DE3514902A1 - Vorrichtung zum aufziehen und abziehen eines wasserbefeuchtungsueberzugs auf und von einer gummiwalze einer offset-druckerpresse - Google Patents

Vorrichtung zum aufziehen und abziehen eines wasserbefeuchtungsueberzugs auf und von einer gummiwalze einer offset-druckerpresse

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Description

M.M.T. INC., Osaka-shi, Osaka-fu, Japan
Vorrichtung zum Aufziehen und Abziehen eines Wasserbefeuchtungsüberzugs auf und von einer Gummiwalze einer Offset-Druckerpresse
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufziehen und Abziehen eines Wasserbefeuchtungsüberzugs auf und von einer Gummiwalze einer Offset-Druckerpresse. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, mit der ein Wasserbefeuchtungsüberzug über eine Gummiwalze gezogen und ein benutzter Überzug von der Gummiwalze entfernt werden kann, um diesen durch einen neuen Überzug zu ersetzen, wobei die Gummiwalze einen Hauptbestandteil der Befeuchtungswalze darstellt, die dazu dient, Wasser der Druckfläche einer Druckerwalze in einer Offset-Druckerpresse zuzuführen.
Beim Offset-Drucken ist es bekannt, Wasser unter Verwendung einer Befeuchtungswalze der Druckfläche einer Druckerwalze zuzuführen, wonach mit Hilfe einer Gummiwalze, die zur Zufuhr der Druckerfarbe dient, auf Öl basierende Druckerfarbe zugeführt wird.
Die Befeuchtungswalze ist so aufgebaut, daß ein Überzug einer guten Wasseraufnahmefähigkeit über die gesamte Fläche einer Gummiwalze gezogen wird. Der Überzug besteht üblicherweise aus einem Strickmaterial in zylindrischer Form, wobei an beiden offenen Seiten des Überzugs Bindeschnüre vorgesehen sind.
Wenn ein Überzug über die Fläche einer Gummiwalze gezogen werden soll, wird ein offenes Ende des Überzuges vorher verschlossen, indem die Bindeschnur angezogen wird, wobei das andere Ende von der Bedienungsperson geöffnet gehalten wird. Danach wird der Überzug über das
obere Ende der Gummiwalze gezogen, die aufrecht auf dem Boden steht, wozu beide Hände einer Bedienungsperson nötig sind, Danach wird der Überzug nach unten gezogen und schließlich das andere offene Ende des Uberzuges, das das untere Ende der Gummiwalze erreicht hat, um die Walzenwelle gebunden, indem die Bindeschnur angezogen wird. Damit ist der Überzug-Befestigungsvorgang ausgeführt.
Infolge der erheblichen Fortschritte der Drucktechnologie in den letzten Jahren ergab sich das Erfordernis, den Überzug straffer auf die gesamte Oberfläche der Gummiwalze aufzubringen. Dies führte dazu, daß derartige Überzüge verstärkt und so abgeändert wurden, daß sie eine erheblich erhöhte Zusammenziehbarkeit aufweisen, wenn sie mit Wasser benetzt werden. Es nimmt jedoch sehr viel Zeit in Anspruch, einen derart verbesserten und verstärkten Überzug von Hand über die gesamte Fläche der Gummi walze auf die gleiche Weise zu ziehen, wie dies bei den bisher üblichen Befeuchtungswalzen der Fall war. Dieser Vorgang erfordert nun eine langwierige Arbeit. Wenn der benutzte Überzug durch einen neuen ersetzt werden soll, wird üblicherweise ein Schneidwerkzeug verwendet, um den Überzug zu zerschneiden, der dicht an der gesamten Oberfläche der Gummiwalze anliegt, wobei die Gefahr besteht, die Gummiwalze zu beschädigen oder eine Bedienungsperson zu verletzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit der ein Überzug leicht und zuverlässig über die gesamte Fläche einer Gummiwalze aufgezogen und ein benutzter Überzug leicht durch einen neuen ersetzt werden kann, ohne daß dazu ein Schneidwerkzeug erforderlich ist. 35
Die Vorrichtung soll durch eine Hand der Bedienungsperson leicht handhabbar oder hydraulisch durch einen
