DE351285C - Relais fuer undulierende Stroeme mit mehreren zwischen Anode und Kathode angebrachten Zwischenelektroden - Google Patents
Relais fuer undulierende Stroeme mit mehreren zwischen Anode und Kathode angebrachten ZwischenelektrodenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03F—AMPLIFIERS
- H03F3/00—Amplifiers with only discharge tubes or only semiconductor devices as amplifying elements
- H03F3/02—Amplifiers with only discharge tubes or only semiconductor devices as amplifying elements with tubes only
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J3/00—Details of electron-optical or ion-optical arrangements common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
- H01J3/02—Electron guns
- H01J3/025—Electron guns using a discharge in a gas or a vapour as electron source
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Description
Alle bisher bekannten Relais für undulierende Ströme, welche Entladungsröhren benutzen,
wie diejenigen von v. Lieben, d! e
Forest oder von Langmuir, verwenden
drei Elektroden im Entladungsrohr. Sie beruhen, soweit. Entladungsröhren mit Gasfüllung
in Betracht kommen., entweder auf dem Prinzip der --Verwendung einer Zwischenelektrode
zur Beschleunigung von Elektrizitätsträgern bis zur Stoßioriisation oder
auch auf der Ventilwirkung der Zwischenelektrode. Sie sind so* konstruiert, diaß durch diese
Beschleunigung ein einzelner Effekt eine Widerstandsverringerung hervorruft.
Derartige Relais benötigen verhältnismäßig große Energie zur Ionisationserzeugung,· daher
mußten bei den bisher im Felde bemitzten Lautverstärkern schwere Akkumulatoren verwendet
werden, die eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer Verwendbarkeit im Gefolge ao
haben.
Diesem Mangel abzuhelfen, gelingt durch die im folgenden beschriebene Neuerung,
durch welche der Betrieb der Lautverstärker an Stelle der schweren Akkumulatoren mit
leichter Trockenbatterie ermöglicht ist. Dieser Zweck wird durch die an sich bekannte
Vermehrung der Zwischenelektroden erreicht, sie werden jedoch gemäß der Erfindung
in eigenartiger Weise benutzt und geschaltet. Die Wirkungsweise der Anordnung soll im folgenden mit Bezug auf die Abbildungen
näher erläutert werden:
In beiden Abbildungen ist α das an sich
bekannte Entladungsrohr. Den bisher bekannten Anordnungen entsprächen die Elektroden
i, 3 und 5, von denen ι und 5 Kathode
und Anode sind und 3 die Zwischenelektrode darstellt. Neu eingeführt sind nun die Elektroden
2 und 4, die, wie bei Zwischenelektroden bekannt, netz- oder siebartig ausgebildet
sein können. 2 ist an 'einen Unterteilungspunkt der Batterie angeschlossen.
Zwischen 1 und 2 befindet sich ein Raum, der ionisiert wird'. Diese Ionisation kann bekanntlich
durch Glühen der Elektrode 1 (vgl. Abb. 2, wo B eine Heizbattierie darstellt)
oder durch selbständige elektrische Entladung zwischen 1 und 2 oder durch Bestrahlung und
ähnliche Mittel erfolgen. Werden nun die weiteren Zwischenelektrode!! 3 und 4 mit den
Enden der Sekundärspule eines Transformators t1 verbunden, dessen Primärspule in
den Mikropihonkreis mit dem Element e und dem Mikrophon m geschaltet ist, so ist das
durch den undulierenden Strom des Mikrophons m erzeugte Potential an den Zwischenelektroden
3 und 4 jederzeit von einander entgegengesetztem Vorzeichen.
Der Vorgang im Rohr ist nun der folgende: Die Elektronen bzw. Ionen, die in dem Räume
zwischen der Kathode 1 und der Zwischenelektrode 2 erzeugt sind, können sich aus
diesem Räume nicht in der Richtung zur Anode 5 bewegen, wenn die Zwischenelek- .
