DE3538413C2 - Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler Objektvorlagen - Google Patents
Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler ObjektvorlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler
Objektvorlagen.
Die Erfindung ist auf dem Gebiet der Biologie und Medizin sowie deren
Grenzgebieten, beispielsweise in der Biomedizin, zur Beurteilung und
Kontrolle biologischer und medizinischer Präparate anwendbar.
Insbesondere kann die Erfindung in der Medizintechnik zur Analyse von
Zellproben, Auffinden und Aussondern anomaler Zellen, Krebszellen o.
ä. und in der Mikroskopie zur Auswertung mikroskopischer Bilder
eingesetzt werden.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich für die Erfindung in der
Robotertechnik zur Steuerung von Industrierobotern, zur
Qualitätskontrolle und Werkstückpositionierung sowie in der
Spektrometrie zur rationellen Auswertung von Spektren.
Auf dem Gebiet der biologischen und medizinischen Wissenschaften hat
die Informationsverarbeitung mit Hilfe optischer
Bildverarbeitungsprozesse zunehmend an Bedeutung gewonnen. Schon
frühzeitig haben sich Methoden der Mustererkennung unter Verwendung
von Bildtransformationen entwickelt. So wird von E. A. Trabka et. al. in J.
Opt. Soc. Am. 54 (10) 1964, 1242-1252 eine Bildtransformation zur
Mustererkennung unter Verwendung bipolarer Aperturmasken
beschrieben, bei der mit inkohärenter Beleuchtung eine
zweidimensionale Kreuzkorrelation der Objektfunktion mit einer
nachgeordneten Maskenfunktion erfolgt und ein unscharf
aufgenommenes transformiertes Bild bei angepaßter Maskenfunktion an
bestimmte gesuchte Bildinhalte deren Vorhandensein erkennen läßt.
Nachteilig ist dabei vor allem die Anpassung der Maskenfunktion an die
Bildinhalte.
Besonders bewährt hat sich bei der Mustererkennung die kohärentoptische
Fouriertransformation zur Bildverarbeitung. Die Auswertung der
mit ihrer Hilfe gewonnenen Ortsfrequenzspektren trägt wesentlich zur
Objektivierung und Effektivierung der Informationsgewinnung bei.
Von besonderem Vorteil sind dabei noch die speziellen Eigenschaften
des Ortsfrequenzspektrums. Diese ermöglichen es, rationell die
relevanten Informationen zu erhalten,
ohne über das gesamte Ortsfrequenzspektrum zu verfügen
bzw. dieses vollständig punktweise auswerten zu müssen.
Infolge der Zentralsymmetrie des Ortsfrequenzspektrums ist
es für viele Aufgaben ausreichend, z. B. nur eine Halbebene
des Spektrums auszuwerten. Damit ist die Möglichkeit zur
Reduktion des zu handhabenden Datenumfangs ohne Verlust an
Informationen gegeben.
Als vorteilhaft haben sich strukturzonale Auswertungen des
Spektrums herausgestellt. Dabei wird über definierte Zonen
des Ortsfrequenzspektrums je Zone nur ein einziger integraler
Wert ermittelt und in der Bildauswerteeinrichtung verarbeitet.
Derartige Anordnungen zur strukturzonalen Analyse von Zell-
und Gewebeproben werden von B. Pernick et. al. in Appl.
Opt. 17 (1) 1978, 21 und R. P. Kruger et. al. in Appl.
Opt. 16 (10) 1977, 2637 beschrieben. Zur Realisierung dieser
Anordnungen sind optoelektronische Empfängermatrizen
mit speziellen Geometrien, wie z. B. Keil-Empfänger, Ring-Empfänger
oder Ring-Keil-Empfänger, notwendig. Nachteilig
hierbei ist, daß diese Empfängeranordnungen sehr aufwendig
und teuer sind, da für ihre Herstellung spezielle Technologien
notwendig sind.