Hydraulikzylinder oder dergleichen betätigbar sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die Erfindung sieht eine Vorrichtung zum Aufziehen und zum Abziehen eines Wasserbefeuchtungsüberzuges auf und von einer Gummiwalze einer Offset-Druckerpresse vor, die im wesentlichen eine Walzenhaltevorrichtung zum Festhalten der Gummiwalze, die einen Hauptteil der Befeuchtungswalze darstellt, oder zum Festhalten der benutzten Befeuchtungswalze mit dem Wasserbefeuchtungsüberzug, der über die gesamte Fläche der Gummiwalze aufgezogen ist, in im wesentlichen horizontaler Lage und eine Überzug-Zugvorrichtung aufweist, die den an einem Ende der Gummiwalze angebrachten Wasserbefeuchtungsüberzug oder den auf der gesamten Fläche der Befeuchtungswalze aufliegenden Wasserbefeuchtungsüberzug in axialer Richtung der Gummiwalze zieht, während das eine Ende des Überzugs erfaßt wird, um den Überzug über die Gummiwalze zu ziehen oder von letzterer zu entfernen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen sowie an Hand der Zeichnung. Dabei zeigen die FIG. 1 bis 4 in schematischer Weise eine erste Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:
F I G . 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
F I G . 2 eine Aufsicht auf die Vorrichtung gemäß FIG. 1;
FIG. 3 in einem Querschnitt einen vergrößerten Ausschnitt der Vorrichtung, der insbesondere zeigt, wie der Überzug mit Hilfe von Zugseilen gezogen wird;
F I G . 4 eine Seitenansicht im vergrößerten Maßstab einer handbetätigten Seilwindeneinrichtung der Vorrichtung gemäß FIG. 1;
F I G . 5 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
F I G . 6 eine Aufsicht auf die Vorrichtung gemäß FIG. 5.
Nachfolgend wird mit Bezug auf die FIG. 1 bis 4 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben. In den Figuren bezeichnet das Bezugszeichen 10 eine Gummiwalze, die einen Hauptteil einer Befeuchtungswalze darstellt. Die Gummiwalze 10 hat Walzenwellen 11 an beiden Enden. Das Bezugszeichen 20 bezeichnet einen Wasserbefeuchtungsüberzug mit einer zylindrischen Form zum Zusammensetzen der Befeuchtungswalze. Der Wasserbefeuchtungsüberzug 20 besteht aus einem Strickmaterial beträchtlicher Dicke und hat eine gute WasseraufSaugfähigkeit. Um die beiden offenen Enden des Überzugs 20 an den Walzenwellen 11 fest anbringen zu können, sind Schnüre 21 (nur eine Schnur ist in der Figur dargestellt) an beiden offenen Enden des Überzugs vorgesehen.
Das Bezugszeichen 40 bezeichnet eine in den Figuren links abgebildete Walzenhalteeinrichtung. Die Walzenhalte-
einrichtung 40 ist so aufgebaut, daß eine Walzenhaltewelle 44 mit einer Walzenwellen-Einschuböffnung 43 am rechten Ende verschieblich in horizontaler Lage in einer Buchse 42 gehalten ist, die oben an einem Ständer 41 am linken Ende einer Grundplatte 30 befestigt ist. Die Walzenhaltewelle 44 kann in der Buchse 42 mit Hilfe eines Paßstiftes 45 unbeweglich gehalten werden. Bezugszeichen 50 bezeichnet eine rechte Walzenhalteeinrichtung. Die Walzenhalteeinrichtung 50 ist im wesentlichen in gleicher Weise aufgebaut wie die linke Walzenhalteeinrichtung 40, wobei eine Walzenhaltewelle 54 mit einer Walzenwellen-Einschuböffnung 53 an ihrem linken Ende verschieblich in horizontaler Lage in einer Buchse 52 gehalten ist, die oben an einem Ständer 51 am rechten Ende der Grundplatte 30 befestigt ist. Die Walzenhaltewelle 54 kann in der Buchse 52 mit Hilfe eines Paßstiftes 55 unbeweglich gehalten werden. Auf diese Weise ist eine Walzenhaltevorrichtung durch eine Kombination der linken Walzenhalteeinrichtung 40 und der rechten Walzenhalteeinrichtung 50 gebildet.
