DE3588030T2 - Reisekoffer. - Google Patents
Reisekoffer.Info
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- Closures For Containers (AREA)
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reisekoffer der Art, die zwei Schalen umfaßt, wobei jede Schale eine Umfangsseitenwand umfaßt, wobei die Seitenwände die Vorder-, Rück- und Stirnwände des Koffers bilden, wobei die beiden Schalen an der Rückwand gelenkig verbunden sind und Verschlüsse aufweisen, mit denen die Kanten des Koffers lösbar aneinander befestigt sind, wenn der Koffer geschlossen ist.
- Bei dem herkömmlichen Reisekoffer sind zwei Verschlüsse an der Vorderwand des Koffers vorhanden. Jedoch neigt bei Koffern dieser Art, die keinen Metallrahmen aufweisen, der um den gesamten Koffer herum verläuft, der Koffer dazu, an den Stirnkanten auseinanderzuklaffen, wenn der Koffer überfüllt ist, oder wenn eine schwere Last in der Mitte des Kofferdeckels aufliegt, beispielsweise, wenn jemand auf dem Koffer sitzt. Dies ist nicht nur deshalb unvorteilhaft, weil kleine Gegenstände aus dem Koffer fallen können, sondern auch deshalb, weil es unmöglich ist, eine wirksame Abdichtung der Schalen zu gewährleisten, um Schmutz und Wasser abzuhalten. Bei einigen bekannten Koffern sind Zusatzverschlüsse in der Mitte der Stirnwände des Koffers angebracht, um das Auseinanderklaffen zu verhindern. Derartige Verschlüsse lassen sich jedoch von der Vorderseite des Koffers aus schlecht zum Verschließen und Öffnen erreichen, und zwar insbesondere bei großen Koffern, weshalb sie im Gebrauch unpraktisch sind.
- Es hat sich herausgestellt, daß sich eine überraschende Verbesserung der Beständigkeit gegen Auseinanderklaffen gegenüber dem bekannten Koffer mit zwei Verschlüssen an der Vorderwand erreichen läßt, wenn Verschlüsse an der Vorderseite der Stirnwände des Koffers oder an den Ecken zwischen der Vorderwand und den Seitenwänden des Koffers angeordnet sind.
- Ein Koffer, bei dem Verschlüsse an der Vorderseite der Stirnwände angeordnet sind, ist aus US-A-3967708 bekannt. FR-A-2526401 beschreibt einen Reisekoffer mit zwei Schalen, wobei die Kante einer der Schalen einen Elastomerstreifen trägt, der sich so um den Umfang der Schale herum erstreckt, daß, wenn der Koffer geschlossen ist, der Streifen zwischen den Rändern der beiden Schalen eingeklemmt ist und eine Dichtung bildet.
- Ein Reisekoffer gemäß der Erfindung umfaßt einen Reisekoffer, der zwei Schalen umfaßt, wobei jede Schale eine Umfangsseitenwand aufweist, wobei die Seitenwände die Vorder-, Rück- und Stirnwände des Koffers bilden, wobei die beiden Schalen an den Rückwänden gelenkig miteinander verbunden sind und Verschlüsse zum lösbaren Befestigen der Kanten der Schalen aneinander aufweisen, wenn der Koffer geschlossen ist, wobei zwei Verschlüsse an der Vorderseite der Stirnwände oder an den Ecken zwischen der Vorderwand und den Stirnwänden des Koffers angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elastomerstreifen an der Kante einer der Schalen vorhanden ist, wobei sich der Streifen um den Umfang der Schalenkante herum erstreckt, und daß, wenn der Koffer geschlossen ist, der Elastomerstreifen zwischen den Rändern der beiden Schalen eingeklemmt ist und eine Dichtung bildet, wobei die Verschlüsse über dem Dichtungsstreifen und außerhalb desselben anliegen, wenn die Verschlüsse verriegelt sind.
