DE3600340C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3600340C2 DE3600340C2 DE19863600340 DE3600340A DE3600340C2 DE 3600340 C2 DE3600340 C2 DE 3600340C2 DE 19863600340 DE19863600340 DE 19863600340 DE 3600340 A DE3600340 A DE 3600340A DE 3600340 C2 DE3600340 C2 DE 3600340C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filled
- case according
- casing
- pieces
- granules
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000008187 granular material Substances 0.000 claims description 27
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 16
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 claims description 11
- 239000004927 clay Substances 0.000 claims description 8
- 239000010454 slate Substances 0.000 claims description 7
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 claims description 5
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 5
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 claims description 4
- 239000004745 nonwoven fabric Substances 0.000 claims description 3
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 8
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 8
- 239000000463 material Substances 0.000 description 7
- 238000013461 design Methods 0.000 description 6
- 101150054854 POU1F1 gene Proteins 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 3
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 2
- 235000013399 edible fruits Nutrition 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 239000008262 pumice Substances 0.000 description 2
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 2
- 239000004909 Moisturizer Substances 0.000 description 1
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000005429 filling process Methods 0.000 description 1
- 239000006260 foam Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000003501 hydroponics Substances 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000011900 installation process Methods 0.000 description 1
- 230000007774 longterm Effects 0.000 description 1
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000001333 moisturizer Effects 0.000 description 1
- 235000015097 nutrients Nutrition 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 238000004806 packaging method and process Methods 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 1
- 230000029058 respiratory gaseous exchange Effects 0.000 description 1
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 1
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 1
- 239000002759 woven fabric Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G29/00—Root feeders; Injecting fertilisers into the roots
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft die Belüftung und Feuchtigkeits
regulierung des Wurzelraumes von Stadtbäumen.
Die DE-PS 2 12 721 hat bereits eine Vorrichtung zum Be
wässern und Düngen der Wurzeln von Obst- und anderen
Bäumen zum Gegenstand, bei welcher rund um die Baum
wurzeln ein ringförmiger, mit Kies gefüllter Schlauch
aus Sack- oder Packleinwand gelegt ist, von welchem
bis zur Erdoberfläche reichende Schläuche abzweigen.
Der ggf. in bekannter Weise fäulnisbeständig gemach
te Schlauch soll ein Verschlammen des dem besseren
Feuchtigkeitstransport dienenden Kieses durch die zum
Auffüllen der Pflanzgrube verwendete lockere Erde
über längere Zeiträume verhindern.
Da den Bäumen in der Stadt besonders im Straßenbereich
in der Regel nur ein relativ kleiner Wurzelraum zur Ver
fügung steht und zudem der Boden durch die Verkehrs
belastung meist verdichtet ist, reicht die bekannte Vor
richtung jedoch nicht aus, um eine zur Ausbildung einer
gesunden Krone ausreichende Versorgung des Wurzelbe
reiches von Stadtbäumen mit Luft, Wasser und Nährstoffen
zu gewährleisten.
Aus der Zeitschrift "Gb + Gw", 10/1985, S. 402 und 403,
ist es auch schon bekannt, körnigen Tonschaum als
wasserspeicherndes Verankerungssubstrat insbesondere bei
der Hydrokultur von Pflanzen zu verwenden. Für denselben Zweck wird
auch Bimskies verwendet, ein zu kiesiger Korngröße zerkleinerter Bimssteintuff,
ein sehr gleichmäßig fein-poröses vulkanisches Gestein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Be
lüftung und Feuchtigkeitsregulierung von Stadtbäumen
die von der Erdoberfläche zum Wurzelwerk des Baumes
transportierbare und die im Falle längerer Trocken
perioden oder einer vorübergehenden Absenkung des Grund
wasserspiegels im Bereich des Wurzelballens speicher
bare Luft- und Feuchtigkeitsmenge zu vergrößern sowie
ein Zusetzen der Transportwege über längere Zeiträume
trotz der gegebenen Verkehrsbelastung zuverlässig zu
verhindern.
Gemäß der Erfindung wird die gestellte Aufgabe durch
die Verwendung von mit einem Granulat aus Blähton
und/oder Blähschiefer gefüllten flexiblen luft- und
wasserdurchlässigen schlauchartigen Hüllen zur Be
lüftung und Feuchtigkeitsregulierung des Wurzelraumes
von Stadtbäumen gelöst.
Diese Hüllen sind bei Neupflanzungen von Stadtbäumen
in Pflanzgruben von deren Rand bis zu deren Sohle ver
legbar. Hierdurch wird verhindert, daß Bodenver
dichtungen im Bereich der Pflanzgrube eine ausreichen
de Belüftung insbesondere der tieferen Wurzelbereiche
unterbinden, wobei die Stadtbäume gleichzeitig die Ge
legenheit erhalten, den Boden tiefer zu erschließen
aufgrund der Möglichkeit, dort den notwendigen Gasaus
tausch, d. h. die Abfuhr des bei der Atmung entstandenen
Kohlendioxyds und die Ergänzung des dabei aufgezehrten
Sauerstoffs, vorzunehmen. Die flexiblen luft- und
wasserdurchlässigen schlauchartigen Hüllen ermöglichen
eine einfache Anpassung an das Geländeprofil der Pflanz
grube und verhindern auch bei Bodenverschiebungen ein
Abreißen der schnorchelartig in den Wurzelbereich hinab
führenden Vorrichtungen, so daß der Gas- und Wasser
austausch mit den Wurzeln auch langfristig unbehindert
stattfinden kann. Durch die Füllung der flexiblen luft-
und wasserdurchlässigen schlauchartigen Hüllen mit
Blähton und/oder Blähschiefer wird verhindert, daß
Vibrationen und Verkehrsbelastungen die den Wasser- und
Lufttransport bewirkenden Poren und Zwischenräume zu
sammendrücken und damit zusetzen können. Selbst bei
plötzlich auftretenden Platzregen erfolgt eine rasche
Wasserabfuhr, so daß zum einen die Gefahr eines Ver
schlämmens verhindert, zum anderen rasch der er
wünschte Gasaustausch ermöglicht wird, der bei wasser
gesättigten Böden in der Regel sehr stark zurückgeht.
