DE3501459C2 - - Google Patents
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- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
- C01B3/32—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide or air
- C01B3/34—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide or air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von
H₂/CO-Synthesegas einerseits sowie einer Rein-CO-Fraktion
andererseits, bei dem entschwefelte oder schwefelfreie
Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von CO₂ als Sauerstoff
liefernder Komponente in einem Reformer durch endotherme
katalytische Oxidation in ein überwiegend aus H₂ und CO
bestehendes Reformiergas umgewandelt werden, wonach aus
einem ersten Teil eines von CO₂ befreiten Reformiergases
eine Rein-CO- und eine H₂-Fraktion abgetrennt werden und
der zweite Teil des von CO₂ befreiten Reformiergases zur
Erzeugung des Synthesegases herangezogen und das bei der
CO₂-Entfernung aus dem Reformiergas gewonnene CO₂ in
das CO₂-haltige Gasgemisch vor den Reformer zurückgeführt
wird.
Zur Erzeugung vieler Chemikalien aus H₂ und CO (wie z. B.
Essigsäure, Äthylenglykol, Vinylacetat durch Karbonylierung
von Methanol mit CO) werden sehr niedrige H₂/CO-Mol-Verhältnisse
benötigt. Der CO-Gehalt eines üblichen Steamreforming-
Verfahrens ist jedoch zu gering, um den CO-Bearf (z. B.
des stöchiometrischen Methanol-Synthesegases und der CO-
Fraktion) zu decken, ohne gleichzeitig H₂-Überschuß zu
produzieren. Dieser bei der Erzeugung derartiger H₂/CO-
Produkt-Verhältnisse durch Steamreforming zwangsläufig erzeugte
H₂-Überstand führt gegenüber dem vorliegenden Konzept
zu höheren Kapital- und Betriebskosten.
Aus der DE-OS 17 92 795, DE-OS 27 11 991 und DE-OS 33 05 299
sind bereits Verfahren zur Erzeugung eines H₂/CO-
Synthesegases bzw. einer Rein-CO- oder alternativ H₂-
Fraktion bekannt.
In der DE-OS 17 92 795 ist ein Verfahren beschrieben, bei
dem flüssige Kohlenwasserstoffe zusammen mit Wasserdampf in
einer ersten Stufe katalytisch in ein methanreiches Gas umgesetzt
werden. Anschließend wird das methanreiche Gas in
einer zweiten Stufe in Gegenwart von CO₂ katalytisch in
CO-reiches Produktgas umgewandelt. Nach Abtrennung des CO₂
wird das Produktgas einer Tieftemperaturanlage zur Auftrennung
in eine CO- und eine H₂-Fraktion geführt. Der aus der
Tieftemperaturanlage übrig bleibende Wasserstoff wird jedoch,
im Gegensatz zum erfindungsgemäßen Verfahren, außerhalb
der Syntheseanlage verwendet, z. B. zur Hydrierung der
in der Synthese gewonnenen Aldehyde oder zur Entschwefelung
der Einsatzkohlenwasserstoffe. Der Wasserstoff wird also
nicht zur Bildung eines Synthesegases, sondern zur Weiterverarbeitung
des Syntheseproduktes genutzt.
Das aus der DE-OS 27 11 991 bekannte Verfahren beschäftigt
sich mit der Erzeugung eines Produktgases mit hoher
CO-Konzentration. Dies geschieht, indem ein Gemisch aus
Kohlenwasserstoffen und CO₂ katalytisch unter Wärmezufuhr
umgesetzt wird. Hierbei ergeben sich prinzipiell zwei
Möglichkeiten zur Gewinnung des benötigten Kohlendioxids.
Zum einen, indem es in bekannter Weise aus dem Produktgas
abgetrennt und zum anderen, indem es zumindest teilweise
aus den Abgasen des Brenners, der den Reformer beheizt,
gewonnen wird.
In der DE-OS 33 05 299 wird ein Verfahren zur direkten Gewinnung
eines überwiegend aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid
bestehenden Gasgemisches mit einem CO-Anteil von mindestens
25 Vol.-% und einem Wasserstoffanteil von höchstens 75
Vol.-% durch endotherme katalytische Oxidation von Kohlenwasserstoffen
in Gegenwart von CO₂ als Sauerstoff liefernder
Komponente beschrieben. Die Gewinnung von CO₂ erfolgt
ähnlich derjenigen im vorherig beschriebenen Verfahren. Eine
Verbesserung des Verfahrens erfolgt hierbei durch eine
Druck- bzw. Temperaturerhöhung sowie durch Vorwärmen des
Einsatzes vor Eintritt in den Reformer.
