DE355911C - Schloss fuer Wagentueren - Google Patents
Schloss fuer WagentuerenInfo
- Publication number
- DE355911C DE355911C DEB98950D DEB0098950D DE355911C DE 355911 C DE355911 C DE 355911C DE B98950 D DEB98950 D DE B98950D DE B0098950 D DEB0098950 D DE B0098950D DE 355911 C DE355911 C DE 355911C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lock
- handle
- pawl
- bolt
- hand
- Prior art date
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- Expired
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B83/00—Vehicle locks specially adapted for particular types of wing or vehicle
- E05B83/36—Locks for passenger or like doors
- E05B83/363—Locks for passenger or like doors for railway vehicles
Landscapes
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
AUSGEGEBEN ArJULI 9 7. JUU 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vi 355911 ~
KLASSE 68 a GRUPPE 91
KLASSE 68 a GRUPPE 91
IJI\68a*)
Schloß für Wagentüren.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Frankreich vom 31. März 1914 beansprucht.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein
Schloß mit einem Riegel und einer Klinke, die beide in einem und demselben Gehäuse im
Wageninnern angeordnet sind, die sich aber selbsttätig zueinander bewegen.
Die besondere Bauart gestattet:"
i. die Tür von außen zu öffnen, indem man den äußeren Handgriff mit der gewöhnlichen Bewegung dreht, wobei zuerst der Riegel zurückgeschoben und danach die Klinke gehoben wird.
i. die Tür von außen zu öffnen, indem man den äußeren Handgriff mit der gewöhnlichen Bewegung dreht, wobei zuerst der Riegel zurückgeschoben und danach die Klinke gehoben wird.
2. von innen die Tür nur dann zu öffnen, wenn gleichzeitig Handgriff und Klinke in
Bewegung gesetzt wird. Eine solche gleichzeitige Bewegung kann ein Erwachsener mit
einer Hand bewirken, indem er den inneren Handgriff mit den Fingern hebt und mit dem
Daumen auf einen die Verlängerung der Klinke bildenden Drücker wirkt, während eine
Kinderhand dies wegen des für sie zu großen ίο Abstandes dieser beiden Teile voneinander
nicht ausführen kann. Außerdem muß auch noch die genügende Kraft vorhanden sein, um
den Widerstand der Federn zu überwinden, welche diese Teile in ihrer Verschluß stellung
halten.
Die Vorrichtung ist unabhängig von der Art des verwendeten Riegels. Daher zeigt die
Zeichnung als Ausführungsbeispiel ein Schloß mit einem Gleitriegel.
Abb. ι ist eine Vorderansicht des Schlosses vom Wageninnern aus gesehen.
Abb. 2 ist eine Ansicht senkrecht zu Abb. i,
die die Umrahmung der Tür mit der daran befestigten Schließkappe zeigt. Abb. 3 ist eine Ansicht des Schlosses von
der Außenseite des Wagens gesehen, die die beiden Lagen des äußeren Handgriffes zeigt,
wenn das Schloß geöffnet ist (gestrichelt), und wenn es geschlossen ist (ausgezogen).
Abb. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch das Schloß in der Achse des äußeren Handgriffes.
Abb. 5 ist ein Längsschnitt durch das Schloß, der die Teile in ihrer Verschlußstellung
zeigt.
Abb. 6 zeigt die Teile, wenn der innere Handgriff gehoben ist.
Abb. 7 zeigt die Lage der gleichen Teile in dem Augenblick des Türöffnens durch den
äußeren Handgriff.
Abb. 8 und 9 sind Einzelheiten der Achse des inneren Handgriffes und der Zugknagge
des Riegels in schaubildlicher Darstellung in größerem Maß stäbe.
Das dargestellte Schloß besitzt einen auf der Innenseite der Tür angebrachten Schloßkasten
ι und ein an dem Türpfosten befestigtes Schließblech 2.
In dem Schloßkasten 1 kann ein Riegel 3 hin und her bewegt werden, der einen Ausschnitt
4 besitzt und durch eine Schraubenfeder 5 ständig nach außen gedrückt wird. An der Außenseite des Schloßgehäuses 1 im
Wageninnern dreht sich um eine Achse 6 die Klinke 7, die mit einem Drücker Ja versehen
ist. Unterhalb der Klinke ist der Kasten 1 mit einer Nase 15 versehen, die zur Führung
und zur Rast für die Klinke dient. Auf der Achse 6 ist ein Ansatz 9 angebracht, gegen
den sich auf der einen Seite eine Feder ga
stützt.
