DE3540963C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft eine Pflanzenhaltung für Kulturpflanzen, insbesondere im Wohn- oder Bürobereich angeordnete Zimmerpflanzen, bei der ein die Pflanze mit Nährstoffen versorgender Erd- oder Humusballen von einem Substrat umhüllt ist, das die zugeführte Feuchtigkeit speichert und dem Ballen gleichmäßig Feuchtigkeit zuführt.
Derartige Kulturpflanzen werden im Wohn- und Bürobe­ reich, aber auch in anderen Bereichen eingesetzt, um die Natur in diese ansonsten für sie nicht zulässigen Bereiche hereinzuholen. Dadurch wird der Aufenthalt in diesen Bereichen angenehmer, sowohl vom Klima wie auch vom allge­ meinen Wohlbefinden her. Seit langem ist es bekannt, die Pflanzen, d. h. sowohl blühende wie immergrüne Pflanzen mit einem Erdballen versehen in Ton- oder Kunststofftöpfe einzusetzen und dann mit oder ohne Übertopf in diesen Bereichen aufzustellen. Dabei ist es notwendig, die Pflan­ zen in regelmäßigen Abständen, d. h. in der Regel täglich mit Wasser zu begießen, um ein Austrocknen und damit Absterben der Pflanzen zu verhindern. Abgesehen davon, daß das regelmäßige Gießen den Einsatz der Hausfrau oder von Arbeitskräften erfordert, ist dem Begießen eine beson­ dere Sorgfalt zuzuordnen, da der Pflanze weder zu viel noch zu wenig Feuchtigkeit zugeführt werden darf. Außerdem benötigen derartige Kulturpflanzen in regelmäßigen Abstän­ den eine Düngung, was wiederum eine entsprechende Sorgfalt erfordert. Um die Abstände der Feuchtigkeitszufuhr zu vergrößern und damit den Einsatz von Arbeitskraft insbe­ sondere im Bürobereich u.ä. Bereichen möglichst einzu­ schränken, sind sogenannte Hydrokulturen entwickelt wor­ den, bei denen die Pflanzen ohne Erde bzw. Humus aufgezo­ gen und nur mit wässriger Nährlösung versorgt werden. Nachteilig dabei ist allerdings, daß die Aufzucht von blühenden Pflanzen sehr schwer ist, so daß der Hydrokultur nur eine begrenzte Zahl von Pflanzenarten zugänglich ist. Nachteilig ist außerdem, daß die jeweils entsprechenden Pflanzen gesondert aufgezogen werden müssen, um dann später als Hydrokulturpflanzen verwendet werden zu können. Schließlich erfordern derartige Hydrokulturpflanzen beson­ dere Behältnisse, so daß eine Umstellung von Erd- auf Hydrokulturpflanzen auch eine Umstellung der gesamten Behältnisse erfordert. Aus diesem Grunde findet sich in der Regel in einem Bereich nur entweder eine Ansammlung von Hydrokulturpflanzen oder von mit Erdballen versorgten Pflanzen. Für den Blumenliebhaber kommt dabei erschwerend hinzu, daß er Pflanzen, die er schon länger besitzt und die ihm liebgeworden sind, bei einer Umstrukturierung seiner Blumen auf Hydrokultur nicht entsprechend umpflan­ zen kann.
Insbesondere während der Urlaubszeit ist der Blumen­ freund gezwungen, Dritte zu finden, die seine Blumen während seiner Abwesenheit mit der nötigen Feuchtigkeit versorgen. Hierzu sind bereits sogenannte Gießautomaten entwickelt worden, die den Topfpflanzen die ausreichende Feuchtigkeit über einen Schlauch kontinuierlich zuführen, der auf der gegenüberliegenden Seite in ein entsprechendes Wasserreservoir eingetaucht ist. Abgesehen davon, daß dieses zusätzliche Wasserreservoir zusätzlichen Platz wegnimmt und in der Regel den optischen Gesamteindruck beeinträchtigt, ist eine einigermaßen einwandfreie Versor­ gung der Pflanzen mit Feuchtigkeit nur dann gewährleistet, wenn alle Teile richtig miteinander verbunden und die Zuführung des Wassers gewährleistet ist. Eine solche mit einem getrennten Wasserreservoir arbeitende Pflanzenhal­ tung ist aus der DE-OS 32 26 719 bekannt. Auch in der DE-OS 34 38 103 ist eine solche Pflanzenhaltung be­ schrieben, bei der eine Wasserbevorratung die Bewässerung der Pflanzen auch über längere Zeiträume ermöglichen soll.