Bei keinem der bekannten Verfahren ist es jedoch möglich,
gleichzeitig ein stöchiometrisches H₂/CO-Synthesegas und
Rein-CO zu gewinnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Synthese
ein stöchiometrisches H₂/CO-Synthesegas zur Verfügung zu
stellen und gleichzeitig eine Rein-CO-Fraktion zu gewinnen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
CO₂ nur aus einem Teilstrom des Reformiergases aus dem Reformer
entfernt wird und daß a) der nicht von CO₂ befreite
Teilstrom (8) des Reformiergases aus dem Reformer, b) der
zweite Teil des von CO₂ befreiten Reformiergases (7) und
c) die H₂-Funktion (9) zur Erzeugung des Synthesegases
(10) vermischt werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit ein Reformiergas
erzeugt, das ein für die Gewinnung von H₂/CO-
Synthesegas und Rein-CO erforderliches CO/H₂-Verhältnis
und einen äußerst geringen CH₄-Gehalt von ca. 0,01 Vol.-%
aufweist. Es wird also ein Reformiergas mit einem CO-Gehalt
erzeugt, der genau den für die Gewinnung eines stöchiometrischen
Synthesegases und von CO jeweils erforderlichen Mengenverhältnisses
entspricht. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß ein Kohlenwasserstoff-Strom mit möglichst
hohem CO-Gehalt als Reformiereinsatz verwendet wird.
Hierfür kommen z. B. natürliche Erdgase, Restgase aus Druckwechseladsorptionsanlagen
zur H₂-Reinigung, Faulgase aus
Kläranlagen oder Deponien, Reichgas aus der katalytischen
Umformung schwerer Kohlenwasserstoffe oder sonstige Gasgemische
in Frage.
In diesen Reformiereinsatz wird zusätzlich gerade so viel
CO₂ aus der abgetrennten CO₂-Fraktion zurückgeführt,
daß das erforderliche H₂/CO-Produktmengenverhältnis im
Reformiergas entsteht, ohne daß ein Überschuß an H₂
auftritt. Hierzu wird die abgetrennte CO₂-Fraktion ganz
oder teilweise in das CO₂-haltige Gasgemisch vor den
Reformer zurückgeführt oder zusätzlich zu der abgetrennten
CO₂-Fraktion Fremd-CO₂ in das Gasgemisch vor den Reformer
eingespeist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich mittels der
Rückführung von abgetrenntem CO₂ vor den Reformer der
CO-Gehalt im Reformiergas zwischen 29 und 75 Vol.-% einstellen.
Dadurch wird, im Gegensatz zu den bekannten Verfahren,
eine Steuerung des H₂/CO-Produktmengenverhältnisses
im Reformiergas möglich. Dies führt zur Vermeidung eines
H₂-Überschusses im Reformiergas, der für das erfindungsgemäße
Verfahren sogar unsinnig wäre, da durch die zusätzliche
Gewinnung von CO das H₂/CO-Verhältnis noch weiter in
Richtung H₂ verschoben würde. Bei den bekannten Verfahren
kommt es hingegen zu einem H₂-Übeschuß, der in der
Syntheseanlage nicht verwert- bzw. verwendbar ist.
Ferner ergeben sich, verglichen mit den bekannten Verfahren,
Einsparungen in der Auslegung der CO₂-Abtrennung
sowie der nachfolgenden H₂/CO-Trennung, da das im Reformierstrom
enthaltene CO₂ nicht notwendigerweise vollständig,
sondern nur aus einem Teilstrom entfernt und recycliert
werden muß.
Im folgenden sei das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels für die Erzeugung
eines stöchiometrischen Methanol-Synthesegases und
einer Rein-CO-Fraktion (zur Herstellung von Essigsäure und
Methanol) näher erläutert.
Im dargestellten Blockschema werden über Leitung 1
99,5 kmol/h eines Einsatzes der folgenden Zusammensetzung
herangeführt und in einen Reformer 2 geleitet:
| H₂ | |
| 9,7 kmol/h | |
| CO | 0,5 kmol/h |
| CO₂ | 24,8 kmol/h |
| CH₄ | 26,7 kmol/h |
| H₂O | 37,8 kmol/h |
Dem Einsatz werden dabei 11,5 kmol/h rückgeführtes CO₂
(10,7 kmol/h CO₂, 0,8 kmol/h Wasser) aus Leitung 3 zugemischt.
