DE3600539C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D7/00—Steering linkage; Stub axles or their mountings
- B62D7/06—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins
- B62D7/14—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering
- B62D7/15—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering characterised by means varying the ratio between the steering angles of the steered wheels
- B62D7/1518—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering characterised by means varying the ratio between the steering angles of the steered wheels comprising a mechanical interconnecting system between the steering control means of the different axles
- B62D7/1527—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering characterised by means varying the ratio between the steering angles of the steered wheels comprising a mechanical interconnecting system between the steering control means of the different axles comprising only mechanical parts, i.e. without assistance means
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lenksystem in einem
Radfahrzeug, und insbesondere auf ein Lenksystem in einem
Radfahrzeug, dessen Vorderradlenkgestänge mit einem Hinterradlenkgestänge
verbunden ist, um wahlweise die Hinterräder
in Reaktion auf den Lenkvorgang der Vorderräder
zu lenken.
Ein solches Vier-Rad-Lenksystem ist aus dem JP-PS 59 26 363,
59 26 364 und 59 26 365 bekannt, in denen ein Lenksystem
ein Vorderradlenkgestänge das über ein Lenkrad
betätigt wird, ein Hinterradlenkgestänge mit einem quer zur Radfahrzeuglängsachse
verlaufenden Steuerelement, das mit seinen entgegengesetzten
Enden mit einem Paar lenkbarer Hinterräder in Wirkverbindung
steht, eine drehbare Welle, die in
Längsrichtung des Fahrzeugs verläuft und
an ihrem vorderen Ende mit dem Vorderradlenkgestänge
in Wirkverbindung steht, und einen Hinterradlenkmechanismus
aufweist, der mit dem hinteren Ende der drehbaren
Welle in Wirkverbindung steht, um in Abhängigkeit von
einer Drehbewegung der drehbaren Welle eine Axialverschiebung
des Steuerelementes zu bewirken. Um das Lenkwinkelverhältnis
und die Richtung der hinteren Räder relativ
zu den vorderen Rädern zu steuern, weist der Hinterradlenkmechanismus
eine Eingangswelle, die über die drehbare
Welle gedreht wird, eine Ausgangswelle, die an ihrem
einen Ende mit der Eingangswelle mittels eines Universalgelenks
schwenkbar in Verbindung steht und an ihrem anderen
Ende mit dem quer verlaufenden Steuerelement des
Hinterradlenkgestänges einstückig verbunden ist, und
eine Antriebsvorrichtung auf, die die Ausgangswelle bezüglich
der Eingangswelle neigt. Bei dieser Anordnung
wird die Antriebsvorrichtung in Gang gesetzt, um den
Neigungswinkel der Ausgangswelle zur Steuerung des Lenkwinkelverhältnisses
und der Richtung der Hinterräder
relativ zu den Vorderrädern einzustellen. Die Einstellung
des Neigungswinkels der Ausgangswelle bewirkt unter der
Vorraussetzung, daß die drehbare Welle angehalten ist,
eine axiale Verschiebung des quer verlaufenden Steuerelementes.
