DE3544843C2 - Strassenfahrzeug, mit einem Schwenkladegerät zum Auf- und Abladen einer Last - Google Patents

Strassenfahrzeug, mit einem Schwenkladegerät zum Auf- und Abladen einer Last

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DE3544843C2 DE19853544843 DE3544843A DE3544843C2 DE 3544843 C2 DE3544843 C2 DE 3544843C2 DE 19853544843 DE19853544843 DE 19853544843 DE 3544843 A DE3544843 A DE 3544843A DE 3544843 C2 DE3544843 C2 DE 3544843C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Straßenfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein derartiges Straßenfahrzeug ist durch die CH-PS 546 657, die CH-PS 608 993 und das DE-GM 71 48 302 bekannt. Bei dem Fahrzeug gemäß der erstgenannten und drittgenannten Druckschrift ist das Zugorgan als Seil ausgebildet. Beim Fahrzeug gemäß der CH-PS 608 993 ist dieses Zugorgan als Kipparm bezeichnet und ein Zylinder-Kolben-Aggregat, das durch ein Druckfluid betätigt wird. Bei allen drei bekannten Fahrzeugen hängt die Last mittels Tragseilen am Schwenkladegerät, wobei vordere und hintere Tragseile vorhanden sind. Je ein vorderes und hinteres Tragseil zusammen mit einer Längsseite der Last bilden hierbei ein Dreieck, das beim Auf- und Abladen in einer zur Fahrzeuglängsrichtung parallelen, vertikalen Ebene schwenkbar ist. Beim Kippen der Last mittels des Zugorgans schwenkt nun jedes dieser erwähnten Dreiecke in vertikalen Ebenen, die in Fahrzeugquerrichtung im Abstand voneinander liegen. Bei dem erwähnten Kippen der Last werden die hinteren Tragseile besonders stark belastet. Diese Belastung wird umso größer, je geringer die Neigung des Zugorgans zum hinteren Tragseil ist, da die axiale Zugkraft des Zugorgans mit einer großen axialen Zugkraftkomponente das hintere Tragseil belastet. Um diese Belastung der hinteren Tragseile nicht unzulässig groß werden zu lassen, werden beim Fahrzeug nach der CH-PS 608 993 besondere Maßnahmen angegeben. Es wird hierzu bei einer maximalen Ausschwenkstellung des Schwenkladegerätes zum Abladen einer Last der maximale Ausfahrweg des als Zylinder- Kolben-Aggragat ausgebildeten Zugorgans mittels Endschalter begrenzt. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Wirkungslinie des Zugorgans eine geringe Neigung zur Richtung des hinteren Tragseiles nicht unterschreitet. Als Alternative hierzu wird auch noch angegeben, daß man die Zugkraft des hinteren Tragseiles mißt und ein entsprechendes Signal gibt, um ein weiteres Kippen der Last zu vermeiden. Diese beiden Maßnahmen zur Vermeidung einer zu großen Belastung der hinteren Tragseile sind mit erheblichem konstruktivem Aufwand verbunden und entsprechend störanfällig sowie teuer. Beim Fahrzeug nach dem DE-GM 71 48 302 wird ein günstiger Neigungswinkel zwischen Zugorgan und hinteren Tragseilen zur Begrenzung der Belastung der hinteren Tragseile dadurch erreicht, daß das Zugorgan mehrfach umgelenkt wird. Über diese Umlenkstellen werden vom Zugorgan Kraftkomponenten auf den Fahrzeugaufbau übertragen. Eine derartige Umlenkvorrichtung kann nur bei Fahrzeugen verwendet werden, deren Fahrzeugaufbau eine geeignete geometrische Form aufweist und ausreichend mechanisch belastbar ist. Ansonsten wäre eine unverhältnismäßig aufwendige Stützvorrichtung für die Umlenkvorrichtung, zumindest aber eine Verstärkung eines bereits vorhandenen Fahrzeugaufbaus erforderlich. Auch diese Maßnahmen zur Vermeidung einer zu großen Belastung der hinteren Tragseile sind mit erheblichem konstruktivem Aufwand verbunden und entsprechend teuer.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Straßenfahrzeug der gattungsbildenden Art bereitzustellen, bei dem die Anbringung und Abstützung des Zugorgans am Fahrgestell konstruktiv so verbessert wird, daß eine günstigere Belastung des hinteren Tragseiles am Schwenkladegerät während des Kippens der Last erreicht wird.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Durch den erfindungsgemäß vorgesehenen Schwenkarm kann die am Fahrgestell abgestützte Anlenkstelle des Zugorgans beim Kippen der Last so hochgelegt werden, daß die Wirkungslinie des Zugorgans zur Fahrzeuglängsrichtung weniger stark geneigt liegt als bei einer Konstellation, bei der die Anlenkstelle sich unmittelbar am Fahrgestell befindet. Das Zugorgan stützt sich erfindungsgemäß also mittelbar, und zwar über den Schwenkarm, am Fahrgestell ab. Das bedeutet, daß die Wirkungslinie des Zugorgans bei einer gegebenen gekippten Stellung der Last eine größere Neigung zum hinteren Tragseil aufweist, oder daß bei gegebener Neigung der Wirkungslinie des Zugorgans zum hinteren Tragseil die Last stärker als bisher gekippt werden kann, ohne daß sich die Zugbelastung des hinteren Tragseiles unzulässig erhöht.