Die verwendeten Materialien sind formstabil und ver
rottungsfest und weisen durch ihre Kapillarität ein
Wasserspeicher- und Rückhaltungsvermögen auf, so daß
das Material als Feuchtigkeitsspender für längere Trocken
perioden dient. Daneben hat dieses Material eine hohe
Gasdiffusion und die zwischen seinen Einzelteilchen
gebildeten Hohlräume werden aufgrund der Formstabilität
auch bei Erschütterungen und großen Drücken nicht zuge
setzt. Des weiteren entsteht in dem genannten Material
auch eine sogenannte Kapillarascession, d. h. durch
Kapillarität und Oberflächenspannung an der Oberfläche
wird eine Flüssigkeitssäule gegen die Schwerkraft der
Erdwirkung angehoben, so daß hierdurch, insbesondere
bei tiefen Pflanzgruben, in Trockenperioden eine zu
sätzliche Möglichkeit zur Feuchtigkeitsabgabe an das
Wurzelwerk besteht.
Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, den Bläh
ton und/oder Blähschiefer zumindest im Zentrum der
schlauchförmigen Hülle mit einer Körnung von 10 bis
25 mm, vorzugsweise 12 bis 18 mm vorzusehen, wobei in
der Regel diese Körnung auch bis an den Rand der Hülle
beibehalten wird. Es ist jedoch auch möglich, im Außen
bereich, d. h. angrenzend an die Innenwand der Hülle,
eine kleinere Körnung vorzusehen als im Zentrum der
Hülle, insbesondere dann, wenn eine Verschlämmung des
Bodens droht, um hierdurch eine gewisse Filterwirkung
gegenüber den mehr im Inneren liegenden Körnungsschich
ten zu erreichen. Ferner empfiehlt es sich, im Granu
lat Bruchkorn mit einem Anteil von etwa 30 bis 50%
zu verwenden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden vorzugs
weise die mit dem Granulat gefüllten Hüllen vor dem
Einbringen des Baumes in die Pflanzgrube der Außen
wandung derselben folgend derart eingebracht, daß das
oberste Ende der obersten schlauchartigen Hülle im we
sentlichen mit dem Flächenniveau der Umgebung fluchtet,
und daß das zumindest eine untere Ende bis zum Boden
der Pflanzgrube, vorzugsweise an deren tiefsten Punkt,
hinabgeführt ist. Dies vereinfacht den Einbauvorgang,
da es lediglich notwendig ist, die gefüllten Hüllen
an die Wand der Pflanzgrube zu legen, wobei diese zweck
mäßigerweise geschlängelt und/oder gestaucht in die
Pflanzgrube eingebracht werden, um hierdurch einen Schutz
gegen ein Abreißen bei größeren Bodenversetzungen zu
bieten. Es empfiehlt sich bei dem Einbau die mit dem
Granulat gefüllten Hüllen, insbesondere in dem sich
nach unten verzweigenden Bereich in einer Schräglage
von etwa 30 bis 70° gegenüber der Vertikalen zu verle
gen, so daß eine gute Durchlüftung in demjenigen Be
reich erzielt wird, in welchem die Wurzeln später hin
wachsen. Es versteht sich von selbst, daß die Pflanz
grube zunächst in der Regel tiefer ausgeführt wird, als
dies zur Aufnahme des Wurzelballens des jungen Baumes
notwendig ist oder daß die mit dem Granulat gefüllten
Hüllen unter dem Boden dieser Pflanzgrube abgesenkt
werden, um dem Wurzelwerk des Baumes bei dessen Wachsen
das Eindringen in größere Tiefen zu ermöglichen und
auch dort weiterhin die gewünschte Versorgung mit
Feuchtigkeit und den notwendigen Gasaustausch sicherzu
stellen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Hülle besteht
diese aus einem sogenannten Raschelgewebe, wie es in
ähnlicher Ausgestaltung beispielsweise zur Verpackung
von Südfrüchten verwendet wird, und welches das Granulat
im Inneren wie ein Netz zusammenhält.
Bei Böden die besonders zum Verschlämmen neigen und in
Bereichen, bei denen eine derartige Verschlämmungsge
fahr besonders groß ist, empfiehlt es sich, die Hülle
von einer Schicht eines Wirrfaservlieses zu umgeben.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist es möglich, die
wasser- und luftdurchlässige Hülle zumindest im Seiten
bereich doppelwandig auszubilden, wobei zwischen den bei
den Wänden ein feinkörnigeres Granulat eingebracht
ist, mit einer Körnung von etwa 2 bis 10 mm, als im
Innenbereich der inneren Wand, innerhalb deren der
Hauptgasaustausch und Wassertransport stattfindet. Das
Granulat im inneren Bereich verschlämmt hierdurch nicht
so schnell.
