DE3529517C2 - Pflug - Google Patents
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
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- A01B3/40—Alternating ploughs
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- A01B15/14—Frames
- A01B15/145—Frames the plough blades being connected to the plough beam for unisono adjustment of the furrow width
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- A01B61/04—Devices for, or parts of, agricultural machines or implements for preventing overstrain of the connection between tools and carrier beam or frame
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- A01B61/046—Devices for, or parts of, agricultural machines or implements for preventing overstrain of the connection between tools and carrier beam or frame the connection enabling a yielding pivoting movement around a substantially horizontal and transverse axis the device including an energy accumulator for restoring the tool to its working position
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Description
Die Erfindung betrifft einen Pflug nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
Es ist ein Pflug dieser Art mit einer Reihe Pflugkörpern
bekannt (DE 31 51 302 A1). Die Seitenverschiebbarkeit
des Traggestelles und die Verschwenkbarkeit der Pflugkörper
um vertikale Achsen ermöglichen eine Anpassung des Pfluges
an unterschiedliche Arbeitsbedingungen, die von der Bodenbeschaffenheit
und der aufzubringenden Zugkraft unter Berücksichtigung
der Arbeits- und Schnittbreite abhängig
sind. Die Höhenlage der Pflugkörper relativ zu dem sie tragenden
Rahmenbalken ist dabei nicht veränderlich.
Bei einem Pflug ähnlicher Bauart (DE 28 38 829 C2), der relativ
zu dem ziehenden Schlepper seitenverstellbar und zugleich
schwenkbar ist, sind die Pflugkörper außer um vertikale
Achsen auch um horizontale Achsen schwenkbar, die Bestandteil
von Überlast- und Rückstellvorrichtungen sind;
die vertikalen Achsen sind mit Abstand von den horizontalen
Achsen im Rahmenbalken angeordnet. Die durch Hindernisse
ausgelösten Ausweichbewegungen der Pflugkörper sind dabei
je nach deren Stellung zum Rahmenbalken und damit in Abhängigkeit
von der Arbeitsbreite des Pfluges unterschiedlich.
Ausgehend von dem gattungsgemäßen Stand der Technik liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem als Volldrehpflug
ausgeführten Pflug Ausweichbewegungen der einzelnen,
in Arbeitsstellung befindlichen Pflugkörper beim Auftreffen
auf Hindernisse derart zu ermöglichen, daß das Ausweichen
unabhängig von der eingestellten Arbeitsbreite des Pfluges
stets bei Einwirkung derselben Kraft ausgelöst wird.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen des
Patentanspruches 1 gelöst.
Bei dieser Konstruktion sind die beiden Pflugkörper jedes
Pflugkörperpaares des Volldrehpfluges gemeinsam um die vertikale
Achse schwenkbar, was einen einfachen Aufbau der
Stellvorrichtung ermöglicht; sie können in ihrer Arbeitslage
einzeln an Hindernissen ausweichen, wobei aufgrund der
Zuordnung der vertikalen Schwenkachse zu den quer liegenden
Gelenkachsen die Ausweichbewegung stets bei Einwirkung derselben
Kraft ausgelöst wird und damit unabhängig von der
Einstellung des Pfluges und der Schwenklage der Pflugkörper
abläuft.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert, in denen ein Ausführungsbeispiel dargestellt
ist. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Pflug nach
der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht in Richtung des
Pfeiles II in Fig. 1,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung den vorderen
Teil des Pfluges in Draufsicht, insbesondere
die Vorrichtung zum Querverschieben,
Fig. 4 in vergrößerter Darstellung einen Schnitt
längs der Linie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung einen Schnitt
längs der Linie V-V in Fig. 1,
Fig. 6 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VI
in Fig. 3,
Fig. 7 in vergrößerter Darstellung eine Rückansicht
in Richtung des Pfeiles VII in
Fig. 1 auf den hinteren Teil des Pfluges.
