DE3542151C2 - - Google Patents
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- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
- Nonwoven Fabrics (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung dreidimensional
gemusterter Nadelfilzbahnen, nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 2. Maschinen dieser Art sind
allgemein bekannt.
Die US-PS 29 30 100 beschreibt eine Nadelmaschine, deren
Bett, über das der zu nadelnde Filz läuft, gehoben und
gesenkt werden kann, um die Einstichtiefe der Nadeln zu
verändern oder um das Entnehmen des genadelten Filzes aus
der Maschine zu erleichtern, wenn dieser ein endloser
Schlauch ist, wie er beispielsweise als Papiermaschinenfilz
hergestellt wird.
Der Antrieb des Nadelbalkens einer solchen Nadelmaschine
erfolgt zumeist über einen Hubexzenter mit Pleuel, wobei der
Nadelbalken an Schwingen angelenkt ist, die am
Maschinengestell in einem Stützlager gelagert sind. Eine
solche Anordnung ist aus der AT-PS 3 70 142 bekannt.
Es sind Nadelfilzmaschinen bekanntgeworden, mittels welcher
man glatten Nadelfilzen eine bestimmte Oberflächenstruktur
entsprechend einem vorgegebenen Muster geben kann. Die Musterung
des an sich ursprünglich glatten Vormaterials erfolgt in
der Weise, daß die Gabelnadeln beim Einstich einzelne Schlingen
bilden, die aus der Ebene des Vormaterials herausragen. Aufgrund
der sich bewegenden Bahn entsteht dann eine sogenannte Raupe.
Hierbei lassen sich die Einstichtiefe der Gabelnadeln und die
Durchlaufgeschwindigkeit des Faservlieses innerhalb gewisser
Grenzen variieren. Die so herstellbaren Musterungen von Faser
vliesen sind im wesentlichen durch das Bestückungsbild der
Nadeln im Nadelbrett definiert. An denjenigen Stellen, an
welchen keine Musterung erwünscht ist, müssen die diese her
stellenden Gabelnadeln mit dem Vlies außer Eingriff kommen.
Bei Maschinen eines bestimmten Typs geschieht dies durch Ab
senken der Stichunterlage, die aus einem von einem massiven
biegesteifen Tisch getragenen Lamellenrost besteht. Der
Lamellentisch wird hierzu mittels mehrerer hydraulischer
Zylinder auf und nieder bewegt, welche zumeist in einer
Stückzahl von 6 bis 8 unter dem Tisch gleichmäßig verteilt
angeordnet sind.
Bei einer anderen Konstruktion solcher Maschinen wird das
Außereingriffbringen der Gabelnadeln dadurch erreicht, daß
die Achsen, an welchen die Antriebsschwingen für den Nadel
balken aufgehängt sind, in ihrer Höhe verstellt werden, was
bisher mechanisch mit Hilfe von Exzentern geschieht.
Bei dem erstgenannten Maschinentyp werden die Arbeitszylinder
durch Elektromagnet-Ventile angesteuert und sind derart ausge
bildet, daß ihre Kolben jeweils einen vollen Hub ausführen, bis
sie an einem mechanischen Anschlag anliegen. Bei diesen Ar
beitszylindern handelt es sich um doppeltwirkende Zylinder;
die während eines Hubs von einem Kolben verdrängte Ölmenge
dient dazu, den jeweils nächsten der in Reihe geschalteten
Arbeitszylinder zu betätigen, um so eine synchrone Kolben
bewegung und damit eine Tischbewegung in absolut horizontaler
Lage zu erreichen.
Eine derartige Maschine hat eine Reihe von wesentlichen Nach
teilen. Bedingt durch den vorerwähnten hydraulischen Antriebs
mechanismus für die Hub- und Absenkbewegung des Lamellen
tischs muß der Hub der Kolben in den Arbeitszylindern voll
ausgeführt werden, d. h., daß der Tisch keine Zwischenstellun
gen einnehmen kann. Auch läßt sich der Hub des Lamellentischs
nicht durch verstellbare Anschläge verändern; diese müssen
fest eingebaut und sehr solide sein, um die enormen Kräfte
beim Anschlag an die Hubbegrenzer aufzunehmen. Durch die
Öffnungs- und Schließzeiten der im hydraulischen System ange
ordneten Ventile ist aber auch die Hubfrequenz des Tisches
begrenzt, was sich wiederum auf die Leistungsfähigkeit der
Maschinen auswirkt.