Um diese komplizierten Empfänger zu vermeiden, wird von
V. T. Davydov und E. S. Neshevenko in Avtometrÿa 1977
(5) 13 eine Anordnung vorgeschlagen, bei der zwar ein einfacher
Detektor angewendet werden kann, aber ein speziell
gestaltetes Hologramm in Form von Ringen oder Keilen notwendig
ist. Hierbei erfolgt aber nur eine Verlagerung des
erforderlichen Aufwandes von der Detektorseite auf die Seite
der Erstellung des Hologramms und der für seinen Einsatz
notwendigen Zusatzeinrichtungen (z. B. rotierende Blende).
Eine weitere Lösung wird in der Schrift SU-UR 388279 vorgeschlagen.
Hier erfolgt der Einsatz eines speziellen
Strahlteilerhologramms gekoppelt mit mehreren nachgeschalteten
Einzelempfängern. Auch diese Lösung besitzt aufgrund
des Einsatzes des speziellen Strahlteilerhologramms
und der Vielzahl an notwendigen Detektoren den Nachteil
des hohen Aufwandes für ihre Realisierung.
Neben den bisher geschilderten Nachteilen ist allen zuvor genannten
Lösungen ein weiterer wesentlicher Nachteil eigen. Ein aufgrund der
kohärent-optischen Arbeitsweise auftretendes kohärentes Rauschen
erschwert zusätzlich neben den unterschiedlichen Rauschgrößen der
einzelnen Detektoren die strukturzonale Auswertung der Objektvorlagen.
Die im Stand der Technik vorhandenen, der Unterdrückung bzw.
Minderung dieses kohärenten Rausches dienenden Lösungen,
beispielsweise die in den Schriften GB-PS 14 09 731, US-PS 3482102
und US-PS 3977771 angegebenen, bedingen ebenfalls einen erhöhten
Aufwand. Es sind zusätzliche Steuereinrichtungen, komplizierte
Antriebseinrichtungen und Translationsanordnungen sowie spezielle
optische Elemente (z. B. taumelnde Glasplatten) notwendig.
Neben den kohärent-optischen Bildverarbeitungsprozessen haben die
inkohärent-optischen Lösungen zur Bildverarbeitung zunehmend an
Bedeutung gewonnen. Insbesondere zur inkohärent-optischen
Fouriertransformation und Filterung sind Varianten erarbeitet worden, z. B.
die in den Schriften GB-PS 12 81 075, US-PS 3288018 und
US-PS 3390257 vorgeschlagenen Anordnungen, die allerdings nicht
ohne einen erheblichen optischen Aufwand und zusätzliche
Spezialelemente auskommen.
Die Anwendung der strukturzonalen Analyse bei der inkohärent-optischen
Arbeitsweise erfordert einen hohen mathematischen Aufwand,
insbesondere an heuristischen Methoden, und ist überhaupt nur bei
eindimensionalen Objektvorlagen mit brauchbaren Ergebnissen
(Cartwright et. al. in Proc. of SPIE Vol. 422, N. Y. 1933, pp. 47-51) durchführbar.
Die Erfindung ist deshalb auf eine effektive Analyse und Auswertung der
in zweidimensionalen Objektvorlagen enthaltenen Informationen mit
geringem Aufwand und einfachen technischen Mitteln gerichtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zu einer neuartigen
optischen Arbeitsweise für die strukturzonale Auswertung der
Ortsfrequenzspektren von zweidimensionalen Objektvorlagen zu
gelangen, die Fehlinterpretationen und technischen Aufwendungen
verringert.