Bezüglich bevorzugter konstruktiver Details der Erfindung wird auf die Unteransprüche verwiesen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Seitenansicht dargestellt.
Das Straßenfahrzeug hat ein Fahrgestell 1, das beim Auf- und Abladen einer Last 2 mit einem Stützarm 3 am Boden abgestützt wird. Am Fahrgestell 1 ist ein Schwenk­ ladegerät 4 um einen Lagerbolzen 5 schwenkbar angelenkt. Dieses Verschwenken des Schwenkladegeräts 4 erfolgt mittels eines nicht dargestellten Zylinder-Kolben-Aggregats, das durch ein Druckfluid betätigt wird. Die beiden Enden dieses Aggregats sind an den Stellen 6 und 7 angelenkt. Die An­ lenkstelle 6 ist hierbei Teil des Schwenkladegerätes 4, und die Stelle 7 ist beim Fahrgestell 1 vorhanden. In der Zeichnung ist das Schwenkladegerät 4 in seiner Absetzstel­ lung mit voll ausgezogenen Linien dargestellt, wobei also die als Kippmulde vorhandene Last 2 auf der Fahrzeug-Lade­ plattform 8 abgesetzt ist. Mit strichpunktierten Linien ist noch in etwa eine äußere Endstellung 4′ des Schwenklade­ gerätes dargestellt. Das Schwenkladegerät 4 ist beim dar­ gestellten Beispiel teleskopartig ausfahrbar ausgebildet, wobei dann in der Stellung 4′ das Schwenkladegerät auch teleskopartig ganz ausgefahren ist. Durch das teleskop­ artige Ausfahren des Schwenkladegerätes 4′ kann die Last 2′ in der dargestellten Weise beim Kippen gleichzeitig sehr hoch gehoben werden, was in verschiedener Hinsicht vorteil­ haft sein kann.
Die als Last vorhandene Kippmulde 2 ist mittels vorderen-Tragseilen 9 und hinteren Tragseilen 10 am Schwenkladegerät 4 aufgehängt. In der Zeichnung liegen die beiden vorderen Tragseile 9 deckungsgleich hintereinander. Dasselbe gilt für die hinteren Tragseile 10. Die Tragseile 9 und 10 sind mit ihren unteren Enden an Längsträgern der Kippmulde 2 angelenkt. In der Lage 4′ des Schwenkladege­ rätes befinden sich die Tragseile in den Stellungen 9′ und 10′. Das eine Ende 11 eines Zugorgans 12 ist an der Kipp­ mulde 2 (Last) angelenkt, wobei dieses Zugorgan 12 dazu dient, die Kippmulde 2 beim Abladen in die Stellung 2′ zu kippen. Dieser vorerwähnte Aufbau des Straßenfahr­ zeuges ist durch den eingangs genannten Stand der Technik vorbekannt.
Um die eingangs erwähnte Wirkungslinie des Zug­ organs 12 beim Kippen der Kippmulde 2 (Last) in ihrer Neigung zum hinteren Tragseil in der Stellung 10′ zu ver­ ändern, ist das Zugorgan 12 am vorderen Ende 13 eines Schwenkarmes 14 angelenkt, der mit seinem hinteren Ende 15 am Fahrgestell 1 angelenkt ist. In der gekippten Stel­ lung 2′ der Kippmulde befinden sich die vorerwähnten Bau­ teile in den Stellungen 11′, 12′, 13′ und 141. In der mit vollausgezogenen Linien dargestellten Lage des Schwenk­ armes 14 befindet sich dieser unterhalb der Ladeplattform 8 des Fahrzeuges und kann dann also über die Ladeplattform 8 in die strichpunktiert gezeigte Stellung 14′ geschwenkt werden. Dieses nach oben Schwenken des Schwenkarmes 14 in einer zur Fahrzeuglängsrichtung parallelen, vertikalen Ebene wird beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch das Zugorgan 12 selbst bewirkt. Das bedeutet, daß in der abgesetzten Stellung der Kippmulde 2 auf der Ladeplattform 8 das als Seil ausgebildete Zugorgan 12 bereits mit seinen beiden Enden an der Kippmulde 2 und am Schwenkarm 14 be­ festigt ist. Beim Verschwenken des Schwenkladegerätes 4 in seine Stellung 41 (und beim Ausfahren des Schwenkladege­ rätes) wird der Schwenkarm in die Endstellung 14′ ge­ schwenkt, wobei die Lademulde 2 in die Stellung 21 gekippt wird. Die erwähnte Endstellung 14′ des Schwenkarmes 14 wird durch nicht dargestellte Anschläge bestimmt. In der Zeichnung ist also der Schwenkarm 14 in seinen beiden End­ stellungen 14 und 14′ dargestellt. In der mit vollausgezogenen Linien gezeigten Endstellung 14 des Schwenkarmes kann dieser auf einem Teil des Fahrgestells 1 aufliegen. In der anderen Endstellung 14′ könnte der Schwenkarm mittels eines nicht dargestellten Seilzuges am Fahrgestell 1 gegen ein weite­ res nach oben Schwenken gehalten werden. Zwischen Fahr­ gestell 1 und dem Schwenkarm 14 könnte aber auch ein nicht dargestelltes Zylinder-Kolben-Aggregat angeordnet werden, um die Endstellung 14′ zu begrenzen. Wenn der Schwenkarm 14 über seine Anlenkstelle 15 am Fahrgestell 1 hinaus ver­ längert wird, so könnte diese Verlängerung in der End­ stellung 14′ auch an einem fahrgestellfesten Anschlag an­ liegen, um ein weiteres nach oben Schwenken des Schwenk­ armes 14′ zu verhindern.
