DE3545952C2 - - Google Patents
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- DE3545952C2 DE3545952C2 DE3545952A DE3545952A DE3545952C2 DE 3545952 C2 DE3545952 C2 DE 3545952C2 DE 3545952 A DE3545952 A DE 3545952A DE 3545952 A DE3545952 A DE 3545952A DE 3545952 C2 DE3545952 C2 DE 3545952C2
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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- C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
- C22C38/04—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing manganese
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
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Description
Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren zur Herstellung von Stahlstäben
mit verbesserter Kaltzähigkeit gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches sowie die
hierbei erhaltenen Stahlstäbe.
In den letzten Jahren hat die Nachfrage für Stahlstäbe zur Armierung von Beton,
der in Umgebungen mit niedriger Temperatur verwendet werden soll (beispiels
weise bei der Herstellung von Betonkonstruktinen in kalten Bereichen oder Po
larregionen, von Betongefriereinrichtungen, Behältern für verflüssigte Gase ein
schließlich verflüssigtes Erdgas und verflüssigtes Propan und dergleichen) stän
dig zugenommen.
Als Materialien zur Herstellung von Armierungsstahlstäben für die Anwendung
bei tiefen Temperaturen, die bei den oben angesprochenen Anwendungszwecken
für Stahlbeton verwendet werden, sind ein 9% Nickel enthaltender Stahl und ein
austenitischer Stahl mit hohem Mangangehalt entwickelt worden, haben jedoch
aufgrund ihrer hohen Kosten wegen des hohen Gehalts an kostspieligen Legie
rungselementen nur sehr begrenzte Anwendung gefunden.
Bei typischen Bauwerken aus Stahlbeton werden verstärkende Stahlstäbe gemäß
der japanischen Industrienorm JIS G 3112 (Stahlstäbe mit einer Streckgrenze im
Bereich von 412 bis 422 N/mm², die durch Warmwalzen bei einer Fertigwalztem
peratur von 1000 bis 900°C nach dem Erhitzen auf 1100 bis 1250°C hergestellt
worden sind) verwendet. Diese Stahlstäbe sind jedoch zur Anwendung bei oder
oberhalb der Raumtemperatur ausgelegt und ihre mechanischen Eigenschaften,
namentlich ihre Zähigkeit, verschlechtern sich stark, wenn sie den oben ange
sprochenen tiefen Temperaturen ausgesetzt werden, insbesondere extrem niedri
gen Temperaturen von unterhalb -100°C.
Demzufolge sind in jüngster Zeit erhebliche Anstrengungen unternommen wor
den, Stahlstäbe zu entwickeln, die die erforderliche hohe Festigkeit und hohe Zä
higkeit auch dann besitzen, wenn sie extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt
werden, wie man sie in Tanks für verflüssigtes Propan (-60°C oder darunter) oder
flüssiges Ethylen oder für verflüssigtes Erdgas (-100°C oder darunter) antrifft.
Diese Versuche haben jedoch nicht zu Stahlstäben mit zufriedenstellenden me
chanischen Eigenschaften bei extrem niedrigen Temperaturen geführt.
Wie bereits angesprochen wurde ist anzunehmen, daß ein zunehmendes Bedürf
nis für preiswerte Stahlstäbe besteht, die bei tiefen Temperaturen eine verbesser
te Festigkeit und Zähigkeit aufweisen.
Aus der DE-OS 27 33 977 ist ein Verfahren zum Auswalzen und Formen von
Eisenknüppeln unter Anwendung einer Rund/Oval-Walzenanordnung bekannt.
Aus der DE-OS 34 41 087 ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Stahlstäben
mit verbesserter Kaltzähigkeit bekannt, bei dem ein Stahl der im Oberbegriff des
Hauptanspruches angegebenen Zusammensetzung auf eine das anschließende
Warmwalzen erlaubende, aber 1000°C nicht übersteigende Temperatur erhitzt
wird, der erhitzte Knüppel unter solchen Bedingungen durch Warmwalzen zu ei
nem Stab verformt wird, daß die Fertigwalztemperatur nicht höher als 850 und die
Gesamtquerschnittsverminderung im Temperaturbereich zwischen 880 und der
Fertigwalztemperatur mindestens 60% beträgt und der warmgewalzte Stab dann
durch Luftkühlung auf Raumtemperatur gebracht wird. Wenngleich die in dieser
Weise hergestellten Stahlstäbe eine verbesserte Kaltzähigkeit aufweisen, vermö
gen sie nicht nur im Hinblick auf diese Eigenschaft, sondern auch bezüglich ihrer
Streckgrenze und ihrer Zugfestigkeit nicht zu befriedigen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, das Verfahren der
im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Gattung derart zu verbessern,
daß man Stahlstäbe mit verbesserter Kaltzähigkeit und verbesserter Streckgren
ze und Zugfestigkeit erhält.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Verfahrens
gemäß Hauptanspruch. Die Unteransprüche betreffen eine bevorzugte Aus
führungsform dieses Verfahrens sowie nach diesem Verfahren erhältliche Stahl
stäbe.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man einen gewalzten Stahl mit
einem Gefüge mit fein dispergierten ferritischen und bainitischen Phasen mit
eine durchschnittlichen Korngröße von nicht mehr als 5,0 µm, vorzugsweise 2 bis
4 µm, wobei die bainitischen Phasen vorzugsweise in einer Menge von 30 bis 70
Vol.-% in der ferritischen Phase dispergiert sind. Die feinkörnigen bainitischen
Phasen üben eine günstige Wirkung auf die Verbesserung der Festigkeit des Stahls
aus, so daß der warmgewalzte Stahl eine signifikant verbesserte Festigkeit, d. h.
