DE3586559T2 - Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung von strahlungsbildern. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung von strahlungsbildern.

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Description

    BEREICH DER ERFINDUNG
  • Diese Erfindung betrifft ein Bildbearbeitungsverfahren und eine dazu geeignete Anordnung, und insbesondere ein Verfahren und eine Anordnung zum Ausführen eines unscharfen Maskierungsvorgangs auf einem Bild auf einem Röntgenfilm (nachstehend bezeichnet mit "Röntgenbild") zum Verbessern der diagnostischen Genauigkeit, wenn das Röntgenbild vervielfacht wird, und weiter ein Verfahren und eine Anordnung zum Frequenzbearbeiten eines Bildes in einem System zum Aufzeichnen und Wiedergeben eines Strahlungsbildes mit Hilfe einer anregbaren Leuchtplatte.
  • STAND DER TECHNIK
  • Ein derartiges Bildbearbeitungsverfahren ist aus der amerikanischen Patentschrift 4 317 179 bekannt. In dieser Patentschrift ist ein Verfahren beschrieben, mit dem die superniedrige Frequenzkomponente in einem Röntgenbild angehoben wird, um ein Bild hoher Qualität zu erhalten, das für den Gesichtssinn akzeptabler ist, und in dem die Hochfrequenzkomponente mit einem hohen Geräuschpegel verhältnismäßig abgenommen hat. Mit diesem Verfahren wird ein ursprüngliches Röntgenbild abgetastet und in ein elektrisches Signal umgewandelt, und das elektrische Signal wird einem Bildbearbeitungsvorgang unterworfen, in dem ein unscharfer Maskierungsvorgang von D' = Dorg + β (Dorg - Dus) geleitet wird, worin D' die Dichte des mit dem endgültigen vervielfachten Röntgenbild wiedergegebenen Bildes, Dorg die Dichte des ursprünglichen Bildes, β ein Anhebungskoeffizient und Dus die unscharfe Maskendichte entsprechend der superniedrigen Frequenz am betreffenden Abtastpunkt ist, wobei die Frequenz unter der superniedrigen Frequenz angehoben wird.
  • Jedoch wurden in diesem Verfahren folgende Nachteile festgestellt. Durch Anheben der besonderen Frequenzkomponente werden Ränder oder Gegenstände im wiedergegebenen Bild hervorgehoben, ungeachtet der Abmessung der Gegenstände.
  • Dadurch verdunkeln in jenen Teilen des Bildes, in dem ein interessanter kleiner Gegenstand zusammen mit einem größeren strukturierten Gegenstand detektiert werden, die hervorgehobenen Ränder des größeren Gegenstands die diagnostischen Einzelheiten des kleineren Gegenstands. Weiter treten sogar in dem anderen Bereich als in dem Bereich mit sich überlappenden größeren und kleineren Gegenständen durch Überschwingen oder Unterschwingen im wiedergegebenen Bild Geisterbilder auf an den Rändern des Gegenstands, was selbstverständlich eine Beeinflussung der Diagnose bedeutet.
  • Die vorgenannten Nachteile bei diesem Stand der Technik werden jetzt anhand der Zeichnung, insbesondere in Fig. 1A bis 1D bei einem eindimensionalen Beispiel, und mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. In Fig. 1A bis 1D stellen die Abszisse die Zeit (Position) und die Koordinate den Signalpegel dar. In Übereinstimmung mit der Formel wird die unscharfe Maskendichte Dus nach Fig. 1B von der ursprünglichen Dichte Dorg nach Fig. 1A zum Erhalten von Dorg-Dus abgezogen, was zum Erhalten von β(Dorg-Dus) nach Fig. 1C vervielfacht wird, und das Ergebnis wird bei der ursprünglichen Dichte Dorg zum Erhalten eines Bildsignals mit hervorgehobenen Rändern mit Überschwingen A oder Unterschwingen B nach Fig. 1D addiert. Bei diesem Stand der Technik gibt es den Vorteil, daß der Kontrast eines Gegenstands vergrößert wird, wenn die Abmessung der unscharfen Maske größer ist als die Abmessung des Gegenstands, aber die Ränder werden ebenfalls unerwünscht hervorgehoben. Weiter werden die Ränder von Knochen oder des Herzens hervorgehoben, obgleich diese Strukturen eine große Abmessung durch ihre steilen Ränder haben, da die Emphase der Ränder ungeachtet der Abmessung des Gegenstands auftritt, aber von dem Randgradienten des Objekts abhängig ist. Die hervorgehobenen Ränder mit Überschwingen oder Unterschwingen erscheinen als Geisterbild und beeinträchtigen die diagnostische Genauigkeit und die Bildqualität.
  • DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Anläßlich vorgenannter Nachteile im Stand der Technik eines Röntgensystems liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Bearbeiten eines Röntgenbildes oder eines Strahlungsbildes zu schaffen, mit dem die Frequenzanhebung ohne Erzeugung eines Geisterbildes durch Überschwingen oder Unterschwingen ausgeführt wird.
  • Der Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Bearbeitung eines Röntgenbildes oder eines Strahlungsbildes durch Anheben einer besonderen Frequenzkomponente ohne Erzeugung eines Geisterbildes durch Überschwingen oder Unterschwingen zu schaffen.
  • Das Verfahren und die Anordnung zum Durchführen der Frequenzanhebung nach der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß im Gegensatz zur Frequenzanhebung nach dem Stand der Technik, wobei die unscharfe Maskendichte oder das Signal (Dus, Sus) auf der Basis eines Mittelwerts der Bildsignale aller Abbildungszellen in der unscharfen Maske gegeben wurde, die unscharfe Maskendichte oder ein derartiges Signal auf der Basis des Medianwerts (Zentralwerts) der Signale der Abbildungszellen oder Abbildungselemente bestimmt wird, wobei der Medianwert (die (N²+1)2. Daten im kumulierten Histogramm, wenn N ungeradzahlig ist, und die N²/2. oder N²/2+1. Daten im kumulierten Histogramm, wenn N geradzahlig ist) als die unscharfe Maskendichte oder das unscharfe Maskensignal (Dus, Sus) angenommen wird.
  • Da der Medianwert als unscharfes Maskensignal benutzt wird, ist es erfindungsgemäß möglich, die Abmessung des Gegenstands zu begrenzen, die im Vergleich zu der hervorgehoben wird, die eine Abmessung kleiner hat als die Hälfte der Abmessung der unscharfen Maske, das Auftreten von Überschwingen und Unterschwingen zu verhindern und das Geisterbild zu beseitigen.
  • Dadurch werden bei Anwendung der vorliegenden Erfindung bei der medizinischen Diagnose die Ränder von Strukturen mit großen Abmessungen, wie z. B. Rippen und Herz nicht, sondern nur die Blutgefäße hervorgehoben. Dementsprechend eignet sich dieses Verfahren besonders zum Verstärken von Blutgefäßschatten in einem Lungenbild und liefert ein Bild mit hoher diagnostischer Wirksamkeit und Genauigkeit. Weiter eignet sich dieses Verfahren zum Verstärken von Magenwänden oder feinen Knochenstrukturen. Also kann die diagnostische Wirksamkeit und Genauigkeit im Bereich der medizinischen Diagnose erheblich verbessert werden. Weiter läßt sich die Form der Knochenränder genau reproduzieren, da die Bildung von Geisterbildern in den Röntgenbildern verhindert wird, wodurch Fehler in der Diagnose vermieden werden, was in der medizinischen diagnostischen Anwendung besonders erwünscht ist.
