenanlage mit zu Gruppen zusammengefaßten Brausen und durch Weichlot verbundenen Ventilstützen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ruhestrom über das Rohrnetz, die Lotverbindung der Ventilstützen (g) und je einen an der Unterseite des Brausenringes frei liegenden, aus einem wärmeempfindlicheren Stoff als der der Lotverbindung der Ventilstützen (g) bestehenden Schmelzdraht verläuft.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i in Anwendung für das Trockensystem, dadurch gekennzeichnet, daß durch Unterbrechung des über die Brausen einer Gruppe verlaufenden Ruhestromkreises unter Vermittlung des Ankers eines Elektromagneten (e oder f) Kontakte (i; il) eines zweiten Ruhestromkreises unterbrochen werden, in dem ein das Trockenventil (c) sperrender Elektromagnet (7a) liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348121T | 1918-05-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348121C true DE348121C (de) | 1922-01-31 |
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|---|---|---|---|
| DE1918348121D Expired DE348121C (de) | 1918-05-17 | 1918-05-17 | Selbsttaetige Feuerloeschbrauseanlage mit durch Weichlot verbundenen Ventilstuetzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348121C (de) |
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1918
- 1918-05-17 DE DE1918348121D patent/DE348121C/de not_active Expired
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