In der gekippten Stellung 2′ der Kippmulde ist die Neigung des Zugorgans 12′ zum hinteren Tragseil 10′ er­ sichtlich. Diese Neigung ist also größer, als wenn sich das vordere Ende 13′ unmittelbar am Fahrgestell 1 etwa zwischen der Anlenkstelle 7 und dem Hinterrad befinden würde. Würde man in der Zeichnung die Wirkungslinie vom Zugorgan in der Stellung 12′ über die Stelle 13′ hinaus verlängern bis zum Fahrgestell 1, so würde die unmittel­ bare Anlenkstelle des Zugorgans 12′ am Fahrgestell 1 in der Zeichnung sehr weit links liegen, an der am Straßen­ fahrzeug kein Platz mehr für das Zugorgan 12′ vorhanden ist.
Grundsätzlich könnte mit nur einem einzigen Schwenkarm 14 gearbeitet werden, der z. B. in Fahrzeug­ querrichtung in der Mitte des Fahrzeuges liegt und dann auch in Querrichtung der Kippmulde 2 etwa in der Mitte der Kippmulde 2 angreift. Es können aber auch zwei Schwenk­ arme 14 vorhanden sein, die in Fahrzeugquerrichtung im Ab­ stand voneinander deckungsgleich hintereinanderliegen, so daß dann also je ein Schwenkarm 14 bei einem Längsholm des Fahrgestells 1 vorhanden ist, wenn das Fahrgestell 1 in Fahrzeugquerrichtung zwei solche äußere, zueinander parallele Längsholme aufweist.
Das zwischen Kippmulde 2 und Schwenkarm 14 liegen­ de Zugorgan 12 kann anstelle seiner Ausbildung als Seil auch als Kolben-Zylinder-Aggregat ausgebildet sein, das durch ein Druckfluid betätigbar ist.

Claims (4)

1. Straßenfahrzeug, mit einem Schwenkladegerät (4) zum Auf- und Abladen einer Last (2), mit einem Zugorgan (12), das mit seinem einen Ende (11) an der Last (2) angelenkt ist zum Kippen der Last (2) beim Arbeiten des Schwenkladegerätes (4), dadurch gekennzeichnet, daß das andere Ende (13) des Zugorgans (12) an einem in Fahrrichtung des Fahrzeuges vorderen Ende von zumindest einem zusätzlich zum Schwenkladegerät (4) vorhandenen Schwenkarm (14) angebracht ist, der mit seinem hinteren Ende (15) am Fahrgestell (1) schwenkbar angelenkt ist, welcher Schwenkarm (14) in einer zur Fahrzeuglängsrichtung parallelen, vertikalen Ebene über die Fahrzeug-Ladeplattform (8) verschwenkbar ist, und daß ein am Fahrgestell (1) abgestützter Anschlag vorhanden ist, zur Bestimmung einer Endstellung (14′) des Schwenkarmes (14) in seiner über die Fahrzeug- Ladeplattform (8) verschwenkten Lage.
2. Straßenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schwenkarme (14) vorhanden sind, die in Fahrzeugquerrichtung im Abstand voneinander deckungsgleich hintereinanderliegen.
3. Straßenfahrzeug nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein am Fahrgestell (1) abgestütztes Kolben-Zylinder-Aggregat zum Verschwenken des Schwenkarmes (14), wobei zusätzlich die-jeweils eingestellte Länge des Kolben-Zylinder-Aggregates die Funktion des am Fahrgestell (1) abgestützten Anschlages hat.
4. Straßenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag als Zugseil ausgebildet ist.
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