  • Es sei bemerkt, daß ein Bildbearbeitungsverfahren und eine derartige Anordnung der vorgenannten Art aus den europäischen Patentanmeldungen EP 031.952 und EP 032.237 bekannt sind. In diesen Patentschriften sind ein Verfahren und eine Anordnung zum Bearbeiten eines Bildes beschrieben, und insbesondere eines Röntgen- oder Strahlungsbildes. Bei der Verarbeitung des Ausgangssignals aus einer Bildabtasteinrichtung, wird das Ausgangssignal in ein elektrisches Signal Sorg umgesetzt, aus dem ein unscharfes Maskensignal Sus entsprechend den superniedrigen Frequenzen für jeden Abtastpunkt erhalten wird. Anschließend erfolgt eine mit S' = Sorg + F(X) angegebene Signalumsetzung zum Anheben der Frequenzkomponente über der superniedrigen Frequenz, wobei X ist X = Sorg - Sus und F(X) eine monotone Erhöhungsfunktion ist, die die Bedingung von F'(X&sub1;) &ge; F'(X&sub2;) &ge; 0 für beliebige Werte von X&sub1;, X&sub2; oder X( X&sub1; < X&sub2; ) erfüllt.
  • BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
  • Fig. 1A, 1B, 1C und 1D graphische Darstellungen, die das Bildsignal bei Frequenzbearbeitung nach dem Stand der Technik darstellen,
  • Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Bildbearbeitungsverfahrens,
  • Fig. 3 eine Blockschaltung, die ein Beispiel einer Abwandlung eines Teils der Anordnung darstellt,
  • Fig. 4A bis 4E graphische Darstellungen, die das Bildsignal zeigen, das erfindungsgemäß frequenzbearbeitet wurde,
  • Fig. 5 und 6 erklärende Ansichten zum Erläutern des Berechnungsverfahrens zum Erhalten eines erfindungsgemäßen unscharfen Maskensignals,
  • Fig. 7 eine graphische Darstellung mit einer Abwandlung des Anhebungskoeffizienten,
  • Fig. 8A, 8B und 8C Diagramme zur Darstellung verschiedener Verfahren zum Erhalten des Medianwerts, und
  • Fig. 9 eine schematische Darstellung mit einem anderen Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Bildbearbeitungsverfahrens.
  • In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemaßen Bildbearbeitungsverfahrens dargestellt. Ein Röntgenfilm 1 mit Röntgenbildinformation wird an der Oberfläche einer rotierenden Trommel 3 aus transparentem Material befestigt, und das Licht aus der Lichtquelle 2 in der Trommel 3 geht durch den Röntgenfilm 1 und erreicht die Photovervielfacherröhre 4, die außerhalb der Trommel 3 zum Umsetzen der Bildinformation in ein elektrisches Signal angeordnet ist. Das elektrische Bildsignal wird mittels eines logarithmischen Verstarkers 4' und eines Analog/Digital-Wandlers 5 in Digitalwerte umgesetzt, um Digitalwerte der ursprünglichen Dichte Dorg zu erhalten. Die Röntgenbildinformation wird mit Hilfe eines Trommelabtasters im oben beschriebenen Beispiel digitalisiert. Jedoch sei darauf hingewiesen, daß statt dieses Abtasters ein flacher Abtaster mit einem CCD-Zeilenfühler verwendbar ist.
  • Das Bildsignal stellt die auf diese Weise erhaltene ursprüngliche Dichte Dorg oder das Signal aus einer Speicheranordnung 6 dar, die das auf diese Weise auf eine Magnetband oder auf eine Platte erhaltene ursprüngliche Dichtesignal Dorg speichert, und wird einer Medianwertberechnungseinheit 7 zugeführt. In der Medianwertberechnungseinheit 7 wird ein Medianwert (Dus) des Bildsignals oder werden Digitaldaten der Abbildungselemente in einer unscharfen Maske mit der Abmessung N·N berechnet, und der berechnete Medianwert Dus und das ursprüngliche Dichtesignal Dorg gelangen an eine arithmetische Einheit 8. In der ALU-Einheit 8 wird ein Vorgang von Dorg + &beta;(Dorg-Dus), d. h. Frequenzbearbeitung, zum Ausgeben einer endgültigen Bilddichte D durchgeführt, die frequenzbearbeitet ist.
