DE3540532C2 - - Google Patents
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- E01C9/02—Wheel tracks
-
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Die Erfindung bezieht sich in erster Linie auf eine Verbundplatte
für Spurbahnen nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1.
Spurbahnen ersetzen vielfach breite, massive Fahrbahnen.
Durch ihre geringere Breitenausdehnung wird
die Umgebung weniger stark durchtrennt und dadurch
in geringerem Maße ökologisch beeinflußt. Spurbahnen
ersetzen den funktionsnotwenigen Anteil einer massi
ven Fahrbahn, ohne deren Nachteile zu besitzen.
Sie werden hauptsächlich für landwirtschaftliche
Wirtschaftswege eingesetzt. Sie können als Einzel-
oder Doppelspur aber auch für Fußgängerpfade, Radfahr
wege u. dgl. benutzt werden.
Bei einer bekannten Verbundplatte (DE-GM
18 78 043) der eingangs angegebenen Art wird die
Spurbahn aus einzelnen Verbundplatten herge
stellt, die mit ihren Stoßflächen aneinandergelegt
werden. Wegen der kreisbogenförmig ausgeführten
Stoßfuge können die Platten längs der Stoßfuge
tangential verschoben werden, um eine allmähliche
Richtungsänderung der Spurbahn zu erzielen. Die
Stoßflächen können mit einer Gratspundung versehen
sein. Dem Fachmann sind dreieckige, quadratische
und trapezförmige Spundungen sowie solche mit einge
setzten Federn bekannt. Das Wort "Grat" deutet auf
einen winkelförmigen Querschnitt. Diese Verbund
platten müsen auf möglichst festem Unterbett verlegt
werden. Denn wenn die Bettung elastisch nachgibt
und daher bei einer Verkehrsbelastung eine Neigungs
änderung benachbarter Platten erfolgt, werden Nut
und Feder der Gratspundung übermäßig beansprucht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbund
platte der eingangs beschriebenen Art derart
auszubilden, daß auch eine Verlegung auf einer nachgiebigen und wenigstens
teilweise elastischen Bettung und dabei eine Übertragung von
größeren Vertikalkräften auf die benachbarte Platte
ohne Überlastung von Querschnittsbereichen der Stoßfuge möglich
ist.
Diese Augabe wird erfindungsgemäß mit den kenn
zeichnenden Merkmalen im Anspruch 1 gelöst.
Die mit Hilfe der bogenförmigen Querschnittsbegren
zungen erzielbare
Relativbewegung von Nut und Feder erlaubt eine erweiterte Aufrecht
erhaltung eines nachstehend erläuterten sogenannten
Einspannmoments und der Übertragung
eines Teils der Verkehrskräfte von der belasteten
Verbundplatte auf die benachbarte Verbundplatte, so daß die
Verkehrskräfte über einen Spurbahnabschnitt, der
länger als eine Verbundplatte ist, auf die elastische Bettung
übertragen werden. Wenn bei großen Verkehrskräften
die belastete Platte stärker in die elastische
Bettung einsinkt, kann die benachbarte Platte dieser
Bewegung folgen, auch wenn hierbei die Neigungsdiffe
renz zwischen den beiden Platten vergrößert wird.
Denn infolge der bogenförmigen Querschnittsbegrenzungen
von Nut und Feder ist dafür gesorgt, daß auch
in der neuen Relativlage von Nut und Feder die Ein
spannkräfte sicher übertragen werden. Endet die
Verkehrsbelastung, kehren die Platten unter dem
Einfluß der elastischen Bettung selbsttätig wenigstens weitgehend in ihre
Ausgangslage zurück. Mit dieser verhältnismäßig elastischen Beweg
barkeit ist keine Überlastung der die Stoßfuge bilden
den Teile möglich. Mit den bogenförmigen Querschnittsbe
grenzungen ist es wie bei den bekannten Platten möglich, eine Kraftübertragung
über die ganze Länge oder einen wesentlichen Teil
der Länge von Nut und Feder zu erreichen, jedoch werden statt
eines linienförmigen Kontakts streifenförmige Flächen
kontakte erzielt.