Bezugszeichen 60 bezeichnet eine Greifeinrichtung zum Erfassen des offenen Endes des Überzugs 20 um dessen inneren und äußeren Rand. Die Greifeinrichtung 60 enthält im wesentlichen einen Innenring 61, dessen Innendurchmesser entschieden größer als der Außendurchmesser der Gummiwalze 10 ist, und einen Außenring 62, der auf den Innenring 61 aufgesetzt werden kann, wie dies insbesondere aus FIG. 3 zu ersehen ist. Der Innenring ist mit zwei Haken 63 an seiner linken Stirnfläche versehen, die in Eingriff mit Augen 65 an den rechten Enden von Zugseilen 64 geraten können. Wie insbesondere aus den FIG. 1 und 2 zu ersehen ist, erstrecken sich die Seile 64 horizontal zu V-förmigen Riemenscheiben 66, die an einer Drehwelle 68 befestigt sind, die zwischen zwei einander gegenüberliegend angeordneten Lagerstützen 67 in der Nähe des linken Endes der Grundplatte 30 ver-
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läuft, so daß die Seile um die V-förmigen Riemenscheiben 66 gewunden sind. Die anderen Enden der Seile 64 sind an einer Wickeltrommel 78 befestigt, die ihrerseits an einer Welle 77 befestigt ist, die sich zwischen zwei einander gegenüberliegenden, tunnelförmigen Lagerstützen 74 und 76 erstreckt, wobei sich diese Anordnung etwa im mittleren Bereich der Grundplatte 30 befindet. Die eine tunnelförmige Lagerstütze 74 ist mit einem Schnekkenrad oder Zahnrad 73 an der Wickelwelle 77 versehen, so daß das Schneckenrad 73 mit einer Schnecke 70 kämmt, die an der Drehwelle 71 befestigt ist, die sich ihrerseits zwischen den beiden Seitenwänden 75 der tunnelförmigen Lagerstütze 74 an deren oberen Ende erstreckt. Wie sich aus FIG. 4 ergibt, ist ein Handgriff 72 an dem einen Ende der Drehwelle 71 angesetzt. Auf diese Weise ist eine handbetätigbare Wickeleinrichtung 80 durch eine Kombination der Schnecke 70 mit dem daran befestigten Handgriff 72, des Schneckenrades oder Zahnrades 73, der Wickelwelle 77 und der Wickeltrommel 78 gebildet, die in der angegebenen Weise angeordnet sind, wobei eine handbetätigbare Überzug-Zugvorrichtung durch eine Kombination der Zugseile 64, der V-förmigen Riemenscheiben und der von Hand betätigbaren Wickeleinrichtung 80 gebildet ist.
Nachfolgend wird die Arbeitsweise der ersten Ausführungsfonn der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben.
Zunächst wird der Innenring 61 auf die Gummiwalze 10 aufgesetzt, und der Überzug 20 wird an einer der Walzenwellen 11 angebracht. Die Gummiwalze 10 wird dann von den beiden Walzenhalteeinrichtungen 40 und 50 festgehalten, so daß der Überzug zu der rechten Walzenhalteeinrichtung 50 orientiert ist. Anschließend wird das rechte Ende des Überzugs 20 fest um die Walzenwelle 11 gebunden, die sich an der rechten Walzenhalteeinrichtung 50 befindet, wozu die Schnur 21 verwendet wird, während
das andere offene Ende des Überzugs an dem Innenring 61 entlang dessen Rand angebracht wird. Danach wird das offene Ende des Überzugs 20 mit dem daran angebrachten Innenring 61 mit dem Außenring 62 von außen abgedichtet bzw. erfaßt, wobei dessen offenes Ende von der Greifeinrichtung 60 erfaßt wird. Anschließend greifen die Haken 63 der Greifeinrichtung 60 in die Augen 65 der Seile 64 ein. Danach wird der Handgriff 72 fortlaufend von einer Hand der Bedienungsperson gedreht, so daß die Seile 64 um die Wickeltrommel 78 über die von Hand betätigbare Wickeleinrichtung 80 aufgewickelt werden. Auf diese Weise wird der Überzug 20 in einer Richtung gezogen, die durch den Pfeil a dargestellt ist. Wenn feststeht, daß die Gummiwalze 10 vollständig mit dem Überzug 20 überzogen ist, beendet die Bedienungsperson das Drehen des Handgriffs 72, entfernt die Greifeinrichtung 60 von dem Überzug und bindet das offene Ende des Überzugs 20 um die Walzenwelle 11 unter Verwendung der um das offene Ende des Überzugs 20 vorgesehenen Schnur, wodurch die Befeuchtungswalze ausgebildet ist. Anschließend wird die so gebildete Befeuchtungswalze von der Walzenhaltevorrichtung entfernt, womit der Walzenüberzugvorgang beendet ist.