Zwecks vereinfachtem Transport und um das Verlegen zu
erleichtern, ist die Hülle an ihrem unteren und/oder
oberen Ende verschlossen, vorzugsweise
vernäht oder verschweißt.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Er
findung wird die Vorrichtung durch diskrete in Längs
richtung aneinander anschließende gefüllte Hüllenstücke
gebildet, die mittels Verbindungselementen aneinander
koppelbar sind. Die gefüllten Hüllenstücke sind bei
spielsweise 60 oder 120 cm lang, was ihren Transport
auf Paletten erleichtert.
Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausge
staltung der Erfindung enthalten die Vorrichtungen
Zwei- oder Mehrfachverzweigungen, die durch die Ver
bindungselemente gebildet sind. Diese Verzweigungen ver
laufen in Richtung auf die Sohle der Pflanzgrube, d. h.
der durch die Vorrichtung gebildete Luft- und Flüssig
keitsführungskanal verzweigt sich mehrfach nach unten
im Wurzelbereich. Zweckmäßig sind dabei die oberen und
unteren Enden der Hüllenstücke grob porös ausgebildet
und/oder es sind Mittel vorgesehen, die ein Öffnen der
Hüllenenden beim oder nach dem Zusammenkoppeln der
selben ermöglichen, um bei einem Übergang von einem ge
füllten Hüllenstück zum nächsten die Gas- und Wasser
führung nicht zu unterbrechen.
Gemäß einer besonders einfachen Weiterbildung der Er
findung enthalten die Hüllen an ihrem oberen Rand eine
vorzugsweise mit einem Verstellknebel versehene Zugschnur,
die in einer Randumbördelung der Hülle geführt sein
kann und durch ein Zusammenziehen ein Verschließen der
Hülle ermöglicht. Umgekehrt erlaubt es diese Ausge
staltung das gefüllte Hüllenstück nach Anbringung an dem
gewünschten Ort oben einfach zu öffnen und in es das
untere Ende des nächstfolgenden Hüllenstückes einzu
setzen sowie dieses durch anschließendes Straffziehen
der Zugschnur zu fixieren. Dieses Vorgehen wird er
leichtert, wenn die Hüllen an ihren oberen Enden trich
terförmig erweitert und/oder wenn sie an ihren unteren
Enden verjüngt sind.
Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist die Hülle nicht
vollständig mit dem Granulat gefüllt, so daß sie einen
überstehenden oberen Randbereich aufweist, der in Längs
richtung aufgeschlitzt oder beispielsweise durch ent
sprechende Bruchstellen leicht aufschlitzbar ist. Über
der Füllung ist die Hülle verschlossen, beispielsweise
durch eine Naht, über der sich der überstehende Randbe
reich etwa 10 cm nach oben erstreckt, wenn die Hülle
eine Länge von beispielsweise 120 cm aufweist. Bei die
ser Ausgestaltung wird in das unterste in die Pflanz
grube eingebrachte Hüllenstück das nächstfolgende Hül
lenstück in dem überstehenden Randbereich eingesetzt.
Der Verschluß an der Oberseite der Füllung und der Ab
schluß am unteren Ende des oberen Hüllenstücks werden
anschließend unter Umständen gelöst, beispielsweise
durch Durchschneiden und Herausziehen der Naht, welche
die Hülle oben bzw. unten abgeschlossen hat. Auch
eine Kombination der beiden vorstehend beschriebenen
Ausgestaltungen ist möglich.
Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausge
staltung bestehen die Verbindungselemente aus Rohr
stücken, die in ihrem Inneren Begrenzungsvorsprünge
oder zumindest einen irisblendenartigen Ring aufwei
sen, so daß bewirkt wird, daß die im Bereich des Ver
bindungselements aneinander angrenzenden gefüllten
Hüllenstücke jeweils definiert in die Verbindungs
elemente hineingeschoben werden. Eine trichterförmige
Erweiterung an den Enden vereinfacht diesen Vorgang.
Ein typisches Verbindungselement hat in etwa eine Länge
von 10 cm oberhalb und unterhalb der Begrenzungsvor
sprünge bzw. des irisblendenartigen Rings.
Als günstig hat es sich auch erwiesen, wenn die Rohr
stücke von ihren Mündungen nach innen weisende, wider
hakenförmige Zapfen aufweisen, welche einem Hinein
schieben der gefüllten Hüllenstücke keinen Widerstand
entgegensetzen, ein unbeabsichtigtes Herausziehen der
selben jedoch verhindern. Es ist ferner zweckmäßig,
wenn die Rohrstücke in ihrem Inneren Schneidkanten auf
weisen, die beim Einschieben der Hüllenenden deren
Ober- und/oder Unterseite aufschneiden bzw. die ent
sprechenden Nähte auftrennen, die zweckmäßigerweise mit
derartigen Stichen ausgeführt sind, das nach dem Durch
trennen des Fadens an einer Stelle dieser insgesamt
leicht herausziehbar ist.
Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Er
findung weist schließlich noch die Hülle eine Luft
diffusionswiderstandszahl µ ≦ 1 und einen Durchmesser
von ca. 10 bis 30 cm, vorzugsweise 15 bis 16 cm, auf,
um bei guter Handhabbarkeit während des Einsetzens eine
ausreichende Belüftung des Bodens rund um den Wurzel
ballen zu erreichen.