Bei der Ausführungsart nach Anspruch 2 ist
gewährleistet, daß mit Zunahme der über die Stoßfuge
zu übertragenen Vertikalkräfte die zusammenwirkenden
Oberflächenbereiche von Nut und Feder eine zunehmend
größere Komponente in Spurrichtung haben, die Kräfte
also gut übertragen werden können. Wenn die belastete
Platte aus der Spurbahnebene herausbewegt wird,
übt sie gleichzeitig axiale Spreizkräfte auf die
beiden Nachbarplatten aus. Es ergibt sich eine
resultierende Kraft mit einer axialen Komponente,
durch welche die Druckfestigkeit des Betons bei
der Kraftübertragung ausgenutzt werden kann. Auch
tragen die Spreizkräfte zur Rückstellung bei Ent
lastung bei.
Die Bögen der Querschnittsbegrenzungen können ver
schiedene Formen haben, insbesondere die Form von
Kegelschnitten. Eine besonders einfache Ausgestaltung
nach Anspruch 3 sieht etwa kreisbogenförmige
Querschnittsbegrenzungen vor. Durch Computerberechnung
lassen sich optimale Formen für besonders
große Neigungsdifferenzen zwischen den benachbarten
Platten angeben.
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 4 werden Nut und Feder
besser angeformt; diese Platte vermag größere
Kräfte zu übetragen.
Die Weiterbildung nach Anspruch 5 läßt einen besonders
günstigen Abstand einer imaginären Drehachse des soge
nannten Einspannmoments von den extrem liegenden Kraftan
griffsbereichen erreichen.
Die Bemessungen bei den Platten nach den Ansprüchen
6 und 7 sind besonders vorteilhaft. Bei wesentlich
größerem Krümmungsradius geht die Einspannung in ein
Gelenk über. Bei wesentlich kleinerem Krümmungsradius
ergibt sich eine weitgehend starre Einspannung.
Bei der Ausführungsform nach Anspruch 8 ist durch die
Bestimmung des Radius trotz der einfachen Kreisbogenform
eine gute Einspannung bei unterschiedlichen Neigungsdif
ferenzen erzielbar.
Die Bemessung nach Anspruch 9 ergibt eine gute Passung
bei allen Neigungslagen.
Die Erfindung betrifft auch eine aus den Verbundplatten
hergestellte Spurbahn. Die Spurbahn ist nach Anspruch 10
ohne Unterbau auf vorhandenem Erdplanum verlegt. Obwohl
dieses Erdplanum im Vergleich zu einem besonderen Unter
bau eine hohe, teilweise elastische Nachgiebigkeit haben
kann, werden die Verkehrskräfte im Verbund sicher auf
die Bettung übertragen.
Die Erfindung betrifft schließlich ein Verfahren zum
Verlegen der Verbundplatten. Bei dem im Anspruch 11
angegebenen Verfahren werden Nut und Feder in die gewün
schte Ruhelage gebracht, in die sie jeweils nach Beendi
gung der Kraftübertragung wieder zurückkehren sollen.
Bei einer weiteren Ausführungsart des Verfahrens wird
entsprechend Anspruch 12 vor dem Pressen ein Fugenfüll
mittel, beispielsweise Bitumen, eingebracht. Es behindert
die Einspannung und die Kraftübertragung nicht, stellt
aber sicher, daß die Fugen nach außen hin abgeschlossen
sind.
Durch das dem Anspruch 13 zu entnehmende Vorgehen ist sicherge
stellt, daß die weitere Platte in die gewünschte
Endlage gebracht wird, weil als Gegenkraft die Bodenreibung
zumindest zweier Platten dient.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeich
nung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 die Draufsicht auf eine erste Ausführungsform
der Verbundplatte,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Platte
längs der Linie a-a in der Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der in
der Fig. 1 dargestellten Platte,
Fig. 4 eine schematische Darstellung des Kraftverhält
nisses bei einer Spurbahn aus den erfindungsge
mäßen Verbundplatten,
Fig. 5 eine Seitenansicht der die Stoßfuge bildenden
Teile benachbarter Verbundplatten,
Fig. 6 die Draufsicht auf die Teile der Fig. 5,
Fig. 7 die Teile der Fig. 5 und 6 in räumlicher
Darstellung,
Fig. 8 eine zweite Ausführungsform von Verbundplatten
in räumlicher Darstellung der Teile entsprechend Fig. 7,
Fig. 9 schematisch die Draufsicht auf die von den
Verbundplatten nach der Fig. 8 gebildete Stoßfuge,
Fig. 10 einen Längsmittelschnitt durch die Stoßfuge
der Fig. 9 und
Fig. 11 die Draufsicht auf eine verlegte Spurbahn.