  • Obiger Vorgang ist mit Hilfe eines Mehrprozessors durchführbar, wobei die Synchronisation für jede Zeile oder nach Fig. 3 durch nichtsynchronisierte Berechnung von Medianwertberechnung und Frequenzbearbeitungsberechnung erreicht wird. Das bedeutet, das es in Fig. 3 möglich ist, eine Bilddichte Dorg in einen Bildspeicher 10 einzugeben und den Medianwert und die Frequenzbearbeitung auf nichtsynchronisierte Weise in einer Medianwertberechnungseinheit 7' und einer Frequenzbearbeitungsberechnungseinheit 8' auf der Basis der im Bildspeicher 10 gespeicherten Digitaldaten zu berechnen, der als Ausgangssignal ein endgültiges Bildsignal ausgibt, das die endgültige Bilddichte D aus dem Bildspeicher 10 anzeigt. Die Berechnung nach dem Beispiel in Fig. 3 ist nachteilig, weil es keine Echtzeitbearbeitung ist, aber ist vorteilhaft in dem Sinne, daß ein Bild nur auf der Basis des Medianwerts ausgegeben wird. Weiter ist es selbstverständlich möglich, die Berechnung in der Medianwertberechnungseinheit 7' und die Berechnung in der Frequenzbearbeitungseinheit 8' durchzuführen, die zueinander mit Hilfe eines einfachen Prozessors synchronisiert sind.
  • Das Ausgangsbildsignal gelangt an ein Aufnahmegerät oder an ein Wiedergabegerät zum Aufnehmen oder Wiedergeben eines Bildes. Das bedeutet, daß das Ausgangssignal zur Wiedergabe eines sichtbaren Bildes auf einem Computertomographen eines photoempfindlichen Materials auf ein Magnetband oder auf eine Platte aufgezeichnet werden kann.
  • Jetzt wird anhand der Fig. 4A bis 4E der Effekt der Frequenzbearbeitung oder des unscharfen Maskierungsvorgangs, bei dem der Medianwert als das unscharfe Maskensignal verwendet wird, in bezug auf den Fall beschrieben, bei dem der Gegenstand ideal als Rechteckwelle eindimensional betrachtet wird. In Fig. 4A sind die ursprünglichen Bilddaten Dorg dargestellt. Die Breite des Gegenstandes im Bild ist in Fig. 4A mit L bezeichnet, während die Breite der unscharfen Maske N Abbildungselemente beträgt. In Fig. 4A' ist das kumulierte Histogramm für die Abbildungselemente innerhalb der Maske für eine Stelle der Maske nach Fig. 4A dargestellt. Es gibt L Abbildungselemente mit einem hohen Signalwert Q und N-L Abbildungselemente mit einem niedrigen Signalwert R. Aus Fig. 4A' ist ersichtlich, daß der Medianwert der Signalwert entsprechend 1/2 N Abbildungselemente beträgt. Aus der Figur ist ersichtlich, daß, wenn 1/2 N &ge; N - L oder N &le; 2L ist, der Medianwert gleich Q ist, wenn die Mitte der unscharfen Maske sich innerhalb des Intervalls L befindet, und für andere Stellen der unscharfen Maske gleich R ist. Dies ist in Fig. 4D dargestellt.
  • Aus Fig. 4A' ist es klar, daß, wenn N > 2L ist, der Medianwert gleich R ist für alle Stellen der unscharfen Maske wie in Fig. 4B dargestellt ist. In diesem Fall ergibt die Frequenzbearbeitung unter Verwendung des Medianwerts das Bildsignal D nach Fig. 4C, wobei nur der Teil des Objekts hervorgehoben wird. Also kann bei diesem Verfahren nur das Objekt mit geringen Abmessungen hervorgehoben werden. Weiter wird wie in Fig. 4C dargestellt, gar kein Überschwingen oder Unterschwingen festgestellt.
  • Wenn die Abmessung der unscharfen Maske (N) nicht größer als das Zweifache der Abmessung des Gegenstands (2L) ist, gleicht sich das unscharfe Maskensignal (Dus) an das ursprüngliche Bildsignal (Dorg) nach Fig. 4D an. Daher gleicht sich das endgültige Signal nach dem Frequenzsignal D an das ursprüngliche Signal (Dorg) nach Fig. 4E an. Das bedeutet in diesem Fall, daß die Struktur oder der Gegenstand mit einer verhältnismäßig großen Abmessung nicht verwendbar ist. Auch in diesem Fall wird kein Überschwingen oder Unterschwingen festgestellt.
