DE3600530A1 - Verwendung einer papiermaschinenbespannung zur herstellung von tissue-papier oder poroesem vlies und dafuer geeignete papiermaschinenbespannung - Google Patents

Verwendung einer papiermaschinenbespannung zur herstellung von tissue-papier oder poroesem vlies und dafuer geeignete papiermaschinenbespannung

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    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Papiermaschi­ nenbespannung für die Herstellung von Tissuepapier oder porösem Vlies. Die Papiermaschinenbespannung besteht aus zwei miteinander verbundenen Gewebelagen, wobei die untere Gewebelage gröber ist, d.h., eine geringere Dichte von Längs- und Querdrähten aufweist und diese Längs- und Querdrähte einen größeren Durchmesser haben als in der oberen Gewebelage. Die Erfindung betrifft ferner Papier­ maschinenbespannungen, die insbesondere für die Herstel­ lung von Tissue-Papier oder porösem Vlies geeignet sind.
Übliche zweilagige Papiermaschinenbespannungen, wie sie aus den DE-A-24 55 184, 24 55 185, 29 17 694, 33 05 713, 33 29 740, EP-A-00 44 053 bekannt sind, werden zur Her­ stellung von Papier, z.B. Zeitungspapier, verwendet, sind jedoch nicht zur Herstellung von Tissue-Papier oder porösem Vlies geeignet, bei denen eine Strukturierung durch unterschiedliche Faserdichte oder musterartige Ver­ dichtung der Fasern angestrebt wird.
Zur Herstellung von porösem Tissue-Papier ist es bekannt, Blattbildungssiebe mit vorstehenden, musterartig verteil­ ten, undurchlässigen Kunststoffflächen zu versehen, auf denen keine Blattbildung stattfindet und daher Löcher in der Papierbahn entstehen (DE-A-17 86 414).
Ferner ist es bekannt, bereits bei der Blattbildung auf einem sehr groben Sieb durch vorstehende Kettabkröpfungen dünne Stellen in der Papierbahn zu bilden (US-A-11 02 246).
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die weiche, volu­ minöse Tissue-Papierbahn durch ein sog. Prägesieb so zu prägen, daß sich im Papier verdichtete Stellen mit locke­ rem Vlies abwechseln (US-A-33 01 746; 36 29 056; 39 05 863 und 44 40 597 und DE-A-28 20 499 und 30 06 344). Die feuchte Papierbahn wird dabei durch ein grobes Gewebe ge­ stützt. Beim Durchblasen heißer Luft nimmt die Papierbahn die Form der stützenden Gewebefläche an, wobei das Vlies durch den heißen Luftstrom in die Vertiefungen zwischen den vorstehenden Kettabkröpfungen hineingedrückt wird. Es handelt sich hierbei jeweils um einlagige Gewebe, und das Prägemuster hängt jeweils von der Gewebebindung ab. Die Höhe der vorstehenden, prägenden Abkröpfungen ist durch die Gewebestruktur vorgegeben, die wiederum nur in be­ grenztem Umfang variabel ist. Zur deutlicheren Gestaltung der Prägeflächen werden die vorstehenden Kettabkröpfungen angeschliffen.
In jüngster Zeit ist ein Verfahren bekannt geworden (EP-A-0 135 231 und 0 140 404) bei dem die Papierbahn wa­ benförmige Prägungen erhält. Nachdem die Papierbahn auf dem Blattbildungssieb gebildet worden ist, wird die feuch­ te Bahn vom Prägesieb abgenommen und in gewünschter Weise verformt. Dieses Prägesieb besteht aus einem sehr feinen Gewebe mit 17 Längsdrähten und 18 Querdrähten (beide Durchmesser 0,18 mm). Die offene Fläche beträgt 45%. Auf dieses Gewebe wird eine 6kantige Wabenstruktur aus einem photosensitiven Harz aufgebracht. Die Papierbahn wird in die Waben des Prägesiebes durch Wirkung eines Saugkastens eingezogen, dabei wird die Faserstruktur der Papierbahn verändert. Auf diesem Prägesieb wird die Papierbahn nach­ getrocknet, von etwa 10 auf etwa 65%, zunächst durch die Saugwirkung des Saugkastens und anschließend durch das Durchblasen mit heißer Luft. Danach wird die Papier­ bahn mittels einer Anpreßwalze auf einen Heizzylinder gepreßt. Bei dieser Pressung verstärkt sich die aufge­ prägte Wabenstruktur, weil das Prägesieb zwischen der Anpreßwalze und der Papierbahn durchläuft. Um die Haf­ tung der Papierbahn auf dem Trockenzylinder zu erhöhen, wird ein Hilfskleber auf die Bahn und auf die Walze ge­ sprüht.