Dies hat einen Wechsel der Ausrichtung der Hinterräder
zur Folge.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen verbesserten
Hinterradlenkmechanismus für das Lenksystem vorzusehen,
der in der Lage ist, das Lenkwinkelverhältnis und die
Richtung der Hinterräder relativ zu den Vorderrädern
zu steuern, ohne einen Wechsel der Ausrichtung
der Hinterräder zu bewirken.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, einen
verbesserten Hinterradlenkmechanismus vorzusehen, der
in der Lage ist, die Lenkrichtung der Hinterräder gemäß
der Fahrgeschwindigkeit wahlweise zu steuern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Lenksystem
gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Es wird ein verbesserter Hinterradlenkmechanismus vorgesehen,
der ein Gehäuse, das an einem Fahrzeugaufbau befestigt
ist und das quer verlaufende Steuerelement des
Hinterradlenkgestänges, das von einer Steuerwelle gebildet wird, drehbar trägt, einen ersten zylindrischen
Tragrahmen, der innerhalb des Gehäuses drehbar
um eine Vertikalachse und senkrecht zu der Längsachse
der Steuerwelle angebracht ist, antriebsmäßig mit dem
hinteren Ende der drehbaren Welle verbunden ist und in
Abhängigkeit von der Betätigung des Vorderradlenkgestänges
gedreht wird, einen zweiten zylindrischen Tragrahmen,
der innerhalb des ersten zylindrischen Tragrahmens drehbar
um die Längsachse der quer verlaufenden Steuerwelle
angebracht ist, einen einstückig mit der quer verlaufenden
Steuerwelle ausgebildeten radial verlaufenden Zapfen,
der im Inneren des zweiten Tragrahmens angeordnet ist
und senkrecht zu der Längsachse der Steuerwelle
verläuft, ein Universalgelenk, das innerhalb des zweiten
zylindrischen Tragrahmens angebracht ist und den radial
verlaufenden Zapfen der Steuerwelle verschiebbar trägt,
und eine Antriebsvorrichtung aufweist, die am Gehäuse
angebracht ist und die Steuerwelle gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit
dreht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird
noch folgend
unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Vierrad-Lenksystems
eines Radfahrzeugs;
Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt eines erfindungsgemäßen
Hinterradlenkmechanismus;
Fig. 3 ist ein geschnittener Grundriß des Hinterradlenkmechanismus
gemäß Fig. 2;
Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht,
die die Beziehung zwischen einem ersten Tragrahmen,
einem zweiten Tragrahmen, einem radialen
Zapfen und einem Universalgelenkaufbau, die in
den Fig. 2 und 3 dargestellt sind, zeigt; und
Fig. 5 und 6 zeigen eine Abwandlung des Universalgelenkaufbaus
der Fig. 3 und 4.
Gemäß der Zeichnungen, insbesondere der Fig. 1, ist
ein Vierrad-Lenksystem eines Radfahrzeuges dargestellt,
dessen Vorderradlenkgestänge 10 mit einem Hinterradlenkgestänge
20 verbunden ist. Das Vorderradlenkgestänge
10 weist eine quer verlaufende Zahnstange 11, die mit
einem Lenkrad WS in Wirkverbindung steht und aufgrund
des Einwirkens des Fahrers auf das Lenkrad verschoben
wird, ein Paar Spurhebel 12, die mit den entsprechenden
lenkbaren Vorderrädern WF in der üblichen
Weise verbunden sind, und ein Paar Spurstangen 13 auf,
die an ihren nach Innen weisenden Enden mit den entgegengesetzten
Enden der Zahnstange 11 und mit ihren nach
außen weisenden Enden mit den entsprechenden Spurhebeln
12 verbunden sind. Das Hinterradlenkgestänge 20
weist eine quer verlaufende Steuerwelle 21, die drehbar
um ihre quer verlaufende Längsachse L₁ angeordnet ist, ein
Paar Spurhebel 22, die mit den entsprechenden
lenkbaren Hinterrädern WR in üblicher Weise verbunden
sind, und ein Paar Spurstangen 23 auf, die mit ihren
nach innen weisenden Enden an entgegengesetzten Enden
der Steuerwelle 21 und mit ihren nach außen weisenden
Enden an den entsprechenden Spurhebeln 22 befestigt
sind. Die Steuerwelle 21 ist stets mit der Zahnstange
11 mittels eines Hinterradlenkmechanismus A und
einer Anordnung drehbarer Wellen 30 in Wirkverbindung.
Die Anordnung drehbarer Wellen 30 weist eine Hauptwelle
31, ein Paar Zwischenwellen 32, 33 und ein Paar Ritzelwellen
34, 35 auf. Die Hauptwelle 31 ist drehbar an einer
Fahrzeugkarosserie (nicht dargestellt) gehalten und verläuft
in Längsrichtung des Fahrzeugs.
Die Hauptwelle 31 ist an ihrem vorderen Ende über
die Zwischenwelle 32 und die Ritzelwelle 34 mit der Zahnstange
11 und an ihrem hinteren Ende über die Zwischenwelle
33 mit der Ritzelwelle 35 antriebsmäßig verbunden.
