DE3535524C2 - Abdeckung für Straßenschächte oder -einläufe - Google Patents
Abdeckung für Straßenschächte oder -einläufeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für Straßen
schächte oder -einläufe mit einem Rahmen und einem darin
eingelegten mehreckigen, insbesondere rechteckigen Deckel
oder Rost, der an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten
Auflageflächen aufweist, die auf zugehörigen Auflageflächen
des Rahmens aufliegen, wobei mindestens jeweils eine der
paarweise zusammenwirkenden Auflageflächen auf über die Länge
dieser Auflagefläche bis einschließlich der Eckbereiche des
Deckels oder Rostes mit einer über die Auflagefläche vorstehenden
ein- oder mehrteiligen Dämpfungs
einlage aus dauerelastischem Material ausgestattet ist.
Aus GB 8 64 547 ist eine Abdeckung der eingangs genannten Art bekannt,
deren Dämpfungseinlage einstückig auf allen vier Seiten des rechteckigen Rahmens
mit überall gleicher Breite umläuft und entlang der Schmalseiten, mit Ausnahme
der Ecken, eine größere Dicke als entlang der Längsseiten aufweist.
Diese Gestaltung berücksichtigt nicht die erhöhte Beanspruchung in den
Eckbereichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schachtabdeckung der
genannten Art so zu verbessern, daß sie weniger anfällig
gegen vorzeitigen Verschleiß der Dämpfungseinlagen unter
der in der Praxis vorkommenden Verkehrsbelastung ist.
Die Lösung der Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruch 1 angegeben.
Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen des Lösungs
gedankens an.
Bei den bisher bekannten Ausführungen unterliegen die
Dämpfungseinlagen in den Eckbereichen einer sehr stark unter
schiedlichen Kompression, je nachdem ob die Verkehrslast beim
Befahren des Deckels sich einseitig im Bereich einer Ecke
konzentriert oder gleichmäßig über die Länge der Dämpfungs
einlage verteilt ist. Die bei einseitiger Belastung auftre
tende erhöhte Kompression, die auch durch topfartiges Ein
fassen der Dämpfungseinlage nicht verhindert werden kann,
führt bei sehr starker Verkehrsbelastung zu vorzeitiger
Erfindung und Zerstörung des Materials der Dämpfungseinlagen.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird dieser Gefahr vor
gebeugt. Die Dämpfungseinlagen sind in den Eckbereichen bei
höherer Shore-Härte weniger stark verformbar bzw. weisen
bei vergrößerter Überstandshöhe einen größeren
Federweg zur Aufnahme von Verformungen auf als im
restlichen Bereich der Auflagefläche. Sie sind daher wider
standsfähiger gegen erhöhte Belastungen in diesem Bereich.
Trotzdem bleibt die gleichmäßige elastische Lagerung des
Deckels oder Rostes über die Länge der jeweiligen Auflage
fläche erhalten.
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen Rahmen
mit damit eingelegtem Deckel;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von unten auf den
Eckbereich eines Deckels;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht von unten auf den
Eckbereich eines Einlaufrostes;
Fig. 4, 5 und 6 schematische Draufsichten von unten auf den Eck
bereich eines Deckels gemäß anderen Ausführungs
formen der Erfindung;
Fig. 7 ähnlich Fig. 2 eine weitere Ausführungsform.
Gemäß Fig. 1 liegt in einem Rahmen 1 ein recht
eckiger Deckel 2, wobei die Auflageflächen von Rahmen
und Deckel, die z. B. nur entlang zweier sich gegenüber
liegender Rahmenseiten verlaufen, nicht unmittelbar
aufeinander aufliegen, sondern über eine streifenförmige
Dämpfungseinlage 3, die entweder im Deckel (linke Seite
von Fig. 1) oder im Rahmen (rechte Seite von Fig. 1) an
geordnet sein kann. Es ist auch möglich, sowohl den
Rahmen als auch den Deckel mit jeweils einer Dämpfungs
einlage auszustatten, so daß Dämpfungseinlage gegen
Dämpfungseinlage liegt. Die Dämpfungseinlage besteht aus
einem dauerelastischem Material, z. B. einem gummielastischen
und hochverschleißfesten Kunststoff wie z. B. Polychloropren.
