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Vorrichtung für synchrone elektrische Fortschaltung von zwei Apparaten,
bei der ein bestimmter Apparat immer Geber, der andere immer Empfänger ist. In dem
Patent 339261 wird eine e#lektrische Fortschaltvorrichtung. mit Schrittschaltung
beschrieben, deren Betätigung durch Schließen und Öffnen eines elektrischen Stroines
erfolgt. Zur Synchronisierung dieser Einrichtung gelangt bei jedem Apparat ein Relais
zur Anwendung, desisen Spule in, eine Reihenwicklung und z-%,ei'ParallelwicIc.1,ungg-n
unterteilt wird. Die beiden letzteren sin-cl im Gegensinne gewickelt und mittels
eines Unisichalters wird entweder die eine oder die andere in Tätigkeit gesetzt
bzw. ajusgeschaltet, je nachdem, ob der eine oder andere Apparat Geber oder
Empfänger Ist. Diese Fortschaltvorrichtung
ist hauptsächlich für
den, Betrieb von Ferndruckern gedacht. Es kommen jedoch auch andere Anwendungsgeblete
vor, wo der gleiche Apparat inimer Geber bzw. Empfänger ist und nicht abwechselnd
beides zu sein braucht. Dies ist z. B. der Fall, beim. Antrieb einer elektrischen
Kommandoanlage oder einer elektrischen Nebenruhr von einer Hauptuhr aus. Für diesen
Falfläßt sich nun die, in dem Patent 339261 angegebene Schaltung dahin abändern,
daß unter Fortfalt des dort angewandten Umschalters das, bei( jedem Apparat befindliche
Relais nur mit einer Reihen- und Piaralle1-wicklung ausgerüstet wird. In folgendem
sei der Stromverlauf und die Arbeitsweise der vereinfachten Schaltung an Hand, der
Ab-
bildung näher erläutert.
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Es bedeutet in jedem Apparat a dien Linksmagneten, b den zugehörigen
Anker, c dien auf denselben Anker einwirkenden Rechtsmagneten und d das durch
den Anker an, getriebene Laufrad. Mit letzterein fest verbunden bewegt sich# der
Dreharm e so auf einer festen Isolierscheibe schleifend, daß er nach Ausführung
des Linksschrittes (d. b. also wenn der Fortschaltstrom sich über den Linksmagneten
a ausgewirkt hat) ebnen in der Isolierscheibe angeordneßen leitenden Belegien
g berührt, nach Au#sführung des Rechtsschrittes (also wenn der Fortschaltstroin
über den Rechtsmagneten c ausgewirkt hat) sich so stellt, daß er zwischen zwei Belegen
g
steht und keinen davon berührt. Das Relais lz besitzt die beid#nt Wicklungen
k und i und den Relaiganker 1. Die Linie m verbindet die bei-den Apparate
miteinander. Die beiderseitige Erdung erfolgt bei n. Die Stromquelle o des Apparates
I, des Geberapparates, hat drei Spannungspole p, q und r, Bei der Stromquelile o
dies Apparates II, des E, mpfängierapparates, kommen nur die Pole und r p
in Anwendung. Die Magnete a und c sind einerseits fest mit Pol p verbunden,
widerseits werden sie abwechselnd durch den Relaisanker 1 an den Pol r geschaltet.
An den ,gleichen Pol wird die Wicklung, i geschaltet, wenn der Relaisanker
1 angezogen ist. Die Wicktung i steht anderseits mit die Linie m und der
Wicklung k in Verbindung, die durch den Dreharm e und die Belege
g im Geberapparat I mit Pol q und im Empfängerapparat II über die Erdung
n mit Pol p verbunden sind.
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Strornverlauf und Arboitsweise sind nun die folgenden, mit dem in
der Abbildung degiestellten Augenblick des Link5schrittes angefangen:
1. FortschhItstrom von r durch 1 und a nach p in beiden Apparaten.
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2. Relaisstrom von q nach g" e., k in Apparat I, m nach
Apparat II durch k, e, g, it zurück zu p der Stromquelle
o. Infolige des Stromes :2 werden die Anker 1 in beiden Ap-
paraten
durch die Magnete der Relais h ang gezog gen. Es wird dadurch der Fortschultstrom-
über den Linksniag, rieten a unterbrochen und dafür schließen sich folgende Stromkreise:
3. Haltestrom von r,- 1, i, e, g nach q in Apparat i.
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» 4. Haltestroni -von r, 1, i, k, e,
- nach p in Apparat II. - .
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5. Haltestrom von r, 1, i, k, in in Apparat
I nach Apparat II durch k, e, g, n zurück nach, p
des Apparates
I.
