DE3533355C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spannzwinge mit einem Längsgestalt
aufweisenden Zwingenschaft, dessen Seitenflächen jeweils eine
in Schaftlängsrichtung verlaufende Lochreihe aufweisen,
und mit zwei mit veränderbarem Längsabstand am Zwingenschaft
angeordneten Spannanschlägen zum Ausüben einer Spannkraft
parallel zur Schaftlängsrichtung.
Eine derartige Spannzwinge, bei der einer der Spannanschläge
mittels eines Steckbolzens an den Löchern der Lochreihen
festlegbar ist, geht aus dem DE-GM 84 07 983 hervor.
Diese Zwinge wird wie auch andere Zwingen vor allem im Schrei
nerhandwerk verwendet, insbesondere zum Zusammenhalten von
miteinander zu verleimenden Brettern od. dgl. während der
Aushärtzeit des Leims. Die in Schaftlängsrichtung wirksame
Spannkraft bringt jedoch die Gefahr mit sich, daß sich, handelt
es sich beispielsweise um die Herstellung eines Rechteckrahmens
oder -kastens aus Brettern, Leisten od. dgl., das dem Zwingen
schaft entlang verlaufende Brett, gegen dessen Stirnseiten
bei dem genannten Beispiel rechtwinkelig zu ihm stehende
Seitenbretter geleimt werden sollen, infolge der Spannkraft
ausbaucht. Um dem zu begegnen oder wenn man zwischen den
Seitenbrettern ein zu diesen paralleles Zwischenbrett an
das dem Zwingenschaft entlang verlaufenden Brett anleimen
will, ist der Einsatz einer weiteren, quer verlaufenden Spann
zwinge üblich.
Dies stellt nicht nur einen zusätzlichen Werkzeugaufwand
sondern auch einen erheblichen Montageaufwand dar. Außerdem
ist häufig nur wenig Platz für das Anbringen dieser weiteren
Zwinge vorhanden, so daß man mit Unterlegbrettern od. dgl.
arbeiten muß.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Spannzwinge der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
deren Verwendung der Einsatz einer zusätzlichen Zwinge od. dgl.
entbehrlich ist, wenn man gleichzeitig zur Spannkraft in
Schaftlängsrichtung eine quer hierzu gerichtete Kraft auf die
sich parallel zum Zwingenschaft erstreckende Gegenstandsfläche
aufbringen will. Dabei soll die Handhabung möglichst einfach
und die Herstellung der erforderlichen Maßnahmen mit möglichst
wenig Aufwand verbunden sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem
Zwingenschaft eine Querspanneinrichtung mit einem am Zwingen
schaft im Bereich zwischen den Spannanschlägen in unterschied
lichen Längslagen lösbar befestigbaren Befestigungsteil sowie
mit einem am Befestigungsteil quer zur Schaftlängsrichtung
bewegbar gelagerten und beidseitig des Zwingenschaftes jeweils
eine Spannfläche aufweisenden Querspannteil zum Ausüben
einer Querkraft zugeordnet ist und daß das Befestigungsteil
im wesentlichen die Gestalt eines U-förmigen Bügels aufweist,
dessen die beiden Seitenflächen des Zwingenschaftes übergrei
fenden Bügelschenkel jeweils einen zum Zwingenschaft hin vor
stehenden, in die zugewandte Lochreihe passenden Steckvorsprung
tragen, wobei die beiden Bügelschenkel sowie die beiden Steck
vorsprünge jeweils in Schaftlängsrichtung versetzt zueinander
angeordnet sind, derart, daß das Befestigungsteil auf dem
Zwingenschaft verdrehbar sitzt und die Steckvorsprünge bei
der Drehbewegung in bzw. außer Eingriff mit den Lochreihen
gelangen.
