DE355183C - Drehschalter mit Kontaktunterbrechung in einem luftbeschraenkten Raume - Google Patents

Drehschalter mit Kontaktunterbrechung in einem luftbeschraenkten Raume

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DE355183C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/30Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H9/34Stationary parts for restricting or subdividing the arc, e.g. barrier plate

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  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 22. JUNI 1922
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
(A35Og7 VIIIIsi c)
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin.
Drehschalter mit Kontaktunterbrechung in einem luftbeschränkten Räume.
Patentiertjm Deutschen Reiche vom 16. Juni 1921 ab.
Es sind Drehschalter bekannt, bei denen die Kontaktunterbrechung in dem spaltartigen Räume zwischen zwei meist federnd aufeinandergedrückten, im wesentlichen ebenen Flachen erfolgt, von denen die eine der Schaltwalze, die andere etwa dem Schaltersockel angehört. Die Enge des Zwischenraumes wirkt auf ein sofortiges Erlöschen des Abreißfunkens hin. Dem steht aber entgegen, daß die in der Mehrzahl der Fälle vorgesehene federnde Eigenschaft der Kontakte im Augenblick des Ausschaltens den Spalt erweitert und so der Luft Gelegenheit gibt, zuzutreten und unter der Ventilatorwirkung der plötzlich und schnell gedrehten Kontakt- und Isolationsteile aus dem Ab-
reißfunken einen Lichtbogen zu bilden und diesen sogar derart zu vergrößern, daß er aus dem Spaltraum herausschlägt. Dagegen reicht der entstehende Luftzug meist nicht aus, den Lichtbogen auszublasen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Anordnung, den Luftzutritt zum! Spaltraum zu hindern und somit eine Quelle der Lichtbogenbildung und der Vergrößerung des
ίο Lichtbogens nach Möglichkeit zu beschränken. Zugleich soll auch anderseits einem trotzdem entstehenden Lichtbogen der Weg versperrt werden, aus dem Spaltraum herauszuschlagen.
Es hat sich ergeben, daß das gewünschte Ziel bereits befriedigend erreicht wird, wenn man die öffnung des Spaltraumes nach außen hin durch einen ringförmigen Körper wenigstens derart abdeckt, d'aß die Luft nicht mehr gradlinig zu- oder austreten kann, sondern Umwege zu machen gezwungen ist. Es wird hierzu beispielsweise eines der beiden Stücke, die beiderseits den Spaltraum begrenzen, in dem die Kontaktunterbrechung erfolgt, mit einem Rand versehen, welcher deckelartig über das andere Stück und somit über den Schlitz des Spaltraumes übergreift. Statt dessen kann man auch das eine Stück mit einer ringförmigen Wulst in eine entsprechende Vertiefung des anderen Stückes eingreifen lassen. Natürlich braucht die Abdeckung des Spaltraumschli'tzes nicht unbedingt einen Teil eines der den Spaltraum bildenden Stücke zu sein; sie kann vielmehr auch ein besonderer sonst irgendwie befestigter oder zusammenhängender Körper sein.
Die Zeichnung erläutert das Vorstehende in schematischer Weise. Abb. 1 und 2 zeigen in Ansicht bzw. Grundriß zwei aus Isoliermasse bestehende Scheiben, von denen die obere α die Schaltwalze eines Drehschalters sei, die untere b etwa dem Sockel angehört. In dem spaltartigen Zwischenraum c der beiden Scheiben mögen sich nicht mitgezeichnete Kontaktstücke irgendwelcher Art befinden, an denen beim Drehen der Schaltwalze der Strom unterbrochen wird. Der Zutritt der Luft zu dem spaltartigen Zwischenraum wird behindert durch einen Ring d aus Metall oder Isoliermaterial, welcher ohne Zusammenhang mit den Stücken α undi b den Schlitz des Spaltraumes überdeckt, und zwar auch dann noch, wenn infolge der Federwirkung der Kontaktstücke die Schaltwalze vom Sockel abgehoben wird.
In Abb. 3 ist der Überdeckungsring des Schlitzes mit dem Schaltwalzenstück verbunden und besteht aus einem die untere Scheibe überlappenden Rand e, welcher den Luftzutritt und die Luftwirbelung zwischen den Scheiben beschränken und so die Lichtbogenbildung unterbinden soll.
Abb. 4 gibt eine andere Ausführungsmöglichkeit wieder, bei der die untere Scheibe mit einem ringförmgen Wulst/ in eine entsprechende ringförmige Aushöhlung g der oberen Scheibe eingreift.
Abb. 5 zeigt, wie die Wirksamkeit der Einrichtung nochi verstärkt werden kann, nämlich durch Anordnung von mehreren konz-entrfsehen wulstartigen Eingriffen, gegebenenfalls auch in Verbindung mit einem· Überlappungsrand.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zur Vermeidung der Lichtbogenbildung bei Drehschaltern, deren Unterbrechungskontakte sich in einem sehr engen, etwa spaltartigen Räume befinden, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die der Luft einen gradlinigen Zutritt zu dem spaltartigen Raum versperrt.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmige Öffnung des spaltartigen Raumes durch! einen Körper von Ringgestalt bedeckt ist.
3. Ausführungsform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schlitz verdeckende Ring ein besonderes Stück ist, das mit den beiderseits den spaltartigen Raum abgrenzenden Stücken nur lösbar verbunden ist. 9S
4. Ausführungsform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schlitz verdeckende Ring aus einem deckelartig übergreifenden Rande eines der beiderseits den spaltartigen Raum ab- 10c grenzenden Stücke besteht.
5. Ausführungsform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schlitz verdeckende Ring aus einer Wulst an einem der beiderseits den spaltartigen Raum abgrenzenden Stücke besteht, welche in eine entsprechende Vertiefung des anderen Stückes eingreift.
■ 6. Ausführungsform, gekennzeichnet durch die Verbindung der Eibrichtungen nach Anspruch 4 und S.
7. Ausführungsform nach Anspruch 5, durch die Anordnung mehrerer konzentrischer Wulstringe gekennzeichnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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