Die in den Fig. 1 bis 7 veranschau
lichte Verbundplatte besteht aus unbewehrtem
Beton. Sie hat eine Seitenlänge L, eine Breite B
und eine Höhe h. Die eine Stoßfläche 2 ist konvex,
die andere Stoßfläche 3 konkav gekrümmt,
der Krümmungsradius beträgt R. Die Stoßfläche 2
ist mit einer Feder 4, die Stoßfläche 3 mit einer
Nut 5 versehen. Die Feder hat eine bogenförmige
Querschnittsbegrenzung 6, die Nut eine bogenförmige
Querschnittsbegrenzung 7.
Bei einem Ausführungsbeispiel waren die folgenden
Werte vorgesehen:
| Länge L|= 1,60 m | |
| Breite B | = 0,80 m |
| Höhe h | = 0,14 m |
| Radius R | = 0,80 m |
| Betongüte B | = 25 |
| Belastung | = SLW 12 t |
Wenn man Verbundplatten 1, 1 a, 1 b mit ihren
Stoßflächen aneinandersetzt, bilden sie, wie Fig. 4
zeigt, eine Spurbahn S, wobei sich in den jeweiligen Stoßfugen 8
sogenannte elastische Einspanungen 9 ergeben, die ein Einspann
moment, eine Vertikalkraft und ein Torsions
moment gegenseitig zu übertra
gen vermögen. Die Verbundplatten liegen
auf einer erlastischen Bettung 10, vorzugsweise unmit
telbar auf dem vorhandenen Erdplanum. Wenn daher
beispielsweise auf der Platte 1 eine Radlast P R
ruht, dann entsprechen die elastischen Bodenkräfte E nicht
nur dem Gewicht G der Platten, sondern auch
der Radlast P R. Hiervon wird
ein wesentlicher Anteil P₀ von der Platte 1 direkt auf
die elatische Bettung 10 übertragen, während die
verbleibenden Verkehrskräfte als Kraftanteil P₁ auf die benach
barte Platte 1 a und als Kraftanteil P₂ auf die benachbarte
Platte 1 b übertragen werden, die dann die Kraftanteile weiter
in die Bettung 10 ableiten. Infolgedessen verteilt
sich die Radlast P R auf mehr als eine Verbundplatte.
Entsprechend gering ist die Verlagerung
der belasteten Platte 1. Die gleichen Verhältnisse
gelten für die Radlast P R′, die mit dem Anteil
P 0′ die zugehörige Platte und mit den Kraftanteilen
P₃ und P₄ die Nachbarplatten belasten.
Wie die Fig. 5, 6 und 7 zeigen, wird eine
Stoßfuge 8 aus der konkaven Stoßfläche 3 der
Platte 1 und der konvexen Stoßfläche 2 der Platte 1 a
gebildet, wobei die Feder 4 in die Nut 5 eintritt.
Im Kraftübertragungsbereich hat die Querschnittsbe
grenzung 6 der Feder 4 einen Radius r F und die Quer
schnittsbegrenzung 7 der Nut 5 einen Radius r N.
Zu beiden Seiten befindet sich ein Übergangsabschnitt
mit entgegengesetzter Krümmung, wobei für die Feder
der Übergangs-Radius r F 1 und für die Nut der Übergangs-Radius r N 1 vorge
sehen ist (für die erste Ausführungsform nicht dargestellt).
Die hier betrachteten Querschnitte liegen
jeweils radial zur Stoßfläche 2 bzw. 3. Bei einem
Ausführungsbeispiel sind die nachstehenden Werte
vorgesehen worden:
| Radius r F|= 40 mm | |
| Radius r N | = 42 mm |
| Übergangs-Radius r F 1 | = 25 mm |
| Übergangs-Radius r N 1 | = 25 mm |
Wenn die Stoßfuge geschlossen wird, ergibt sich
eine aixale Überlappung von Nut und Feder nicht
nur, weil die Feder in den Nutquerschnitt eingreift,
sondern auch dadurch, daß wegen der Krümmung der
Stoßfugen 2 und 3 eine Eindringtiefe, die der Segmenthöhe f
des durch die Stoßfläche gebildeten Segments
entspricht, vorhanden ist (Fig. 1).