Der dargestellte Pflug ist als Mehrschar-
und Volldrehpflug ausgebildet und hat einen
Rahmenbalken 1, der im wesentlichen horizontal und im
Winkel von etwa 30° zur Arbeitsrichtung A des Pfluges
liegt. Der Rahmenbalken 1 weist ein U-Profil 2 auf,
das aus Flachmaterial geformt ist und dessen Schenkel
im wesentlichen horizontal angeordnet sind, wie in
Fig. 5 dargestellt ist. Die freien Schenkelenden des
U-Profils 2 sind rechtwinklig nach außen abgebogen und
mit Schrauben 3 an einer Platte 4 befestigt. Die Platte
4 erstreckt sich über die ganze Länge des Rahmenbalkens
1 und ist etwa parallel zum Rücken des U-Profils 2
angeordnet.
Am Rahmenbalken 1 sind in gleichen Abständen zueinander
etwa vertikale Achsen 5 angebracht, die als Schwenkachsen für die Pflugkörper 10 dienen. Die Achsen 5 sind
in Trägern 2A gelagert, die mittels der Schrauben 3 an
der Platte 4 zusammen mit den Schenkelenden des
U-Profils 2 befestigt sind. Wie in Fig. 1 dargestellt,
sind auf diese Weise insgesamt fünf Achsen am Rahmenbalken
1 gelagert, wobei die erste Achse 5 am vorderen
Ende und die letzte Achse nahe dem hinteren Ende
des Rahmenbalkens 1 angeordnet ist.
Auf jeder Achse 5 sitzt zwischen den Trägern 2A eine
Hülse 6, die an ihrer zum Rahmenbalken 1 weisenden
Seite mit einem flachen Hebel 7 versehen ist (Fig. 5).
Der Hebel 7 ist durch eine schlitzförmige Ausnehmung
8 durch die Platte 4 hindurchgeführt und auf der
anderen Seite des Rahmenbalkens 1 durch eine weitere
schlitzförmige Ausnehmung 8 im Rücken des U-Profils
2 herausgeführt.
An der anderen, von dem Rahmenbalken 1 abgewandten Seite
jeder Hülse 6 ist nahe der Mitte ein Achsbolzen 9 angebracht,
der eine Gelenkachse für ein Pflugkörperpaar bildet, und
dessen Achse etwa senkrecht zur Längsachse des
Rahmenbalkens 1 und achsgleich zur Längsachse des
Hebels 7 verläuft. An jedem Achsbolzen 9 ist ein Paar
von übereinander angeordneten Pflugkörpern 10 gelagert.
Die Pflugkörper 10 der fünf Pflugkörperpaare können
gemeinsam verstellt werden, so daß entweder die rechts-
oder die linkswendenden Pflugkörper 10 im Einsatz sind.
Rechtswendend oder linkswendend bedeutet hier, daß die
vom Pflugkörper 10 ausgehobenen Furchenbalken, in
Arbeitsrichtung A gesehen, nach rechts bzw. nach links
abgelegt werden. Jeder Pflugkörper 10 eines Pflugkörperpaares
weist ein Streichblech 11 und ein Schar 12 auf
und ist an einem Tragarm 13 befestigt. Jeder Tragarm 13
hat einen etwa vertikalen Teil, der sich vom zugehörigen
Pflugkörper 10 nach oben bzw. nach unten erstreckt.
Der vertikale Teil eines Tragarmes 13 geht
abgebogen in einen schräg nach oben bzw. unten
und vorne gerichteten mittleren Teil über, der wiederum
abgebogen in einen im wesentlichen
horizontalen, nach vorne gerichteten Teil übergeht,
dessen vorderes Ende am Achsbolzen 9 angelenkt ist. Am
freien Ende jedes Achsbolzens 9 sitzt ein Anschlag 16,
der mittels Paßfedern 15 und einer Mutter 14 am Ende des
Bolzens 9 drehfest mit diesem verbunden ist. Die Anschläge
16 wirken mit den horizontalen Teilen der in
Fig. 2 unteren Tragarme 13 zusammen und begrenzen die
Bewegung dieser Pflugkörper 10 nach
unten.
