DE3528683C2 - - Google Patents
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- 239000010902 straw Substances 0.000 description 14
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F12/00—Parts or details of threshing apparatus
- A01F12/40—Arrangements of straw crushers or cutters
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvester Elements (AREA)
- Retarders (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Anbauhäcksler für Mähdrescher mit
auf einer Messertrommel beweglich gelagerten Messern, die mit
feststehenden, im Häckslergehäuse angeordneten Gegenmessern
zusammenwirken, und mit einer Messertrommelwelle, auf der die
Messertrommel befestigt ist und die in Seitenwänden des Häcksler
gehäuses gelagert und mit deren eine Seitenwand durchsetzenden
und nach außen geführten Wellenzapfen eine Antriebsriemenscheibe
verbunden ist.
Bei aus der Praxis bekannten Anbauhäckslern dieser Art ist die Antriebsriemen
scheibe über Vorgelege von Keilriemen mit einer hohen Drehzahl,
beispielsweise mit einer Drehzahl von 3000 U/min, angetrieben,
so daß das von dem Mähdrescher in die Einzugsöffnung des Anbau
häckslers eingeworfene Stroh gehäckselt wird.
Häufig ist es jedoch erwünscht, das von dem Mähdrescher ausge
worfene Stroh nicht zu häckseln, sondern es lediglich anzuschla
gen und gegebenenfalls auf größere Längen zu schneiden, so daß
es noch als Streustroh für Ställe geeignet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Anbauhäcksler der
eingangs angegebenen Art zu schaffen, mit dem sich einmal von
dem Mähdrescher ausgeworfenes Stroh häckseln und zum anderen
dieses Stroh auch in der Weise bearbeiten läßt, daß es noch als
Streustroh für Ställe verwendet werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Antriebsriemenscheibe derart über ein Getriebe mit der Messer
trommelwelle verbunden ist, daß diese einmal mit der Antriebs
riemenscheibendrehzahl und nach dem Umschalten des Getriebes mit
einer durch das Getriebe untersetzten geringeren Drehzahl ange
trieben ist, und daß die Gegenmesser lösbar gehaltert und aus
dem von den Trommelmessern beschriebenen Hüllzylinder herausbe
wegbar sind.
Bei Streustrohbetrieb sind die Gegenmesser aus dem Schneidbe
reich der Trommelmesser herausgeschwenkt, so daß die Trommelmes
ser das von dem Mähdrescher ausgeworfene Langstroh im wesentli
chen nur anschlagen und bei zu großer Länge auch unregelmäßig
schneiden, weil die Trommelmesser auf das Stroh nur insoweit
einwirken können, als dieses aufgrund seiner Trägheit den Trom
melmessern einen Widerstand entgegensetzt. Zusätzlich wird die
Einwirkung der Trommelmesser auf das Stroh dadurch herabgesetzt,
daß durch das Getriebe die Trommeldrehzahl vermindert wird, so
daß die Trommelmesser das Stroh nur mit verringerter kinetischer
Energie bearbeiten können. Das von dem Anbauhäcksler in dieser
zweiten Betriebsweise ausgeworfene Streustroh kann mit üblichen
Maschinen aufgesammelt und in gespreßten Ballen oder Rollen
gespeichert werden.
Zweckmäßigerweise ist die auf den Wellenzapfen aufgesetzte An
triebsriemenscheibe Teil eines von dieser gehäuseartig eingefaß
ten Planetengetriebes, von dem zur Umschaltung ein weiteres Teil
wahlweise mit der Antriebsriemenscheibe oder dem Häckslergehäuse
verbindbar ist. Das Planetengetriebe läßt sich vollständig in
der als Gehäuse ausgebildeten Antriebsriemenscheibe unterbrin
gen, so daß kein zusätzlicher Raum für ein Getriebe benötigt
wird.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß die auf dem Wellenzapfen der Messertrommelwelle frei drehbar
gelagerte Antriebsriemenscheibe den Steg für in dieser gelagerte
Planetenräderpaare bildet, von denen die einen Räder mit einem
frei drehbar gelagerten Zentralrad und die anderen mit einem
achsgleich mit diesem Zentralrad auf die Messertrommelwelle auf
gekeilten Abtriebszahnrad kämmen, und daß das Zentralrad auf
einer aus der Antriebsriemenscheibe axial herausgeführten Hülse
befestigt ist, die einen Hebel trägt, der wahlweise mit der An
triebsriemenscheibe oder dem Häckslergehäuse verriegelbar ist.
Zweckmäßigerweise besteht der Hebel aus einer auf die Hülse auf
gesetzten Scheibe, so daß eine Unwucht vermieden ist.