Die Aufgabe wird mit einer Anordnung zur Auswertung
zweidimensionaler Objektvorlagen, bei der entlang einer optischen
Achse eine Beleuchtungseinrichtung vor der Objektvorlage und dieser
nachfolgend eine Fouriertransformationseinrichtung und eine
Empfangseinrichtung mit nachfolgendem Auswertesystem angeordnet
sind, dadurch gelöst, daß die Beleuchtungseinrichtung eine
Leuchteinheit mit einem inkohärenten Beleuchtungsstrahl vorgegebener
Fläche und Form am Ausgang der Leuchteinheit aufweist, wobei dieser
Ausgang sich auf der optischen Achse und für alle nachfolgenden
abbildenden optischen Elemente bis einschließlich der
Fouriertransformationseinrichtung in einer Position befindet, die die
Objektebene für eine Abbildung in die Ortsfrequenzebene der
Fouriertransformationseinrichtung darstellt und daß die
Empfangseinrichtung aus einem in der optischen Achse befindlichen
Einzelempfänger in der Ortsfrequenzebene der
Fouriertransformationseinrichtung besteht. Eine vorteilhafte
Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn als Leuchteinheit eine
der vorgegebenen Fläche und Form des Beleuchtungsstrahles
entsprechende selbstleuchtende Maske vorgesehen ist. Es ist aber ohne
weiteres auch möglich, die Leuchteinheit aus einer inkohärenten
Strahlungsquelle und einer Maske zur Vorgabe der Fläche und Form
des Beleuchtungsstrahles aufzubauen. Es ist zweckmäßig, dabei als
Maske eine Irisblende vorzusehen oder ein schaltbares optisches
Medium einzusetzen.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Maske in einer
Maskenhalterung angeordnet, wobei als Maskenhalterung eine
Wechseleinrichtung mit einer Anzahl weiterer Masken vorgesehen ist.
Die Wechseleinrichtung kann als Maskenrevolver ausgeführt sein. Zur
gleichmäßigen Ausleuchtung der Maske ist es möglich, zwischen
inkohärenter Strahlungsquelle und Maske eine Mattscheibe anzuordnen.
Des weiteren ist es möglich, bei erforderlichem monochromatischen
Beleuchtungsstrahl einen Farbfilter innerhalb der Beleuchtungseinrichtung
anzuordnen, so daß die Leuchteinheit
einen monochromatischen Beleuchtungsstrahl aufweist.
Mit Hilfe der Erfindung ist eine effektive Analyse
und Auswertung der in zweidimensionalen Objektvorlagen
enthaltenen Informationen mit einfachen Mitteln und geringem
Aufwand möglich.
Durch die inkohärent-optische Arbeitsweise ergibt sich der
Vorteil, daß Fehlinterpretationen und zusätzliche Aufwendungen
zur Verminderung des bei der kohärent-optischen Arbeitsweise
auftretenden Rauschens vermieden werden können.
Hinsichtlich des Aufbaus der optischen Fouriertransformationseinrichtung
werden keine speziellen Anforderungen gestellt,
und es besteht die Möglichkeit, bereits vorhandene
Anordnungen zur Auswertung von Objektvorlagen erfindungsgemäß
ohne zusätzliche Mittel und Aufwendungen umzurüsten.
Weitere wesentliche Vorteile ergeben sich bei der
erfindungsgemäßen Anordnung durch die Möglichkeit des Einsatzes
einer inkohärenten Strahlungsquelle innerhalb der
Leuchteinheit. Es kann auf den Einsatz von Lasern, die
stets mit einer empfindlichen Technik und aufwendigen Mitteln
zur Energieerzeugung gekoppelt sind, verzichtet werden.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Einzelempfänger
mit kleiner Empfängerfläche einzusetzen. Aufwendige
Empfängergeometrien sind durch die angegebene neuartige inkohärent-optische
strukturzonale Auswertung nicht mehr erforderlich.
Über die Form und Größe der Maske kann die Erfindung
an die jeweilige Auswert-Aufgabenstellung angepaßt
werden. Diese Aufgabenstellungen können von der Erkennung
von Objekten auf der Objektvorlage bis zur Objektklassifizierung
reichen. Es ist möglich, die interessierenden Informationen
im relevanten Objektbereich mit hoher Wahrscheinlichkeit
einfach und schnell zu erfassen.
Die Erfindung soll anhand von Zeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigt
Fig. 1 eine Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler
Objektvorlagen
Fig. 2 eine weitere Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler
Objektvorlagen, wobei sich
die Objektebene der Fouriertransformationseinrichtung
hinter der Fourieroptik
befindet und als Leuchteinheit eine
selbstleuchtende Maske vorhanden ist
und
Fig. 3 eine weitere Anordnung zur Auswertung
zweidimensionaler Objektvorlagen, wobei
die Anordnung eine Masken-Wechseleinrichtung
aufweist.