Das nach diesem Verfahren erzeugte Papier entspricht den gestellten Anforderungen, das Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß das Prägesieb sehr schwach und instabil ist. Das Trägergewebe muß sehr offen sein und besitzt wenig Stabilität in Längs- und Querrichtung, wodurch die Bildung von Wellen und Falten begünstigt ist. Des weite­ ren ist die Herstellung der wabenförmigen Struktur aus photosensitiven Harzen äußerst kompliziert und kostspie­ lig. Nachteilig ist ferner der hohe Abrieb am Saugkasten, wobei durch hohe Reibung das sehr feine Gewebe auf der Rückseite rasch abgenutzt wird. Eine große Schwierigkeit ist die Verschmutzung des Bandes durch den verwendeten Hilfsklebstoff, mit dem die Papierbahn an den Heizzylin­ der aufgeklebt wird. Das Gewebe muß kontinuierlich mit einem Hochdruckwasserstrahl gereinigt werden. Die Ver­ schmutzung löst sich zwar ab, aber die Stege der Waben können abbrechen, und das Prägesieb wird nach kurzer Zeit unbrauchbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung von Tissue-Papier und porösem Vlies zu vereinfachen und eine dafür geeignete Papiermaschinenbespannung zu schaf­ fen, die eine hohe Laufzeit besitzt und in einfacher Weise gereinigt werden kann.
Erfindungsgemäß erfolgt die Herstellung von Tissue-Papier und porösem Vlies unter Verwendung einer zweilagigen Pa­ piermaschinenbespannung, bei der beide Gewebelagen eine große offene Fläche haben und die obere Gewebelage muster­ artig verteilte Vertiefungen an den Verbindungsstellen aufweist.
Das Tissue-Papier oder poröse Vlies kann dabei in der Weise hergestellt werden, daß die Papiermaschinenbespan­ nung als Prägesieb für die Nachtrocknung der von einem Blattbildungssieb abgenommene Papierbahn oder als ein Prägesieb verwendet wird, welches das zweite Blattbil­ dungssieb eines Doppelsiebformers bildet.
Die erfindungsgemäß verwendete Papiermaschinenbespannung ist zweilagig, d.h., sie besteht aus zwei getrennten Ge­ webelagen. Die beiden Gewebelagen sind durch zusätzliche Bindedrähte oder durch die strukturellen Längs- und/oder Querdrähte der oberen Gewebelage verbunden. Die obere Gewebelage ist sehr fein und offen. Sowohl die obere als auch die untere Gewebelage können in einer beliebigen Bindung gewoben werden, wie sie für Blattbildungssiebe üblich sind. Vorteilhaft ist für die obere Gewebelage eine einfache Bindung (Leinwandbindung), weil bei dieser Bindung die höchste Anzahl kleiner, die Fasern stützender Abkröpfungen erreicht wird. Die obere Gewebelage kann je­ doch auch eine Dreiköper, Vierköper oder eine noch höher­ schäftige Bindung haben. Die untere Gewebelage wird vor­ zugsweise in Leinwandbindung oder Dreiköper-Bindung ge­ webt, wobei jedoch auch Vierköper-Kreuzköper, fünfschäf­ tiger Atlas oder eine doppellagige Bindung möglich ist.
Als Material für beide Gewebelagen ist besonders Polyester- Monofil in hydrolysebeständiger Qualität geeignet. Daneben können jedoch auch Polyamid-Monofile oder Monofile aus wärmebeständigem Polypropylen eingesetzt werden.
Das Material der Bindedrähte ist vorzugsweise eine harte Polyester-Qualität mit hohem Elastizitätsmodul, wie sie üblicherweise für die Längsdrähte von Blattbildungssieben verwendet wird. Diese wenig verformbaren Bindedrähte zie­ hen die weiche obere Gewebelage tief in die Maschen der groben unteren Gewebelage hinein. Die Muldentiefe beträgt je nach Gewebeausführung zwischen 0,20 und 0,40 mm. Da die Längsdrähte der oberen Gewebelage versetzt zu denen der unteren Gewebelage liegen, ist es möglich, die obere Gewebelage in die Maschen oder Zwischenräume der unteren Gewebelage hineinzuziehen.
