DE357281C - Apparat zur kontinuierlichen Destillation von Teer, OEl u. dgl. - Google Patents

Apparat zur kontinuierlichen Destillation von Teer, OEl u. dgl.

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DE357281C
DE357281C DEV16812D DEV0016812D DE357281C DE 357281 C DE357281 C DE 357281C DE V16812 D DEV16812 D DE V16812D DE V0016812 D DEV0016812 D DE V0016812D DE 357281 C DE357281 C DE 357281C
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VER fur CHEMISCHE
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METALLURG PRODUKTION
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/04Working-up tar by distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Apparat zur kontinuierlichen Destillation von Teer, Öl u. dgl. Die Bedingungen, die eine wirtschaftlich und technisch einwandfreie Destillationsapparatur erfüllen soll, sind wesentlich folgende: i. Geringer Einfluß des Wassergehaltes und anderer Verunreinigungen auf den Destillationsvorgang; 2. relativ kurze Berührungszeit des Destillationsgutes mit denwärmeabgebendenFlächen; 3. sichere Fortbewegung des zu destillierenden Produktes im Destillationsapparat; q.. Vermeidung von Krustenbildungen in demselben; 5. genaue Einhaltung bestimmter für den Prozeß erforderlicher Temperaturen; 6. Vermeidung lokaler Überhitzungen; 7. rasche In- und Außerbetriebsetzung der Apparatur; B. geringer Inhalt des Apparates bei großer Leistung; g. niedriger Energieaufwand; =o. räumlich gedrängte Anordnung; ii. die Möglichkeit, die einzelnen Destillate entweder durch eine franktionierte Destillation oder fraktionierte Kondensation zu erhalten; 12. leichte Anpassung an gewünschte Endprodukte, d. h. Arbeiten im Druck- und Vakuumgebiete bzw. in einem indifferenten Gasraume.
  • Die in der Technik üblichen Destillationsapparate erfüllen nur teilweise diese Voraussetzungen.
  • Als ihre besonders kennzeichnenden Nachteile sind zu erwähnen 1. Der ungünstige Einfluß des Wassergehaltes des zu destillierenden Produktes auf den Destillationsvorgang. Durch das gleichzeitige Erhitzen des gesamten Destilliergutes auf die dem jeweiligen Druck entsprechende Siedetemperatur des Wassers gelangt plötzlich das gesamte Wasser zur Verdampfung und bedingt das so gefürchtete Überschäumen und Übertreten.
  • 2. Das zu destillierende Produkt unterliegt eine zu lange Zeit der Erhitzung, so daß unerwünschte Zersetzungen eintreten.
  • 3. Durch Auftreten lokaler Überhitzungen und der hiermit verbundenen Abspaltung von Wasserstoff der Kohlenwasserstoffe findet eine Ausscheidung von festem Kohlenstoff statt - also Krustenbildung -, die die Kontinuität des Prozesses ausschließt.
  • q.. Infolge der großen, dem Destillationsvorgang unterliegenden Mengen ist die In-und Außerbetriebsetzung zeitraubend, unwirtschaftlich und feuergefährlich.
  • Die hier durch Abb. i beispielsweise beschriebene Erfindung stellt einen Destillationsapparat dar, der die obenerwähnten Bedingungen einer rationellen Destillation erfüllt und die Nachteile der üblichen Einrichtungen vermeidet.
  • Es ist in Abb. i i der eigentliche, von außen heizbare, etwas schräg zum Austritt geneigteDestillaiionskörper, dessen Querschnitt entweder kreisförmig oder den bekannten Kristallisationswiegen nachgebildet und der von innen oder außen heizbar ist, 2 bzw. 21 dessen Endverschlüsse, die mit den exzentrisch angebrachten Ein- und Austrittsstutzen versehen sind, um welche der Destillationskörper i in den Lagern 3 schwingt, q. die mit dem Destillationskörper i starr verbundene Schwingkurbel, 5 Drehstopfbüchsen, 6 bzw. 7 Ein-und Austrittsrohr des Destillationsgutes.
  • Die Betriebsweise des hier beschriebenen Destillationsapparates ist folgende Durch das Einlaufrohr 6 tritt das Destillationsgut, welches mit Vorteil vorgewärmt wird, durch den Endverschluß 2, in den eigentlichen Destillationskörper i ein und nimmt in diesem eine dessen Exzentrizität entsprechende Höhe ein.
  • Infolge der durch die Schwingkurbel 4. bedingten Pendelbewegung des Destillationskörpers i bewegen sich die Flüssigkeitsteilchen im langen Zickzackwege von der Eintrittszur Austrittsstelle, wobei dieselben genügend Zeit haben, der Temperatur des Apparates und der Siedetemperatur entsprechend in Dampfform überzugehen.
  • Die in Dampfform übergegangenen Teile des Destillationsgutes verlassen gemeinsam mit dem Restprodukt derselben durch den Endverschluß 21 den Destillationsraum i zu der an sich bekannten weiteren Apparatur.
  • Es ist klar, daß man den Prozeß für die Gewinnung der Destillate als fraktionierte Kondensation oder durch Hintereinanderschalten mehrerer solcher Apparate (Destillationswiegen) auch als fraktionierte Destillation führen kann.
  • Da die Heizung und der Zufluß regelbar angeordnet ist, ist man in der Lage, den Destillationsvorgang wunschgemäß zu leiten.
  • Die sonst so störende Schaumbildung tritt nicht ein, da jeweils nur ein Bruchteil des gesamten Wassers des Destillationsgutes zur Verdampfung gelangt und der sich etwa bildende Schaum durch die Pendelbewegung sofort zerstört wird.
  • Die kurze Berührungszeit des Destillationsgutes mit der wärmeabgebenden Fläche verhindert unerwünschte Zersetzungen, Verkrustung und lokale Überhitzungen.
  • Das Arbeiten mit diesem Destillationsapparat geschieht infolge des geringen Inhaltes ohne jede Gefahr und ist die rasche In- und Außerbetriebsetzung desselben noch besonders hervorzuheben.
  • Wie ersichtlich, stellt die hier beschriebene Erfindung einen wesentlich technischen Fortschritt dar, genügt den eingangs erwähnten Forderungen und vermeidet die bei anderen Destillationsappamten auftretenden Nachteile,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Apparat zur kontinuierlichen Destillation von Teer, Öl usw., dadurch gekennzeichnet, daß die Destillation in einem exzentrisch gelagerten, schwingbaren, in der Wärmezufuhr regelbaren Destillationskörper vor sich geht, wodurch erzielt wird, daß die Destillation auch stark verunreinigter, wasserhältiger Stoffe einwandfrei, wirtschaftlich und gefahrlos durchgeführt werden kann.
DEV16812D 1921-09-02 1921-09-02 Apparat zur kontinuierlichen Destillation von Teer, OEl u. dgl. Expired DE357281C (de)

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