DE3501829C2 - - Google Patents
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- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von
Preßschweißverbindungen, mit zwei Anrollelektroden, wobei in
jeder Anrollelektrode speichenförmige Kanäle zur Zuführung
eines Kühlmittels ausgebildet sind.
Beim Preßschweißen werden zwei Teile derart vereinigt, daß
die Verbindungsflächen durch niedergespannten elektrischen
Strom erhitzt und dann durch Druck verbunden werden.
Aus der US-PS 24 07 676 sind gattungsgemäße Vorrichtungen
mit Anrollelektroden bekannt, wobei speichenförmige Zu- und
Abfuhrkanäle für Kühlmittel bis in den Umfangsbereich der
Elektroden geführt sind. Eine Kühlung an der Stelle zwischen
Elektrode und Werkstück, an der sie am meisten erforderlich
ist, findet dabei nicht statt.
Die US-PS 18 04 059 beschreibt Punktelektroden, in welchen
Kanäle zur Zuführung eines Kühlmittels ausgebildet sind, die
diese in unmittelbaren Kontakt mit dem Werkstück führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemäße Vorrichtung derart auszugestalten, daß eine
leistungsfähige Kühlung der Anrollelektroden an der Stelle
erfolgt, an der sie erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Kanäle in der Umfangsfläche der Anrollelektrode münden, daß
an der Schweißstelle eine Phasenumwandlung des Kühlmittels
vom flüssigen in den gasförmigen Zustand erfolgt, und daß
innerhalb der Anrollelektrode oder an deren Umfang
Verschlußorgane an den Kanälen angeordnet sind. Ein
derartiges Kühlmittel, das beispielsweise Wasser oder
vorzugsweise flüssiger Stickstoff sein kann, wird im
flüssigen Zustand bis an die Anpreßstelle herangeführt,
um dann infolge der großen Wärmeentwicklung verdampfen zu
können. Durch die Verdampfung wird der Umgebung und
insbesondere den Elektroden Wärme entzogen, so daß die
Elektroden gekühlt werden. Durch die Ausbildung der
Zuführungselemente des Kühlmittels und die Menge des
Kühlmittels kann die Kühlwirkung gesteuert werden. Mit Hilfe
der Verschlußorgane wird gewährleistet, daß Kühlmittel nur
aus den Kanälen austreten kann, die im Betrieb im
Anpreßbereich der Elektrode münden, so daß die Kühlung nur
an der Stelle erfolgt, an der sie erforderlich ist. In den
Anrollelektroden, die insbesondere aus Elektrolytkupfer
bestehen, sind die speichenförmigen Kanäle für das
Kühlmittel ausgebildet, die in der Umfangsfläche der
Anrollelektrode münden. Dabei können eine oder mehrere
Mündungsöffnungen in der Umfangsfläche jeder Anrollelektrode
ausgebildet sein. Das Kühlmittel wird dabei im flüssigen
Zustand bis an den Bereich zugeführt, der der größten
Wärmeentwicklung ausgesetzt ist. Nach Austreten aus der
Elektrode kann das Kühlmittel schlagartig verdampfen, und
die dazu erforderliche Wärmeenergie wird der Elektrode
entzogen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind vom
Ende jedes Kanals in der Anrollelektrode zwei
Austrittskanäle zu den Stirnflächen der Elektrode hin
geführt. Dadurch wird ein unmittelbarer Kontakt des
Kühlmittels mit den zu verbindenden Teilen verhindert.
Die Zuleitung zu den Kanälen in den Anrollelektroden kann
entweder durch die Drehachse der Elektrode geführt sein oder
es kann eine Zuleitung zu den Kanälen in der Anrollelektrode
koaxial zu der Drehachse auf der freien Stirnseite der
Elektrode angeordnet sein. Vorzugsweise sind acht
gleichmäßig verteilte Kanäle in jeder Anrollelektrode
vorgesehen.
In Weiterbildung der Erfindung ist in geringem Abstand zur
Umfangsfläche der Elektrode eine zylindrische Abschirmwand
angeordnet, die vorzugsweise mit den Enden bis in die Nähe
des Kontaktbereiches der Elektrode mit dem Werkstück geführt
ist. Dadurch wird erreicht, daß das nicht an der
Schweißstelle austretende Kühlmittel an einem schnellen
Entweichen gehindert wird, so daß der ganzen Anrollelektrode
von dem Kühlmittel Wärme entzogen wird.
Vorzugsweise ist die Abschirmwand mit Ringflächen verbunden,
die bis in die Nähe der Stirnseiten der Elektrode geführt
sind, so daß die Elektrode großflächig von dem Kühlmittel
bestrichen wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in der
Elektrode Kanäle mit Zuleitung und Ableitung ausgebildet,
wobei der Verbindungsbereich der Zu- und Ableitung im
Randbereich der Elektrode liegt.
