DE350714C - Planetenraeder-Anlassgetriebe fuer Verbrennungsmotoren - Google Patents

Planetenraeder-Anlassgetriebe fuer Verbrennungsmotoren

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DE350714C
DE350714C DE1920350714D DE350714DD DE350714C DE 350714 C DE350714 C DE 350714C DE 1920350714 D DE1920350714 D DE 1920350714D DE 350714D D DE350714D D DE 350714DD DE 350714 C DE350714 C DE 350714C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02N—STARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N15/00—Other power-operated starting apparatus; Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from groups F02N5/00 - F02N13/00
    • F02N15/02—Gearing between starting-engines and started engines; Engagement or disengagement thereof
    • F02N15/04—Gearing between starting-engines and started engines; Engagement or disengagement thereof the gearing including disengaging toothed gears
    • F02N15/043—Gearing between starting-engines and started engines; Engagement or disengagement thereof the gearing including disengaging toothed gears the gearing including a speed reducer
    • F02N15/046—Gearing between starting-engines and started engines; Engagement or disengagement thereof the gearing including disengaging toothed gears the gearing including a speed reducer of the planetary type

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Description

  • Planetenräder-Anlaßgetriebe für Verbrennungsmotoren. Die Erfindung betrifft eine Fliehkraftreibkupplung für Verbrennungsmotoren-Planetenräderanlaßgetriebe und besteht im wesenthchen darin, daß an das innen verzahnte Hohlrad des Planetenrädergetriebes federnd zusammengehaltene Fliehkörper angelenkt sind, die unmittelbar zusammen mit einem die Dynamowelle mitdrehenden, möglichst großen Reibkranze die Reibkupplung -zum Antrieb der Motordynamo durch den Verbrennungsmotor bilden. Vorzugsweise werden diese Fliehkörper parallel zur Dynamowelle an die Stirnscheibe des` innen verzahnten Hohlrades angelenk` und von einem hohlzylindrischen, möglichs` großen Reibkranze umfaßt. Durch diese Ausbildung der Reibkupplung werden gegenübeieiner für Verbrennungsmotoren-Planetenräderanlaßgetriebe bekannten Fliehkraftreibkupplung, deren Fliehkörper quer zur Dynamowelle an den Träger der Planetenzwischenräder zwischen letzteren angelenkt sind und mit Druckstangen einen Stapel abwechselnd mit der Dynamowelle und mit der Verbrennungsmotorwelle auf Drehung gekuppelten und auf diesen verschiebbaren Reibringen achsial zusammenpressen können, eine Reihe von später erläuterten Vorteilen erzielt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Planetenanlaßgetriebe mit der neuen Fliehkraftreibkupplung beispielsweise veranschaulicht.
  • Abb. x zeigt dasselbe in Längsschnitten, und zwar oben in einem solchen nach den Linien G-H und unten in einem solchen nach den Linien j-K der Abb. 3 und q.. Abb. 2 zeigt im Querschnitt nach der Linie L-M der Abb. i das bekannte Planetengetriebe.
  • Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie N-0 der Abb. i und läßt die Sperrung des Planetengetriebes erkennen.
  • Abb. 4 zeigt im Querschnitt nach der Linie P-Q der Abb. i die neue Anordnung und Verwendung der Fliehkörper.
  • Alle Querschnitte sind vom Verbrennungsmotor auf die Motordynamo zu, d. h. in der Richtung der Pfeile gesehen.
  • Die nicht dargestellte Dynamo hat, vom Akkumulator als Motor gespeist, den ebenfalls nicht dargestellten Verbrennungsmotor anzulassen und wird nach dem Anspringen des Verbrennungsmotors von diesem als Dynamo getrieben. Dieser Betriebsvorgang ist bekannt. Das Ritzel i der Motordynamowelle 2 bildet zusammen mit drei Zwischenrädern 3 und einem innen verzahnten Hohlrade 4 ein bekanntes Planetenstirnradgetriebe. Die Zapfen 5, auf denen die Zwischenräder lose drehbar sind, sind in- den Flanschen von Büchsen 9, g' gelagert. Die vordere Büchse 9 durchsetzt den Deckel 12 des Getriebegehäuses ix und nimmt außerhalb desselben mit einem Keil 13 das Antriebsrad für den anzufassenden Verbrennungsmotor auf. Der Flansch der Büchse g greift mit Stegen zwischen den Zwischenrädern 3 durch und ist mit diesen Stegen an den Flansch der hinteren Büchse g' angeschraubt. Die Büchse 9 ist