DE3490708C2 - Vorrichtung zum maritimen Erforschen geschichteten Untergrunds unter einem Gewässer mittels Scherwellen - Google Patents
Vorrichtung zum maritimen Erforschen geschichteten Untergrunds unter einem Gewässer mittels ScherwellenInfo
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Description
Die Erfindung hat eine Vorrichtung zum maritimen
seismischen Erforschen geschichteten Untergrunds unter einem Gewässer zum Gegenstand,
wobei mittels eines im Gewässer befindlichen
pneumatischen Druckwellenerzeugers eine sich
nach unten ausbreitende und in den geschichteten Untergrund
eindringende Druckwelle erzeugt wird und wobei
beim Übergang der Druckwelle von einer Schicht in
die darunterliegende an der Schichtgrenze gebildete
und sich nach oben ausbreitende Scherwellen erfaßt
werden.
Es ist bekannt, mittels eines im Gewässer befindlichen pneumatischen
Druckwellenerzeugers, Druckwellen zu erzeugen, die mittels
mehrerer, am Boden des Gewässers befindlicher Geophoneinheiten
erfaßt werden. Ein seeseismisches Verfahren ist durch die US-PS-
2,952,834 bekannt geworden. Dabei werden mit Hilfe eines
Meßboots am Meeresboden eine ganze Reihe von
Ultraschallempfängern und Geophone abgelegt, die allesamt an
einem seismischen Meereskabel angebracht sind. Ein zweites
Boot plaziert an genau vorgegebener Stelle einen seismischen
Transmitter, mit dem Druckwellen im Wasser erzeugt werden
können. Ein Ultraschalltransmitter des zweiten Bootes
ermöglicht zusammen mit den Ultraschallempfängern das genaue
Ausrichten des Ultraschalltransmitters über dem Seekabel bzw.
den Geophonen.
Beim Auslösen eines Schusses im Wasser entstehen u. a. an der Grenze zum festen Untergrund Schub- bzw.
Scherwellen. Die physikalischen Grundlagen hierzu ergeben sich
beispielsweise aus dem "Handbuch der Experimentalphysik,
Geophysik II, zweiter Teil, Akad. Verlagsges.mbH, Leipzig,
1931, Seiten 450, 451".
Bei dem Verfahren nach dem US-Patent werden nur die innerhalb der
ersten Schicht, also der Wasserschicht verlaufenden Wellen
erfaßt. Zur Erfassung der Schubwellen dienen die Geophone in
bekannter Weise.
Durch die DE 31 34 325 A1 ist es bekannt geworden, am
Meeresboden seismische Detektoren auszulegen und mittels eines
Schiffes über diese seismische Impulsquellen zu schleppen. An
einer reflektierenden unterirdischen Grenzfläche des
Meeresbodens werden die Druckwellen reflektiert. Nach
Ablenkung am Meeresboden sowie einer weiteren Reflexion an der
Meeresoberfläche erreichen sie die seismischen Detektoren in
Form von "Verdünnungswellen". Die seismischen Detektoren
erfassen demnach sowohl die unmittelbar entstehenden
Druckwellen als auch die aus den Druckwellen hervorgehenden
"Verdünnungswellen". Die außerdem auftretenden Schubwellen
finden hierbei keine Berücksichtigung.
Beim Verfahren der US 2,354,548 wird eine Druckwelle an der
Erdoberfläche ausgelöst, wo sich auch die seismischen
Detektoren in gebührendem Abstand befinden. Sie erfassen
sowohl die unmittelbar auftreffenden Schubwellen und
Druckwellen, als auch die an einer tieferliegenden
Bodenschicht reflektierten Schub- und Druckwellen. Die in die
zweite Schicht weiterdringenden Wellen, insbesondere
Schubwellen, werden für die Auswertung nicht herangezogen.
In der Veröffentlichung in der Zeitschrift Geophysics, Vol.
43, Nr. 3 (April 1978), Seiten 514 bis 527, wird darauf
hingewiesen, daß die Bedeutung von Scherwellen bei der
Erforschung des Meeresbodens unter Verwendung seismischer
Sensoren zunehmende Bedeutung gewinnt. Es werden Messungen
beschrieben, bei denen Geophone zur Erfassung vertikaler
Komponenten von seismischen Signalen verwendet werden. Die
Geophone sind jedoch in einer auf den Meeresboden abgesenkten
Kapsel vorgesehen.