Werden die beiden Gewebelagen durch die strukturellen Längs- oder Querdrähte der oberen Gewebelage verbunden, so ist es nicht erforderlich, daß die obere Gewebelage aus weicheren Kunststoffdrähten hergestellt ist. Die grö­ bere Struktur der unteren Gewebelage und die Einbindung der strukturellen Drähte der oberen Gewebelage reichen bereits aus, um auf der Papierseite der oberen Gewebelage ausgeprägte Vertiefungen auszubilden.
Die erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung kann flach (offen) oder endlos gewebt sein. Vorzugsweise wird sie flach gewebt und dann durch eine Webnaht zu einem endlo­ sen Band gemacht.
Die obere Gewebelage besteht z.B. aus 25 Längsdrähten/cm von 0,16 mm Durchmesser und 25 Querdrähten/cm von 0,15 mm Durchmesser. Die Längs- und Querdrähte der oberen Gewebelage sind aus weichem, leicht verformbaren Kunst­ stoffmaterial, z.B. Polyester der Type Trevira 900 C (Hoechst). Die obere Gewebelage hat für sich wenig Längs- und Querstabilität. Die untere Gewebelage ist gröber und stützt die obere Gewebelage ab. Sie besteht in diesem Beispiel aus 12,5 Längs- und Querdrähten/cm von 0,25 mm Durchmesser. Die Längsdrähte bestehen aus der härteren Polyester-Type Trevira 920 C, und die Querdrähte sind mittelweich und bestehen aus der Polyester-Type Trevira 901 C. Die obere Gewebelage hat eine offene Fläche von ca. 38%, und die untere Gewebelage eine solche von 44%.
Das Gewebe ist insgesamt sehr luftdurchlässig und hat eine Luftdurchlässigkeit von 750 cfm. Beide Gewebelagen werden durch quer- und längsverlaufende Bindedrähte mit­ einander verbunden. Es ist gleichfalls möglich, die bei­ den Gewebelagen durch Einbinden struktureller Drähte der oberen Gewebelage in die untere Gewebelage zu verbinden.
Herkömmliche zweilagige Papiermaschinenbespannungen, die als Blattbildungssiebe eingesetzt werden, zeichnen sich durch eine feinstrukturierte, glatte Papierseite aus, während die grobe Gewebelage auf der Laufseite für Stabi­ lität und Abriebfestigkeit sorgt. Die glatte, gleichmäßige Oberfläche der Papierseite weist keine Unterbrechungen oder Störungen in der Gewebestruktur auf. Sämtliche Kett- und Schußdrahtabkröpfungen erscheinen als kleine Tragflä­ chen auf der Oberseite des Siebes. Dies ist Voraussetzung für Blattbildungssiebe, da sonst unerwünschte Markierungen in der Gewebebahn auftreten würden.
Die erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung ist dage­ gen ein Prägesieb und unterscheidet sich grundsätzlich von den Blattbildungssieben dadurch, daß seine Oberfläche nicht glatt ist. Sie besteht vielmehr aus einem Muster von abwechselnd auftretenden Vertiefungen (Mulden) mit dazwischenliegenden Stegen aus unverformtem Gewebe der Papierseite. Die Größe, Tiefe, Oberflächenform und Ver­ teilung der Vertiefungen kann je nach der gewünschten Struktur der Papierbahn gewählt werden, indem man die Stellen, an denen die beiden Gewebelagen miteinander ver­ bunden sind, entsprechend ausgestaltet und anordnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an­ hand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Abdruck eines zweilagigen Blattbildungssiebes nach dem Stand der Technik mit monoplaner Papier­ seite;
Fig. 2 und 3 den Abdruck einer Papiermaschinenbespannung nach der Erfindung mit kleinen bzw. großen Ver­ tiefungen auf der Papierseite, die als weiße Flä­ chen erkennbar sind;
Fig. 4 bis 7 Schnitte in Querrichtung verschiedener Aus­ führungsbeispiele der erfindungsgemäßen Papierma­ schinenbespannung;
Fig. 8 und 9 Schnitte in Längsrichtung verschiedener Aus­ führungsformen der Papiermaschinenbespannung;
Fig. 10 schematisch den Aufbau des Blattbildungsteils einer Papiermaschine, in der die erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung als Prägesieb eingesetzt wird, und
Fig. 11 schematisch eine Doppelsiebformermaschine, in der die erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung als eines der beiden Blattbildungssiebe eingesetzt wird.