Wenn der benutzte Überzug nach einer gewissen Zeitspanne von der Befeuchtungswalze entfernt werden soll, um ihn durch einen neuen Überzug zu ersetzen, wird der nachfolgend beschriebene Vorgang ausgeführt.
«I
Zunächst wird der Innenring 65 in die benutzte Befeuchtungswalze eingesetzt, und die Anordnung aus Befeuchtungswalze und Innenring wird anschließend mit Hilfe der beiden Walzenhalteeinrichtungen 40 und 50, die zusammen die Walzenhaltevorrichtung bilden, festgehalten.
Dann werden die Bindeschnüre an beiden Enden des Überzugs 20 gelöst, und die Greifeinrichtung 60 wird an dem offenen Ende des Überzugs 20 im Bereich der linken Walzen-
halleinrichtung 40 befestigt. Die Augen 65 an dem einen Ende der Seile 64 greifen in die Haken 63 der Greifeinrichtung 60 ein, woraufhin die Bedienungsperson den Handgriff 72 mit einer Hand fortlaufend dreht, wodurch der überzug 20, der dicht auf der Gummiwalze aufliegt, abgezogen wird. Wenn der Überzug 20 vollständig von der Gummiwalze 10 entfernt ist, beendet die Bedienungsperson das Drehen des Handgriffs 72, und die Gummiwalze 10 wird von der Walzenhaltevorrichtung entfernt, womit der Überzugentfernungsvorgang beendet ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat in dieser ersten Ausführungsform den Vorteil, daß ein Überzug mit einer großen Kontraktionskraft sehr leicht befestigt werden kann, indem lediglich von Hand der Handgriff gedreht wird, während die Walze mit Hilfe der Walzenhaltevorrichtung festgehalten ist. Ein weiterer Vorteil dieser Vorrichtung liegt darin, daß ein benutzter Überzug, der eng auf der Walze anliegt, leicht davon entfernt werden kann, indem die Bindeschnüre an beiden Enden der Walze gelöst und die oben beschriebenen Vorgänge ausgeführt werden. Damit ist es nicht mehr erforderlich, einen benutzten Überzug mit Hilfe eines Schneidwerkzeugs oder eines anderen Werkzeugs zu zerschneiden oder zu zerreißen, wie dies bisher im allgemeinen der Fall war, wodurch der Vorgang des Entfernens eines benutzten Überzuges sicher ohne die Gefahr einer Beschädigung der Gummiwalze oder der Verletzung einer Bedienungsperson ausgeführt werden kann.
Nachfolgend wird eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Bezug auf die FIG. 5 und 6 beschrieben. In diesen Figuren bezeichnen das Bezugszeichen 10 eine Walze, Bezugszeichen 11 eine Walzenwelle, Bezugszeichen 20 einen Überzug und Bezugszeichen 21 eine Schnur, wie dies auch bei der vorhergehenden Ausführungsform der Fall ist.
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Bezugszeichen 140 bezeichnet eine linke Walzenhalteeinrichtung. Die linke Walzenhalteeinrichtung ist 80 aufgebaut, daß ein Hauptzylinder 141 einen Hauptkolben 142 mit einer Walzenwellen-Einschuböffnung 143 an seinem vorderen Ende aufweist. Bezugszeichen 150 bezeichnet eine rechte Walzenhalteeinrichtung. Die rechte Walzenhalteeinrichtung 150 ist so aufgebaut, daß eine Buchse 152, die die Walzenwelle 11 aufnehmen kann, oben auf einem Ständer 151 gehalten ist, der sich am rechten Ende einer Grundplatte 130 befindet. Die Walzenhaltevorrichtung ist somit durch eine Kombination der linken Walzenhalteeinrichtung 140 und der rechten Walzenhalteeinrichtung 150 gebildet.
