DE3545588C2 - Vorpfändvorrichtung für Grubenausbaue - Google Patents
Vorpfändvorrichtung für GrubenausbaueInfo
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Abstract
Vorpfändvorrichtung für Grubenausbaue, wobei die die Vorpfändschiene aufnehmenden Halter aus zum Grubenausbauprofil (12) hin offenen schellenähnlichen Bügeln bestehen, deren Enden mit dem Grubenausbauprofil (12) mittels klauenartiger, das Grubenausbauprofil übergreifender Befestigungselemente verbunden sind, die jeweils aus einem allgemein u-förmigen, an seinen freien Schenkelenden Flanschen aufweisenden einstückigen Klemmenprofil (1) und Hakenschrauben (4) bestehen, wobei die lichte Weite des Klemmenprofiles (1) kleiner ist, als die Außenweite des Grubenausbauprofiles (12) und dessen Unterseite ein Aufhängeauge (6) für den Bügel (8) trägt, wobei der Krümmungsradius der dem Grubenausbauprofil (12) zugewandten Innenfläche des Klemmenprofiles (1) auf mindestens zwei einander symmetrisch gegenüberstehenden Teilflächen kleiner oder gleich dem Krümmungsradius der zugeordneten, mit diesen Teilflächen (10) in Eingriff bringbaren Teilflächen der Außenfläche des Grubenausbauprofiles (12) ist und wobei in den Flanschen (2) Bohrungen (3) zur Aufnahme der Hakenschrauben (4) vorgesehen sind, die, das Grubenausbauprofil seitlich übergreifend, eine form-kraftschlüssige Verbindung zwischen Grubenausbauprofil und Klemmenprofil bilden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorpfändvorrichtung für Grubenausbaue, wobei die die Vorpfändschienen aufnehmenden Halter aus zum Grubenausbauprofil hin offenen schellenähnlichen Bügeln bestehen, deren Enden mit dem Grubenausbauprofil mittels klauenartiger, das Grubenausbauprofil übergreifender Befestigungselemente verbunden sind.
- Aus der DE-PS 9 62 422 sind Vorpfändvorrichtungen der vorerwähnten Art bekannt, bei denen die Befestigungselemente der Halter aus Paaren klauenartiger Körper bestehen, die das Grubenausbauprofil seitlich übergreifen und wobei an den Bügelenden gebildete Augen zwischen den klauenartigen Körpern durch diese durchsetzende und zum Anziehen der klauenartigen Körper dienende Schrauben gehalten sind.
- Bei diesen bekannten Vorrichtungen mußte die Klauenhöhe jeweils dem verwendeten Grubenausbauprofil angepaßt sein, was mitunter zur Vorratshaltung verschiedener klauenartiger Körper führte und unwirtschaftlich war. Ferner war die Verbindungsschraube für die klauenartigen Körper stark auf Biegung beansprucht, da sie nicht nur die beiden Körper, deren Innenseite der Außenseite des Grubenausbauprofiles angepaßt sein mußte, zusammenhalten mußten - wobei die Gewinde stark verformt werden konnten - sondern auch durch den anhängenden Bügel auf Biegung beansprucht wurden. Diese Schrauben ließen sich meist nicht wieder verwenden und nur schwer entfernen.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorpfändvorrichtung der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß sie wirtschaftlicher herstellbar und geeignet ist, bei unterschiedlichen Grubenausbauprofilen angewendet zu werden. Ferner soll die Biegebeanspruchung der Spannschrauben vermieden werden.
- Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht in den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1.
- Danach ist es möglich, das gleiche Befestigungselement für unterschiedliche Grubenausbauprofile zu benutzen. Der Ausgleich erfolgt durch die handelsüblichen Hakenschrauben, die entweder durch ihr Gewinde oder durch unterschiedliche Schaftlänge eine kostengünstigere Anpassung und Lagerhaltung gestatten. Diese Hakenschrauben werden lediglich auf Zug beansprucht, so daß sie auch wieder verwendbar sind.