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6. HaItestrom von r, 1, i, in in Apparat II nach Apparat
I durch, k, e, g, q, p, ii, zurück nach, p des
Apparates II.
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7. D, ortschaltstrorn von r., 1, c nach
p in beiden Apparaten I und II.
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Da der Linksmagnet a nun stromlos ist, wird der Anker b von
dem Riechtsmagneten c infolgie des Stromes 7 anezogen; das Laufrad
d
macht dadurch den Reclitsschnritt, nach, dessen Beendigung der Schleifarrn
o ni(cht mehr mit dien Belegen g leitend verbunden ist.
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Führen beide Apparate dien R#e-chtsschritt gleichzeitig zu Ende, so
werden der Relaisstrom 2, und, die Hälteströme 3, 4, 5 und
6
gleichzeitig unterbrochen, die Relaisanker 1
losgelassen und der Fortseihgltstrc;m,
i gestHossen. Eilt Apparat I beim Riechtsischritt vor und unterbricht bei skh die
Verbindung e-g, so hört nun der Relaisstrom 2 und die Hälteströme 3 und
6 auf, dagegen bleiben die Halteströme 4 und 5 so lange bestehen und
halten dabei die Relajeanker 1 in beiden Apparaten angezogen, damit den Fortschaltstrom
über Magnet a weiter geöffnet und diejenigen über Magnet c geschlossen, bis auch
der Ap-
parat II nachglekommien ist und mit Beendigung seines, Rechtsschrittes
auch bei sieh die Verbindung c bis g unterbrochen und damit auch,
die Halteströlne 4 und 5 geöffnet hat.
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Eilt dägeggen der Apparat II vor, so lyleiben die Halteströme
3 und 6 bestehlen, bis der Apparat I nachgekommen ist Erst wenn beide
Apparate I und II den Rechtsschritt beendet haben, h&ein die Ströme in :den
Reiafs A auf, geben die Anker 1 frei, öffnen damit den Strom über
den Rechemiagnetm c unci schiließen den Fortschaltstroin über den Linksmagneten
a. Der Rechtsschritt der Apparate Ist somit zwangjätifig synchronisiert.
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Unter der Einwirkung der wiederhIergestellten Fortschaltströme
1 zielibn, die FörLschaltmagnete a die Anker b an, und die Laufräder
d führen den Linkss:diritt aus. Nach dessen B=dig,=#, ist Wieder die Verbindung
e-g
hergestellt. Solange dies nue bei einem Apparat der Falil. ist, kann jedoch- kein
Strom durch die Relaish zustande kommen, da die Halteströlne 3-6 erst nach
Anziehen des Refaisankersl geschlossen werden, der Relaisstrom selbst aber noch,
bei e-g des nacheilienden Apparates unterbrochen ist. Erst wenn dieser nachgekommen
ist und auch seinen Linksschritt beendet hat, ist der Relaisstrom 2 hergestellt,
und das Spiel kann weitergehen. Somit ist auch, der Linksschritt der Apparate zwangläufig
synchronisiert.
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Schaltung, Wicklungssinn und Bemessung der Rielaisspuleni und
k sind so getroffen, daß im Falle gleichzeitigen Bestehens des Reltais,stromes
i und aller HaltestrÖme 3-6
die Wirkungen der Spulen i, k auf die Relais-=ginete
h gleichsinnig sind, desgleichen wenn der Apparat I voreilt, und daß der im Falle
des Voreilens vom Apparat II in der Späle k
des Apparates I entstehende Gegenstrom
so klein bleibt, daß die Wirkung der SpuJe i nicht beeinträchtigt wird. Aus diesem
Grunde ist auch die Spule i am Apparat I hinter der Spule k, am Aplyarat II dagegen
vor der Spule k - von der Liniem aus betrachtet -
an den Kontaktarm
e angeschlossen. Auis &m Gesagten ergibt sich, daß he der in der Ab-
bildung
vorgesehenen Schaltung, beide Apparate sich in einem dauernden synchronen Umlauf
befinden. Das Anhalten des Uinlaufes beider Apparate an einer bestimmten Stelle
erfolgt bei einem Apparat (dein, Geber) in hekannter Weise entweder durch Unterbrechung
der Zuleitung zu einem *Beleg g, oder dadurch-, daß dem K-ontaktarm
c in einer Zwischenstellungg zwischen 'zwei Belegen g eine leitende
Verbindung mit g. geboten wird. Durch, Aälfheben dieser Verbindung bzw. im
ersteren, Fall durch Wiederher-stellugg-i der Zuleitung zu dem betreffenden Beleg
g, werden die Apparate wieder in Gang gesetzt.