Auf diese Weise kann mittels der Querspanneinrichtung auch eine
Querkraft aufgebracht werden. Will man beispielsweise einen
rechteckigen Kasten mit einer Zwischenwand zusammenleimen,
werden an den beiden einander gegenüberliegenden Kastenseiten
die zum Zwischenbrett parallelen Seitenbretter mit Hilfe jeweils
einer Spannzwinge gegen die Stirnkanten des von Seitenbrett zu
Seitenbrett verlaufenden Brettes gespannt, wobei man gleich
zeitig im Bereich des Zwischenbrettes mit Hilfe der Querspann
einrichtung eine Querkraft ausübt, die das genannte Brett von
außen her gegen die Stirnkante des Zwischenbrettes drückt.
In gleicher Weise kann man bei einem Kasten oder Rahmen ohne
Zwischenbrett ein Ausbauchen nach außen verhindern.
Dabei läßt sich die Querspanneinrichtung an unterschiedlichen
Stellen des Zwingenschaftes im Abstand der Löcher der Lochreihen
festlegen, so daß man die Querkraft stets an der gewünschten
Stelle ausüben kann.
Aufgrund der beidseitig des Zwingenschaftes vorhandenen
Spannflächen wird die Querkraft symmetrisch zum Zwingenschaft
aufgebracht, so daß eine stabile Abstützung ohne die Ge
fahr eines Verkippens ergibt.
Bei der Querspanneinrichtung handelt es sich um eine Zusatz
einrichtung, die nur erforderlichenfalls angebracht wird.
Dabei kann sie ohne weiteres bei herkömmlichen Zwingen ver
wendet werden, die die Lochreihen bereits aufweisen.
Bei der Montage muß man die Querspanneinrichtung mit ihrem
Befestigungsteil nur schräg auf den Zwingenschaft aufsetzen
und dann so verdrehen, daß die Steckvorsprünge in die Loch
reihen eingreifen. Diese Montage erfolgt schnell und ohne
Schwierigkeiten, wobei keine Zusatzteile oder Werkzeuge benötigt
werden.
Die U-Gestalt des Befestigungsteils bringt den weiteren Vorteil
mit sich, daß die den zu verspannenden Gegenständen zugewandte
Schaftvorderseite vom Befestigungsteil frei bleibt, so daß die
Schaftvorderseite bis ganz an die zugewandte Gegenstandsfläche
angelegt werden kann.
Aus demDE-GM 18 72 400 ist es zwar bereits bekannt, am
Zwingenschaft eine Querspanneinrichtung anzuordnen, die ein
quer zur Schaftlängsrichtung bewegbar gelagertes Querspannteil
zum Ausüben einer Querkraft aufweist. Es handelt sich hier je
doch um eine ortsfest am Zwingenschaft gelagerte Spannspindel.
Ansonsten sind keine Gemeinsamkeiten vorhanden.
Zweckmäßigerweise steht vom die beiden Bügelschenkel verbindenden
Quersteg des Befestigungsteils ein Gewindebolzen ab, auf den
das Querspannteil zwischen dem Quersteg und einer aufgeschraubten
Spannmutter lose aufgesteckt ist. Auf diese Weise ergibt sich
nicht nur eine besonders einfache Anordnung sondern auch eine
stufenlos und gut dosierbar einstellbare Querkraft.
Die beiden Spannflächen können jeweils von einem Spannklotz
od. dgl. gebildet werden, wobei die beiden Spannklötze od. dgl.
zweckmäßigerweise aus Holz bestehen, damit die Fläche, gegen
die das Querspannteil drückt, nicht beschädigt wird.
Des weiteren ist es in diesem Zusammenhang vorteilhaft,
daß die Spannklötze od. dgl. jeweils um eine in der Gebrauchslage
parallel zum Zwingenschaft verlaufende Achse frei schwenkbar sind.