Fig. 1 zeigt den Abdruck einer herkömmlichen, zweilagigen Papiermaschinenbespannung mit monoplaner Papierseite, wie sie als Blattbildungssieb z.B. für Zeitungspapier verwen­ det wird. Die Abkröpfungen aller Längsdrähte und Querdräh­ te erscheinen als kleine, meistens ovale Tragflächen auf der Oberseite des Blattbildungssiebes, das ist die Papier­ seite. Die Monoplanität der Papierseite ist ein wesentli­ ches Merkmal üblicher Blattbildungssiebe, da andernfalls unerwünschte Markierungen im Papier auftreten würden. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Blattbildungssieb sind die beiden Gewebelagen durch querverlaufende Bindedrähte ver­ bunden. Die Abdrucke der Abkröpfungen dieser Bindedrähte sind auf der Papierseite als kleine Störungen des Musters der Abkröpfungen erkennbar, ohne daß dadurch jedoch die Monoplanität der Papierseite beeinträchtigt wird.
Die Fig. 2 und 3 zeigen den Abdruck einer Papiermaschi­ nenbespannung mit kleinen bzw. größeren Vertiefungen 30 in der Papierseite. Die Vertiefungen 30 entstehen an den Stel­ len, an denen die beiden Gewebelagen durch zusätzliche Drähte, sog. Bindedrähte, oder durch die strukturellen Längs- und/oder Querdrähte der oberen Gewebelage mitein­ ander verbunden sind. Fig. 2 zeigt den Abdruck einer Pa­ piermaschinenbespannung, bei der die beiden Gewebelagen durch zusätzliche Bindequerdrähte miteinander verbunden sind. Fig. 3 zeigt den Abdruck einer Papiermaschinenbe­ spannung, bei der die beiden Gewebelagen dadurch mitein­ ander verbunden sind, daß die strukturellen Längsdrähte der oberen Gewebelage in die untere Gewebelage eingebun­ den sind. Die Breite und Länge der Vertiefungen 30 können dadurch eingestellt werden, daß gleichzeitig mehrere Bindedrähte oder strukturelle Längs- oder Querdrähte der oberen Gewebelage an der Bildung jeder einzelnen Vertie­ fung 30 beteiligt sind. Beim Anbinden der oberen Gewebe­ lage durch ihre Querdrähte wird die Vertiefung 30 schmä­ ler, wenn die Anbindung durch einen einzelnen Querdraht der oberen Gewebelage erreicht wird. Die Vertiefung 30 wird breiter, wenn zur Anbindung zwei nebeneinanderlie­ gende Querdrähte verwendet werden, wie dies auch nach­ folgend in Verbindung mit Fig. 7 noch erläutert wird. Die Vertiefung 30 wird gleichzeitig stärker ausgeprägt, wenn zur Anbindung der Querdraht und gleichzeitig der Längsdraht der oberen Gewebelage eingesetzt wird.
Fig. 4 zeigt im Schnitt in Querrichtung eine zweilagige Papiermaschinenbespannung, die flach gewoben ist, so daß die Kette die Längsdrähte und der Schuß die Querdrähte bildet. Die obere Gewebelage 10 hat Leinwandbindung, und die untere Gewebelage 20 ist ein Dreiköper-Kettläufer, d.h., die langen Schußflottungen sind oben und Stützen die obere Gewebelage 20, und die langen Kettflottungen liegen auf der Unterseite. Der Einfachheit halber wird diese Bindungskombination in allen nachstehenden Ausfüh­ rungsbeispielen beibehalten, obwohl andere Bindungen und andere Bindungsformen der oberen und unteren Gewebelage 10, 20 in gleicher Weise möglich sind. Die untere Gewebe­ lage 20 kann z.B. ein Dreiköper-Schußläufer sein, bei dem die langen Schußflottungen nach unten vorstehen.