- Indem die Verschlüsse dort angeordnet werden, wo sie das Auseinanderklaffen verhindern, läßt sich eine Dichtung um die gesamte Kante des Koffers herum erreichen. Die Dichtung ist vorzugsweise staub- und wasserdicht, so daß, wenn der Koffer beispielsweise auf einen Dachträger auf einem Auto aufgelegt wird, kein Wasser in den Koffer eindringt, wenn der Wagen im Regen fährt.
- Eine Ausführung der Erfindung wird im folgenden als Beispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:
- Fig. 1 eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Koffers zeigt, der aufrechtstehend auf seiner Rückwand steht;
- Fig. 2 eine Seitenansicht des Koffers in Fig. 1 zeigt;
- Fig. 3 eine Unteransicht des Koffers in Fig. 1 zeigt;
- Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie 4-4 in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab zeigt;
- Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie 5-5 in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab zeigt;
- Fig. 6 eine Teilseitenansicht des Koffers in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab zeigt, die einen Verschluß darstellt;
- Fig. 7 eine Fig. 6 ähnelnde Ansicht zeigt, wobei sich der Verschluß jedoch in der geöffneten Stellung befindet;
- Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie 8-8 in Fig. 6 zeigt;
- Fig. 9 den Schnitt entlang der Linie 8-8 in Fig. 6 zeigt, wobei sich der Verschluß in der geöffneten Stellung befindet;
- Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie 10-10 in Fig. 6 zeigt; Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie 11-11 in Fig. 6 zeigt, wobei sich der Verschluß in der geöffneten Stellung befindet; und
- Fig. 12 eine Perspektivansicht des Koffers in Fig. 1 von der Rückwand aus zeigt.
- Ein Koffer 11 besteht aus zwei Schalen 12 und 13, die aus Kunststoffmaterial geformt sind. Eine Schale 12 bildet den Deckel und umfaßt eine Oberwand 14 und eine Umfangsseitenwand 15. Die andere Schale bildet das Unterteil und umfaßt eine Bodenwand 16 und eine Umfangsseitenwand 17. Die Seitenwände 15 und 17 bilden zusammen die Vorderwand 18, die Rückwand 19 und die Stirnwände 20 des Koffers.
- Ein Tragegriff 21 ist an der Vorderwand der unteren Schale 13 angebracht, und Füße 22 sind an der Rückwand 19 beider Schalen ausgeformt, so daß der Koffer in der aufrechten Position in Fig. 1 steht.
- Die beiden Schalen 12 und 13 sind durch ein Scharnier 23 (siehe Fig. 12) entlang der Rückwand miteinander verbunden, so daß die Schalen zueinander zwischen einer geöffneten Stellung, in der das Innere des Koffers zugänglich ist, und einer geschlossenen Stellung, in der der Inhalt des Koffers von den Schalen eingeschlossen ist, geschwenkt werden können.
- Drei Verschlüsse 24, 25 und 26 sind vorhanden, um die Kanten des Koffers aneinander zu befestigen, wenn der Koffer geschlossen ist. Die Seitenwand der unteren Schale 13 ist, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, an der Rückwand und den Stirnwänden tiefer als an der Vorderseite. An der Vorderseite erstreckt sich die Seitenwand der unteren Schale 13 knapp bis über die Hälfte der Gesamthöhe des Koffers, während die Höhe der Seitenwand an den Stirnwänden und an der Rückwand ungefähr drei Viertel der Gesamthöhe des Koffers beträgt. Die größere Höhe an den Stirnseiten und der Rückseite verhindert, daß der Inhalt des Koffers herausfällt, wenn der Koffer geöffnet wird, während die niedrigere Vorderseite der Seitenwand des Unterteils bedeutet, daß der Tragegriff 21 an der Kante der unteren Schale 13 befestigt werden kann und dennoch auf der Mittellinie der Vorderwand des Koffers liegen kann.