Die Fig. 8 is 10 zeigen die zweite Ausführungsform,
bei der für entsprechende Teile um 10 erhöhte Bezugs
zeichen verwendet werden. Der Hauptunterschied besteht
darin, daß die Feder 14 an der konkaven Stoßfläche 13
und die Nut 15 an der konvexen Stoßfläche 12 ausge
bildet ist. Außerdem sind die Radien r F und r N der
Querschnittsbegrenzungen von Feder und Nut im Kraft
übertragungsbereich K einander gleich, während die
Übergangsradien r F 1 und r N 1 sich voneinander unterscheiden.
Die Radien r F und e N entsprechen etwa
der halben vorerwähnten Eindringtiefe. Bei einer Platte 11,
der Außenabmessungen derjenigen der ersten Aus
führungsform entspricht, ergibt sich eine Segmenthöhe f und somit eine Ein
dringtiefe von 110 mm. Hierfür wurden die Radien
von r F und r N=53,6 mm als günstig festgestellt,
während die Übergangsradien r N 1=35 mm und r F 1=39 mm
betrugen. Bei diesen Abmessungen hat sich
auch eine Höhe h=0,16 m als vorteilhaft erwiesen.
Zum Verständnis der Funktionsweise sei auf die Fig. 9
und 10 verwiesen.
Im Kraftübertragungsbereich K haben die beiden bogenför
migen Querschnittsbegrenzungen 16 und 17 in der Mitte
die Scheitel U₁, U₂, von denen sich die Druckflächen
in Höhenrichtung der Verbundplatten erstrecken. Nach
beiden Seiten der Scheitel bilden sich Komponenten in
Spurrichtung, die zu den Oberflächen der Verbundplatten
hin zunehmen.
Beim Verlegen der Verbundplatten wird dafür gesorgt,
daß Nut und Feder mit möglichst geringem Spiel aneinan
derliegen. Im optimalen Fall besteht dann eine vorzugs
weise flächige Berührung im Bereich der Scheitel von
Nut und Feder. Die Scheitel U₁ und U₂ sind in Fig. 10
eingetragen. Wird nun die Platte 11 durch eine Radlast
R R belastet, wird sie gegen die Bodenkraft E der elasti
schen Bettung 10 nach unten gedrückt. Die hierbei auf
die benachbarte Platte 11 a übertragene Vertikalkraft
P V führt zu einer Mitnahme der Platte 11 a, wobei die
bislang miteinander fluchtenden Oberflächen der beiden
Platten 11 und 11 a nunmehr eine Neigungsdifferenz aufwei
sen. Dies hat zur Folge, daß die Platte 11, die an ihrer
anderen Stoßfuge abgestützt ist, eine gewisse Spreizwir
kung ausübt, die zu einer Horizontalkraft P H führt.
Die resultierende Kraft P Z 2 wirkt in einem Bereich U 2′,
der unterhalb des Scheitels U₂ liegt. Gleichzeitig bildet
sich oberhalb des Scheitels U₁ im Bereich U₁, die resul
tierende Kraft P Z 1. Je stärker die zu übertragenden
Kräfte sind, um so mehr verlagern sich die Bereiche U 1′,
U 2′ in Gebiete mit zunehmender Komponente in Spurrich
tung, wo Vertikalkraftkomponenten besonders gut durch
die Druckfestigkeit des Betons aufgenommen werden können.
In Fig. 10 sind schematisch keilförmige Druck
bereiche D₁ und D₂ angegeben, welche diese Verhältnisse
verdeutlichen sollen.
Die Querschnitte von Nut und Feder sind unter Berücksich
tigung der Belastungsparameter so an die betonspezi
fischen Festigkeitseigenschaften angepaßt, daß die Stoß
flächen die auftretenden Kräfte und Momente übertragen
können.
Die Vertikalkomponenten der resultierenden Kräfte P Z 1
und P Z 2 erzeugen ein Moment um eine imaginäre Drehachse
20, das sogenannte Einspannmoment 9, das zur Folge hat,
daß sich die Kräfte nicht nur im Bereich der Stoßfuge 8,
sondern auch über die Länge der Platte 11 a verteilt
auf die elastische Bettung 10 übertragen läßt. Dieses
Einpannmoment ist bei jeder Neigungsdifferenz der Platten
vorhanden und wächst mit zunehmender Neigungsdiffe
renz an.