Die mit Erdballen versehenen Pflanzen sind dabei in eine Basaltlava einheitlicher Körnung eingegeben, wobei eine gleichmäßige Befeuchtung der Pflanzen bzw. der Erdballen nur dann gewährleistet ist, wenn die Pflanzen bereits über entsprechendes Wurzelwerk verfügen, das sich durch die Lava in den Bereich des Wasseranstaus hindurchbohren kann. Wird nicht für einen gleichmäßigen Wasserstand gesorgt, müssen diese Pflanzen austrocknen. Die DE-OS 32 13 695 beschreibt ein Pflanzensubstrat, das aus gesiebtem vulka­ nischen, porösen Lavagestein bestehen soll und zwar einer Korngröße 1 bis 20 mm bzw. 2 bis 5 mm. Aus der Beschrei­ bung geht hervor, daß dieses Substrat sowohl für Hydrokulturen wie auch für Kulturen mit Erdballen geeig­ net sein soll. Dabei sorgt dieses Substrat sowohl für eine günstige Belüftung wie auch eine Versorgung mit Wasser bzw. Nährflüssigkeit. Auch bei einem solchen Pflan­ zensubstrat, wenn es für die Pflanzenhaltung mit Erd­ oder Humusballenpflanzen vorgesehen ist, kann eine gleich­ mäßige Befeuchtung des Erdballens nicht sicherstellen, weil die zugeführte Feuchtigkeit zwar gespeichert aber nicht gleichmäßig an den Wurzelballen bzw. den Erd- und Humusballen weitergegeben werden kann. Voraussetzung für eine richtige Versorgung der Pflanze mit Nährflüssigkeit ist dann die Ausbildung eines entsprechenden Wurzelwerkes. Dieses Wurzelwerk kann sich aber erst nach einer längeren Standzeit bilden, so daß in der Zwischenzeit ein entspre­ chend hoher Wasserspiegel in der Pflanzenhaltung vorhanden sein muß. Ein solcher hoher Wasserspiegel bringt aber unter anderem auch die Gefahr einer Überfeuchtung des Erd- und Humusballens und damit eines Abfaulens der klei­ neren und größeren Wurzeln. Das entsprechende Lavagra­ nulat soll sich noch dadurch auszeichnen, daß es ohne Beimengungen von Schaumstoff o. ä. Material auskommt. Bei dieser Kritik ist offenbar der Stand der Technik ge­ meint, bei dem dieses Schaumstoffmaterial als eine Art Schutzschicht zwischen dem gegen Wasser und Nährstoff empfindlichen Blähton (Granulat) und dem mit Nährstoff angereicherten Wasser angeordnet wird. Vermengt wird der Schaumstoff jedenfalls bei der älteren Lösung nicht mit dem Granulat. Aber selbst wenn das Vermengen grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt würde, ist bei dem aus der DE-OS 32 13 695 bekannten Substrat als besonders nachteilig herauszustellen, daß ein mehr oder weniger feinstkörniges Material mit einer Körnung von 1 bis 20 mm zum Einsatz kommt. Dieses Material bildet eine für das Wurzelwerk schwer zu durchdringende und vor allem für den Wasser- und Lufttrans­ port ungeeignete kompakte Masse, so daß ein entsprechender einwandfreier Transport nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine eine gleichmäßige und sichere Versorgung der Pflanzen vor allem mit Wasser und einen sicheren Stand der Pflanzen ge­ währleistende Pflanzenhaltung zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Substrat aus einem Gemisch von Lavagranulat und Schaum­ stoffstücken in einem Verhältnis 2 : 1 besteht, daß beide Bestandteile des Gemisches eine Körnung von 4 bis 8 mm aufweisen und daß die Schaumstoffstücke schwer entflammbar ausgebildet sind. Bei Einsatz eines derartigen Substrates hat sich überraschend herausgestellt, daß auch blühende Pflanzen in einem solchen Substrat einwandfrei gehalten werden können, da sie sowohl mit Sauerstoff und vor allem mit Wasser einwandfrei und gleichmäßig versorgt werden, gleichzeitig aber im jeweiligen Gefäß oder auch einer ent­ sprechend landschaftlich gestalteten Umgebung einen vor­ teilhaft sicheren Stand haben, weil das Substrat in seiner Mischung ohne Gefährdung der Wurzeln und des Erdballens ein Verästeln der Wurzeln begünstigt. Dadurch wird der Bereich