Der Hinterradlenkmechanismus A weist ein Gehäuse 40,
das an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist, einen drehbar
innerhalb des Gehäuses 40 angebrachten ersten Tragrahmen
41, einen drehbar innerhalb des ersten Tragrahmens
41 angebrachten zweiten Tragrahmen 42 und eine ferngesteuerte
Antriebsvorrichtung 50 auf. Der erste Tragrahmen
41 setzt sich aus einem zylindrischen Tragelement 41 a
und einem ringförmigen Tragelement 41 b, das mittels Befestigungsbolzen
41 c am ersten Tragelement 41 a befestigt
wird, zusammen. Wie in Fig. 2 zu sehen ist, weist das
zylindrische Tragelement 41 a an seinen oberen und unteren
Enden ein Paar einstückig ausgebildete Lagerabschnitte
41 d und 41 e auf, die über ein Paar Kugellager 60 und
61 in der Weise am Gehäuse 40 gehalten werden, daß der
erste Tragrahmen 41 drehbar um die Vertikalachse L₂ und
senkrecht zu der Längsachse L₁ der quer verlaufenden
Steuerwelle 21 angeordnet ist. Das zylindrische Tragelement
41 a ist an einer Seite mit einem gezahnten halbkreisförmigen
Abschnitt 41 f versehen, der drehbar um
die Vertikalachse L₂ angeordnet ist. Der gezahnte halbkreisförmige
Abschnitt 41 f des Tragelementes 41 a steht
im ständigem Eingriff mit einem Ritzel 35 a der Ritzelwelle
35, die drehbar am Gehäuse 40 angebracht ist.
Der zweite Tragrahmen 42 setzt sich aus einem Paar zylindrischer
Tragelemente 42 a und 42 b zusammen, die aneinander
angebracht sind und innerhalb des ersten Tragrahmens
41 mittels eines Paares axial auseinanderliegender
Kugellager 62 und 63 drehbar um die Längsachse L₁ der
quer verlaufenden Steuerwelle 21 gehalten werden. Wie
aus Fig. 4 zu entnehmen ist, ist das zylindrische Tragelement
42 a einstückig mit einem Paar gegenüberliegender
Lagervorsprünge 42 c ausgebildet, an denen ein Universalgelenk
44 gehalten wird, und das zylindrische Tragelement
42 b ist ebenfalls einstückig mit einem Paar gegenüberliegender
Lagervorsprünge 42 d ausgebildet, die mit den
gegenüberliegenden Lagervorsprüngen 42 c verbunden werden,
um so ein Paar gegenüberliegender koaxialer Bohrungen
zu bilden. Die quer verlaufende Steuerwelle 21 ist einstückig
mit einem radial verlaufenden Zapfen 43 versehen,
der senkrecht zu der Längsachse L₁ der quer verlaufenden
Steuerwelle 21 verläuft. Das Universalgelenk 44 weist
einen äußeren Laufring 44 a, der mit einer sphärischen
Innenfläche ausgebildet und einstückig mit einem Paar
seitlicher Zapfen 44 b, 44 c versehen ist, und einen inneren
Laufring 45 auf, der drehbar mit dem äußeren Laufring
44 a verbunden ist. Die seitlichen Zapfen 44 b und 44 c
des äußeren Laufringes 44 a sind durch ein Paar axial
auseinanderliegender Kugellager 64 und 65, die innerhalb
der verbundenen Lagervorsprünge 42 c und 42 d der Tragelemente
42 a und 42 b angebracht sind, drehbar gehalten.
Der radiale Zapfen 43 der Steuerwelle 21 ist durch den
inneren Laufring 45 des Universalgelenkes 44 verschiebbar
gehalten, und gestattet somit eine Relativbewegung der
Steuerwelle 21 bezüglich des zweiten Tragrahmens 42.
Die ferngesteuerte Antriebsvorrichtung 50 weist ein Antriebszahnrad
51, das über eine Verzahnung drehbar mit
der quer laufenden Steuerwelle 21 verbunden ist, eine
Ritzelwelle 52, die mit einem Ritzel 52 a versehen ist
und im ständigem Eingriff mit dem Antriebszahnrad 51
steht, und einen Elektromotor 53 auf, der am Gehäuse
40 befestigt ist, um die Ritzelwelle 52 in Abhängigkeit
von einem erhaltenen elektrischen Steuersignal zu drehen.