- Vordere Abschnitte 27 der Stirnwände des Koffers sind, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, leicht nach innen zur Vorderseite des Koffers hin geneigt. Zwei der Verschlüsse 24 und 25 sind an diesem vorderen Abschnitt 27 angebracht. Der andere Verschluß 26 ist in der Mitte der Vorderwand des Koffers angebracht. Im Bereich des vorderen Abschnittes 27 nimmt auch die Tiefe der Seitenwände des Unterteils von der Vorderwand zu den Stirnwänden hin zu.
- Fig. 4 zeigt den Aufbau der Kanten der Schalen 12 und 13. An ihrer Kante ist die untere Schale 13 mit einer inneren Lippe 29 und einer äußeren Lippe 30 versehen, wobei sich eine offene Rinne 31 zwischen ihnen befindet. Die innere und die äußere Lippe sind am Boden der Rinne 31 mit der Umfangsseitenwand der unteren Schale verbunden. Die innere Lippe 29 steht über die äußere Lippe 30 hinaus. Desgleichen ist die Deckelschale 12 an ihrer Kante mit einer inneren Lippe 32 und einer äußeren Lippe 33 versehen, wobei sich eine Rinne 34 zwischen ihnen befindet, wobei die innere und die äußere Lippe am Boden der Rinne 34 mit dem Rest der Umfangsseitenwand 15 verbunden sind. Die innere Lippe 32 steht über die äußere Lippe 33 um einen größeren Abstand vor, als die Lippe 29 über die äußere Lippe vorsteht. Die Kanten der Schalen sind so geformt, daß die innere Lippe 32 der Deckelschale 12 mit der Rinne 31 in der Kante der unteren Schale fluchtend ist und in sie hineinpaßt, und die äußeren Lippen 33 und 30 fluchtend zueinander sind.
- Ein hohler, röhrenförmiger Dichtungsstreifen 35 aus Gummi oder einem anderen Elastomermaterial weist einen integralen Längsanbringungsflansch 36 auf, der über seine gesamte Länge vorsteht. Der Anbringungsflansch sitzt in Preßpassung in der Rinne 34, und der hohle, röhrenförmige Abschnitt des Dichtungsstreifens liegt an der Kante der äußeren Lippe 33 der Deckelschale 12 an.
- Wenn der Koffer geschlossen wird, tritt die innere Lippe der Deckelschale 12 in die Rinne 31 zwischen der inneren und der äußeren Lippe ein, die die Kante der unteren Schale bilden. Der hohle, röhrenförmige Abschnitt des Dichtungsstreifens 35 wird zwischen den Kanten der äußeren Lippen 33 und 30 der Deckelschale und der unteren Schale eingequetscht und bildet eine Dichtung gegen das Eindringen von Schmutz und Wasser in den Koffer.
- Es ist zu sehen, daß der Dichtungsstreifen 35 sichtbar ist, wenn der Koffer geschlossen ist. Der Streifen kann farbig sein, um einen Kontrast zu den Farben der Schale zu bilden und so dem Koffer ein angenehmes Äußeres zu verleihen. Der Streifen hat eine größere Dicke als der Spalt zwischen den Lippen 30 und 31, so daß er zusammengedrückt wird, wenn der Koffer geschlossen ist. Durch diese Anordnung gleicht der Dichtungsstreifen Unterschiede im Abstand der Lippen 30 und 33 aufgrund von Herstellungstoleranzen aus. So kann der Streifen beispielweise 2 mm dicker sein als der Spalt zwischen den äußeren Lippen 30 und 33 der unteren und der Deckelschale.