  • Obgleich obige Beschreibung nur in bezug auf den Idealfall abgefaßt wurde, bei dem der Gegenstand durch ein Rechteckwellensignal dargestellt wird, wurde von den Erfindern bestätigt, daß gleiche Ergebnisse erhalten wurden, wenn das vorliegende Verfahren auf praktische medizinische Bilder angewandt wurde. Mit anderen Worten werden erfindungsgemäß, weil die feinen Strukturen hervorgehoben werden, die Strukturen mit verhältnismäßig großen Abmessungen nicht hervorgehoben und sogar wurden diejenigen Teile, bei denen die verschiedenen Abmessungen der Gegenstände sich überlappen, wurden ohne Überschwingen oder Unterschwingen festgestellt. Dementsprechend wurde ein Bild hoher Qualität und mit hoher diagnostischer Wirksamkeit und Genauigkeit erhalten.
  • Obgleich erfindungsgemäß Geräusche hoher Frequenzen ebenfalls angehoben werden, kann deren Einfluß meist durch die Verwendung einer Anhebefunktion F(Dorg) statt des Anhebekoeffizienten &beta; nach Fig. 7 beseitigt werden. Das bedeutet, daß weil das Röntgenquantenrauschen vorwiegend in einem Röntgenbild oft im Bereich des Bildes mit niedriger Dichte oder im niedrigen Belichtungsbereich auftritt, das Rauschen durch die Verwendung einer nichtlinearen Anhebefunktion beseitigbar ist, die den Anhebekoeffizienten im Bereich mit niedriger Dichte reduziert. Also kann der Anhebekoeffizient &beta; ein variabler Koeffizient sein, der sich mit dem Pegel der ursprünglichen Dichte Dorg ändert. Es sei daher bemerkt, daß der Anhebekoeffizient in dieser Patentanmeldung ein konstanter oder ein variabler Koeffizient sein kann.
  • Obgleich vorliegende Beschreibung nur anhand des Bildes für medizinische Diagnose aufgestellt wurde, sei bemerkt, daß diese Erfindung auf Bilder anwendbar ist, die für Industriezwecke benutzt werden, weil das Problem des Geisterbildes ebenfalls in den Industriebildern festgestellt wird, die einer Bildbearbeitung unterschiedlicher Arten unterworfen werden.
  • Nachstehend wird ein Beispiel eines konkreten Berechnungsverfahrens in der Medianwertberechnungseinheit 7 mit Einzelheiten anhand der Fig. 5 und 6 beschrieben.
  • Wie in Fig. 5 dargestellt, sei angenommen, daß die ursprüngliche Dichte Dorg (i, j) die des Abbildungselements an der Stelle (i, j) ist. Die unscharfe Maskendichte oder der Medianwert dafür (Dus) wird wie folgt erhalten. Zunächst wird in der Maske im Digitalbild ein kumuliertes Histogramm CUMUL(I) angefertigt (Fig. 6). Davon ausgehend, daß die Abmessung der Maske N(=3)·N(=3) beträgt und die Bilddichtedaten der Digitaldaten mit 8 Bits angegeben ist, beträgt die Anzahl von Abbildungselementen der Maske N·N oder 9 und der Medianwert M ist die 5. Daten in den 9 Daten, die mit einem Wert im kumulierten Histogramm CUMUL(I) verglichen werden. Der Vergleichsschritt kann von 0 oder von 255 an eingeleitet werden. Jedoch kann er von dem vorangehenden Medianwert aus gestartet werden, der in bezug auf das vorangehende Abbildungselement speicherbar ist.
  • Darauf wird der Wert I, bei dem CUMUL(I) &ge; (N² = 1)/2 wird, der Medianwert an der Stelle der Maske. Das bedeutet, daß es das unscharfe Maskensignal Dus für die ursprüngliche Dichte Dorg(i, j) ist.
