DE3515836C2 - Verfahren zum Übertragen von Daten in einer Datenübertragungseinrichtung - Google Patents
Verfahren zum Übertragen von Daten in einer DatenübertragungseinrichtungInfo
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Abstract
Es ist ein Übertragungsverfahren für eine Datenübertragungseinrichtung geschaffen, welche Daten im Vollduplexmode über eine Zweidrahtschaltung senden kann. Vor dem Senden bzw. der Übertragung von Daten tauschen ein Sende- und ein Empfangsterminal Übungs- oder Trainingssignale aus, um Schaltungsbedingungen zu testen, um zu sehen, ob dazwischen Vollduplexübertragungen zulässig sind. In Abhängigkeit von dem Ergebnis des Testes wird entweder ein Voll- oder ein Semiduplexmode für eine Datenübertragung eingerichtet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen von Daten in einer Datenübertragungseinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, und betrifft insbesondere ein Übertragungsverfahren für eine Datenübertragungseinrichtung, mit welcher eine Vollduplex-Übertragung über eine Zweidrahtschaltung durchführbar ist.
- Bekanntlich können Übertragungssysteme in zwei Arten eingeteilt werden, nämlich zu Vollduplex-Übertragungssysteme, bei welchen Daten gleichzeitig in beiden Richtungen übertragen werden können, und in Semiduplex-Übertragungssysteme, bei welchen eine Datenübertragung gleichzeitig nur in einer Richtung durchführbar ist. Üblicherweise wird ein Vollduplex- Übertragungssystem über eine Vierdrahtschaltung durchgeführt, da es zwei Datenübertragungskanäle erfordert, während ein Semiduplex-Übertragungssystem mittels einer Zweidrahtschaltung durchgeführt wird, welche nur einen einzigen Datenübertragungskanal erfordert. Daher kann, sobald eine bestimmte Schaltungsart bei der Installation von Terminaleinheiten gelegt ist, das Übertragungssystem nicht mehr länger geändert werden. Ein Übertragungssystem ist für eine praktische Anwendung ausgelegt, bei welcher durch eine Frequenzsaufteilung das Übertragungsband in einen Datenübertragungskanal (einen Vorwärtskanal) und in einen Steuersignal-Übertragungskanal (Rückwärtskanal) gemultiplext ist, und bei Verwendung einer Zweidrahtschaltung erlaubt ein Terminal Steuersignale, welche Datenempfangsbedingungen u. ä. darstellen, an das andere Terminal zu übertragen, während das letztere Daten oder Information an das erstere überträgt. Jedoch kann diese Art Übertragungssystem nicht als eine perfekte Ausführung für eine Vollduplex-Übertragung angesehen werden.
- In Verbindung mit dem Erscheinen von fortschrittlichen Echolöschtechniken ist in jüngster Zeit ein Modem verwirklicht worden, welches zwei unabhängige Datenübertragungskanäle bei Verwendung einer Zweidrahtschaltung sicherstellen kann, beispielsweise ein Modem, das durch eine CCITT-Empfehlung V.26 ter vorgeschrieben ist. Ein Modem mit einer solchen Fähigkeit hat eine neue Grundlage für eine Vollduplex-Übertragung mit Hilfe einer Zweidrahtschaltung geschaffen. Herausragende Vorteile, welche mit einer Vollduplex-Übertragung über eine Zweidrahtleitung erhalten werden, sind eine beträchtliche Kostenminderung und eine Steigerung des Übertragungswirkungsgrads.
- Wenn jedoch eine Vollduplex-Übertragung zwischen entfernt liegenden Stationen unter schlechten Schaltungsbedingungen infolge einer Verschlechterung der Schaltungskenndaten durchgeführt wird, können Daten nicht in angemessener Weise ausgetauscht werden, und die Übertragung ist einfach unbrauchbar. Wenn der eingerichtete Übertragungsmode der Vollduplexmode ist, ist es unmöglich, ihn durch einen Semiduplexmode zu ersetzen, und somit können keine Daten übertragen werden, bis die Schaltungsbedingungen wieder in den normalen Zustand gebracht sind.