Gemäß Fig. 1 besteht eine Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler
Objektvorlagen 1 durch strukturzonale Analyse
aus einer Beleuchtungseinrichtung 2 vor der Objektvorlage
1 und der Objektvorlage 1 nachfolgend aus einer Fouriertransformationseinrichtung
3 und einer Empfangseinrichtung
4. Die Objektvorlage 1, die Beleuchtungseinrichtung 2, die
Fouriertransformationseinrichtung 3 und die Empfangseinrichtung
4 sind entlang einer optischen Achse 5 angeordnet.
Die durch die Beleuchtungseinrichtung 2 auszuleuchtende Objektvorlage
1 befindet sich in der Objektebene 6 der Fouriertransformationseinrichtung
3. In der Ortsfrequenzebene
7 der Fouriertransformationseinrichtung 3 ist in der optischen
Achse 5 ein Einzelempfänger 8 als Empfangseinrichtung
4 vorgesehen. Die Beleuchtungseinrichtung 2 enthält
eine Leuchteinheit 9 mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten
inkohärenten Beleuchtungsstrahl vorgegebener
Fläche und Form am Ausgang 10 der Leuchteinheit 9. Die
Leuchteinheit 9 besitzt dazu eine inkohärente Strahlungsquelle
11 und eine Maske 12 zur Vorgabe der Fläche und
Form des Beleuchtungsstrahles. Weiterhin enthält die Beleuchtungseinrichtung
2 eine Abbildungsoptik 13 mit abbildenden
optischen Elementen. Der Ausgang 10 der Leuchteinheit
9 befindet sich auf der optischen Achse 5 und
für alle nachfolgenden abbildenden optischen Elemente
bis einschließlich der Fouriertransformationseinrichtung
3 in einer Position, die die Objektebene für eine
Abbildung in die Ortsfrequenzebene 7 der Fouriertransformationseinrichtung
3 darstellt. Im gewählten Ausführungsbeispiel
ist diese Bedingung erfüllt, indem die
Maske 12 am Ausgang 10 der Leuchteinheit angeordnet ist
und durch die Abbildungsoptik 13 in Verbindung mit der
Fouriertransformationseinrichtung 3 eine Abbildung der
Maske 12 in die Ortsfrequenzebene 7 erfolgt. Der Ausgang
10 ist dabei Objektebene für alle nachfolgenden abbildenden
optischen Elemente, also für die Abbildungsoptik 13
und die Fouriertransformationseinrichtung 3. Für die Realisierung
der inkohärenten Strahlungsquelle 11 sind verschiedene
Ausführungsmöglichkeiten gegeben. Es ist möglich,
eine Glühlampe, Gas- und Metalldampflampe,
Leuchtstofflampe oder Spektrallampe o. ä. einzusetzen.
Zur gleichmäßigen Ausleuchtung der Maske 12 ist es weiterhin
zweckmäßig, zwischen der inkohärenten Strahlungsquelle
11 und der Maske 12 eine Mattscheibe anzuordnen.
In weiteren Ausführungsvarianten gestattet ein Farbfilter,
z. B. innerhalb der Beleuchtungseinrichtung 2, die
vorteilhafte Arbeit mit einem monochromatischen Beleuchtungsstrahl.
Naheliegend ist es im weiteren, für die inkohärente
Strahlungsquelle 11 einen Laser mit einer nachgeschalteten
Mattscheibe und ggf. einem Strahlaufweitungssystem
vorzusehen. Auch hier ist dann ebenfalls die
Möglichkeit für eine monochromatische Arbeitsweise gegeben.
Für viele Anwendungen erweist es sich als günstig,
als Maske 12 der Leuchteinheit 9 eine Irisblende oder
ein entsprechend der vorgegebenen Fläche und Form des
Beleuchtungsstrahles schaltbares optisches Medium vorzusehen.