  • Wenn die Maske eine nach der anderen in Fig. 5 verschoben wird, wird darauf der Pegel des Signals (Graustufe in Fig. 5) in bezug auf die N-Anzahl von Bildsignalen in der (j - 1). Zeile vom kumulierten Histogramm abgezogen und dabei der Pegel des Signals in bezug auf die N-Anzahl von Bildsignalen in der (j+2). Zeile aufgezahlt. Das bedeutet, daß die Vorgänge von
  • CUMUL(K) = CUMUL(K) - 1,
  • worin Dorg (i, j - 1) &le; K &le; 255 ist, und
  • CUMUL(L) = CUMUL(L) + 1,
  • worin Dorg (i, j + 2) &le; L &le; 255 ist,
  • wiederholt werden, bis i = N beträgt. Wenn die Maske nach unten verschoben wird, erfolgt ein selber Vorgang in bezug auf die Zeilen (i).
  • So wird die unscharfe Maskendichte oder der Medianwert Dus erhalten. Selbstverständlich können die vorgenannten 8 Bits auch 10 Bits, wobei 255 auf 1023 kommt, oder mehr Bits betragen. Weiter kann die Form der Maske nicht viereckig sein, sondern rechteckig, also M·N, oder ein Kreis mit dem Durchmesser R.
  • Außerdem ist es möglich, nur einen Teil der Abbildungselemente in der Maske zum Erhalten der unscharfen Maske zu verwenden, unter Berücksichtigung daß die räumliche Verteilung der Bilddichte in einem Röntgenbild sich allmählich oder glatt ändert. In Fig. 8A, 8B und 8C sind manche dieser Beispiele dargestellt, in denen nicht alle Bilddaten in der Maske zum Erhalten des Medianwerts verwendet werden. In Fig. 8A ist ein Kreuzmuster dargestellt, in Fig. 8B ist ein "X"-Muster und in Fig. 8C ein Muster einer Kombination des Kreuzes und von "X" dargestellt. Ein derartiges Verfahren eignet sich zum Verkürzen der Berechnungszeit infolge der reduzierten Anzahl von Digitaldaten.
  • In Fig. 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt, das in einem Strahlungsbildaufzeichnungs- und -Wiedergabesystem unter Verwendung einer anregbaren Leuchtstoffplatte angewandt wird.
  • Eine anregbare Leuchtstoffplatte 11, die Strahlungsbildinformation gespeichert hat, wird durch einen Laserstrahl 12A aus einer Laserquelle 12 abgetastet und von einem Galvanometer 13 in die Hauptabtastrichtung abgelenkt. Die abgetastete anregbare Leuchtstoffplatte 11 strahlt Licht aus bei Belichtung mit dem Laserstrahl 12A, der in einem Photodetektor 15 wie z. B. einer Photovervielfacherröhre mittels einer Lichtführung 14 erzeugt wird. Der Photodetektor 15 setzt das Licht mit der Strahlungsbildinformation in ein elektrisches Bildsignal Sorg um. Das Ausgangssignal Sorg gelangt an einen logarithmischen Verstärker 16, darauf an einen Analog/Digital-Wandler 17 und weiter an eine Medianwertberechnungseinheit 18. Die ALU-Einheit 19 und ein Speicher 20 sind gleich denen nach Fig. 2 sowie die Elemente 16 bis 18. Die Funktion dieser Elemente ist gleich der der Elemente nach Fig. 2 und wurde anhand der Dichtesignale D, Dorg und Dus für eine Röntgenbildvervielfachung beschrieben. Daher erübrigt sich eine eingehende Beschreibung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 9, was einleuchtet, wenn D, Dorg und Dus durch S, Sorg und Sus ersetzt wird.