auf dem 'zylindrischen Ende der Welle 2 und die Büchse g auf einem auf der Welle 2 sitzenden, -später näher zu beschreibenden Teile lose drehbar. Auf der Büchse g' sitzt ebenfalls lose drehbar die Stirnscheibe 15 des innen verzahnten Planetenkranzes 4. An dieser Stirnscheibe ist ein Tellerflansch 28 befestigt. In dem Flansch 28 und in der Stirnscheibe i5 sind Zapfen 18 zur losen Aufnahme von Sperrklinken ig gelagert, welche mit einem im ortsfesten Gehäuse ii fEstgeschraubten, innen verzahnten Sperrzahnkranz 17 zusammenarbeiten. In dem Flansch 28 und in der Stirnscheibe 15 sind ferner Zapfen 2o zur losen Aufnahme von Fliehgewichten 23' gelagert, die mit Zahnbögen 26 in entsprechende Verzahnungen 27 der Klinkennaben eingreifen. Federn 25, die sich außen an Stirnscheibenleisten 24 abstützen, suchen die, Fliehgewichte 23' stets einwärts und damit die Klinken rg auswärts zu drücken und letztere so mit dem Sperrkranz 17 in Eingriff zu halten. Auf einer Schulter der Stirnscheibe 15 ist ein Zahnring 31 lose drehbar, der mit allen Klinkennabenverzahnungen 27 kämmt.
  • Der vorliegenden Erfindung gemäß sind die die Reibkupplung zum Antrieb der Dynamo in Wirkung setzenden Fliehkörper Zia nun nicht wie bei einem bekannten Planetengetriebe am Träger der Planetenzwischenräder quer zur Dynamowelle, sondern an der Verlängerung 18' eines der Klinkenzapfen 18, also parallel zur Dynamowelle 2 an der Stirnscheibe 15 des innen verzahnten Planetenhohlrades 4 gelagert, durch Federn 25' zusammengehalten und von einem möglichst großen, sie umgebenden Reibkranz 16a umfaßt, dessen Nabe die Büchse g' aufnimmt und mit Mitnehmern 32 in das Dynamowellenritzel 2 eingreift. Schlitze 33 in den Fliehkörpern bilden zus?,mmen mit sie durchgreifenderi Verlängerungen 18a zweier gegenüberliegender Klinkenzapfen 18 Füh:ungen und Anschläge gegen zu weites Zusammenziehen der Fliehkörper durch die Federn 25'.
  • Bei dieser Einrichtung kommt das Getriebe wie folgt zur Wirkung: i. Anlassen. Läßt man die Motordynamo, vom Akkumulator ge=_peist, vom Keil 13 aus gesehen, als Motor rechtsherum anlaufen, so drehen sich die in das Ritzel i eingreifenden Zwischenräder 3 linksherum und suchen das innen verzahnte Hohlrad .4 ebenfalls nach links zu drehen. Dieses ist an dieser Drehung jedoch durch den Eingriff seiner Abstützklinken i9 in den ortsfesten Abstützkranz 17 verhindert. Folglich rollen sich die Zwischenräder in 4 ab und nehmen ihren Träger g, g' mit dem auf dem Keil i3 sitzenden Antriebsrade für den Verbrennungsmotor und letzteren selbst rechtsherum mit. Hierbei kommt das gewählte Übersetzungsverhältnis ins Langsame zur Geltung. Beim Anlassen ruhen die Fliehkörper Zia mit der Stirnscheibe 15. Sie können also nicht kuppelnd oder störend wirken wie die der bekannten mittelbaren Reibkupplung eigentümlichen ebenen Reibringe, von denen die einen die rasche Drehung des Elektromotors und die anderen die viel langsamere Drehung des Verbrennungsmotors mitmachen müssen und daher unter dem Druck der mit dem Träger der Zwischenräder umlaufenden Fliehkörper sich gegenseitig aufreiben und ailfressen können, mindestens aber auf den Lauf des Elektromotors bremsend einwirken. 2. Stromerzeugung. Springt der Verbrennungsmotor an, so wird die Rechtsdrehung des Zwischenräderträgers 9, g' beschleunigt und das ganzePlanetengetriebe einschließlich des innen verzahnten Hohlkranzes 4 zu einer mitumlaufenden Schwungmasse zusammengeschlossen. Die Stirnscheibe 15 dreht sich nach rechts und zieht die Abstützklinken i9 mit, welche also anfangs unter dem Einfluß der Federn 25 über die Zähne des Abstützkranzes 17 wegschnappen, dann aber durch die Fliehgewichte 23' nach innen ausgehoben gehalten werden, und zwar alle gleichmäßig, weil der lose Zahnring 31 infolge seines Eingriffes in alle Klinkennabenverzahnungen diese Gleichmäßigkeit erzwingt. Bei Erreichung dieses Zustandes sind die Fliehkörper 21' gegen die Wirkung der Federn 25' auch schon so weit auswärts geschleudert, daß sie sich innen an den Reibkranz i611 anlegen und bei weiterer Steigerung der Umlaufzahl diesen und damit die durch die Mitnehmer 32 mit ihm gekuppelte Welle 2 der Dynamo mitnehmen, welche nun Strom erzeugt und den Akkumulator