trode 3 ein negatives Potential hat.. Infolgedessen bleiben die zwischen 1 -und 2 aufgespeicherten
negativen Elektrizitätsträger ohne Einfluß auf den mit II in den Abbildungen
bezeichneten Stromkreis; dieser Stromkreis ist also durch die Zwischenelektrode 2 als
Kathode und durch 5 als Anode begrenzt*. •Wird' aber die Zwischenelektrode 3 gegenüber
2 durch die Schwankung des Mikrophonkreises positiv, so tritt Beschleunigung1 der
negativen Elektrizitätsträger ein, und es wird der Kathodenfall an der Zwischenelektrode 2
vollständig· vernichtet. Hierdurch wird gleichzeitig
die Batterieunterteilung aufgehoben, so daß ein zweites Moment der Stromverstärkung
zu dem ersten hinzukommt; außerdem aber wird durch die seitens der Zwischenelektrode
3 in den Raum 3,4 hineingezogenen So Elektronen das verdünnte Gas hier sehr stark
ionisiert. Die Elektrode 4, die negativ ist, während die auf positivem Potential befindliche
Elektrode 3 die Sperre des Kreises I gegen den Kreis II öffnet, kann nicht die Wirkung von 3 aufheben, da keine Kraft- _
linien von 4 aus über 3 hinausgelangen^ also
elektrostatische SchutzwirkungiarRäume 2, 3 gegenüber der Kraftwisfcttng von Elektrode 4
ausübt. Dagegen wirkt in dieser Phase der Relais-wirkung· das negative Potential der
.- "Elektrode 4 longitudinal beschleunigend auf die positiven Ionen, die bei der geringen Weglänge
(höherer Drude) der durch die Wirkung der Elektrode 3 in den Raum 3,4 hineingezogenen
Elektronen im Räume 3,4 er- f>5
zeugt werden. Die beschleunigende Wirkung der ■ Elektrode 4 treibt diese positiven Ionen
in den Raum 4, 5. Hierdurch findet eine Leitfähiigkeitsänderunig
im Räume 4, 5 statt. Die vor die Anode 5 gelagerte, mehr oder weniger
geschichtete positive Säule erleidet durch die elektrostatischen Schwankungen der Elektrode
4 Verschiebungen' und bewirkt so das Auftreten außerordentlich starker, dem
augenblicklichen Potential von. 4 proportionaler Stromschwankungen. Die Elektrode
4 ist hier bei gewissem Druck und Abstand wesentlich wirksam vermöge des ihr
aufgedrückten Mikrophonpotentials, das dem von 3 entgegengesetzt ist. Bei einem gewissen
anderen Drucke bzw. Abstande aber wirkt sie auch ohne mit dem Transformator
verbunden zu sein, indem ein zu 3 entgegengesetztes Potential durch Influenz auf ihr erzeugt
wird. Sie beeinflußt dann die Ionenverteilung in der. positiven Säule unter Unnständen
stärker als bei direkter Verbindung mit dem zweiten Transformatorpol.
Es ist also bei der vorliegenden Anordnung die Relaiswirkung durch die an sich bekannte,
hier aber in neuer Weise zu dreifacher Wirkung ausgenutzte Zwischenelektrode 3 noch nicht erschöpft, sondern durch
die neu eingeführte Elektrode 4 verstärkt und erweitert. Die Verstärkung besteht darin,
daß eine Schwächung der Transformatorpotentiale, wie sie bei direktem, bisher allein
geübtem Anlegen des einen Poles von tx an die
Kathode 1 — anstatt an 4 — eintritt, vermieden ist, und die Erweiterung- besteht
darin, daß eine vierte Widerstandsverringerung durch Erzeugung· starker Ionisation im
Räume 3,4 und durch elektrostatische Einwirkung·
auf die positive Säule im Räume 4. 5
hervorgerufen wird. i°5
Bei dieser mehrfachen und in neuer Weise durch gleichzeitig überlagerte Wirkung gesteigerten
Herabsetzung des AViderstandes der gesamten Gasstrecke wird also auch die
Relaiswirkung beider Pole aes Mikrophontransformator
t± mehrfach und in völlige--^
115
^■j^ää
neuer Weise ausgenutzt.
gegebenenfalls durch)^__Aiikrmgung einer (nicht eingezeichg^teif) weiteren Elektrode zwischen^2-^ima^2 verstärkt werden. .,,--DaIf hier neu verwendete Prinzip beruht also nochmals zusammengefaßt in folgendem: Es wird durch die neue Einführung der Zwischenelektrode 2 bewirkt, daß eine Sperre zwischen den Kreisen I und II vorhanden ist. Wird diese Sperre durch Relaiswirkung der Zwischenelektrode 3 geöffnet, go wird hier-
gegebenenfalls durch)^__Aiikrmgung einer (nicht eingezeichg^teif) weiteren Elektrode zwischen^2-^ima^2 verstärkt werden. .,,--DaIf hier neu verwendete Prinzip beruht also nochmals zusammengefaßt in folgendem: Es wird durch die neue Einführung der Zwischenelektrode 2 bewirkt, daß eine Sperre zwischen den Kreisen I und II vorhanden ist. Wird diese Sperre durch Relaiswirkung der Zwischenelektrode 3 geöffnet, go wird hier-
durch die zwischen den Elektroden ι und 2 wirksame Spannung derjenigen Spannung zugeschaltet,
die zwischen den Elektroden 2 und 5 herrscht. Es wird also nicht nur dem lonenreservoir zwischen den Elektroden 1
und 2 der Weg durch die Entladungsröhre frei gemacht, sondern es wird der Spannung
im Kreise II noch die Lokalbatterie des Kreises I zugeschaltet, so daß für die hinzugelassene
Ionenmenge nahezu das ganze Gefälle zwischen den Elektroden 1 und 5 in
Wirksamkeit tritt. In dieser in einem einzigen Rohr gleichzeitig verwendeten Wirkung
der Beseitigung des Kathodenfalls, der Beseitigung einer Batterieunterteilung, der Ausnutzung
der positiven und der negativen ' Phase des zu verstärkenden undulierenden
Stromes zur Stoßionisation liegt ein erheblicher Unterschied und Vorteil gegenüber
allen bisher bekannt gewordenen Relaisröhren. Während in bisherigen Relais die beiden '
Pole des Telephontransformators auch wohl zu zwei Elektroden geführt worden sind, die
transversal auf den Röhrenstrom wirkten, wird bei der hier neu angegebenen Schaltung !
die Beschleunigung . der Ionen oder Elektronen longitudinal bewirkt. Dies hat den
Vorteil, daß die verstärkende Wirkung der : Ionen oder Elektronen ohne Richtungsänderung
erfolgt, ein Vorteil, der sowohl in : Röhren mit Edelgasfüllung als auch in hochevakuierten
Röhren von Wichtigkeit ist.