Irisblende und schaltbares Medium bieten dabei den
weiteren Vorteil, daß die Größe der Fläche und die Form
des Beleuchtungsstrahles variiert werden können.
Die Funktion der Anordnung ergibt sich wie folgt:
Entsprechend der Arbeitsweise bei der Auswertung von Objektvorlagen durch strukturzonale Analyse des Ortsfrequenzspektrums der Objektvorlage ist es notwendig, für ein bestimmtes und gemäß der gestellten Auswerteaufgabenstellung vorgegebenes Integrationsgebiet im Ortsfrequenzspektrum einen integralen Empfangswert über das Integrationsgebiet zu erhalten und zu registrieren. Dieses Integrationsgebiet entspricht einem Bereich von Ortsfrequenzen im optisch erzeugten Ortsfrequenzspektrum. Da für jedes Integrationsgebiet nur ein Empfangswert ermittelt wird, ist eine Reduktion des zu verarbeitenden Datenumfangs möglich. Diese Integrationsgebiete können nebeneinander vorhanden sein und sich je nach Auswertungsaufgabe überlappen. Es können auch nach Form und Größe unterschiedliche Integrationsgebiete nacheinander vorgegeben und ihr jeweiliger zugeordneter integraler Empfangswert registriert werden. Über einen Vergleich einer solchen erhaltenen Reihe von integralen Empfangswerten mit den integralen Empfangswerten bekannter Objektstrukturen in analogen Integrationsgebieten kann aus den Unterschieden bzw. Gemeinsamkeiten auf die in der Objektvorlage vorhandenen Objektstrukturen geschlossen werden. Dabei ist ein weites Feld von Auswerteaufgaben realisiert, das von der Objektklassifizierung bis zur Objekterkennung reichen kann. Beispielsweise kann auf eine solche Art und Weise eine Klassifizierung von Zell- oder Gewebeproben danach erfolgen, ob neben normalen Zellen auch anomale Zellen in den Proben vorhanden sind. Bei einem Vergleich der integralen Empfangswerte aus verschiedenen Integrationsbereichen über das Ortsfrequenzspektrum der Zellprobe mit den integralen Empfangswerten einzelner normaler Zellen und anomaler Zellen in den gleichen Integrationsbereichen des Ortsfrequenzspektrums ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Qualität der Probe zu schließen.
Entsprechend der Arbeitsweise bei der Auswertung von Objektvorlagen durch strukturzonale Analyse des Ortsfrequenzspektrums der Objektvorlage ist es notwendig, für ein bestimmtes und gemäß der gestellten Auswerteaufgabenstellung vorgegebenes Integrationsgebiet im Ortsfrequenzspektrum einen integralen Empfangswert über das Integrationsgebiet zu erhalten und zu registrieren. Dieses Integrationsgebiet entspricht einem Bereich von Ortsfrequenzen im optisch erzeugten Ortsfrequenzspektrum. Da für jedes Integrationsgebiet nur ein Empfangswert ermittelt wird, ist eine Reduktion des zu verarbeitenden Datenumfangs möglich. Diese Integrationsgebiete können nebeneinander vorhanden sein und sich je nach Auswertungsaufgabe überlappen. Es können auch nach Form und Größe unterschiedliche Integrationsgebiete nacheinander vorgegeben und ihr jeweiliger zugeordneter integraler Empfangswert registriert werden. Über einen Vergleich einer solchen erhaltenen Reihe von integralen Empfangswerten mit den integralen Empfangswerten bekannter Objektstrukturen in analogen Integrationsgebieten kann aus den Unterschieden bzw. Gemeinsamkeiten auf die in der Objektvorlage vorhandenen Objektstrukturen geschlossen werden. Dabei ist ein weites Feld von Auswerteaufgaben realisiert, das von der Objektklassifizierung bis zur Objekterkennung reichen kann. Beispielsweise kann auf eine solche Art und Weise eine Klassifizierung von Zell- oder Gewebeproben danach erfolgen, ob neben normalen Zellen auch anomale Zellen in den Proben vorhanden sind. Bei einem Vergleich der integralen Empfangswerte aus verschiedenen Integrationsbereichen über das Ortsfrequenzspektrum der Zellprobe mit den integralen Empfangswerten einzelner normaler Zellen und anomaler Zellen in den gleichen Integrationsbereichen des Ortsfrequenzspektrums ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Qualität der Probe zu schließen.