um den Erd- und Humusballen herum durch dieses Wurzelwerk verkettet, so daß sich der bereits erwähnte vorteilhafte sichere Stand ergibt. Das Gemisch aus Lavagranulat und Schaumstoffstücken sorgt darüber hinaus vor allem für einen gleichmäßig feuchten Erd- und Humusballen. Hiermit ist zum Ausdruck gebracht, daß der Erd- und Humusballen weder zu feucht noch zu trocken gehalten wird. Vielmehr sichert die gleichmäßige Feuchte ein gesundes Wurzelwerk und damit eine gesunde Pflanze. Die Schaumstoffstücke dienen sowohl zum Transport des Wassers infolge ihrer Dochtwirkung wie auch zur Verringerung des Gewichtes des gesamten Gemisches und schließlich auch zum Freihalten von Hohlräumen, für die sich verteilenden Wurzeln der jeweiligen Kulturpflanze. Besonders vorteilhaft ist, daß die Feuchtigkeit nicht nur gezielt gespeichert ist, sondern auch gezielt abgerufen wird, um so die gleichmäßige Feuchtigkeit des Erd- und Humusballens zu gewährleisten. Gesunde Pflanzen mit langem Wachstum sind die Folge. Aufgrund der gewählten Körnung des Substrates von 4 bis 8 mm und der dem Lavagranulat beigemischten Schaumstoffstücke ist ein Zusetzen der Hohlräume sicher unterbunden, wobei die Schaum­ stoffstücke sich vorteilhaft in die vorgegebenen Hohl­ räume zwischen die einzelnen Lavastücke einfügen und auf­ grund ihrer Ausbildung für den Transport des Wassers Sorge tragen, wie weiter oben erwähnt ist. Ein Verschmutzen oder Versumpfen des Gemisches kann nicht eintreten. Aufgrund des Einsatzes im Wohn- und Bürobereich ist durch die besondere Ausbildung der Schaumstoffstücke in schwer entflammbarer Ausführung sichergestellt, daß auch bei beabsichtigtem oder unbeabsichtigtem Hineinfallen von Zigarettenresten ein Brand nicht entstehen kann. Dadurch ist eine gleichmäßige Durchlässigkeit des Gemisches für das zugegebene Wasser bzw. die Nährstofflösung sichergestellt, was bei einem Verfilzen oder Zusammenbacken von nicht geeignetem Schaum­ stoff ansonsten zu befürchten wäre.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schaumstoffstücke als von einer Schaum­ stoffbahn abgerissene Formkörper ausgebildet sind. Hier­ durch wird eine unregelmäßige Form erzeugt, die vorteilhaft einen Erdcharakter des gesamten Gemisches erbringt, wobei gleichzeitig durch eine große Oberfläche die gewünschte Regulierungsfunktion des Schaumstoffes unterstützt wird.
Um den optischen Gesamteindruck zu optimieren, weisen die Schaumstoffstücke eine Erdfarbe, vorzugsweise die der Lavastücke auf. Damit erhält die gesamte Füllung einen Erd­ charakter, insbesondere einen gleichförmigen Charakter, so daß zumindest der bei Hydrokulturen übliche Gesamteindruck, vorzugsweise aber ein besserer gegeben ist.
Um eine Nachgießphase von mehreren Wochen zu erreichen, sollte das Gemisch aus Lavagranulat und Schaumstoffstücken in einer dem halben Ballendurchmesser entsprechenden Schicht­ dicke um den Erd- und Humusballen herum angeordnet sein. Damit ist eine Schichtdicke geschaffen, die ausreichend Feuchtigkeit für den genannten Zeitraum speichern und ihn dem Ballen so zuführen kann, daß eine Überwässerung bzw. Überfeuchtung nicht zu befürchten ist. Zweckmäßig ist es, die Dicke der von dem die Feuchtigkeit speichernden Gemisch dem gewünschten Nachfüllintervall bzw. der gewünschten Nachgießphase entsprechend zu bemessen. Dies besagt, daß beispielsweise in Büroräumen durch eine entsprechende dicke Schicht an die Feuchtigkeit speicherndem Material eine große Nachgießphase erreicht wird, während beispielsweise im häuslichen Bereich, wo nur schmale Fensterbretter o. ä. zur Verfügung stehen, entsprechend kleiner bzw. dünner bemessene Schichten aus dem die Feuchtigkeit speichernden Gemisch gewählt werden und damit mit einem kürzeren Nach­ gieß- bzw. Nachfüllintervall.