Aus dem US-Patent 3,660, 809 ist ein seismisches Streamerkabel
beschrieben, welches von einem Schiff durch das Wasser
geschleppt wird und eine Anzahl von Hydrophonanordnungen
aufweist. Die Hydrophone sind innerhalb eines äußeren
Kabelmantels in Längsrichtung des Kabels vorgesehen, sie sind
in einer inneren Montageröhre aufgenommen, die an ihren Enden
von einem Paar von Abstandshalterstücken verschlossen ist,
durch welche Signalleitungen hindurchgeführt sind. Der Zugang
zu den Hydrophonanordnungen ist daher auch bei Entfernen der
äußeren Ummantelung nicht möglich.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art anzugeben, die eine
kompakte Anordnung der Geophone und einen leichten Zugang zu
den Geophonen ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch eine
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Wenn unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in dem
betreffenden Gewässer bzw. der Wassermasse eine Druckwelle
erzeugt wird, so werden die von den Zwischenschichten
reflektierten, in Schubwellen umgewandelten Wellen erfaßt bzw.
abgetastet. Das Erfassen dieser Schubwellen wird dadurch
erreicht, daß das Seekabel auf dem Meeresboden angeordnet
wird. Da in den meisten Fällen die umgewandelten Schubwellen
ihre stärkste Bewegung in der horizontalen
Bewegungskomponente, die zur Quelle gerichtet ist, besitzen,
wird durch die patentgemäße Vorrichtung bevorzugt diese
Komponente aufgezeichnet. Es ist auch erkannt worden, daß
diese Komponente relativ frei von Bewegungen aufgrund der
reflektierten Druckwellen ist. Eine weitere Trennung kann
gewünschtenfalls bei der unmittelbaren Aufzeichnung durch
herkömmliche Mittel durchgeführt werden, die Fachleuten auf
dem Gebiet der seismischen Erforschung unter Verwendung von
Druckwellen bekannt sind. In bevorzugter Weise werden die
Meßwandler eine bestimmte Zeit lang, bevor die Druckwelle
erzeugt wird, auf dem Meeresboden abgesetzt, um eine geeignete
Kopplung der Geophone mit dem Meeresboden sicherzustellen und
um ferner sicherzustellen, daß die Geräusche durch
Einschwingvorgänge, die während des Ablegens des Seekabels auf
dem Meeresboden erzeugt werden, gedämpft worden sind. Durch
die Verwendung der patentgemäßen Vorrichtung können diejenigen
Signalkomponenten, die in Richtung zur Quelle hin gerichtet
sind, erfaßt werden. Die Druckwellen können durch geeignete
Mittel, beispielsweise ein Luftgewehr, zum Ausstoßen einer
vorbestimmten Menge von Druckgas in das Wasser erzeugt werden.
Gewünschtenfalls können auch Druckmeßwandler, wie Hydrophone,
in dem Kabel vorgesehen sein, um die Druckwellen, die von den
Zwischenschichten reflektiert werden, zu erfassen bzw.
abzutasten.
Nachfolgend wird die
Erfindung anhand von Figuren
näher beschrieben und erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer see
seismischen Erkundung unter Verwendung
eines Seekabels,
Fig. 2 eine schematische Ansicht einer see
seismischen Erkundung unter Verwendung
getrennter Schiffe,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Seekabel für
die Verwendung in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 4 eine auseinandergezogene Ansicht einer
Geophon-Einheit und einer Befestigung,
die im in Fig. 3 gezeigten Seekabel
eingefügt sind, und
Fig. 5 eine Ansicht einer Gewichtseinheit, die
im Seekabel der Fig. 3 eingefügt ist.
