DE3529528C2 - Schraubenspindelpumpe - Google Patents
SchraubenspindelpumpeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schraubenspindelpumpe
mit einem Saug- und einem Druckanschluß, insbesondere zum
kontinuierlichen Austragen einer pastösen Masse.
Beim Fördern flüssiger oder pastöser Massen, beispielsweise
bei der Verpackung von Lebensmitteln oder kosmetischer Präparate,
ergibt sich häufig die Schwierigkeit, daß in der
Masse noch mehr oder weniger große Gaseinschlüsse enthalten
sind, die im Zuge des Fördervorgangs entweder den Förderstrang
unterbrechen oder aber zu einer ungenügenden und
nicht kontinuierlichen Befüllung der Tuben oder Behälter
führen.
Bei einer aus der US-PS 3 408 114 bekanntgewordenen Schraubenspindelpumpe
der eingangs genannten Art ist ebenfalls
bereits das Problem von Gaseinschlüssen in pastösen Massen
beschrieben worden. In dieser Patentschrift ist dabei zur
Beseitigung der Probleme mit solchen Gaseinschlüssen vorgesehen,
daß die Luft zur Saugseite der Pumpe zurückgeführt
wird. Dies kann aber nur in Ausnahmefällen eine gewisse
Verbesserung bringen, stellt aber insbesondere nicht sicher,
daß die Gaseinschlüsse möglichst vollständig aus der
Masse entfernt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Schrauben
spindelpumpen derart auszubilden, daß insb. pastöse Massen
mit Gaseinschlüssen kontinuierlich und gleichmäßig ausgetragen
werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Schraubenpumpe erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß sich der Sauganschluß
der Pumpe etwa in der Mitte des Spindelpakets befindet
und daß - in einem Raum an dem dem Druckanschluß abgelegenen
Ende des Spindelpakets - ein zusätzlicher Vakuumanschluß
zum Anschließen einer Vakuumpumpe vorgesehen ist.
Durch diesen zusätzlichen Vakuumanschluß werden der endsei
tige Pumpenraum sowie die angrenzenden Förderkammern bis zur
Abdichtungslinie unter Vakuum gesetzt. Der Spindelabschnitt
zwischen Eintrittsöffnung und Vakuumraum dient dabei dazu,
einerseits eine Verbindung über die Spalte zwischen den Ge
windegängen zwischen Sauganschluß, d. h. der Eintrittsöffnung
des zu fördernden Materials in die Schraubenspindelpumpe,
und dem Vakuumraum herzustellen, andererseits aber zu ver
hindern, daß das pastöse Mittel selbst in diese Richtung
abgesaugt werden kann.
Mit besonderem Vorteil kann dabei in Weiterbildung der Er
findung die Trenn-Spindelpumpe mit der eigentlichen Schrau
benspindelpumpe integriert ausgebildet sein, indem die
Schraubenspindeln in einem Gehäuse gelagert sind, das am
einen Ende einen Vakuumanschluß und am anderen Ende einen
Druckanschluß und einen dazwischenliegenden Sauganschluß
aufweist.
Bei dieser Ausgestaltung wirkt quasi die eine Hälfte des
Spindelpakets als Förderpaket, um vom Sauganschluß zum Druck
anschluß hin das pastöse Mittel zu fördern, während die an
dere Hälfte des Spindelpakets die genannte Abtrennung zum
Vakuumraum hin darstellt, der verhindert, daß das pastöse
Mittel zum Vakuumraum fließt, während durch die Spalte
zwischen den Spindelflanken gleichwohl Gaseinschlüsse zum
Vakuumraum gelangen und dort abgesaugt werden.
Dabei hat es sich weiter als zweckmäßig erwiesen, wenn man
einen großmäuligen seitlichen Sauganschluß im Mittelabschnitt
des Gehäuses vorsieht, der in seiner Höhe bis zu den Außen
durchmessern der Schraubenspindeln reicht und mindestens
eine Breite von zwei Förderkammern hat. Die Drehrichtung
der Schraubenspindeln sollte immer von der Eintrittsöffnung
weg vorgenommen werden.