Die Zeichnungen dienen zur weiteren Er
läuterung der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische, teilgeschnittene
Darstellung einer Pflanzgrube im Stadtbe
reich, die Wurzel eines darin aufzunehmenden
Baums, sowie mehrere Vorrichtungen und darin
eingelegte schlauchartige Hüllen zur Be
lüftung und Feuchtigkeitsregelung des Wurzel
raumes.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Struktur
der Hülle zur Belüftung und Feuchtigkeits
regelung des Wurzelraums von Stadtbäumen.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Beispiel für die Struktur
einer Hülle zur Belüftung und Feuchtigkeits
regelung des Wurzelraums von Stadtbäumen.
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Draufsicht auf einen
Teil einer Hülle und einen vergrößert heraus
gezeichneten Bereich aus dem das Granulat er
sichtlich ist, mit welchem die Hülle gefüllt
ist.
Fig. 5 zeigt im Längsschnitt eine Variante der Hülle,
bei der in einem Bereich ein Faservlies aufge
bracht ist, um einem Verschlämmen des Inneren
der Hülle entgegenzuwirken.
Fig. 6 zeigt im Längsschnitt eine weitere Variante
der Hülle, bei der die Hülle zweischichtig
ausgebildet ist und zwischen den beiden
Schichten ein feinkörnigeres Granulat als im
Inneren vorgesehen ist.
Fig. 7 zeigt eine Schnittdarstellung ähnlich zur der
jenigen von Fig. 6 von einer weiteren Variante
der Hülle.
Fig. 8 zeigt in perspektivischer Darstellung die Ver
bindung zweier mit porösen Leichtzuschlagstoffen
gefüllten Hüllenstücke.
Fig. 9 zeigt einen Längsschnitt durch ein ähnliches
Verbindungsstück wie das von Fig. 8.
Fig. 10 zeigt ein mit einer Zweifachverzweigung ver
sehenes weiteres Verbindungsstück in perspekti
vischer Darstellung.
Fig. 11 zeigt ein mit einer Dreifachverzweigung ver
sehenes Verbindungsstück in perspektivischer
Darstellung.
Fig. 12 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Verbindung
zweier aneinander angrenzender gefüllter Hüllen
stücke, wobei in
Fig. 12a ein durch die Linien
12a-12a herausgegriffener Bereich einer Ver
bindungsnaht vergrößert dargestellt ist.
Fig. 13 zeigt eine Darstellung ähnlich zu derjenigen
von Fig. 12, bei der die Verbindung zwischen
den beiden voneinander zu koppelnden Hüllen
stücke vollzogen ist.
In Fig. 1 erkennt man eine Pflanzgrube 1 im Stadtbereich,
die auf der Rückseite von einer tief in den Boden reichen
den Betonmauer 2 und an beiden Seiten von einer lediglich
schematisch dargestellten, eine geschlossene Oberfläche
aufweisenden Straßen- oder Gehsteigdecke 3 begrenzt ist,
unter der sich eine Sandschüttung 4 befindet, auf wel
cher diese ruht. Der darunter befindliche Boden 5 be
grenzt mit schematisiert angedeuteten Böschungswänden 6
und 7 und einem Bodenbereich 8 die Pflanzgrube 1, welche
eine Größe aufweist, daß sie das Wurzelwerk 9 eines aus
gewachsenen Baumes 10 aufnehmen kann.
An die Böschungswände 6 und 7 angelehnt sind mehrere
schnorchelartige Hüllen, die zur Belüftung und Feuch
tigkeitsregulierung des Wurzelraums dienen, wobei die
beiden gleichartig ausgebildeten an die Böschungswand 7
angelehnten Hüllen mit dem Bezugszeichen 11 und eine an
die Böschungswand 6 angelehnte Variante mit dem Bezugs
zeichen 12 versehen ist, wobei sich letztere nach unten
in zwei Arme 12 a und 12 b verzweigt. Man erkennt aus
Fig. 1, daß die unteren Enden der Hüllen 11 und 12 bis
zum tiefsten Punkt der Pflanzgrube geführt sind, wo
bei sie am Übergang von den Böschungswänden zum Boden
bereich nach innen umbiegen und etwa unter dem Stamm
des Baumes 10 enden. Die Verzweigungen 12 a und 12 b sind
auseinandergespreizt um dafür Sorge zu tragen, daß ein
möglichst großer Bereich der Pflanzgrube befeuchtet
und belüftet wird. Nachdem die Hüllen 11 und 12 in die
Pflanzgrube 1 eingebracht sind - was in von der Dar
stellung in Fig. 1 abweichender Weise mit einer unter
schiedlichen Zahl von Vorrichtungen und unterschiedlichem
Verlauf derselben erfolgen kann - wird der Baum 10 mit
seinem Wurzelwerk 9 und in der Regel mit dem zugehöri
gen Erdballen eingesetzt, wobei der frei verbleibende
Bereich der Pflanzgrube 1 gleichzeitig mit dem Boden
material ausgefüllt wird. Bevor die Pflanzgrube 1, was
in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, vollständig
ausgefüllt ist, werden auf die oberen Enden der Hüllen
11 und 12, welche in etwa mit dem Niveau der Straßen-
bzw. Gehsteigdecke 3 fluchten, kanaldeckelartige Ab
schlußsteine oder -kästen 13 aufgesetzt, die in ihrer
Oberseite Schlitze 14 tragen, welche den Durchtritt von
Luft, durch die Pfeile 15 angedeutet, und Wasser, durch
die Pfeile 16 angedeutet, ermöglichen und unter Um
ständen noch ein Grobfilter enthalten können. Die Hüllen
11 und 12 bestehen jeweils aus einer flexiblen luft-
und wasserdurchlässigen schlauchartigen Hülle 17, die
mit einem Granulat 18 aus einem Blähton oder einem Bläh
schiefer gefüllt ist, das, wie aus dem in Fig. 4 heraus
gezeichneten Bereich hervorgeht, aus einer Vielzahl von
mehr oder weniger gleichförmiger, zum Teil gebrochenen
Körnern 18 a besteht. Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Bei
spiele für eine praktische Ausgestaltung der Hülle 17.