Der Teil 12 (Abb. 8), der die Achse des inneren Handgriffes 28 bildet, nimmt, wenn
diese um eine bestimmte Strecke gedreht ist, einen zylinderförmigen Teil 13 mit, der an
einem nach oben gerichteten Arm einen Ausschnitt 14 besitzt, in dem ein Finger 16 des
auf der Achse 18 befestigten Armes 17 eingreift.
Diese Achse 18 bildet die Verlängerung der Achse 19 (Abb. 4), die durch die
Tür hindurchgeht und außen den Handgriff 20 trägt. Der Teil 13, der als Bewegungsübertrager
dient, besitzt noch nach unten einen Fortsatz 21, der in den Einschnitt 4 des
Riegels 3 greift, und außerdem noch eine seitliehe Knagge 8, die gegen den Ansatz 9 der
Klinkenachse drücken kann.
Das Schließblech hat einen Hohlraum 22 für den Riegel 3 mit anschließender senkrechter
Fläche 23 und Sicherheitsanschlag 24 an deren Ende. Außerdem besitzt das Schließ-
, blech eine aufsteigende Auflauffläche 25, auf der die Nase yb der Klinke entlanggleiten
kann. Am inneren Ende der Auf lauf fläche 25 befindet sich eine Rast 26, in welche die Nase
■ der Klinke der ersten Verriegelung der Türe ! einfällt.
In der vollständig geschlossenen Lage ; (Abb. 1) ist der Riegel 3 in den Hohlraum 23
; eingedrungen und die Nase der Klinke ruht : in der 2. Rast 27.
Die Anordnung ist derart getroffen, daß, wenn der Riegel 3 gegen die äußere Wand 22°
' (Abb. 2) seines Hohlraumes stößt, die Nase 7& der Klinke die Seitenwand 27* nicht
berührt, so daß der Riegel allein die Kräfte aufnimmt, die bei geschlossener Tür auf diese
nach außen wirken.
j Wenn man zum Öffnen der Tür den äußeren Handgriff 20 dreht, so wird auch mittels des
Ansatzes 16 am Arm 17 das Zwischenstück 13
gedreht, dessen Mitnehmer 21 den Riegel in die in Abb. 6 angedeutete Stellung bringt,
während bei weiterer Bewegung die Knagge 8 den Ansatz 9 der Klinkenachse so weit dreht,
daß die Klinke 7 aus der Rast 27 herausgehoben wird und in die Rast 26 fällt (Abb. 2).
Die Tür ist bei dieser Schloßstellung halb offen,-
Das Weiterumlegen des Handgriffes 20 be- xio
wirkt, daß der Anschlag 9 und damit die Klinke 7 noch weiter angehoben wird, bis die
Klinke auch aus der Rast 26 (Abb. 2) herausgehoben wird. Alsdann kann die Tür ganz
geöffnet werden. Der Riegel 3 tritt dabei ein wenig in das Schloßinnere zurück (Abb. 7).
Um die Tür vom Wageninnern aus zu öffnen, muß man zuerst den auf der Achse 12
sitzenden inneren Griff 28 hochheben (Abb. 1).
Nachdem hierbei ein gewisser Spielraum zwischen den Anschlägen 12" und I3a überschritten
ist, beginnt die Bewegung der
Achse 12 auf das Zwischenstück 13 zu wirken,
welches den Riegel in das Schloßinnere zurückzieht und die Klinke aus der Rast 27
hebt, bis sie in die Rast 26 gelangt, so daß, wie; oben ausgeführt, die Tür etwas geöffnet
ist.
Die Bewegung des inneren Griffes 28 ist nun aber begrenzt durch einen auf dem
Schloßgehäuse befestigten Anschlag 29. Um
to ein weiteres Heben der Klinke aus der Rast 26 heraus zu erzielen, muß man mit dem
Daumen auf den das entgegengesetzte Ende der Klinke bildenden Drücker Ja drückend
Diese beiden Bewegungen, die des inneren Handgriffes und der Klinke, werden zur
gleichen Zeit mit derselben Hand ausgeführt, indem der Daumen auf die Klinke, und die
anderen Finger auf den Handgriff wirken.