In Fig. 1 ist ein seismisches Forschungsschiff 10
dargestellt, das zum seismischen Erforschen des
Untergrundes unterhalb eines Gewässer bzw. einer
Wassermasse 14 ein Seekabel entfaltet bzw. verlegt. Das
Kabel 12 kann verhältnismäßig lang, bspw. eine Meile oder
länger, sein und ist normalerweise aus einer Zahl von
einzelnen aktiven Abschnitten 16, die Ende an Ende bzw.
hintereinander befestigt sind, zusammengesetzt. Jeder
Abschnitt 16 enthält eine Vielzahl von nicht dargestellten
Geophonen und ist dem Boden 18 benachbart angeordnet. Das
Kabel 12 kann dann auf dem Boden an dem gewünschten Ort dadurch
positioniert werden, daß es zu dem gewünschten Ort gezogen
wird oder dadurch, daß es aufgewickelt und dann an den
gewünschten Ort beim Vorwärtsbewegen des Schiffs 10
abgewickelt wird. Der Abschnitt 20 des Kabels 12, der mit
dem ersten Abschnitt 16 verbunden ist, ist ein
Gewichtsabschnitt, der bspw. Blei oder anderes geeignetes
Material enthält. Ein Zuführabschnitt 22, der ein
armiertes Kabel sein kann, verbindet den Abschnitt 20 mit
dem Schiff 10. Der Abschnitt 20 sollte ein ausreichendes
Gewicht enthalten, so daß die Wellen in der Wassermasse
14, die auf das Schiff 10 und den Einführabschnitt 22
wirken, die Abschnitte 16 nicht von dem Boden 18 abheben
können. Gewünschtenfalls kann das Schwanzende des Kabels
12 ebenfalls mit einem Gewichtsabschnitt 20 und einer
geeigneten Lokalisierungsboje, wie sie nach dem Stand der
Technik bekannt ist, versehen sein. Druckwellenenergie ist
in der Nähe des Kabels 12 mittels einer seismischen Quelle in Form eines pneumatischen
Druckwellenerzeugers 24 erzeugbar.
Die Quelle 24 kann von dem Schiff 10
oder einem zweiten Schiff, wie in Fig. 2 dargestellt,
ausgelegt werden, das sich in der Nähe der Geophone ohne
Bewegen des Kabels 12 bewegen kann. Ist die Quelle
24 vom Schiff 11 ausgelegt, ist es vorteilhaft,
bei einer Kabelposition viele Explosionen aufzuzeichnen, die über
eine Bahn parallel zum Kabel 12 erfolgen und sich über
dessen Enden erstrecken. Die
Bahnen des Schiffs 11 können sich über die Enden des
Kabels 12, bspw. über eine Entfernung erstrecken, die in
derselben Größenordnung liegt, wie die Tiefe der zu
untersuchenden tiefsten Schichten des Untergrunds. Eine Druckwelle
26, die von der Quelle 24 erzeugt wird und die durch
eine gerade Linie angedeutet ist, breitet sich nach unten
durch die Wassermasse 14 und den Untergrund aus, wobei Teile, nämlich
32, 34, von ihr, z. B. an Punkten 28, 30, an denen
ein Kontrast in der akustischen Impedanz zwischen
den Schichten des Untergrunds vorliegt, reflektiert werden.
Die Größe solch einer Reflexion bezieht sich
hauptsächlich auf den Kontrast in der akustischen
Druckwellen-Impedanz. Zusätzlich werden jedoch aus
Druckwellen hervorgehende Scher- bzw.
Schubwellen 36 und 38 an den Punkten 28 und
30 reflektiert. Die Größe dieser in Schubwellen 36
und 38 umgewandelten Wellen geht hauptsächlich auf den Kontrast in der akustischen
Schubwellen-Impedanz zurück. Die reflektierten Schubwellen
36 und 38 breiten sich nach oben durch die
Zwischenschichten bzw. den Untergrund aus und werden durch die
Geophone, die in den Abschnitten 16 des Kabels 12
angeordnet und in Längsrichtung des Kabels empfindlich
sind, abgetastet bzw. erfaßt. Die elektrischen
Signale, die von den Geophonen als Reaktion auf die
reflektierten Schubwellen erzeugt werden, werden längs
Leitungen im Kabel 12 zu einer geeigneten Aufzeichnungs- und/oder
Verarbeitungseinrichtung, die im Schiff 10
angeordnet ist, übertragen. Zusätzlich können
gewünschtenfalls Hydrophone oder andere
Druckwellen-Meßwandler, bspw. die vertikale Bewegung
erfassende Geophone, in den aktiven Abschnitten 16
angeordnet werden, um die reflektierten Druckwellen 32 und
34 zu erfassen bzw. abzutasten. Es ist auch zusätzlich möglich,
Geophone im Kabel 12 anzuordnen, um die horizontale
Bewegung, die senkrecht zum Kabel 12 ist, zu erfassen. Es
sei angemerkt, daß sich das Kabel 12 eine vorbestimmte
Zeitdauer setzen sollte, wobei bspw. 10 bis 12 Sekunden als
geeignet herausgefunden wurden,
nachdem das Kabel mit einer Geschwindigkeit von 3 Knoten
in die Stellung geschleppt worden ist, bevor die Quelle
24 betätigt wird, um sicherzustellen, daß
das Kabel 12 sich in geeigneter Weise mit dem Boden 18
verbunden hat. Dies geschieht, um sicherzustellen, daß die Geräusche
durch Einschwingvorgänge, die während des Verlegens des
Kabels 12 erzeugt werden, gedämpft werden. Das Kabel
in der Nähe der Geophone sollte ausreichend dicht bzw.