Die Spannflächen können sich dann genau an die zugewandte
Gegenstandsfläche anpassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der
Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die rückseitige Ansicht einer Spannzwinge
gemäß der Erfindung in Richtung gemäß
Pfeil I der Fig. 2 gesehen,
Fig. 2 die gleiche Spannzwinge in Seitenansicht
in Richtung gemäß Pfeil II in Fig. 1 gesehen,
Fig. 3 die Querspanneinrichtung der Zwinge nach den
Fig. 1 und 2 in gesonderter Darstellung in
Längsrichtung gemäß Pfeil III in Fig. 2
des Zwingenarms gesehen,
Fig. 4 die gleiche Querspanneinrichtung in Vorder
ansicht gemäß Pfeil IV in Fig. 3, d. h.
in Fig. 1 von unterhalb der Zwischenebene her
gesehen, und
Fig. 5 das den stufenlos verstellbaren Spannan
schlag aufweisende Zwingenende im Längs
schnitt.
Die in der Zeichnung dargestellte Spannzwinge besitzt
einen Zwingenschaft 1 länglicher Gestalt, der beim
Ausführungsbeispiel von einem Vierkant-Hohlprofil
stück gebildet wird. Der Zwingenschaft 1 trägt zwei
Spannanschläge 2, 3, die an der gleichen Seite des
Zwingenschaftes angeordnet sind. Hierbei stehen sie
an dieser Seite vom Zwingenschaft 1 vor, wobei ihr
in Längsrichtung des Zwingenschaftes gemessener
Abstand veränderbar ist. Der bei dem jeweiligen
Anwendungsfall erforderliche Längsabstand läßt
sich beim Ausführungsbeispiel zunächst dadurch
grob einstellen, daß der eine Längsanschlag 3
in Rasterabständen am Zwingenschaft 1 festlegbar
ist. Hierzu sitzt dieser Spannanschlag 3 an einer
auf den Zwingenschaft 1 in Längsrichtung aufgesteckten
Rechteckhülse 4, und der Zwingenschaft 1 weist an
seinen die Schaftvorderseite 5 mit der Schaftrück
seite 6 verbindenden Seitenflächen 7 und 8 jeweils
eine in Schaftlängsrichtung verlaufende Reihe von
Löchern 9 auf, wobei die Löcher 9 der einen Loch
reihe fluchtend zu den Löchern der anderen Loch
reihe angeordnet sind. Dementsprechend ist an
den den Schaftseitenflächen 5, 6 entsprechenden
Seiten der Rechteckhülse 4 jeweils ein Steckloch
vorhanden, so daß die Rechteckhülse 4 in jeder
Stellung, in der ihre Stecklöcher mit einem von
den beiden Lochreihen des Zwingenschaftes ge
bildeten Lochpaar übereinstimmen, mittels eines
durchgesteckten Steckbolzens 10 fixiert werden kann.
Die Feineinstellung des Längsabstandes zwischen
den Spannanschlägen erfolgt dagegen am anderen
Spannanschlag 2.
Dieser Spannanschlag 2 sitzt ebenfalls an einer
Rechteckhülse 11, die auf das andere Ende des
Zwingenschaftes 1 aufgesteckt ist (siehe auch
Fig. 5). Während die erstgenannte Rechteckhülse
4 an beiden Enden offen und somit am Zwingenschaft
beliebig verschiebbar ist, steht die andere Recht
eckhülse 4 über das zugewandte Zwingenschaftende
vor und ist hier durch eine Abschlußwand 12 ver
schlossen. Die Längslage dieser Rechteckhülse 11
ist mindestens über einen Rasterabstand der
Löcher 9 stufenlos hin und her verschiebbar.
Hierzu ist der Zwingenschaft an diesem Ende
mit einem z. B. von einer Einsatzmutter 13 ge
bildeten Innengewinde versehen, in das ein
Verstellbolzen 14 mit einem Außengewinde einge
schraubt ist, der von außen her verdreht werden
kann. Zu diesem Zwecke durchdringt der Verstell
bolzen 14 die Abschlußwand 12 und ist an dieser
axial unverschieblich drehbar gelagert. Außer
halb der Hülse 11 ist an dem Verstellbolzen 14
ein Handgriff 15 drehfest angebracht. Es ist
ersichtlich, daß sich beim Drehen des Handgriffs
15 die Hülse 11 auf dem Zwingenschaft 1 stufenlos
verschiebt.