- Bekanntlich werden die Ausbaue mit einem Zementputz versehen. Während bei den bisherigen Ausführungen die Klemmenprofile in der aufgespritzen Zementputzschicht verblieben, stehen die Klemmenprofile nach der Erfindung bei der Wiederraubung voll zur Verfügung, und nur die relativ preiswerten Hakenschrauben bleiben im Zementputz hängen.
- Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
- Fig. 1 eine Vorpfändvorrichtung nach der Erfindung im Querschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2,
- Fig. 2 eine Seitenansicht zu Fig. 1,
- Fig. 3 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform nach der Linie III-III in Fig. 4,
- Fig. 4 eine Seitenansicht zu Fig. 3,
- Fig. 5 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform nach der Linie V-V in Fig. 6 und
- Fig. 6 eine Seitenansicht zu Fig. 5.
- Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Vorpfändvorrichtung nach der Erfindung mit einem einstückig gegossenen Klemmenprofil 1.
- Das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Klemmenprofil 1 weist an seinen freien Schenkelenden seitliche Flanschen 2 mit Durchgangslöchern 3 für Hakenschrauben 4 auf. Am unten gelegenen Steg des Klemmenprofils 1 sind zwei mit Abstand angeordnete, einstückig mit dem Klemmenprofil 1 verbundene Aufhängeaugen 6 vorgesehen, durch die eine Halteschraube 7 gesteckt ist, die das zwischen die Aufhängeaugen 6 gesteckte obere Ende des Vorpfändbügels 8 trägt, auf dem seinerseits eine Vorpfändschiene 9 ruht.
- Das Klemmenprofil 1 weist an seiner inneren Oberfläche symmetrische, vorstehende Stützflächen 10 zur Aufnahme des Grubenausbauprofiles 12 auf.
- Wie die Zeichnung zeigt, ruht das Grubenausbauprofil 12 mit einem Teil seiner äußeren Oberfläche an und zwischen den Stützflächen 10, ohne ganz den Steg 13 des Klemmenprofils zu erreichen. Die lichte Weite des Klemmenprofils 1 ist geringer als die äußere Weite des Grubenausbauprofiles 12.
- Der Krümmungsradius der Stützflächen 10 soll kleiner oder höchstens gleich dem Krümmungsradius der äußeren Oberfläche des Grubenausbauprofiles 12 im Bereich dieser Auflagerstelle sein.
- Die Hakenschrauben 4 übergreifen mit ihren Haken 14 die oberen, verdickten Enden des Grubenausbauprofiles 12 und pressen dieses fest gegen die Stützflächen 10 des Klemmenprofiles 1. Die Hakenschrauben 4 sind dabei nur auf Zug beansprucht.
- Die Fig. 3 und 4 zeigen eine ähnliche Vorpfändvorrichtung wie die Fig. 1 und 2. Sie unterscheidet sich von diesen durch die Gestaltung des Klemmenprofils 11. Dieses ist aus zwei geschlagenen oder gepreßten, am Steg 13 miteinander verschweißten Formteilen, z. B. aus Stahlblech, gebildet und ist für ein Grubenausbauprofil mit einem sogenannten "Glockenprofil" besonders geeignet. Auch dieses Klemmenprofil 11 hat an seiner inneren Oberfläche Stützflächen 15, deren Krümmungsradius kleiner oder höchstens gleich dem Krümmungsradius der zugeordneten Berührungsteilfläche des Grubenausbauprofiles 12 ist.
- Die übrigen Einzelheiten entsprechen der Ausführung nach den Fig. 1 und 2.