Die Anschläge 16 bilden so Widerlager für die
vorderen Teile der Tragarme 13, die an
den Achsbolzen 9 angelenkt sind. Für die Tragarme 13
der gegenüberliegenden Pflugkörper 10, also für die in
Fig. 2 oberen Pflugkörper, ist ein Anschlag 17 nahe dem
zur Achse 5 weisenden Ende jedes Achsbolzens 9 vorgesehen.
Der Anschlag 17 ist, wie in Fig. 5 dargestellt, an
der Hülse 6 befestigt, die drehbar auf der vertikalen
Achse 5 gelagert ist.
Nahe der Rückseite der Tragarme 13 ist an jedem der
unteren Tragarme (Stellung wie in Fig. 2), und zwar
an dem nach oben und vorne gerichteten Teil jedes
Tragarmes, ein aufwärts gerichteter, plattenförmiger
Ansatz 18 vorgesehen. Am oberen Ende jedes Ansatzes 18
ist ein Querzapfen 19 angebracht, auf dem das zu einem
Auge gebogenen Ende einer Blattfeder 20 sitzt. Die Blattfedern
20 sind im wesentlichen horizontal gerichtet
und an ihren vorderen, ebenfalls augenförmigen Enden
an Querzapfen 21 befestigt. Die Querzapfen 21 sitzen
an oberen Enden von Ansätzen 22, die jeweils nahe den
vorderen Enden der zu den in Fig. 2 oberen Pflugkörpern
gehörenden Tragarmen 13 angebracht sind.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Blattfedern 20 leicht nach
oben gewölbt und vorgespannt, so daß die dadurch verbundenen
oberen und unteren Tragarme 13 durch die Vorspannkraft
der Federn gegen die Anschläge 16 bzw. 17
gedrückt werden. Durch eine Blattfeder 20 werden jeweils
der untere und obere, am gemeinsamen Bolzen 9 angelenkte
Tragarm 13 Federkraft beaufschlagt.
Jeder Hebel 7 ist mittels eines Querbolzens 23
zwischen zwei Hohlprofilen 24 angelenktr (Fig. 5), die
im Abstand voneinander und im wesentlichen parallel
zum Rahmenbalken 1 angeordnet sind. Die beiden Hohlprofile
bilden eine in Längsrichtung des Rahmenbalkens
1 verstellbare Stellstange 24 zum Drehen der Hülsen 6 um
die Achsen 5, wodurch die Stellung der Pflugkörper 10
veränderbar ist. Mittels des durch die Stellstange 24
und die Hebel 7 gebildeten Stellmechanismus können die
Pflugkörper in einem Bereich von etwa 20° um die
Achsen 5 geschwenkt und somit verstellt werden. Im Draufsicht
(Fig. 1) liegt die Drehachse einer vertikalen
Achse 5 nahe der vorderen Spitze des Schars 12 des
zugehörigen Pflugkörpers 10. Die durch die Hohlprofile
gebildete Stellstange 24 ist etwa in Höhe zwischen
dem zweiten und dritten Pflugkörperpaar mit einem
Rohr 25 versehen, dessen Längsachse parallel
zur Stellstange 24 und zum Rahmembalken 1 angeordnet ist.
