DE3533496C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbe
griff des Anspruchs 1. Eine Vorrichtung dieser Art ist durch
die GB-PS 20 16 071 bekannt. Da die Greiferklammer dieser
bekannten Transportvorrichtung starr ausgelegt ist, eignet
sie sich lediglich zum Transport einer relativ dünnen
Schicht von schlaffem Flachmaterial. Die maximal aufnehmbare
Materialdicke bestimmt sich bei der starren Klammer durch
den Abstand der beiden Klammerschenkel im Einführbereich
unterhalb des Kugelgriffelements. Ein weiterer Nachteil
dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß das Ein
führen des Flachmaterials in die Greifer am Gehängerahmen
ein großes Geschick des Bedienungspersonals erfordert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, in die auch stärkeres
Flachmaterial unter einfacher Bedienung eingesetzt werden
kann.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen beschrieben, die in der Zeichnung schematisch darge
stellt sind. Hierin zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung in einer ersten Ausfüh
rungsform;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung in Fig. 1;
Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung in Fig. 1 von oben;
Fig. 4 eine Ansicht der Vorrichtung in Fig. 1 von unten;
Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung in Fig. 1,
von links in Fig. 2 gesehen;
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in Fig. 2;
Fig. 7 einen Teilschnitt entlang der Linie 7-7 in
Fig. 2 und
Fig. 8 eine Teilansicht einer Vorrichtung nach der
Erfindung gemäß einer weiteren Ausführungsform.
In Fig. 1 ist ein Gehängerahmen mit 10 bezeichnet, der mit
einer auf einer Schiene 14 laufenden Katze 12 verbunden ist,
wobei all diese Elemente einen Teil eines Fördersystems zum
Transportieren von schlaffen Flachmaterialien 16, 18 und 20
von Arbeitsstation zu Arbeitsstation zur Herstellung von
Kleidungsstücken od. dgl. bilden können. Die Katze 12 und die
Schiene 14 können jede beliebige bekannte Gestalt aufweisen.
Der Schiene 14 ist üblicherweise, wie ebenfalls bekannt,
eine sich bewegende Kette oder ein anderes kraftbetriebenes
Förderelement zugeordnet, um die Katze 12 entlang der
Schiene 14 zu bewegen. Mit der Katze 12 kann der Gehänge
rahmen 10 zu verschiedenen gewünschten Punkten in der Anlage
geführt werden. Wenn die Katze 12 und der Gehängerahmen 10
eine Arbeitsstation erreichen, wird die Katze im allgemeinen
von der Antriebskette od. dgl. getrennt oder kann von ihr
getrennt werden, so daß die Katze und der Gehängerahmen
relativ zur Arbeitsstation stationär bleiben können. Eine
Bedienungsperson kann dann den Gehängerahmen mit Flachmate
rial beladen und/oder es von diesem abladen.
Jedes der Flachmaterialien 16, 18 und 20, die vom Gehänge
rahmen 10 in Fig. 1 herabhängen, kann entweder aus einem
einzelnen Arbeitsstück oder einer Gruppe oder einem Stapel
solcher Arbeitsstücke, beispielsweise einem 0,6 cm dicken
Stapel oder einem noch dickerem Stapel, bestehen, der sich
aus einer Anzahl von übereinanderliegenden Arbeitsstücken
zusammensetzt, und jedes Arbeitsstück kann sich in irgend
einem Fertigungszustand befinden, d. h. jedes Arbeitsstück
kann beispielsweise ein einzelnes zugeschnittenes, unbe
arbeitetes Musterstück, ein einzelnes, bereits mit Sticke
rei, Knopflochnähen, Einfassen od. dgl. bearbeitetes Muster
stück oder eine Anzahl von zusammengenähten Musterstücken
sein, die weiter mit Stickerei, Faltenbesetzung, Appli
kationssticken etc. bearbeitet werden. Nachstehend wird eine
Arbeitsmaterialmenge, wie sie bei 16, 18 und 20 in Fig. 1
angedeutet ist, als eine "Einheit" von Arbeitsmaterial
bezeichnet, wobei es sich um ein einzelnes Arbeitsstück
oder eine Arbeitsstücklage oder eine Anzahl von Arbeits
stücklagen handelt, die übereinandergestapelt liegen.