Gemäß Fig. 4 wird die obere Gewebelage 10 durch Querdräh­ te 11 und Längsdrähte 12 gebildet, die in Leinwandbindung miteinander verwebt sind. Die untere Gewebelage 20 wird durch Querdrähte 21 und Längsdrähte 22 gebildet, die in Dreiköper verwebt sind. Beide Gewebelagen sind durch einen zusätzlichen Bindequerdraht 31 an der Abbindestelle mitein­ einander verbunden, an der sich die Vertiefung 30 bildet. An dieser Vertiefung 30 bindet der Bindequerdraht 31 den oberen Längsdraht 12 ab und zieht die obere Gewebelage 10 an dieser Stelle tief nach unten, so daß die oberen Quer­ drähte 11 hier zwischen die benachbarten unteren Querdräh­ te 21 einsinken. Die Häufigkeit und die Verteilung der Abbindestellen kann beliebig gewählt werden. Es ist vor­ teilhaft, wenn der Bindequerdraht 31 vor und nach dem Ab­ binden der oberen Gewebelage 10 unter zwei stabilen unte­ ren Längsdrähten 22 geführt wird, damit die Zugkraft auf mehrere Drähte der unteren Gewebelage 20 verteilt wird und die obere Gewebelage 10, die aus weicherem Kunststoff­ material besteht, ausgeprägte Mulden oder Vertiefungen 30 bildet.
Fig. 5 zeigt ebenfalls im Schnitt in Querrichtung eine Papiermaschinenbespannung, bei der die beiden Gewebelagen 10, 20 dadurch miteinander verbunden sind, daß der obere Querdraht 11 unter dem unteren Längsdraht 22 hindurchge­ führt wird. Er zwingt dadurch die obere Gewebelage 10 zur Bildung einer Mulde oder Vertiefung 30. Die Abbindung er­ folgt hier also durch die strukturellen Querdrähte 11 der oberen Gewebelage 10.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 6 erfolgt die Ver­ bindung der beiden Gewebelagen 10, 20 dadurch, daß der obere Querdraht 11 und die oberen Längsdrähte 12, Längs­ drähte 22 bzw. Querdrähte 21 der unteren Gewebelage 20 umschlingen.
Fig. 7 zeigt wiederum im Schnitt in Querrichtung, wie zwei aufeinanderfolgende Querdrähte 11 der oberen Gewebe­ lage 10 an der Abbindung beteiligt sind. Die Vertiefung 30 wird dadurch stärker ausgeprägt und erstreckt sich in Längsrichtung weiter. Beide Querdrähte 11 der oberen Ge­ webelage 10 sind unter einem Längsdraht 22 der unteren Gewebelage 20 hindurchgeführt.
Fig. 8 zeigt im Schnitt in Längsrichtung eine erfindungs­ gemäße Papiermaschinenbespannung. Die Längsdrähte 22 der unteren Gewebelage 20 bilden auf der Laufseite lange Flottungen (Kettläufer bei flacher oder offener Webweise). Die Verbindung der beiden Gewebelagen 10, 20 erfolgt durch zusätzlche Bindelängsdrähte 23. Der Bindelängsdraht 23 um­ schlingt nur einen der dünnen Querdrähte 11 der oberen Ge­ webelage und verläuft unter zwei der dicken, stabilen Querdrähte 21 der unteren Gewebelage 20. Auch in diesem Fall sind die Längsdrähte der oberen Gewebelage und der unteren Gewebelage 20 räumlich versetzt.
Fig. 9 zeigt im Schnitt in Längsrichtung eine Papierma­ schinenbespannung, bei der die Abbindung dadurch erfolgt, daß der Längsdraht 12 der oberen Gewebelage 10 unter einem Querdraht 21 der unteren Gewebelage 20 hindurchgeführt ist.