Innerhalb des Rohres 25 ist eine Stange
26, an deren rückseitigem Ende ein Anschlag
27 angebracht ist, mit Spiel
verschiebbar gelagert. Etwa auf halber
Länge des Rohres 25 ist eine feststehende
Querwand 28 vorgesehen, durch die die Stange 26 geführt
ist, deren vorderes Ende an
der Vorderseite des 25 herausgeführt
ist. Zwischen dem vorderen Ende der Stange 26 und der
Querwand 28 sowie zwischen der Querwand 28 und dem
Anschlag 27 ist eine die Stange 26 umgebende
Schraubenfeder 29 angeordnet. Die Schraubenfedern 29 sind
als Druckfedern ausgebildet und innerhalb des
Rohres 25 angeordnet, wobei das Rohr 25 durch
die Kraft der Federn 29 verstellbar ist. Am vorderen
Ende der Stange 26 ist ein Ansatz vorgesehen, an dem
mittels eines Bolzens 30 das gabelförmig ausgebildete
Ende 31 der Kolbenstange eines hydraulischen Stellzylinders 32 angelenkt
ist. Das andere Ende des Stellzylinders ist an einem
Ansatz 33 angelenkt, der fest mit einem etwa parallel
zum Rahmenbalken 1 angeordneten Balken 34 verbunden ist.
Das rückseitige Ende des Balkens 34 ist an einem
Tragbalken 35 befestigt, der in Arbeitsrichtung A
angeordnet ist und mit seinem rückseitigen Ende etwa auf halber Länge des Rahmenbalkens
1 mittels einer Platte und Schrauben an diesem
befestigt ist. Der Tragbalken 35
ist an seiner
Vorderseite mit dem einen Ende eines quer zur Arbeitsrichtung A liegenden Profilträgers 36
verbunden, dessen anderes Ende nahe der Vorderseite
des Rahmenbalkens 1 an diesen angeschraubt ist
(Fig. 1). Das vordere Ende des Balkens 34 ist ebenfalls
an diesem Profilträger 36 befestigt.
Der Profilträger 36 hat U-Profil, dessen
Schenkel nach vorne gerichtet sÿnd (Fig. 4). Die
Schenkelenden sind rechtwinklig nach außen abgebogen
und liegen an einer Platte 37 an, die im wesentlichen
vertikal angeordnet ist und an deren Ober- und Unterseite
Führungen 38 mit Schrauben 39 befestigt sind. Mit den
Schrauben 39 ist zugleich auch ein Querträger 40 befestigt,
der wie der Profilträger 36 ein U-förmiges Profil
aufweist, dessen Schenkel im wesentlichen horizontal
gerichtet und an ihren Enden rechtwinklig nach außen
abgebogen sind. Die abgebogenen Schenkelenden sind,
wie in Fig. 4 dargestellt, mittels Schrauben 39 an der
Ober- und Unterseite der Platte 37 befestigt. Die
U-Profile können einfach und billig hergestellt
werden, durch sie erhält der Pflug eine verhältnismäßig
hohe Stabilität bei geringem Gewicht.
Innerhalb des U-Profils des Profilträgers 36 ist ein hydraulischer
Stellzylinder 40A vorgesehen, dessen eines
Ende an einer Zunge 41 angelenkt ist, die etwa auf
halber Höhe der Platte 37 an deren vom Rahmenbalken
1 abgewandten Ende befestigt ist.
Wie in Fig. 4 dargestellt, weist die Platte 37 an der
Stelle, wo die Zunge 41 befestigt ist, eine Verstärkung
37A auf. Das andere Ende des hydraulischen Stellzylinders
40A ist an einem Ansatz 42 angelenkt, der an einer
Platte 43 vorgesehen ist, mit der ein Ende des
Profilträgers 36 am Rahmenbalken 1 befestigt ist (Fig. 3).
Bei Betätigung des hydraulischen Stellzylinders 40A wird
der durch den Rahmenbalken 1, den Profilträger 36 und
den Balken 34 gebildete Teil des Pfluges quer zur
Arbeitsrichtung A verschoben. Hierbei werden die nach
oben und unten abgebogenen Schenkelenden des Profilträgers
36 entlang der Platte 37 und den Führungen 38 geführt.