Mit der Erfindung wird eine besonders günstige Pflanzenhal­ tung geschaffen, die bei üblichen Zimmerpflanzen eingesetzt werden kann, ohne daß ein Um­ züchtung oder völlige Veränderung der Lebensverhältnisse der Pflanzen erreicht werden muß. Vielmehr können übliche, mit einem Ballen versehene Pflanzen umgepflanzt werden, indem sie einfach aus dem üblichen Blumentopf herausge­ nommen und in einen neuen, beispielsweise Übertopf hinein­ gesetzt werden und zwar so, daß der die Wurzeln aufneh­ mende Ballen aus Erde oder Humus von den aus Lavastücken und Schaumstoffstücken bestehenden Gemisch insgesamt umhüllt ist. Diese Umhüllung wirkt dann vorteilhaft als Wasserre­ servoir und Wasserzuteiler, so daß derartige Pflanzen je­ weils optimal mit der lebenswichtigen Feuchtigkeit versorgt sind. Aufgrund dieser Feuchtigkeitsspeicherung und Feuch­ tigkeitszuführung kann eine derartige Pflanze über lange Zeiträume ohne Nachgießen existieren, wobei durch geeignete Einrichtungen der Stand des Feuchtigkeitsspiegels bzw. des Feuchtigkeitsvolumens überprüft und sichtbar gemacht werden kann. Insgesamt gesehen ist so der Vorteil der Hydrokultur auf übliche Pflanzen übertragen, ohne daß es dazu erforder­ lich ist, den gesamten Pflanzenbestand einschließlich der Behälter oder Gefäße, auszutauschen. Vorteilhaft ist wei­ ter, daß der den Erdballen umhüllende Stoff eine hygienisch vorteilhafte Umgebung für das Wurzelwerk darstellt, so daß Schäden durch Fäulnis, Pilze u.ä. nicht auftreten können. Besonders vorteilhaft ist es, daß auf diese Art und Weise auch blühende Pflanzen erhalten und gepflegt werden können, die bisher den Hydrokulturen nicht zugänglich waren.
Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Aus­ führungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Pflanze mit einem im Schnitt darge­ stellten Gefäß und Innengefäß und
Fig. 2 mit einer in ein Gefäß eingesetzten blühenden Pflanze.
Bei der in Fig. 1 wiedergegebenen Zimmerpflanze han­ delt es sich um eine Blattpflanze, die in einem in ein Gefäß 2 einführbaren Innengefäß 3 eingepflanzt ist. Die Zimmerpflanze verfügt über eine Vielzahl von langen Blät­ tern, die über den Ballen 5 mit dem notwendigen Nährstoff versorgt sind.
Der Ballen 5, der sich im Innengefäß 3 befindet, ist vollständig von einem Substrat 6 umhüllt, wie Fig. 1 deutlich macht. Die Wurzeln 7,8 durchdringen dieses Substrat 6, das die Feuchtigkeit speichernd und zugleich gleichmäßig wieder ab­ gebend ausgebildet ist. Die Wurzeln 7, 8 reichen im darge­ stellten Beispiel durch den Stoff 6 hindurch bis in das Wasserreservoir 9.
Der Boden 10 und die Seitenwände 11 des Gefäßes 2 sind wasserdicht ausgebildet, so daß im Gefäß 2 jeweils ein ausreichender Wasserstand vorgehalten werden kann. Dieser Wasserstand des Wasserreservoirs 9 wird über einen Schwimm­ körper 12 sichtbar gemacht, der in einem auf dem Boden 10 aufstehenden Rohr 13 aufschwimmbar angeordnet ist und der ebenso wie das Rohr über den oberen Rand 14 des Gefäßes 2 bzw. Innengefäßes 3 hinausragt. Über Markierungen wird dem Benutzer leicht deutlich gemacht, ob jeweils genügend Wasser im Gefäß 2 vorgehalten ist.
Um das Wasserreservoir 9 auf einfache Art und Weise zu bilden, verfügt das Innengefäß 3 über einen Überstand 15, so daß sich zwischen dem Boden 26 des Innengefäßes 3 und dem Boden 10 des Gefäßes 2 eine Klarwasserschicht ergibt, die beispielsweise gleichmäßig auch mit Nährstoff versorgt wird, um den Wurzeln 7, 8 eine optimale Versorgung des Ballens 5 und der Zimmerpflanze 1 zu ermöglichen.