Vorzugsweise ist das Volumen, d. h. der Querschnitt der
Ableitung größer als das bzw. der der Zuleitung, damit das
Kühlmittel zu der Wärmeaufnahme ausreichend expandieren kann.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1A und 1B
bis 6A und 6B verschiedene Ausführungsformen von
Anrollelektroden in Draufsicht und im
Querschnitt.
Fig. 1A zeigt in Draufsicht zwei durch Preßschweißung mit
einander zu verbindende Teile 10 und 12. An dem Teil 10
anliegend ist eine Anrollelektrode 14 eines kontinuierlich
arbeitenden Preßschweißgerätes angeordnet. Anliegend an
dem Teil 12 ist eine Anrollelektrode 16 angedeutet. Die An
rollelektrode 14 besteht aus einer kreisrunden Scheibe,
beispielsweise aus Elektrolytkupfer. Wie aus Fig. 1B zu er
sehen ist, ist die Anrollelektrode 14 über ein Isolierele
ment 18 mit einer Antriebseinheit 20 verbunden. In der An
triebseinheit 20 und dem Isolierelement 18 ist ein Kanal
22 ausgebildet, der an eine nicht gezeigte Kühlmittelquelle,
beispielsweise einen Vorratsbehälter mit flüssigem Stick
stoff, angeschlossen ist. An den Kanal 22 schließt sich eine
koaxial in der Anrollelektrode 14 ausgebildete Sackloch
bohrung 24 an. In diese Sacklochbohrung 24 münden in der
Anrollelektrode 14 speichenförmig angeordnete Kanäle 26,
welche in der Umfangsfläche 28 der Anrollelektrode 14 mün
den. Bei den in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungsformen
sind jeweils acht speichenförmig verteilte Kanäle für das
Kühlmittel in den Anrollelektroden vorgesehen. Das Kühl
mittel wird in Richtung des Pfeiles 30 durch den Kanal 22
und die Sacklochbohrung 24 in die Anrollelektrode geführt,
in welcher das Kühlmittel in die speichenförmigen Kanäle 26
eintritt. Da während des Preßschweißvorganges die Anrollelek
trode 14 stark erwärmt wird, erfolgt beim Austritt aus der
Elektrode eine Phasenumwandlung des Kühlmittels von dem
Zustand flüssig zu gasförmig, wobei der Umgebung der Aus
trittsöffnung und insbesondere der Elektrode Wärmeenergie
entzogen wird. Die Mündungsöffnungen der Kanäle 26 sind
deshalb in dem Bereich angeordnet, in welchem die Haupt
wärme entsteht. Durch geeignete Verschlußorgane innerhalb
der Elektrode oder an derem Umfang ist es möglich, daß Kühl
mittel nur aus den Kanälen austreten kann, die im Betrieb
im Anpreßbereich der Elekroden münden. Als Kühlmittel wird
bevorzugt flüssiger Stickstoff verwendet, dessen Siedepunkt
bei etwa -195°C liegt. Es ist aber auch möglich, Wasser
zur Kühlung der Elektrode heranzuziehen. Die in den Fig. 2A
und 2B gezeigte Ausführungsform einer Preßschweißvorrichtung
entspricht der Vorrichtung nach den Fig. 1A und 1B mit der
Abweichung, daß das Kühlmittel über eine Zuführungsleitung
32 in Richtung des Pfeiles 34 von oben in die Anrollelek
trode 36 zugeführt wird. Dementsprechend weisen das Antriebs
element 20 und das Isolierelement 18 keinen Kanal zur Füh
rung des Kühlmittels auf. In der Anrollelektrode 36 ist eine
Sacklochbohrung 38 in der freien Stirnfläche 40 ausgebildet,
in welche die Zuleitung 32 eingesetzt ist. Die Verteilung
der Kanäle 26 entspricht der des Ausführungsbeispieles nach
Fig. 1A und 1B.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3A und 3B entspricht der
Ausführungsform nach den Fig. 1A und 1B mit dem Unterschied,
daß an jedem Kanal 26 in der Anrollelektrode 14 bzw. 36
zwei divergierende Mündungsöffnungen 42, 44 ausgebildet
sind, die etwa im Randbereich der Umfangsfläche 46 bzw. 48
der Elektrode 14 bzw. 36 münden. Damit wird eine bessere
Verteilung des Kühlmittels und eine bessere Kühlung des
Anpreßbereichs der Elektroden ermöglicht. Bei der Ausfüh
rungsform nach den Fig. 3A und 3B erfolgt die Zuleitung
des Kühlmittels durch das Antriebselement und das Isolier
stück, während die Zuführung bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 4A und 4B durch die freie Stirnseite der Anroll
elektrode erfolgt.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5A und 5B bzw. 6A
und 6B gehen vom Ende jedes Kanals 26 in der Anrollelek
trode 14 bzw. 36 zwei senkrecht verlaufende Austrittskanäle
50, 52 aus, die in den Stirnflächen der Anrollelektroden
münden. Dadurch wird ein direkter Kontakt des Kühlmittels
mit den zu verbindenden Teilen 10 und 12 verhindert.