Das Antriebszahnrad 51 weist eine innere Verzahnung 51 a
auf, die verschiebbar mit einer äußeren Verzahnung 21 a
der Welle 21 ineinandergreift, wodurch eine Axialverschiebung
der Steuerwelle 21 ermöglicht wird. Das Antriebszahnrad
51 ist drehbar um die quer verlaufende Längsachse
L₁ durch ein Paar axial auseinanderliegender Kugellager
66 und 67 am Gehäuse 40 gehalten. Die Ritzelwelle
52 ist durch ein Paar axial auseinanderliegender Kugellager
68 und 69 drehbar am Gehäuse 40 gehalten und verläuft
durch ein Dichtungselement 70 hindurch bis in den
Motor 53. Der Motor 53 weist eine angetriebene Welle
53 a auf, die mit dem äußeren Ende 52 b der Ritzelwelle
52 antriebsmäßig verbunden ist, und kann die Ritzelwelle
52 in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit
drehen.
Bei Betätigung des Lenksystems wird eine nach rechts
oder nach links gerichtete Verschiebung der Zahnstange
11 durch die Betätigung des Lenkrades WS bewirkt, wodurch
die Vorderräder WF nach links oder rechts gelenkt werden
und die Anordnung drehbarer Wellen 30 gedreht wird. Bei
diesem Lenkvorgang wird die Ritzelwelle 35 der Wellenanordnung
30 angetrieben, wodurch eine Drehung des ersten
Tragrahmens 41 um die Vertikalachse L₂ in Gegenuhrzeiger-
oder Uhrzeigerrichtung bewirkt wird. Unter der Voraussetzung,
daß der radial verlaufende Zapfen 43 der
Steuerwelle 21 sich in einer nach vorne gerichteten Position
senkrecht zu der Vertikalachse L₂ befindet, drehen
sich der zweite Tragrahmen 42 und das Universalgelenk
44 gemäß der in Gegenuhrzeiger- oder Uhrzeigersinn gerichteten
Drehung des ersten Tragrahmens 41 um die Vertikalachse
L₂, wodurch eine nach rechts oder links gerichtete
Verschiebung des radial verlaufenden Zapfens
43 bewirkt wird. In diesem Falle dreht sich der äußere
Laufring 44 a um seine seitlichen Zapfen 44 b und 44 c und
der innere Laufring 45 gleitet über den radial verlaufenden
Zapfen 43. Die quer verlaufende Steuerwelle 21 wird
letztendlich nach rechts oder links verschoben, wodurch
die hinteren Räder WR nach links oder rechts gelenkt
werden. Die vorderen und die hinteren Räder WF und WR
werden also in die gleiche Richtung gelenkt. Der oben
beschriebene Vorgang tritt ein, da der radial verlaufende
Zapfen 43 in einem Winkel relativ zu der Vertikalachse
L₂ nach vorne geneigt ist. Das Lenkwinkelverhältnis
der hinteren Räder WR relativ zu den vorderen Rädern
WF stellt sich gemäß dem nach vorne gerichteten Neigungswinkel
des radial verlaufenden Zapfens 43 ein. Wenn der
radial verlaufende Zapfen der Steuerwelle 21 sich in
der dargestellten Lage befindet, erreicht das Lenkwinkelverhältnis
der hinteren Räder WR relativ zu den vorderen
Rädern WF einen maximalen Wert.