Der Gehängerahmen kann derart ausgestaltet sein, daß er nur
einen Greifer zum Halten einer Arbeitsstückeinheit aufweist.
Vorzugsweise können von einem Gehängerahmen mehrere Arbeits
stückeinheiten gleichzeitig gehalten werden. In Fig. 1 und 2
weist der Gehängerahmen 10 sechs Greifer 22 auf, um sechs
Arbeitsstückeinheiten 16, 18 halten zu können. Die Greifer
22 halten die Arbeitsstückeinheiten 16, 18 direkt am
Gehängerahmen 10. Der Gehängerahmen 10 besitzt außerdem Ösen
24 und 25, in die jeweils ein Hilfsgehänge 26 zum Halten
einer Arbeitsstückeinheit 20 eingehängt werden kann, wie
Fig. 1 zeigt. Das Hilfsgehänge 26 besteht hier beispiels
weise aus einer Wäscheklammer.
Nach Fig. 2 bis 7 besteht der rechenförmig ausgebildete
Gehängerahmen 10 aus einem Rahmenkörper 28 aus starrem
Material, z. B. aus Holz, Metall oder Kunststoff, vorzugsweise
Nylon. Der Rahmenkörper 28 hat einen in waagerechter Rich
tung langgestreckten oberen Abschnitt 30, aus dem sich
sieben Rechenorgane nach unten erstrecken, die erste Rechen
organe 32 und 36 und vier weitere Rechenorgane 34 aufweisen,
wie Fig. 2 zeigt. Der Rahmenkörper 28 kann als Vollkörper
ausgebildet sein, jedoch weisen sowohl der obere Abschnitt
30 als auch die Rechenorgane, mit Ausnahme des Rechenorgans
36, vorzugsweise gerippte Querschnitte auf, wie sie aus der
Zeichnung ersichtlich sind, um das Gewicht des Rahmenkörpers
28 möglichst klein zu halten.
Der Rahmenkörper 28 ist an der Katze 12 mit einer Gehänge
stange 38 aufgehängt, die das mittlere Rechenorgan 36 des
Rahmenkörpers 28 senkrecht durchgreift. Der Körper 28 kann
auf der Stange 38 senkrecht gleiten, und die Stange schließt
eine Anzahl durchgehender Öffnungen 40 zum wahlweisen Auf
nehmen eines Klemmstiftes 42 ein, um den Körper 28 in einer
gewählten Höhenlage an der Stange 38 festlegen zu können. In
Verbindung damit wird der Stift 42 von einem durchgehenden
Langloch 44 im Körper 28 aufgenommen, wie es in Fig. 2 und 7
zu sehen ist. Das untere Ende der Stange 38 ragt aus dem
unteren Ende des mittleren Rechenorgans 36 vor und ist zu
einer Öse 25 gebogen, in die ein Hilfsgehänge eingehängt
werden kann. Die unteren Enden der anderen Rechenorgane 32,
34 besitzen Öffnungen oder Ösen 24.
Jeder der sechs Greifer 22 des Gehängerahmens 10 schließt
eine ortsfeste, sich im allgemeinen senkrecht erstreckende
Greiffläche 46 an einem der Rechenorgane 34 oder 36 ein.
Dieser Greiffläche 46 ist ein Federelement 48 zugeordnet,
das aus einem länglichen, gebogenen Federmaterial gefertigt
ist. Das obere Ende 50 dieses Federelements ist in eine
Öffnung 52 im oberen Abschnitt 30 des Rahmenkörpers 28 ein
gesetzt und in dieser Öffnung durch geeignete Mittel, wie
einen Preßsitz und/oder mittels Klebstoff befestigt. Ein
langgestreckter Klammerschenkel 54 der Feder 48 erstreckt
sich vom oberen Abschnitt 30 des Gehängerahmens aus gegen
über der zugeordneten stationären Greiffläche 46 nach unten
und ist relativ zu dieser Fläche geneigt, so daß sein oberes
Ende von der stationären Fläche 46 einen größeren Abstand
aufweist als sein unteres Ende. Ein Griffelement 56 ist an
dem Klammerschenkel 54 entlang seiner Länge verschieblich
gehalten.
Das Griffelement 56 kann verschiedene Formen aufweisen.