eine Streckgrenze von mindestens 392 N/mm² aufweist. Da die Körner sehr fein
sind, zeigt der warmgewalzte Stahl weiterhin eine signifikant verbesserte Kaltzä
higkeit. Insoweit werden durch die erfindungsgemäße Zwangskühlung Stahlstä
be erhalten, deren mechanische Eigenschaften frei von anisotropen Verhalten
sind und die eine verbesserte Streckgrenze und Zugfestigkeit aufweisen. Durch
den erfindungsgemäßen Anlaßvorgang wird eine Zunahme der Festigkeit von et
wa 49 bis 981 N/mm² erreicht und gleichzeitig die Kaltzähigkeit verbessert.
Bevorzugte Bereiche für die Bestandteile des erfindungsgemäß eingesetzten
Stahls sind die folgenden:
| Kohlenstoff: | |
| 0,004 bis 0,8% | |
| Silicium: | 0,20 bis 0,30% |
| Mangan: | 1,80 bis 2,00% |
| Molybdän: | 0,30 bis 0,40% |
| Niob: | 0,03 bis 0,07% |
| Aluminium: | 0,020 bis 0,060% |
| Kupfer: | 0,15 bis 0,25% |
| Nickel: | 0,05 bis 0,50% |
| Chrom: | 0,30 bis 0,80% |
| Titan: | 0,015 bis 0,030% |
| Bor: | 0,0005 bis 0,0020% |
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrenns wird der Rohblock oder
Rohknüppel für die Durchführung des Warmwalzens vorzugsweise auf eine Tem
peratur vor etwa 900 bis 1000°C, noch bevorzugter von 900 bis 950°C erhitzt.
Bei dem Walzvorgang ist es von Vorteil, die Verminderung der Dicke pro Durch
gang bei einem konstanten Wert von 10% oder mehr bei jedem der letzten zwei n-
Durchgänge zu halten, worin "n" für eine ganze Zahl steht und wobei das Warm
walzen während dieser letzten zwei n-Durchgänge unter Anwendung einer
Oval/Rundwalzen-Anordnung durchgeführt wird. In dieser Weise wird eine Be
einträchtigung der Zähigkeit durch Ausbildung einer Walztextur verhindert, die
sich dadurch ergeben kann, daß die Kristallrichtung <011< der Walzrichtung ent
spricht und eine Kristallebene {100} der Ebene senkrecht zu der letzten Quer
schnittsverminderungsrichtung entspricht.
Vorzugsweise arbeitet man bei einer Fertigwalztemperatur im Bereich von 850 bis
750°C, noch bevorzugter im Bereich von 825 bis 775°C. Wenn man bei einer Fertig
walztemperatur unterhalb von 750°C arbeitet, nimmt der Stahl ein austeniti
sches und ferritisches Doppelphasengefüge an, wobei das ferritische Gefüge beim
Walzen eine Beeinträchtigung der Zähigkeit verursacht.
Erfindungswesentlich ist die Abkühlgeschwindigkeit nach dem Warmwalzen,
die durch Zwangskühlung auf einen Wert von 3 K/s oder mehr eingestellt wird und
zur Ausbildung von feinverteiltem Korn mit einem Durchmesser von 5,0 µm
oder weniger führt. In dieser Weise läßt sich eine deutliche Verbesserung der Fe
stigkeit und der Zähigkeit erreichen.
Diese Zwangskühlung kann durch Zzwangsluftkühlung, Sprühnebelkühlung oder
Wasserkühlung erreicht werden, und zwar unmittelbar nach dem Warmwalzen.
Die Temperatur, bei der die Zwangskühlung unterbrochen wird, ist erfindungsge
mäß nicht definiert. Es ist jedoch erwünscht, die Zwangskühlung innerhalb des
Temperaturbereiches von 350°C bis Raumtemperatur durchzuführen.
Wenn die Kühlgeschwindigkeit weniger als 3 K/s beträgt, ergibt sich ein grobes Ge
füge mit einem durchschnittlichen Korndurchmesser von 5,0 µm oder mehr, was
zu einer Beeinträchtigung der Kaltzähigkeit führt.
Die erfindungsgemäße Maßnahme des Anlassens bei Temperaturen von 500 bis
700°C führt zu einer Steigerung der Streckgrenze und einer weiteren Verbesserung
der Zähigkeit.