Der Vergleich ist deshalb entsprechend aussagefähig, da
normale Zellen zu andersartigen Ortsfrequenzspektren
führen als z. B. Krebszellen. Bei geeigneter Wahl der
Größe und Form der Integrationsgebiete, wie z. B. Kreissektoren,
können diese Unterschiede zwischen den Ortsfrequenzspektren
normaler und anomaler Zellen anhand der integralen
Empfangswerte deutlich hervorgehoben werden.
Nach der erfindungsgemäßen Anordnung wird durch die Maske
12 am Ausgang 10 der Leuchteinheit 9 dem Beleuchtungsstrahl
über die Maske 12 eine entsprechende Form und Fläche
vorgegeben. Diese entspricht dem Integrationsbereich
des Ortsfrequenzspektrums, über den der integrale Wert
des Ortsfrequenzspektrums zu ermitteln ist, und bestimmt
sich aus der vorhandenen Auswerteaufgabenstellung. Bei
Beleuchtung der Objektvorlage 1 mit dem inkohärenten Beleuchtungsstrahl
ergibt sich in der Ortsfrequenzebene 7
in der optischen Achse (W=0) mit der Objektfunktion
der Objektvorlage 1:0 (x, y) ein Empfangswert für die
Registrierung durch den Einzelempfänger 8 von:
wenn die Maske 12 die Transmissionsfunktion R (wx, wy)
besitzt. Dieser stellt sich als
dar. Dieser vom Einzelempfänger 8 aufgenommene Empfangswert
ist direkt der integrale Wert des Ortsfrequenzspektrums
im vorgegebenen Integrationsbereich. Kennzeichnend
für die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung ist dabei,
daß kein Ortsfrequenzspektrum selbst erzeugt bzw.
erhalten wird. In der optischen Achse 5 ergibt sich unmittelbar
der erwünschte und für eine weitere Auswertung
wesentliche integrale Empfangswert. Somit kann auf alle
Aufwendungen zur Erstellung und gesonderten Integration
des Ortsfrequenzspektrums verzichtet werden. Die Weiterverarbeitung
der erhaltenen integralen Empfangswerte in
der vorstehend beschriebenen Weise kann beispielsweise
in einem nachgeordneten Auswertesystem (z. B. Rechner)
erfolgen.
In der Fig. 2 ist eine weitere Anordnung zur Auswertung
zweidimensionaler Objektvorlagen schematisch dargestellt.
Die Anordnung der einzelnen Elemente erfolgt in
analoger Weise zu dem unter Fig. 1 beschriebenen Aufbau.
Als Besonderheit ist bei dieser Ausführungsvariante zu
bemerken, daß sich die Objektebene 6 der Fouriertransformationseinrichtung
3 in Richtung des Beleuchtungsstrahles
hinter der Fouriertransformationseinrichtung
3 befindet.
Ein weiterer Unterschied zur Fig. 1 ergibt sich aus der
Ausführung der Beleuchtungseinrichtung 2. Sie enthält
eine Leuchteinheit 9, die von einer selbstleuchtenden
Maske gebildet wird. Diese selbstleuchtende Maske entspricht
in ihrer Form und Fläche der vorgegebenen Form
und Fläche des Beleuchtungsstrahles. Sie befinden sich
in einer Position, welche in analoger Weise zu dem vorangegangenen
Beispiel die Objektebene für eine Abbildung
der selbstleuchtenden Maske in die Ortsfrequenzebene 7
der Fouriertransformationseinrichtung 3 ist. Diese Abbildung
wird dabei durch die Fouriertransformationseinrichtung
3 realisiert. Die selbstleuchtende Maske als
Leuchteinheit 9 läßt sich in einfacher Weise dadurch
realisieren, daß eine beliebige inkohärente Strahlungsquelle
mit einer entsprechenden, im gewählten Beispiel
ringförmigen Geometrie der strahlenden Fläche eingesetzt
wird. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn diese
selbstleuchtende Maske so ausgeführt ist, daß sich
durch eine entsprechende Ansteuerung mehrere verschiedene
Formen und Flächen realisieren lassen. Beispielsweise
ist das mit einer Anzahl konzentrischer Ringe, die nacheinander
ansteuerbar sind, möglich. Es sind dabei aber
ohne weiteres auch andere Formen und Flächen (verschiedene
Keile o. ä.) denkbar.