Auf diese Weise können die Pflugkörper 10 zusammen
quer zur Arbeitsrichtung A über eine Länge von beispielsweise
höchstens 50 cm verstellt werden. Mit Hilfe dieser
Verschiebekonstruktion kann der vorderste Pflugkörper
10 so seitenverschoben werden, daß er in der letzten Furche
des vorherigen Arbeitganges liegt, so daß die effektive
Gesamtarbeitsbreite nur von der Anzahl der nachfolgenden
Pflugkörper abhängt. Dies ist von Vorteil, wenn ein
verbleibender Randstreifen eines Feldes gepflügt werden
soll, der so schmal ist, daß ein Schlepperrad in einer
bereits gepflügten Furche fahren muß. Des weiteren
kann hierdurch die Arbeitsbreite des Pfluges verkleinert
werden, so daß eine geringere Zugkraft erforderlich
ist, z. B. beim Pflügen sehr schwerer Böden.
Außerdem kann der Pflug zu Transportzwecken in
eine Stellung gebracht werden, in der er besser zu
transportieren ist.
Der Querträger 40 ist drehbar auf einem Zapfen gelagert,
dessen Achse in Arbeitsrichtung A verläuft und der
an einem Anbaubock 44 befestigt ist. Der Anbaubock 44
ist mit Dreipunktanschlüssen versehen und dient zum
Anschluß des Pfluges an die Dreipunkt-Hebevorrichtung
des Schleppers. Der Rahmenbalken 1 kann zusammen mit
den an ihm angeordneten Paaren von Pflugkörpern 10 um
180° um die Achse dieses Zapfens gedreht werden. Hierzu
ist eine an sich bekannte (hier nicht dargestellte)
Wendevorrichtung vorgesehen. Mit dieser Wendevorrichtung
können die im Einsatz befindlichen Pflugkörper am
Ende eines Bodenstreifens ausgehoben und die
gegenüberliegenden oberen Pflugkörper zur Bearbeitung
des nächsten Bodenstreifens eingeschwenkt werden.
Am Ende des Rahmenbalkens 1 ist auf der von den Pflugkörpern
10 abgewandten Seite des Balkens 1 eine Halterung 45
mittels Schrauben befestigt. Wie in Fig. 1 dargestellt,
weist die Halterung 45 einen Querzapfen 46 auf, um
den eine Hülse 47 drehbar gelagert ist. Die Hülse 47
ist an einem Ende eines Armes 48 befestigt, an dessen
anderem Ende eine Achse 49 angeordnet ist, die sich
quer zur Arbeitsrichtung A erstreckt.
Auf der Achse 49 ist ein Laufrad 50 frei drehbar gelagert.
Durch Schwenken des Armes 48 um den Querzapfen
46 kann das Laufrad 50 in zwei unterschiedliche Arbeitsstellungen
der Pflugkörper 10 entsprechen; die erste Stellung
ist in Fig. 2 gezeigt, in der zweiten Stellung sind die in Fig. 2 oberen
Pflugkörper 10 im Einsatz. Das Laufrad 50 ist
höhenverstellbar (hier nicht dargestellt) und dient als
Stützrad zur Arbeitstiefenbegrenzung der jeweils im
Einsatz befindlichen Pflugkörper 10. Am rückseitigen
Ende des Rahmenbalkens 1 ist weiterhin ein nach hinten
gerichteter Arm 51 angebracht. Nahe dem rückseitigen
Ende des Armes 51 ist eine sich nach oben erstreckende
Halterung 52 befestigt, die sich über die Ober-
und Unterseite des Armes 51 erstreckt. Nahe ihrer Ober-
und Unterseite ist die Halterung 52 mit einem Querzapfen
53 versehen, dessen Achse quer zur
Arbeitsrichtung A gerichtet ist. Auf jedem Querzapfen
53 ist ein Arm 54 kipphebelartig gelagert. An den zueinander
weisenden Enden der Arme 54 sind
jeweils verhältnismäßig kurze Hebel angebracht,
deren innere Enden gelenkig mit einer Spindelmutter 55 verbunden
sind. Die Spindelmutter 55 ist mittig zwischen den Querzapfen
53 angeordnet und weist eine Gewindebohrung auf, in
der eine Gewindespindel 56 geführt ist. Die Gewindespindel
56 ist in einer Halterung 57 am Arm 51 gelagert.