Vorzugsweise besitzt der Klammerschenkel 54 einen kreis
förmigen Querschnitt, und das Griffelement 56 ist ein Rota
tionskörper, der auf dem Klammerschenkel mittels einer
Öffnung mit kreisförmigem Querschnitt gelagert ist, die sich
entlang seiner Rotationsachse erstreckt, so daß das Griff
element 56 sich um diese Achse relativ zum Klammerschenkel
54 drehen kann. Das Griffelement 56 besteht vorzugsweise aus
einer Kugel, die am Klammerschenkel 54 drehbar um ihre dia
metrale Achse gelagert ist. Hierzu besitzt die Kugel eine
diametrale Bohrung 57 zur gleitbaren und drehbaren Aufnahme
des Klammerschenkels 54. Das kugelförmige Griffelement 56
besitzt in Fig. 2 vorzugsweise eine Anzahl von kreisförmigen
Ringen oder Rippen 58, die auf der Außenfläche des Griffele
ments konzentrisch zu seiner diametralen Öffnung 57 ausge
bildet sind, um eine bessere Anlage einer Arbeitsstückein
heit zwischen dem Griffelement 56 und der zugeordneten
stationären Greiffläche 46 zu erhalten. Nachdem das Griff
element beim Zusammenbau des Gehängerahmens 10 auf den
Klammerschenkel 54 geschoben worden ist, wird das unterste
Ende des Schenkels von der zugeordneten stationären Fläche
48 weg gebogen, um die Kugel auf dem Klammerschenkel zu
halten und um eine konisch verlaufende Mündung 60 zum Ein
setzen einer Arbeitsstückeinheit in den Greifer zu schaffen.
Beim Beladen eines Greifers 22 des Gehängerahmens 10 wird
der obere Randabschnitt einer Arbeitsstückeinheit in die
sich erweiternde Mündung 60 des Greifers 22 eingesetzt und
nach oben geschoben. Hierdurch verschiebt sich das Griffele
ment 56 auf dem Klammerschenkel 54 nach oben, um das Ein
setzen einer Arbeitsstückeinheit in den Greifer 22 zu ge
statten. Da das Griffelement 56 relativ zum Klammerschenkel
drehbar ist, kann die Einsetzbewegung eine waagerechte
Bewegungskomponente beinhalten, die lotrecht zum Rahmen
körper 28 verläuft. Wenn eine solche waagerechte Bewegungs
komponente vorliegt, wird das Griffelement 56 über die
Arbeitsstückeinheiten rollen, um das Einsetzen zu erleich
tern. Nachdem die Arbeitsstückeinheit in einem ausreichenden
Maß von einer Bedienungsperson eingesetzt worden ist, kann
sie die Arbeitsstückeinheit loslassen, so daß auf diese die
Schwerkraft einwirken kann. Hierdurch bewegt sich die
Arbeitsstückeinheit zusammen mit dem Griffelement 56 nach
unten, so daß die Arbeitsstückeinheit zwischen dem
Griffelement 56 und der Greiffläche 46 festklemmt. Das
Griffelement 56 kann unter elastischer Verbiegung des
Klammerschenkels 54 von der Greiffläche 46 weg bewegt
werden, um eine dickere Arbeitsstückeinheit aufzunehmen. Wie
Fig. 4 zeigt, ist die stationäre Greiffläche 46 entsprechend
der kugelförmigen Gestalt des Griffelements 56 gekrümmt
ausgebildet, um die wirksame Greiffläche zu erhöhten, die an
den eingesetzten Arbeitsstückflächen angreifen. Auf jeden
Fall übt der Greifer 22 eine Haltekraft auf die eingesetzte
Arbeitsstückeinheit aus, die ausreicht, sie am Gehängerahmen
zuverlässig an Ort und Stelle zu halten, während der
Gehängerahmen durch das Fördersystem von Arbeitsstation zu
Arbeitsstation bewegt wird.
Beim Entladen eines Greifers 22 kann eine Bedienungsperson
an einer Arbeitsstation eine Arbeitsstückeinheit von einem
Greifer des Gehängerahmens lediglich durch Ziehen an der
Arbeitsstückeinheit in Abwärtsrichtung abnehmen. Da das
Griffelement 56 jedoch auf dem Klammerschenkel 54 drehbar
gelagert ist, kann die Arbeitsstückeinheit auch dadurch
abgenommen werden, daß sie waagerecht in eine Richtung
gezogen wird, die im allgemeinen lotrecht zum Rahmenkörper
28 verläuft, wodurch das Griffelement 56 über die Arbeits
stückeinheit rollt und die Arbeitsstückeinheit seitlich über
die stationäre Greiffläche 46 gleitet.