Die Funktionsweise der Anordnung nach Fig. 2 ist identisch
mit der bei Fig. 1 näher erläuterten Arbeitsweise.
In der Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel zur
Auswertung zweidimensionaler Objektvorlagen dargestellt.
Auch hier entspricht der prinzipielle Aufbau der in
Fig. 1 beschriebenen Anordnung. Als Besonderheit ist
bei dieser Ausführungsvariante zu bemerken, daß auch
hier, wie bei Fig. 2 bereits erläutert, die Abbildung
der am Ausgang 10 der Leuchteinheit 9 angeordneten Maske
12 in die Ortsfrequenzebene 7 durch die Fouriertransformationseinrichtung
3 erfolgt. Mit einer derartigen Anordnung
ist vorteilhaft eine Minimierung der Zahl der
optischen Elemente und eine weitere Verringerung des
Aufwandes zur Erstellung der Anordnung möglich.
Als weitere Besonderheit ist die Anordnung gemäß Fig. 3
mit einer Wechseleinrichtung 14 für eine Anzahl weiterer
Masken 12 unterschiedlicher Flächen und Formen versehen.
Diese Masken 12 sind in einer Maskenhalterung angeordnet,
so daß es einfach möglich ist, nacheinander mehrere unterschiedliche
Flächen und Formen für den inkohärenten
Beleuchtungsstrahl vorzugeben. Damit ist die Möglichkeit
gegeben, wie bei Fig. 1 beschrieben, eine Reihe integraler
Empfangswerte zu registrieren und eine entsprechende
Auswertung der Objektvorlage 1 vorzunehmen. Die
in Fig. 3 angegebenen Maskenmuster sollen nur beispielhaft
mögliche Varianten aufzeigen. Es ist ohne weiteres
realisierbar, beliebige oder auch ggf. unsymmetrische
Muster vorzugeben. Ebenso besteht die Möglichkeit, die
Wechseleinrichtung 14 in der Art eines Maskenrevolvers
auszuführen, so daß sich eine weitere konstruktive Vereinfachung
ergibt. Dabei ist die bei Fig. 1 bereits erläuterte
Bedingung einer Abbildung der jeweils verwendeten
Maske 12 in die Ortsfrequenzebene 7 der Fouriertransformationseinrichtung
3 einzuhalten. Im Beispiel gemäß
Fig. 3 erfolgt diese Abbildung, wie oben erläutert, durch
die Optik der Fouriertransformationseinrichtung 3. Der
Ausgang 10, also die Maskenebene, ist dabei Objektebene
für diese Abbildung. Die Funktionsweise der Anordnung
gemäß Fig. 3 ist die gleiche, wie unter Fig. 1 beschrieben.
Bei allen drei Ausführungsbeispielen ergibt sich noch
eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit. Für verschiedene
Auswerteaufgabenstellungen ist es notwendig, mit einem
monochromatischen Beleuchtungsstrahl zu arbeiten.
Beispielsweise ist das der Fall, wenn die Objektvorlage
eine Gitterstruktur darstellt und die damit sich evtl.
ergebenden Farbsäume vermieden werden sollen. Bei polychromatischer
Strahlungsquelle ist das mit Hilfe eines
Farbfilters, wie bereits unter Fig. 1 beschrieben, möglich.