Gibt man den Handgriff und die Klinke wieder frei, so kehren diese unter der Einwirkung
des Eigengewichts und der Federn 5 und 9ffi in ihre ursprüngliche Lage zurück.
Um die Tür wieder zu schließen, genügt es, sie in ihren Rahmen zurückzustoßen; dabei
geht die Nase Jb, indem sie auf der Kurve 25
entlanggleitet, nach oben und fällt dann unter ihrem Eigengewicht und unter der Einwirkung
der Feder ψ in die Rasten 26 und 27, bevor der Riegel 3 unter der Wirkung der
Feder 5 in das Schließblech eintritt.
Wenn aus irgendeiner Ursache der Riegel 3 nicht wieder in das Schließblech eindringt,
verläßt der Ansatz 8 des Verbindungsstückes 13 den Vorsprung 9 der Klinkenachse
nicht, und die Klinke bleibt in der Rast 27 in geneigter Stellung stehen, welche dem Reisenden
sofort anzeigt, daß das Schloß nicht richtig gewirkt hat. Ebenso ist dies von außen durch die schiefe Stellung des Handgriffes
20 sichtbar. Die Klinke sichert indes schon vollständig in dieser Lage den Verschluß
der Türe, da die Klinke in der Rast 27 ruht.
Anderseits ist es leicht ersichtlich, daß bei horizontaler Lage des äußeren Handgriffes beide Verschlüsse in Wirksamkeit getreten sind, wodurch die Feststellung über das richtige Schließen der Türen für die Beamten erleichtert wird.
Anderseits ist es leicht ersichtlich, daß bei horizontaler Lage des äußeren Handgriffes beide Verschlüsse in Wirksamkeit getreten sind, wodurch die Feststellung über das richtige Schließen der Türen für die Beamten erleichtert wird.
Claims (4)
1. Schloß für Wagentüren, dadurch gekennzeichnet, daß in einem und demselben
Gehäuse (i) ein Riegel (3) und eine Klinke (7) angeordnet sind, welche entweder
gleichzeitig durch einen äußeren Handgriff (20) oder durch einen inneren Handgriff (28) in der .Weise betätigt
werden, daß der innere Handgriff (28) durch die Finger einer Hand gehoben wird, während der Daumen derselben
Hand auf das Ende (γα) der Klinke (7)
drückt.
2. Schloß für Wagentüren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen auf
der Verlängerung (18) der Achse des äußeren Handgriffes (20) vorgesehenen
Ansatz (16), der auf ein drehbares Zwischenstück (13) wirkt, welches einerseits
durch einen Mitnehmer (21) den Riegel (3) betätigt und durch eine Knagge (8) auf einen auf der Achse (6)
der Klinke (7) sitzenden Ansatz (9) wirkt, und anderseits unter der Wirkung des inneren Handgriffes (28) steht, dessen
Achse (12) nach Durchlaufen eines gewissen Spielraumes das drehbareZwischenstück
(13) mitnimmt und so auch den Riegel und die Klinke betätigt.
3. Schloß für Wagentüren nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließblech (2) mit zwei Rasten (27 und 26) versehen ist, in deren obere (26) dia Klinke (7) beim Halböffnen der Tür fällt.
4. Schloß nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Anschlag (29),
der die Bewegung des inneren Griffes (28) so begrenzt, daß dieser Griff allein es nicht
ermöglicht, die Klinke (7) aus ihrer g0 zweiten Rast (26) zu heben, sondern daß
gleichzeitig der Daumen einer Männerhand auf das Ende (70) der Klinke (7)
drücken muß, um die Tür ganz zu öffnen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR355911X | 1914-03-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE355911C true DE355911C (de) | 1922-07-07 |
Family
ID=8893422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB98950D Expired DE355911C (de) | 1914-03-31 | 1921-03-27 | Schloss fuer Wagentueren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE355911C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2660922A (en) * | 1948-06-07 | 1953-12-01 | Nat Res Dev | Interference microscope |
-
1921
- 1921-03-27 DE DEB98950D patent/DE355911C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2660922A (en) * | 1948-06-07 | 1953-12-01 | Nat Res Dev | Interference microscope |
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