kompakt sein, bspw. in der Größe des Mehrfachen der Dichte
von Seewasser, um das sich Setzen und Koppeln der Geophone
zu fördern.
In den Fig. 3, 4 und 5 ist ein
Kabel zum Einsetzen in die
Vorrichtung beschrieben. Das Kabel 12 besitzt 3
Spannelemente 42, die in der Form eines gleichseitigen
Dreiecks durch einen (nicht dargestellten)
Kunststoffabstandhalter, wie er nach dem Stand der Technik
bekannt ist, gehalten werden. An vorbestimmten Orten längs
des Kabels 12 sind Geophon-Einheiten 44 angeordnet,
derart, daß die Geophone 45 in der Achse des Kabels 12
liegen. Jede Geophon-Einheit 44 enthält ein
konventionelles Geophon 45, das zum Erfassen der
horizontalen Bewegung verwendet wird, und eine Halterung
46, die dazu geeignet ist, das Geophon 45 an dem
vorbestimmten Ort längs des Kabels 12 zu befestigen. Ein elektrischer
Dämpfungswiderstand 47 ist mit den Klemmen 51 des Geophons
45 verbunden und Drähte 49 sind mit den Klemmen 51
verbunden. Bevorzugt sind das Geophon 45 und der
Dämpfungswiderstand 47 in einem Schutzgehäuse 48, wie
bspw. PVC-Rohr, angeordnet und die Enden des Gehäuses 48
sind durch Epoxidharz 50 oder dgl. versiegelt, um das
Geophon 45 vor Korrosions- und Druckschäden zu schützen.
Die Halterung 46 enthält 3 ähnlich geformte Segmente 52,
die ein zylindrisches Gehäuse oder Halterung bilden, wenn
sie durch Schrauben 53 in Öffnungen 54 zusammengesetzt
sind. Beide Enden jedes Segmentes 52 besitzen eine Nut 55,
die mit den Nuten 55 in den benachbarten Segmenten 52
fluchten und so Öffnungen 56 bilden, die so groß und
angeordnet sind, um die drei Spannelemente 42 aufzunehmen.
Ein mittiger Hohlraum 60 ist derart bemessen, daß das
Gehäuse 48 darin sicher und fest gehalten ist, wenn die
Schrauben 53 angezogen sind. Die Halterung 46 kann mit
einem weiteren kleineren Hohlraum 62, der dem mittigen
Hohlraum 60 benachbart ist, für Epoxidharz oder dgl.
vorgesehen sein, um eine geeignete Verbindung zwischen der
Halterung 46 und dem Gehäuse 48 sicherzustellen. Jeder
Abschnitt 52 besitzt eine Nut 58 an seiner Außenfläche
und etwa ein Drittel der Drähte der Gruppe der Drähte 66
ist in einer Schutzhülle 68, wie bspw. Polyurethan,
eingefaßt und in jeder der Nuten 58 angeordnet. Die
Drähte 49 von den Klemmen 51 sind mit einem Paar der
Drähte aus der Gruppe der Drähte 66 durch herkömmliche
Mittel verbunden. Die Halterung 46 sollte aus einem
relativ schweren Material hergestellt sein, das
Deformation und Korrosion widersteht, wie bspw. Messing,
um sicherzustellen, daß das Geophon 45 mit dem Meeresboden
in geeigneter Weise gekoppelt bzw. verbunden ist.