Die beiden Spannanschläge 2, 3 stehen über die Schaft
vorderseite 5 vor. Beim Ausführungsbeispiel besitzen
sie dazuhin eine rechtwinkelig zu den Schaftseiten
wänden 7, 8 rechtwinkelige Längserstreckung. Dabei
werden beim Ausführungsbeispiel die beiden Spannan
schläge jeweils von einem mit seinem mittleren
Bereich an die jeweilige Anschlaghülse angeschweißten
Rundstab gebildet, so daß sich jeder Spannanschlag
beiderseits des Zwingenschaftes von diesem weg er
streckt, wodurch eine beträchtliche Spannhöhe er
zielt wird. Die Oberfläche der Spannanschläge be
steht aus weichelastischem Kunststoff, wozu auf
die genannten Rundstäbe von deren freien Enden her
etwa bis zur jeweiligen Rechteckhülse jeweils
ein Kunststoffschlauchabschnitt aufgesteckt ist.
Mit Hilfe einer solchen Spannzwinge lassen sich
zwischen den Spannanschlägen 2, 3 befindliche Gegen
stände in üblicher Weise gegeneinander verspannen.
Hierzu stellt man beim Ausführungsbeispiel die ge
wünschte Spannlänge grob am Spannanschlag 3 ein.
Sodann legt man die Zwinge an die zu spannenden
Gegenstände an und dreht am Handgriff 15, bis der
andere Spannanschlag 2 gegen den zugewandten Gegen
stand gepreßt wird.
Im folgenden wird nun eine Zwingenausgestaltung
beschrieben, die den Anwendungsbereich der Zwinge
erweitert. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß sich die im folgenden er
läuterten Maßnahmen auch bei hinsichtlich der schon
beschriebenen Merkmale anders gestalteten Zwingen
verwirklichen lassen.
In Fig. 2 ist ein Anwendungsfall gestrichelt ange
deutet:
Es handelt sich hier um das Herstellen eines recht
eckigen Rahmens oder Kastens aus Brettern od. dgl.
Jede Rahmen- oder Kastenseite wird von einem Brett
gebildet, wobei in Fig. 2 ein solches Brett 16 voll
ständig dargestellt ist, während das parallel
zu diesem befindliche Brett weggelassen ist.
Diese beiden Bretter sind über die beiden teildar
gestellten Seitenbretter 17, 18, die die beiden
anderen Rahmen- oder Kastenseiten bilden, miteinander
verbunden. Die beiden Seitenbretter 17, 18 liegen
mit ihrer Innenseite an den Stirnkanten des Brettes
16 und des diesem parallel gegenüberliegenden Brettes
an. Zur Unterteilung des Kastens ist zwischen den
Seitenwänden 17, 18 ein zu diesen paralleles Zwischen
brett 19 vorhanden, das rechtwinkelig zum Brett
16 und dem diesem parallel gegenüberliegendem Brett
verläuft. Die miteinander zu verbindenden Flächen
der verschiedenen Bretter werden mit Leim bestrichen,
wonach man mit Hilfe der Spannanschläge 2, 3 der
dargestellten Zwinge die Seitenbretter 17, 18 in
Richtung aufeinander zu und somit gegen die Stirn
kanten des Brettes 16 preßt. Mit einer zweiten
Zwinge werden die entgegengesetzten Endbereiche der
Seitenbretter 17, 18 gegen die Stirnkanten des
zum Brett 16 parallelen Brettes gedrückt. Gleich
zeitig muß aber auch die Innenseite des Brettes 16
und des diesem gegenüberliegenden Brettes gegen die
Stirnkanten des Zwischenbrettes 19 gehalten werden.