- Gemäß der Erfindung sollen die oben aufgeführten Nachteile insbesondere der herkömmlichen Übertragungssysteme beseitigt werden, und es soll ein Übertragungsverfahren für eine Datenübertragungseinrichtung geschaffen werden, welches festlegt, ob eine Übertragung in einem Vollduplexmode zulässig ist, indem die Schaltungsbedingungen von einer Datenübertragung getestet werden, und in Abhängigkeit von dem Ergebnis des Test dann ein spezieller Übertragungsmode für eine Datenübertragung eingerichtet wird. Ferner soll gemäß der Erfindung ein insgesamt verbessertes Datenübertragungsverfahren mit der Möglichkeit einer Vollduplex-Übertragung über eine Zweidrahtleitung geschaffen werden.
- Gemäß der Erfindung ist dies bei einem Verfahren zum Übertragen von Daten in einer Datenübertragungseinrichtung durch den Gegenstand des Anspruchs 1 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Übertragungsverfahren für eine Datenübertragungseinrichtung geschaffen, bei welchem Daten in einem Vollduplexmode über eine Zweidrahtleitung übertragen werden können. Vor der Übertragung von Daten tauschen ein Sende- und ein Empfangsterminal Übungs- oder Trainingssignale aus, um Schaltungsbedingungen zu testen, um so zu sehen, ob zwischen den Terminals eine Vollduplexübertragung zulässig ist. In Abhängigkeit von dem Test des Ergebnisses wird entweder ein Vollduplex- oder ein Semiduplexmode für eine Datenübertragung errichtet.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigt
- Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Datenübertragungseinrichtung, mit welcher das erfindungsgemäße Verfahren in der Praxis durchführbar ist, und
- Fig. 2A und 2B Zeitdiagramme, welche für einen Austausch von Übungs- oder Trainingssignalen und von Modesetzinformation kennzeichnend sind, was zwischen entfernt liegenden Terminals durchgeführt wird, die jeweils den in Fig. 1 wiedergegebenen Aufbau haben.
- In Fig. 1 ist eine in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Datenübertragungseinrichtung zur praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Die Einrichtung weist einen Sendedatengenerator 12 zum Erzeugen von zu übertragenden Daten und einen Empfangsdatenprozessor 14 zum Verarbeiten empfangener Daten auf. Mittels einer Steuereinrichtung 16 werden eine Datenübermittlungssteuerung, welche der Datenübertragungseinrichtung zugeordnet ist, sowie Steuerungen über verschiedene Abschnitte der Einrichtung durchgeführt. Mittels eines Modems 18 können Daten entweder in einem Vollduplex-Übertragungsmode oder in einem Semiduplex-Übertragungsmode moduliert und demoduliert werden. Ein Übungssignalgenerator 20 wird verwendet, um ein Übungs- oder Trainingssignal in einem Vollduplex-Übertragungsmode zu erzeugen, während ein Übungssignalempfänger 22 vorgesehen ist, um ein Trainings- oder Übungssignal in einem Vollduplex- Übertragungsmode zu empfangen. Ferner dient eine Entscheidungsschaltung 24 dazu, zu entscheiden, ob Schaltungsbedingungen zu sehr schlechter geworden sind, um eine Vollduplex- Übertragung in Abhängigkeit von dem Empfangsergebnis an dem Übungssignalempfänger 22 zu bewirken. Die Steuereinrichtung 16 ist wahlweise in einem Vollduplex- und einem Semiduplex-Übertragungsmode betreibbar. Das Übungssignal kann mit einem Format versehen werden, wie es beispielsweise durch eine CCITT-Empfehlung V.29 vorgeschrieben ist.
- Die Daten sollen nunmehr von einem Sendeterminal oder einer entsprechenden Einrichtung TX an einen Empfangsterminal oder einer Einrichtung RX übertragen werden, welche jeweils den in Fig. 1 dargestellten Aufbau haben. Zuerst erzeugt das Sendeterminal TX einen Ruf, der für das Empfangsterminal RS bestimmt ist, um dazwischen eine Schaltung aufzubauen. Dann werden für einen vorbestimmten Zeitabschnitt T 1 Übungs- oder Trainingssignale zwischen den Sende- und Empfangsterminal TX und RX in einem Vollduplexmode ausgeführt, und dann werden bei dem nächsten Abschnitt T 2 die Ergebnisse der Übung in einem Semiduplex-Mode ausgetauscht, welcher hochzuverlässig ist.