Bei einer Anlaßtemperatur von weniger als 500°C erreicht man keine ausreichend
zufriedenstellenden Ergebnisse, während bei einer Temperatur von mehr als
700°C eine Rekristallisation der ferritischen und bainitischen Phasen oder der
feinkörnigen ferritischen Phase auftreten kann, was zu einer Zerstörung der
feindispergierten Phase(n) führt, was wiederum zu einer Beeinträchtigung der Zä
higkeit Anlaß gibt. Der bevorzugte Bereich für die Anlaßtemperatur erstreckt
sich von 575 bis 625°C.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung
der Erfindung.
Man bereitet verschiedene Stahlschmelzen der in der nach
folgenden Tabelle I angegebenen chemischen Zusammenset
zung unter Anwendung üblicher Schmelzmethoden und ver
gießt diese zu Rohblöcken mit quadratischen Querschnit
ten und einer Kantenlänge von 160 mm. Jeder Rohblock wird
dann auf 950°C erhitzt und durch Warmwalzen zu einem run
den Stab mit einem Durchmesser von 25 mm unter solchen
Bedingungen verformt, daß die gesamte Querschnittsverrin
gerung im Temperaturbereich unterhalb 880°C 90% und die
Fertigwalztemperatur 800°C betragen.
Nach dem Fertigwalzen wird der erhaltene Rundstab mit
einer Abkühlgeschwindigkeit von 10 K/s auf Raumtempera
tur zwangsgekühlt.
Die in dieser Weise fertiggewalzten Rundstäbe werden mi
kroskopisch untersucht und einer Zug- und Stoßprüfung
unterworfen.
Bei der mikroskopischen Untersuchung wird das Mikrogefüge
der gewalzten Proben mikroskopisch untersucht, um die
ferritischen, bainitischen und perlitischen Phasen zu
unterscheiden und die Korngrößen zu bestimmen.
Die Zugprüfung erfolgt unter Anwendung von Probestäben
gemäß der japanischen Industrienorm JIS Nr. 4 mit einem
Meßbereich mit einem Durchmesse von 14 mm, welche durch
spanabhebende Bearbeitung aus den gewalzten Stäben herge
stellt werden. Die Probestäbe werden bezüglich der Streck
grenze bei einer Gesamtdehnung von 0,5%, der Zugfestig
keit, der Dehnung (bei einer Meßbereichslänge von 50 mm)
und der Querschnittsverringerung untersucht.
Die Schlagprüfungen bzw. Stoßprüfungen werden mit Hilfe
von Charpy-Prüfkörpern gemäß der japanischen Industrie
norm JIS Nr. 4 durchgeführt, welche Prüfkörper eine 2 mm
tiefe V-Kerbe aufweisen. Man bestimmt die Kaltzähigkeit
eines jeden Stahlstabs durch Bestimmen der bei -120°C
absorbierten Energie (vE -120) und der Übergangstempera
tur für das Auftreten von Rissen (die Temperatur, bei
der der Übergang von duktilem Zustand zu Sprödbrüchen
auftritt) (vTrs).
Die hierbei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgen
den Tabelle II zusammengestellt.
Wie aus den in der Tabelle II angegebenen Zahlenwerten
ersichtlich ist, zeigen die Stähle A bis P, deren Zusam
mensetzung der Erfindungsdefinition entspricht und die
in der erfindungsgemäßen Weise verarbeitet worden sind,
ein kombiniertes Mikrogefüge aus feindispergierten fer
ritischen und bainitischen Phasen, deren durchschnittli
cher Korndurchmesser 5,0 µm oder weniger beträgt, wobei
die Streckgrenze mindestens 392 N/mm² be
trägt und der vE -120-Wert etwa 294 Nm betra
gen. Somit werden erfindungsgemäß die Festigkeit und die
Zähigkeit in vorteilhafter Weise verbessert. Weiterhin
ist der vTrs-Wert bei jedem der Stähle niedriger als
-120°C und selbst bei einer Temperatur von -120°C er
folgt kein Sprödbruch.
Im Gegensatz dazu zeigen die Stähle Q bis W, deren Zusam
mensetzung außerhalb des erfindungsgemäß definierten Be
reichs liegt, trotz der Tatsache, daß sie unter Anwen
dung der Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
behandelt worden sind, einen niedrigen vE -120-Wert und
einen vTrs-Wert von mehr als -120°C. Dabei treten Spröd
brüche bei -120°C auf. Diese Stähle besitzen daher keine
zufriedenstellenden Zähigkeitseigenschaften. Weiterhin
zeigen einige dieser Stähle eine Streckgrenze von weni
ger als 392 N/mm², so daß auch deren Fe
stigkeitseigenschaften unzureichend sind.
Nach der Verfahrensweise des Beispiels 1 werden Stahlknüp
pel aus dem Stahl A des Beispiels 1 mit einem quadrati
schen Querschnitt mit einer Seitenlänge von 160 mm herge
stellt und unter Anwendung variierender Bedinungen durch
Warmwalzen zu Rundstäben mit einem Durchmesser von 25 mm
verformt.
Nach dem Fertigwalzen werden die erhaltenen Rundstäbe mit
Luft mit einer Abkühlgeschwindigkeit von 10 K/s auf Raum
temperatur zwangsgekühlt.
Die in dieser Weise erhaltenen fertiggewalzten Stahlstäbe
werden bezüglich ihres Mikrogefüges, ihrer Zugeigenschaf
ten und ihrer Kaltzähigkeit in der in Beispiel 1 angege
benen Weise untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchun
gen sind in der Tabelle III zusammengestellt.