Wie aus FIG. 5 zu ersehen ist, ist der Hauptzylinder 141 fest an der Oberseite von Hauptzylinder-Tragbauteilen 144 befestigt, die verschieblich auf Zylinderführungsstangen 146 gehalten sind, die sich parallel zueinander in horizontaler Lage zwischen zwei Ständern 145 erstrecken, von denen einer am linken Ende der Grundplatte 130 und der andere in der Nähe des rechten Endes dieser Grundplatte angeordnet sind. Jedes der Hauptzylinder-Tragbauteile 144 hat eine zu öffnende Schraubenmutter 147, die fest an dessen Unterseite angebracht ist, wobei die zu öffnende Schraubenmutter 147 im Gewindeeingriff mit einer Gewindestange 148 steht, die unterhalb der Zylinderführungsstangen 146 angeordnet ist und sich zwischen den beiden Ständern 145 in horizontaler Richtung erstreckt. Wenn die Schraubenmuttern 147 geöffnet sind, sind die Hauptzylinder-Tragbauteile 144 frei beweglich. Wenn die Schraubenmuttern 147 geschlossen sind, stehen sie im Gewindeeingriff mit der Gewindestange 148, womit das Zylinder-Tragbauteil 144 von der Stange unbeweglich gehalten ist. Bezugszeichen 149 bezeichnet einen Hydraulikkanal bzw. eine Hydraulikleitung.
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Bezugszeichen 160 bezeichnet eine Greifeinrichtung zum Erfassen des offenen Endes des Überzugs 20. Die Greifeinrichtung 160 hat im wesentlichen ein geflanschtes Innenrohr 161 mit einem Innendurchmesser, der größer als der Außendurchmesser der Gummiwalze ist, wobei das geflanschte Innenrohr 161 in den inneren Randabschnitt des offenen Endes des Überzugs 20 eingesetzt werden kann. Nebenkolben 164 mit an ihren vorderen Enden befestigten Greifbauteilen 164' können an beiden Seiten des geflanschten Innenrohrs 161 durch Betätigung von Nebenzylindern 163 anliegen. Die Nebenzylinder 163 sind fest an der Oberseite eines Nebenzylinder-Tragbauteils 165 befestigt, das verschieblich auf den ZyIinderführungsstangen 146 gehalten ist. Eine zu öffnende Schraubenmutter 166, die in Gewindeeingriff mit der Gewindestange 148 stehen kann, ist an der Unterseite des Nebenzylinder-Tragbauteils 165 in dessen mittleren Bereich befestigt. Wenn die Schraubenmutter 166 geöffnet ist, ist das Nebenzylinder-Tragbauteil 165 frei bewegbar. Wenn die Schraubenmutter 166 jedoch geschlossen ist, steht das Nebenzylinder-Tragbauteil 165 im Gewindeeingriff mit der Gewindestange 148, womit das Nebenzylinder-Tragbauteil 165 von letzterem unbeweglich gehalten ist. Bezugszeichen 167 bezeichnet zwei Zugstäbe mit Haken 168 an deren vordersten Ende, die an dem Flansch 162 des geflanschten Innenrohrs 161 angreifen. Die Zugstangen 167 sind fest mit der Oberseite des Hauptzylinder-Tragbauteils 144 zu beiden Seiten des Hauptzylinders 144 verbunden. Somit besteht eine automatische Überzug-Zugvorrichtung hauptsächlich aus einer Kombination von einem Hauptzylinder 141, einem Hauptkolben 142, von Hauptzylinder-Haltebauteilen 144 und von Zugstangen 167. Bezugszeichen 169 bezeichnet eine Hydraulikleitung an jedem der Nebenzylinder 163.
Nachfolgend wird die Arbeitsweise der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert.