- Insbesondere konditioniert, wie in Fig. 2A und 2B dargestellt, wenn eine Zeit t 1 von einem Zeitpunkt t 0 an verstreicht, auf welche die Schaltung eingestellt worden ist, die Steuereinrichtung 16 des Empfangsterminals RX das Modem 18 für einen Vollduplexmode und aktiviert den Übungssignalgenerator 20, damit er ein Übungs- oder Trainingssignal an das Sendeterminal TX sendet. Das Sendeterminal TX konditioniert bei Feststellen eines Trägers des ankommenden Übungssignals sein Modem 18 für einen Vollduplexmode, nachdem eine Zeit t 2 nach der Trägerfeststellung verstrichen ist. Zur selben Zeit aktiviert das Sendeterminal TX seinen Übungssignalgenerator 20, damit er ein Übungssignal an das Empfangsterminal TX sendet. Der demodulierte Ausgang des Modems 18 wird an den Übungssignalempfänger 22 angelegt, worauf das Empfangsergebnis von dem Empfänger 22 aus an die Entscheidungsschaltung 24 angelegt wird. An dem Empfangsterminal RX wird ein demodulierter Ausgang des Modems 18, welcher dem Übungssignal von dem Sendeanschluß TX aus zugeordnet ist, dem Übungssignalempfänger 22 zugeführt, dessen Ausgang an die Entscheidungsschaltung 24 angelegt wird.
- Wenn der Zeitabschnitt T 1 verstrichen ist, wird die Steuereinrichtung 16 in jedem der Sende- und Empfangsterminal TX und RX mit einem Ausgang der Entscheidungsschaltung 24 versorgt, während der Betriebsmode des Modems 18 auf einen Semiduplexmode schaltet. Nach Verstreichen einer Zeit t 3 seit dem Ende des Zeitabschnitts T 1 sendet die Steuereinrichtung 16 des Sendeterminals TX der Empfangsstation RX eine Modeeinstellinformation entsprechend dem Entscheidungsergebnis von der Entscheidungsschaltung 24. Die Steuereinrichtung 16 der Empfangsstation RX sendet nach Verstreichen einer Zeit t 4 seit dem Empfang der Modeeinstellinformation an die Sendestation TX eine Modeeinstellinformation, welche auf einem Ausgang der Entscheidungsschaltung 24 basiert. Am Ende des Zeitabschnitts T 2 setzt jeder der Sende- und Empfangsterminals TX und RX in seinem Modem 18 einen Vollduplexmode, wenn die Modeeinstellinformation von den beiden Terminals einen Vollduplexmode darstellen, und andererseits einen Semiduplexmode. Danach gehen die beiden Sende- und Empfangsterminals TX und RX auf eine vorbestimmte Datenübertragungs-Steuerverfahren über, um eine Übertragung von gewünschten Daten zu bewirken.
- Das Training bzw. die Übung, die zum Festlegen von Schaltungsbedingungen angewendet wird, kann in dem Datenübertragungs-Steuervorgang eingeschlossen sein. Wenn einer der Sende- und Empfangsterminals TX und RX ein Übungsergebnis nicht empfangen hat, kann dieselbe Übungsfolge nach dem Zeitabschnitt T 2 wieder wiederholt werden.
- Die dargestellte und beschriebene spezifische Ausführung ist bei verschiedenen Datenübertragungseinrichtungen, wie einem Faksimile- und einem Teletexgerät, anwendbar.
- Durch die Erfindung ist somit ein Datenübertragungsverfahren geschaffen, welches den Datenübertragungsmode optimal an tatsächliche Bedingungen einer Zweidrahtschaltung anpaßt, indem durch Austausch von Übungssignalen festgestellt wird, ob eine Vollduplex-Übertragung über die Zweidrahtleitung zulässig ist; basierend auf dem Ergebnis der Entscheidung wird dann wahlweise ein Voll- oder Semiduplexmode aufgebaut.