Die Hülle bei der Ausgestaltung von Fig. 2 besteht aus
einem Bändchengewebe 19, das aus zueinander senkrecht
verlaufenden Kunststoffbändchen 19 a, 19 b gebildet und
in der Darstellung von Fig. 2 etwa in natürlicher Größe
wiedergegeben ist. Fig. 3 zeigt die Ausbildung der Hülle
17 als sogenanntes Raschelgewebe 20, das aus einem Netz
werk miteinander vernetzter Kunststoffäden besteht,
welche rautenförmige Öffnungen 21 begrenzen. Auch bei
der Darstellung von Fig. 3 ist das Raschelgewebe 20
etwa in natürlicher Größe wiedergegeben.
Die Hülle 17 ist, wie aus der Darstellung der Fig. 1
hervorgeht, am unteren Ende verschlossen, was bei
spielsweise durch einen Abnäher 22 geschieht. Die Hülle
17 ist in dem in Fig. 4 dargestellten Falle aus einer
Materialbahn gebildet, wobei deren gegenüberliegende
Enden in einem Saum 23 beispielsweise durch Nähen oder
Verschweißen verbunden sind. Die entstandene, schlauch
förmige Hülle wird, wie durch den Pfeil F in Fig. 4 an
gedeutet, mit dem Granulat 18 gefüllt, welches für
eine bevorzugte Ausführungsform in dem in Fig. 4 ver
größert herausgezeichneten Bereich in etwa in natürli
cher Größe wiedergegeben ist. Die Pfeile 24 deuten an,
daß die Hülle 17 luft- und wasserdurchlässig ist, wobei
sie bevorzugt eine Luftdiffusionswiderstandszahl µ ≦ 1
aufweist.
Bei dem Längsschnitt durch das in Fig. 5 dargestellte
Ausführungsbeispiel ist in einem Bereich über der Hülle
17 eine Filterschicht 25 beispielsweise aus einem Wirr
faservlies angebracht, welche an denjenigen Stellen zur
Verwendung kommt, an denen ein Einbringen von größeren
Schlammengen zu befürchten ist, welche das Innere der
Hülle 11, 12 zusetzen könnten.
Bei der in Fig. 6 im Längsschnitt gezeichneten Variante
ist die Hülle 17 zweiwandig ausgebildet, wobei zwischen
der Außenwand 26 und der Innenwand 27, die beide luft-
und wasserdurchlässig sind, ein feinkörnigeres Granu
lat 28 eingebracht ist, als das Granulat 18, welches
den Raum innerhalb der Innenwand 27 ausfüllt. Eine
ähnliche Wirkung erzielt man bei der in Fig. 7 darge
stellten Variante, bei der durch einen geeigneten Ein
füllvorgang, beispielsweise mittels zweier konzentri
scher Trichter, das feinkörnige Granulat 28 in dem der
Hülle 17 anliegenden Bereich und das grobkörnigere
Granulat 18 im Inneren angebracht wird. Einem Ver
schlämmen des Granulats wird auch auf diese Weise ent
gegengewirkt.
Bei der Darstellung von Fig. 1 waren die Hüllen 11 und
12 aus Gründen der Vereinfachung einstückig darge
stellt worden. Es ist selbstverständlich möglich, diese
auch als solche auszubilden. Aus Gründen eines ver
einfachten Transports und Einbaus, sowie um eine An
passung an unterschiedliche Pflanzgruben zu ermöglichen,
empfiehlt es sich jedoch in der Regel, die Hüllen 11
und 12 aus verschiedenen Teilelementen zusammenzu
setzen, wobei mit Granulat gefüllte Hüllenstücke 17 a,
17 b unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Verbindungs
elemente zu der einheitlichen Hülle 11 oder 12 verbunden
werden.
Bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 8 erfolgt dies mittels
eines einfachen Verbindungselements 29, das aus einem
Rohrstück 30 besteht, das etwa gleich beabstandet von
seinen Enden einen irisblendenartigen Ring 31 trägt, der
beim Einschieben der gefüllten Hüllenstücke 17 a und 17 b
bewirkt, daß das Rohrstück 30 die gewünschte Verbindung
herstellt und nicht verrutscht. Aus der in Fig. 9 darge
stellten Querschnittsansicht sieht man, daß im Inneren
des Rohrstücks 30 widerhakenförmige Zapfen 32 ange
bracht sind, welche verhindern, daß die Enden der in
das Verbindungselement 29 eingeführten gefüllten Hüllen
stücke 17 a, 17 b unbeabsichtigt wieder herausgleiten.
Anstelle der Irisblende 31 sind hier weitere Vorsprünge
33 vorgesehen, welche Schneidkanten 34, 35 enthalten,
die beim Einschieben der Enden der gefüllten Hüllen
stücke 17 a, 17 b das Material der Hülle oder die End
abschlüsse derselben zerstören, und damit sicher
stellen, daß auch im Übergangsbereich von zwei anein
andergrenzenden Hüllenstücken 17 a, 17 b der Wasserdurch
tritt und der Gasaustausch nicht behindert wird.