Die Hebelarme 54 haben langgestreckte,
nach hinten gerichtete Armteile (Fig. 2 und 7) und
sind an der Seite, an der die Pflugkörperpaare 10
angeordnet sind, an ihren nach hinten weisenden Enden
mit einer Achse 58 versehen. Die Mittellinien der
Achsen 58 liegen in einer quer zur Arbeitsrichtung
A stehenden Ebene, und schließen einen Winkel von 40 bis 45° mit der
Horizontalen ein.
Auf jeder Achse 58 ist ein drehbares Stützglied 59 gelagert, das
kegelstumpfförmig ist und dessen Lauffläche einen
Winkel von etwa 20° mit der Drehachse des Stützgliedes einschließt,
wie in Fig. 7 dargestgellt ist. Durch diese
Ausbildung des Stützgliedes 59 drückt die
konische Lauffläche im Betrieb auf die Innenseite einer
Furche, wodurch die von den im Einsatz befindlichen
Pflugkörpern 10 hervorgerufenen Querkräfte aufgenommen
werden können (Fig. 7). Die Verwendung der radförmigen
Stützglieder 59
macht den Einsatz von Schleifsohlen
entbehrlich, so daß die Verstellbarkeit der
Pflugkörper 10 um die aufwärts gerichteten Achsen 5
nicht behindert wird.
Im Betrieb ist der Pflug mittels des Anbaubockes 44 an
die Dreipunkt-Hebevorrichtung des Schleppers angeschlossen,
wobei die Stellzylinder 32 und 40 über hier
nicht dargestellte Leitungen mit der Schlepperhydraulik
verbunden sind.
Nach Einstellung der Arbeitstiefe durch Höhenverstellung
des Laufrades 50 wird der Pflug in
Arbeitsrichtung A gezogen, wobei die
im Einsatz befindlichen Pflugkörper den Boden nach
links versetzen. Jeder Pflugkörper 10 ist so ausgebildet,
daß sein Streichblech 11 seitlich neben dem
Schar 12 vorspringt, so daß die aufwärts gerichtete
vordere Wand mindestens teilweise in eine geneigte
Stellung in Richtung auf den noch zu pflügenden Boden
übergeht (Fig. 7). Im Betrieb können die Pflugkörper
10 von einer mittleren Stellung um die vertikalen
Achsen 5 gegen die Kraft der im Rohr 25 befindlichen Federn 29
schwenken. Hierdurch können die im Einsatz
befindlichen Pflugkörper 10 eine leicht oszillierende
Bewegung ausführen, wodurch dem Anhaften von Erde
entgegengewirkt und die Bodenlockerung begünstigt wird. Zudem
können die Pflugkörper 10 kleineren Hindernisse ausweichen.
Die Stellung der Pflugkörper 10 kann mittels der Stellstange
24 durch Betätigung des hydraulischen Stellzylinders 32
verändert werden. Dabei werden Pflugkörper 10 um
ihre vertikalen Achsen 5 geschwenkt, wobei sie sich
in Draufsicht um die Spitzen ihrer Schare
12 drehen. Die Pflugkörper 10 können so gemeinsam
jeweils über einen Winkel von beispielsweise 20° verstellt werden.
Auf diese Weise kann vom Fahrersitz des Schleppers
aus eine Anpassung an die Arbeitsbedingungen
und die Bodenbeschaffenheit erfolgen. Auch
kann die für den Pflug erforderliche Zugkraft an die
zur Verfügung stehende Schlepperzugkraft angepaßt werden.
