DE348357C - Fadenspannvorrichtung fuer Stickmaschinen - Google Patents

Fadenspannvorrichtung fuer Stickmaschinen

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DE348357C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/08Thread-tensioning arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Fadenspannvorrichtung für Stickmaschinen. Die Erfindung betrifft eine Fadenspannvorrichtung für Stickmaschinen.
  • Früher bremste man die Fadenwalzen an Stickmaschinen allgemein durch völlig unabhängig voneinander angeordnete Bremszeuge, die während des Betriebes von einem gemeinsamen Stellzeug aus geregelt werden konnten. Um die unausbleibliche Verschiedenheit in der Abbrems:ung der sehr empfindlichen Walzen während des Betriebes zu vermeiden, verband man sie zuerst zwangläufig, und als die Notwendigkeit gegenseitigen Verdrehens erkannt wurde, durch ein Differentialgetriebe oder eine Rutschkupplung nachgiebig miteinander.
  • Mit gewissen Vorteilen gegenüber keiner oder einer zwangläufigen Walzenverbindung erzeugte diese Art Nachgiebigkeit neben unvermeidlich verwickelter Bauart, unerwünscht erhöhter Massenwirkung und gegenseitige Walzenabhängigkeit, solange die Fadenzugskräfte einer Walze nicht ganz erheblich gesteigert wurden, den besonderen Nachteil wesentlich vermehrter Bremswiderstände, im Falle eine Fadenwalze aus den bekannten Gründen erhöhten Garnverbrauchs sich gegenüber den anderen während des Stickens verdrehen soll. Bei Verwendung eines Differentialgetriebes muß die vorauseilende Walze allein die gemeinsame Bremsscheibe -ebenso wie es sonst sämtliche Walzen tun - bewegen und die gebremsten Differentialgetrieberäder' in Gang buingen. Bei einer Rutschkupplung muß die voreilende Walze die Widerstände ihres zugehörigen Walzenbremszeuges und der Rutschkupplung- überwinden. Diese muß schon anfangs ziemlich kräftig eingestellt werden und wird zufolge ihrer seltenen Betätigung unter rlen Folgen von Olverklebung, Verstaubung und Temperatureinflüssen bald völlig unnachgiebig wirken. Der Bremswiderstand wird aber auch günstigenfalls und mit beiden Ausführungsarten so vervielfacht, daß ihn die .Fäden der vorauseilenden Walze unter Rückwirkung auf die übrigen Fäden nicht überwinden können, sondern abreißen oder die Stickerei zusammenziehen und verunstalten.
  • Der Ausfall der Ware wird von den Fadenwalzen entscheidend beeinflußt; jeder Faden und damit jede Walze muß in allen vorkommenden Fällen die übliche Bremsung beibehalten und darf sie nicht stoßweise wesentlich verändern, auch nicht, wenn eine Walze vorauseilt, und außerdem muß sie die Möglichkeit bieten, eine bestimmte Walze infolge Musterungswünsche oder Stoff- und Garnbeschaffenheit dieser Stickreihe vorübergehend um ein geringes Maß verändert zu bremsen. Dies ist mit nachgiebigen Walzenverbindungen unerreichbar, da es sich um allerkleinste Gefühlswerte von Bremswiderständen handelt, .die nur unter der Vermeidung einer jeden Triebverbindung gewahrt werden können.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung erfüllt diese Forderungen durch !die besondere Ausbildung des gemeinsamen Bremszeuges, welches aus den entgegengesetzt sich bewegenden Bremskörpern zweier Fadenwalzen besteht, die sich gegenseitig bremsen, sowie durch zusätzlich und unabhängig davon vorgesehene Hilfsbremszeuge.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in .der Hauptansicht dargestellt.
  • Die in gleicher Richtung laufenden Fadenbremswalzen 1, 2 sind in Lagern 3, 4 am Maschinengestell 5 gehalten und mit Kegelrädern 6, 7 versehen. Das Kegelrad 6 überträgt die Bewegung auf ein im Lager 3 gehaltenes Kegelrad 8 und :die von diesen durch einen Keil mitgenommene und in ihm achsial verschiebbare Verbindungswelle g. Mit dem unteren Ende im Lager To geführt, stützt sie sich mit ihrer am äußeren Umfang ,mit Sperrzähnen versehenen Bremsscheibe i 1 unter Zwischenschaltung eines eine weiche Bremsung gewährleistenden Materialstücks 12 auf eine gleichartige, aber entgegengesetzt laufende Bremsscheibe 13 einer Verbindungswelle 14, die durch das Kegelräderpaar 15, 7 mit der Fadenbremswalze 2 in Verbindung ist und auf der Spitze 16' des Lagers 4 läuft. Durch eine Spitze des Druckhebels 16 am Lager 17, die auf die Verbindungswelle 9 drückt, wird der Bremsdruck und die davon abhängige Fadenwalzenspannung durch die Feder 18, Winkelhebel ig und Stehstange 2o geregelt. Um die Spannung der Bremse i i bis 13 völlig aufzuheben, ist auf der Welle 9 ein Ring 21 angebracht, unter den ein Winkelhebel. 22 greift, der die Welle 9 mitsamt der Bremsscheibe i i lüften kann, sobald die Stellstange 23 nach links gezogen wird.
  • Um ,den Bremswiderstand der einen Fadenwalze mustergemäß oder beim Einregeln infolge ungleicher Lagerreibungswiderstände sowie bei der Verarbeitung anderer Stoffe oder Garne erhöhen zu können, sind an beiden Walzen 1, 2 aus Bremsscheibe 24, Bremshebel 25 und Bremsfeder 26 bestehende Hilfsbremszeuge vorgesehen, die nur zeitweilig wirken.
  • Die Fadenwalzen müssen zuzeiten zwangsweise gegen jede Drehung gesperrt werden. Dies geschieht durch den bekannten, von der Maschinenwelle 27 mittels Exzenters 28 und Rolle 29 angetriebenen Sperrhebel 30 am Lager 31, der in die Sperrzähne der Bremsscheiben 11, 13 zeitweilig eingreift.
  • Soll die Wirkung des Sperrzeuges außer Kraft treten, so wird :die bekannte Stellstange 32 nach links gezogen, die über die Rolle 33 am Lager 34 laufende Schnur 35 streckt sich und hebt den Sperrhebel 30 in die unwirksame Lage. Gleichzeitig aber stößt das bekannte Stehstück 36 an die Nase 37 der Stellstange 20 und verstärkt dadurch -die Fadenwalzenspannung, wie es nötig ist.
  • An jeder Faadenbremswalze 1,:2 ziehen in der Regel gleich viel gleich starke Fäden, und jede Walze erhält von dem Bremswerk 9 bis 14, 16 bis 23 die gleiche Spannung. Damit ist eine gleichmäßige Regelung der Bremswiderstände bei Veränderung durch die Einrichtung 16 bis 2o auf jeder Stickreihe gesichert, und jede Fadenbremswalze kann sich beliebig vorwärts drehen und Fäden abziehen, wie sie benötigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fadenspannvorrichtung für Stickmaschinen, bei welcher die Verbindungswellen der Fadenbremswalzendurch eine Bremskupplung miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß .die Verbindungswellen (9, 14) sich in entgegengesetzter Richtung drehen und die eine derselben (9) während des Betriebes mit ihrem Bremskörper (ii) regelbar gegen den (13) der andern Welle (14) gedrückt werden kann.
DE1917348357D 1917-05-12 1917-05-12 Fadenspannvorrichtung fuer Stickmaschinen Expired DE348357C (de)

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