Eine Gewichtseinheit 72 kann bspw. aus Blei oder anderem
geeigneten Material hergestellt sein und diese
Gewichtseinheiten 72 sind vorzugsweise in gleichem Abstand
an jeder Seite der Geophon-Einheit 44 angeordnet, um
sicherzustellen, daß das Kabel 12 sich setzt und mit dem
Meeresboden in geeigneter Weise verbunden bzw. gekoppelt
ist. Die Gewichtseinheit 72 besteht aus drei Abschnitten
74, die zur Bildung eines Zylinders durch ein Metallband
76 oder andere geeignete Mittel zusammengehalten werden.
Jeder der Abschnitte 74 besitzt eine Nut in jedem Ende
derart, daß dann, wenn die Abschnitte 74 durch das Band 76
zusammengehalten werden, die Nuten Öffnungen 78 bilden,
die so groß sind, daß sie die Spannelemente 42 aufnehmen.
Die Gewichtseinheit 72 besitzt eine mittige Öffnung 80,
die derart bemessen ist, daß sie die Gruppe von Drähten 66
aufnimmt. Ein Schutzüberzug 82, wie bspw. Polyurethan,
kann in die mittige Öffnung 80 eingesetzt werden, um ein
Scheuern der Gruppe der Drähte 66 zu verhindern. Das Kabel
12 ist mit einem Mantel 70, bspw. aus
Polyurethan-Kunststoff, versehen, der eine relativ glatte
und gegen Beschädigungen widerstandsfähige äußere
Oberfläche aufweist, und ist mit einer geeigneten
Flüssigkeit, wie Petroleum, gefüllt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum maritimen seismischen Erforschen
geschichteten Untergrunds unter einem Gewässer,
wobei mittels eines im Gewässer befindlichen
pneumatischen Druckwellenerzeugers (24) eine sich
nach unten ausbreitende und in den geschichteten Untergrund
eindringende Druckwelle erzeugt wird und wobei
beim Übergang der Druckwelle von einer Schicht in
die darunterliegende an der Schichtgrenze gebildete
und sich nach oben ausbreitende scherwellen erfaßt
werden, umfassend: ein am Boden des Gewässers zu positionierendes
Seekabel (12) mit an
vorbestimmten Positionen längs des Seekabels derart
angeordneten Geophonen (45), daß die horizontale in
der Längsrichtung des Seekabels liegende
Bewegungskomponente der gebildeten Scherwellen
erfaßt werden kann, wobei das Seekabel jeweils eine
Halterung für jedes dieser Geophone aufweist, die
innerhalb eines in drei Teilstränge aufgeweiteten
und sich anschließend wieder vereinigenden
Abschnitts eines Stranges von Drähten (66)
angeordnet ist, wobei die Halterung hierfür an der
Außenfläche eines Halterungskörpers (46) drei in
Längsrichtung des Seekabels verlaufende Nuten (58),
in welche die Teilstränge eingreifen, und eine
zentrale Ausnehmung (60) in dem Halterungskörper
(46) aufweist, in welcher das jeweilige Geophon
aufgenommen und fixiert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Halterungskörper (46) zylindrisch ausgebildet ist und
drei im wesentlichen gleiche Kreisscheibensegmente (52)
umfaßt, die lösbar zusammensetzbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kreisscheibensegmente (52) durch von den Nuten (58)
her einsetzbare Schrauben (53) miteinander verbindbar
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
durch Anziehen der Schrauben (53) das Geophon (45) in der
mittigen Ausnehmung (60) klemmbar und damit fixierbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halterungskörper drei die
Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bildende und
in Längsrichtung des Seekabels (12) verlaufende Öffnungen
(56) aufweist, durch die sich drei ebenfalls in
Längsrichtung des Seekabels (12) verlaufende
Spannelemente (42) hindurcherstrecken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Öffnungen (56) durch Längsnuten (55) in aneinander
anliegenden Seiten der Kreisscheibensegmente (52)
begrenzt werden, wobei jeweils zwei einander zugewandte
Längsnuten (55) eine Öffnung (56) begrenzen
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