Wenn am Rande des zu pflügenden Feldes ein noch unbearbeiteter
Bodenstreifen verbleibt, dessen Breite nicht
mit der Arbeitsbreite des Pfluges übereinstimmt, so
kann dies durch seitliches Verschieben des Pfluges im Ausführungsbeispiel bis zu maximal
50 cm, ausgeglichen werden. Das seitliche
Verschieben der Pflugkörper 10 ist ebenfalls vom
Schlepper aus möglich, nämlich durch Betätigung des quer zur
Arbeitsrichtung A angeordneten hydraulischen Stellzylinders
40A. Hierdurch wird der in der Führung 37, 38 liegende
Profilträger 36 längs der Platte 37 quer verschoben, bis sich
der erste
Pflugkörper in einer bereits gepflügten
Furche befindet. Hierdurch kann die Arbeitsbreite
des Pfluges an die Breite des noch zu pflügenden
Streifens angepaßt und verhindert werden, daß
der Schlepper über schon gepflügten Boden fährt oder
zu nahe am Rand des Feldes fahren muß und so beispielsweise
an einen Zaun oder in einen Graben gerät.
Anstelle von fünf Pflugkörpern pro Reihe
können auch nur vier Pflugkörper
eingesetzt werden. Hierdurch kann ebenfalls die erforderliche
Zugkraft für den Pflug reduziert werden, ohne daß die
Arbeitstiefe vermindert wird. Zum Transport kann der
Rahmenbalken 1 mit den an ihm angeordneten Pflugkörpern 10
weiter hinter den Schlepper verstellt werden.
Wenn im Betrieb einer der Pflugkörper 10 auf ein Hindernis
auftrifft, so kann er nach
oben ausweichen, indem sein Tragarm 13 um die Gelenkachse
9 schwenkt. Hierbei wird die Stellung des darüber
angeordneten Pflugkörpers 10 dieses Pflugkörperpaares
praktisch nicht verändert. Auf diese Weise ist mit
Hilfe der Einzelfederanordnungen, die aus im wesentlichen
horizontalen Blattfedern 20 bestehen, das erforderliche
Auslenken eines Pflugkörpers 10 möglich,
der danach leicht in seine ursprüngliche
Stellung zurückgeführt wird, da der andere Pflugkörper des Paares nicht mitgenommen wurde und die zu bewegenden Massen
darum verhältnismäßig gering sind.
Mit Hilfe der leicht zugänglichen Gewindespindel 56 kann
die Stellung der Stützglieder bzw. Furchenräder 59 den
Arbeitsbedingungen entsprechend angepaßt werden.
Am Ende eines Arbeitsganges kann der Pflug, nachdem er
ausgehoben ist, in bekannter Weise um 180° gewendet
werden, so daß die andere Reihe von Pflugkörpern 10,
die bis dahin oben angeordnet waren, zum Einsatz kommt.
Zur Anpassung an die geänderte Stellung des Pfluges
muß dann das Laufrad 50 um die Querachse 49 geschwenkt
werden. Falls erforderlich, kann die Stellung des
Stützgliedes bzw. Furchenrades 59 noch nachgestellt werden,
wonach der Pflug für den nächsten Arbeitsgang bereit
ist.
Claims (16)
1. Pflug mit einem Traggestell (1, 34, 35, 36), das seitenverschiebbar
an einem zum Anschluß an eine Schlepperhebevorrichtung
bestimmten Anbaubock (44) angeordnet
ist und einen schräg zur Arbeitsrichtung (A) angestellten
Rahmenbalken (1) aufweist, an dem die Pflugkörper
(10) in Arbeitsrichtung (A) gestaffelt und um je
eine vertikale Schwenkachse (5) verstellbar angeordnet
sind, mit einer Stellvorrichtung, die eine allen Pflugkörpern
(10) gemeinsame Stellstange (24) aufweist, die
an der den vertikalen Schwenkachsen (5) gegenüberliegenden
Seite des Rahmenbalkens (1) angeordnet und mit
den Pflugkörpern (10) über je einen Hebel (7) verbunden
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß bei dem als Volldrehpflug
mit Pflugkörperpaaren ausgeführten Pflug in unmittelbarer
Nähe der vertikalen Schwenkachsen (5) je eine
quer zur Arbeitsrichtung (A) liegende Gelenkachse (9)
vorhanden ist, um die der zugehörige, in Arbeitsstellung
befindliche Pflugkörper (10) nach oben ausweichbar
und in seine Ausgangslage rückstellbar ist, wobei die
vertikalen Schwenkachsen (5) jeweils von einer Hülse
(6) umgeben sind, welche an ihrer von dem Rahmenbalken
(1) abgewandten Seite die zugehörige Gelenkachse (9)
trägt, an der beide Pflugkörper (10) des Pflugkörperpaares
mit ihren Tragarmen (13) angelenkt sind.
2. Pflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pflugkörper (10) um
ihre vertikalen Schwenkachsen (5) federnd schwenkbar
gelagert sind.
3. Pflug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pflugkörper (10) jedes
Pflugkörperpaares miteinander federnd und derart
verbunden sind, daß bei Bewegung des einen Pflugkörpers
(10) die Stellung des anderen Pflugkörpers (10) im wesentlichen
unverändert bleibt.
4. Pflug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (13) der
Pflugkörper (10) jedes Pflugkörperpaares unter der Federkraft
an je einem Anschlag (16; 17) anliegen.
5. Pflug nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (13) der
Pflugkörper (10) des Pflugkörperpaares durch eine Feder
(20) verbunden sind.
6. Pflug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (20) als Blattfeder
ausgebildet ist, die etwa horizontal angeordnet
ist.
7. Pflug nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (16 und 17)
nahe den Enden der gemeinsamen Gelenkachse (9) der
beiden Pflugkörper (10) vorgesehen sind.
8. Pflug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Schwenkachsen
(5) in Draufsicht jeweils an der Spitze des zugehörigen
Schares (12) des Pflugkörpers (10) angeordnet
sind.
9. Pflug nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel der
Pflugkörper (10) um die vertikalen Achsen (5) etwa 20°
beträgt.
10. Pflug nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellstange (24) der
Pflugkörper (10) federnd mit einem Stellzylinder (32)
verbunden ist, derart, daß die Pflugkörper (10) aus einer
Mittellage gegen Federkraft schwenkbar sind.
11. Pflug nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Stellzylinder (32) eine
Druckfeder (29) zugeordnet ist, die in einem Rohr (25)
angeordnet ist, das mit der Stellstange (24) verbunden
ist.
12. Pflug nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (1, 34, 35,
36) für die seitwärts gerichtete Verschiebebewegung eine
Vorrichtung (36 bis 41) aufweist, die sich nahe dem
vorderen Ende des Rahmenbalkens (1) befindet.
13. Pflug nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (36 bis 41)
einen mit einem Ende an dem Rahmenbalken (1) befestigten
U-Profilträger (36) mit horizontalen Schenkeln aufweist,
dessen Schenkelenden nach außen abgebogen und in
einer Führung (37, 38) des Anbaubockes (44) angeordnet
sind.
14. Pflug nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des U-Profilträgers
(36) ein Stellglied (40A) angeordnet ist.
15. Pflug nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rahmenbalken (1)
zwei drehbare, zum Abstützen des Pfluges in der Furche
dienende Stützglieder (59) übereinander angeordnet
sind, deren Drehachsen (58) jeweils in einer vertikalen,
quer zur Arbeitsrichtung (A) stehenden Ebene und
winklig zur Horizontalen angeordnet sind, und daß die
Stützglieder (59) mittels einer Stellvorrichtung (54, 55, 56)
um etwa horizontale Achsen verstellbar sind.
16. Pflug nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren Ende des Rahmenbalkens
(1) ein Laufrad (50) angeordnet ist, das zur
Anpassung an die beiden Arbeitslagen des Volldrehpfluges
um eine etwa horizontale Achse (46) schwenkbar ist.
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Representative=s name: JACKISCH, W., DIPL.-ING., PAT.-ANW. KERKHOF, M., R |
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