Unter der Voraussetzung, daß die Antriebsvorrichtung
50 in Gang gesetzt wurde, um den radial verlaufenden Zapfen
43 der Steuerwelle 21 nach oben zu drehen und ihn ohne
Neigungswinkel in der Vertikalachse L₂ zu halten, drehen
sich der zweite Tragrahmen 42 und das Universalgelenk
44 um die Vertikalachse L₂, wenn der erste Tragrahmen
41 infolge des Lenkens der vorderen Räder WF nach links
oder rechts in Gegenuhrzeiger- oder Uhrzeigerrichtung
gedreht wird. Der radial verlaufende Zapfen 43
der Steuerwelle 21 verbleibt unter diesen Voraussetzungen
in der Vertikalachse L₂ und hält die Steuerwelle
21 in ihrer neutralen Lage. Auf diese Weise können die
Hinterräder WR infolge eines Lenkvorganges der Vorderräder
WF nicht gelenkt werden. Wenn die Antriebsvorrichtung
50 weiter in Gang gesetzt wird, um den radial verlaufenden
Zapfen 43 der Steuerwelle 21 nach hinten zu drehen und
ihn in einer nach hinten gerichteten Lage senkrecht zu
der Vertikalachse L₂ zu halten, drehen sich der zweite
Tragrahmen 42 und das Universalgelenk 44 gemäß der Drehung
in Gegenuhrzeiger- oder Uhrzeigerrichtung des ersten
Tragrahmens 41 um die Vertikalachse L₂ und bewirken
eine nach links oder rechts gerichtete Verschiebung des
radial verlaufenden Zapfens 43. Der äußere Laufring 44 a
des Universalgelenkes 44 dreht sich in diesem Fall um
seine seitlichen Zapfen 44 b und 44 c und der innere Laufring
gleitet über den radial verlaufenden Zapfen 43.
Die quer verlaufende Steuerwelle 21 wird als Folge davon
nach links oder rechts verschoben, um die hinteren Räder
WR nach rechts oder links zu lenken. Auf diese Weise
werden die hinteren Räder WR in die entgegengesetzte
Richtung zu den vorderen Rädern WF gelenkt. Der oben
beschriebene Vorgang findet statt, da der radial verlaufende
Zapfen 43 der Steuerwelle 21 in einem Winkel relativ
zu der Vertikalachse L₂ nach hinten geneigt ist,
und das Lenkwinkelverhältnis der hinteren Räder WR zu
den vorderen Rädern WF stellt sich gemäß dem nach hinten
gerichteten Neigungswinkel des radial verlaufenden
Zapfens 43 ein. Wenn der radial verlaufende Zapfen 43
in einer nach hinten gerichteten Lage senkrecht zu der
Vertikalachse L₂ gehalten ist, werden die hinteren Räder
WR mit einem maximalen Lenkwinkel relativ zu den vorderen
Rädern WF gelenkt.
Wenn die Antriebsvorrichtung 50 so ausgeführt wird, daß
sie durch ein elektrisches Steuersignal, das auf die
Fahrzeuggeschwindigkeit hinweist, in Gang gesetzt wird,
wird der Neigungswinkel des radial verlaufenden Zapfens
43 gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit gesteuert. Wenn
der radial verlaufende Zapfen 43 in dieser Weise gesteuert
wird, stellen sich das Lenkwinkelverhältnis und
die Richtung der hinteren Räder WR relativ zu den vorderen
Rädern WF ebenfalls gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit
ein. In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wird
die quer verlaufenden Steuerwelle 21 nicht verschoben,
wenn der radial verlaufende Zapfen 43 der Steuerwelle
21 durch die Ingangsetzung der Antriebsvorrichtung 50
gedreht wird. Folglich können das Lenkwinkelverhältnis
und die Richtung der hinteren Räder ohne einen Wechsel
der Ausrichtung der hinteren Räder gesteuert werden.
Das Universalgelenk 44 kann in der in den
Fig. 5 und 6 gezeigten Weise abgewandelt werden. Dabei
ist der innere Laufring 45 des Universalgelenks 44 drehbar
mit einer sphärischen Innenfläche der Lagervorsprünge
42 A verbunden, die einstückig mit den zylindrischen
Tragelementen 42 a und 42 b ausgebildet sind.