Bei Fortfall der Verkehrslast kehren die Verbundplatten
unter dem Einfluß der Elastizität der Bettung 10 in
die veranschaulichte Ruhestellung zurück.
In Fig. 9 sind die Bereiche U 1′ und U 2′ an den Extrem
punkten der Stoßfuge veranschaulicht. In der Praxis
werden die Kräfte aber auch zwischen diesen Extrempunkten
übertragen, wobei die Abstände der Bereiche U 1′ und
U 2′ zur imaginären Drehachse 20 hin kleiner sind. Es
ergeben sich die in einer Richtung wirkende Kraftübertra
gungsfläche F₁ und die in der anderen Richtung wirkenden
Kraftübertragungsflächen F₂.
Bei der Herstellung genügt es, den bogenförmigen Quer
schnittsbegrenzungen 16 und 17 eine Form zu geben, die
den optimalen Bedingungen der elastischen Einspannung
nur angenähert entspricht. Einerseits reicht dies für
viele Anwendungszwecke schon aus. Und andererseits er
folgt durch die gegenseitige Bewegung der Platten an
denjenigen Stellen, die zu stark belastet sein sollten,
eine Reibungsabnutzung, durch die sich die optimale
Form im Laufe der Zeit von selbst ergibt.
Ähnliche Verhältnisse stellen sich auch bei der Ausfüh
rungsform der Fig. 1 bis 7 ein.
Fig. 11 zeigt in Draufsicht eine Spurbahn S, die zunächst
mit den Platten 1 c und 1 d endet. Von diesem Ende der
Spurbahn ist mit Hilfe eines Verlegegeräts die weitere
Platte 1 e auf ungestörtem Planum abgelegt worden. Nach
Einfüllen eines Füllmaterials in die Stoßfuge 8 wird
eine Spannvorrichtung eingesetzt, die einmal im Bereich
21 an der Platte 1 c befestigt wird und andererseits
im Bereich 22 an der Platte 1 e anliegt. Durch Anziehen
dieser Spannvorrichtung wird die Platte 1 e dicht an
die Stoßfläche der Platte 1 d gezogen. Da hierbei ledig
lich die Reibung einer Platte 1 e überwunden werden muß,
in Gegenrichtung aber die Reibungskräfte zweier Platten
1 c und 1 d das Widerlager bilden, benötigt man keine
sonstigen Verankerungen.
Die so verlegte Platte 1 e übernimmt im Verbund sofort
ihre volle Funktion und ist mit ihrer Einspannung und
ihren Scher- und Biegezugfestigkeiteigenschaften sofort
belastbar. Beispielsweise kann ein Verlegegerät und
ein Plattenanlieferungsfahrzeug sich im Baufortschritt
auf der Spurbahn
bewegen. Nach Abschluß der Verfüllungsarbeiten kann
dann die Spurbahn sofort dem Verkehr übergeben wer
den.
Fig. 11 zeigt ferner, daß die einzelnen Platten
jeweils tangential gegeneinander versetzt sind.
Auf diese Weise läßt sich auch eine Kurve
herstellen, ohne daß die statischen Verhältnisse
in den Stoßfugen 8 sich maßgebend ändern.
Die in Fig. 11 angegebenen Formeln für die seitliche
Versetzung, die der Segmenthöhe f entsprechende
Einspanntiefe und den Krümmungsra
dius der Spurbahn bedürfen keiner näheren Erklärung.
Insgesamt ist eine Spurbahnherstellung unter
Verwendung einer einzigen Verbundplattenform
ohne zusätzlichen Unterbau möglich. Die
Verbundplatten können unbewehrt oder mit einer Stahleinlage
bewehrt hergestellt werden. Oft genügt es, die Beweh
rung auf den Bereich der Stoßfuge zu beschränken.