- Eine Metalleiste 85 ist, wie in Fig. 4 zu sehen ist, an der Innenseite der unteren Schale 13 entlang der Kante der Vorderwand befestigt. Die Leiste erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Vorderwand des Koffers, endet jedoch an den Ecken. Die Verschlüsse 24 und 25 sind bei dieser Ausführung nicht an der Leiste 85 befestigt, sondern sind um einen kurzen Abstand von den Enden der Leiste entfernt. Die Leiste weist einen flachen mittleren Stegabschnitt 86 auf, wobei zwei V-förmige Rippen 87 an seinen Rändern entlang verlaufen, die versteifend wirken. Die Leiste ist mit ihrem flachen Stegabschnitt an der Innenfläche der inneren Lippe 29 angebracht. Die Leiste 85 versteift die Vorderkante des Koffers, um ein Auseinanderklaffen zu verhindern. Sie verstärkt darüber hinaus den Koffer in dem Bereich, in dem der mittlere Verschluß 26 und der Tragegriff 21 angebracht sind. Die Leiste verteilt die Last auf die Schale des Koffers über die Länge der Vorderwand, wenn der Koffer getragen wird.
- Fig. 5 zeigt, wie der Tragegriff 21 an dem Koffer befestigt ist. Zwei Befestigungsarme 38 tragen zylindrische Wellenstümpfe 39, die in Löcher 40 in den Enden des Griffs 21 passen, so daß der Griff um die Wellenstümpfe 39 geschwenkt werden kann. Der Griff 21 kann aus weichem biegsamem Kunststoffmaterial bestehen, das über einen Metallkern geformt wird, wobei die Wellenstümpfe 39 in Löcher in den Enden des Metallkerns passen. Ein zylindrischer Vorsprung 41 an der Unterseite jedes Befestigungsarms 38 paßt in ein Loch 42, das in die äußere Lippe 30 der unteren Schale 13 geformt ist.
- Selbstschneidende Schrauben 43 erstrecken sich vom Inneren des Koffers durch Löcher in der Metalleiste 35, durch Löcher in der inneren Lippe 29 der unteren Schale und in Bohrungen in zylindrischen Vorsprüngen 41 der Besfestigungsarme, wodurch der Griff an der Außenseite der unteren Schale und die Metalleiste an der Innenseite der unteren Schale befestigt sind.
- Der mittlere Verschluß 26 befindet sich in einer Vertiefung 44 in der äußeren Lippe 30 und ist an der unteren Schale mit selbstschneidenden Schrauben 45 befestigt, die sich durch die Metalleiste 85 und die innere Lippe 29 der unteren Schale 13 erstrecken. Der Verschluß 24 ist in Fig. 6 bis 11 ausführlich dargestellt.
- Eine Montageplatte 50 aus Metall ist an der inneren Lippe 29 der unteren Schale mit selbstschneidenden Schrauben 51 befestigt, wobei eine Vertiefung in der äußeren Lippe 30 vorhanden ist, die den Verschluß 24 aufnimmt. Eine Kante der Platte 50 ist nach oben gebogen und bildet einen aufrechtstehenden Abschnitt 52, und ist an der Oberseite umgebogen, so daß eine Lagerbuchse 53 entsteht. Ein Verschlußelement 54 ist mit zwei U-förmigen Bügeln 55 an der Montageplatte angebracht, wobei ein Schenkel 56 jedes Bügels in die Lagerbuchse 53 eingeführt ist, und der andere Schenkel 57 durch Löcher in Stegen 58 an der Unterseite des Verschlußelementes 54 eingeführt ist. Damit können die U-förmigen Bügel 55 um die Achse der Lagerbuchse 53 geschwenkt werden, und das Verschlußelement 54 kann an den Bügeln 55 um die Achse der Löcher in den Stegen 58 geschwenkt werden. Zwei Anschläge 59, die von dem aufrechtstehenden Abschnitt 52 der Montageplatte 50 umgebogen sind, verhindern, daß die U-förmigen Bügel 55 herausfallen, nachdem sie eingeführt worden sind.