Das dargestellte kugelförmige Griffelement 56 jedes Greifers
22 kann aus verschiedenen unterschiedlichen Materialien,
vorzugsweise aus Nylon, hergestellt sein. Im allgemeinen
reicht die Schwerkraft zum festen Einklemmen einer Arbeits
stückeinheit zwischen einem Griffelement 56 und einer zuge
ordneten Greiffläche 46 aus. Gemäß Fig. 8 kann aber eine
zusätzliche Spiralfeder 62 vorhanden sein, die das Griff
element 56 a in Richtung seiner Greifposition belastet. Wie
in Fig. 8 dargestellt, ist die zusätzliche Spiralfeder 62
auf den Klammerschenkel 54 oberhalb des Griffelements 56 a
aufgeschoben und liegt unter Vorspannung zwischen dem Körper
28 und dem Griffelement, um dadurch das Griffelement auf den
Klammerschenkel 54 nach unten zu drängen. Im Beispielsfall
besitzt das Griffelement 56 a eine Senkbohrung 63 im oberen
Abschnitt seiner diametralen Öffnung, um die Spiralfeder 62
vollständig aufnehmen zu können, wenn das Griffelement 56 a
in seine oberste Position auf seinem Klammerschenkel 54
bewegt ist.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Transportieren von schlaffem Flachmaterial,
mit einem Gehängerahmen und einer Mehrzahl von diesem Rahmen
zugeordneten Greifern zum lösbaren Halten einer Arbeitsmaterial
einheit, wobei jeder Greifer eine Klammer mit einem langgestreck
ten Schenkel umfaßt, der sich gegenüber einer im wesentlichen
senkrecht verlaufenden Greiffläche mit seinem unteren Ende
näher an dieser liegend geneigt erstreckt, sowie ein Griff
element, das auf dem langgestreckten Klammerschenkel gleitbar
sowie um diesen drehbar gelagert ist und in seiner Ruhestellung
am unteren Schenkelende an der Greiffläche anliegt, da
durch gekennzeichnet, daß der langge
streckte Klammerschenkel (54) als Feder ausgebildet ist, und
daß der Gehängerahmen (10) rechenförmig ausgebildet ist, wobei
der Greifer mit Klammerschenkel (54) und Griffelement (56)
zwischen den sich nach unten erstreckenden Rechenorganen (32,
34, 36) derart eingesetzt ist, daß jedes Griffelement (56)
unter Vorspannung an einer Rechenorgan-Innenfläche (46) anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Griffelement (56, 56 a) ein Rotationskörper ist, der
auf dem Klammerschenkel (54) drehbar gelagert ist, um
sich relativ zum Klammerschenkel (54) drehen zu können,
wenn eine zwischen dem Griffelement (56, 56 a) und der
Greiffläche (46) aufgenommene Arbeitsmaterialeinheit (16;
18; 20) vom Gehängerahmen (10) in waagerechter Richtung
abgezogen wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Griffelement (56, 56 a) eine Kugel ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Griffelement (56, 56 a) eine Vielzahl kreis
förmiger Rippen (58) hat, die zu seiner Drehachse relativ
zum Klammerschenkel konzentrisch verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die stationäre Greiffläche (46) in waagerechtem Quer
schnitt derart gekrümmt ist, daß sie zur Krümmung des
Rotationskörpers paßt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Griffelement (56, 56 a) eine diametrale
Durchbohrung hat, welche den Klammerschenkel (54) zum
Lagern des Griffelements (56, 56 a) für eine Drehung
relativ zum Klammerschenkel (54) aufnimmt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Klammerschenkel (54) eine spiralförmige Schrauben
feder (62) durchgreift, die zwischen dem Griffelement
(56 a) und einem oberen Körperabschnitt des Gehängerahmens
(10) angeordnet ist, wobei sich die Schraubenfeder (62)
elastisch auf dem Griffelement (56 a) abstützt und dieses
vom Gehängerahmen (10) weg nach unten belastet.
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Legal Events
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