Wie aus der Tabelle III zu ersehen ist, ergibt sich selbst
bei Anwendung eines Stahls der erfindungsgemäßen Zusammen
setzung, der nach dem Warmwalzen in der erfindungsgemäßen
Weise abgekühlt worden ist, jedoch unter Anwendung von
außerhalb des erfindungsgemäß definierten Bereichs warm
gewalzt worden ist, ein Stahlstab mit unzureichender Fe
stigkeit und/oder Zähigkeit, so daß die angestrebten Wer
te bezüglich der Streckgrenze von 392 N/mm² oder mehr
und dem vTrs-Wert von -120°C oder darunter
nicht erreicht werden können.
Stahlknüppel aus dem Stahl A der in der Tabelle I angege
benen Zusammensetzung mit einem quadratischen Querschnitt
und einer Seitenlänge von 160 mm werden nach dem Warmwal
zen unter Anwendung der folgenden Bedingungen gekühlt, um
den Einfluß der Kühlgeschwindigkeit zu bestimmen:
| Anfangstemperatur des Knüppels:|950°C | |
| Gesamtquerschnittsverminderung unterhalb 880°C: | 90% |
| Fertigwalztemperatur: | 800°C |
In dieser Weise bildet man Rundstäbe mit einem Durchmes
ser von 25 mm, die dann mit einer Kühlgeschwindigkeit,
die sich von derjenigen der Luftkühlung (0,8 K/s) bis
zu derjenigen von Wasserkühlung (100 K/s) erstreckt,
zwangsgekühlt.
Die erhaltenen Rundstäbe werden bezüglich ihres Mikroge
füges, ihrer Festigkeit und ihrer Zähigkeit in der in
Beispiel 1 beschriebenen Weise untersucht.
Wie aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen, die in der
Tabelle IV angegeben sind, hervorgeht, übt die Kühlge
schwindigkeit einen großen Einfluß auf die Tieftempera
turzähigkeit aus. So beträgt bei einer Abkühlgeschwin
digkeit von 3 K/s oder mehr die absorbierte Stoßenergie
bei einer Temperatur von -120°C etwa 294 Nm.
Wenn die Abkühlgeschwindigkeit jedoch geringer als 3 K/s
beträgt, umfaßt das erhaltene Gefüge Kristallkörnchen
mit einem durchschnittlichen Durchmesser von mehr als
5,0 µm, wodurch die absorbierte Stoßenergie bei -120°C
in bemerkenswerter Weise abnimmt, was zu einem Spröd
bruch bei einer Temperatur von -120°C führt.
Unter Anwendung der in Beispiel 1 angegebenen Verfahrens
weise werden Stahlknüppel aus den Stählen A und L des
Beispiels 1 mit quadratischem Querschnitt mit einer Sei
tenlänge von 160 mm hergestellt und für die Herstellung
von Stahlrundstäben mit einem Durchmesser von 25 mm ein
gesetzt. Nach dem Fertigwalzen werden die erhaltenen Rund
stäbe mit einer Abkühlgeschwindigkeit von 10 K/s auf Raum
temperatur zwangsgekühlt.
Wie in der nachfolgenden Tabelle V angegeben ist, werden
die erhaltenen Stahlrundstäbe dann während 1 Stunde bei
480 bis 720°C getempert und anschließend an der Luft ab
gekühlt. Die in dieser Weise erhaltenen Stahlstäbe wer
den bezüglich ihres Mikrogefüges, ihrer Zugeigenschaften
und ihrer Kaltzähigkeit in der in Beispiel 1 beschriebe
nen Weise untersucht.
Wie aus den Ergebnissen dieser Untersuchung hervorgeht,
die in der Tabelle V angegeben sind, zeigen die Stahlstä
be, die bei 480°C getempert worden sind, im wesentlichen
die gleiche Streckgrenze und den gleichen vTrs-Wert wie
die gewalzten unbehandelten Stäbe und zeigen damit keinen
Effekt des Temperns.
Im Gegensatz dazu ergibt sich bei der Durchführung des
Temperns bei Temperaturen von 500 bis 700°C nicht nur
eine deutliche Verbesserung der Streckgrenze, sondern
auch eine starke Abnahme des vTrs-Werts. Somit ist er
sichtlich, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren die
Festigkeit als auch die Zähigkeit der in Rede stehenden
Stahlrundstäbe deutlich verbessert werden können. Wenn
andererseits das Tempern bei einer Temperatur von mehr
als 700°C durchgeführt wird, ergibt sich ein grobes Mi
krogefüge, wodurch nicht nur die Festigkeit nachläßt,
sondern auch die Zähigkeit.