In geringem Abstand zur Umfangsfläche 130 der Anrollelek
trode 36 ist eine zylindrische Abschirmwand 132 angeordnet,
die mit ihren Enden 134 und 136 bis in die Nähe des Kontakt
bereichs 138 der Elektrode 36 mit dem Werkstück 10, 12 ge
führt ist. An der Abschirmwand 132 sind Ringflächen 140,
142 angeformt, die mit ihrem inneren Rand 144 bis in die
Nähe der Stirnseiten 146, 148 der Elektrode geführt sind.
Die Breite der Abschirmwand 132 ist größer als die Stärke
der Anrollelektrode 36, so daß Expansionskammern 150, 152
gebildet werden. Das aus den Öffnungen 50, 52 innerhalb
der Abschirmwand 132 austretende Kühlmittel streicht
zwischen den Stirnflächen 146 bzw. 148 und den Innenseiten
der Ringflächen 140 bzw. 142 entlang, wodurch die Wärme
der Elektrode abgeleitet wird. Die Abschirmwand ist über
Streben 154 an dem Gehäuse 156 der Anrollelektrode be
festigt. Eine derart ausgebildete Abschirmwand mit oder
ohne Ringflächen ist ebenfalls für die Ausführungsformen
nach den Fig. 1 bis 5 geeignet.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Preßschweißverbindungen
mit zwei Anrollelektroden, wobei in jeder Anrollelektrode
speichenförmige Kanäle zur Zuführung eines Kühlmittels
ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanäle (26) in der Umfangsfläche (28) der
Anrollelektrode (14, 36) münden, daß an der Schweißstelle
eine Phasenumwandlung des Kühlmittels vom flüssigen in
den gasförmigen Zustand erfolgt, und daß innerhalb der
Anrollelektrode oder an deren Umfang Verschlußorgane an
den Kanälen angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß von jedem Kanal (26)
zwei Mündungsöffnungen (42, 44) zu den Randbereichen der
Umfangsfläche (48) geführt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß vom Ende jedes Kanals
(26) zwei Austrittskanäle (50, 52) zu den Stirnflächen
der Anrollelektrode (14, 36) geführt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Zuleitung (22, 24)
zu den Kanälen (26) in der Anrollelektrode (14) durch die
Drehachse der Elektrode geführt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Zuleitung (32) zu
den Kanälen (26) in der Anrollelektrode (36) koaxial zu
der Drehachse auf der freien Stirnseite (40) der
Elektrode angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß acht gleichmäßig
verteilte Kanäle (26) in der Elektrode (14, 36)
ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in geringem Abstand zur
Umfangsfläche (130) der Elektrode (36) eine zylindrische
Abschirmwand (132) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abschirmwand (132)
mit den Enden (134, 136) bis in die Nähe des
Kontaktbereichs (138) der Elektrode (36) mit dem
Werkstück (10, 12) geführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abschirmwand (132)
mit Ringflächen (140, 142) verbunden ist, die bis in die
Nähe der Stirnseiten (146, 148) der Elektrode (36)
geführt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kühlmittel
flüssiger Stickstoff ist.
Priority Applications (1)
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| DE19853501829 DE3501829A1 (de) | 1984-12-13 | 1985-01-21 | Vorrichtung zur herstellung von pressschweissverbindungen |
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| DE19853501829 DE3501829A1 (de) | 1984-12-13 | 1985-01-21 | Vorrichtung zur herstellung von pressschweissverbindungen |
Publications (2)
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| DE3501829A1 DE3501829A1 (de) | 1986-06-26 |
| DE3501829C2 true DE3501829C2 (de) | 1989-12-14 |
Family
ID=25827324
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853501829 Granted DE3501829A1 (de) | 1984-12-13 | 1985-01-21 | Vorrichtung zur herstellung von pressschweissverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3501829A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH706589A1 (de) * | 2012-06-04 | 2013-12-13 | Soudronic Ag | Rollenkopf für eine Widerstandsschweissmaschine. |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE4200199A1 (de) * | 1992-01-07 | 1993-07-08 | Emhart Inc | Verfahren zum elektrischen verschweissen zweier schweissteile |
Family Cites Families (4)
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| US2407676A (en) * | 1944-01-03 | 1946-09-17 | Alexander L Munson | Welding mechanism |
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| US3167634A (en) * | 1962-02-26 | 1965-01-26 | Ling Temco Vought Inc | Seam welding means |
-
1985
- 1985-01-21 DE DE19853501829 patent/DE3501829A1/de active Granted
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| CH706589A1 (de) * | 2012-06-04 | 2013-12-13 | Soudronic Ag | Rollenkopf für eine Widerstandsschweissmaschine. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3501829A1 (de) | 1986-06-26 |
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