Hierzu sind nun keine gesonderten Zwingen oder
andere Spannvorrichtungen erforderlich, da am
Schaft 1 der Spannzwinge im Bereich zwischen den
Spannanschlägen 2, 3 eine Querspanneinrichtung
20 mit einem Querspannteil angeordnet ist, das
rechtwinkelig zur Schaftlängsrichtung zur Seite der
Spannanschläge 2, 3 hin gegen den benachbarten der
zu verspannenden Gegenstände, also zum Brett 16
hin, preßbar ist. Dabei sitzt die Querspannein
richtung 20 in Längsrichtung des Zwingenschaftes
verstellbar auf diesem, so daß sie an der Stelle
des Zwingenschaftes eingesetzt werden kann, an
der eine zur Spannkraft rechtwinkelige Querkraft
ausgeübt werden soll. Im dargestellten Falle be
findet sich die Querspanneinrichtung 20 außen am
Brett 16 an der dem Zwischenbrett 19 gegenüberliegen
den Stelle.
Die Querspanneinrichtung 20 enthält ein am Zwingen
schaft 1 sitzendes Befestigungsteil 22, an dem
das Querspannteil 21 in Preßrichtung, d. h. recht
winkelig zur Zwingenschaftlängsrichtung bewegbar ge
lagert ist. Somit läßt sich das Querspannteil 21
gegen den dem Zwingenschaft 1 entlang verlaufenden
Gegenstand 16 drücken, wobei die auftretende Gegen
kraft auf das Befestigungsteil 22 und von diesem
auf den Zwingenschaft 1 übertragen wird.
Die Anordnung ist ferner so getroffen, daß die
Querspanneinrichtung 20, d. h. beim Ausführungsbei
spiel das Befestigungsteil 22, wegnehmbar am
Zwingenschaft 1 angeordnet ist, so daß sie nur
im Bedarfsfalle angebracht werden muß. Das wegnehmbare
Anordnen des Befestigungsteils kann auf verschiedene
Art erfolgen, wobei jedoch stets gewährleistet sein
muß, daß es die Gegenkraft sicher auf den Zwingen
schaft übertragen kann.
Im dargestellten Falle steht das Befestigungsteil
22 mit den die Schaftvorderseite 5 mit der Schaft
rückseite 6 verbindenden Seitenflächen 7, 8 des
Zwingenschaftes in Eingriff, wobei das Befestigungs
teil den Zwingenschaft unter Freilassen der Schaft
vorderseite 5 von der Schaftrückseite 6 her U-ähn
lich umgreift. Zum Herstellen der Verbindung zwischen
Befestigungsteil 22 und Zwingenschaft 1 dienen die
schon erwähnten Löcher 9 an den Zwingenschaftseiten
flächen 7, 8. Diese Löcher 9 bilden Verankerungslöcher,
mit denen das Befestigungsteil 22 in lösbarer Steck
verbindung steht. Auf diese Weise kann die Querspann
einrichtung 20 im Rasterabstand der Löcher 9 be
festigt werden.
Das Befestigungsteil 22 besitzt im wesentlichen
die Gestalt eines Bügels mit in Schaftlängsrich
tung gesehen U-förmiger Gestalt. Ferner sind die
beiden die Schaftseitenflächen 7, 8 übergreifenden
Bügelschenkel 23, 24 in Schaftlängsrichtung ver
setzt zueinander angeordnet (siehe Fig. 4) und
tragen an ihrer dem Zwingenschaft 1 zugewandten
Innenseite jeweils einen zu diesem hin vorstehenden
Steckvorsprung 25 bzw. 26, der in die Löcher 9
der zugewandten Lochreihe am Zwingenschaft paßt.