Man bereitet verschiedene Stahlschmelzen der in der Ta
belle VI als Stähle 1 bis 38 angegebenen chemischen Zu
sammensetzung unter Anwendung eines üblichen Schmelzver
fahrens und vergießt sie zu Knüppeln mit quadratischem
Querschnitt mit einer Seitenlänge von 160 mm. Die Knüppel
werden dann auf 950°C erhitzt und unter solchen Bedingun
gen durch Warmwalzen zu einem Rundstab mit einem Durch
messer von 55 mm verformt, daß die Gesamtquerschnitts
verminderung beim Fertigwalzvorgang bei 800°C 98% be
trägt. Der Warmwalzvorgang umfaßt 16 Durchgänge, wobei
nach dem sechsten Durchgang vor dem Fertigwalzvorgang ei
ne Oval/Rundwalzen-Anordnung angewandt wird, wobei bei
jedem Durchgang eine gleich große Querschnittsverminde
rung von 10% durchgeführt wird.
Nach dem Fertigwalzen läßt man den erhaltenen Rundstab
an der Luft auf Raumtemperatur abkühlen.
Die in dieser Weise erhaltenen gewalzten Rundstäbe wer
den bezüglich ihres Mikrogefüges, ihrer Zugeigenschaften
und ihrer Stoßeigenschaften untersucht.
Bei der mikroskopischen Untersuchung wird das Mikrogefü
ge der gewalzten Proben mikroskopisch untersucht, um die
Korngröße der ferritischen Phase zu bestimmen.
Zur Bestimmung der Kristallstruktur einer Textur werden
dünne Schichtproben aus einem Bereich bereitet, der par
allel zu der Schneidrichtung verläuft, die senkrecht be
züglich der Walzrichtung angeordnet ist, und es wird
nicht nur unter Anwendung der Shultz′schen Reflexionsme
thode, sondern auch unter Anwendung der Decker′schen Per
meabilitätsmethode unter Anwendung von CoK α -Strahlung für
die gleichen Proben ein vollständiges Probenbild bereitet.
Wie aus den in der Tabelle VII angegebenen Ergebnissen
hervorgeht, zeigen sämtliche Stahlstäbe der erfindungsge
mäß definierten chemischen Zusammensetzung (Stähle der
Nr. 1 bis 27), die unter Anwendung der Bedingungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens behandelt worden sind, eine
deutlich verbesserte Festigkeit und Zähigkeit. Bei jedem
der Stahlstäbe zeigte das Mikrogefüge eine feinkörnige
ferritische Phase mit einer Korngröße von 5 µm oder weni
ger, eine Streckgrenze von mindestens 392 N/mm²
und einem vE -120-Wert von annähernd 294 Nm.
Weiterhin zeigte jeder dieser Stahlstäbe einen vTrs-Wert
von weniger als -120°C, was deutlich darauf hinweist, daß
diese Stäbe selbst bei einer Temperatur von -120°C kei
nem Sprödbruch unterliegen. Es ist festzuhalten, daß eine
die Zähigkeit beeinträchtigende Textur nicht gebildet wor
den ist.
Im Gegensatz dazu zeigen Stahlstäbe, die unter Anwendung
der hier definierten Warmwalzbedingungen hergestellt wor
den sind, jedoch eine außerhalb des definierten Bereichs
liegende chemische Zusammensetzung aufweisen (Stähle der
Nr. 28 bis 38) niedrigere vE -120-Werte und vTrs-Werte,
die jeweils oberhalb -120°C liegen, was darauf hinweist,
daß sie eine schlechte Zähigkeit aufweisen und bei -120°C
dem Sprödbruch unterliegen. Es ist weiterhin zu erkennen,
daß diese Vergleichs-Stahlstäbe nicht immer eine zufrie
denstellende Festigkeit aufweisen, indem einige von ihnen
eine Streckgrenze von weniger als 392 N/mm²
aufweisen.
Bei diesem Beispiel werden die Aufheiztemperatur, die Ge
samtquerschnittsverminderung und die Fertigwalztemperatur
variiert, um deren Einfluß auf die mechanischen Eigen
schaften einschließlich der Zähigkeit zu untersuchen.
Nach der spanabhebenden Bearbeitung des Stahlknüppels aus
dem Stahl Nr. 6 der Tabelle VI zur Bildung von Proben mit
den angegebenen Querschnittsabmessungen werden die in
dieser Weise erhaltenen Proben bei einer Gesamtquer
schnittsverminderung von 57 bis 98% warmgewalzt. Die Auf
heiztemperatur und die Fertigwalztemperatur werden dabei
ebenfalls variiert. Die Proben werden zu Stahlstäben mit
einem Durchmesser von 25 mm verformt. Das Warmwalzen wird
unter solchen Bedingungen durchgeführt, daß bei den
Durchgängen nach dem sechsten Durchgang vor dem Endwalz
vorgang eine Oval/Rundwalzen-Anordnung angewandt wird,
wobei bei jedem Durchgang eine gleich große Querschnitts
verminderung von 10% durchgeführt wird. Nach dem Warm
walzen läßt man die erhaltenen Stahlstäbe an der Luft auf
Raumtemperatur abkühlen.
Dann untersucht man in der in Beispiel 1 angegebenen Wei
se das Mikrogefüge, die Festigkeit, die Zähigkeit und die
Textur der erhaltenen Stahlstäbe.
Die hierbei erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle VIII
angegeben.