Die Scheibe kann von einem mit dem Häckslergehäuse verbundenen
Bügel mit einem zu der Scheibe parallelen Schenkel übergriffen
sein, wobei in eine durchgehende Gewindebohrung der Scheibe eine
Schraube eingeschraubt ist, die beidendig gewindefreie Schäfte
aufweist, die sich entweder in eine Bohrung in der Seitenwand
der Riemenscheibe oder in eine Bohrung des Schenkels einschrau
ben läßt. Die Umstellung von Häckslerbetrieb auf Streustroh
betrieb läßt sich bei dieser Ausgestaltung in einfacher Weise
dadurch bewirken, daß die Schraube mit ihren Schäften entweder
in die Bohrung der Riemenscheibe oder in die Bohrung des Schen
kels des Bügels eingeschraubt wird, so daß das Zentralrad ent
weder mit der Riemenscheibe rotiert und das Planetengetriebe
unwirksam ist oder das Gehäuse festgehalten ist, so daß die
Messertrommelwelle mit der durch das Planetengetriebe unter
setzten Drehzahl angetrieben wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des an einen Mähdrescher
angebauten Anbauhäckslers und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Riemenscheibe
mit in diesem angeordneten Planetengetriebe.
An das hintere Ende des Mähdreschers 1 ist an einen durch um
laufende Träger oder profilierte Bleche gebildeten Rahmen 2 der
mit einer Strohverteileinrichtung 3 versehene Anbauhäcksler 4
in üblicher Weise angebaut. Die nur durch die Hüllkurve 5 der
Trommelmesser angedeutete Messertrommel ist in üblicher Weise
durch die Riemenscheibe 6 angetrieben, über die von einem üb
lichen Vorgelege angetriebene Keilriemen 7 laufen.
In dem Häckslergehäuse sind auf einem Messerträger 8 kammartig
nebeneinander angeordnete feststehende Messer 9 befestigt. Der
Messerträger läßt sich durch Lösen der Schraube 10 und Verschwen
ken um seine Achse 11 um den durch das gekrümmte Langloch 12 vor
gegebenen Winkel derart verschwenken, daß sich die Messer 9 in
einer Stellung 9′ befinden, in der sie außer Eingriff mit den
Trommelmessern sind.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Riemenscheibe 6 über das
Zylinderrollenlager 14, das Kugellager 15 und die Nadellager 16
frei drehbar auf dem Wellenzapfen 17 der Trommelwelle gelagert.
Die Riemenscheibe 6 bildet den Steg für das Planetengetriebe.
Auf in der Riemenscheibe 6 befestigte Achsen 18 sind die Plane
tenräderpaare 19 mit dem kleinen Zahnrad 20 und dem großen Zahn
rad 21 frei drehbar gelagert. Das um 180° versetzt in der Riemen
scheibe gelagerte Planetenräderpaar ist aus Gründen der Zeich
nungsvereinfachung nicht dargestellt worden.
Das kleinere Zahnrad 20 des Planetenräderpaares 19 kämmt mit dem
auf den Wellenzapfen 17 aufgekeilten Antriebszahnrad 22. Dieses
Antriebszahnrad 22 ist mit einem rohrförmigen Fortsatz 23 ver
sehen, auf dem über die Nadellager 16 das im Durchmesser kleine
re Zentralrad 24 gelagert ist. Auch dieses Zentralrad ist mit
einem rohrförmigen Fortsatz 25 versehen, auf dem über das Kugel
lager 15 die eine Seite der Riemenscheibe 6 gelagert ist.
Die Riemenscheibe 6 ist mit Deckeln 27, 28 verschraubt, die
gleichzeitig der Halterung der Lager 14, 15 dienen. Weiterhin
sind die Deckel in üblicher Weise mit Lippendichtungen versehen.
Der rohrförmige Fortsatz 25 des Zentralrades 24 ist durch den
Deckel 27 hindurchgeführt und auf das freie Ende dieses hülsen-
oder rohrförmigen Fortsatzes 25 ist die Scheibe 29 aufgekeilt.
Die Scheibe 29 ist mit einer durchgehenden Gewindebohrung 30 ver
sehen, in die ein Gewindebolzen 31 eingeschraubt ist, der beid
endig mit gewindelosen Schaftteilen 32, 33 versehen ist. Der
Schaftteil 32 läßt sich in die Bohrung 34 des Schenkels 35 eines
mit dem Häckslergehäuse verschraubten Bügels 36 einschrauben.
Weiterhin läßt sich der Schaftteil 33 in die Bohrung 37 des
Deckels 27 einschrauben, wobei der Gewindebolzen 31 jeweils
soweit geschraubt wird, daß einer der gewindelosen Schaftteile
32, 33 soweit in eine der Bohrungen 34, 37 eingreift, daß der
andere aus der anderen Bohrung herausgetreten ist.
Wird der Schaftteil 33 in die Bohrung 37 des Deckels 27 einge
schraubt, ist das Zentralrad 24 mit der Antriebsriemenscheibe
6 verriegelt, so daß die Messertrommelwelle beispielsweise mit
der Riemenscheibendrehzahl von 3100 U/Min. rotiert.