Dabei besitzen die beiden Steckvorsprünge 25, 26
in Schaftlängsrichtung gesehen einen dem Raster
abstand der Lochreihe 9 entsprechenden Abstand
voneinander, so daß sie in jeder Befestigungslage
nicht in fluchtende Löcher der beiden Lochreihen
sondern in benachbarte Löcher eingreifen.
Hiermit wird erreicht, daß die Steckvorsprünge
25, 26 durch Drehen des Befestigungsteils 22 in
bzw. außer Eingriff mit den Verankerungslöchern
9 gelangen. Dies geht anschaulich aus Fig. 4 her
vor, in die der Zwingenschaft 1 gestrichelt einge
zeichnet ist. In der gezeigten Stellung greifen
die Steckvorsprünge 25, 26 jeweils in ein nicht
dargestelltes Loch 9 der Schaftseitenfläche 7
bzw. 8 ein. Verdreht man das Befestigungsteil 22
in Richtung gemäß Pfeil 27 von Hand, schwenken
die Steckvorsprünge 25, 26 aus den Verankerungslöchern
9 und kommen von diesen frei. Das Befestigungsteil
und mit diesem die gesamte Querspanneinrichtung kann
dann zur Schaftrückseite hin weggenommen oder an
einen anderen Ort des Zwingenschaftes geschoben werden.
Das Befestigen am Zwingenschaft erfolgt in umgekehrter
Richtung.
Der die beiden Bügelschenkel 23, 24 verbindende Bügel
quersteg 28 besitzt parallelogrammartige Gestalt.
Der U-ähnlich geformte Bügel des Befestigungsteils
22 läßt sich aus einem Materialstreifen durchgehend
gleicher Breite biegen, wobei die Biegelinien zwischen
Quersteg 28 und den Bügelschenkeln 23, 24 parallel
zueinander und schräg zur Breitenrichtung des
Materialstreifens verlaufen, so daß sich die darge
stellte Form ergibt.
Zum Pressen des Querspannteils 21 in Richtung auf
den gegenüberliegenden Gegenstand hin ist ein
Gewindebolzen 35
vorgesehen.
Der Gewindebolzen 35 steht von
der Rückseite des Befestigungsteils 22, d. h. von
dessen Quersteg 28 ab und ist fest mit diesem ver
bunden. Auf ihn ist eine Lagerpartie 36 des Quer
spannteils 21 lose aufgesteckt. Hinter der Lager
partie 36, d. h. dem freien Bolzenende zugewandt,
ist auf den Gewindebolzen 35 eine von Hand betätig
bare Spannmutter 37 aufgeschraubt, die nach außen
hin einen Anschlag für die Lagerpartie 36 des Quer
spannteils 21 bildet. Ausgehend von dieser Lager
partie 36 umgreift das Querspannteil 21 das Be
festigungsteil 22 sowie im am Zwingenschaft 1
befestigten Zustand den Zwingenschaft
an beiden Seiten.
Hierzu sind beim Ausführungsbeispiel an die
Lagerpartie 36 seitlich zwei abgewinkelte Arme 37, 38
angesetzt, so daß sich ein brückenartiges Gebilde
ergibt. Dieses kann, wie dargestellt, im Querschnitt
U-förmig gebogen sein. Beidseitig des Zwingenschaftes
weist das dargestellte Querspannteil 21 jeweils eine
an dem zu spannenden Gegenstand zur Anlage gelangende
Spannfläche 39 bzw. 40 auf. Diese Spannflächen 39, 40
werden beim Ausführungsbeispiel jeweils von einem
zweckmäßigerweise aus Holz bestehenden Spannklotz
41 bzw. 42 gebildet, der um eine in der Gebrauchs
lage parallel zum Zwingenschaft verlaufende Achse
43 bzw. 44 frei schwenkbar ist. Dabei sind die
Spannklötze an den Armen 37, 38 angelenkt. Schraubt
man die Spannmutter 37 vor, legen sich die Spann
flächen 39, 40 gegen den jeweiligen Gegenstand.