Fig. 10 zeigt ein weiteres Verbindungselement 36, das
eine Zweifachverzweigung ermöglicht und in den Endbe
reichen trichterförmige Erweiterungen 37 enthält, welche
das Einführen der Enden der gefüllten Hüllenstücke er
leichtern.
Fig. 11 zeigt ein als Dreifachverzweigung ausgebildetes
Verbindungselement 38, das bezüglich seiner Ausge
staltung im wesentlichen demjenigen von Fig. 10 ent
spricht mit der Ausnahme, daß ein von oben einkommendes
gefülltes Hüllenstück sich nicht in zwei, sondern in
drei von unten eingeführte gefüllte Hüllenstücke ver
zweigt. Die Zweifachverzweigung 36 und die Dreifach
verzweigung 38 sind derart ausgebildet, daß abrupte Ab
biegungen im Verlauf der sie verbindenden gefüllten
Hüllenstücke vermieden sind, wobei die Abbiegungs
winkel α bzw. β zwischen 30° und 70° variieren können.
Dies bedeutet, daß sie im gleichen Winkelbereich lie
gen unter dem die Hüllen in der Regel gegenüber der
Vertikalen verlegt werden.
Fig. 12 zeigt verschiedene weitere Möglichkeiten zur
Herstellung einer Verbindung zwischen den Enden ge
füllter Hüllenstücke 17 a und 17 b. Bei der einfachsten
Ausgestaltung ist das untere Ende des Hüllenstücks 17 a
in beliebiger Weise verschlossen, beispielsweise mittels
einer Naht oder einer Verschweißung. Es muß jedoch
nicht die spezielle in Fig. 12 dargestellte und mit
dem Bezugszeichen 39 belegene Naht sein. Das obere Ende
des unterhalb gelegenen gefüllten Hüllenstücks 17 b
ist ebenfalls, wie durch das Bezugszeichen 40 ange
deutet, verschlossen, beispielsweise mittels einer ent
sprechenden Naht. Das Hüllenstück 17 b ist jedoch nicht
bis an sein Ende gefüllt, so daß oberhalb des durch die
Naht 40 gebildeten Abschlusses ein überstehender Rand
bereich 41 entsteht, der zusätzlich erweitert sein
kann. Der Randbereich enthält in Längsrichtung des
Hüllenstücks 17 b verlaufende Schlitze 42, die bei der
einfachsten Ausgestaltung weggelassen werden können.
Die Schlitze 42 können auch beim Zusammensetzen der
verschiedenen gefüllten Hüllenstücke 17 a, 17 b durch
Einschneiden mit einem Messer o. ä. gebildet werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Sollbruchstellen
vorzusehen, die ein einfaches Aufreißen an diesen Be
reichen ermöglichen. Bei der einfachsten Ausgestaltung
wird das untere Ende des oberen gefüllten Hüllenstücks
17 a in den mit den Schlitzen 42 versehenen Randbereich
hineingestellt und dort belassen, wobei fakultativ ei
ne mechanische Verbindung zwischen den übereinanderzu
liegen kommenden Bereichen der Hüllenstücke 17 a und
17 b hergestellt werden kann, beispielsweise mittels
eines durch beide durchzuschlagenden Nagels.
Bei einer Weiterbildung dieser Art der Verbindung ist
die obere Kante des Randbereichs 41 wie durch das Be
zugszeichen 43 angedeutet, umgeschlagen und es ist eine
Zugschnur 44 in dem hierdurch gebildeten, lediglich durch
die Schlitze 42 unterbrochenen Kanal eingelegt, deren
freie Enden 44 a, 44 b zunächst lose oder durch einen
nicht gezeigten Verstellknebel geführt sind. Nach Ein
setzen des unteren Endes des oberen gefüllten Hüllen
stückes 17 a in die von dem Randbereich 41 gebildete
Tasche werden die Enden 44 a, 44 b der Zugschnur festge
zogen und wie aus Fig. 13 ersichtlich, zusammengeknüpft
bzw. durch den Verstellknebel arretiert, so daß eine
sichere Verbindung zwischen den gefüllten Hüllen
stücken 17 a und 17 b hergestellt ist. Wenn die Nähte 39
und 40 gemäß der Darstellung von Fig. 12a ausgeführt
sind, läßt sich der Hauptfaden 45 einfach herausziehen,
der durch eine Reihe von die beiden gegenüberliegenden
Flächen des unteren Hüllenendes verbindende Schlaufen 46
eines zweiten Fadens 47 verbunden ist, wenn letzterer
irgendwo durchtrennt wird.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, wie dies in
Fig. 13 dargestellt ist, daß anstelle der Naht 40 eine
weitere Zugschnur 48 in die Hülle eingenäht ist, die
ebenfalls gelockert wird, bevor das obere gefüllte
Hüllenstück 17 a, wie durch die Pfeile in Fig. 12 ange
deutet, mit dem oberen Ende des unteren gefüllten Hüllen
stücks 17 b verbunden wird.
Claims (22)
1. Verwendung von mit einem Granulat aus Blähton
und/oder Blähschiefer gefüllten flexiblen luft- und
wasserdurchlässigen schlauchartigen Hüllen zur
Belüftung und Feuchtigkeitsregulierung des
Wurzelraumes von Stadtbäumen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest im Zentrum der Hüllen (17) der Blähton
und/oder Blähschiefer eine Körnung von 10 bis 25 mm,
vorzugsweise 12 bis 18 mm, aufweist.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Körnung des Granulats (18) angren
zend an die Innenwand der Hülle (17) kleiner ist als
im Zentrum der Hülle.
4. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Granulat (18) Bruch
korn mit einem Anteil von etwa 30 bis 50% enthält.
5. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Granulat
gefüllten Hüllen vor Einbringen des Baumes in die
Pflanzgrube (1) der Außenwandung (7, 8) derselben
folgend derart eingebracht werden, daß das oberste
Ende der obersten schlauchartigen Hülle (17) im
wesentlichen mit dem Flächenniveau der Umgebung (3)
fluchtet, und daß das zumindest eine untere Ende
(12 a, 12 b) bis zum Boden (8) der Pflanzgrube (1),
vorzugsweise an deren tiefsten Punkt, hinabgeführt
ist.
6. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllen (17)
geschlängelt und/oder gestaucht in die Pflanzgrube
(1) eingebracht werden.
7. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit
dem Granulat (18) gefüllten Hüllen (17)
vorzugsweise in den sich nach unten verzweigenden
Bereich (12 a, 12 b) in einer Schräglage von 30 bis 70°
gegenüber der Vertikalen verlegt werden.
8. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzgrube (1)
tiefer ausgeführt wird, als dies zur Aufnahme des
Wurzelballens (9) notwendig ist, oder daß die mit
dem Granulat (18) gefüllten Hüllen (17)
unter den Boden (8) der Pflanzgrube (1) abgesenkt
werden.
9. Luft- und wasserdurchlässige, schlauchartige Hülle
gefüllt mit einem Granulat aus Blähton und/oder
Blähschiefer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem
Raschelgewebe besteht.
10. Hülle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sie zumindest in Teilbereichen von einer Schicht
eines Wirrfaservlieses (25) umgeben ist.
11. Hülle nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß sie zumindest im Seitenbereich
doppelwandig ausgebildet ist und daß zwischen den
beiden Wänden (26, 27) ein feinkörnigeres Granulat
(28) eingebracht ist als im Innenbereich der inneren
Wand (27).
12. Hülle nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß sie an ihrem unteren und/oder
oberen Ende verschlossen, vorzugsweise vernäht oder
verschweißt, ist.
13. Hülle nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
gekennzeichnet durch diskrete, in Längsrichtung
aneinander anschließende gefüllte Hüllenstücke
(17 a, 17 b), die mittels Verbindungselementen
(29; 36; 38) aneinander koppelbar sind.
14. Hülle nach einem der vorstehenden Ansprüche 9 bis 13,
gekennzeichnet durch Zwei- oder Mehrfachverzweigungen
(12 a, 12 b).
15. Hülle nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verzweigungen durch die Verbindungselemente
(36; 38) gebildet sind.
16. Hülle nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren
Enden der Hüllenstücke (17 a, 17 b) grob porös
ausgebildet sind und/oder daß Mittel (34; 35; 39; 40; 44)
vorgesehen sind, die ein Öffnen der Hüllenenden beim
oder nach dem Zusammenkoppeln derselben ermöglichen.
17. Hülle nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß sie an ihrem oberen Rand eine
vorzugsweise mit einem Verstellknebel versehene
Zugschnur (44) aufweist und/oder daß sie an ihren
oberen Enden trichterförmig erweitert und/oder an
ihren unteren Enden verjüngt ist.
18. Hülle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie (17) nicht vollständig mit
dem Granulat (18) gefüllt ist und einen überstehenden
oberen Randbereich (41) aufweist, der in
Längsrichtung aufgeschlitzt (42) oder aufschlitzbar
ist.
19. Hülle nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (29) aus
Rohrstücken (30) bestehen, die im Inneren
Begrenzungsvorsprünge oder zumindest einen
irisblendenartigen Ring (31) aufweisen.
20. Hülle nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rohrstücke (30) von ihren Mündungen nach innen
weisende widerhakenförmige Zapfen (32) aufweisen.
21. Hülle nach Anspruch 19 oder 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rohrstücke (30) in ihrem
Inneren Schneidkanten (34, 35) aufweisen, die beim
Einschieben der Hüllenenden deren Ober- und/oder
Unterseite aufschlitzen.
22. Hülle nach einem der Ansprüche 9 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine Luftdiffusions
widerstandszahl µ ≦ 1 und einen Durchmesser von ca.