Wie aus der Tabelle VIII zu ersehen ist, erhält man bei
der Durchführung des Wamwalzvorgangs unter Anwendung
von außerhalb des erfindungsgemäß definierten Bereichs
liegenden Bedingungen bezüglich der Aufheiztemperatur, der
Gesamtquerschnittsverminderung und der Fertigwalztempera
tur selbst bei Anwendung eines Stahls mit der erfindungs
gemäß definierten Zusammensetzung Stahlstäbe mit unzu
reichender Zähigkeit, wobei der angestrebte vTrs-Wert
von -120°C oder darunter nicht erreicht werden kann.
Dieses Beispiel dient der Erläuterung des Effekts des er
findungsgemäß angewandten Walzschemas.
Das Beispiel 1 wird wiederholt mit Ausnahme des angewand
ten Walzschemas. Dabei werden in diesem Beispiel die An
zahl der Durchgänge unter Anwendung einer Oval/Rundwal
zen-Anordnung und die Dickenverminderung variiert, um das
kritische Verhalten des erfindungsgemäß definierten Walz
schemas, wie es in der Tabelle IX angegeben ist, zu ver
deutlichen.
Die erhaltenen gewalzten Stahlstäbe werden bezüglich ih
res Mikrogefüges, ihrer Zugeigenschaften, ihrer Kaltzä
higkeit und ihrer Textur in der im Beispiel 1 angegebe
nen Weise untersucht. Die hierbei erhaltenen Ergebnisse
sind in der Tabelle X angegeben.
Wie aus der Tabelle X zu ersehen ist, führt selbst die An
wendung eines Stahls der erfindungsgemäß definierten che
mischen Zusammensetzung zu Stahlstäben mit deutlich
schlechterer Zähigkeit, wenn das Warmwalzen unter Bedin
gungen durchgeführt wird, die außerhalb des bezüglich des
Walzschemas angegebenen Bereichs liegen.
Insbesondere ergibt sich eine Verschlechterung der Kalt
zähigkeit dann, wenn nicht in jedem der letzten 2n-Durch
gänge eine Oval/Rundwalzen-Anordnung angewandt wird bei
gleicher Dickenverminderung von 10% oder mehr jeder
dieser Anordnungen oder Walzenanlagen. Wenn die Oval/Rund
walzen-Anordnung eine ungerade Anzahl von Walzengerüsten
aufweist oder wenn die Dickenverminderung nicht in all
diesen Walzengerüsten oder Durchgängen gleich groß ist,
ist die Bildung eines texturierten Gefüges und eine Ver
schlechterung der Zähigkeit zu beobachten.
Dieses Beispiel dient der Bewertung des Effekts der Kühl
geschwindigkeit nach dem Warmwalzen.
Stahlknüppel aus dem in der Tabelle VI angegebenen Stahl
Nr. 1 mit einem quadratische Querschnitt mit einer Sei
tenlänge von 160mm werden unter Anwendung von 16 Durch
gängen unter Einhaltung der nachfolgend angegebenen Be
dingungen warmgewalzt:
| Anfangstemperatur:|950°C | |
| Gesamtquerschnittsverringerung während des Warmwalzens: | 90% |
| Fertigwalztemperatur: | 800°C |
Man bildet in dieser Weise Rundstäbe mit einem Durchmes
ser von 25 mm, die unmittelbar nach dem Durchlaufen des
Fertigwalzstandes in verschiedenartiger Weise abgekühlt
werden.
Das Walzschema ist in der Weise ausgelegt, daß während der
letzten Durchgänge eine Oval/Rundwalzen-Anordnung ange
wandt wird, wobei die Dickenverringerung bei jedem dieser
sechs Durchgänge 10% beträgt.
Das Kühlen erfolgt unter Anwendung einer der nachfolgend
angegebenen drei Kühlmethoden:
Luftkühlung (Abkühlgeschwindigkeit etwa 0,8 K/s)
Sprühnebelkühlung (Abkühlgeschwindigkeit etwa 3,0 K/s)
Wasserkühlung (Abkühlungsgeschwindigkeit etwa 10 bis 100 K/s)
Luftkühlung (Abkühlgeschwindigkeit etwa 0,8 K/s)
Sprühnebelkühlung (Abkühlgeschwindigkeit etwa 3,0 K/s)
Wasserkühlung (Abkühlungsgeschwindigkeit etwa 10 bis 100 K/s)
Die Wasserkühlung erfolgt unter Einstellung der Strömungs
geschwindigkeit als auch des Strömungsdrucks zur Änderung
der Abkühlgeschwindigkeit im Bereich von 10 K/s bis
100 K/s.
Die erhaltenen Rundstahlstäbe werden bezüglich ihres Mi
krogefüges, ihrer Festigkeit, ihrer Zähigkeit und ihrer
Textur untersucht. Die hierbei erhaltenen Ergebnisse sind
in der Tabelle XI angegeben.
Wie aus der Tabelle XI ersichtlich ist, kann erfindungs
gemäß eine zufriedenstellende Kaltzähigkeit auch dann er
reicht werden, wenn das Kühlen nach dem Warmwalzen durch
Luftkühlung erfolgt. Keine Beeinträchtigung der Kaltzähig
keit wird dann beobachtet, wenn höhere Kühlgeschwindig
keiten angewandt werden. Somit ist ersichtlich, daß es
von Vorteil ist, die Art des Kühlens von der Lufkühlung
zu Sprühnebelkühlung oder Wasserkühlung zu verändern, wenn
es unter Aufrechterhaltung der Kaltzähigkeit gewünscht
ist, die Festigkeit zu steigern.