Bei der vorliegenden Anordnung erfolgt durch Relaiswirkung die Zuschaltung einer
Zusatzspannung 1, 2 an einen die Stromstärke bestimmenden Teilzweig 2, 5 des unterteilten
Telephonkreises 1, 5, II, I unter Öffnung der Sperre eines Ionenreservoirs 1, 2, wobei der
ganze Stromkreis in allen Teilen stabil sein kann. Blei den früheren A'eretärkerröhren
< war keine Zusatzspannung, kein unterteilter !
Kreis, kein Ionenreservoir, kein in bezug auf ■ die Klemmenspannung weitgehend stabiler !
Entladungskreis vorhanden, sondern sie wirkten mit konstanter Endspannung, einfachem
Kreise, wesentlicher Neuerzeugung der Ionen im Kreise 'selbst, und wiesen einen
in bezug auf die Endspannung nahezu labilen Entladungskreis auf. Die Verstärkerwirkung
der gesamten Anordnung ist hiernach sofort verständlich. Durch die Potentiale der
Mikrophonschwankung werden die Batterien der Kreisel und II durch den Transformator
U des Telephonkreises entladen, und
die durdi diese Batterien verstärkte Schwan- ;
kung kommt im Telephon T entweder direkt oder gegebenenfalls durch Hintereinanderschaltung
mehrerer derartiger Röhrenanordnungen zu Gehör. Schaltet man über einen Zwischentransformator mehrere Verstärkerröhren
hintereinander, so läßt sich die Wirkung der einzelnen Röhren in bekannter
AVeise potenzieren.
Die Unterteilung der durch die Relaiswirkung ausgelösten Spannung in zwei Strom-.
kreise bringt neben den bereits hervorgehobenen prinzipiellen Vorteilen auch eine
erhebliche Erleichterung· für den Betrieb gegenüber den nur auf Ionisation durch Stoß
beruhenden Röhren mit sich. Denn während bei letzteren eine sehr genaue Innehaltung der
angelegten Spannung erforderlich ist, ist nach der Anordnung der Erfindung1 der Spannungsschwankung
eine sehr weite Grenze gesetzt. ,Der Energieaufwand, der zum Betriebe
der Anordnung erforderlich ist, ist infolge der Relaiswirkung bei gleichem Nutzeffekt
nur ein Bruchteil des bisher bekannten, so daß die militärisch1 so außerordentlich
wichtige Vermeidung der schweren Akkumulatoxenbatterie
und ihr Ersatz durch Trocken-. elemente möglich ist.
. Als Ausführungsbeispiel, das jedoch keinen Gegenstand der Erfindung bildet, mag angeführt,
werden, daß es zweckmäßig ist, die Röhren mit einem Edelgase zu füllen und eine
Alkalielektrode zu verwenden. 'Durch die Alkalielektrode in einem Edelgase wird die
benötigte Spannung ein Minimum. Zweckmäßig ist es auch, die Zwischenelektroden 2
und 3 mit Glimmerblenden auszustatten, um den Kathodenfall an 2 nicht 'durch Ionendiffusion
aus dem Räume 1, 2 zu verringern und ebensowenig die Leitungsfähigkeit im
Räume 3,4 durch Ionendiffusion zu vergrö-Bern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Relais für undiilierende Ströme mit, mehreren zwischen Anode und Kathode angebrachten Zjyisch^nejgktxo.dea, dadurch gekennzeichnet, daß die der Kathode (1) zunächst gelegene Zwischenelektrode (2) die Stromquelle des Empfangskreises (I, II) unterteilt und die zwischen dieser Zwischenelektrode (2), die nach Bedarf durch eine weitere verstärkt werden kann, und der Anode (5) liegenden zwei Zwischenelektroden (3, 4) entweder eine (3) oder beide (3, 4) an den Eingangstransformator (J1) angeschlossen sind, ohne mit (der Stromquelle des Verstärkerkreises ,in leitender Verbinidung zu stehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE351285T | 1917-05-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE351285C true DE351285C (de) | 1922-04-04 |
Family
ID=6267635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917351285D Expired DE351285C (de) | 1917-05-04 | 1917-05-04 | Relais fuer undulierende Stroeme mit mehreren zwischen Anode und Kathode angebrachten Zwischenelektroden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE351285C (de) |
-
1917
- 1917-05-04 DE DE1917351285D patent/DE351285C/de not_active Expired
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