- Ein Sperrhaken 70 ist schwenkbar an den Schenkeln 57 der U-förmigen Bügel 55 angebracht, die sich durch die Stege 58 an dem Verschlußelement 54 erstrecken. Die Kante der Montageplatte 50 gegenüber dem aufrechtstehenden Abschnitt 52 ist nach oben und dann nach außen gebogen, so daß sie eine Nase 61 bildet, die von der Grundebene der Montageplatte 50 beabstandet ist. Wenn der Verschluß 24 geschlossen wird, greift ein hakenartiger Abschnitt 62 des Sperrhakens 60 unter die Nase 61 an und hält den Verschluß geschlossen.
- Eine Feder 70 ist zunächst in 71 um den Schenkel 56 eines der U-förmigen Bügel 55 herum gewunden, und dann in 72 um den Schenkel 57 des gleichen Bügels. Ein Ende 73 der Feder drückt auf den aufrechtstehenden Abschnitt 52 der Montageplatte 50, das andere Ende 74 drückt auf den Sperrhaken 70, so daß die Bügel 55 so gedrückt werden, daß sie, in Fig. 8 und 9 gesehen, im Uhrzeigersinn um die Lagerbuchse 53 herum gedreht werden, und der Sperrhaken 60 wird so gedrückt, daß er sich entgegen dem Uhrzeigersinn um den Schenkel 57 des U-förmigen Bügels dreht.
- Der Sperrhaken 60 hat einen Vorsprung 75, der mit der Unterseite des Verschlußelementes 54 in Eingriff kommt. Da der Sperrhaken 60 entgegen dem Uhrzeigersinn gedrückt wird, bewirkt der Vorsprung 75, daß das Verschlußelement 54 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Schenkel 57 des Bügels 55 gedrückt wird. Bewegung des Verschlußelementes 54 entgegen dem Uhrzeigersinn in bezug auf den Bügel 55 wird durch die unteren Abschnitte 76 der Bügel eingeschränkt, die mit einer Anschlagfläche 77 an der Unterseite der Platte in Kontakt kommen. Bewegung des Bügels 55 um die Lagerbuchse 53 wird durch die unteren Abschnitte 76 der Bügel 55 eingeschränkt, die mit einem Teil 78 des aufrechtstehenden Abschnitts 52 der Montageplatte 50 in Kontakt kommen. Daher nimmt der Verschluß 24, wenn er geöffnet ist, die in Fig. 7 und 9 dargestellte Position ein.
- Um den Verschluß in der geschlossenen Stellung zu verriegeln, ist ein Bolzen 80 vorhanden. Der längliche Bolzen 80 mit D-förmigen Ende paßt gleitend in eine längere Aussparung 81 mit D-förmigem Ende in der Oberseite des Verschlußelementes 54. Ein Haken 82, der von der Unterseite des Bolzens vorsteht, erstreckt sich durch ein Loch 83 im Boden der Aussparung 81. Eine Federklammer 84 greift in Schlitze in den Seiten des Hakens ein und hält den Bolzen 80 in der Aussparung 81. Die Klammer 84 hat eine Wulst 85 an einem Ende, die in eine entsprechende von zwei Vertiefungen 86 und 87 an der Unterseite der Platte 54 an beiden Enden der Gleitbewegung des Bolzens 80 eingreift, um den Bolzen zu arretieren und seine unbeabsichtigte Bewegung zu verhindern. Ein erhabener Wulstabschnitt ist an der Oberseite des Verschlusses ausgeformt und bildet einen Griff.