Bei den Maschinen des zweitgenannten Typs ist der Hubbewegung
des Nadelbalkens eine Bewegung des Aufhängungspunktes der
Schwingen des Antriebssystems überlagert, was allein durch
mechanische Mittel geschieht. Auch diese Konstruktion hat
beträchtliche und auch die vorerwähnten Nachteile, insbe
sondere in bezug auf die gewünschte Exaktheit der Steuerung
der Bewegung des Nadelbalkens.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
Maschinen der eingangs genannten Arten so
zu verbessern, daß
die Musterung universell variierbar ist und die Musterungs
vielfalt vergrößert wird, und zwar in weitaus größerem
Rahmen, als dies bisher bei Anwendung der vorbekannten Maschinen
der Fall war. Auch soll die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine
gesteigert werden, um deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und
2 beschriebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
davon sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Entsprechend der Erfindung wird jeder Arbeitszylinder über ein mit einem
PID-Regler ausgestattetes Servoventil angesteuert, wobei
aufgrund des Wegemeßsystems des Kolbens des Arbeitszylinders im
PID-Regler ein Soll-Ist-Wert-Vergleich erfolgt. Durch diese
Maßnahme kann jeder Arbeitszylinder selbständig angesteuert
werden, ohne daß es komplizierter Kompensationsschaltungen
bedarf, die früher bei den bekannten Maschinen angewandt
werden mußten.
Dem PID-Regler des Servoventils werden durch einen Generator
erzeugte Impulse vorbestimmter Form und Dauer zugeführt, wo
durch sich jede gewünschte Bewegung der Kolben in den Arbeits
zylindern bzw. des Lamellentisches oder aber auch der Auf
hängungspunkte des Antriebssystems für den Nadelbalken er
halten läßt. Den Impulsen kann man in an sich bekannter
Weise jede beliebige Form geben, beispielsweise Rechteck
oder Kurvenform usw. Diese Impulse stellen die jeweiligen
Soll-Werte dar, nach welchen der PID-Regler das Servoventil
betätigt, durch welches der Arbeitszylinder angesteuert
wird. Durch entsprechende Programmierung kann der Soll-Wert
hinsichtlich seiner Größe, seiner Form, seiner Abfolge und
seiner Frequenz verändert werden, um auf diese Weise den
Weg des Kolbens im Arbeitszylinder und die Hubfrequenz den
gegebenen Verhältnissen und Bedingungen in Bezug auf die
Arbeitsweise der Maschine optimal anzupassen, beispiels
weise um der Materialstärke des zu nadelnden Vlieses
Rechnung zu tragen.
Auch läßt sich durch den Gegenstand der Erfindung die Muste
rungsvielfalt vergrößern, indem es nunmehr möglich ist, Hoch-
Tief-Effekte innerhalb eines Musterungsrapports zu erzielen.
Dies beruht darauf, daß der Kolben und damit der Lamellen
tisch in jeder beliebigen vorgegebenen Höhenlage angehalten
werden kann.
Vorteilhafterweise ist die erfindungsgemäß ausgebildete
Maschine mit heb- und absenkbarem Lamellentisch mit zwei
hydraulischen Zylindern ausgerüstet, welche dazu dienen,
den vertikal geführten Tisch in seiner Höhenlage zu ver
stellen. Um die zu bewegenden Massen möglichst gering zu
halten, ist der Lamellentisch vorteilhafterweise als frei
tragende, statisch bestimmte Leichtbaukonstruktion ausge
bildet. Dies bedingt zwar eine etwas größere Konstruktions
höhe, jedoch sind die sich aus der Gewichtsersparnis ergeben
den Vorteile beachtlich gegenüber dem etwas größeren Platz
bedarf.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnungen ist der Gegenstand
der Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
dargestellt, welches nachstehend im einzelnen wie folgt näher
beschrieben ist. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Maschine zur Her
stellung dreidimensional gemusterter Nadel
filzbahnen, und
Fig. 2 ein Blockschaltbild des Antriebsmechanismus und
Steuerungssystems für den heb- und absenkbaren
Lamellentisch der Maschine nach Fig. 1.
In einem Maschinengestell 11 ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich,
der Antriebsmechanismus 12 für den Nadelbalken 13, an dessen
Unterseite die mit den Gabelnadeln 14 bestückten Nadelbretter
15 befestigt sind, angeordnet. Die zu nadelnde Nadelvliesbahn
16 wird mit Hilfe der Transport- bzw. Vorschubwalzen 17, 18
über den von dem Lamellentisch 19 getragenen Lamellenrost 20
hinwegbewegt. Zum Heben und Absenken des Lamellentisches 19
dienen zwei hydraulische Zylinder 21, welche auf einer Grund
platte 22 befestigt sind, die mittels Getrieben 23 und
Spindeln 24 in ihrer Höhe einstellbar ist.