Zuerst wird das geflanschte Innenrohr 161 auf die Gummiwalze 10 aufgesetzt, und der Überzug 20 wird an der einen Walzenwelle befestigt. Anschließend wird der Überzug 20 zu der rechten Walzenhalteeinrichtung 150 ausgerichtet, und die Gummiwalze 10 wird mit Hilfe der Walzenhalteeinrichtungen 140 und 150, die die Walzenhaltevorrichtung bilden, fest gehalten. Das rechte Ende des Überzugs 20 wird um die Walzenwelle 11 im Bereich der rechten Walzenhalteeinrichtung 150 unter Verwendung der Schnur 21 gebunden, und das geflanschte Innenrohr 161 wird in den inneren Randabschnitt des linken offenen Endes des Überzugs 20 eingeführt. Danach werden die Nebenzylinder 163 betätigt, bis die Greifbauteile 164' der Nebenkolben 164 an dem geflanschten Innenrohr 161 anliegen, wodurch das offene Ende des Überzugs 20 mit Hilfe der Greifeinrichtung 160 erfaßt ist. Anschließend greifen die Haken 168 an den rechten Enden der Zugstangen 167 an dem Flansch 162 des geflanschten Innenrohres 161 an. Wenn der Hauptzylinder 141 so betätigt wird, daß der Hauptkolben 142 nach außen verschoben werden kann, wird die Walzenwelle 11 von dem Hauptkolben 142 gedrückt. Da der letztere jedoch unbeweglich gehalten ist, wird der Hauptzylinder 141 nach links bewegt. Wenn der Hauptzylinder 141 nach links verschoben wird, werden das Hauptzylinder-Tragbauteil 144, die Zugstangen 167 und die Greifeinrichtung 160 ebenfalls nach links verschoben, wodurch der Überzug 20 in einer Richtung gezogen wird, die durch einen Pfeil b dargestellt ist. Wenn die Gummiwalze 10 vollständig mit dem Überzug 20 überzogen ist, wird die Betätigung des Hauptzylinders 141 gestoppt, und die zu öffnenden Schraubenmuttern 147 werden geschlossen, womit die Hauptzylinder-Tragbauteile 144 im Gewindeeingriff mit der Gewindestange 148 stehen, und die Nebenkolben 164 werden zurückgezogen. Anschließend kann das geflanschte Innenrohr 161 von dem Überzug 20 entfernt werden. Danach wird das offene Ende des Überzugs 20 unter Verwendung der Schnur um die Walzenwelle 11 gebunden. Damit ist die Befeuchtungswalze fertigge-
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stellt. Schließlich wird die fertiggestellte Befeuchtungswalze von der Walzenhaltevorrichtung entfernt, womit der Überzugbefestigungsvorgang beendet ist.
Die Entfernung eines benutzten Überzuges wird wie nachfolgend beschrieben ausgeführt.
Bevor der benutzte Überzug von der Befeuchtungswalze entfernt wird, wird das geflanschte Innenrohr 161 auf die Befeuchtungswalze aufgesetzt, und letztere wird dann mit Hilfe der beiden Walzenhalteeinrichtungen 140 und 150 unbeweglich gehalten. Dann werden die Bindeschnüre an den beiden Enden des Überzugs 20 gelöst, und das offene Ende des Überzugs 20 im Bereich der linken Walzenhalteeinrichtung 140 wird mit Hilfe der Greifeinrichtung I60 erfaßt. Nachdem die Haken 168 der Zugstangen 167 an dem Flansch 162 des geflanschten Innenrohres 161 angreifen, wird der Hauptzylinder 141 nach links betätigt, wodurch der eng auf der Gummiwalze 10 anliegende Überzug abgezogen wird. Wenn der Überzug 20 vollständig von der Gummiwalze 10 entfernt ist, wird die Betätigung des Hauptzylinders 141 gestoppt. Anschließend wird die Gummiwalze 10 von der Walzenhaltevorrichtung entfernt. Der Überzugentfernungsvorgang ist damit beendet.
Die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat den Vorteil, daß ein Überzug mit einer großen Kontraktionskraft sehr leicht angebracht werden kann, indem einfache Vorgänge ausgeführt werden, die das unbewegliche Halten der Gummiwalze in der Walzenhalte vor richtung und das Verschieben des HauptZylinders beinhalten. Ein weiterer Vorteil dieser Vorrichtung ist, daß das Ersetzen eines benutzten Überzuges durch einen neuen Überzug leicht und sicher dadurch bewerkstelligt wird, daß die Bindeschnüre an beiden Enden der Befeuchtungswalze gelöst und dann die oben beschriebenen Vor-
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gänge ausgeführt werden, um den Überzug von der Walze zu entfernen, auf der dieser eng anliegt.
Obwohl weiter oben zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben sind, ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsbeispiele begrenzt, sondern es liegen zahlreiche Abänderungen und Modifikationen im Rahmen des Erfindungsgedankens.