In Reformer 2 wird unter einem Druck von 2 bis 20 bar und
einer Temperatur von 900 bis 1100°C der Einsatz durch katalytische
Oxidation in Gegenwart von dem als Sauerstofflieferant
dienenden CO₂ umgesetzt. Über Leitung 5 werden 163,6
kmol/h Reformiergas bestehend aus
| H₂ | |
| 67,98 kmol/h | |
| CO | 49,00 kmol/h |
| CO₂ | 13,70 kmol/h |
| CH₄ | 0,02 kmol/h |
| H₂O | 32,90 kmol/h |
abgezogen. Aus einem Teil des Reformiergases wird in 6 das
CO₂ abgetrennt, das über Leitung 3 rückgeführt wird. Das
CO₂-freie Gas wird über Leitung 7 abgezogen und zum Teil
mit dem nicht von CO₂ befreiten Reformiergas aus Leitung
8 und Roh-H₂ aus Leitung 9, auf die noch eingegangen wird,
vermischt und über Leitung 10 als Methanol-Synthese-Gas in
einer Menge von 100 kmol/h der Zusammensetzung
| H₂ | |
| 67,39 kmol/h | |
| CO | 29,60 kmol/h |
| CO₂ | 3,00 kmol/h |
| CH₄ | 0,01 kmol/h |
gewonnen.
Der verbleibende Teil des CO₂-freien Gases in Leitung 7
wird einer CO-Reinigung 11 unterzogen, bei der Rest-H₂
abgetrennt und über Leitung 9 dem Methanol-Synthesegas
zugeführt wird. Über Leitung 12 können 20 kmol/h Rein-CO,
das noch 0,59 kmol/h H₂ sowie 0,01 kmol/h CH₄ enthält,
gewonnen werden.
Zur Unterfeuerung wird dem Reformer 2 über Leitung 4 Heizmedium
zugeführt. Das im Reformer und in einer Wärmerückgewinnungsanlage
13 entstehende Rauchgas wird über Leitung
14 abgeführt und weiterverarbeitet. Über Leitung 15 kann
Mitteldruckdampf aus der Wärmerückgewinnungsanlage 13 gewonnen
werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Erzeugung eines H₂/CO-Synthesegases
einerseits sowie einer Rein-CO-Fraktion andererseits,
bei dem entschwefelte oder schwefelfreie Kohlenwasserstoffe
in Gegenwart von CO₂ als Sauerstoff liefernder
Komponente in einem Reformer durch endotherme katalytische
Oxidation in ein überwiegend aus H₂ und CO bestehendes
Reformiergas umgewandelt werden, wonach aus einem
ersten Teil eines von CO₂ befreiten Reformiergases
eine Rein-CO- und eine H₂-Fraktion abgetrennt werden
und der zweite Teil des von CO₂ befreiten Reformiergases
zur Erzeugung des Synthesegases herangezogen und
das bei der CO₂-Entfernung aus dem Reformiergas gewonnene
CO₂ in das CO₂-haltige Gasgemisch vor den Reformer
zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
das CO₂ nur aus einem Teilstrom des Reformiergases
aus dem Reformer entfernt wird und daß
- a) der nicht von CO₂ befreite Teilstrom (8) des Reformiergases aus dem Reformer,
- b) der zweite Teil des von CO₂ befreiten Reformiergases (7) und
- c) die H₂-Fraktion (9) zur Erzeugung des Synthesegases (10) vermischt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich zu der abgetrennten CO₂-Fraktion Fremd-
CO₂ in das Gasgemisch vor dem Reformer eingespeist
wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Reformiergas nach der CO₂-
Entfernung ein CO-Gehalt zwischen 29 und 75 Vol.-% eingestellt
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853501459 DE3501459A1 (de) | 1985-01-17 | 1985-01-17 | Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegas und co |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853501459 DE3501459A1 (de) | 1985-01-17 | 1985-01-17 | Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegas und co |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3501459A1 DE3501459A1 (de) | 1986-07-17 |
| DE3501459C2 true DE3501459C2 (de) | 1991-05-16 |
Family
ID=6260089
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853501459 Granted DE3501459A1 (de) | 1985-01-17 | 1985-01-17 | Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegas und co |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3501459A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10214003A1 (de) * | 2002-03-27 | 2003-10-23 | Lurgi Ag | Verfahren zur Erzeugung von Kohlenmonoxid und Methanol |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE3305299A1 (de) * | 1983-02-16 | 1984-08-16 | Linde Ag, 6200 Wiesbaden | Verfahren und vorrichtung zur direkten gewinnung eines aus wasserstoff und kohlenmonoxid bestehenden gasgemisches |
-
1985
- 1985-01-17 DE DE19853501459 patent/DE3501459A1/de active Granted
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| DE10214003B4 (de) * | 2002-03-27 | 2005-12-22 | Lurgi Ag | Verfahren zur Erzeugung von Kohlenmonoxid und Methanol |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3501459A1 (de) | 1986-07-17 |
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