Neben dem Schwimmkörper 12 oder statt dieses Schwimm­ körpers kann die jeweils vorhandene Feuchtigkeit im Substrat 6 oder auch im Ballen 5 gezielt durch einen an der Wandung 16 oder hier dargestellt an der Wandung des Innengefäßes 3 über Halterungen 17 angebrachten Bimetall-Feuchtefühler 18 ermittelt werden. Dieser Bimetall-Feuchtefühler 18 wird nur zu Überprüfungszwecken in die Schicht, d. h. in das Substrat 6 oder in den Ballen 5 eingeschoben, während er ansonsten in der in Fig. 1 wiedergegebenen Position verharrt, um eine Rostbildung o. ä. am Fühler zu vermeiden.
Das den Ballen 5 umhüllende Substrat 6 besteht aus einer Vielzahl von Lavastücken 23, 24 mit einer die Kapillaren nicht verdeckenden Oberfläche und Schaumstoffstücken 21, 22 im Verhältnis jeweils etwa 2 : 1. Dieses aus Lavastücken 23, 24 und Schaumstoffstücken 21, 22 bestehende Substrat ist in einer Körnung von 4 bis 8 mm eingesetzt, wobei die den Ballen 5 abdeckende Schicht 25 so dicht bzw. dick gewählt ist, daß ein Austrocknen des Ballens 5 von oben her sicher verhindert ist.
Damit steht der Zimmerpflanze 1 ein immer gleichmäßig befeuchteter Ballen 5 zur Verfügung, der selbst für die Wurzeln 7, 8 den notwendigen Nährboden darstellt, wie auch als wirksame Umhüllung für die Wurzeln dient, die bis in das Wasserreservoir 9 hineinreichen.
Angedeutet ist bei Fig. 1, daß hier ein Ballen 5 ver­ wendet ist, der vorher in üblichen Tontöpfen o. ä. Gefäßen zum Einsatz kam und der jetzt und im nachhinein in das hier gerade Wandungen 16 aufweisende Gefäß 2 bzw. 3 einge­ pflanzt ist. Statt dieser Gefäße 2, 3 mit senkrechten Wänden können auch übliche schrägwandige Gefäße zum Einsatz kommen, wobei dann die Überwachungseinrichtungen mit dem Schwimm­ körper 12 jeweils so anzuordnen sind, daß sie auf dem Boden 10 und nicht an der Wandung 16 aufstehen.
Fig. 2 zeigt eine blühende Zimmerpflanze 1, wobei die Blüten 27, 28 wie auch die Zweige 29 und die Blätter 30 gleichmäßig mit Feuchtigkeit dadurch versorgt werden, daß auch hier der nicht sichtbare Ballen 5 von dem Substrat 6 umgeben ist, der aus Lavastücken 23, 24 und Schaumstoffstücken 21, 22 gebildet ist. Bei der hier wiedergegebenen Ausbildung ist dabei die Zimmerpflanze 1 mit ihrem Ballen 5 in ein als Übertopf ausgebildetes Gefäß 2 hineingesetzt, d. h. ohne Innengefäß, wobei auch hier mit Hilfe des in ein Rohr 13 hineinreichenden Schwimmkörpers 12 der jeweilige Wasserstand im Gefäß 2 bzw. in dem Substrat 6 sichtbar gemacht werden kann.

Claims (4)

1. Pflanzenhaltung für Kulturpflanzen, insbesondere für im Wohn- oder Bürobereich angeordnete Zimmerpflanzen, bei der ein die Pflanze mit Nährstoffen versorgender Erd­ oder Humusballen von einem Substrat umhüllt ist, das die zugeführte Feuchtigkeit speichert und dem Ballen gleich­ mäßig Feuchtigkeit zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat aus einem Gemisch von Lavagranulat (23, 24) und Schaumstoffstücken (21, 22) in einem Verhältnis 2 : 1 besteht, daß beide Bestandteile des Gemisches eine Körnung von 4 bis 8 mm aufweisen und daß die Schaumstoff­ stücke schwer entflammbar ausgebildet sind.
2. Pflanzenhaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffstücke (21, 22) als von einer Schaum­ stoffbahn abgerissene Formkörper ausgebildet sind.
3. Pflanzenhaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffstücke (21, 22) eine Erdfarbe, vorzugs­ weise die des Lavagranulates (23, 24) aufweisen.
4. Pflanzenhaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Lavagranulat (23, 24) und Schaumstoff­ stücken (21, 22) in einer dem halben Ballendurchmesser entsprechenden Schichtdicke um den Erd- und Humusballen (5) herum angeordnet ist.
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