Die auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Lamellen
tisches 19 angeordneten Arbeitszylinder 21 werden von einem
Servoventil 25 angesteuert, dem ein Verstärker 26 vorgeschaltet
ist. Die Steuerung des jedem Arbeitszylinder 21 zugeordneten
Servoventils 25 bzw. des Servoverstärkers 26 erfolgt durch den
PID-Regler 27, welchem der von dem Pulsgenerator 28 erzeugte
und vom Pulsformer 29 in gewünschter Weise veränderte bzw.
aufbereitete Impuls als Soll-Wert über die Programmeinrich
tung 30 zugeführt wird. Der Programmeinrichtung 30 können
beispielsweise ein Betriebsarten-Schalter 31 und andere
Schalter 32 zugeordnet sein, um die Programmfolge für die
Ausgabe des vorgegebenen Soll-Wertes entsprechend zu beein
flussen. Der Impulsgeber 28 ist vorteilhafterweise mit dem
Abzugswalzenpaar 18 für die bereits genadelte Bahn 33 ge
kuppelt. Mit dem Lamellentisch 19 bzw. dem Arbeitskolben
ist die jedem Arbeitszylinder 21 zugeordnete Wegemeßein
richtung 34 gekuppelt, die mit dem zugehörigen PID-Regler
27 zum Zwecke des Soll-Ist-Wert-Vergleichs verbunden ist.
Dadurch, daß der von der Programmeinrichtung 30 ausgegebene
Soll-Wert-Impuls identisch jedem der beiden PID-Regler 27
zugeführt wird, und vermittels der Wegemeßeinrichtung 34
ein ständiger SoII-Ist-Wert-Vergleich stattfindet, ist ge
währleistet, daß die Bewegung der Kolben der Arbeitszylinder
21 auf beiden Seiten des Lamellentisches 19 einander absolut
identisch ist und damit gleichmäßig erfolgt, so daß sich
jedwede zusätzliche Kompensationseinrichtung zur Vergleich
mäßigung der Tischbewegung erübrigt.
Claims (5)
1. Maschine zur Herstellung dreidimensional gemusterter
Nadelfilzbahnen, mit einem mit Nadeln bestückten, von einer
Antriebseinrichtung gegenüber einer Stichunterlage auf und
nieder bewegten Nadelbalken und einer die mit einer
Musterung zu versehende Filzbahn bewegenden Zuführ- und
Abzugseinrichtung, wobei die Musterung durch eine
entsprechende Höhenverstellung der Stichunterlage mittels
wenigstens eines hydraulischen Arbeitszylinders erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil bzw. der
Steuerschieber (25) des Arbeitszylinders (21) mittels einer
Proportional-Integral-Differential-Steuereinrichtung (27)
angesteuert ist, an deren Sollwerteingang eine der
gewünschten Musterung entsprechende Impulsfolge anliegt, und
deren Istwerteingang das Signal einer mit dem Kolben des
hydraulischen Arbeitszylinders (21) gekuppelten
Wegmeßeinrichtung (24) erhält.
2. Maschine zur Herstellung dreidimensional gemusterter
Nadelfilzbahnen, mit einem mit Nadeln bestückten, von einer
Antriebseinrichtung gegenüber einer Stichunterlage auf und
nieder bewegten Nadelbalken und einer die mit einer
Musterung zu versehende Filzbahn bewegenden Zuführ- und
Abzugseinrichtung, wobei die Musterung durch eine
entsprechende Verstellung des Aufhängungspunktes der
Schwingen des Antriebssystems des Nadelbalkens mittels
wenigstens eines hydraulischen Arbeitszylinders erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil bzw. der
Steuerschieber (25) des Arbeitszylinders (21) mittels einer
Proportional-Integral-Differential-Steuereinrichtung (27)
angesteuert ist, an deren Sollwerteingang eine der
gewünschten Musterung entsprechende Impulsfolge anliegt, und
deren Istwerteingang das Signal einer mit dem Kolben des
hydraulischen Arbeitszylinders (21) gekuppelten
Wegmeßeinrichtung (24) erhält.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Impulse zur Steuerung des Steuerventils bzw. des
Steuerschiebers (25) in einem Pulsgenerator erzeugt werden,
der vorzugsweise mit einem Abzugswalzenpaar (18) der
Abzugseinrichtung für die Nadelfilzbahn gekuppelt ist, und daß die Impulse
in einem Pulsformer (29) hinsichtlich ihrer Kurvenform
geformt werden.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 3, wenn abhängig von
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stichunterlage
aus einem vertikal geführten, einen Lamellenrost (20)
aufweisenden Tisch (19) besteht, der von vorzugsweise zwei
hydraulischen Zylindern (21) verstellbar ist, deren
Steuereinrichtungen (27, 26, 25) die einander identischen
Sollwertimpulse zugeführt sind.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Lamellentisch (19) als freitragende, statisch bestimmte
Leichtbaukonstruktion ausgebildet ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19853542151 DE3542151A1 (de) | 1985-11-28 | 1985-11-28 | Maschine zur herstellung dreidimensional gemusterter nadelfilzbahnen |
Publications (2)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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Families Citing this family (4)
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1985
- 1985-11-28 DE DE19853542151 patent/DE3542151A1/de active Granted
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1986
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