Wird hingegen der Schaftteil 32 des Gewindebolzens 31 in die
Bohrung 34 des Schenkels 35 eingeschraubt, ist das Zentralrad
24 gehäusefest mit dem Häckslergehäuse gehalten. Aufgrund der
Untersetzung des Planetengetriebes dreht sich daher die Messer
trommelwelle nur mit einer Drehzahl von 1700 U/Min., wenn die
Antriebsriemenscheibe 6 mit 3100 U/Min. angetrieben ist.
Die Scheibe 29 ist mit einer radialen Gewindebohrung versehen,
in die eine Schraube 38 eingeschraubt ist, die der Fixierung der
Stellschraube 31 in ihrer jeweiligen Lage dient.
Claims (5)
1. Anbauhäcksler für Mähdrescher mit auf einer Messertrommel
beweglich gelagerten Messern, die mit feststehenden, im
Häckslergehäuse angeordneten Gegenmessern zusammenwirken,
und mit einer Messertrommelwelle, auf der die Messertrom
mel befestigt ist und die in Seitenwänden des Häckslerge
häuses gelagert und mit deren eine Seitenwand durchsetzen
den und nach außen geführten Wellenzapfen eine Antriebsrie
menscheibe verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsriemenscheibe (6) derart über ein Getriebe
mit der Messertrommelwelle verbunden ist, daß diese einmal
mit der Antriebsriemenscheibendrehzahl und nach Umschal
tung des Getriebes mit einer durch das Getriebe unter
setzten geringeren Drehzahl angetrieben ist, und daß die
Gegenmesser (9) lösbar gehaltert und aus dem von den
Trommelmessern beschriebenen Hüllzylinder (5) herausbeweg
bar sind.
2. Anbauhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die auf den Wellenzapfen (17) aufgesetzte Antriebsrie
menscheibe (6) Teil eines von dieser gehäuseartig eingefaß
ten Planetengetriebes ist, von dem zur Umschaltung ein
weiteres Teil (24) wahlweise mit der Antriebsriemenscheibe
(6) oder dem Häckslergehäuse verbindbar ist.
3. Anbauhäcksler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die auf dem Wellenzapfen (17) der Messertrommelwelle
frei drehbar gelagerte Antriebsriemenscheibe (6) den Steg
für in dieser gelagerte Planetenräderpaare (19) bildet,
von denen die einen Räder (21) mit einem frei drehbar
gelagerten Zentralrad (24) und die anderen Räder (20) mit
einem achsgleich mit diesem Zentralrad (24) auf den Wellen
zapfen (17) aufgekeilten Abtriebszahnrad (22) kämmen, und
daß das Zentralrad (24) auf einer aus der Antriebsriemen
scheibe (6) axial herausgeführten Hülse (23) befestigt
ist, die einen Hebel (29) trägt, der wahlweise mit der
Antriebsriemenscheibe (6) oder dem Häckslergehäuse ver
riegelbar ist.
4. Anbauhäcksler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel durch eine auf die Hülse (23) aufgesetzte
Scheibe (29) gebildet ist.
5. Anbauhäcksler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (29) von einem mit dem Häckslergehäuse ver
bundenen Bügel (36) mit einem zu der Scheibe (29) paralle
len Schenkel (35) übergriffen ist und daß in eine durch
gehende Gewindebohrung (30) der Scheibe (29) eine Schraube
(31) eingeschraubt ist, die beidendig gewindefreie Schäfte
(32, 33) aufweist, die sich entweder in eine Bohrung (37)
der Seitenwand (27) der Antriebsriemenscheibe (6) oder in
eine Bohrung (34) des Schenkels (35) einschrauben lassen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853528683 DE3528683A1 (de) | 1985-08-09 | 1985-08-09 | Anbauhaecksler fuer maehdrescher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853528683 DE3528683A1 (de) | 1985-08-09 | 1985-08-09 | Anbauhaecksler fuer maehdrescher |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3528683A1 DE3528683A1 (de) | 1987-02-26 |
| DE3528683C2 true DE3528683C2 (de) | 1987-05-27 |
Family
ID=6278169
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853528683 Granted DE3528683A1 (de) | 1985-08-09 | 1985-08-09 | Anbauhaecksler fuer maehdrescher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3528683A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3726967C2 (de) * | 1987-08-13 | 1995-08-03 | Claas Ohg | Erntegerät zum Ernten von Mais oder anderen Körnerfrüchten |
| US9107345B2 (en) | 2013-05-01 | 2015-08-18 | Cnh Industrial America Llc | Method of remotely configuring a residue system of an agricultural harvester |
-
1985
- 1985-08-09 DE DE19853528683 patent/DE3528683A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3528683A1 (de) | 1987-02-26 |
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