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Umlaufende Presse. Zusatz zum Patent 3o6876. Gegenstand der Erfindung
ist eine Verbesserung der durch das Stammpatent 3o6876 geschützten umlaufenden Presse
für pulverförmiges Arbeitsgut mit radialen Preßzylindern in dem Kranz einer drehbaren
Scheibe. Bei dieser Presse besteht das Widerlager für die Pressung aus einem glatten
Umlaufkörper. Wenn für die Pressung, wie es häufig erwünscht ist, verhältnismäßig
große Hubrollen benutzt werden sollen, so bewegt sich der Stempel in seinem Zylinder
schon vorwärts, ehe die eigentliche Preßstelle, d. h. die Berührungsstelle des Kranzes;
mit dem als Widerlager wirkenden glatten Umlaufkörper erreicht ist. Die Folge ist,
daß das Arbeitsgut bereits vorgeschoben wird, ehe ein abschließendes Widerlager
vorhanden ist, und es ist zumal bei Preßzylindern verhältnismäßig großen Durchmessers
nicht ausgeschlossen, daß Arbeitsgut ungewünscht aus den wandernden Preßzylindern
austritt. Es ist unmöglich, in dem Zwickel zwischen Kranz und Widerlagerumlaufkörper
ein Hilf swiderlager fest anzubringen, abgesehen davon, daß dieses auch reibend
arbeiten müßte.
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Nach der Erfindung wird den Schwierigkeiten dadurch abgeholfen, daß
um den als Widerlager dienenden Umlaufkörper ein endloses Band geschlungen und um
eine zweite Hilfsscheibe derart geführt wird, daß sein in den Zwickel zwischen Kranz
und glattem Umlaufwiderlager einlaufender Strang auf einem verhältnismäßig großen
Bogen den die Preßzvlinder enthaltenden - Kranz berührt. Da nun gemäß dem Stammpatent
3o6876 Kranz und Umlaufwiderlager die gleiche Umlaufgeschwindigkeit haben, so läuft
das genannte Band bei der Berührung mit dem Kranz durchaus mit diesem gleichsinnig
und gleich schnell, so daß eine Verschiebebewegung zwischen Band und Kranzmantel
nicht eintritt.
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Man kann nun in dieses Band eine derartige
Spannung
hineinbringen, daß bei Anhub des Stempels vor der Hauptpreßstelle, dort, wo der
Widerlagerumlaufkörper auf den Kranz wirkt, jeder ankommende Preßzylinder abgeschlossen
ist und somit das in ihm befindliche Arbeitsgut beim Ansteigen des Preßstempels
ein Widerlager findet.
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Es hat sich nun gezeigt, daß der hier auftretende Grundgedanke, ein
Hilfswiderlager durch einen mitumlaufenden Teil zu schaffen, insbesondere bei solchen
Preßarbeiten von ganz besonderem Vorteil ist, bei denen das Preßgut vor der Hauptpressung
noch eine Vorpressung erfahren muß. Ein derartiger Fall ist bei der Beispielsangabe
des Patents 3o6876 vorgesehen. Dort ist an der Vorpreßstelle eine als Widerlager
dienende, am Gestell befestigte Druckfläche vorgesehen. Der an die Vorpreßstelle
kommende Stempel wird durch eine Rolle angehoben, und es läuft nun der fragliche
Preßzylinder unter dieser Druckfläche fort. Auch hier wieder hängt die Länge der
Widerlagerstrecke vom Durchmesser der Anhubrolle ab. Es hat sich herausgestellt,
daß bei manchen Preßgutarten sehr starke Reibung an dieser als Widerlager dienenden
Druckfläche auftritt.
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Hier hilft nun grundsätzlich die vorliegende Zusatzerfindung ab. Es
ist nur notwendig, das vorher erwähnte Band so weit um den die Preßzylinder tragenden
Kranz zu führen, daß es an der für .die Vorpressung in Frage kommenden Stelle schon
am Kranz anliegt. Da das Band ja mit dem Kranz gleichsinnig und gleich schnell umläuft,
so tritt eine Verschiebebewegung und infolgedessen irgendwelche Reibung am Widerlager
überhaupt nicht auf, und von dieser Vorpreßstelle bis zur Hauptpreß.stelle, nämlich
dort, wo der glatte Umlaufkörper nach der Stammerfindung arbeitet, ist durch das
mitumlaufende Band der Preßzylinder abgeschlossen und für ein dauerndes Widerlager
gesorgt. Man könnte nun auch noch Zwischenpreßstellen einfügen, und man könnte zwischen
der Vorpreßstelle und der Hauptpreßstelle für einen allmählichen Übergang durch
Einfügung von Steigstrecken für die Stempelköpfe sorgen. Somit ist man in der Lage,
auch ganz allmählich wirkenden Druck auszuüben.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das sich
an die Beispielsdarstellung im Stammpatent 3o6876 anschließt.
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Um die Drehachse des Kranzes 3 schwingbar sind zu beiden Seiten dieses
Kranzes Halter 3o angebracht, die auf einer außerhalb des Kranzes 3 gehaltenen Achse
31 eine Rolle 32 derart tragen, daß sie möglichst etwas vom Kranzumfang abgehoben
ist. Um diese Rolle 32 und um den als Widerlager für die Hauptpressung dienenden
glatten Umlaufkörper 6 ist ein Stahlband 33 geschlungen. Es legt sich, wie man sieht,
auf einem sehr großen Bogen an den Kranz 3 an. Um die gewünschte Spannung zu erzielen,
sind am Gestell Halter 3- vorgesehen, durch die Druckbolzen 35 treten und auf die
Halter 3o wirken. Sollte das Band 33 schlaff werden, so brauchen nur die Druckbolzen
35 nachgespannt zu werden.
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Das dargestellte Ausführunsgbeispiel sieht eine Vorpressung vor. Das
aus dem Fülltrichter 18 in die Preßzylinder g gelangte Arbeitsgut trifft in bekannter
Weise auf die Stempel io; diese kommen mit dem Kranz 3 zur Rolle 12 und steigen
mit dieser etwas zwecks Vorpressung an. Hierbei befindet sich aber der in Vorpressung
befindliche Zylinder mit seiner Mündung schon gegenüber dem an i Kranz 3 anliegenden
Band 33. Es dient also dieses Band als Vorpreßwiderstand und verschließt die Mündung
des Preßzylinders auf dem ganzen Wege bis zur Hauptpreßstelle dort, wo der Stempel
auf die Hauptpreßrolle 13 aufgelaufen ist. Das Band liegt an dieser Stelle zwischen
dem Kranz und dem umlaufenden Widerlager 3. Dann hebt sich das Band vom Kranz 3
ab und läuft über den Umlaufkörper 6. Die Breite des Bandes 33 richtet sich nach
der Kranzbreite bzw, nach der Anzahl von Preßzylindern, die in einer Erzeugenden
des Kranzes 3 nebeneinanderliegen.