aufladet oder sonst Strom abgibt. Hierbei kommen folgende Vorteile der Fliehkraftkupplung zur Geltung: In die Fliehkörper kann, da sie zusammen einen nahezu geschlossenen Ring bilden, bei geringer Breite und unwesentlicher Getriebeverlängerung eine große Schwungmasse hineingelegt werden. Da auch der Reibkranz z611 so groß ausführbar ist, als es die lichte Weite des Getriebegehäuses erlaubt, kommt die durch die großen Massen erzeugte große Reibung an dem denkbar größten Hebelarm zum Angriff, so d aß sehr große Drehmomente übertragen werden können, und zwar ohne Überschreitung des zulässigen spezifischen Flächendruckes zwischen den reibenden Teilen, weil diese mit dem größten Teil ihres Umfanges zur Anlage kommen. Demgegenüber können in die bekannten, zwischen zwei Planetenzwischenräder.n quer aasgelenkten Fliehkörper, deren Umfangsausdehnung auch durch die zwischen den Zwischenrädern durchgreifenden Trägerstege noch bedeutend beschränkt ist, keine gleich großen Schwungmassen hineingelegt werden. Da die entsprechend kleineren Fliehkräfte auch nicht möglichst weit außen, sondern in geringem Abstand von der Dynamowelle ächsial auf die Reibringe einwirken, läßt diese Fliehkraftkupplung bei den nur kleinen brauchbaren Durchmessern der Getriebegehäuse den Antrieb stärkerer Dynamos und damit umgekehrt das Anlassen starker Verbrennungsmotoren überhaupt nicht zu. Außerdem bedingt diese Kupplung einen nur schwer und kostspielig herstellbaren Träger der Planetenzwischenräder, Übertragungsgestänge und oft auszuwechselnde Lamellen, die bei vorliegender Kupplung entbehrlich sind, während der Zwischenräderträger viel einfacher ist. Ferner nutzt sich das Planetenrädergetriebe weniger ab, weil es mit den hier anbringbaren drei Zwischenrädern ruhiger läuft als das bekannte, dessen Anordnung der Fliehkörper quer zwischen den Zwischenrädern deren nur zwei zuläßt.
  • Di @ neue Kupplung ergibt auch einen elastischeren und gleichmäßigeren Antrieb der Dynamo bei plötzlichen Drehzahlsteigerungen des Verbrennungsmotors, weil eben ein Festbacken der reibenden Teile ausgeschlossen und deshalb zeitweise ein Gleiten zwischen ihnen möglich ist.
  • 3. Abstellen des Verbrennungsmotors. Sinkt die Umlaufzahl des Verbrennungsmotors bei seinem Abstellen unter diejenige, bei welcher die Fliehgewichte an dem Reibkranz 1611 zum Anliegen kamen, so wird letzterer wieder frei, und die Abstützklinken ig werden durch die Federn 25 wieder in den Abstützkranz 17 eingerückt. Hat der Verbrennungsmotor nun vor seinem endgültigen Stehenbleiben das Bestreben, sich auszuwiegen, so steht dem nichts im Wege, weil beim Rückgang nur das Hohlrad 4, 15, nicht aber auch der Reibkranz t611 gesperrt ist. Derselbe Zustand tritt bei einer etwaigen Rückzündung des Motors beim Anlassen ein. Auch hier ist jeder gefährlichen Klinkenbeanspruchung vorgebeugt, weil der Motor nicht rückwärts laufen kann, ohne daß sein Vorwärtslauf auf die Geschwindigkeit Null zurückgeht, vor deren Eintritt die Abstützklinken eingeschaltet und die Fliehgewichte von dem Reibkranz 1611 gelöst werden. Ein gleich freies Auspendeln des Verbrennungsmotors gewährleistet die -bekannte Lamellenfiiehkraftkupplung nicht, weil die auch beim Anlassen zusammengepreßten Lamellen zum Zusammenbacken neigen. Der Verbrennungsmotor kann dort also unter Umständen in einer ungünstigen Stellung stehenbleiben, von der aus die Motordynamo ihn überhaupt nicht anlassen kann.

Claims (2)

  1. PATENT- AN SPRIT CHF: i. Fliehkraftreibkupplung für Verbrennungsmotoren - Planetenräderanlaßgetriebe, dadurch gekennzeichnet, däß an das innen verzahnte Hohlrad (4, 15) des Planetengetriebes (1, 3, 4) federnd zusammengehaltene Fliehkörper aasgelenkt sind, die unmittelbar zusammen mit einem die Dynamowelle mitdrehenden, möglichst großen Reibkranze die Reibkupplung zum Antrieb der Motordynamo durch den Verbrennungsmotor bilden.
  2. 2. Fliehkraftreibkupplung nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fliehkörper (2i11) parallel zur Dynamowelle (2) an die Stirnscheibe (15) des innen verzahnten Hohlrades (4, 15) aasgelenkt und von einem hohlzylindrischen Reibkranz (16a) umfaßt sind.
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