- Ein Winkel 90 ist an der Montageplatte 50 ausgebildet. Wenn sich der Verschluß in der geschlossenen Stellung befindet, kann der Bolzen 80 in die in Fig. 6 und 10 dargestellte Position geschoben werden. Der Haken 82 an dem Bolzen greift unter den Winkel 90 ein und verhindert auch dann, daß der Verschluß geöffnet wird, wenn der Sperrhaken 60 gelöst wird. Die Wulst 85 an der Federklammer 84 greift in die Vertiefung 87 ein und verhindert, daß sich der Bolzen unbeabsichtigt aus der geschlossenen Stellung bewegt. Der Bolzen kann jedoch bewegt werden, indem der Bolzen an dem Greifwulstabschnitt manuell gedrückt wird, um den Bolzen in die in Fig. 7 dargestellte entarretierte Position zu bewegen. In dieser Stellung ist der Haken 82 aus der Position unterhalb des Winkels 90 entfernt, so daß der Verschluß geöffnet werden kann, wenn der Sperrhaken 60 gelöst wird. Die Wulst an der Federklammer greift in die Vertiefung 86 ein und hält den Bolzen in der entarretierten Stellung.
- Das Verschlußelement 54 hat einen hakenartigen Abschnitt 91, der sich über die gesamte Länge der Kante erstreckt, die von den U-förmigen Bügeln entfernt ist. Im Bereich des Verschlusses 24 weist die untere Schale 13 keine äußere Lippe 30 auf, sondern ein aufrechtstehender Vorsprung 92 erstreckt sich von der inneren Lippe und bildet die Fläche, an die der Dichtungsstreifen 35 an der Deckelschale 12 gedrückt wird, wenn der Koffer geschlossen ist. Im Bereich des Verschlusses ist die innere Lippe 32 der Deckelschale 12 zurückgeschnitten, so daß sie nicht über den Dichtungsstreifen 35 vorsteht, da in diesem Bereich keine Rinne 31 in der Kante der unteren Schale zur Aufnahme der inneren Lippe des Deckels vorhanden ist. Hinter der Kantenform des Deckels ist eine Vertiefung 93 ausgebildet, die den Hakenabschnitt 91 des Verschlußelementes 54 aufnimmt.
- Um den Verschluß 24 ausgehend von der in Fig. 6 dargestellten Position zu verriegeln, wird wie folgt vorgegangen. Die beiden Schalen 12 und 13 des Koffers werden zusammengeführt, und das Verschlußelement 54 wird gegen die Wirkung der Feder 70 im Uhrzeigersinn gedreht, so daß der Hakenabschnitt 91 mit der Vertiefung 93 in Eingriff kommt. Das Ende des Verschlußelementes, das an die Bügel 55 angrenzt, wird dann in Richtung des Koffers gedrückt, wobei sich die Bügel 55 gegen die Wirkung der Feder entgegen dem Uhrzeigersinn drehen, und das Verschlußelement 54 die beiden Schalen fest zusammenzieht, wenn sich die Bügel 55 mit Kniehebelwirkung drehen. Wenn sich das Verschlußelement 54 der Montageplatte 50 nähert, kommt eine abgeschrägte Vorderkante 94 des Hakenabschnitts des Sperrhakens 60 mit der Nase 61 in Kontakt, wodurch sich der Sperrhaken 60 gegen die Wirkung der Feder 70 im Uhrzeigersinn um die Achse der Schenkel 57 herum dreht, so daß der Hakenabschnitt 62 die Nase 61 passieren kann. Wenn der Hakenabschnitt 62 die Nase 61 passiert hat, bewirkt die Feder 70, daß der Sperrhaken 60 entgegen dem Uhrzeigersinn zurückkehrt, so daß der Hakenabschnitt 62 unter der Nase 61 eingreift und so den Verschluß in der geschlossenen Stellung hält.
- Wenn der Bolzen 80 zum Beginn dieses Vorgangs die arretierte Stellung einnimmt, d.h., wenn sich die Wulst in der Vertiefung 86 befindet, kommt der Winkel 90 mit einer geneigten vorderen Fläche 95 an dem Hakenabschnitt 82 des Bolzens in Kontakt und drückt den Bolzen so, daß er sich in die entarretierte Stellung bewegt.
- Wenn der Verschluß 24 geschlossen ist, kann er gesichert werden, indem der Bolzen 80 in die in Fig. 6 und 10 dargestellte arretierte Position geschoben wird.