- Die Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausgestaltung eines Klemmenprofiles 21. Dieses, ebenfalls aus zwei miteinander verschweißten Formteilen gebildete Klemmenprofil 21 hat einen deutlich breiten Steg 16 und eignet sich zur Aufnahme eines Grubenausbauprofiles 22 mit einem Flachboden 17 (sog. TH-Profil). Auch in diesem Fall weist das Klemmenprofil 21 auf einem Teil seiner inneren Oberfläche Stützflächen 18 auf, deren Krümmungsradius kleiner oder höchstens gleich dem Krümmungsradius der zugeordneten Teilflächen des Grubenausbauprofiles 22 ist.
- Die übrigen Einzelheiten entsprechen den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen.
Claims (2)
1. Vorpfändvorrichtung für Grubenausbaue, wobei die die Vorpfändschiene aufnehmenden Halter aus zum Grubenausbauprofil hin offenen schellenähnlichen Bügeln bestehen, deren Enden mit dem Grubenausbauprofil mittels klauenartiger, das Grubenausbauprofil übergreifender Befestigungselemente verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Befestigungselement aus einem allgemein U-förmigen, an seinen freien Schenkelenden Flanschen (2) aufweisenden einstückigen Klemmenprofil (1, 11, 21) und Hakenschrauben (4) besteht, wobei die lichte Weite des Klemmenprofiles (1, 11, 21) kleiner ist, als die Außenweite des Grubenausbauprofiles (12, 22) und dessen Unterseite Aufhängeaugen (6) für den Bügel (8) trägt,
daß der Krümmungsradius der dem Grubenausbauprofil (12, 22) zugewandten Innenfläche (Stützfläche) des Klemmenprofiles (1, 11, 21) auf mindestens zwei einander symmetrisch gegenüberstehenden Teilflächen (Stützflächen) (10, 15, 18) kleiner oder gleich dem Krümmungsradius der zugeordneten, mit diesen Teilflächen (10, 15, 18) in Eingriff bringbaren Teilflächen der Außenfläche des Grubenausbauprofiles (12, 22) ist und
daß in den Flanschen (2) Bohrungen (3) zur Aufnahme der Hakenschrauben (4) vorgesehen sind, die, das Grubenausbauprofil (12, 22) seitlich übergreifend eine form-kraftschlüssige Verbindung zwischen Grubenausbauprofil (12, 22) und Klemmenprofil (1, 11, 21) bilden.
daß jedes Befestigungselement aus einem allgemein U-förmigen, an seinen freien Schenkelenden Flanschen (2) aufweisenden einstückigen Klemmenprofil (1, 11, 21) und Hakenschrauben (4) besteht, wobei die lichte Weite des Klemmenprofiles (1, 11, 21) kleiner ist, als die Außenweite des Grubenausbauprofiles (12, 22) und dessen Unterseite Aufhängeaugen (6) für den Bügel (8) trägt,
daß der Krümmungsradius der dem Grubenausbauprofil (12, 22) zugewandten Innenfläche (Stützfläche) des Klemmenprofiles (1, 11, 21) auf mindestens zwei einander symmetrisch gegenüberstehenden Teilflächen (Stützflächen) (10, 15, 18) kleiner oder gleich dem Krümmungsradius der zugeordneten, mit diesen Teilflächen (10, 15, 18) in Eingriff bringbaren Teilflächen der Außenfläche des Grubenausbauprofiles (12, 22) ist und
daß in den Flanschen (2) Bohrungen (3) zur Aufnahme der Hakenschrauben (4) vorgesehen sind, die, das Grubenausbauprofil (12, 22) seitlich übergreifend eine form-kraftschlüssige Verbindung zwischen Grubenausbauprofil (12, 22) und Klemmenprofil (1, 11, 21) bilden.
2. Vorpfändvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmenprofil (11, 21) aus zwei gepreßten oder geschmiedeten und anschließend am Steg (16) miteinander verschweißten Teilprofilen gebildet ist.
Priority Applications (1)
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| DE3545588A1 DE3545588A1 (de) | 1986-11-06 |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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