Zur Regulierung der Entgasung der Fördermasse kann der
Vakuumanschluß in axialer Richtung stufenlos verschoben
werden, was bei der Konzeption einer solchen Schraubenspindel
pumpe für einen bestimmten Förderzweck in Form einer empiri
schen Einstellung der besten Lage gleich fest vorprogrammiert
werden kann. Darüber hinaus wäre es aber auch möglich,
mehrere wahlweise an die Saugpumpe anschließbare axial ver
setzte Vakuumanschlüsse vorzusehen, so daß je nach geän
derten Anwendungsfällen immer die günstigst mögliche Lage
des Sauganschlusses im Hinblick auf die Entgasung der För
dermasse gewählt werden kann. Zwischen Vakuumanschluß und
Sauganschluß muß jedoch immer noch eine Abdichtungslinie
der Schraubenspindeln vorhanden sein.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Aus
führungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigt
Fig. 1 einen axialen Schnitt durch eine erfindungsgemäße
als Zweispindelpumpe ausgebildete Schraubenspindel
pumpe und
Fig. 2 einen gewinkelten Querschnitt längs der Linie II-II
in Fig. 1.
Als Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schrauben
spindelpumpe zum kontinuierlichen Austrag pastöser Massen
unter Entgasung der Fördermasse ist eine Zweispindelpumpe
dargestellt, obgleich es selbstverständlich nicht darauf an
kommt, wieviele Spindeln die jeweilige Pumpe aufweist. Inner
halb eines Gehäuses 1 laufen die beiden Spindeln 2 und 3 mit
engem Spiel, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel die
Innenlagerung ohne hydraulischen Schubausgleich und die Wel
lendurchführung mit Stopfbuchspackung erfolgt. Auch dies sind
aber wiederum spezielle Ausführungsvarianten, die für die
grundsätzliche erfindungsgemäße Ausgestaltung ohne Bedeutung
sind. Entscheidend ist, daß der sehr großmäulig ausgebildete
Sauganschluß 4, d. h. die Ansaugöffnung, in welche über eine
vorgeschaltete, nicht dargestellte Extruderschnecke die
Fördermasse in die Schraubenspindelpumpe eingebracht wird,
etwa in der Mitte der Schraubenspindel angeordnet ist, d. h.
zwischen dem Druckanschluß 5 am einen Ende der Schrauben
spindeln und einem Vakuumanschluß 6 am anderen Ende der
Schraubenspindeln. Dies bedeutet, daß nur die eine Hälfte
der Schraubenspindeln für die eigentliche Förderung der pa
stösen Masse zum Druckanschluß hin verwendet wird, während
die andere (in Fig. 1 links liegende) Hälfte der Schrauben
spindeln verhindert, daß die pastöse Masse in den, an der
Endseite der Pumpe angeordneten, Vakuumraum der Pumpe strömt.
Die Spalte zwischen den Spindelflanken und zwischen Spindel
außendurchmesser und Gehäusebohrung ermöglichen den Gasblasen,
aufgrund ihrer extrem niedrigen Viskosität gegenüber der
porösen Masse und des vorhandenen Druckunterschiedes zwischen
Pumpensaugraum 4 und dem endseitigen Vakuumraum 6, ein Durch
strömen zum Vakuumraum.
Eine weitere Entgasungsmöglichkeit bieten die im Pumpen
druckraum angeordneten Stopfbuchspackungen. Feinste evtl.
immer noch vorhandene Gasblasen werden über deren Leckage
spalte an die Atmosphäre gedrückt. Dies wiederum hat zur
Folge, daß dadurch keine Störung und Unterbrechung des
Materialtransports erfolgen kann, was beispielsweise bei
der Befüllung von Tuben, Behältern od. dgl. von großer Be
deutung ist.
Claims (3)
1. Schraubenspindelpumpe mit einem Saug- und einem im Be
reich eines Spindelendes angeordneten Druckanschluß,
insbesondere zum kontinuierlichen Austragen einer pa
stösen Masse, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Saug
anschluß (4) der Pumpe etwa in der Mitte des Spindelpakets
befindet und daß - in einem Raum an dem dem Druckanschluß
(5) abgelegenen Ende des Spindelpakets - ein zusätzlicher
Vakuumanschluß (6) zum Anschließen einer Vakuumpumpe
vorgesehen ist.
2. Schraubenspindelpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen in seiner Breite im wesentlichen dem Ge
häuseinnendurchmesser entsprechenden großmäuligen seit
lichen Sauganschluß (4).
3. Schraubenspindelpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere, wahlweise an die Saugpumpe
anschließbare, axial versetzte Vakuumanschlüsse (6) vor
gesehen sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
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