- Um den Verschluß zu entriegeln, wird der Bolzen 80 zunächst in die entarretierte Stellung geschoben. Anschließend wird der Sperrhaken 60 gegen die Wirkung der Feder 70 im Uhrzeigersinn gedreht. Zu diesem Zweck ist eine Rippe 96 an dem Sperrhaken 60 vorhanden. Die Rippe verläuft axial über die Lange des Sperrhakens und steht in einen ausgeschnittenen Abschnitt 97 an der Kante des Verschlußelementes 54 vor. Indem die Rippe 96 auf den Hauptkörper des Verschlußelementes 54 gedrückt wird, dreht sich der Sperrhaken im Uhrzeigersinn und löst den Hakenabschnitt 62 aus der Stellung unter der Nase 61, so daß sich das Verschlußelement von dem Koffer weg in die in Fig. 8 mit gestrichelten Linien dargestellte Position drehen kann. Aus dieser Position kann der Hakenabschnitt 91 des Verschlußelementes aus der Vertiefung 93 gelöst werden.
- Es ist zu sehen, daß das Verschlußelement 54 eine asymmetrische Form aufweist. Diese Form ermöglicht es, den Befestigungsarm 50 und den Hakenabschnitt 91 auf die abgeschrägte Kante der Kofferschalen in dem Bereich auszurichten, in dem die Tiefe der Seitenwand der unteren Schale von der Vorderwand zu den Stirnwänden hin zunimmt, wobei gewährleistet ist, daß die Seitenkanten des Verschlußelementes 54 vertikal in bezug auf die Bodenwand des Koffers sind.
- Der Verschluß 25 ist spiegelbildlich zu dem Verschluß 24 angeordnet, ansonsten jedoch in jeder Hinsicht mit ihm identisch. Der mittlere Verschluß 26 ist bis auf die Tatsache ähnlich aufgebaut, daß der mittlere Verschluß 26 statt eines Schiebebolzens 80 einen mit Schlüssel betätigten Drehsperrhaken aufweist, der unter einen Winkel eingreift, der dem Winkel 90 entspricht, um den Verschluß in der geschlossenen Stellung zu verriegeln.
- Die Verschlüsse 24 und 25 verhindern das Auseinanderklaffen der Kanten der Schalen an den Enden des Koffers, wenn der Koffer überfüllt ist, oder wenn eine große Last auf dem Koffer aufliegt.
- Diese Verschlüsse sind jedoch von der Vorderseite des Koffers aus leicht zu erreichen. Da Schiebebolzen anstelle von schlüsselbetätigten Schlössern zur Sicherung der Verschlüsse 24 und 25 in der geschlossenen Position und nur ein schlüsselbetätigtes Schloß am mittleren Verschluß 26 vorhanden sind, dauert das Öffnen des Koffers nicht länger als bei einem Koffer mit zwei schlüsselbetätigten Schlössern an der herkömmlichen Position.
- Der Dichtungsstreifen 35 verläuft um den gesamten Umfang des Koffers herum. Er ist im Bereich der Verschlüsse nicht unterbrochen. Die Verschlüsse erstrecken sich, wenn sie verriegelt sind, über den Dichtungsstreifen 35 und an seiner Außenseite. Dadurch bildet der Streifen 35, wenn der Koffer verschlossen und verriegelt ist, eine fortlaufende Dichtung um den Koffer herum.