Die Dämpfungseinlage hat vorzugsweise die Form eines
Streifens mit trapezförmigem Querschnitt, der in eine
schwalbenschwanzförmig hinterschnittene Nut des Deckels
und/oder Rahmens eingelegt ist. Statt des Deckels 2 kann
in den Rahmen 1 auch ein Einlaufrost für einen Straßen
einlauf in entsprechender Weise eingelegt sein.
Gemäß der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der
Deckel 1 über den größeren Teil der Länge seiner Auflage
fläche 4 mit einer Dämpfungseinlage 3 versehen, die vor
dem Bereich der Ecke endet und an die sich im Bereich
der Ecke ein Streifenabschnitt 3′ anschließt, der aus
einem Material mit größerer Shore-Härte besteht als der
Dämpfungsstreifen 3, was in Fig. 2 durch eine dichtere
Kreuzschraffur angedeutet ist.
Die Fig. 3 zeigt den Bereich der Ecke eines Einlauf
rostes 5, der aus äußeren Längsstäben 6, weiteren Längs
stäben 7 und sie verbindenden Querstäben 8 besteht, wobei
die Unterseiten der äußeren Längsstäbe 6 die Auflageflächen 4
für das Zusammenwirken mit dem (nicht dargestellten) Rahmen
aufweisen. In der Auflagefläche 4 ist in einer Schwalben
schwanznut die streifenförmige Dämpfungseinlage 3 angeordnet,
die sich über den größten Teil der Länge der Auflagefläche 4
erstreckt. Im Eckbereich schließt sich an die Dämpfungsein
lage 3 eine kurze streifenförmige Dämpfungseinlage 3′′ an,
die eine erheblich größere Breite und damit größere Auflage
fläche als die Dämpfungseinlage 3 aufweist. Der kurze Dämpfungs
streifen 3′′ aus einem Material mit
größerer Shore-Härte als der Dämpfungsstreifen 3 hergestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist in der Auflage
fläche 4 des Deckels 2 die Dämpfungseinlage 3 angeordnet.
An diese schließt sich im Eckbereich ein kurzer Streifen 3a
aus Dämpfungsmaterial an, der jedoch rechtwinklig zu dem
Streifen 3 verläuft. Auf diese Weise wird im Eckbereich
eine größere Auflagefläche der Dämpfungseinlage erzielt,
als wenn der Streifen 3′ über den Eckbereich durchgehend
ausgebildet wäre. Der kurze Querstreifen 3a
mit größerer Shore-Härte als der Streifen 3 ausgebildet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist in der Auflage
fläche 4 des Deckels 2 ein Dämpfungsstreifen 3 angeordnet,
der über die ganze Länge der Auflagefläche 4 einschließlich
der Eckbereiche bis zu den endseitigen Stirnflächen durch
geht. Zusätzlich ist ein weiterer kurzer Streifen 3b aus
Dämpfungsmaterial im Eckbereich parallel zu dem Streifen 3
angeordnet. Hierdurch wird die Auflagefläche im Eckbereich
verdoppelt.
Die Ausführungsform nach Fig. 6 entspricht der von
Fig. 4, wobei jedoch zusätzlich zu dem an den Dämpfungs
streifen 3 unmittelbar anschließenden Querstreifen 3a aus
Dämpfungsmaterial ein weiterer Querstreifen 3c angeordnet
ist, wodurch man eine noch weiter vergrößerte Auflage
fläche im Eckbereich erhält. Auch bei den Ausführungsformen
nach Fig. 5 und 6 ist der zusätzliche kurze Streifen 3b
bzw. mindestens einer der kurzen Streifen 3a, 3c mit größerer
Shore-Härte auszubilden.
In den Fig. 2 bis 6 ist jeweils nur die Dämpfungs
einlage an dem einen Ende einer Auflagefläche dargestellt.