Claims (3)
1. Lenksystem in einem Radfahrzeug, mit
einem Vorderradlenkgestänge, das über ein Lenkrad
betätigbar ist,
einem Hinterradlenkgestänge mit einem quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufenden Steuerelement, das an seinen entgegengesetzten Enden mit einem Paar lenkbarer Hinterräder in Wirkverbindung steht,
einer Anordnung drehbarer Wellen, die in Längsrichtung des Fahrzeugs verläuft und an ihrem vorderen Ende mit dem Vorderradlenkgestänge in Wirkverbindung steht, und
einem Hinterrad-Lenkmechanismus, der mit dem hinteren Ende der Anordnung drehbarer Wellen derart in Wirkverbindung steht, daß in Abhängigkeit von einer Drehbewegung der Anordnung drehbarer Wellen eine Axialverschiebung des Steuerelementes bewirkt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement eine in einem Gehäuse (40) drehbar gelagerte Steuerwelle (21) ist,
daß ein erster zylindrischer Tragrahmen (41) innerhalb des Gehäuses (40) um eine Vertikalachse (L₂) und senkrecht zu der Längsachse (L₁) der Steuerwelle (21) drehbar gelagert und antriebsmäßig mit dem hinteren Ende der Anordnung drehbarer Wellen (30) derart verbunden ist, daß er in Abhängigkeit von der Betätigung des Vorderradlenkgestänges (10) drehbar ist,
daß ein zweiter zylindrischer Tragrahmen (42) innerhalb des ersten zylindrischen Tragrahmens (41) drehbar um die Längsachse (L₁) der Steuerwelle (21) gelagert ist,
daß im Inneren des zweiten zylindrischen Tragrahmens (42) ein einstückig mit der Steuerwelle (21) ausgebildeter radial verlaufender Zapfen (43) angeordnet ist, der senkrecht zur Längsachse (L₁) der Steuerwelle (21) verläuft,
daß ein Universalgelenk (44), das innerhalb des zweiten zylindrischen Tragrahmens ausgebildet ist, den radial verlaufenden Zapfen (43) der Steuerwelle (21) verschiebbar trägt und
daß am Gehäuse (40) eine Antriebsvorrichtung (50) angebracht ist, mittels der die Steuerwelle (21) gedreht werden kann.
einem Hinterradlenkgestänge mit einem quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufenden Steuerelement, das an seinen entgegengesetzten Enden mit einem Paar lenkbarer Hinterräder in Wirkverbindung steht,
einer Anordnung drehbarer Wellen, die in Längsrichtung des Fahrzeugs verläuft und an ihrem vorderen Ende mit dem Vorderradlenkgestänge in Wirkverbindung steht, und
einem Hinterrad-Lenkmechanismus, der mit dem hinteren Ende der Anordnung drehbarer Wellen derart in Wirkverbindung steht, daß in Abhängigkeit von einer Drehbewegung der Anordnung drehbarer Wellen eine Axialverschiebung des Steuerelementes bewirkt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement eine in einem Gehäuse (40) drehbar gelagerte Steuerwelle (21) ist,
daß ein erster zylindrischer Tragrahmen (41) innerhalb des Gehäuses (40) um eine Vertikalachse (L₂) und senkrecht zu der Längsachse (L₁) der Steuerwelle (21) drehbar gelagert und antriebsmäßig mit dem hinteren Ende der Anordnung drehbarer Wellen (30) derart verbunden ist, daß er in Abhängigkeit von der Betätigung des Vorderradlenkgestänges (10) drehbar ist,
daß ein zweiter zylindrischer Tragrahmen (42) innerhalb des ersten zylindrischen Tragrahmens (41) drehbar um die Längsachse (L₁) der Steuerwelle (21) gelagert ist,
daß im Inneren des zweiten zylindrischen Tragrahmens (42) ein einstückig mit der Steuerwelle (21) ausgebildeter radial verlaufender Zapfen (43) angeordnet ist, der senkrecht zur Längsachse (L₁) der Steuerwelle (21) verläuft,
daß ein Universalgelenk (44), das innerhalb des zweiten zylindrischen Tragrahmens ausgebildet ist, den radial verlaufenden Zapfen (43) der Steuerwelle (21) verschiebbar trägt und
daß am Gehäuse (40) eine Antriebsvorrichtung (50) angebracht ist, mittels der die Steuerwelle (21) gedreht werden kann.
2. Lenksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste zylindrische Tragrahmen (41) an einer
Seite einstückig mit einem gezahnten, halbkreisförmigen
Abschnitt (41 f) versehen ist, der mit einem Ritzel (35 a),
das am hinteren Ende der Anordnung drehbarer Wellen (30)
angeordnet ist, in Eingriff steht.
3. Lenksystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsvorrichtung (50) mittels eines
als Maß für die Fahrzeuggeschwindigkeit dienenden, elektrischen
Steuersignals betätigt wird, um die quer verlaufende
Steuerwelle (21) gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit
zu drehen.
Applications Claiming Priority (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE (1) | DE3600539A1 (de) |
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