Claims (8)
1. Verfahren zum Übertragen von Daten in einer Datenübertragungseinrichtung, welche ein Modem aufweist, das wahlweise in einem Vollduplex-Übertragungsmode und in einem Semiduplexübertragungsmode über eine Zweidrahtleitung betreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) ein Trainieren bzw. Üben in dem Vollduplex-Übertragungsmode zwischen einem Sendeterminal (TX) und einem Empfangsterminal (RX) in einem ersten vorbestimmten Zeitabschnitt (T 1) durchgeführt wird;
(b) die Sende- und Empfangsterminals (TX, RX) in einem zweiten vorbestimmten Zeitabschnitt (T 2), welcher auf den ersten vorbestimmten Zeitabschnitt folgt, ein Ergebnis des Trainings oder der Übung, das an diesem Terminal festgelegt worden ist, zu dem anderen Terminal in dem Semiduplex-Übertragungsmode senden und
(c) entweder der Vollduplex- oder der Semiduplex-Übertragungsmode entsprechend dem Trainingsergebnis am Ende des zweiten vorbestimmten Zeitabschnitts aufgebaut wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Schritt (a)
(d) das Sendeterminal einen Anruf erzeugt, der für das Empfangsterminal (RX) bestimmt ist, um dazwischen eine Schaltung aufzubauen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt (a)
(e) das Empfangsterminal (RS) ein Übungssignal zu dem Sendeterminal (TX) und
(f) das Sendeterminal (TX) ein Übungssignal zu dem Empfangsterminal (RX) sendet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt (e)
(g) das Modem (18) des Empfangsterminals (RX) für den Vollduplex-Übertragungsmode konditioniert wird und das Empfangsterminal (RS) das Übungssignal zu dem Sendeterminal (TX) jeweils nach Verstreichen einer ersten vorbestimmten Zeit (t 1) sendet, nachdem die Schaltung aufgebaut ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt (f)
(h) das Modem (18) des Sendeterminals (TX) für den Vollduplex-Übertragungsmode konditioniert wird und das Sendeterminal (TX) das Übungssignal zu dem Empfangsterminal (RX) jeweils nach Verstreichen der zweiten vorbestimmten Zeit (t 2) sendet, nachdem das Sendeterminal (TX) das Übungssignal von der Empfangsstation (RX) empfängt.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt (a) ferner
(g) ein Schaltungszustand entsprechend einem Zustand des von dem Empfangsterminal (RX) empfangenen Übungssignals festgestellt wird, und
(h) ein Schaltungszustand entsprechend einem Zustand des von dem Sendeterminal (TX) empfangenen Übungssignals festgestellt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt (b)
(i) die Modems (18) der Sende- und Empfangsterminals (TX, RX) jeweils mit dem Semiduplex-Übertragungsmode am Ende des ersten vorbestimmten Zeitabschnitts (T 1) konditioniert werden;
(j) das Sendematerial (TX) zu dem Empfangsterminal (RX) eine Modeeinstellinformation entsprechend dem festgestellten Schaltungszustand nach Verstreichen einer dritten vorbestimmten Zeit (t 3) nach dem Beginn des zweiten vorbestimmten Zeitabschnitts (T 2) sendet, und
(k) das Empfangsterminal (RX) zu dem Sendeterminal (TX) eine Empfangsterminal-Modeeinstellinformation entsprechend dem vorbestimmten Schaltungszustand nach Verstreichen einer vierten vorbestimmten Zeit (t 4) nach dem Empfang der Sendeterminal-Modeeinstellinformation beim Schritt (j) sendet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt (c)
(l) der Vollduplex-Übertragungsmode eingerichtet wird, wenn sowohl die Sendeterminal- als auch die Empfangsterminal- Modeeinstellinformation den Vollduplex-Übertragungsmode und andernfalls den Semiduplex-Übertragungsmode darstellen.
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