Fig. 10 zeigt schematisch den Aufbau einer Tissue-Papier­ maschine. Vom Stoffauflauf 41 wird die Pulpe auf ein übliches Tissue-Blattbildungssieb 42 gegeben, durch das hindurch der größte Teil des Wasseranteils abläuft. Auf dem Blattbildungssieb 42 wird eine glatte Papierbahn ge­ bildet. Die Papierbahn wird dann umgelenkt und zwischen dem Blattbildungssieb 42 und einem Prägesieb 43 vorbei an einem Saugkasten 44 weiterbefördert. Im Bereich des Saugkastens 44 findet eine Prägung oder eine Umstruktu­ rierung der Papierbahn statt, wobei Erhebungen mit höhe­ rem Faseranteil bzw. Vertiefungen mit geringerem Faser­ anteil gebildet werden. Die Papierbahn wird dann von dem Blattbildungssieb 42 abgenommen und nur noch von dem Prägesieb 43 getragen. Getrocknet wird die Papierbahn weiter mittels eines Durchblastrockners, der die Papier­ bahn mit heißer Luft beaufschlägt. Die Papierbahn wird dann von einem dampfbeheizten Trockenzylinder 46 über­ nommen, wobei an der Übernahmestelle eine zusätzliche, zweite Prägung der Papierbahn durch eine Anpreßwalze 47 erfolgt, die das Prägesieb 43 mit der daraufliegenden Papierbahn gegen den Trockenzylinder 46 drückt. Die trockene Papierbahn wird dann mittels eines Schabers 48 von dem Trockenzylinder 46 abgenommen. Als Prägesieb 43 dient hierbei eine erfindungsgemäße zweilagige Papier­ maschinenbespannung mit Vertiefungen in der feinen oberen Gewebelage.
Fig. 11 zeigt die Verwendung der erfindungsgemäßen Pa­ piermaschinenbespannung bei einem Doppelsiebformer. Der Stoffauflauf gibt die Pulpe dabei in den Spalt, den ein unteres Blattbildungssieb 42 herkömmlicher Konstruktion und ein als zweites Blattbildungssieb dienendes Prägesieb nach der Erfindung bilden. Bereits bei der Blattbildung wird die Papierbahn hierbei geprägt. Der Saugerkasten 44 fördert gleichzeitig die Übergabe der Papierbahn auf das Prägesieb 43 alleine, von dem die Papierbahn dann wiederum durch Durchblastrockner 45 zu einem Trockenzy­ linder 46 gefördert wird. Auf dem Rückweg vom Trocken­ zylinder 46 zum Stoffauflauf 41 wird das Prägesieb 43 durch Spritzrohre 49 gereinigt. Vom Trockenzylinder 46 wird die fertige Papierbahn dann wiederum mittels eines Schabers 48 abgenommen.

Claims (7)

1. Verwendung einer Papiermaschinenbespannung aus zwei miteinander verbundenen Gewebelagen zur Herstellung von Tissue-Papier oder porösem Vlies, wobei die unte­ re Gewebelage (20) gröber ist als die obere Gewebe­ lage (10), beide Gewebelagen eine große offene Fläche haben und die obere Gewebelage (10) musterartig ver­ teilte Vertiefungen (30) an den Verbindungsstellen aufweist.
2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei die Papiermaschinen­ bespannung als Prägesieb (43) für die Nachtrocknung der von einem Blattbildungssieb (42) abgenommene Pa­ pierbahn eingesetzt wird.
3. Verwendung nach Anspruch 1, wobei die Papiermaschinen­ bespannung als Prägesieb (43) eingesetzt wird, das das zweite Blattbildungssieb eines Doppelsiebformers bil­ det.
4. Papiermaschinenbespannung für die Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, aus zwei miteinander verbundenen Gewebelagen, wobei die untere Gewebelage (20) gröber ist als die obere Gewebelage (10), dadurch gekennzeich­ net,
daß die beiden Gewebelagen (10, 20) jeweils eine offene Fläche von mehr als 30% haben und
daß die beiden Gewebelagen (10, 20) so fest miteinander verbunden sind, daß die obere Gewebelage (10) muster­ artig verteilte Vertiefungen (30) an den Verbindungs­ stellen aufweist.
5. Papiermaschinenbespannung nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die beiden Gewebelagen (10, 20) durch Bindedrähte (23) verbunden sind, die in Längsrichtung und/oder Querrichtung verlaufen und Monofile aus hartem Kunststoff sind, und daß die feinen Querdrähte (11) und Längsdrähte (12) der oberen Gewebelage (10) aus weicherem, leicht verformbarem Kunststoff bestehen.
6. Papiermaschinenbespannung nach Anspruch 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Querdrähte (21) der unteren Ge­ webelage (20) aus weicherem und leichter verformbarem Kunststoff als die Längsdrähte (22) der unteren Gewe­ belage (20) bestehen.
7. Papiermaschinenbespannung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gewebelagen (10, 20) dadurch miteinander verbunden sind, daß die struktu­ rellen Querdrähte (11) und/oder die strukturellen Längsdrähte (12) der oberen Gewebelage (10) in die untere Gewebelage (20) eingebunden sind.
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