Claims (8)

1. Bildbearbeitungsverfahren zum Abtasten eines Informationsspeichers zum Erhalten eines elektrischen Bildsignals aus diesem Speicher sowie zum Umsetzen des elektrischen Bildsignals in ein sichtbares Bild, wobei dieses Bildbearbeitungsverfahren die Schritte des Umsetzens des elektrischen Bildsignals in eine Anzahl von Digitalsignalen (Dorg) für jeweilige Bildelemente des genannten Bildes entsprechend Abtastpunkten und des Erhaltens eines Niederfrequenzsignals (Dus) für jedes Bildelement aus einer Gruppe der Digitalsignale innerhalb einer Maske einer vorgegebenen Abmessung, und des Leitens einer Operation von Dorg + &beta; (Dorg - Dus) unter Benutzung eines Frequenzhervorhebungskoeffizienten &beta; umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß für das Niederfrequenzsignal Dus ein Signalwert benutzt wird, für den in einer kumulativen Verteilung (kumuliertes Histogramm) des Signals der Bildelemente innerhalb der Maske die Hälfte der Anzahl von Bildelementen gefunden wird, d. h. der Medianwert der Gruppe von Digitalsignalen in der kumulativen Verteilung.
2. Bildbearbeitungsverfahren nach Anspruch 1, worin die Abmessungen der Maske mehr als das Zweifache größer sind als das zum Hervorheben gewünschte Objekt im Bild.
3. Bildbearbeitungsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, worin der Medianwert für einige der Digitalsignale in der Maske bestimmt wird.
4. Bildbearbeitungsverfahren nach Anspruch 3, worin der Medianwert für Digitalsignale bestimmt wird, deren Bildelemente in der Maske in einem kreuzförmigen oder in einem "X"-Muster oder in einer Kombination von Kreuz- und X-Form angeordnet sind.
5. Bildbearbeitungsverfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, worin der Bildinformationsspeicher (1) einen Röntgenfilm enthält, der mittels eines Lichtbündel abgetastet werden muß, das nach dem Abtasten des Röntgenfilms die Bildinformation mitführt und ein photoelektrischer Wandler (4) in ein elektrisches Signal umsetzt.
6. Bildbearbeitungsverfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, worin der Bildinformationsspeicher eine anregbare Phosphorplatte (11) enthält, die beim Abtasten angeregt wird und darin eingeschriebene Bildinformation in Form von Licht aussendet, wobei das Lichtbündel in ein elektrisches Signal umgesetzt wird.
7. Strahlungsbildbearbeitungsapparat für ein Strahlungsbild-Aufzeichnungs- und -Wiedergabesystem, das eine anregende Strahlungsquelle (12) zum Aussenden abtastender anregender Strahlen, die eine anregbare Phosphorplatte (11) abtasten, die Strahlungsbildinformation trägt, das das Aussenden des die Strahlungsbildinformation tragenden Lichts durch die anregbare Phosphorplatte (11) veranlaßt, einen Photodetektor (15) zum Detektieren des ausgesandten Lichts und zum Umsetzen dieses Lichts in ein elektrisches Bildsignal und ein Betriebsmittel (16), (17), (18), (19), (20) zum Bearbeiten des elektrischen Bildsignals enthält, und das Betriebsmittel einen Umsetzer (17) zum Umsetzen des elektrischen Bildsignals in eine Anzahl von Digitalsignalen (Sorg) für jeweilige Bildelemente des Bildes, ein Betriebsmittel (19) zum Leiten einer Operation von Sorg = &beta;(Sorg - Sus) enthält, worin Sus ein Niederfrequenzsignal und &beta; ein Frequenzanhebekoeffizient ist, der Strahlungsbildbearbeitungsapparat ein weiteres Betriebsmittel (18) zum Erhalten des Niederfrequenzsignals aus einer Gruppe der Digitalsignale in einer Maske mit vorgegebenen Abmessungen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß Sus der Wert ist, für den in einer kumulativen Verteilung (kumuliertes Histogramm) der Signale der Bildelemente innerhalb der Maske die Hälfte der Anzahl von Bildelementen gefunden wird, d. h. der Medianwert der Gruppe von Digitalsignalen in der kumulativen Verteilung.
8. Strahlungsbildbearbeitungsapparat nach Anspruch 7, worin das erste Betriebsmittel (19) und das zweite Betriebsmittel (18) aus einem einzigen Prozessor bestehen.
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