Dieses Beispiel dient der Bewertung der Wirkung der Tem
peratur des Tempervorgangs.
Man wiederholt das Beispiel 5 bezüglich der Stähle der
Nr. 1, 12 und 24, wie sie in der Tabelle VI angegeben sind.
Dabei unterwirft man Stahlknüppel mit quadratischem Quer
schnitt mit einer Seitenlänge von 160 mm dem in Beispiel 1
beschriebenen Warmwalzvorgang unter Bildung von Rundstäben
mit einem Durchmesser von 25 mm, die anschließend luftge
kühlt werden.
Die erhaltenen Stäbe werden getempert, indem man sie wäh
rend 1 Stunde auf 480 bis 720°C erhitzt und dann durch
Luftkühlen auf Raumtemperatur abkühlt. Die hierbei ange
wandten Bedingungen des Tempervorgangs sind in der Tabel
le XII angegeben.
Die erhaltenen Rundstäbe werden bezüglich ihres Mikroge
füges, ihrer Festigkeit und ihrer Zähigkeit in der in
Beispiel 1 beschriebenen Weise untersucht. Die erhalte
nen Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle XII angege
ben.
Wie aus der Tabelle XII zu ersehen ist, zeigen die getem
perten Stahlstäbe bei einer Temperatur des Tempervorgangs
von 480°C keine bemerkenswerte Änderung der Streckgrenze
und des vTrs-Werts im Vergleich zu den gewalzten Stahl
stäben, so daß das Tempern nicht den gewünschten Effekt
ausübt.
Im Gegensatz dazu ergeben sich beim Tempern bei Temperatu
ren im Bereich von 500°C bis 700°C Stahlstäbe mit signi
fikant verbesserter Streckgrenze als auch wesentlich nie
drigeren vTrs-Werten. Somit ist die Wärmebehandlung gemäß
dem erfindungsgemäßen Verfahren wirksam zur signifikanten
Verbesserung sowohl der Festigkeit als auch der Zähigkeit
der gewalzten Stahlstäbe.
Wenn der Tempervorgang bei einer Temperatur von mehr als
700°C durchgeführt wird, ergibt sich jedoch eine Vergrö
ßerung des Mikrogefüges des Stahls während des Tempervor
gangs, was zur Folge hat, daß die getemperten Stahlstäbe
eine verminderte Festigkeit und eine schlechtere Zähig
keit aufweisen.
Wie oben bereits angegeben, können mit Hilfe des erfin
dungsgemäßen Verfahrens Stahlstäbe mit hoher Festigkeit
und hoher Zähigkeit, die auch bei extrem tiefen Tempera
turen von -120°C oder darunter liegen, beibehalten wer
den, mit niedrigen Kosten dadurch hergestellt werden, daß
lediglich die chemische Zusammensetzung des Stahls und
die Warmwalzbedingungen gesteuert werden, ohne daß es
notwendig ist, kostspielige Legierungselemente in hohem
Anteil zuzusetzen oder komplizierte Maßnahmen durchzu
führen. Somit stellt das erfindungsgemäße Verfahren eine
erhebliche Bereicherung der Technik dar.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Stahlstäben mit verbesserter Kaltzähigkeit,
wobei ein Knüppel aus einem Stahl, der folgenden Zusammensetzung (Gewichts
basis):
0,02 bis 0,10% Kohlenstoff,
1,10 bis 2,50% Mangan,
0,010 bis 0,100% Niob,
0 bis 0,30% Kupfer,
0 bis 1,20% Chrom,
0 bis 0,0030% Bor,
weniger als 0,010% Schwefel.
nicht mehr als 0,5% Silicium,
0,15 bis 0,50% Molybdän,
0,010 bis 0,100% Aluminium,
0 bis 1,20% Nickel,
0 bis 0,05% Titan,
weniger als 0,010% Phosphor,
Rest Eisen und herstellungsbedingte Verunreinigungen,
auf eine das anschließende Warmwalzen erlaubende, aber 1000°C nicht überstei gende Temperatur erhitzt wird;
die erhitzte Knüppel unter solchen Bedingungen durch Warmwalzen zu einem Stab verformt wird, daß die Fertigwalztemperatur nicht höher als 850°C und die Gesamtquerschnittsverminderung im Temperaturbereich zwischen 880°C und der Fertigwalztemperatur mindestens 60% beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß der warmgewalzte Stab mit einer Abkühlgeschwindigkeit von 3°K/s oder mehr auf Raumtemperatur zwangsgekühlt und anschließend bei Temperaturen von 500 bis 700°C angelassen wird.