Claims (9)
1. Reisekoffer (11), der zwei Schalen (12,13) umfaßt, wobei jede
Schale eine Umfangsseitenwand (15,17) aufweist, wobei die
Seitenwände die Vorder- (18), Rück- (19) und Stirnwände (20) des Koffers
bilden, wobei die beiden Schalen (12,13) an den Rückwänden (19)
gelenkig miteinander verbunden sind und Verschlüsse (24,25,26) zum
lösbaren Befestigen der Kanten der Schalen aneinander aufweisen,
wenn der Koffer (11) geschlossen ist, wobei zwei Verschlüsse
(24,25) an der Vorderseite der Stirnwände (20) oder an den Ecken
zwischen der Vorderwand und den Stirnwänden (20) des Koffers
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elastomerstreifen
(35) an der Kante einer der Schalen (12) vorhanden ist, wobei sich
der Streifen um den Umfang der Schalenkante herum erstreckt, und
daß, wenn der Koffer geschlossen ist, der Elastomerstreifen (35)
zwischen den Rändern der beiden Schalen (12,13) eingeklemmt ist
und eine Dichtung bildet, wobei die Verschlüsse (24,25,26) über
dem Dichtungsstreifen (35) und außerhalb desselben anliegen, wenn
die Verschlüsse (24,25,26) verriegelt sind.
2. Reisekoffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Elastomerstreifen (35) hohl ist.
3. Reisekoffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Elastomerstreifen (35) zwischen den Schalen zusammengedrückt
wird, wenn der Koffer geschlossen ist.
4. Reisekoffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kanten der Schalen wenigstens äußere Lippen (30 und 33) enthalten,
und daß der Elastomerstreifen (35) zwischen den äußeren Lippen (30
und 33) eingeklemmt ist, wenn der Koffer geschlossen ist.
5. Reisekoffer nach den Ansprüchen 1, 2 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Elastomerstreifen einen röhrenförmigen Abschnitt
und ein Längsanbringungsflansch (36) umfaßt, der von dem
röhrenförmigen Abschnitt über seine gesamte Länge vorsteht, und
dadurch, daß die Kante der Schale (12), die den Elastomerstreifen
trägt, mit einer inneren Lippe (32) und einer äußeren Lippe (33)
mit einer offenen Rinne (4) dazwischen versehen ist, wobei der
Flansch (36) des Elastomerstreifens (35) fest in die Rinne (34)
eingreift und so den Streifen an der Schale befestigt.
6. Reisekoffer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die innere Lippe (32) der Schale (12), die den Elastomerstreifen
(35) trägt, über die äußere Lippe (33) der Schale hinaus
erstreckt, und dadurch, daß die Kante der anderen Schale (13) mit
einer inneren Lippe (29) und einer äußeren Lippe (30) mit einer
offenen Rinne (31) dazwischen versehen ist, wobei in Funktion,
wenn der Koffer geschlossen wird, die innere Lippe (32) der Schale
(12), die den Elastomerstreifen (35) trägt, in die Rinne (31)
zwischen der inneren (29) und der äußeren (30) Lippe der anderen
Schale (13) eintritt, wobei der röhrenförmige Abschnitt des
Elastomerstreifens (35) zwischen den äußeren Lippen (30, 33) der
Schalen eingeklemmt wird.
7. Reisekoffer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschlüsse (24, 25, 26) an einer der Schalen (13) angebracht
sind, und der Elastomerstreifen (35) an der anderen (12) der
Schalen angebracht ist.
8. Reisekoffer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Bereichen der Verschlüsse keine äußere Lippe (30) an der Schale
vorhanden ist, die die Verschlüsse (24, 25, 26) trägt, wobei sich
stattdessen ein aufrechtstehender Vorsprung (92) von der inneren
Lippe (29) in den Bereichen der Verschlüsse erstreckt und so eine
Fläche zum Einklemmen des Elastomerstreifens (35) bildet.
9. Reisekoffer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß eine verstärkende Leiste (85) entlang der
Vorderwände (18) an einer der Schalen (13) befestigt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP92112591A EP0513854B9 (de) | 1985-10-31 | 1985-10-31 | Reisekoffer |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3588030D1 DE3588030D1 (de) | 1995-07-20 |
| DE3588030T2 true DE3588030T2 (de) | 1996-02-01 |
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