Beim Ausüben dieser Querkraft wird die Spannzwinge
von dem zwischen den Spannanschlägen 2, 3 verspannten
Körper weggedrückt. Damit hierdurch die Spannanschläge
2, 3 nicht abrutschen, ist deren schon erwähnte Ober
flächenausbildung aus weichelastischem Kunststoff
günstig.
Schließlich wird noch darauf hingewiesen, daß bei
dem bevorzugten, in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel der Zwinge der Zwingenschaft
an seiner Vorderseite zwischen den Spannanschlägen
2, 3 eben durchläuft, so daß der Zwingenschaft ganz
an das Brett 16 od. dgl. herangerückt werden kann.
Dies wird dadurch ermöglicht, daß jeder Spannanschlag
am dem jeweils anderen Spannanschlag zugewandten
Ende der zugeordneten Hülse 4 bzw. 11 angeordnet ist.
Claims (5)
1. Spannzwinge mit einem Längsgestalt aufweisenden Zwingenschaft,
dessen Seitenflächen jeweils eine in Schaftlängsrichtung verlaufen
de Lochreihe aufweisen, und mit zwei mit veränderbarem Längsab
stand am Zwingenschaft angeordneten Spannanschlägen zum Ausüben
einer Spannkraft parallel zur Schaftlängsrichtung, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem Zwingenschaft (1) eine Querspanneinrichtung
(20) mit einem am Zwingenschaft (1) im Bereich zwischen den
Spannanschlägen (2, 3) in unterschiedlichen Längslagen lösbar be
festigbaren Befestigungsteil (22) sowie mit einem am Befestigungs
teil (22) quer zur Schaftlängsrichtung bewegbar gelagerten und
beidseitig des Zwingenschaftes (1) jeweils eine Spannfläche
(39, 40) aufweisenden Querspannteil (21) zum Ausüben einer Quer
kraft zugeordnet ist und daß das Befestigungsteil (22) im wesent
lichen die Gestalt eines U-förmigen Bügels aufweist, dessen die
beiden Seitenflächen (7, 8) des Zwingenschaftes (1) übergreifenden
Bügelschenkel (23, 24) jeweils einen zum Zwingenschaft (1)
hin vorstehenden, in die zugewandte Lochreihe (9) passenden
Steckvorsprung (25, 26) tragen, wobei die beiden Bügelschenkel
(23, 24) sowie die beiden Steckvorsprünge (25, 26) jeweils in
Schaftlängsrichtung versetzt zueinander angeordnet sind, derart,
daß das Befestigungsteil (22) auf dem Zwingenschaft (1) verdreh
bar sitzt und die Steckvorsprünge (25, 26) bei der Drehbewegung
in bzw. außer Eingriff mit den Lochreihen (9) gelangen.
2. Spannzwinge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß vom die beiden Bügelschenkel (23, 24) verbindenden Quersteg
(28) des Befestigungsteils (22) ein Gewindebolzen (35) absteht,
auf den das Querspannteil (21) zwischen dem Quersteg (28) und
einer aufgeschraubten Spannmutter (37) lose aufgesteckt ist.
3. Spannzwinge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Spannflächen (39, 40) jeweils von einem Spann
klotz (41, 42) od. dgl. gebildet werden.
4. Spannzwinge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannklötze (41, 42) od. dgl. aus Holz bestehen.
5. Spannzwinge nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannklötze (41, 42) od. dgl. jeweils um eine in der
Gebrauchslage parallel zum Zwingenschaft verlaufende Achse
(43, 44) frei schwenkbar sind.
Priority Applications (2)
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| DE19853533355 DE3533355A1 (de) | 1985-09-19 | 1985-09-19 | Spannzwinge |
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| DE3533355C2 true DE3533355C2 (de) | 1988-10-27 |
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ID=6281331
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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-
1986
- 1986-09-19 FR FR8613248A patent/FR2593423A1/fr active Pending
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| Publication number | Publication date |
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