Claims (7)

Patentanwälte 1og67 Reichel u. Reicliel Parkrtraße 13 60C0 Frankfurt a. M. ι M.M.T. INC« Osaka-shi, Osaka-fu, Japan Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Aufziehen und Abziehen eines Wasserbefeuchtungsüberzugs auf und von einer Gummiwalze einer 5 Offset-Druckerpresse,
gekennzeichnet durch
eine Walzenhalteeinrichtung (40, 50; 140, 150) zum Halten der Walzenwellen (11) an beiden Enden der Gummiwalze (10), die einen Hauptteil der Befeuchtungswalze der Offset-Druckerpresse darstellt, so daß die Gummiwalze in einer im wesentlichen horizontalen Lage festgehalten ist,
eine Greifeinrichtung (60, 160) zum Erfassen des einen offenen Endes des Wasserbefeuchtungsüberzugs (20), das auf die Gummiwalze aufgesetzt ist, und
eine Überzug-Zugeinrichtung (64, 66, 80; 141, 144, f 167) zum Ziehen des so erfaßten Überzugs in axialer ^ Richtung der Gummiwalze.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenhalteeinrichtung so aufgebaut ist, daß ein Paar von Walzenhaltewellen (44, 54) von Buchsen (42, 52) an den Enden einer Grundplatte (30) so gehalten ist, daß diese in einer im wesentlichen horizontalen Richtung verschieblich sind, jedoch in den Buchsen unbeweglich gehalten werden können, wobei jede der Walzenhaltewellen eine Aussparung hat, in die die Walzenwelle (11) eingeführt werden kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenhalteeinrichtung durch eine Buchse (152) mit einer darin ausgebildeten Walzenwellen-Einschub-Öffnung, wobei die Buchse an der Grundplatte (130) befestigt ist, und durch einen Hauptkolben (142) mit einer darin ausgebildeten Walzenwellen-Einschuböffnung gebildet ist, wobei der Hauptkolben betriebsfähig mit einem Hauptzylinder (141) verbunden ist, der auf sich in Querrichtung erstreckenden Hauptzylinder-Tragbauteilen (144) gehalten ist, die auf Zylinderführungsstangen von der Buchse weg bewegbar sind, wobei die Zylindertragbauteile in einer gewünschten Position unbeweglich gehalten sein können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Greifeinrichtung durch einen Innenring (61), der in das offene Ende des Wasserbefeuchtungsüberzugs (20) einsetzbar ist, wobei der Innenring einen Innendurchmesser hat, der größer als der Außendurchmesser der Gummiwalze (10) ist, die einen Hauptbestandteil der Befeuchtungswalze darstellt, wobei ferner Haken (63) von einer Stirnfläche des Innenringes vorspringen, und durch einen Außenring (62) gebildet ist, der an der Außenseite des Innenringes angeordnet wird, um den Wasserbefeuchtungsüberzug von der Außenseite festzuhalten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Greifeinrichtung durch ein geflanschtes Innenrohr (161), das in das offene Ende des Wasserbefeuchtungsüberzugs (20) einsetzbar ist, wobei das geflanschte Innenrohr einen Innendurchmesser hat, der größer als der Außendurchmesser der Gummiwalze (10) ist, die einen Hauptbestandteil der Befeuchtungswalze darstellt, und durch ein Paar sich gegenüberliegender Nebenkolben (164) gebildet ist, die an beiden Seiten des geflanschten In-
nenrohres angeordnet sind, wobei jeder Nebenkolben ein Greifbauteil (1641) hat, das den Wasserbefeuchtungsüberzug von der Außenseite festhalten kann, und wobei jeder Nebenkolben mit einem Nebenzylinder (163) betriebsfähig verbunden ist, der auf einem sich in Querrichtung erstreckenden Nebenzylinder-Tragbauteil (165) gehalten ist, das auf der Zylinderführungsstange verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Überzug-Zugeinrichtung durch Zugseile (64), die sich über V-förmige Riemenscheiben (66) erstrecken, ein Schneckenrad (73)» das fest an einer Wickelwelle (77) zum Aufwickeln der Seile um eine Wickeltrommel (78) befestigt ist, und eine Schnecke (70) gebildet ist, die mit dem Schneckenrad kämmt, wobei die Schnecke einen Handgriff (72) aufweist, um diese zu drehen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzug-Zugeinrichtung Zugstangen (167) aufweist, deren eines Ende in Eingriff mit einem sich in Querrichtung erstreckenden Zylindertragbauteil (144) steht, das parallel zu der Grundplatte (130) von der Buchse
(152) weg auf der Zylinderführungsstange (146) verschiebbar ist und dessen Bewegung an einer gewünschten Position gestoppt werden kann, während die anderen Enden der Zugstangen an dem Flansch des geflanschten Innenrohres (161) angreifen, das in das offene Ende des Wasserbefeuchtungsüberzugs (20) einsetzbar ist.
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