Claims (13)
1. Verbundplatte, insbesondere aus Beton, für Spur
bahnen, bei der die quer zur Spurrichtung verlau
fenden Stoßflächen eine im wesentlichen kreisbogen
förmige Krümmung sowie eine Nut bzw. eine Feder
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Quer
schnittsbegrenzungen (6, 7, 16, 17) von Nut (5; 15) und
Feder (4; 14) in einem Kraftübertragungsbereich
(K) bogenförmig sind und mit der übrigen Ausbildung
der Stoßflächen (2, 3, 12, 13) zwischen benachbarten,
gleichartigen, im Verbund auf einer elastischen
Bettung (10) verlegten Platten (1, 1 a bis 1 e; 11, 11 a)
derartige gegenseitige Neigungsdifferenzen ermög
lichen, die bei Belastung ein zunehmendes und
bei Entlastung ein abnehmendes Einspannmoment
ergeben.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittsbegrenzungen (6, 7, 16, 17) im Schnitt
punkt mit einer Symmetrielinie eine Komponente
in Spurrichtung mit dem Wert 0 und nach beiden
Seiten hin mit einem kontinuierlich zunehmenden
Wert aufweisen.
3. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenzeich
net, daß die Querschnittsbegrenzungen (6, 7, 16, 17)
etwa kreisbogenförmig sind.
4. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Querschnittsbegrenzungen
(6, 7, 16, 17) zu beiden Seiten des Kraftübertragungsbe
reichs (K) einen Übergangsabschnitt
mit entgegengesetzter Krümmung aufweisen.
5. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feder (14) an der konkaven
Stoßfläche (13) angeordnet ist.
6. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius (R) der
Stoßflächen (2, 3; 12, 13) das 0,5- bis 2-fache
der Breite (B) der Platte (1; 1 a bis 1 e; 11, 11 a) ist.
7. Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Krümmungsradius (R) der Stoßflächen (2,
3; 12, 13) etwa gleich der Breite (B) der Platte
(1; 1 a bis 1 e; 11, 11 a) ist.
8. Platte nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die etwa kreisbogenförmige
Querschnittsbegrenzung (6, 7; 16, 17) einen Radius
(r F; r N) hat der annähernd gleich der Hälfte
der Segmenthöhe (f) des durch dei Stoßfläche (2, 3;
12, 13) jeweils gebildeten Segments ist.
9. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Radien (r F,
r N) der Querschnittsbegrenzungen (6, 7; 16, 17) von
Nut (5; 15) und Feder (4, 14) im Kraftübertra
gungsbereich (K) sich um nicht mehr als 3 mm
voneinander unterscheiden.
10. Spurbahn aus Verbundplatten nach einem der An
sprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sie ohne Unterbau auf einem die Bettung (10) darstellenden
vorhandenen Erdplanum
verlegt ist.
11. Verfahren zur Verlegung von Verbundplatten nach
einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß von einem bereits verlegten Abschnitt
der Spurbahn aus eine weitere Platte (1 e) abgelegt
und dann gegen das stirnseitige Ende des Ab
schnitts gepreßt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Pressen ein Fugenfüllmittel
eingebracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Preßvorrichtung einer
seits an der weiteren Platte (1 e) und andererseits
an der Spurbahn jenseits der letzten vorher
verlegten Platte (1 d) angesetzt wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540532 DE3540532A1 (de) | 1984-11-20 | 1985-11-15 | Verbundplattenelement fuer spurbahnen und verfahren zu dessen verlegung |
| EP86114827A EP0224048B1 (de) | 1985-11-15 | 1986-10-24 | Verbundplattenelement für Spurbahnen und Verfahren zu dessen Verlegung |
| AT86114827T ATE54688T1 (de) | 1985-11-15 | 1986-10-24 | Verbundplattenelement fuer spurbahnen und verfahren zu dessen verlegung. |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843442330 DE3442330A1 (de) | 1984-11-20 | 1984-11-20 | Betonverbundplattenelement fuer spurbahnen mit elastischer bettung |
| DE19853540532 DE3540532A1 (de) | 1984-11-20 | 1985-11-15 | Verbundplattenelement fuer spurbahnen und verfahren zu dessen verlegung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3540532A1 DE3540532A1 (de) | 1986-05-28 |
| DE3540532C2 true DE3540532C2 (de) | 1990-11-22 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853540532 Granted DE3540532A1 (de) | 1984-11-20 | 1985-11-15 | Verbundplattenelement fuer spurbahnen und verfahren zu dessen verlegung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3540532A1 (de) |
Family Cites Families (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE159689C (de) * | ||||
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| DE1878043U (de) * | 1963-04-25 | 1963-08-22 | Beton & Monierbau Ag | Sechsflaechige verbundplatte fuer spurwege. |
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-
1985
- 1985-11-15 DE DE19853540532 patent/DE3540532A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3540532A1 (de) | 1986-05-28 |
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