10 bis 30 cm, vorzugsweise 15 bis 16 cm, aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863600340 DE3600340A1 (de) | 1986-01-08 | 1986-01-08 | Vorrichtung zur belueftung und feuchtigkeitsregulierung des wurzelraumes von stadtbaeumen und verwendung dieser vorrichtung bei neupflanzungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863600340 DE3600340A1 (de) | 1986-01-08 | 1986-01-08 | Vorrichtung zur belueftung und feuchtigkeitsregulierung des wurzelraumes von stadtbaeumen und verwendung dieser vorrichtung bei neupflanzungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3600340A1 DE3600340A1 (de) | 1987-07-09 |
| DE3600340C2 true DE3600340C2 (de) | 1988-01-21 |
Family
ID=6291522
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863600340 Granted DE3600340A1 (de) | 1986-01-08 | 1986-01-08 | Vorrichtung zur belueftung und feuchtigkeitsregulierung des wurzelraumes von stadtbaeumen und verwendung dieser vorrichtung bei neupflanzungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3600340A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4311636C1 (de) * | 1993-04-08 | 1994-06-01 | Otavi Minen Ag | Bodenverbesserungsmittel sowie Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE202011107305U1 (de) * | 2011-11-02 | 2013-02-04 | Thorsten A. Fabritz | Bewässerungs- und Belüftungsvorrichtung für Gehölze |
| DE202019101576U1 (de) | 2019-03-20 | 2020-03-26 | Michael Eisele | Flexibles Element zur Regulierung der Wasserzufuhr im Wurzelbereich von Pflanzen |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| OA09155A (fr) * | 1990-10-31 | 1992-03-31 | Gasc Jacques Henri Georges Leo | Concept d'irrigation par semi-conduits pleins et pression capillaire. |
| ES2162740B1 (es) * | 1999-09-14 | 2003-04-01 | Molina Rafael Martin | Sistema de riego subterraneo. |
| ES2311541T3 (es) | 2000-09-12 | 2009-02-16 | Don Wiley Smith | Procedimientos y mezclas para el tratamiento de arboles dañados. |
| ES2311382B1 (es) * | 2006-11-17 | 2009-12-30 | Jose Valle Ocon | Sistema de riego natural por acumulacion de agua, ecologico. |
| DE102022125023B4 (de) * | 2022-09-28 | 2025-06-18 | Lukas Schmitz | Substratsack und Verfahren zum Auflockern und/oder Drainieren und/oder Belüften und/oder Düngen von Erdreich |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE212721C (de) * | 1908-05-28 | 1909-08-09 | ||
| DE2312051A1 (de) * | 1973-03-10 | 1974-09-12 | Walter Schaefer | Erdadern, eine vorrichtung um baeume und straeucher auf zementierten und asphaltierten plaetzen und strassen voll lebensfaehig zu halten |
| SE7708697L (sv) * | 1977-07-28 | 1979-01-29 | Jufors Bo | Metod a konstbevattning |
| DE3006326A1 (de) * | 1980-02-20 | 1981-09-03 | Ocsai Vörös Oktober Mezögazdasági Termelöszövetkezet, Budapest | Anlage fuer einstaubewaesserung |
| DE3038390A1 (de) * | 1980-10-10 | 1982-05-19 | Horst 8000 München Schmiedeler | Verfahren und anordnung zur bewaesserung von pflanzungen in wasserarmen gebieten, insbesondere von baeumen und straeuchern in wuesten |
| DE3304800C2 (de) * | 1983-02-11 | 1986-07-03 | Technica Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG, 2418 Ratzeburg | Hohlspieß für eine Anordnung zum Gießen von Kulturen in Gartenbaubetrieben, Gewächshäusern oder dgl. |
-
1986
- 1986-01-08 DE DE19863600340 patent/DE3600340A1/de active Granted
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4311636C1 (de) * | 1993-04-08 | 1994-06-01 | Otavi Minen Ag | Bodenverbesserungsmittel sowie Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE202011107305U1 (de) * | 2011-11-02 | 2013-02-04 | Thorsten A. Fabritz | Bewässerungs- und Belüftungsvorrichtung für Gehölze |
| DE202019101576U1 (de) | 2019-03-20 | 2020-03-26 | Michael Eisele | Flexibles Element zur Regulierung der Wasserzufuhr im Wurzelbereich von Pflanzen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3600340A1 (de) | 1987-07-09 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2744143C2 (de) | Verwendung eines Behälters zur Anzucht und Kultur von Pflanzen | |
| EP0512272B1 (de) | Pflanzenträger | |
| DE3538162C2 (de) | Selbsttätige Bewässerungsvorrichtung für bepflanzte Erde | |
| DE3600340C2 (de) | ||
| DE102012111002A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erhöhung der Stabilität von Bodenmassen | |
| DE2742795A1 (de) | Kastenkonstruktion zum ziehen von pflanzen | |
| DE212008000114U1 (de) | Vegationsdach, insbesondere geneigtes Dach | |
| DE2438300C2 (de) | Fertigelementensatz für Dachgartenkulturen | |
| DE2253906A1 (de) | Gartenanlage | |
| DE19502051C2 (de) | Schutz- und Begrenzungswand für den Landschaftsbau | |
| DE3441098A1 (de) | Belueftungs- und bewaesserungssystem fuer baeume | |
| DE8902165U1 (de) | Umhüllung für den Wurzelstock von Pflanzen | |
| DE2230639C3 (de) | Sämlingsbehälter | |
| DE60004824T2 (de) | Pflanzenstütze und verfahren zum herstellen einer solchen pflanzenstütze | |
| DE8118099U1 (de) | Pflanztopf | |
| DE102022125023B4 (de) | Substratsack und Verfahren zum Auflockern und/oder Drainieren und/oder Belüften und/oder Düngen von Erdreich | |
| DE69011858T2 (de) | Element für rasengedeckte dächer. | |
| DE7604167U1 (de) | Aufzucht- und transportbeutel fuer jungpflanzen | |
| DE19927456A1 (de) | Bepflanzungs- und Stabilisierungsballen und Verfahren zur Nutzung und Bepflanzung | |
| DE19815835A1 (de) | Gabione zur naturnahen Gestaltung von Landschaften | |
| DE29806806U1 (de) | Vorrichtung zum Begrünen von Flächen | |
| DE4402253A1 (de) | Pflanzhilfe zum Einsetzen von Pflanzgut in die Erde | |
| EP2620054B1 (de) | Vorrichtung zur Langzeitversorgung einer Pflanze und Abdeckung für einen Behälter einer solchen Vorrichtung | |
| DE3139432A1 (de) | L-foermiger betonstein | |
| AT332674B (de) | Verfahren zur herstellung von grasteppichen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: LECA DEUTSCHLAND GMBH, 2083 HALSTENBEK, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: FIBO EXCLAY DEUTSCHLAND GMBH, 21769 LAMSTEDT, DE |