0,02 bis 0,10% Kohlenstoff,
1,10 bis 2,50% Mangan,
0,010 bis 0,100% Niob,
0 bis 0,30% Kupfer,
0 bis 1,20% Chrom,
0 bis 0,0030% Bor,
weniger als 0,010% Schwefel.
nicht mehr als 0,5% Silicium,
0,15 bis 0,50% Molybdän,
0,010 bis 0,100% Aluminium,
0 bis 1,20% Nickel,
0 bis 0,05% Titan,
weniger als 0,010% Phosphor,
Rest Eisen und herstellungsbedingte Verunreinigungen,
auf eine das anschließende Warmwalzen erlaubende, aber 1000°C nicht überstei gende Temperatur erhitzt wird;
die erhitzte Knüppel unter solchen Bedingungen durch Warmwalzen zu einem Stab verformt wird, daß die Fertigwalztemperatur nicht höher als 850°C und die Gesamtquerschnittsverminderung im Temperaturbereich zwischen 880°C und der Fertigwalztemperatur mindestens 60% beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß der warmgewalzte Stab mit einer Abkühlgeschwindigkeit von 3°K/s oder mehr auf Raumtemperatur zwangsgekühlt und anschließend bei Temperaturen von 500 bis 700°C angelassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Tempera
turen von 575 bis 625°C angelassen wird.
3. Stahlstab aus einem Stahl, der folgenden Zusammensetzung (Gewichtsba
sis):
0,02 bis 0,10% Kohlenstoff,
1,10 bis 2,50% Mangan,
0,010 bis 0,100% Niob,
0 bis 0,30% Kupfer,
0 bis 1,20% Chrom,
0 bis 0,0030% Bor,
weniger als 0,010% Schwefel,
nicht mehr als 0,5% Silicium,
0,15 bis 0,50% Molybdän,
0,010 bis 0,100% Aluminium,
0 bis 1,20% Nickel,
0 bis 0,05% Titan,
weniger als 0,010% Phosphor,
Rest Eisen und herstellungsbedingte Verunreinigungen,
mit einer Streckgrenze von mindestens 392 N/mm², einem vTr-Wert von -120°C oder weniger und einem vE -120-Wert von etwa 294 Nm, erhalten nach dem Ver fahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2.
0,02 bis 0,10% Kohlenstoff,
1,10 bis 2,50% Mangan,
0,010 bis 0,100% Niob,
0 bis 0,30% Kupfer,
0 bis 1,20% Chrom,
0 bis 0,0030% Bor,
weniger als 0,010% Schwefel,
nicht mehr als 0,5% Silicium,
0,15 bis 0,50% Molybdän,
0,010 bis 0,100% Aluminium,
0 bis 1,20% Nickel,
0 bis 0,05% Titan,
weniger als 0,010% Phosphor,
Rest Eisen und herstellungsbedingte Verunreinigungen,
mit einer Streckgrenze von mindestens 392 N/mm², einem vTr-Wert von -120°C oder weniger und einem vE -120-Wert von etwa 294 Nm, erhalten nach dem Ver fahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP27484284A JPS61157630A (ja) | 1984-12-28 | 1984-12-28 | 低温靭性の優れた棒鋼の製造方法 |
| JP27484184A JPS61157629A (ja) | 1984-12-28 | 1984-12-28 | 低温靭性の優れた棒鋼の製造方法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3545952A1 DE3545952A1 (de) | 1986-07-10 |
| DE3545952C2 true DE3545952C2 (de) | 1990-01-11 |
Family
ID=26551214
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853545952 Granted DE3545952A1 (de) | 1984-12-28 | 1985-12-23 | Verfahren zur herstellung von stahlstaeben mit verbesserter kaltzaehigkeit und die dabei erhaltenen stahlstaebe |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CA (1) | CA1262226C (de) |
| DE (1) | DE3545952A1 (de) |
| LU (1) | LU86228A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013208413A1 (de) * | 2013-05-07 | 2014-11-13 | Badische Stahlwerke Gmbh | Betonstahl, Herstellungsverfahren für Betonstahl |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP4221497B2 (ja) * | 2003-05-20 | 2009-02-12 | 独立行政法人物質・材料研究機構 | 超微細粒鋼材の温間圧延方法 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4060428A (en) * | 1976-07-30 | 1977-11-29 | Morgan Construction Company | Process for forming ferrous billets into finished product |
| AU554218B2 (en) * | 1983-11-11 | 1986-08-14 | Sumitomo Metal Industries Ltd. | Htnt low alloy steel bars for low temperature applications |
-
1985
- 1985-12-20 CA CA498404A patent/CA1262226C/en not_active Expired
- 1985-12-23 DE DE19853545952 patent/DE3545952A1/de active Granted
- 1985-12-27 LU LU86228A patent/LU86228A1/fr unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013208413A1 (de) * | 2013-05-07 | 2014-11-13 | Badische Stahlwerke Gmbh | Betonstahl, Herstellungsverfahren für Betonstahl |
| DE102013208413B4 (de) * | 2013-05-07 | 2019-10-10 | Badische Stahlwerke Gmbh | Betonstahl, Herstellungsverfahren für Betonstahl |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA1262226A (en) | 1989-10-10 |
| DE3545952A1 (de) | 1986-07-10 |
| LU86228A1 (fr) | 1986-10-06 |
| CA1262226C (en) | 1989-10-10 |
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