Es kann aber auch auf die Verwendung eines Farbfilters
verzichtet werden und eine speziell chromatisch
korrigierte Fouriertransformationseinrichtung 3 eingesetzt
werden. Diese ist dann entsprechend chromatisch
überkorrigiert, so daß die Farbabweichungen der Brennpunkte
kompensiert werden.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1 zweidimensionale Objektvorlage
2 Beleuchtungseinrichtung
3 Fouriertransformationseinrichtung
4 Empfangseinrichtung
5 optische Achse
6 Objektebene
7 Ortsfrequenzebene
8 Einzelempfänger
9 Leuchteinheit
10 Ausgang
11 inkohärente Strahlungsquelle
12 Maske
13 Abbildungsoptik
14 Wechseleinrichtung
2 Beleuchtungseinrichtung
3 Fouriertransformationseinrichtung
4 Empfangseinrichtung
5 optische Achse
6 Objektebene
7 Ortsfrequenzebene
8 Einzelempfänger
9 Leuchteinheit
10 Ausgang
11 inkohärente Strahlungsquelle
12 Maske
13 Abbildungsoptik
14 Wechseleinrichtung
Claims (9)
1. Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler Objektvorlagen, bei
der entlang einer optischen Achse eine Beleuchtungseinrichtung vor
der Objektvorlage und dieser nachfolgend eine
Fouriertransformationseinrichtung und eine Empfangseinrichtung mit
nachfolgendem Auswertesystem angeordnet sind, gekennzeichnet
dadurch, daß die Beleuchtungseinrichtung eine Leuchteinheit mit
einem inkohärenten Beleuchtungsstrahl vorgegebener Fläche und
Form am Ausgang der Leuchteinheit aufweist, wobei dieser Ausgang
sich auf der optischen Achse und für alle nachfolgenden
abbildenden optischen Elemente bis einschließlich der
Fouriertransformationseinrichtung in einer Position befindet, die die
Objektebene für eine Abbildung in die Ortsfrequenzebene der
Fouriertransformationseinrichtung darstellt, und daß die
Empfangseinrichtung aus einem in der optischen Achse
befindlichen, kleinflächigen Einzelempfänger in der
Ortsfrequenzebene der Fouriertransformationseinrichtung besteht.
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß als Leuchteinheit eine der vorgegebenen Fläche und Form des
Beleuchtungsstrahles entsprechende selbstleuchtende Maske
vorgesehen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß die Leuchteinheit eine inkohärente Strahlungsquelle und eine
Maske zur Vorgabe der Fläche und Form des Beleuchtungsstrahles
enthält.
4. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch,
daß als Maske eine Irisblende vorgesehen ist.
5. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch,
daß als Maske ein schaltbares optisches Medium vorgesehen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch,
daß die Maske in einer Maskenhalterung angeordnet
ist, wobei als Maskenhalterung eine Wechseleinrichtung
mit einer Anzahl weiterer Masken vorgesehen ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, gekennzeichnet dadurch,
daß als Wechseleinrichtung ein Maskenrevolver vorhanden
ist.
8. Anordnung nach Anspruch 3 bis 7, gekennzeichnet dadurch,
daß zwischen inkohärenter Strahlungsquelle
und Maske eine Mattscheibe angeordnet ist.
9. Anordnung nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch,
daß eine einen monochromatischen Beleuchtungsstrahl
aufweisende Leuchteneinheit vorgesehen
ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD84272280A DD246466A3 (de) | 1984-12-29 | 1984-12-29 | Anordnung zur auswertung zweidimensionaler objektvorlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3538413A1 DE3538413A1 (de) | 1986-07-03 |
| DE3538413C2 true DE3538413C2 (de) | 1995-02-16 |
Family
ID=5564614
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3538413A Expired - Fee Related DE3538413C2 (de) | 1984-12-29 | 1985-10-29 | Anordnung zur Auswertung zweidimensionaler Objektvorlagen |
Country Status (5)
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| DD (1) | DD246466A3 (de) |
| DE (1) | DE3538413C2 (de) |
| RU (1) | RU2085996C1 (de) |
Families Citing this family (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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