Es ist jedoch selbstverständlich, daß die Dämpfungseinlage
am anderen Ende, d. h. im anderen Eckbereich der Auflage
fläche in gleicher Weise ausgestaltet ist, und daß eine
in den Fig. 2 bis 6 nicht dargestellte weitere Auflage
fläche entlang der gegenüberliegenden Seite des Deckels
oder Rostes ebenfalls eine entsprechend ausgebildete
Dämpfungseinlage aufweist. Die einander gegenüberliegenden
parallelen Seiten des Deckels oder Rostes, die mit den Auf
lageflächen und Dämpfungseinlagen versehen sind, sind im
Falle eines rechteckigen Deckels vorzugsweise dessen Längs
seiten, können aber auch die Querseiten sein.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellten Lösungen, die zur
Unterbringung der zusätzlichen Dämpfungsstreifen 3a, 3b, 3c
zusätzlichen Platz in den Eckbereichen benötigen, können in
besonders vorteilhafter Weise dann angewendet werden,
wenn die Auflagefläche des Rahmens gleichzeitig einen
Übergang zwischen einem rechteckigen oder quadratischen
Rahmen und einem daran unten anschließenden kreisrunden
Schacht- oder Ablaufrohr darstellt. In diesem Fall sind
im Bereich der Rahmenecken Zwickel vorhanden, die ver
größerte Auflageflächen für die Unterbringung der zusätz
lichen Dämpfungseinlagen darstellen können.
Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der der im Eckbe
reich liegende Endabschnitt 3′′′ der Dämpfungseinlage 3
eine größere Höhe hat und deshalb geringfügig, z. B. wenige
mm, über den übrigen Bereich der Dämpfungseinlage 3 hervor
steht. Dieser mit größerer Höhe ausgeführte Endabschnitt 3′′′
kann einstückig mit der übrigen Dämpfungseinlage 3 oder
auch getrennt von dieser hergestellt sein, und er kann die
gleiche oder eine größere Shore-Härte aufweisen wie die
Dämpfungseinlage 3. Bei außermittiger Belastung des Deckels 2
in einem Eckbereich wird zuerst der mit größerer Höhe auf
geführte Abschnitt 3′′′ der Dämpfungseinlage komprimiert,
bevor auch der restliche Teil der Dämpfungseinlage 3 be
lastet und komprimiert wird.
Claims (8)
1. Abdeckung für Straßenschächte oder -einläufe, mit einem
Rahmen und einem darin eingelegten mehreckigen, insbeson
dere rechteckigen Deckel oder Rost, der an mindestens
gegenüberliegenden Seiten Auflageflächen aufweist, die auf
zugehörigen Auflageflächen des Rahmens aufliegen, wobei
mindestens eine der paarweise zusammenwirkenden Auflageflä
chen über die Länge dieser Auflagefläche bis einschließlich
der Eckbereiche des Deckels oder Rostes mit einer über die
Auflagefläche vorstehenden ein- oder mehrteiligen Dämpfungsein
lage aus dauerelastischem Material ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungs
einlage (3, 3′, 3′′, 3a, 3b, 3c) in den Eckbereichen eine
größere Shore-Härte aufweist und/oder mit größerer Höhe
über die Auflagefläche vorspringt als in den übrigen Berei
chen.
2. Abdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungs
einlage (3, 3′, 3′′, 3a, 3b, 3c) in den Eckbereichen eine
vergrößerte Auflagefläche aufweist.
3. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dämpfungseinlage (3) streifen
förmig über die Länge der Auflagefläche (4) einschließlich
der Eckbereiche durchgeht und in den Eckbereichen einen
Abschnitt (3′) mit größerer Shore-Härte und/oder einen
Abschnitt (3′′) mit größerer Breite aufweist.
4. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zusätzlich zu einer über mindestens
den größeren Teil der Auflagefläche (4) durchgehenden
streifenförmigen Dämpfungseinlage (3) in den Eckbereichen
zusätzliche kurze streifenförmige Dämpfungseinlagen (3a,
3b, 3c) vorgesehen sind.
5. Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zusätzliche kurze streifen
förmige Dämpfungseinlage (3b) parallel zu der über den
Eckbereich durchgehenden Dämpfungseinlage (3) verläuft.
6. Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zusätzlich vorgesehenen kurzen
streifenförmigen Dämpfungseinlagen (3a, 3c) rechtwinklig
zu der über den restlichen Teil der Länge der Auflage
fläche (4) verlaufenden streifenförmigen Dämpfungseinlage (3)
verlaufen.
7. Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeweils ein quer verlaufender kurzer
Dämpfungsstreifen (3a) fugenlos an den längs-verlaufenden
Dämpfungsstreifen (3) anschließt.
8. Abdeckung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß nur die quer verlaufenden
kurzen Dämpfungsstreifen (3a, 3c) bis zur Stirnfläche des
Deckels (2) durchlaufen.
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